04:45
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
05:00
Neu auf ARTE: "42 - Die Antwort auf fast alles" ist die neue Wissensserie von ARTE, die durch große und kleine Fragen der Menschheit navigiert, originell, assoziativ, um die Ecke gedacht und getragen von einer prägnanten Stimme: Nora Tschirner macht sich Gedanken, sammelt Informationen, ordnet Material und gibt uns den Durchblick.
05:30
"Jeder Mensch ein Künstler!" Dies berühmt-berüchtigte Motto von Joseph Beuys könnte auch von Bob Ross (1942-1995) stammen. Allein, der amerikanische Fernsehmaler hat - anders als Beuys - keine großen sozialen und politischen Revolutionen im Sinn. Bob Ross will "nur" die einzelnen Menschen glücklicher machen, und das heißt, zu potenten Malern, die ihre eigene Welt erschaffen. Er will uns zeigen: Ein kleiner Künstler steckt in jedem von uns, wir müssen ihn nur herauslassen. Und das geschieht, indem wir lernen, das Malen zu lernen und das Lernen dabei nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Selbstzweck begreifen - Spaß dran finden. Bob Ross wurde 1942 in Daytona Beach, Florida, als Sohn eines Zimmermanns geboren. Er studierte an verschiedenen amerikanischen Colleges Malerei und entdeckte schließlich seine spezifische Malweise: die Nass-auf-Nass-Methode. Nachdem er diese Technik gründlich ausgebaut und etliche Hilfsmittel und Tricks erprobt hat, fing er an, auch anderen beizubringen, wie man damit schöne Landschaftsbilder kreieren kann. Er reiste seit 1981 quer durch die Vereinigten Staaten, um diese Technik vorzustellen. Zwei Jahre später produzierte er die ersten Malkurse im Fernsehen: "The Joy of Painting" wurde zu einem Riesenerfolg. Mit freundlich säuselnder Stimme macht Bob Ross seinen Zuschauern Mut, ihre eigene Kreativität zu entdecken. Schritt für Schritt macht er vor, wie sie ihre Leinwand im Nu mit "heiteren kleinen Wölkchen" oder "fröhlichen kleinen Bergen" und Hütten bereichern und so ihre eigene Welt schaffen können. Das kommt an, seit 1983 reißen die Ross-Serien gar nicht mehr ab. Sein Fernseh-Malkurs ist ein gigantisches Unternehmen, das Millionen von Ross-Schülern mit dem nötigen Malwerkzeug, Anleitungsbüchern und Videos ausstattet. Bob Ross starb 1995 mit gerade einmal 52 Jahren in New Smyrna Beach, Florida, an Krebs. Seine Fernsehshow aber lebt weiter. Inspiriert von Ross hat eine Freundin von ihm, Annette Kowalski, selbst eine Methode entwickelt, wie man Blumen malt.
06:00
What's your name, are you German. Mit einfachen Fragen und Antworten führt dieser Klassiker unter den Fernsehsprachkursen in die englische Sprache ein. In 51 Lektionen werden die wichtigsten Grammatikstrukturen und der Grundwortschatz vermittelt. Wann sagt man "some" oder "any"? Wann heißt es "he was" und wann "he has been"? Die Antworten auf diese und viele andere Fragen, die Sie im Englischunterricht nie zu stellen wagten, liefert Englisch für Anfänger in witzigen Spielszenen und fundierten Erklärteilen.
06:30
Fachinformation zum Fach Chemie für Biologie innerhalb des Telekollegs.
