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TV Programm für ARTE am 04.11.2026

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ARTE Journal 19:20

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ARTE Journal, das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

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Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Re: 19:40

Re:: Bye Bye Trump - Auswandern nach Spanien

Reportage

Anfragen zu US-Ausbürgerung haben bei den Suchmaschinen um 1.500 Prozent zugelegt. Die Zahl der in den Niederlanden lebenden US-Bürger ist von 15.000 auf 24.000 gestiegen. In Portugal hat sie sich verdreifacht - heute liegt sie bei 15.000, und auch in Spanien ist die Zahl der Visumsanträge in neun Jahren um 70 Prozent gestiegen. 41.000 US-Amerikaner haben in Spanien mittlerweile ihren ständigen Wohnsitz. Nicht nur wohlhabende US-Bürger, sondern auch Mittelklassefamilien, alleinerziehende Mütter, Akademikerinnen und Akademiker lassen sich zunehmend in Spanien nieder. Unter ihnen: Chris Kelly mit ihrer Tochter Theresa. Sie kommen nicht mehr zurecht im neuen Amerika. Sie haben alles zurückgelassen und wollen in Barcelona ein neues Leben beginnen - weit weg von Gewalt und mit der Hoffnung auf eine bessere Lebensqualität. Cepee Tabibian ist ebenfalls Teil der US-amerikanischen Diaspora in Spanien. Seit zehn Jahren lebt sie nun schon hier. Die ehemalige Personalerin hat ihr Büroleben in den USA hinter sich gelassen. Heute ist sie Influencerin und Auswanderungscoach in Malaga. Seit der Wahl Donald Trumps werden ihre Videos für einen Umzug nach Europa immer häufiger geklickt. In den sozialen Netzwerken hat sie mehr als 65.000 Follower. Vanessa Velasquez hat sich für Madrid entschieden. Sie stammt aus einer kolumbianischen Familie - die Amtssprache Spanisch war für die Wahl ihres Ziellandes entscheidend. Die junge Frau ist lesbisch und lebte in der Republikaner-Hochburg Texas. Ihre sexuelle Identität war der wichtigste Faktor bei ihrer Entscheidung die USA zu verlassen.

Die Kinder der anderen 20:15

Die Kinder der anderen

Drama

Rachel ist 40, arbeitet als engagierte Lehrerin und führt ein erfülltes Leben mit Freunden, Familie und Schülern. Als sie sich in Ali verliebt, lernt sie auch dessen vierjährige Tochter Leïla kennen. Zwischen Rachel und dem Mädchen entsteht schnell eine enge Bindung: Rachel holt Leïla von der Schule ab, kümmert sich um sie und nimmt zunehmend einen Platz in Alis Familienleben ein. Gleichzeitig wird ihr immer deutlicher bewusst, dass sie selbst gerne Mutter wäre - und ihr dafür kaum mehr Zeit bleibt. Während ihre Gefühle für Leïla wachsen, muss Rachel akzeptieren, dass ihre Rolle im Leben des Kindes von ihrer Beziehung zu Ali abhängig ist und Leïlas Mutter Alice immer Teil der Familie bleiben wird. Rebecca Zlotowski liefert mit "Die Kinder der anderen" ein fein beobachtetes Drama über eine Frau, deren Liebe zu einem Kind ebenso selbstverständlich wie zerbrechlich ist - und über einen Kinderwunsch, der plötzlich eine neue Dringlichkeit bekommt. "Die Kinder der anderen" feierte 2022 im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig Premiere. Rebecca Zlotowski griff für den Film eine Erfahrung auf, die sie selbst gemacht hat: die Beziehung einer kinderlosen Frau zum Kind ihres Partners. Gerade diese Figur, die im Kino häufig nur als Nebenfigur auftaucht, wollte sie bewusst ins Zentrum rücken. Virginie Efira wurde für ihre Darstellung der Rachel 2023 mit dem Prix Lumière als beste Schauspielerin ausgezeichnet. An ihrer Seite spielen Roschdy Zem und Chiara Mastroianni.

Drei Väter und ein Baby 21:55

Drei Väter und ein Baby

Dokumentation

Drei Männer sitzen nervös und zugleich freudig erregt im Wartezimmer der Gynäkologin. Monate der Vorbereitung und Planung haben zu diesem besonderen Augenblick geführt: Endlich schlägt ein kleines Herz in Kristophers Uterus. Kristopher, David und Sindre sind in ihren 30ern, leben zu dritt in einer Partnerschaft und erwarten gemeinsam ihr erstes Kind. Kristopher ist der leibliche Vater und ein Transgender-Pionier Norwegens. Seine Schwangerschaft ist das Ergebnis eines bemerkenswerten Zufalls. Obwohl er sich im Rahmen seiner Geschlechtsumwandlung einer obligatorischen Sterilisation unterziehen musste, blieb seine Gebärmutter gesund und funktionsfähig. Die Dokumentation "Drei Väter und ein Baby" begleitet Kristopher, David und Sindre auf ihrer Reise von der frühen Schwangerschaft über die Vorfreude auf die Geburt bis zu ihrem neuen Leben als Eltern. Vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Umfelds und zunehmenden Drucks auf die Queer-Community erzählt der Film die universelle Geschichte vom zum ersten Mal Elternwerden. Sind sie bereit für das, was sie erwartet? Und ist die Gesellschaft bereit, sie und ihr Kind zu akzeptieren?

La Chimera 22:50

La Chimera

Drama

Toskana, Anfang der 1980er Jahre: Nach einem Gefängnisaufenthalt kehrt der britische Archäologe Arthur in eine kleine italienische Stadt zurück. Dort trifft er auf seine alten Freunde, eine Gruppe sogenannter "tombaroli", die nachts nach etruskischen Grabstätten suchen und die kostbaren Fundstücke auf dem Schwarzmarkt verkaufen. Arthur besitzt dabei eine besondere Gabe: Mit einer Wünschelrute scheint er verborgene Gräber geradezu erspüren zu können. Doch während seine Gefährten vom schnellen Geld träumen, verfolgt ihn die Erinnerung an seine verstorbene Geliebte Beniamina. Bei deren Mutter Flora findet Arthur vorübergehend Zuflucht und begegnet der jungen Italia, die beginnt, seine verschlossene Welt aufzubrechen. Als die Grabräuber auf einen außergewöhnlichen Fund stoßen, gerät Arthur in eine Zwickmühle zwischen den Verlockungen der Vergangenheit und der Möglichkeit eines neuen Lebens. "La Chimera" feierte 2023 im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes Premiere. Alice Rohrwacher ließ sich für die Geschichte von den sogenannten "tombaroli" inspirieren - Grabräubern, die in ihrer Heimat Italien in den 1980er und 1990er Jahren immer wieder etruskische Fundstätten plünderten. Mit einem Ensemble, zu dem Josh O'Connor, Isabella Rossellini und Carol Duarte zählen, verbindet sie die reale Vergangenheit mit einer poetischen Erzählung über Erinnerung, Verlust und die Sehnsucht nach etwas, das sich nicht zurückholen lässt.