04:50
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
05:05
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.
05:30
"Jeder Mensch ein Künstler!" Dies berühmt-berüchtigte Motto von Joseph Beuys könnte auch von Bob Ross (1942-1995) stammen. Allein, der amerikanische Fernsehmaler hat - anders als Beuys - keine großen sozialen und politischen Revolutionen im Sinn. Bob Ross will "nur" die einzelnen Menschen glücklicher machen, und das heißt, zu potenten Malern, die ihre eigene Welt erschaffen. Er will uns zeigen: Ein kleiner Künstler steckt in jedem von uns, wir müssen ihn nur herauslassen. Und das geschieht, indem wir lernen, das Malen zu lernen und das Lernen dabei nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Selbstzweck begreifen - Spaß dran finden. Bob Ross wurde 1942 in Daytona Beach, Florida, als Sohn eines Zimmermanns geboren. Er studierte an verschiedenen amerikanischen Colleges Malerei und entdeckte schließlich seine spezifische Malweise: die Nass-auf-Nass-Methode. Nachdem er diese Technik gründlich ausgebaut und etliche Hilfsmittel und Tricks erprobt hat, fing er an, auch anderen beizubringen, wie man damit schöne Landschaftsbilder kreieren kann. Er reiste seit 1981 quer durch die Vereinigten Staaten, um diese Technik vorzustellen. Zwei Jahre später produzierte er die ersten Malkurse im Fernsehen: "The Joy of Painting" wurde zu einem Riesenerfolg. Mit freundlich säuselnder Stimme macht Bob Ross seinen Zuschauern Mut, ihre eigene Kreativität zu entdecken. Schritt für Schritt macht er vor, wie sie ihre Leinwand im Nu mit "heiteren kleinen Wölkchen" oder "fröhlichen kleinen Bergen" und Hütten bereichern und so ihre eigene Welt schaffen können. Das kommt an, seit 1983 reißen die Ross-Serien gar nicht mehr ab. Sein Fernseh-Malkurs ist ein gigantisches Unternehmen, das Millionen von Ross-Schülern mit dem nötigen Malwerkzeug, Anleitungsbüchern und Videos ausstattet. Bob Ross starb 1995 mit gerade einmal 52 Jahren in New Smyrna Beach, Florida, an Krebs. Seine Fernsehshow aber lebt weiter. Inspiriert von Ross hat eine Freundin von ihm, Annette Kowalski, selbst eine Methode entwickelt, wie man Blumen malt.
06:00
Der 39-teilige Französischkurs "Bon Courage" richtet sich an Anfänger oder dient zur Auffrischung von Sprachkenntnissen. Der Kurs bringt nicht nur die französische Sprache, sondern auch die Lebensart der Franzosen näher.
06:30
Weiterbildung bequem aus dem Fernsehsessel: Das ermöglicht das Bildungsfernsehen mit seinen Telekolleg-Lehrgängen. Diese Sendung beschäftigt sich mit allem Wichtigen zum Thema Sozialkunde.
07:00
Shary und Ralph zeigen in jeder Folge neue und interessante Dinge aus dem Alltag und klären über Fragen aus den verschiedensten Bereichen auf.
07:25
Leonie (16) fühlt sich in der Schule oft ausgeschlossen. Halt findet sie in Musik, Konzerten und Online-Fan-Communitys, ihrem Safe Space. Dort lernt sie auch Anna (16) kennen, mit der sie mittlerweile seit über zwei Jahren eng befreundet ist - ohne sich je im echten Leben getroffen zu haben. Kurz vor dem Konzert ihrer Lieblingskünstlerin Magda begegnen sich Leonie und Anna zum ersten Mal im echten Leben. Wie wird sich dieser Moment anfühlen? Im Reportageformat "POV - Deine Geschichte zählt" begleitet Host Valentin Wilczek ihr erstes Treffen. Eine Geschichte über Nähe im Netz, Mut und die Frage, was echte Freundschaft heute bedeutet.