07:00
Beispielhaft können die Bauernproteste betrachtet werden. Diese haben durch Straßenblockaden sowohl in Frankreich als auch in Deutschland einige ihrer Ziele erreichen können. Im Gegensatz dazu stehen die Klimaschützerinnen und Klimaschützer, die ebenfalls die Straßen blockierten: Sie konnten ihre Forderungen nicht durchsetzen. Sind diese Proteste deshalb als gescheitert zu bezeichnen? Protestforschung versucht den Erfolg von Protest auf drei verschiedenen Ebenen zu ermitteln: Zunächst wollen die Protestierenden Aufmerksamkeit für ihr Thema gewinnen. Das erreichen viele Protestbewegungen mit den Mitteln des sozialen Ungehorsams. Also Regeln, die sie als ungerecht empfinden, bewusst brechen. Die Frauen im Iran machen das zum Beispiel, wenn sie in der Öffentlichkeit ihr Kopftuch ausziehen. Zusätzlich wollen die Protestierenden auch die Öffentlichkeit überzeugen. Je mehr Leute mitmachen, desto größer der Druck auf die Politik. Die dritte Ebene, auf der Protest erfolgreich sein kann, ist die schwierigste: Die Personen in Entscheidungspositionen sollen handeln. Die Suffragetten Anfang des 20. Jahrhunderts zum Beispiel haben ein Wahlrecht für Frauen gefordert. Zuerst wurden sie für diese Forderung ausgelacht, bis schließlich das eingeschränkte Frauenwahlrecht eingeführt wurde. Protest kann aber auch zunächst erfolglos erscheinen und erst mit der Zeit seine Wirkung zeigen. Denn jeder Protest, der Menschen erreicht, verändert möglicherweise auch etwas in der Wahrnehmung der Menschen. Egal auf welcher Ebene ein Protest erfolgreich ist - Protest wird gebraucht. Denn eine Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn an strittigen Stellen auch Widerspruch geäußert werden darf.
07:30
"Die Sendung mit der Maus" - das sind Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger.
08:00
Überall auf Straßen, Wiesen und Feldern sieht man sie im schnellen Schritt: die Nordic Walker. Jetzt zeigt TELE-GYM, wie man diese Sportart abwechslungsreich gestalten und sich damit optimal auf den Wintersport vorbereiten kann. Nordic Walking wurde ursprünglich als Sommertraining für Skilangläufer entwickelt. Es ist das perfekte Ganzkörpertraining für jedermann, da 90% aller Muskeln im Einsatz sind. Das Übungsprogramm ist in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Skiverband aus dem Nordic-Walking-Sport heraus entwickelt worden. Gekräftigt werden Beine, Po, Bauch, Arme und Rücken, spezielle Übungen schulen die Balance- und Koordinationsfähigkeit. Die Übungen sind so aufgebaut, dass sie sowohl als eigenständiges Training durchgeführt, aber auch bestens zur Abwechslung ins Nordic-Walking-Training eingebaut werden können. Der Nordic Walker kann auf diese Weise die positive Wirkung auf den Organismus noch wesentlich erhöhen. Für Nicht-Nordic-Walker ist das Training ein perfektes Fitnessprogramm, das auch zur Vorbereitung auf den Wintersport dient. Alle Übungen werden mit und ohne Stöcke demonstriert. Effektive Mitmach-Gymnastik die Spaß macht, Profi-Tipps zum richtigen Walken und die Präsentation von tollen DSV E.ON-Bayern-Nordic-Walking-Zentren in Bayern - das alles gibt es in jeder Folge "Nordic Walking mit Peter Schlickenrieder"!
08:15
09:30
Neele Buchholz ist Schauspielerin und Tänzerin. Fernsehfilme, Kinoproduktionen und Bühnenauftritte - die 33-Jährige ist sehr erfolgreich. Dabei hat Neele Buchholz besondere Herausforderungen zu bewältigen. Sie hat das Down-Syndrom. Dennoch will sie als selbstständige Künstlerin arbeiten und möglichst frei entscheiden. Schon früh beschloss sie, nicht den "üblichen" Weg für Menschen mit Down-Syndrom zu gehen. Statt für 1,50 Euro pro Stunde in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung zu arbeiten, wollte sie mehr. "Da habe ich gesagt: Nein, ich will das nicht, weil das langweilig ist", erinnert sich Neele. Für ihre Entscheidung für den Tanz- und Schauspielberuf erhält sie große Unterstützung von ihren Eltern. Nach neun Jahren Festanstellung bei einem Tanztheater in Bremen bekam sie eine Rolle in der ARD-Erfolgsserie "Eldorado KaDeWe" an der Seite von Valerie Stoll, Lia von Blarer und Oliver Polak. Anschließend wagte sie den Schritt in die"echte" Selbstständigkeit. "Ich brauche Zeit, aber die wollen [Dinge] immer schnell, schnell, schnell haben", beschreibt Neele die Schwierigkeiten, denen sie jetzt bei Castings und beim Lernen von Texten begegnet. Der Druck, Arbeit zu haben und genug Geld zu verdienen, ist groß, denn ohne ein regelmäßiges Einkommen werden ihre Arbeitsassistenzen nicht weiter finanziert. Hinzu kommt, dass es in der Schauspielbranche nicht genügend Zugangsmöglichkeiten und Entgegenkommen für Menschen mit Behinderung gibt. Doch Neeles Vision reicht weiter: Sie plant, eine eigene Firma zu gründen, um ihre Assistenzkräfte besser bezahlen zu können und eigene Räumlichkeiten für Proben und Teamsitzungen zu haben. Dies ist die Geschichte einer Frau, die sich bewusst gegen den vorgezeichneten Weg entscheidet und beweist, dass es auch unter schwierigen Bedingungen möglich ist, seinen eigenen Pfad zu finden und diesen erfolgreich zu gehen. Artikel 3 des Grundgesetzes verkündet: "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden." Doch wird diese abstrakte Norm tagtäglich umgesetzt - und wenn ja, wie? Die Sendung "selbstbestimmt!" geht dieser Frage nach, sei es in Arbeit und Beruf, in der Schule, an der Universität, beim Wohnen, beim Sport oder in der Kultur und Kunst. Selbstbestimmtes Leben, Selbstbestimmung über eigene Angelegenheiten im privaten und im gesellschaftlichen Bereich ist die berechtigte Grundforderung von Menschen mit Behinderung.
