04:10
Als die Douglas DC-3 1935 erstmals abhebt, verändert sie die Luftfahrt grundlegend: Sie fliegt schneller, weiter und zuverlässiger als alle Passagierflugzeuge zuvor und macht kommerziellen Luftverkehr wirtschaftlich. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wird sie zur militärischen C-47 weiterentwickelt und übernimmt zentrale Aufgaben beim Transport von Truppen und Material für die Alliierten. Auch bei der Landung in der Normandie kommt sie zum Einsatz. Später wird sie als "Rosinenbomber" zum Symbol der Berliner Luftbrücke. Die Folge zeigt, wie ein Flugzeug die Luftfahrt und Geschichte nachhaltig veränderte.
04:55
Als Boeing Ende der 1960er-Jahre die 747 entwickelt, entsteht ein Flugzeug, das alle bisherigen Maßstäbe übertrifft: größer, leistungsfähiger und für deutlich mehr Passagiere ausgelegt. Mit ihrem markanten Buckel wird sie schnell zur "Queen of the Skies" und prägt das Bild moderner Luftfahrt. Trotz technischer Herausforderungen und hoher Risiken gelingt der Durchbruch. Die 747 macht interkontinentales Reisen für breite Bevölkerungsschichten zugänglich und verändert die globale Mobilität nachhaltig. Die Folge zeigt, wie ein Flugzeug die Welt enger zusammenrücken ließ und neue Dimensionen eröffnete.
05:40
Der Harrier gilt als Meilenstein der Luftfahrt: Als erstes Serienflugzeug mit Senkrechtstart und -landung vereint er die Geschwindigkeit eines Jets mit der Flexibilität eines Hubschraubers. Möglich wird das durch eine neuartige Triebwerkstechnologie, die Schub gezielt umlenkt. Dadurch kann der Harrier nahezu senkrecht starten, landen und sogar in der Luft verharren. Seine Stärken zeigt er besonders 1982 im Falklandkrieg, wo britische Harrier-Jets im Einsatz gegen Argentinien trotz begrenzter Start- und Landemöglichkeiten zum entscheidenden Faktor werden.
06:35
Wenige Minuten vor Beginn des Nachtflugverbots befindet sich eine privat gecharterte Gulfstream III im Anflug auf Aspen, Colorado. Heftiger Schneefall und schlechte Sicht machen den ohnehin anspruchsvollen Flughafen mit nur einer Landebahn extrem gefährlich. Ein vorausfliegendes Flugzeug bricht den Anflug ab - doch die Chartermaschine setzt ihn fort. Als sie aus den Wolken auftaucht, liegt sie deutlich unter der Mindesthöhe, verfehlt die Landebahn und stürzt ab. Alle 18 Menschen an Bord kommen dabei ums Leben. Die Ermittlungen zeigen: Unter Zeitdruck traf die Crew folgenschwere Entscheidungen.
07:20
Kurz nach dem Start in Lima sieht sich die Crew von Aeroperú-Flug 603 mit einer Flut widersprüchlicher Warnmeldungen konfrontiert. Dichte Wolken versperren die Sicht, gleichzeitig liefern die Instrumente keine verlässlichen Daten. Während die Piloten über dem offenen Ozean verzweifelt versuchen, die Ursache der Fehlanzeigen zu finden, stürzt die Boeing 757 in den Pazifik. Keiner an Bord überlebt. Die Auswertung der Blackbox zeigt: Das Flugzeug war beim Aufprall intakt. Erst ein Detail an den Wrackteilen führt zu einem unscheinbaren Wartungsfehler, der eine tödliche Kette falscher Daten auslöste.
08:05
September 1944: Nachdem die Alliierten große Teile von Frankreich, Luxemburg und Belgien aus der Hand der deutschen Besatzer befreit haben, ist es Zeit für die nächste Phase von General Bernard Montgomerys ehrgeizigem Plan: Er will den Krieg noch 1944 beenden. "Operation Market Garden" ist die bis dahin größte Luftlandeoperation des Krieges, doch Selbstüberschätzung und Fehlkalkulationen gefährden ihren Erfolg. Den weit hinter den feindlichen Linien abgesetzten alliierten Truppen gelingt es nicht, die vorgesehenen Brückenköpfe zu erobern. Vom Nachschub abgeschnitten, geraten sie selbst in Lebensgefahr.