07:35
Der Zahnarzt natürlich! Willi besucht die Münchener Zahnärztin Ana. Und ehe er es sich versieht, sitzt er selbst auf dem Behandlungsstuhl, Widerstand ist zwecklos. Jeden einzelnen Zahn sieht sich Ana ganz genau an. Glück gehabt, Willi - alles in Ordnung! Die neunjährige Stefanie hat einen Termin zum Röntgen. Am Röntgenbild kann Willi sehr gut sehen, wie tief die Karies ein Loch in Stefanies Backenzahn gefressen hat. Da hilft nur eins: Bohren! Und hier darf Willi selbst mal ran. Keine Sorge, nur an einem Zahnmodell. Das nächste Instrument kommt dann wieder bei einer echten Patientin zum Einsatz: Die Zange. Andrea bekommt einen Milchzahn gezogen, damit der dahinter wachsende, bleibende Zahn genug Platz hat. Angst hat die Achtjährige nicht. Sie weiß, dass sie keine schlimmen Schmerzen haben wird, schließlich bekommt sie von Ana Betäubungsspritzen. Und dann will Willi noch wissen, wie das mit den Spangen funktioniert. Dazu macht der Zahnarzt als erstes einen Abdruck des Gebisses. In Gips ausgegossen, dient der Abdruck Zahntechniker Rudi als Vorlage für eine herausnehmbare Spange. In Handarbeit biegt Rudi einen dünnen Metalldraht zu Klammern und prüft immer wieder am Gipsmodell, ob diese gut sitzen. Schließlich soll später am echten Gebiss nichts drücken. Danach ist Willi noch dabei, wie die 14jährige Michaela eine feste Spange eingesetzt bekommt. Dazu klebt Kieferorthopäde Guntram mini-kleine Metallteile, die Brackets, direkt auf die Zähne. Verbunden werden die Brackets durch einen Metallbogen, der die Zähne in die gewünschte Form bringt. In eineinhalb Jahren wird Michaela das perfekte Lächeln haben. Was zu lachen hat sie mit Willi jetzt schon! "Willi wills wissen" ist eine Produktion der megaherz film und fernsehen im Auftrag des Bayerischen Rundfunks mit dem FWU.
08:00
Fachinformation zum Unterrichtsfach Physik innerhalb des Telekollegs.
08:30
Rückenschmerzen sind die Zivilisationskrankheit Nummer Eins. Die beste Therapie besteht in der aktiven Vorbeugung durch gezieltes Training! Um den Rücken komplett zu trainieren braucht der Übende allerdings von Zeit zu Zeit neue Herausforderungen. Johanna Fellner zeigt effektive Trainingseinheiten für einen starken und gesunden Rücken. Beugende, streckende und rotierende Bewegungen sowie statische Ganzkörperpositionen und Balanceübungen ergeben ein optimales Gesamtpaket. Der Zuschauer lernt die Positionen sicher auszuführen und die Atmung sinnvoll zu integrieren. Die gesamte Rumpfmuskulatur, insbesondere der Rücken, wird gekräftigt, stabilisiert und mobilisiert. Dadurch wird der Körper ideal auf die Anforderungen des Alltags vorbereitet und Rückenschmerzen bzw. Verletzungen vorgebeugt. Positiver Nebeneffekt: Es wird nicht nur die Wirbelsäule durch ein stabiles Muskelkorsett unterstützt, gleichzeitig wird der ganze Körper, insbesondere die Problemzonen Bauch, Hüfte und Gesäß geformt und gestrafft. Die Übungen sind für Anfänger in der Basisausführung und für Fortgeschrittene in komplexeren Varianten angeleitet. Dieses Programm ist für alle Alters- und Leistungsstufen geeignet. Rückenpatienten mit akuten Beschwerden sollten jedoch vor dem Mitmachen einen Facharzt konsultieren!
08:45
10:00
Mit Tipps für die Gartenpraxis und die Gestaltung von Gärten, Terrassen und Balkonen. Einen Schwerpunkt bilden Berichte über Pflanzen und Filme über die schönsten Gärten der Welt.
10:30
11:00
Herbstzeit ist Wein-Zeit - nirgends lässt sich diese Jahreszeit besser spüren als in den prächtigen Farben des Schilcherlandes im Südwesten der Steiermark. Für seine Dokumentation hat Filmautor Wolfgang Niedermair die Region mit der Kamera bereist und zeigt, was diese Jahreszeit für die bäuerliche Bevölkerung bedeutet. Im Weingut Klug in St. Stefan ob Stainz ist die Weinlese voll im Gang. Neben dem Weingarten gibt es hier auch eine Kastanienplantage. Angelika und Erich Wechtitsch, beide Bauern in Eibiswald, haben sich auf die Zucht von Schweinen, Weidegänsen und Schafen spezialisiert. Die Arbeit hört für die beiden Vollzeit-Landwirte nie auf, auch nicht in dieser vergleichsweise ruhigen Saison. Das Bauernmuseum Oberlateinberg ist ein Füllhorn an originellen Fundstücken: Josefine Krampl aus Eibiswald zeigt die erste Miele Waschmaschine - aus Holz - und Spezialschuhe für das Eisstockschießen.
