04:20
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
04:35
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.
05:00
Neu auf ARTE: "42 - Die Antwort auf fast alles" ist die neue Wissensserie von ARTE, die durch große und kleine Fragen der Menschheit navigiert, originell, assoziativ, um die Ecke gedacht und getragen von einer prägnanten Stimme: Nora Tschirner macht sich Gedanken, sammelt Informationen, ordnet Material und gibt uns den Durchblick.
05:30
"Jeder Mensch ein Künstler!" Dies berühmt-berüchtigte Motto von Joseph Beuys könnte auch von Bob Ross (1942-1995) stammen. Allein, der amerikanische Fernsehmaler hat - anders als Beuys - keine großen sozialen und politischen Revolutionen im Sinn. Bob Ross will "nur" die einzelnen Menschen glücklicher machen, und das heißt, zu potenten Malern, die ihre eigene Welt erschaffen. Er will uns zeigen: Ein kleiner Künstler steckt in jedem von uns, wir müssen ihn nur herauslassen. Und das geschieht, indem wir lernen, das Malen zu lernen und das Lernen dabei nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Selbstzweck begreifen - Spaß dran finden. Bob Ross wurde 1942 in Daytona Beach, Florida, als Sohn eines Zimmermanns geboren. Er studierte an verschiedenen amerikanischen Colleges Malerei und entdeckte schließlich seine spezifische Malweise: die Nass-auf-Nass-Methode. Nachdem er diese Technik gründlich ausgebaut und etliche Hilfsmittel und Tricks erprobt hat, fing er an, auch anderen beizubringen, wie man damit schöne Landschaftsbilder kreieren kann. Er reiste seit 1981 quer durch die Vereinigten Staaten, um diese Technik vorzustellen. Zwei Jahre später produzierte er die ersten Malkurse im Fernsehen: "The Joy of Painting" wurde zu einem Riesenerfolg. Mit freundlich säuselnder Stimme macht Bob Ross seinen Zuschauern Mut, ihre eigene Kreativität zu entdecken. Schritt für Schritt macht er vor, wie sie ihre Leinwand im Nu mit "heiteren kleinen Wölkchen" oder "fröhlichen kleinen Bergen" und Hütten bereichern und so ihre eigene Welt schaffen können. Das kommt an, seit 1983 reißen die Ross-Serien gar nicht mehr ab. Sein Fernseh-Malkurs ist ein gigantisches Unternehmen, das Millionen von Ross-Schülern mit dem nötigen Malwerkzeug, Anleitungsbüchern und Videos ausstattet. Bob Ross starb 1995 mit gerade einmal 52 Jahren in New Smyrna Beach, Florida, an Krebs. Seine Fernsehshow aber lebt weiter. Inspiriert von Ross hat eine Freundin von ihm, Annette Kowalski, selbst eine Methode entwickelt, wie man Blumen malt.
06:00
What's your name, are you German. Mit einfachen Fragen und Antworten führt dieser Klassiker unter den Fernsehsprachkursen in die englische Sprache ein. In 51 Lektionen werden die wichtigsten Grammatikstrukturen und der Grundwortschatz vermittelt. Wann sagt man "some" oder "any"? Wann heißt es "he was" und wann "he has been"? Die Antworten auf diese und viele andere Fragen, die Sie im Englischunterricht nie zu stellen wagten, liefert Englisch für Anfänger in witzigen Spielszenen und fundierten Erklärteilen.
