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TV Programm für ARTE am 27.03.2026

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Re: 19:40

Re:: Fahrrad gegen Auto in Paris

Reportage

Seit 2015 verfolgt die Stadtverwaltung von Paris mit dem "Plan Vélo" eine ambitionierte Strategie: 1.400 Kilometer Fahrradwege wurden gebaut, während 60.000 Parkplätze weichen mussten. Auf fast allen Straßen gilt Tempo 30, und Teile der Innenstadt sind für den Durchgangsverkehr verboten. Die ökologischen Erfolge sind messbar: Die Feinstaubbelastung sank seit 2014 um 35 Prozent, Stickstoffdioxid um 45 Prozent. Im Zentrum werden mittlerweile elf Prozent der Wege mit dem Rad und nur noch vier Prozent mit dem Auto zurückgelegt. Doch der entschlossene Umbau sorgt auch für Spannungen in der Stadtgesellschaft. "Sie reduzieren den Platz, um Stau zu schaffen, und bringen die Leute so dazu, ihr Auto aufzugeben", sagt Ambroise Bonal. Mit seiner Familie ist er gerne auf ein E-Lastenrad umgestiegen, das zur Hälfte vom Staat bezahlt wurde. Für viele "Bo-Bos" (Bourgeois-Bohème) im Zentrum ist das Fahrrad ein Segen. Dagegen steht die Frustration der Pendler und Dienstleister. Taxifahrerin Dalila Ait Taleb klagt: "Wir haben die Nase voll. Die Fahrradfahrer halten sich für die Könige der Straße". Zudem wird der Ton rauer. Fahrradkurierin Anne Monmarché fordert ein entschiedeneres Vorgehen, gegen das, was sie "motorisierter Gewalt" nennt. Die Reportage zeigt den Kampf um jeden Meter Asphalt und geht der Frage nach, wie eine Metropole alle Bürger bei der grünen Wende mitnehmen kann.

Danach

Der gute Bulle - Heaven can wait 20:15

Der gute Bulle - Heaven can wait

TV-Thriller

Hauptkommissar Fredo Schulz bekommt eine überraschende Diagnose: Der Arzt eröffnet ihm, dass er Darmkrebs hat und nur noch knapp drei Monate zu leben. Er solle mal was Schönes machen. "Was soll das sein?", fragt sich Fredo und geht arbeiten. Er wird mit seinem Kollegen Radu Lupescu zu einem Wohnblock gerufen, vor dem ein Sicherheitsmann erschossen wurde. Der hatte den Eigentümer Samir Berri begleitet, der die Räumung und Sanierung des Wohnblocks plant. Fredo hat Samir schon mal festgenommen - wegen Drogenhandels. Er vermutet, dass Samir mit seinen vermeintlich sauberen Immobiliengeschäften nur Geldwäsche betreibt. Die Kriminalfilmreihe geht in die nächste Runde: Wenn Fredo Schulz nichts mehr zu verlieren hat, wird es spannend. Der Polizist ahnt, dass die Verbrechen im Clanmilieu auf einen Krieg hindeuten und die Lage weiter eskalieren wird. Entgegen der Anweisung seines Chefs, sich eine Auszeit zu nehmen, ermittelt er trotz Schmerzen auf eigene Faust weiter. Damit bringt er allerdings nicht nur sich selbst in Lebensgefahr ...

