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TV Programm für ARTE am 28.05.2026

Magische Anden 05:00

Magische Anden: Argentinien und Chile: Der Süden

Land und Leute

Gletscher, Berge, Weite und Meer prägen den Süden Argentiniens und Chiles. Die berühmten Nationalparks Los Glaciares mit dem eindrucksvollen Perito-Moreno-Gletscher und Torres del Paine befinden sich in dieser Region. Am Beagle-Kanal, der scheinbar ins Nichts führt, und mit der Andenkette im Rücken liegt die vermeintlich südlichste Stadt der Welt: Ushuaia. Die Südkordilleren sind umgeben von Inlandseis. Niedriger als die Zentralanden gelegen, sind sie von feuchten Wäldern, bestehend aus Zypressen, Föhren und Südbuchen, bedeckt. Im Osten von den Anden und im Westen vom Atlantik begrenzt, zieht sich Patagonien hinunter bis zum Südpol. Es ist das Land der Stille, der Einsamkeit. Eine majestätische anmutende Natur: blau leuchtende Seen, saftig grüner Wald und schneebedeckte Berggipfel. Gletschermassen drängen in die Täler. Hier beginnt eine endlose goldgelbe Steppe. Hunderte von Kilometern nur Horizont. Die Menschen, die in den patagonischen Anden leben, schätzen diese magische Welt und passen sich der Natur an. Der Film begleitet den Pferdeflüsterer Santiago Richards bei seiner Suche nach den Wildpferden Patagoniens. Der Geologe Mauricio Gonzales erforscht alte Gletscher, und der Fliegenfischer Christian Lavia versucht sein Glück auf dem Lago Escondido in Feuerland. Kris Robles führt Touristen durch den weltberühmten Nationalpark Torres del Paine. Bizarre Granitpfeiler ragen hier fast senkrecht mehr als 2.000 Meter aus der patagonischen Steppe empor. Die älteste Brauerei Bariloches liegt in den Händen der Familie Gilbert, die Bier mit Gletscherwasser herstellt.

GEO Reportage 05:55

GEO Reportage: Der Wüstenzug, die Lebensader Mauretaniens

Reportage

Als Transportmittel ist der Zug inzwischen für viele Wüstenbewohner absolut unverzichtbar geworden. Die 20-stündige Reise ist immer wieder aufs Neue ein Abenteuer. Der Abfahrtsort Zouérat war früher ein kleines, verschlafenes Dorf. Inzwischen leben hier etwa 50.000 Menschen, viele vom Abbau des wertvollen Bodenschatzes. Hier wird Eisenerz gefördert, vor allem für europäische Stahlproduzenten. Millionen Tonnen sind es pro Jahr. Auch Sidi Mohamed lebt in Zouérat, er ist seit 28 Jahren Zugführer. Den Zug, seine Ladung und seine Passagiere sicher durch die Sahara zu steuern, liegt in seiner Verantwortung. Sonne, Sand und das schiere Gewicht der über 100 Erzwaggons sind eine enorme Belastung für die Technik. Mauretaniens einzige Bahnstrecke verbindet zwei völlig gegensätzliche Regionen miteinander, einen der abgelegensten Zipfel der Sahara und die Atlantikküste. Es ist einer der spektakulärsten Rohstofftransporte der Welt. Bei extremen Temperaturen bahnt sich der kilometerlange Zug seinen Weg. Wanderdünen und Erosion blockieren immer wieder die Schienen. Doch für viele Menschen an der Strecke ist die Bahnlinie die wichtigste Lebensader, auch wenn es nur einen einzigen Passagierwaggon gibt. Wer kein Geld hat, darf umsonst oben auf den Erzcontainern mitfahren. Hauptsache, der Stahlkoloss fährt verlässlich, ob zum Erztransport oder für Ziegenhirten und Fischhändler. Selbst Nomaden wie der alte Mohamed nutzen den Zug. Eines seiner Kamele ist krank und benötigt dringend Medizin, die es nur in der Stadt gibt. Für einen waschechten Wüstenbewohner keine einfache Angelegenheit. Aber wer die Ruhe der Wüste liebt, für den ist die pulsierende Küstenmetropole Nouadhibou eine echte Nervenprobe. Doch Mohamed hat keine Wahl - denn das Wohl seiner Tiere steht für ihn an oberster Stelle.