06:30
Telekolleg Multimedialer Studiengang zur Betriebswirtschaftslehre in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Deggendorf Dozent im Studio: Prof. Konrad Schindlbeck, Fachhochschule Deggendorf Thema: Controlling
07:00
Dass unsere Daten verschlüsselt sind, wenn wir E-Mails abrufen, uns bei unseren Bankkonten anmelden, Nachrichten auf Messenger-Diensten verschicken oder im Internet surfen, verdanken wir der Kryptographie. Im Hintergrund tobt dabei ein Zweikampf: Die Kryptographen entwickeln sichere Geheimcodes, während die Codeknacker versuchen, diese Verschlüsselung zu brechen. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel, das sich von der Antike, über Julius Cäsar, die Königshäuser im 17. Jahrhundert bis in unsere moderne Welt durchzieht, erklärt Cécile Pierrot (Inria Nancy). Je geschickter die Codeknacker agieren, desto ausgefeilter müssen die Verschlüsselungsverfahren werden. Unsere Daten heute sind dadurch gesichert, dass niemand die Verfahren knacken kann, die sie schützen. Zumindest noch nicht. Denn das Spiel könnte eine neue Wendung bekommen: Derzeit werden Quantencomputer entwickelt, die so ganz anders ticken als bisherige Rechner. Sollten sie eines Tages gut funktionieren, könnten sie unsere jetzige Verschlüsselung im Handumdrehen brechen - ein Sicherheitsrisiko für uns persönlich und die globale Gesellschaft. "Ohne Kryptographie wäre unsere heutige Welt nicht vorstellbar", sagt Peter Schwabe vom Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre. Zusammen mit dem Mathematiker Eike Kiltz (Ruhr-Universität Bochum) entwickelt er neue Kryptographie-Verfahren. Doch ist es möglich einen Geheimcode zu finden, der sowohl den Angriffen heutiger Computer als auch denen der Quantencomputer von morgen standhalten kann?
07:30
"Die Sendung mit der Maus" - das sind Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger.
08:00
Überall auf Straßen, Wiesen und Feldern sieht man sie im schnellen Schritt: die Nordic Walker. Jetzt zeigt TELE-GYM, wie man diese Sportart abwechslungsreich gestalten und sich damit optimal auf den Wintersport vorbereiten kann. Nordic Walking wurde ursprünglich als Sommertraining für Skilangläufer entwickelt. Es ist das perfekte Ganzkörpertraining für jedermann, da 90% aller Muskeln im Einsatz sind. Das Übungsprogramm ist in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Skiverband aus dem Nordic-Walking-Sport heraus entwickelt worden. Gekräftigt werden Beine, Po, Bauch, Arme und Rücken, spezielle Übungen schulen die Balance- und Koordinationsfähigkeit. Die Übungen sind so aufgebaut, dass sie sowohl als eigenständiges Training durchgeführt, aber auch bestens zur Abwechslung ins Nordic-Walking-Training eingebaut werden können. Der Nordic Walker kann auf diese Weise die positive Wirkung auf den Organismus noch wesentlich erhöhen. Für Nicht-Nordic-Walker ist das Training ein perfektes Fitnessprogramm, das auch zur Vorbereitung auf den Wintersport dient. Alle Übungen werden mit und ohne Stöcke demonstriert. Effektive Mitmach-Gymnastik die Spaß macht, Profi-Tipps zum richtigen Walken und die Präsentation von tollen DSV E.ON-Bayern-Nordic-Walking-Zentren in Bayern - das alles gibt es in jeder Folge "Nordic Walking mit Peter Schlickenrieder"!