10:00
Magazin in Gebärdensprache
10:30
11:00
Vor 144 Jahren wurde ihr Grundstein gelegt: Seit damals ist die Sagrada Familia, die weltbekannte gigantische Kathedrale in Barcelona, in Bau. Nun wird Papst Leo XIV. den höchsten Turm einweihen. Anlass des Papstbesuchs in Barcelona ist auch der 100. Todestag von Antoni Gaudí (1852-1926): Der Architekt der Sagrada Familia soll bald seliggesprochen werden. "kreuz & quer nah dran" begleitet den österreichischen Komponisten, Organisten und Priester Konstantin Reymaier nach Barcelona, wo er das Team der Sagrada Familia beim Konzept für die neue Orgel unterstützt.
11:30
Das Magazin bringt die wirklich wichtigen Fragen des Lebens dorthin zurück, wo sie entstehen: auf die Straße und unter die Menschen. Diesmal geht es um Faulheit. Ronja fragt sich: Warum ist Müßiggang in unserer Gesellschaft so verpönt? Liegt es nicht auch in unserer Natur, faul zu sein? Müssen wir das vielleicht wieder neu lernen: die Kunst, nichts zu tun? Bei einem Bingo-Nachmittag spricht Ronja mit den Seniorinnen Else Vösgen und Helga Arwa über den Ruhestand: jene Lebensphase, in der man nicht mehr produktiv sein muss. Trotzdem haben die beiden einen sehr aktiven Alltag. "Rumliegen ist doch langweilig", sagen sie. Und auch nicht so gern gesehen. Angeln dagegen ist für Ronja sowas wie Nichtstun mit einer Entschuldigung, ein Sport für Nicht-Sportler, bei dem man einfach wartet, bis einem das Essen zuschwimmt. An der Spree ist sie mit Streetfisher Bon Jaralve verabredet. Später am Abend trifft Ronja den Helden aller Leistungsverweigerer: den Ex-Fußballprofi Kevin Pannewitz, der kurz vor dem Durchbruch in der Bundesliga stand, von den Clubs aber wegen Disziplinlosigkeit rausgeworfen wurde. Heute spielt er in der Kreisliga und ist glücklicher Familienvater. Hat er trotzdem das Gefühl, was verpasst zu haben? Weil er einfach nicht fleißig genug war? Faulheit bedeutet auch Widerstand, sagt Philosophin Marilena Berends. Gegen die Highspeed-Gesellschaft und den Wachstumszwang. Andererseits gibt es auch Menschen, die von Natur aus nicht stillsitzen können. So wie Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre, der unaufhörlich durch die Welt wütet. Ronja versucht, einen Tag lang mit ihm faul auf der Couch rumzuhängen.
12:00
12:30
In der Sendung informieren Wissenschaftler, auch für Fachunkundige verständlich, über ihre Forschungen - und das innerhalb von wenigen Minuten und ohne zusätzliche Hilfsmittel. So wird auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt.