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Sansibar: Samaki Wa Kupaka

Essen und Trinken

(1): Gegrillter Fisch à la Sansibar: Samaki Wa Kupaka (2): Kulinarische Mitbringsel (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Vieira Juniors Brasilien / Sankt Moritz / Noisy-le-Sec

Magazin

(1): Das ländliche Brasilien in den Worten von Itamar Vieira Junior (2): Sankt Moritz: Wintersport und Glamour (3): Neuseeland: Hares Forelle mit Gemüse (4): Noisy-le-Sec auf den Kopf gestellt

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Mozarts Prag / Portugal / Patagonien

Magazin

(1): Prag: Neuer Schwung für Mozart (2): Portugal: Traditionelle Keramikkunst (3): Estland: Ingrids Hefekranz mit Preiselbeeren (4): Patagonien: Grenzenlose Weiten

Auf Messers Schneide 08:55

Auf Messers Schneide: Eine Geschichte der Chirurgie

Dokumentation

Von den ersten medizinischen Lehren der Antike über die anatomischen und chirurgischen Eingriffe der frühen Neuzeit bis zu den komplexen Operationen der Gegenwart war es ein langer und blutiger Weg. Ohne kontrollierbare Narkose und antiseptische Kenntnisse waren die Möglichkeiten der Chirurgen sehr begrenzt. Bis in die Neuzeit hinein scheuten sich selbst die Furchtlosesten, den Bauchraum aufzuschneiden - auch weil sie aus Erfahrung wussten, dass ihre Patienten den Eingriff wahrscheinlich nicht überleben würden. Um die Rätsel des menschlichen Körpers zu lösen und größere Operationen durchführen zu können, mussten mutige Pioniere und Pionierinnen wie Andreas Vesalius, Ambroise Paré, John Hunter, James Young Simpson, Joseph Lister, Elizabeth Blackwell, William Halsted oder Daniel Hale Williams zahlreiche Hindernisse überwinden. Mithilfe eines scharfen Skalpells oder Messers und einem ausgeprägten Forscherdrang entwickelten sie ihr Handwerk zu dem, was wir heute als moderne Chirurgie kennen. "Auf Messers Schneide" erzählt die spannende Geschichte von den Anfängen der Chirurgie bis zu ihrer Spezialisierung - eine faszinierende Reise von der Steinzeit mit den ersten Schädelöffnungen über die Antike und die frühe Neuzeit bis zur ersten Herzoperation. Gedreht wurde an den wichtigsten Schauplätzen der Chirurgie-Geschichte - unter anderem in Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Großbritannien, Ungarn und den USA. Der Film enthält faszinierendes und zum Teil unveröffentlichtes Archivmaterial.

Extravagantes Federkleid 10:25

Extravagantes Federkleid: Das geheime Leben der Blauracke

Tiere

Azur und Iris, ein Paar der seltenen Blauracken, sind nach ihrer Rückkehr aus Afrika in die bewaldeten Heidelandschaften des Languedoc auf der Suche nach einem Nistplatz. Doch die Konkurrenz ist groß: Wiedehopfe, Dohlen und Stare beanspruchen dieselben Brutstätten. Nach heftigen Revierkämpfen und einer intensiven Balz legt Iris sieben Eier, was für diese Vogelart eine ungewöhnlich hohe Zahl ist. Die Aufzucht der Jungen wird zur Kraftprobe. Azur fängt innerhalb von nur 25 Tagen über 500 Beutetiere, um den Nachwuchs zu versorgen. Mit Präzision erbeutet er Zikaden im Flug und verteidigt Nest und Revier gegen größere Greifvögel wie Bussarde und Weihen. Aufnahmen direkt aus der Bruthöhle zeigen die Fütterung der Küken auch mit ungewöhnlichem Futter wie Schneckengehäusen, die der Kalziumzufuhr dienen. Besonders hart trifft es den Nachzügler Bleuet, der erst viele Tage nach den anderen Küken schlüpft. Wird er sich gegenüber seinen gefräßigen Geschwistern behaupten können? Sobald die Jungen flügge sind, werden sie noch drei Wochen von den Eltern betreut, bis sie selbstständig jagen können. Erst dann verlassen Azur und Iris das Revier in Richtung Afrika, um nach sechs Monaten zurückzukehren und den Zyklus von Neuem zu beginnen. Doch der Lebensraum der Blauracken ist bedroht: Das Schwinden dichter Hecken und alter Bäume führt dazu, dass diesen Höhlenbrütern immer weniger Nistmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Re: 11:25