08:15
09:30
Psychose, Alkoholsucht, Ess-Störung, Panikattacke und Suizidgedanken: Die Reportage bietet einen ungeschminkten und berührenden Einblick in den Alltag einer psychiatrischen Akutstation. Barbara Jost und ihr Team kümmern sich in den Kreiskliniken Groß-Umstadt um psychiatrische Notfälle. Wer kommt in die Psychiatrie? Und wie behandelt man psychiatrische Erkrankungen? Die Erfahrung zeigt: Psychische Erkrankungen können jeden treffen. Ein 22-Jähriger mit einer schweren Psychose wird im Rettungswagen, begleitet von vier Polizisten, eingeliefert. Der junge Mann hält sich für ein Raubtier. Nachdem er sich beruhigt hat, möchte er wieder gehen, weil er um seinen Arbeitsplatz fürchtet. Das Team muss eine schwierige Entscheidung fällen. Ein Zimmer weiter wird L. auf richterlichen Beschluss seit Tagen zwangsernährt. Die junge Frau kämpft mit ihrer Magersucht und weiß nicht, ob sie lieber leben oder sterben möchte. Artikel 3 des Grundgesetzes verkündet: "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden." Doch wird diese abstrakte Norm tagtäglich umgesetzt - und wenn ja, wie? Die Sendung "selbstbestimmt!" geht dieser Frage nach, sei es in Arbeit und Beruf, in der Schule, an der Universität, beim Wohnen, beim Sport oder in der Kultur und Kunst. Selbstbestimmtes Leben, Selbstbestimmung über eigene Angelegenheiten im privaten und im gesellschaftlichen Bereich ist die berechtigte Grundforderung von Menschen mit Behinderung.
10:00
Magazin in Gebärdensprache
10:30
11:00
Er ist einer der einflussreichsten Berater europäischer Regierungen und Institutionen: der Österreicher Gerald Knaus. Der Experte für die Thematik "Flucht und Migration" spricht über seinen Werdegang, über Erfahrungen und Begegnungen, die ihn als Kind, als Jugendlicher und später im Berufsleben geprägt haben. Ein Porträt des vielreisenden Österreichers, der heute in Berlin lebt - über Pragmatismus, Macht und Lösungsmöglichkeiten in den großen Herausforderungen unserer Zeit. In "kreuz & quer plus": Ein Muslim, ein Christ, ein Jude - Ausstellung im Jüdischen Museum Wien.
11:30
"Welchen Einfluss hat Erziehung auf unser Leben?", fragt sich Ronja von Rönne. "Und wie bestimmt die Art und Weise, wie wir aufgewachsen sind, darüber, wie wir unsere Kinder erziehen?" Im Sommerbad Kreuzberg trifft Ronja von Rönne auf Bademeister Randy Riedel, der hier so etwas wie der Erziehungsbeauftragte aller Badenden ist. Was tust du, wenn ständig alle gegen die Regeln verstoßen? Mal ein Auge zudrücken oder durchgreifen? Welches Erziehungskonzept ist das richtige? Diese Fragen stellen sich auch Autorin Paulina Czienskowski und Musiker Valentin Hansen. Paulina ist hochschwanger, Geburtstermin: nächste Woche. Höchste Zeit, sich ein paar Gedanken darüber zu machen, welche Art von Eltern die beiden eigentlich sein wollen. Gemeinsam mit Ronja besichtigen sie eine Doppelhaushälfte im Vorort. Geht's mit dem ersten Kind automatisch bergab ins Konservativen-Life? Bei einem Yoga-Retreat lernt Ronja Nanjing Deng kennen, die ihr Kind in einer ziemlich freien Umgebung aufwachsen lässt. Dabei ist sie selbst extrem autoritär erzogen worden. Wie hat sie es geschafft, sich vom Einfluss ihres Elternhauses zu befreien? "In der Erziehung ging es lange darum, den Menschen passend für ein System zu machen", erklärt Philosoph Johannes Winter. Seit Rousseau stehe der einzelne Mensch im Mittelpunkt, der sich in Freiheit entfalten soll. Aber lassen sich auch ganze Gesellschaften erziehen, zum Beispiel zu einem klimafreundlicheren Verhalten? Darüber spricht Ronja mit Aktivistinnen und Aktivisten von Extinction Rebellion, die im Hungerstreik vor dem Bundestag campieren.
12:00
12:30
In der Sendung informieren Wissenschaftler, auch für Fachunkundige verständlich, über ihre Forschungen - und das innerhalb von wenigen Minuten und ohne zusätzliche Hilfsmittel. So wird auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt.
