11:50
Auch die Ehen mit dem Baseballspieler Joe DiMaggio und später mit Arthur Miller verleihen ihrem Leben Glamour, bringen ihr jedoch kein dauerhaftes Glück. Private Krisen und der hohe Druck ihrer Karriere führen schließlich zu einer Abhängigkeit von Medikamenten. Die Nähe zu den Kennedy-Brüdern trägt weiter zu ihrer Überforderung bei. Marilyn Monroe stirbt mit nur 36 Jahren unter bis heute umstrittenen Umständen.
12:45
Ein sehr spannender, dramatischer Abenteuerfilm, der nach dem Roman "Die Geheimnisse von Paris" des französischen Schriftstellers Eugène Sue entstand. Es war der berühmteste Zeitungsroman des 19. Jahrhunderts. Unterhaltungsspezialist André Hunebelle inszenierte ihn mit dem unvergesslichen Jean Marais in der Titelrolle, der hier alle Register seines Könnens ziehen kann - er ist der strahlende, charmante, gut aussehende Held, der für das Gute kämpft und vor keiner Gefahr zurückschreckt. Drehbuch nach dem Roman "Die Geheimnisse von Paris" von Eugène Sue
14:30
Bologna, im Jahr 1858: Der siebenjährige Edgardo Mortara wächst in einer jüdischen Familie auf, bis er eines Nachts von kirchlichen Behörden nach Rom entführt wird. Der Grund: Als Säugling soll Edgardo von einem christlichen Dienstmädchen heimlich getauft worden sein. Nach den Gesetzen des Vatikans darf ein getauftes Kind nicht von jüdischen Eltern erzogen werden. Edgardo wird in ein Katechumenenhaus gebracht, wo er eine katholische Erziehung erhält und sich auf unerklärliche Weise sofort zum Katholizismus bekennt. Für seine Eltern Momolo und Marianna beginnt ein verzweifelter Kampf. Sie wenden sich an die Öffentlichkeit, suchen Unterstützung in der Politik und versuchen mit allen Mitteln, ihren Sohn zurückzubekommen. Der Fall erregt weit über Italien hinaus Aufmerksamkeit und wird zum Symbol für den Konflikt zwischen kirchlicher Macht und den liberalen Ideen des 19. Jahrhunderts. Während die Familie nicht aufgibt, wächst Edgardo in der Obhut der katholischen Kirche heran. Papst Pius IX. nimmt persönlich Anteil an seinem Schicksal und betrachtet den Jungen zunehmend als religiöses Symbol in einer Zeit politischer Umbrüche. Zwischen familiärer Herkunft, religiöser Erziehung und den Machtinteressen der Kirche entwickelt sich ein dramatischer Konflikt, der das Leben aller Beteiligten prägt.
16:35
Kaum ein Orchester ist so eng mit der Identität seines Landes verbunden wie das Orchestre National de France. 1934 als erstes permanentes Rundfunkorchester Frankreichs gegründet, steht es bis heute für musikalische Exzellenz, kulturelle Vielfalt und einen unverwechselbaren Klang. Vom Maison de la Radio et de la Musique in Paris trägt es das musikalische Erbe Frankreichs in die Welt. Geprägt von Dirigenten wie Sergiu Celibidache, Leonard Bernstein, Lorin Maazel, Seiji Ozawa, Kurt Masur und Daniele Gatti, gehört es zu den bedeutendsten Orchester Europas. Musikdirektor Cristian Macelaru vergleicht seinen Klang mit Honig, warm und fließend, sich entfaltend, ohne zu beschweren. Der Film begleitet die Musikerinnen und Musiker auf Reisen und in Paris, beim Concert de Paris am 14. Juli 2025 unter dem Eiffelturm, wo das Orchester am Nationalfeiertag jedes Jahr vor mehr als 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauern spielt - und Millionen weitere das Ereignis vor dem Fernseher verfolgen. Die Kamera begleitet musikalische Begegnungen mit international bekannten Solistinnen und Solisten wie Joyce DiDonato, Bertrand Chamayou und Anne-Sophie Mutter. Tief verwurzelt in der Musik von Camille Saint-Saëns, Gabriel Fauré, Claude Debussy, Maurice Ravel oder Henri Dutilleux zeigt das Orchestre National de France seine französische Klangtradition auf der Grand Tour durch das eigene Land - vom Festival Ravel in Saint-Jean-de-Luz bis zum Auditorium der Opéra de Dijon Die Dokumentation Orchestre National de France porträtiert ein Orchester von internationalem Rang mit einem Klanggedächtnis, das in der DNA seiner Mitglieder verwurzelt ist und das, wie die Stadt, in der es zu Hause ist, zwischen Tradition und Gegenwart lebendig bleibt.