Re:: Sizilien: Eine Stadt am Abgrund

Reportage

Ende Januar 2026 bricht auf Sizilien nach heftigen Regenfällen im Ort Niscemi auf mehreren Kilometern Länge der Stadtrand weg. Es kommt niemand ums Leben, doch mehr als 1.600 Menschen müssen ihre Häuser verlassen und viele verlieren ihr Zuhause für immer. Das Erdrutschrisiko war seit Jahrzehnten bekannt. Hätte die Katastrophe verhindert werden können?

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Dänemark: Spandauer

Essen und Trinken

(1): Das dänische Lieblingsgebäck: Spandauer (2): Ein Biss'chen Heimat: Karsten, ein Däne in Polen (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Vincent Quivys Toulon / Ghana / New Orleans

Magazin

(1): Das französische Departement Var im Krimi von Vincent Quivy (2): Ghana: Boxen für die Emanzipation (3): Guatemala: Laetitias Pilz-Empanadas (4): In New Orleans sind die Würfel gefallen

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Paris: Zolas Nana / Türkei / Chicago

Magazin

(1): Zolas Nana verführt ganz Paris (2): Türkei: Die afro-türkische Community auf der Suche nach ihren Wurzeln (3): Bali: Nyomans Schweinehirn in Bananenblättern (4): Chicago: Im Dezember geht die Welt unter

Ingo Thiel - Briefe aus dem Jenseits 14:00

Ingo Thiel - Briefe aus dem Jenseits

TV-Kriminalfilm

Unvermittelt taucht Ex-Kommissar Dennert - Ingo Thiels alter Kollege und Lehrmeister - im Polizeipräsidium Mönchengladbach auf. Dennerts Besuch hat einen wichtigen Grund: Es gibt neue Spuren in einem 30 Jahre alten, ungelösten Vermisstenfall. Damals verschwand der 15-jährige Sven eines Abends spurlos. Die eilig zusammengestellte Sonderkommission tappte im Dunkeln. Umso verstörender war es, als schon bald Briefe aus verschiedenen Ländern bei den Eltern eintrafen: alle verfasst von einem Jungen namens Chris. Dieser schrieb, dass es Sven gut gehe und sie sich gemeinsam auf einer längeren Reise befänden. Die Briefe waren für die Nerven der Eltern eine Zerreißprobe. Die Polizei glaubte an einen Trittbrettfahrer, denn einen Chris gab es in Svens Umfeld nicht. Dann kamen plötzlich keine Briefe mehr. 30 Jahre lang. Als die mittlerweile 70-jährigen Eltern eines Tages wieder Briefe von Chris erhalten, trifft sie das schwer. Könnte es doch noch Hoffnung geben, ihren Sohn wiederzufinden? Nun landen die mysteriösen neuen Briefe auf dem Schreibtisch von Ingo Thiel. Er veranlasst eine intensive kriminaltechnische Untersuchung des Beweismaterials. Eine eigens vom LKA bestellte Expertin für operative Fallanalyse bestätigt, dass nicht nur der Duktus der neuen Briefe dem der Jahrzehnte älteren Exemplare gleicht, sondern auch Satzbau und Wortwahl weiterhin auf dem Niveau eines Jugendlichen mit geringem Bildungsstand sind. Das kommt den Ermittlern merkwürdig vor ...