13:00
13:15
13:30
"KlimaZeit" stellt spannende Zusammenhänge dar, erklärt Wetter- und Klimaphänomene und fragt kritisch nach. Das Magazin, das sich mit dem größten Problem der Menschheit beschäftigt. Klar, kompetent, konstruktiv. Was hat der Klimawandel jedem und jeder einzelnen zu tun? Was muss man über die wissenschaftlichen Hintergründe wissen sowie über die konkreten Folgen. Welche Lösungen gibt es?
13:45
Bayern ist lebendig und vielfältig. Die Sendung stellt wunderschöne Landschaften, spannende Naturphänomene und beeindruckende Persönlichkeiten des Freistaates in atemberaubenden Bildern vor.
14:30
Winter im Klostertal - Im Naturschnee-Skigebiet am Sonnenkopf nimmt Moderatorin Annette Krause bei der mehrfachen Freeride-Weltmeisterin Nadine Wallner einen Kurs im Tiefschneefahren. Eine Alternative zum Skifahren ist die Schneeschuhwanderung mit Wanderführerin Caroline Mark auf den Aussichtsberg Mutjöchle. Von hier hat man einen grandiosen Blick auf die Vorarlberger Bergwelt und auf das Klostertal. Mit dem Bau der Arlbergbahn und des Eisenbahntunnels vor mehr als 100 Jahren wurde die Region zur Hauptverkehrsader zwischen Ost und West. Annette Krause begleitet die Männer der Eisenbahn-Feuerwehr auf ihrem Löschzug bei der Fahrt in den mehr als zehn Kilometer langen Tunnel zu einer Rettungsübung. Stuben am Arlberg gilt nicht nur als Wiege des Skisports. Hier treffen sich einmal im Jahr Snowboarderinnen und Snowboarder aus aller Welt zu einem legendären Rennen. Paul Gruber, einer der Snowboard-Pioniere, vermittelt Annette Krause die Faszination an diesem Sport. Ziel der Expedition ist die auf 2.288 Meter gelegene Ulmer Hütte, in der Annette Krause auf viele Urlauberinnen und Urlauber aus dem Südwesten trifft.
15:15
Als erste deutsche Kulturlandschaft ist das Obere Mittelrheintal seit Juni 2002 UNSESCO Welterbe. Bingen und Rüdesheim bilden das südliche Tor. Von dort erstreckt sich das Tal rund 67 Kilometer bis Koblenz. Die Schönheit der Natur, die überwältigenden Panoramen, die Dichte an Burgen und Schlössern machen es bis heute zu einem der großen Touristenziele Europas. Von Rüdesheim geht es mit dem Schiff auf den Rhein, auf Wanderwegen durch die Weinberge und durch die berühmte Drosselgasse der Altstadt. Die Menschen, die wir vorstellen, brennen für ihre Heimat. Sie sind "Welterbe-Paten", Botschafter ihrer Region und Gastgeber: Die junge Winzerin, die als "Retterin des Rieslings" nicht vor steilsten Hanglagen zurückschreckt und das Weingut in 4. Generation bewirtschaftet. Der Wanderführer, der nicht müde wird, auch mit 70 Jahren Menschen von der Region zu begeistern und selbst einen kleinen brachliegenden Weinberg wieder zum Leben erweckt hat. Die Forstwirtin, die mit neuen Projekten die Auswirkungen des Klimawandels bekämpft, die Menschen damit sensibilisiert und achtsam werden lässt. Es ist die Kapitänin auf dem Rhein, die jeden Tag mit hunderten Gästen über das Wasser fährt und dafür sorgt, dass die Urlauber einen einmaligen Tag erleben. Und da ist die Gastwirtin, die ganze Besucherströme der Drosselgasse bewirtet und das bei aller Kritik am Massentourismus mit Herzblut macht. Für sie alle ist der Welterbetitel eine große Aufgabe, eine Herausforderung, aber auch Inspiration.
16:00
Visite informiert über aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen Medizin und Gesundheit - aus Klinik, Praxis und Forschung.