11:45
Die fünfteilige Serie über Hannah Arendt zeigt ihr Leben, angelehnt an ihre Werke, ihre bedeutenden Beziehungen und Freundschaften, die gleichzeitig auch immer Reflektoren ihrer Arbeiten waren. Die Folgen setzen sich aus inszenierten Sequenzen und dokumentarischen Teilen zusammen. Der rege Briefwechsel Hannah Arendts mit Freunden und Kollegen wird als Gespräche in einem Raum à la "Dogville" mit Schauspielern dargestellt. Das Interview "Zur Person", das Günter Gaus 1964 mit Hannah Arendt geführt hat, ist Selbstzeugnis und Dokument zugleich und wird als immer wiederkehrendes Element in jede Folge thematisch eingebunden.
12:05
Im Tagesgespräch können Zuschauer einem kompetenten Studiogast Fragen zu einem aktuellen Thema stellen und ihre Meinung äußern. Politik, Wirtschaft, Kultur, Religion und Sport - im Tagesgespräch debattieren wir über alle gesellschaftlich wichtigen Bereiche.
13:00
Werden Sie Teil unserer motivierten Turngruppe und starten sie mit Freude und Bewegung in die Woche. Sportwissenschaftlerin Heidi Sykora gibt mit einer selektiven Übungsauswahl einen Impuls in Richtung Gesundheit durch und mit Bewegung. Die Übungen werden genau erklärt, langsam und deutlich demonstriert, so dass sie auch zu Hause leicht und richtig durchgeführt werden können - und dies an den schönsten Plätzen Österreichs.
13:30
Am 10. Juni erschütterte ein Amoklauf am BORG Dreierschützengasse in Graz die Öffentlichkeit. Elf Menschen starben, mindestens zwölf wurden teils schwer verletzt. Als evangelischer Religionslehrer und Notfallseelsorger erlebte Paul Nitsche diesen Tag an seiner Schule selbst mit. Nitsche ist damit nicht nur Überlebender, sondern auch jemand, der als Notfallseelsorger anderen Halt gibt, wenn die Welt aus den Fugen gerät. Er musste in den Stunden nach dem Amoklauf nicht nur professionell handeln, sondern selbst seine eigenen Wege der Bewältigung finden. Die erste Folge des neuen ORF-Formats "kreuz und quer NAH DRAN" begleitet den 50-Jährigen auf seinem Weg, beruflich und privat wieder Stabilität zu gewinnen. Das 25-minütige Portrait zeigt einen Menschen, der seine Verantwortung als Seelsorger ernst nimmt und dabei eigene Betroffenheit reflektiert. Zugleich thematisiert der Film die Bedeutung von Gemeinschaft bei der Bewältigung extremer Krisen. Anschließend in "kreuz und quer PLUS": Teil 1 der Reihe "ICONIC!" - Die Bilder Codes in den Religionen.
14:00
Das Mexico City Ballet (MXCB) ist eine zeitgenössische Ballettkompanie, die aus hochqualifizierten internationalen Tänzern besteht, die in Mexiko-Stadt leben. In dieser Galaaufführung, die im Teatro de la Ciudad in Mexiko-Stadt aufgezeichnet wurde, präsentiert MXCB "E pur, si muove" von Choreograf Jaime Camarena, gefolgt von "Prisma" von Choreografin Yazmín Barragán. Prisma, das für Soloklavier geschrieben wurde, wurde von Pianist José Víctor Gavilondo komponiert und wird live aufgeführt.
14:15
Neu auf ARTE: "42 - Die Antwort auf fast alles" ist die neue Wissensserie von ARTE, die durch große und kleine Fragen der Menschheit navigiert, originell, assoziativ, um die Ecke gedacht und getragen von einer prägnanten Stimme: Nora Tschirner macht sich Gedanken, sammelt Informationen, ordnet Material und gibt uns den Durchblick.