13:00
13:15
13:30
"KlimaZeit" stellt spannende Zusammenhänge dar, erklärt Wetter- und Klimaphänomene und fragt kritisch nach. Das Magazin, das sich mit dem größten Problem der Menschheit beschäftigt. Klar, kompetent, konstruktiv. Was hat der Klimawandel jedem und jeder einzelnen zu tun? Was muss man über die wissenschaftlichen Hintergründe wissen sowie über die konkreten Folgen. Welche Lösungen gibt es?
13:45
Bayern ist lebendig und vielfältig. Die Sendung stellt wunderschöne Landschaften, spannende Naturphänomene und beeindruckende Persönlichkeiten des Freistaates in atemberaubenden Bildern vor.
14:30
Winter im Klostertal - Im Naturschnee-Skigebiet am Sonnenkopf nimmt Moderatorin Annette Krause bei der mehrfachen Freeride-Weltmeisterin Nadine Wallner einen Kurs im Tiefschneefahren. Eine Alternative zum Skifahren ist die Schneeschuhwanderung mit Wanderführerin Caroline Mark auf den Aussichtsberg Mutjöchle. Von hier hat man einen grandiosen Blick auf die Vorarlberger Bergwelt und auf das Klostertal. Mit dem Bau der Arlbergbahn und des Eisenbahntunnels vor mehr als 100 Jahren wurde die Region zur Hauptverkehrsader zwischen Ost und West. Annette Krause begleitet die Männer der Eisenbahn-Feuerwehr auf ihrem Löschzug bei der Fahrt in den mehr als zehn Kilometer langen Tunnel zu einer Rettungsübung. Stuben am Arlberg gilt nicht nur als Wiege des Skisports. Hier treffen sich einmal im Jahr Snowboarderinnen und Snowboarder aus aller Welt zu einem legendären Rennen. Paul Gruber, einer der Snowboard-Pioniere, vermittelt Annette Krause die Faszination an diesem Sport. Ziel der Expedition ist die auf 2.288 Meter gelegene Ulmer Hütte, in der Annette Krause auf viele Urlauberinnen und Urlauber aus dem Südwesten trifft.
15:15
16:00
Visite informiert über aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen Medizin und Gesundheit - aus Klinik, Praxis und Forschung.
17:00
Vertrauen ist das Fundament jeder medizinischen Behandlung. Lange bevor Diagnosen gestellt oder gar Therapien besprochen werden, entscheidet sich schon beim Betreten des Arztzimmers etwas Wesentliches: Fühlt man sich hier ernst genommen? Darf man ausreden, Zweifel äußern, Ängste zeigen? Medizin besteht nicht nur aus Fachwissen und Technik, sondern vor allem aus Beziehung. Echtes Zuhören, aufmerksames Nachfragen und ehrliches Interesse am Menschen hinter den Symptomen schaffen Sicherheit. Wer sich gesehen und verstanden fühlt, spricht offener - und ermöglicht damit eine noch gezieltere Behandlung. Siegfried Meryn diskutiert dazu in MERYNS sprechzimmer mit unterschiedlichen ExpertInnen zum Thema.
17:45
Fragen rund um die Gesundheit wird auf den Grund gegangen, und von den Moderatoren anschaulich aufbereitet. Dabei geht es unter anderem um Heilmittel, Ernährung und Kosmetikprodukte.
18:15
19:00
Die Brücke am Kwai hat ein Spielfilm weltbekannt gemacht, und damit die Thailand-Burma-Eisenbahn, deren Bau eine tragische Kriegsgeschichte ist. "Jede Schwelle ein Toter". Der Spruch, so grausam wie wahr, ist in Thailand sehr geläufig. Von Bangkok fährt heutzutage noch ein Zug in den Nordwesten über die Schwellen der sogenannten Todesbahn. Die japanische Armee ließ sie im Zweiten Weltkrieg von alliierten Kriegsgefangenen und asiatischen Zwangsarbeitern bauen, was viele nicht überlebten. Von der Strecke ist weniger als ein Drittel noch intakt, und so wird die Zugreise zur Spurensuche. Neben der Gedenkstätte am Hellfire Pass kümmern sich Streckenforscher und ein buddhistischer Abt darum, dass die bewegende Eisenbahngeschichte auch unabhängig vom alten Spielfilm in Erinnerung bleibt.