17:00
Laut Gesundheitsportal Österreich leiden ca. 20.000 Menschen an Morbus Parkinson, eine der weltweit am häufigsten vorkommenden neurologischen Erkrankungen. Parkinson, im Volksmund auch Schüttelkrankheit genannt, ist ein chronisches Syndrom, das den gesamten Körper betreffen kann. Verursacht durch den Verlust von Nervenzellen, entsteht die Krankheit über Jahre hinweg als schleichender Prozess. Trotz intensiver Forschung sind die Ursachen, die zu den Veränderungen im Gehirn führen und somit Auslöser der Krankheit sind, noch weitgehend ungeklärt. Schwierigkeiten beim Sprechen und bei Bewegungen, steife Gliedmaßen oder verminderte Leistungsfähigkeit können frühe Symptome von Parkinson sein. Diagnosen werden häufig im Zuge von Routineuntersuchungen, als Zufallsbefund, gestellt. Das Fatale daran: Die Erkrankung besteht bei der Diagnosestellung meist schon einige Jahre und eine Heilung ist nicht möglich. Mit der Zeit nehmen die motorischen Einschränkungen, wie Zittern, Bewegungsunsicherheiten, starre Mimik oder Muskelsteife zu und erschweren den Alltag von Betroffenen. Nichtsdestotrotz gibt es mittlerweile viele Behandlungsmöglichkeiten, um die Symptome zu kontrollieren und die bestmögliche Lebensqualität für viele Jahre aufrecht zu halten.
17:45
Fragen rund um die Gesundheit wird auf den Grund gegangen, und von den Moderatoren anschaulich aufbereitet. Dabei geht es unter anderem um Heilmittel, Ernährung und Kosmetikprodukte.
18:15
19:00
Nichts veränderte den Wilden Westen mehr als die Eisenbahn. Sie erschloss vielen Menschen die Prärie. Wo früher Bisons grasten und die First Nations jagten, wächst heute Getreide. Die Union Station in Winnipeg: Der monumentale Bahnhof zeugt davon, dass die Hauptstadt von Manitoba einmal das Tor zum Westen war. Hier suchten abertausende Einwandernde ihr Glück beziehungsweise den Bahnanschluss, um sich in der weitläufigen Prärie eine Existenz aufzubauen. In Dauphin haben sich vor allem Menschen aus der Ukraine angesiedelt, die Weizen oder Soja anbauen, Getreide, das von großen Silos aus mit den Zügen abtransportiert wird. Was früher Prärie war, ist heute ein Güterumschlagplatz und auch ein Wohlfühlort für Eisenbahn-Nostalgiker:innen. Die Prairie Dog Central Railway fährt regelmäßig mit Diesel oder Dampf, und im Eisenbahn-Museum in Winnipeg steht die älteste Lok, die jemals durch die Prärie in Manitoba gefahren ist.
19:30
Wie packen wir die drängenden globalen Probleme an? Klimawandel und Artenschwund verlangen eine neue Art des Wirtschaftens. Wir werden Dinge verändern müssen, um in Zukunft menschenwürdig wohnen, arbeiten und uns ernähren zu können. Technologischer Fortschritt und Wandel kann uns dabei unterstützen. Global Us gibt unerwartete Einblicke, zeigt beispielhafte Lösungen und bietet Perspektiven für eine sich rasant verändernde Welt. Im Fokus stehen Menschen, die einen Wandel wollen, diesen vorantreiben und damit andere inspirieren.
19:55
"Energy Sharing" ist ein Lösungsansatz, um die Energiewende zu bewältigen. Hier investieren Bürger gemeinsam in lokale Energieinfrastrukturen und beschleunigen so den Umstieg auf erneuerbare Energien. Wie diese Investitionen Haushalte entlasten und unabhängiger machen könnten und was das mit einem berühmten gallischen Dorf zu tun hat, erklären Anja Reschke und Adrian Pflug in "Wissen vor acht - Zukunft".