17:40
Zum Jahresausklang hat das Orchestre National de France zwei Amerikaner nach Paris eingeladen. Den Auftakt des Konzerts bildet die schwungvolle "Candide"-Ouvertüre (1956) des Frankreichliebhabers Leonard Bernstein (1918-1990), der das Orchestre National de France in den 1970er Jahren wiederholt dirigierte. Es folgt "Ein Amerikaner in Paris" (1928) von George Gershwin, der das Paris der Goldenen Zwanziger zu einem musikalischen Feuerwerk im Broadway-Stil verklärt - inklusive Hupkonzert. Zum Abschluss wird es jazzig mit George Gershwins (1898-1937) "Rhapsody in Blue" (1924), interpretiert von der Pianistin Lise de la Salle. Passend zu diesem Programm verwandelt sich das Auditorium von Radio France in einen Großstadt-Boulevard mit Pariser Straßenlaternen und vielen Scheinwerfern, die mit mal blauem, mal rotem, mal gedämpftem Licht eine festliche Stimmung erzeugen - genau die richtige Kulisse für die ebenso energiegeladene wie nuancenreiche Darbietung des Orchestre National de France unter der Leitung des auch in Übersee beliebten französischen Dirigenten Stéphane Denève.
18:25
Ein künstlerisches und humorvolles Spiel mit Klischees bietet dieses Magazin. In jeder Folge werden dabei bestimmte Eigenheiten der Franzosen und Deutschen unter die Lupe und auch aufs Korn genommen.
18:40
Vor den Toren der Stadt haben die beiden Freundinnen Danila und Luisa ein ambitioniertes Projekt gestartet: Sie renovieren ein altes Landhaus und legen einen großen Gemüsegarten an. Es soll ein Ort für Menschen werden, die eine Auszeit vom Alltag brauchen. Schon jetzt gedeihen im Garten Zucchini, Auberginen, Tomaten und Zwiebeln. Einen Teil des Gemüses verarbeitet und verkauft Luisa auf einem Markt in Bologna, den anderen nimmt sie zum Kochen. Mit ihrer Freundin bereitet sie daraus traditionelle Gerichte oder Eigenkreationen zu, wie Pesto aus Wildkräutern, Basilikum und Rosmarin - auch dies ein Rezept der veganen Küche, die Luisa vor kurzem entdeckt hat. Ausgerechnet die weltberühmten Spaghetti Bolognese kochen sie nicht - und auch sonst niemand in Bologna: Eine Hackfleischsoße braucht breite Nudeln, an denen sie haften kann. Deshalb gibt es in Bologna keine Spaghetti Bolognese, sondern Tagliatelle al Ragù. Zum Nachtisch gibt es Crema fritta, eine frittierte Puddingcreme aus Eiern, Zucker, Milch und Mehl.