19:30
Wie packen wir die drängenden globalen Probleme an? Klimawandel und Artenschwund verlangen eine neue Art des Wirtschaftens. Wir werden Dinge verändern müssen, um in Zukunft menschenwürdig wohnen, arbeiten und uns ernähren zu können. Technologischer Fortschritt und Wandel kann uns dabei unterstützen. Global Us gibt unerwartete Einblicke, zeigt beispielhafte Lösungen und bietet Perspektiven für eine sich rasant verändernde Welt. Im Fokus stehen Menschen, die einen Wandel wollen, diesen vorantreiben und damit andere inspirieren.
19:55
Milliarden sollen in Zukunft in "grünen" Wasserstoff investiert werden. Die Technologie wird von der Bundesregierung als ein Schlüssel im Kampf gegen den Klimawandel gesehen. Anja Reschke beleuchtet, welche Chancen, aber auch welche Hürden in dieser Technologie liegen, in "Wissen vor acht - Zukunft".
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Im einzigen Fußball-Länderspiel zwischen der BRD und der DDR bei der Weltmeisterschaft 1974 schießt sich Jürgen Sparwasser mit seinem Siegtor in die deutschen Sport-Geschichtsbücher. Noch heute ist das Tor und der "Klassenkampf" auf dem grünen Rasen unvergessen. Die Dokumentation aus der Reihe "Legenden" beschreibt aber nicht nur das legendäre Tor, sondern gibt einzigartige Einblicke in das Leben der Ost-Fußballer während der WM in der damaligen BRD. Das Filmautorenduo Carola Ulrich und Uwe Karte zeigt darüber hinaus, wie sich der Fußball nach diesem bedeutsamen Spiel in der DDR gewandelt hat und dass es dabei nicht nur Gewinner gab. Sie sprechen auch mit Zeitzeugen über dieses außergewöhnliche Sportereignis im In- und Ausland und über eine goldene Ära im ostdeutschen Fußball. Durch diese spannende Fußball-Zeitreise führt die Sportjournalistin Stephanie Müller-Spirra. Sie trifft neben Jürgen Sparwasser auch die WM-Helden Jürgen Croy, Peter Ducke, Hans-Jürgen Kreische und Erich Hamann sowie Matze Knop, Marcel Reif, Gregor Gysi und viele mehr.
21:45
Hanami - die Zeit der Kirschblüte ist für Japaner die wohl schönste Zeit im Jahr. Entlang der Westküste Japans gibt es rund um die Großstädte Kanazawa und Toyama Strecken und Bahnhöfe, die von Kirschbäumen gesäumt sind. Kanazwa ist eine der wenigen Städte Japans mit einer erhaltenen Altstadt. Dort besuchen wir eine Geisha und stellen den Kenruko-Park vor, einen der berühmtesten in Japan. Die Noto Railway führt uns nach Nanao mit seinem spektakulären Straßenfest. Zwölf Meter hohe Festwagen werden von Hunderten Menschen durch die Gassen gezogen. Von Toyama aus erkunden wir die Strecke entlang der Toyama Bay. Die Bucht ist über 1.000 Meter tief und die Heimat eines Leuchttintenfisches - er leuchtet grell blau und ist eine Delikatesse. In den 3.000 Meter hohen Bergen liegt zwischen Nationalparks das Weltkulturerbedorf Gokayama. Die Dokumentation zeigt die Kontraste zwischen Metropolen und Land, zwischen Tradition und Moderne.
22:30
Der Film beginnt mit schönen Aufnahmen aus dem Jahr 1957 vom Kreisligaspiel Tschirn gegen Hirschfeld im Fränkischen - mit flotter Musik und durchhängenden Torlatten! Aber das ist nur der Beginn, Richard Dill beobachtete eine ganze Woche lang diesen Verein bzw. dessen Mitglieder und aktive Spieler. Sie feiern, sie trinken, sie spielen Karten und sie trainieren. Der Schuster nagelt noch per Hand die Stollen in die Kickstiefel und die gegnerischen Spieler aus dem Nachbardorf werden zum Derby am Sonntag mit dem Traktor angekarrt: auf dem Anhänger sitzend und bereits siegesgewiss singend. Das ist alles herrlich zeittypisch auf Film gebannt und wäre ganz normal. Aber es gibt in diesem Film noch etwas, das ihn weit über einen normalen Dokumentarfilm zum Thema "Fußball auf dem Dorf" hinaushebt. Ein Teil der Spieler arbeitet nämlich in einem Schieferbruch hinter dem nächstgelegenen Hügel. An sich nichts Ungewöhnliches in dieser Gegend Deutschlands läge dieser Schieferbruch nicht in Lehesten im Thüringer Wald und damit in der DDR. Die DDR hatte damals einen Facharbeitermangel und importierte daher Fachkräfte für die Arbeit im Schieferbruch aus der BRD und bezahlte sie auch in Westmark. Die Kamera durfte den Spielern im Bus nur bis zur Grenze folgen, dann mussten die Filmleute aussteigen und konnten den Bus nur mehr per Teleobjektiv einfangen. Dieses Phänomen war einmalig und dauerte bis zum Bau der Mauer im Jahr 1961. Einige der Westarbeiter wurden damals sogar für "vorbildliche Produktionsleistungen" als "Aktivisten des Fünfjahrplans" ausgezeichnet!