14:45
15:10
15:15
Was wurde feierhungrigen Menschen in München zu Beginn der 1960er-Jahre alles geboten? Dieser Frage geht der Filmbeitrag von 1962 nach: "Auf geht's!" Man konnte z.B. in eine Bar gehen, dort tanzen und launige Chansons hören. Es gab noch keine "Beatschuppen" und selbstverständlich auch noch keine Discos. Manche gingen auch ins berühmte Theater am Platzl und sahen und hörten dort die Erni Singerl in einer Parodie auf Edith Piaf. Man konnte auch zur Schwabinger Gisela gehen oder in ein Jazzkonzert, geboten wurde viel. Und alles war, aus heutiger Sicht, sehr, sehr brav.
16:05
Der Spiegelautor und spätere Grimme-Preisträger Wilhelm Bittorf porträtiert in diesem Film aus dem Jahr 1966 in launiger Weise verschiedene Beatbands im süddeutschen Raum. Die Protagonisten erzählen dabei im Off selbst ihre Geschichte, teilweise sehr selbstironisch. Sie geben z. B. zu, dass sie teilweise aus Langeweile eine Beatband gegründet hätten und die Musik nie nach Noten spielen würden: Sie kauften sich die Platten ihrer Lieblingsbands und spielten die Musik einfach nach. Und damit hatten sie dann unter Umständen nicht nur musikalischen Erfolg, denn eine junge Frau gibt im Film unumwunden zu: "Ja, das stimmt schon, wenn einer in einer Band spielt, dann ist er gleich etwas Besonderes und hat mehr Chancen bei den Mädchen." Bittorf lässt den Protagonisten sehr viel Raum, um sich und ihre Ansichten darstellen zu können. Auch die jungen Frauen im Umfeld der Bands kommen zu Wort: selbstbewusste Frauen, die keineswegs dem Klischee von Groupies entsprechen. Und da bei dieser Dokumentation niemand Geringerer als Willy Pankau an der Kamera stand, führte das alles auch zu tollen Aufnahmen: bei den Konzerten, draußen in der Natur oder z. B. auf der Befreiungshalle oberhalb der Stadt Kehlheim.
16:45
Ausschnitte aus einer Veranstaltung des SFB im Jahr 1968 mit den englischen Beat-Bands "Dave Dee, Dozy, Bicky, Mick and Tich" und "Eric Burdon and the Animals". Im Studio des SFB durfte getanzt werden. Damals war alles Beatmusik, für die Band "Dave Dee, Dozy, Bicky, Mick and Tich" stimmt das auch, aber für Eric Burdon und seine "Animals" schon nicht mehr so ganz, denn deren Musik ging schon eher in Richtung Bluesrock. Eric Burdon stand damals nicht ohne Grund am Beginn einer Weltkarriere.
17:10
Elfie Pertramer spielt in dieser Folge eine Zimmerwirtin, die einen jungen Mann als Zimmerherrn hat. Der wäre eigentlich ganz brav, aber seine Haare! Viel zu lang nach Meinung seiner Zimmerwirtin. Ihr Akt der Selbstjustiz hat jedoch ungeahnte Folgen. Die Beatles, die Beatmusik und die langen Haare waren damals ein riesengroßes öffentliches Thema. Elfie Pertramer hat das mit ihrem feinen Gespür für den Zeitgeist wunderbar aufgegriffen.
17:20
150 Schülerzeitungen mit einer Gesamtauflage von circa 150000 Exemplaren gab es 1966 in Bayern. Der Beitrag über diesen "respektablen Meinungsspiegel unserer Jugend" berichtet von verschiedenen Schülerzeitungen. Vorgestellt wird z.B. auch die Schülerzeitung "chamer kampl" aus Cham. Wie machte man damals eine Schülerzeitung? Da Schülerzeitungen auch mit juristischen Unsicherheiten zu kämpfen hatten, wurde dazu Dieter Wunderlich als Vertreter des Bayerischen Landesjugendrings befragt.
17:30
Bayern ist lebendig und vielfältig. Die Sendung stellt wunderschöne Landschaften, spannende Naturphänomene und beeindruckende Persönlichkeiten des Freistaates in atemberaubenden Bildern vor.
18:15
Das Kulturmagazin im BR Fernsehen
18:45
Ungewöhnliche, sinnvolle, innovative und kreative Erfindungen kommen ans Tageslicht. Welche Köpfe und Geschichten stecken hinter den genialen Einfällen?