Fahrstuhl zum Schafott 15:30

Fahrstuhl zum Schafott

Thriller

Julien begeht den perfekten Mord. Auf Drängen seiner Geliebten Florence erschießt er ihren Ehemann und lässt es wie Selbstmord aussehen. Doch auf dem Weg zu seinem Auto fällt ihm auf, dass er etwas am Tatort vergessen hat. Auf seinem Rückweg betritt er den Fahrstuhl - genau in jenem Moment, in dem der Concièrge den Strom abstellt. Während Julien über Nacht im Fahrstuhl festsitzt, streift Florence auf der Suche nach ihm durch das nächtliche Paris... Spannungsgeladenes Regiedebüt des damals erst 24-jährigen Filmemachers Louis Malle, das 1957 für großes Aufsehen sorgte. Mit seiner Anlehnung an den US-amerikanischen Film noir geriet Malle zum Vorreiter der französischen Nouvelle Vague, wobei er ein atmosphärisch dichtes Meisterwerk schuf, das bis in die kleinste Nebenrolle perfekt besetzt ist. Großartig auch die improvisierte Jazzmusik von Altmeister Miles Davis, der die Stücke in gerade einmal vier Stunden einspielte.

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks 17:15

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks: Melonen

Essen und Trinken

Im alten Ägypten diente die Melone als Grabbeigabe, in vielen Regionen Afrikas galt sie lange als verlässliche Wasserquelle. Lucie testet Melonen-Utensilien zum Aufschneiden und zeigt, welche Teile der Wassermelone ebenfalls essbar und besonders gesund sind. Über die katholische Kirche gelangte die Melone nach Frankreich. Besonders begehrt sind die Charentais-Melonen aus dem Vaucluse, deren Ernte bis heute viel Handarbeit erfordert. In den USA ist die Geschichte der Melone eng mit rassistischen Stereotypen verbunden, die Expertinnen historisch einordnen. Köchin Lucie Fischer-Chapalain kocht für unterschiedliche Geschmäcker - vom scharfen Wassermelonensalat über die Melone als Steak bis zur erfrischenden Melonen-Gazpacho.

Georgiens Nationalparks 17:50

Georgiens Nationalparks: Die grünen Berge von Bordschomi

Landschaftsbild

Georgien hat viele Naturparadiese. Eines davon liegt am Nordrand des kleinen Kaukasus: der Nationalpark Bordschomi-Charagauli mit fast 80.000 Hektar Urwald. Schluchten und bis zu 2.000 Meter hohe Berge prägen die Landschaft. Im Süden des Schutzgebiets wachsen Eichen und Kiefern. Es ist ein Zauberwald, nahezu unberührte Natur. Nach dem Winter zieht Viehhirte Atschiko Beradze hinauf in die Berge des Nationalparks. Hier oben sind die Weideflächen für seine Kühe, doch Wölfe und Bären können ihnen gefährlich werden. Im Tal nebenan sind die Zapfenpflücker Zurab Kakischwili und sein Enkel Nicolas auf der Suche nach grünen Kiefernzapfen. Daraus machen sie Sirup, um ihren Unterhalt zu verdienen. Doch dieses Jahr sind die Erträge gering, das Wetter spielt verrückt. Nach einer zweijährigen Zwangspause startet der legendäre Kukuschka-Zug in der Stadt Bordschomi. Ein großer Tag für Lokführer und Passagiere. Die 16-jährige Irina lebt im Bergdorf Tabatskuri. Die Winter sind hart, gerade erst schmilzt der letzte Schnee. Die rund 200 Familien leben hier isoliert, ohne Perspektiven. Nach ihrem Schulabschluss wird Irina ihr Dorf verlassen müssen, um sich ein besseres Leben aufzubauen. Währenddessen betrachtet Astronom Vazha Kulijanischwili die Sterne. Das erste Bergobservatorium der ehemaligen Sowjetunion liegt im Nationalpark Bordschomi-Charagauli. Bis zu 400 Menschen haben hier gelebt und gearbeitet. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler galten damals als die Elite des Landes. Mit 74 Jahren hat Vazha noch einen großen Wunsch: Er möchte zum Mond fliegen.