23:10
Berlin-Kreuzberg 1975: Kreuzberg hat 150000 Einwohner und es gibt acht Fußballvereine mit 118 Fußballmannschaften. Einer dieser Vereine ist der BBC Südost aus Kreuzberg. Der "Stadionsprecher" bei diesem Verein ist ein Mann, der aus dem Fenster des zweiten Stocks eines Hauses neben dem Platz die Ansagen und Mannschaftsaufstellungen per Megaphon verbreitet. Der Fußballplatz liegt nämlich nicht irgendwo im Grünen, sondern befindet sich mitten im so genannten Wrangelkiez, einer sehr, sehr dicht besiedelten Gegend in Berlin. Diesen Verein und diesen Fußballplatz gibt es heute nicht mehr, d. h. dieser Film dokumentiert auch ein längst untergegangenes Geschehen an der Wrangelstraße. Interessant aus heutiger Zeit ist vor allem auch: Gab es damals wirklich noch keine türkischen Mitbürger in Kreuzberg, spielte keiner von denen Fußball? In diesem Film kommen sie jedenfalls noch nicht vor. Allerdings ging es auch schon damals, also Mitte der Siebzigerjahre ums Geld: Vorgestellt wird z.B. ein Spieler, der vom Spielbetrieb ausgeschlossen wurde, weil er, wie er sagt, "lediglich so viel wie die anderen" kassieren wollte. Ansonsten zeigt dieser Dokumentation eine reine Männerwelt. Sie ist laut und machistisch. Der Begleittext damals zu diesem Film lautete: "Der Film beschreibt das Vereinsleben eines kleinen Berliner Fußballvereins, des BBC Südost aus Kreuzberg. Er schildert das Milieu, die Stammkneipe, die Familien und Fans der Fußballspieler und die Schwierigkeiten, die sich für den Verein und seinen Vorstand aus Zuschauerschwund und finanziellen Forderungen einiger Spieler ergeben." Konkret geht es in der Hauptsache um Kutte Butry, den Mittelstürmer, den Goalgetter - und um seine Abwanderungsgelüste. Und daneben werden noch jede Menge Männer-Fußballlieder aus alten Zeiten gesungen: nicht aus Zeiten, in denen das Wünschen noch geholfen hat, aber immerhin aus Zeiten, in denen zumindest die Männer meinten, ihr - vermeintlich - männliches Verhalten würde den Frauen imponieren. Insgesamt daher ein hoch aussagekräftiges Zeitdokument.
23:55
Oskar Klose blickte 1968 zurück auf fünf Jahre Fußballbundesliga und deren Entwicklung. In diesen fünf Jahren waren die bayerischen Vereine extrem erfolgreich gewesen. Der TSV 1860 München, der 1. FC Nürnberg und der FC Bayern sind in diesen fünf Jahren Deutscher Meister, Vizemeister, Pokalsieger und Europapokalsieger geworden. Es gibt u.a. ein Interview mit Wilhelm Neudecker, dem damaligen Präsidenten des FC Bayern, der darüber klagt, dass die Erfolge des FC Bayern den Verein sehr viel Geld an Prämien für die Spieler gekostet hätten - fast schon zu viel. Für die anderen Vereine ist der FC Bayern "eine Bereicherung" in der Bundesliga. Wer an modischen Accessoires interessiert ist, achte z. B. auf die Brille von Willi O. Hoffmann, dem damaligen Schatzmeister des FC Bayern (später genannt "Champagner-Willi"), der ebenfalls interviewt wird.