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Der Nürburgring ist ein Mythos - Spiegelbild von Wirtschafts- und Gesellschaftsgeschichte, Politik und Sport der vergangenen 100 Jahre. Einst als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die strukturschwache Eifel entstanden, verhalf die Autoverrücktheit einer ganzen Nation dieser "grünen Hölle" zu gefürchteter Beliebtheit. 2.500 Arbeiter schufteten von 1925 bis 1927 in einer kaum besiedelten Region. Das Ergebnis: Eine für die damalige Zeit sensationelle Rennstrecke mit extremen Höhenunterschieden, gefährlichen Kurven, die nicht nur Rennbegeisterte, sondern auch die Autoindustrie in Fahrt bringen sollte. Der Film taucht tief in die Geschichte dieser Rennstrecke ein, erzählt zum 100. Jahrestag des 1. Spatenstichs 1925 vom Auf und Ab des Nürburgrings, zeigt die großen Erfolge, Skandale und Unfälle und erzählt von Anfang und Ende der Formel 1-Geschichte auf dem Ring. Es geht aber nicht nur um die Vergangenheit, sondern auch um die Zukunft: Wie könnte sie aussehen ohne Verbrennungsmotor?
21:45
Inmitten von 28 Viertausendern thront erhaben einer der bekanntesten Berge der Welt: das Matterhorn, 4.478 Meter hoch, einer der höchsten Berge der Alpen. Das Bergdorf Zermatt ist untrennbar mit dem Matterhorn verbunden. Mitte des 19. Jahrhunderts lösten Engländer einen Run auf die Alpen aus, Erstbesteigungen waren in Mode gekommen. Edward Whymper war am 14. Juli 1865 der erste Mensch auf dem Matterhorn - damals eine Sensation, die Zermatt weltberühmt machte. Seit 1898 fährt von Zermatt eine Zahnradbahn auf den mehr als 3.000 Meter hohen Gornergrat. Hier offenbart sich ein atemberaubender Blick auf die wohl größte Attraktion der Schweiz: das Matterhorn. Ohne Gornergratbahn wäre die Entwicklung Zermatts vom Kuhdorf zum internationalen Alpen-Hotspot nicht möglich gewesen. Wir erleben diese einzigartige Bahnfahrt durch die hochalpine Bergwelt im Sommer und Winter. Wir sehen Murmeltiere und Steinböcke in ihrem natürlichen Lebensraum und machen vom nahen Theodulgletscher eine Mountainbiketour über Gletschereis und Geröll knapp 2.000 Meter hinab nach Zermatt. Die Gornergrat Bahn war ursprünglich eine reine Sommerbahn. Seit 1942 ist die Fahrt auf den Gornergrat auch im Winter möglich. Wir begleiten einen Schneeräumzug morgens bei seiner Fahrt durch 70 Zentimeter Neuschnee und erleben eine Lawinensprengung. Bei Bilderbuchwetter erreichen wir am nächsten Tag den verschneiten Gornergrat mit dem Blick auf "Gottes Pyramide", auf das Matterhorn. Bereits 1856 fand dieses Gornergrat-Panorama erstmals im "Baedeker" Erwähnung - die Faszination ist bis heute geblieben.