Georgiens Nationalparks 18:30

Georgiens Nationalparks: Durch die Bergdörfer im Kaukasus

Landschaftsbild

Abgelegen und ursprünglich ist es in Pschaw-Chewsuretien. Solche Flecken sucht man im restlichen Europa vergeblich. Nicht einmal 3.000 Menschen leben in dieser einsamen Bergregion. Bis ins vergangene Jahrhundert kamen kaum Fremde bis hierher. In den schwer zugänglichen Gebirgstälern mischen sich Traditionen aus christlicher und heidnischer Zeit. Wie in Amgha, dem letzten Dorf vor dem Grenzgebirge. Hier lebt Paata Tsiklauri allein mit seiner Mutter. Seine Kinder sind in den 1990er Jahren weggezogen - seitdem verfällt das Dorf. Aber einmal im Jahr kehrt Leben in Amgha ein: zum Atengenoba-Fest. Das Fest steht für das Miteinander. Im Bergdorf Pschawi huldigen die Männer dem Schutzgott der Krieger. Zu jedem Fest gehört Khridoli - eine uralte Kampfkunst, die hauptsächlich hier verbreitet ist. Damit kein Feind ins Landesinnere dringt, mussten besonders die Bergbewohner ihre Heimat schützen. So ist auch das Dorf Schatili im Mittelalter entstanden, nur vier Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Es steht für die einzigartige chewsuretische Architektur- und Baukunst. Schatili ist als Festung in den Berghang hineingebaut: 60 Wehrtürme haben das Land nach Nordosten hin gesichert. Tiefe Schluchten, weiße Gipfel, grüne Bergwiesen und tosende Bäche: Die Dörfer liegen inmitten der eindrucksvollen Natur des Hochgebirges mit seinen zum Teil über 5.000 Meter hohen Gipfeln. In dieser Region gibt es Bräuche und Traditionen, die es nirgendwo sonst gibt. Die Menschen sind mit ihrem Land und ihrer Lebensart seit Generationen verwurzelt.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Re: 19:40

Re:: Die letzten Leuchtturmwärter Kroatiens

Reportage

Die Insel Palagruža ist ein abgelegener Felsen mitten in der Adria, weit entfernt von jeder Küste und Zivilisation. Seit 1875 steht hier ein Leuchtturm, der bis heute von Menschen betrieben wird. Einer von ihnen ist Vojo Šain. Seit 26 Jahren arbeitet er als Leuchtturmwärter und gehört damit zu den letzten seines Berufsstandes in Kroatien. Für ihn ist der Turm längst mehr als nur ein Arbeitsplatz. "Wer hier die Tage bis zur Ablösung zählt", sagt er, "fühlt sich gefangen. Wer aber die Natur liebt, findet auf Palagruža ein besonderes Stück Freiheit". Das Leben auf der Insel ist herausfordernd: Alle Vorräte müssen mit dem Boot hergebracht und auf den 103 Meter hohen Felsen getragen werden. Die Wärter sind Handwerker, Meteorologen, Funker und Selbstversorger zugleich. Sie trotzen Wind, Wetter und Einsamkeit. In diesem Sommer begleitet Vojo auf Palagruža nicht nur seine Frau Manuela, die ihm Gesellschaft leistet, sondern auch ein neuer Kollege, den er in das harte Inselleben einweist. Die Reportage zeigt den Alltag auf der Insel zwischen Dienst, Wartungsarbeiten und Wetterbeobachtung, zwischen harter Arbeit und Momenten der Ruhe. Es wird sichtbar, wie Entbehrung und Hingabe, Sehnsucht und Erfüllung hier untrennbar ineinandergreifen. Ein Beitrag über eine Liebe zum Meer, die stärker ist als jede Widrigkeit.

Geschichte der Landwirtschaft 20:15

Geschichte der Landwirtschaft: Der Kampf um Grund und Boden

Dokumentation

Lange Tage, kaum Freizeit und viel Schufterei - Landwirtschaft war schon immer ein harter Job. Mit ländlicher Idylle hat das Leben auf dem Bauernhof auch heute wenig zu tun. Die Produktion unserer Lebensmittel hat sich im vergangenen Jahrhundert zunehmend industrialisiert. Die Landwirtschaft in Deutschland und im Nachbarland Frankreich hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1990er Jahre dramatisch verändert. In den harten und entbehrungsreichen Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg dienten noch Pferde und Ochsen als Zugtiere, und ein Großteil der Arbeit auf den Feldern wurde von Hand erledigt. In den 1950er und 1960er Jahren erleichterte der Einsatz von Traktoren, Mähdreschern und Melkmaschinen die bäuerliche Arbeit und führte zu einer erheblichen Steigerung der Erträge. Gleichzeitig brachte die Mechanisierung eine drastische Reduzierung der in der Landwirtschaft beschäftigten Personen mit sich, was sich auch auf das Leben in den Dörfern auswirkte. Historische Aufnahmen und emotionale Berichte von Zeitzeugen beleuchten, wie unterschiedlich die Entwicklung in Ost und West verlief. Während man in der Bundesrepublik und in Frankreich vor allem auf kleinere, familiengeführte Betriebe setzte, wurden in der DDR Großgrundbesitzer entschädigungslos enteignet und das konfiszierte Land wurde neu verteilt. Für mehr als 200.000 Landlose und ihre Familien bot sich so die Chance, eine Existenz als selbstständige Kleinbauern aufzubauen. Später wurden jedoch alle selbstständigen Bauern zum Eintritt in landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften gezwungen. Um dieser Zwangskollektivierung zu entgehen, flohen viele Bauern in den Westen, wo die rasche Modernisierung der Landwirtschaft erheblich zum sogenannten Wirtschaftswunder beitrug.