08:55
Dezember 1944: Hitler ist fest entschlossen, die einen Monat zuvor von den Alliierten aus deutscher Kontrolle befreite belgische Hafenstadt Antwerpen zurückzuerobern - zu wichtig erscheint Antwerpen als Nachschubhafen für die Gegner des Reiches. Die deutsche Ardennenoffensive richtet sich gegen schlecht verteidigte alliierte Stellungen. Der Erfolg der Operation hängt davon ab, Antwerpen in einem schnellen Vorstoß zu erobern, bevor die Alliierten reagieren können. Bei der belgischen Kleinstadt Bastogne gelingt es US-Truppen in verlustreichen Kämpfen, den Vormarsch der Wehrmacht zum Erliegen zu bringen.
09:45
Drei reale Katastrophen werden mit forensischer Präzision rekonstruiert: der Absturz der Raumfähre "Columbia", das Zugunglück von Eschede und der verheerende Brand im Londoner Grenfell Tower.
10:30
Der Terroranschlag, den der rechtsradikale Norweger Anders Breivik verübte, gilt als einer der schwersten in der jüngeren Geschichte Europas. Die Dokumentation ergründet die Tat des 22. Juli 2011.
11:20
Am 27. Januar 1968 verschwand das französische U-Boot "Minerve" im nordwestlichen Mittelmeer - und mit ihm die 52 Seeleute an Bord. Zwar war die Wetterlage schlecht, doch auf ein drohendes Unglück hatte nichts hingedeutet. Der Routineeinsatz der "Minerve" war beendet, sie hatte bereits Kurs auf den Heimathafen Toulon genommen und stand noch eine Stunde vor ihrem mutmaßlichen Untergang im Kontakt mit einem begleitenden Aufklärungsflugzeug. Eine Suchaktion der französischen Marine blieb erfolglos. Erst 2019 startete ein neuer Versuch, das verschollene U-Boot mit modernster Ortungstechnik aufzuspüren.
12:10
Der Hadrianswall, zwischen 122 und 128 n. Chr. an der Nordgrenze der römischen Provinz Britannia inferior errichtet, bildete eine rund 118 Kilometer lange Befestigungsanlage aus Mauern, Gräben, Türmen und Kastellen. Die Forschung geht heute davon aus, dass das Bauwerk sowohl gegen Überfälle schottischer und irischer Stämme aus dem Norden schützen als auch die Erhebung von Zöllen auf den Warenverkehr erleichtern sollte. Diese bildeten eine wichtige Einnahmequelle für das Reich. Heute rekonstruieren Wissenschaftler anhand archäologischer Funde den Alltag der Menschen am äußersten Nordrand des Imperiums.
12:55
Neben Pompeji, das 70 n. Chr. beim Ausbruch des Vesuvs unter Asche begraben wurde, traf die Katastrophe auch das Küstenstädtchen Herculaneum. Eine glühend heiße Mischung aus Gas- und Feststoffen - ein sogenannter pyroklastischer Strom - wälzte sich als schwarze Wolke aus dem explodierenden Vulkankrater hangabwärts und begrub Häuser und Menschen unter sich. Heute ist die Ascheschicht über Herculaneum etwa fünfmal dicker als die über dem weiter entfernt gelegenen Pompeji. Die gut erhaltenen Überreste - insbesondere die der menschlichen Opfer - liefern der Forschung auch heute noch neue Erkenntnisse.