Die Beatles in Hamburg 21:45

Die Beatles in Hamburg

Dokumentation

Zum ersten Mal waren die Beatles weg aus ihrer Heimatstadt, zum ersten Mal im Ausland - in einem Land, das noch wenige Jahre vorher im Krieg mit ihrem eigenen Heimatland war. Aber die Musiker sind nicht nur jung, sondern auch ehrgeizig. Und sie nutzen ihre Chance. Aber nach nur vier Monaten müssen sie Deutschland wieder verlassen. Beim Wechsel in einen neuen Club wurden sie angezeigt, verhaftet und ausgewiesen - George Harrison war noch nicht einmal volljährig. Zurück in Liverpool leckten sie ihre Wunden - das hätte auch das Ende der Beatles sein können. Aber sie hatten viel gelernt, in nur vier Monaten haben sie sich komplett verändert. Bei ihrem ersten Auftritt in Liverpool tauchten sie von Kopf bis Fuß in Lederkleidung auf - mit Haltung, Energie und Punk-Mentalität. "Wir sind in Liverpool geboren, aber in Hamburg groß geworden", sagte John Lennon. Der Film erzählt die Geschichte der ersten Jahre der Band zwischen Hamburg und Liverpool, bevor sie ihre Weltkarriere starteten. Mit Interviews und viel Archivmaterial vermittelt die Dokumentation wie sich das Leben in Liverpool und in St. Pauli zu Beginn der 1960er Jahre anfühlte.

Sting - Sounds Like Art 22:40

Sting - Sounds Like Art

Kunst und Kultur

"Sounds Like Art" lädt Musikerinnen und Musiker ein, inmitten von Kunstwerken in einem europäischen Museum zu spielen. In dieser Folge tritt Sting im Rijksmuseum Amsterdam auf. Im Mittelpunkt steht ein Akustik-Set in der Ehrengalerie des Rijksmuseums, wo der 17-fache Grammy-Preisträger zwischen Meisterwerken von Rembrandt, Johannes Vermeer und Judith Leyster spielt. Sting, der seit Jahrzehnten zu den prägendsten Künstlern der internationalen Musikszene zählt, ist mit seinem Herzensprojekt, dem Musical The Last Ship, auf Tournee. Diese Folge umfasst Hits aus dem Musical, eine Hommage an Stings Heimat Nordostengland und die heute verlorene Tradition des Schiffbaus in seiner Geburtsstadt Wallsend. Sting erzählt Geschichten über die Entstehung des Musicals und spielt Klassiker aus seiner Solokarriere. Während das Kronjuwel des Rijksmuseums, Rembrandts "Die Nachtwache", restauriert wird, hat das Museum Sting eingeladen, einige Songs in dem einzigartigen Raum mit Glasfront zu spielen, in dem das Kunstwerk ausgestellt ist. Zu diesem Anlass spielt Sting eine seltene Gitarre aus dem 17. Jahrhundert, die dem Rijksmuseum als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurde und ursprünglich für den Kreis um den Sonnenkönig Ludwig XIV. gebaut wurde. In der Bibliothek des Rijksmuseums zelebriert Sting seine Vorliebe für Literatur und die Kraft der Bücher. Seine Leidenschaft für das Lesen und Lernen, seine Neugier und Bereitschaft, sich selbst herauszufordern, kommen in dieser Sonderfolge von "Sounds Like Art" besonders zum Ausdruck - eine Begegnung zwischen klassischer Kunst und klassischem Pop.

Tocotronic 23:50

Tocotronic

Konzert/Musik

Tocotronic gehören zu den erfolgreichsten und prägendsten deutschsprachigen Rockbands der vergangenen Jahrzehnte. Wie nur wenige andere Bands ihrer Generation vermögen Tocotronic es, politische Statements und philosophische Reflexionen, die Erkundungen des Selbst und der Welt drumherum miteinander zu verbinden. Auch musikalisch haben sie zu einer ganz eigenen Sprache gefunden. "Golden Years" ist das vierzehnte Album in Tocotronics dreißigjährigen Geschichte. Es erzählt vom Unterwegssein, von der Sehnsucht nach einem Zuhause und davon, wie man auch in finsterer Zeit Trost finden kann. Das Konzert im Berliner Columbia Theater zeigt eine Band, die sich immer wieder zu erneuern und gleichermaßen bei sich selbst zu bleiben verstand: erkennbar in der Veränderung. Vielleicht ist dies ein Grund, warum die Musik von Tocotronic nach all dieser Zeit und gerade in unserer unbehaglichen Gegenwart immer noch und immer wieder so viel Glück und so viel Trost zu spenden vermag.