Geschichte der Landwirtschaft 20:55

Geschichte der Landwirtschaft: Die Industrialisierung

Dokumentation

Seit den 1960er Jahren hält moderne Technik Einzug in die Landwirtschaft. Auch in der DDR spielen Maschinen eine immer größere Rolle. Immer größere Flächen, immer leistungsstärkere Maschinen - nur auf diese Art, so scheint es, können landwirtschaftliche Betriebe überleben. Durch die Mechanisierung nimmt die Zahl der Beschäftigten in der Landwirtschaft immer mehr ab. Das hat auch Einfluss auf das Leben in den Dörfern. "Wachsen oder weichen", war das Motto in Westdeutschland - und wer bei diesem Modernisierungsrausch nicht mitzog, blieb auf der Strecke. Jeder musste mit anpacken, selbst die Kinder. So erging es auch Ewald Frie, der einen Bestseller über seine Familie und das Landleben veröffentlichte. Doch trotz Mechanisierung musste in den 1970er Jahren jeder fünfte landwirtschaftliche Betrieb in der Bundesrepublik aufgeben. Daran änderten die Subventionen der EU-Agrarpolitik nichts. Auch in der DDR schritt die Industrialisierung der Landwirtschaft unaufhaltsam voran: Bereits in den 1960er Jahren entstanden dort gigantische Anlagen, in denen Tausende Nutztiere auf engstem Raum gehalten wurden. Doch die Massentierhaltung sowie der starke Einsatz von Kunstdünger und Pestiziden schadeten der Umwelt - im Osten wie im Westen. Anfang der 1980er Jahre kam es bei einigen zu einem Bewusstseinswandel: Inspiriert durch die aufkommende Öko-Bewegung entschlossen sich die ersten Landwirte, ganz auf den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel zu verzichten. Es ist der Beginn des Bio-Booms in der Landwirtschaft.

Etty 21:40

Etty: Der Himmel in mir

Drama

Spier erhält eine Vorladung ins Durchgangslager Westerbork, von wo aus Juden deportiert werden. Um ihn zu schützen, schlägt Etty ihm vor, zu heiraten. Innerlich ist sie hin- und hergerissen, ob sie ihre Haut retten oder bei Spier bleiben soll. Regisseur Hagai Levi versetzt die Lebensgeschichte der jüdischen Intellektuellen Etty Hillesum aus den 1940ern in die Jetztzeit.

Etty 22:55

Etty: Vorstufe zu einer wirklich großen Liebe

Drama

Etty nimmt ihre Arbeit beim Judenrat auf. Dort beobachtet sie, wie einflussreiche Personen Freistellungen bekommen und so der Deportation entgehen. Von diesem System angewidert, versucht sie dennoch, Spier vor der Deportation zu retten. Regisseur Hagai Levi versetzt die Geschichte der jüdischen Intellektuellen Etty Hillesum aus den 1940ern in die Jetztzeit.

Etty 23:55

Etty: Ein Verband für viele Wunden

Drama

Etty glaubt, dass sie schwanger ist. Sie ist dennoch fest entschlossen, in die Außenstelle des Judenrats im Lager Westerbork zu wechseln. Auch wenn dort niemand für ihre Sicherheit garantieren kann. Etty will das Schicksal ihres Volkes teilen. Regisseur Hagai Levi versetzt die Geschichte der jüdischen Intellektuellen Etty Hillesum aus den 1940ern in die Jetztzeit.