19:10
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:30
Um Touristen anzuziehen, hat man in Samarkand vor einigen Jahren eine Touristenpolizei geschaffen. Die berühmtesten Polizistinnen der Stadt sind die Zwillinge Fatima und Zukhra. Das Streifegehen ist gar nicht so einfach für die beiden, denn die Touristen wollen vor allem eins: ein Foto mit den Zwillingen in Uniform. Im Hissargebirge liegen die wohl tiefsten Höhlen der Welt. Der Eroberer Timur Lenk soll hier im 15. Jahrhundert seine Armee in der sogenannten Timurenhöhle versteckt haben, bevor er ganz Zentralasien unterworfen hat. Zwei Höhlenforscher wollen herausfinden, was an der Legende wahr sein könnte. Jahrmillionen hat der Fluss Amudarja den Aralsee gespeist. Doch die Baumwolle, die hier angepflanzt wird, verschlingt unglaubliche Mengen an Wasser. Das Ergebnis: die Austrocknung des Aralsees. Heute wird das Gebiet als Aralkum (Aralwüste) bezeichnet. Um die Erosion durch den Sand aufzuhalten, ist vor ein paar Jahren ein großes Projekt angelaufen: Die Wüste wird bepflanzt. Shahri studiert Umweltwissenschaften und ist gekommen, um sich die ersten Erfolge anzuschauen.
20:15
Jeff Lebowski, auch "The Dude" genannt, ist ein langhaariger Späthippie, dessen Lebensinhalt darin besteht, mit seinen Freunden Bowling zu spielen und dabei White Russians und gelegentlich einen Joint zu konsumieren. Doch sein Leben gerät aus den Fugen, als ihn zwei Geldeintreiber in seiner Wohnung aufsuchen. Schnell wird klar, dass es sich um eine Verwechslung mit dem "Großen Lebowski" handelt, einem exzentrischen Millionär. Doch bevor die Eindringlinge seine Wohnung wieder verlassen, pinkeln sie dem Dude auf den Teppich, sein liebstes Einrichtungsstück. Also macht er sich auf den Weg zu seinem Namensvetter, um sich den ruinierten Teppich ersetzen zu lassen. Aber der reiche Mann hat gerade ganz andere Probleme. Seine junge Frau Bunny wurde entführt - angeblich von einer Gruppe deutscher Nihilisten. Der "Große Lebowski" bittet seinen Namensvetter, das geforderte Lösegeld zu überbringen. Der Dude, der wie üblich nichts zu tun hat, ist zwar hilfsbereit, aber zugleich auch ratlos in dieser Situation. So bittet er seinen Freund Walter, einen Vietnamveteranen, um Beistand. Ein Fehler, wie sich schon bald herausstellt, denn der will das Lösegeld am liebsten selbst behalten. Über den erbitterten Streit der beiden Chaoten geht die Geldübergabe schließlich schief. Als ihnen kurz darauf ein blutiger Zeh ins Haus geschickt und ihr Bowlingfreund Donny von Kugeln durchsiebt wird, ist klar, ihnen steht das Wasser bis zum Hals. Wenn ihnen nicht schnell etwas einfällt, sind sie die Nächsten ...
22:05
Durch ihren Film "The Big Lebowski" machten die Coen-Brüder 1998 einen schluffigen Typen mit dem Spitznamen "The Dude" zur Kultfigur. Darsteller des Antihelden war Jeff Bridges, der bis dahin eher in Nebenrollen und Genrefilmen zu sehen war. Doch nun wurde Bridges über Nacht zum Hollywood-Star. Dabei wollte er nie im Rampenlicht stehen und lehnte Rollen ab, die ihm zu viel Sichtbarkeit beschert hätten. Die Wurzeln dieser Verweigerung liegen in seiner Biografie: Bridges entstammt einer Schauspielerfamilie und fürchtete, mit den Erfolgen seiner Eltern und seines Bruders Beau nicht mithalten zu können. Sein Verhältnis zur Schauspielerei war gespalten. In der Öffentlichkeit schob er Faulheit und mangelnden Ehrgeiz vor - und lebte danach. Lieber frönte er seiner Kunstleidenschaft und versuchte sich in Musik, Malerei, Bildhauerei und Fotografie. Dabei wurde Jeff Bridges schon 1972 für seine Rolle in "Die letzte Vorstellung" für einen Oscar nominiert, sowie ein zweites Mal 1985 für "Starman". Mit "Die fabelhaften Baker Boys" (1989) landete er einen Publikumserfolg. Das versöhnte ihn zwar mit dem Schauspielberuf, aber ein Star wollte er immer noch nicht sein. Er lebte zurückgezogen in Montana, mit derselben Frau seit 1974 und seinen Kindern. Aber seine Bestimmung holte ihn mit einer Rolle ein, die ihm wie auf den Leib geschrieben war: "The Dude". Erstmals wurde er nachhaltig mit einer von ihm verkörperten Figur identifiziert. Dieser Befreiungsschlag ebnete den Weg für einen Karriereneustart - und den lange fälligen Oscar im Jahr 2010 für "Crazy Heart".