19:10
19:30
Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
"From Germany wants to see USA" (auf Deutsch: Aus Deutschland, möchte die USA sehen): Mit einem selbst gebastelten Pappschild in der Hand reist Samuel Häde per Anhalter quer durch die Vereinigten Staaten. Er will kurz vor den Präsidentschaftswahlen in den USA wissen, wie junge Amerikaner ticken. Das Roadtrip-Abenteuer beginnt in New York City. Dort trifft Samuel den Graffitikünstler Bobby und begleitet ihn auf einem seiner nächtlichen Streifzüge. Tagsüber verdient sich Bobby mit Werbemalereien seine Miete, nachts ist er ständig auf der Suche nach der nächsten Mauer. Das illegale Sprayen ist ein ständiges Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. Samuel taucht ein in eine Subkultur zwischen Selbstverwirklichung und den Grenzen des Gesetzes. In Virginia wird Samuel von einer katholischen Glaubensgemeinschaft eingeladen, sie ein Stück zu begleiten. Die Christen sind in Samuels Alter und haben einen Krankenwagen zum mobilen Beichtzentrum umfunktioniert. Im Beichtzentrum auf vier Rädern erzählen die jungen Christen von ihrer Mission und dem Leben zwischen Raststätte und Beichtstuhl. Sie setzen Samuel in Waynesboro ab, einem beschaulichen Städtchen mit 22.000 Einwohnern mitten in Virginia. An Waynesboro vorbei schlängelt sich der Appalachian Trail, ein 3500 Kilometer langer Wanderweg. Dieser durchquert 14 US-Bundesstaaten und zählt zu den längsten durchgehend markierten Wanderwegen der Welt. Auf seiner Reise möchte Samuel nicht nur die Perspektiven junger Amerikaner kennenlernen, sondern auch die Natur Amerikas hautnah erleben. Zwei Wochen lang wandert er allein auf dem Trail und erlebt die unberührte Schönheit der Appalachen. Um besser zu verstehen, was das Leben im mittleren Westen der USA ausmacht, schlägt sich Samuel zu einem Rodeo in Arthur County, Nebraska, durch. Hier trifft er auch auf Cooper Kursave. Er ist erst 16 und reitet beim Rodeo-Wettkampf auf einem 900 Kilogramm schweren Bullen. "80 Prozent meines Einkommens verdiene ich mit Rodeo, denn von meinem Vater bekomme ich nichts", erzählt Cooper. Wenn er verliert, bleibt er auf den 160 Dollar Teilnahmegebühr sitzen. Auf dem Rodeo lernt Samuel auch Ryan kennen, der ihm einen Job auf seiner Ranch anbietet. Während seiner Reise gewinnt Samuel Häde tiefe Einblicke in die Gedanken und Sichtweisen einer jungen Generation, durchquert 15 US-Bundesstaaten, erlebt in einsamen Zeltnächten die unberührte Natur Amerikas, paddelt in einem Kanu den Green River in Utah hinunter und legt insgesamt über 8.500 Kilometer zurück. Ein Roadtrip-Abenteuer mitten in das Herz Amerikas.
21:00
Wenn Triin Asi im Alutaguse Nationalpark einen Braunbären sieht, dann ist ihr Tag perfekt. Die kräftigen Tiere sollen es in ihrem Waldstück einfach gut haben. Sie und ihr Mann Bert setzen ihr Wissen seit 15 Jahren für den Schutz ihrer estnischen Heimat ein. Und so kauften sie im Nordosten 100 Hektar Wald, ein Refugium im Nationalpark. Triin möchte, dass die Besucher ihres Waldes verstehen, warum der Schutz der Braunbären wichtig ist und naturbelassene Wälder für Bären und andere Wildtiere unverzichtbar sind. Estland ist ein waldreiches Land. 50 Prozent der Gesamtfläche ist von Wäldern bedeckt. Der Wald nimmt im Leben der Esten einen großen Stellenwert ein. Viele besitzen irgendwo im Land ein Stück Wald und sind oft in der Natur unterwegs. Auch die Arbeit mit Holz ist tief in der Geschichte und Kultur der Esten verankert. Bäume gelten vielen sogar als heilig. Estland ist eines der innovativsten Länder im Baltikum, auch in der Holzindustrie. Im weltweiten Vergleich rangieren die großen Firmen auf den vorderen Plätzen. Holzhäuser, Möbel und seit der Energiekrise vor allem Holzpellets, die Esten sind im Geschäft, estnische Qualität ist in Europa gefragt. Viele Firmen wollen fossile Brennstoffe