22:30
Sie waren einst eine große Attraktion auf den Jahrmärkten, Rummelplätzen und Volksfesten: die sogenannten Boxbuden, Dort konnten Freiwillige gegen die Mitarbeiter der Boxbude in den Ring steigen. Bezahlen mussten sie dafür nichts - außer mit einem Veilchen oder einer blutigen Nase. Bezahlen mussten nur die neugieren Zuschauer - und die gab es reichlich bei diesem Spektakel. Wenn ein Freiwilliger jedoch den Kampf gewann, winkte ihm z. B. in der Boxbude von Werner Sindermann 500 Mark Siegprämie. Oft fand sich aber in einer Vorstellung trotz der Aussicht auf schnell verdientes Geld zunächst kein Freiwilliger. Alle hatten Angst sich zu blamieren - oder eben auch Angst vor den Schlägen, die sie womöglich einstecken mussten. Aber Werner Sindermann - Angehöriger einer traditionsreichen Schaustellerfamilie aus Detmold - wusste sich zu helfen in solchen Momenten, wenn keiner aus dem Publikum den nötigen Mut hatte. Schon sein Vater hatte diese Boxbude betrieben und heimliche Chefin des Ganzen ist auch heute noch seine Mutter. Die Boxer gehören zur Familie, sind Söhne, Schwiegersöhne usw. Leicht war dieses Geschäft nicht für die Betreiber und Angestellten und deswegen hat dieser Satz von Werner Sindermann auch durchaus seinen Sinn: "Wir haben uns immer durch's Leben geboxt." Ein wunderbares Porträt der Familie Sindermann und ihres Geschäfts durch den großen Dokumentarfilmer Rudolf Werner aus dem Jahr 1994.
23:10
Ein ganzes Dorf im Nordosten von Baden-Württemberg scheint nur aus Händlern, Landfahrern und Schaustellern zu bestehen. In diesem Ort mit Namen Fichtenau - er liegt zwischen Crailsheim und Ellwangen - siedelten unmittelbar nach dem Dreißigjährigen Krieg sogenannte Jenische. Jenische waren überall in Europa von der Mehrheitsgesellschaft ausgeschlossen, weswegen sie eine lange Tradition im Hausierhandel entwickelten, um zu überleben. Diese Tradition reicht bis in unsere Tage. Ein Fernsehteam begleitete die Nachkommen der einstigen "Colonisten" auf Märkte und Festplätze. Da gibt es z. B. einen älteren Herrn auf einem schwer bepackten alten Fahrrad: Das ist der Bürstenbinder Albert Müller, der mit seinen 83 Jahren immer noch per Fahrrad in ländlicher Gegend unterwegs ist und Bürsten und Besen verkauft. Johann und Clara Scherrle (75) wiederum sind seit Jahren mit einem rollenden Kramladen auf Tour: Auf dem Trödlermarkt in Neuweiler verkaufen sie Geschirr und Herr Scherrle versieht auf Wunsch auch einen Tontopf mit einem feuerfesten Boden, Der traditionelle Krämermarkt in Ellwangen wird fast ausschließlich von Fichtenauer Händlern bestritten. Die Schausteller-Familien Walter Wagner und Konrad Knodel richten ihre Wagen für die Reise her. Vor Ort dann bauen sie ihre Karusselle, ihre Buden und die Auto-Scooter-Bahn auf und meist nach nur einer Woche auch wieder ab. Familie Knodel steht dann irgendwann auf einem überschwemmten Festplatz und erklärt, was es für sie bedeutet, wenn Hochwasser verhindert, dass sie ihr Geschäft betreiben können.
23:55
Landschaftsbilder und Impressionen aus dem Schwarzwald stellen einen Bezug her zwischen der Mentalität seiner Bewohner und dem Metier des Drehorgelbaus als einer einstigen Besonderheit der Region. Denn in Waldkirch im Schwarzwald kennt man seit mehr als zwei Jahrhunderten die mechanische Musik. Als Michael Scherenberg 1976 seine Dokumentation über diese Handwerkstradition drehte, gab es in Waldkirch allerdings nur noch einen aktiven Orgelbauer. Zu ihm werden am Ende der Saison die Jahrmarktsorgeln gebracht, um sie optisch und technisch wieder fit zu machen fürs nächste Jahr. Zu Wort kommen noch aktive Orgelbauer, Restauratoren, Karussellbesitzer und ein 90jähriger Drehorgelspieler. Sie alle nehmen zur Geschichte des mechanischen Orgelbaus Stellung und zu technischen Details der Instrumente.