23:00
Sie sind ein Rätsel in der grell ausgeleuchteten Welt des großen Kinos: Die Coen-Brüder haben in sehr eigenwilligen Filmen ein ganz eigenes Genre in der Welt des Kinos geschaffen - ein filmisches Universum mit eigener Moral und eigenen Regeln, ein Ort, der Amerika auf beunruhigende Weise ähnelt, es aber doch nicht ist. Es ist eine Welt, die nur mit einem Wort beschrieben werden kann: Coenesque. Die Dokumentation fächert die Karriere von Joel und Ethan Coen auf und versucht sich an einer Antwort auf die Frage, die so viele gestellt haben: Wie machen sie das? Ihr Chamäleon-Talent hat jedes Genre - Thriller, Komödien, Tragödien, Western, Musicals, Spionage - neu erfunden und zu ihrem eigenen gemacht. Die Dokumentation zeigt, wie ihre gemeinsame Fantasiewelt aus der Kindheit und die Entfremdung, die sie vom amerikanischen Leben empfanden, diese einzigartige Vision hervorgebracht haben. Wie sie durch das goldene Zeitalter Hollywoods geprägt wurden und selbst ein neues goldenes Zeitalter des unabhängigen Kinos geschaffen haben. Dabei haben sie ihre kauzigen Persönlichkeiten bewahrt, was sie zu den beiden unwahrscheinlichsten Kreativen macht, die jemals Hollywood erobert haben. Die Dokumentation folgt der seltsamen, aber brillanten Reise, die die Brüder dorthin geführt hat. Eine faszinierende Geschichte über die Zusammenarbeit von zwei Menschen, die manchmal wie eine Person erscheinen. Und eine Geschichte, die so düster-komisch ist wie jeder einzelne ihrer Filme.
23:55
Ob Barack Obama oder Donald Trump, Meryl Streep oder Angelina Jolie, Johnny Cash oder Adele: In seinen Ausstellungen und Fotobänden sind sie alle zu sehen. Doch der seit 30 Jahren in New York lebende Deutsche interessiert sich auch für diejenigen, die auf der Straße leben. Für seine Fotoprojekte trifft Martin Schoeller obdachlose Menschen auf den Straßen von Hollywood, holt Drag Queens in sein Studio und besucht Menschen, die zu Unrecht zum Tode verurteilt wurden. Ob berühmt oder unbekannt: Schoeller begegnet allen auf Augenhöhe, sucht mit jeder einzelnen Aufnahme nach der Persönlichkeit des Porträtierten, hinter jeder einstudierten Geste das Unerwartete. Doch es geht dem Fotografen auch um die Geschichten hinter den Gesichtern. In seinen Videoarbeiten über Menschen, die zu Unrecht zum Tode verurteilt waren, gibt er den ehemals Inhaftierten ein Gesicht und eine Stimme. Regisseurin Josephine Links begleitet den Fotografen Martin Schoeller bei seiner Arbeit und zeichnet so auch ein facettenreiches Bild eines Landes, das zerrissener ist denn je.