ersetzen und arbeiten daran, mit neuen Technologien auf der Basis von Holz Biomaterialien zu gewinnen. Dafür braucht man viel Holz. Deshalb erforschen Experten aus Industrie und Fortwirtschaft, wie Estlands Waldgebiete möglichst schnell wachsen und nachhaltig bewirtschaftet werden können. Leider ist das Gegenteil der Fall: Estlands Wälder schrumpfen im Rekordtempo. Jedes Jahr gibt die staatliche Forstverwaltung Millionen Kubikmeter Holz zur Rodung frei. Der deutsche Biologe Steffen Noe lebt seit mehr als 15 Jahren in Tartu. Er forscht zum Thema Wasser im Wald. Mitten im geschützten Waldgebiet hat er seine Messstation eingerichtet. Hier werden seit 1912 Bäume gezüchtet, deren Wachstum studiert, Moore trockengelegt und aufgeforstet. Noe und sein Team erforschen die Bildung von Wolken und Regen, um den perfekten Weg für eine gelungene Waldbewirtschaftung zu finden. Auch die Energiekrise ist seit Beginn des Russlandkrieges für Estland ein riesiger Wirtschaftsfaktor. Importe aus Russland sind gestoppt und so sichern auch Ölschiefervorkommen im Nordosten des Landes eine neue Chance auf dem Energiemarkt. Ölschiefer ist ein geschichtetes Sedimentgestein, das durch Erhitzen in rohölähnliche Substanzen und Gas umgewandelt werden kann.
21:45
"Wir müssen jetzt den Wald für die kommenden Generationen pflanzen". Ludwig Pertl hat eine Mission. Der ehemalige Revierförster im oberbayerischen Kaufering will die Wälder der umliegenden Gemeinden widerstandsfähig gegen den Klimawandel machen. Sein Plan: Statt der Fichte Laubbäume zu pflanzen. Seine Favoriten sind Ahorn, Wildapfel und Hainbuche. Keine Rotbuche, denn auch die hält er für ein Auslaufmodell. So ein Wald liefert zwar weniger Holz für die Wirtschaft. "Aber immer noch mehr als ein sterbender Fichtenwald", sagt Pertl. Die Mindereinnahmen der Waldbesitzer sollen die umliegenden Gemeinden und Unternehmen bezahlen. Denn schließlich profitieren sie von einem intakten Wald. Schon jetzt zahlen manche in einen Fonds ein, den Pertl gegründet hat und der Waldbauern, die seinem Konzept folgen, 400 Euro pro Hektar und Jahr zahlt. Nicht für das Holz, sondern für die Kühlleistungen des Waldes, für die Speicherung des Regenwassers, das Filtern und Reinigen der Luft. Für Pertl stehen künftig diese Ökosystemleistungen im Vordergrund und nicht der Bedarf der Holzwirtschaft. Kann das funktionieren? Ist das die Rettung der vom Klimawandel, von Trockenheit und Schädlingen bedrohten Wälder? Forstwissenschaftler und -wissenschaftlerinnen sind sich da nicht einig. Manche lehnen den aktiven Umbau ab, wollen den Wald mehr sich selbst überlassen. Andere denken nicht, dass der Umbau mit heimischen Bäumen ausreicht, sondern, dass auch südländische Arten nötig sein werden, um künftige Dürren zu überstehen. Wiederum andere halten die bisherigen Erkenntnisse der Forstwissenschaft für überholt. Die vielen, aufeinanderfolgenden Dürren der letzten Jahre seien bislang einzigartig. Und sie werden wieder kommen. Und den Wald und die Forstwirtschaft vor ganz neue Herausforderungen stellen.
22:15
"Klimazeit" bietet wöchentlich Hintergrundberichte, ordnet mit Expert*innen neueste Ergebnisse der Klimaforschung ein, erklärt in aufwändigen Grafikanimationen alles Wissenswerte rund ums Klima, hinterfragt Entscheidungen der Politik und zeigt konstruktive Beispiele, was Konsument*innen, Unternehmen und Kommunen für die Rettung des Klimas tun können.
22:30
23:00
Aktuelle Wissenschaft unterhaltsam präsentiert: Diesmal verrät uns die Ingenieurin Silvia Budday von der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, welche Bedeutung die Furchen in unserem Gehirn haben. Und der Theologe Arne Manzeschke von der Evangelischen Hochschule Nürnberg fragt: Herr oder Knecht? Über unseren zukünftigen Umgang mit der künstlichen Intelligenz.
23:30
DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.