13:45
Der Harrier gilt als Meilenstein der Luftfahrt: Als erstes Serienflugzeug mit Senkrechtstart und -landung vereint er die Geschwindigkeit eines Jets mit der Flexibilität eines Hubschraubers. Möglich wird das durch eine neuartige Triebwerkstechnologie, die Schub gezielt umlenkt. Dadurch kann der Harrier nahezu senkrecht starten, landen und sogar in der Luft verharren. Seine Stärken zeigt er besonders 1982 im Falklandkrieg, wo britische Harrier-Jets im Einsatz gegen Argentinien trotz begrenzter Start- und Landemöglichkeiten zum entscheidenden Faktor werden.
14:35
Der Airbus BelugaXL zählt zu den größten Transportflugzeugen der Welt und ist speziell für gigantische Frachtgüter konzipiert. Mit seinem markanten Rumpf transportiert er komplette Flugzeugteile quer durch Europa und verbindet Produktionsstandorte miteinander. Seine Entwicklung geht auf frühere Spezialflugzeuge wie die Super Guppy zurück, die bereits in der Raumfahrt eine wichtige Rolle spielte. Aufbauend auf diesen Konzepten entsteht mit dem BelugaXL eine neue Generation leistungsstarker Frachtflugzeuge.
15:20
Guadalcanal gehört zur östlich von Neuguinea gelegenen Inselgruppe der Salomonen. Im Zweiten Weltkrieg war sie einer der am heftigsten umkämpften Kriegsschauplätze des pazifischen Raums. Schließlich kam der Insel eine enorme strategische Bedeutung zu: Wer Guadalcanal beherrschte, war nicht nur in der Lage, die gesamte Region zu kontrollieren, sondern auch gleich den ganzen Krieg zu gewinnen. Und so lieferten sich Amerikaner und Japaner von August 1942 bis Anfang 1943 zu Wasser, zu Lande und in der Luft die Schlacht um Guadalcanal - mit unvorstellbaren Verlusten auf beiden Seiten.
16:10
Auf ihrem Weg nach Westen eroberte die Japanische Armee 1942 die britische Kolonie Birma, das heutige Myanmar. Spätestens nach der verloren Schlacht bei den Midwayinseln wurde die strategische Bedeutung des Landes für die japanischen Nachschublinien immer größer. Deren Herzstück bildete eine über 400 Kilometer lange Eisenbahnverbindung. Um die Strecke zu bauen, setzte das Kaiserreich rund 200.000 Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene ein, wobei die Hälfte von ihnen aufgrund der unmenschlichen Arbeitsbedingungen ums Leben kam. Als "Todeseisenbahn" ging der Thailand-Burma-Railway in die Geschichte ein.
16:55
Am 6. Juni 1944 landet der franko-kanadische Scharfschütze Léo Major als Teil der alliierten Invasionstruppen in der Normandie. Wenige Tage später wird er in der Schlacht um Caen verwundet und erblindet auf dem linken Auge. Major weigert sich jedoch, sein Regiment zu verlassen, und nimmt weiter an der Rückeroberung der besetzten Länder Westeuropas teil. Seinen herausragenden Mut stellt er erneut Anfang April 1945 unter Beweis: Durch Verhandlungsgeschick und einen vorgetäuschten Angriff gelingt es ihm, die niederländische Stadt Zwolle von der deutschen Besatzung zu befreien, ohne Zivilisten zu gefährden.
17:45
Zwei selbsternannte Hexenjäger nutzen die Unruhen des Englischen Bürgerkriegs, um gegen Bezahlung vermeintliche Hexen zu jagen und zu foltern.
18:30
New York, Juli 1996: Ein Jumbo der Fluggesellschaft TWA explodiert über Long Island und stürzt ab. 230 Menschen, darunter viele Schulkinder, sterben. Der FBI geht von einem Terrorakt aus - zumal die Olympischen Spiele von Atlanta bevorstehen. Doch auch nach intensiven Untersuchungen kann kein Beweis für einen Anschlag gefunden werden. Was löste die Katastrophe aus?
19:20
NATIONAL GEOGRAPHIC ruft eines der größten Desaster in der Geschichte der Luftfahrt in Erinnerung: Das Inferno an Bord des deutschen Luftschiffes Hindenburg. Am 6. Mai 1937 ging die LZ 129 Hindenburg während des Landemanövers im amerikanischen Lakehurst in Flammen auf. Durch elektrische Entladungen hatte sich die Hülle entzündet. Vom ersten Funken bis zur vollständigen Zerstörung des Luftschiffes dauerte es ganze 34 Sekunden. Es grenzt an ein Wunder, dass immerhin 62 der 98 Besatzungsmitglieder und Passagiere das Unglück überlebten.
20:15
In Washington stoßen Bauarbeiter unter dem Dupont Circle auf ein verborgenes Labyrinth aus Tunneln, das lange mit Spionage und Schmuggel in Verbindung gebracht wurde, später jedoch auf einen einzelnen Erbauer zurückgeführt werden kann. In Italien legen Archäologen mit dem Grab des Zerberus eine außergewöhnlich gut erhaltene Grabkammer frei, die auf eine einflussreiche römische Familie hindeutet. In Kolumbien kommen weitläufige unterirdische Anlagen mit kunstvollen Mustern zum Vorschein, die auf rituelle Bedeutungen schließen lassen. Und in England entdecken Freiwillige ein mysteriöses Tunnelsystem.
21:00
Diesmal sind die Forscher unter anderem einem Mysterium auf der indonesischen Insel Java auf der Spur. Es geht um faszinierende Terrassen aus Vulkangestein, die einen geheimnisvollen Ursprung haben. Außerdem widmet sich das Team menschlichen Skeletten, die auf der Südatlantikinsel St. Helena ausgegraben wurden und von einer dunklen Vergangenheit zeugen. Auf der Insel Hormuz im Persischen Golf wiederum sorgt ein blutroter Strand für wilde Spekulationen. Schließlich werden mysteriöse sterbliche Überreste von Pinguinen an einem Ort gefunden, der für die kurzbeinigen Tiere eigentlich unerreichbar ist.
21:45
Auf der Osterinsel geben die monumentalen Moai bis heute Rätsel auf - doch eine Figur sticht besonders hervor: Tukuturi kniet als einziger und trägt einen Bart. Warum nimmt er diese Sonderrolle ein? In den USA der 1950er-Jahre arbeitet das Militär an einem geheimen Fluggerät, das einer Flugscheibe gleicht: dem Avrocar. Handelt es sich um eine reale "UFO"-Technologie? Und im 18. Jahrhundert sorgt der Arzt Franz Anton Mesmer mit seiner sogenannten Mesmer-Wanne für Aufsehen. Sie soll Krankheiten durch "tierischen Magnetismus" heilen. Doch steckt hinter den Behandlungserfolgen mehr als nur Glaube?
22:30
1.500 Meter über dem Castelo de Bode-Staudamm in Portugal begegnet ein Pilot einem unbekannten Flugobjekt. Es ist der 17. Juni 1977, und der junge Mann kann sich nicht erklären, was er da soeben gesehen hat. Im nächsten Augenblick ist das Objekt allerdings wieder in den Wolken verschwunden. Doch damit ist der Vorfall noch lange nicht beendet: Plötzlich beginnt die Kompassnadel seines Flugzeugs wie wild zu rotieren und die Maschine neigt sich zu einem unkontrollierten Sinkflug. Tausende Kilometer weiter nördlich macht ein schottischer Förster 1979 ebenfalls eine bemerkenswerte Erfahrung.
23:20
Die Beobachtung unbekannter, außerirdischer Flugobjekte ist kein Phänomen, das erst im Zuge der Science-Fiction-Euphorie nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA aufkam. Bereits 1936 sollen am Himmel über Venedig rätselhafte Objekte aufgetaucht sein. Die Aufzeichnungen über dieses Ereignis wurden auf Anweisung des italienischen Diktators Benito Mussolini geheim gehalten. Der Duce sei allerdings damals davon überzeugt gewesen, dass es sich bei den "UFOs" von Venedig um eine den Italienern bis dato unbekannte technologische Neuerung handele, deren Ursprung ohne Zweifel in Europa zu suchen sei.