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TV Programm für ARTE am 09.08.2026

Abenteuer Archäologie 05:10

Abenteuer Archäologie: Die vergessene Geschichte der Suaheli

Archäologie

An der ostafrikanischen Küste lebt eine Bevölkerungsgruppe, die Forscher lange Zeit vor Rätsel stellte: die Suaheli. Sie sprechen eine mit arabischen Einflüssen durchsetzte Sprache und praktizieren seit dem 8. Jahrhundert den Islam - deutlich früher als die Menschen in vielen anderen Regionen Ostafrikas. Noch erstaunlicher ist, dass man in ihrem Siedlungsgebiet auf Ruinen trifft, die in dieser Region einzigartig sind: Überreste von steinernen Städten, die zwischen dem 10. und dem 15. Jahrhundert erbaut wurden. Ihre Geschichte, ebenso wie die Geschichte der Suaheli selbst, ist im Laufe der Zeit weitgehend in Vergessenheit geraten. Viele dieser Stätten sind bereits seit dem späten 18. Jahrhundert bekannt. Doch die Forscher hielten es damals für unmöglich, dass die afrikanischen Ureinwohner diese architektonisch gut geplanten Städte gebaut haben könnten. Geprägt von kolonialistischen Vorstellungen schrieben sie die Bauwerke den Römern oder Phöniziern zu. Für die Archäologie jener Zeit galten die Städte als persisch oder arabisch - eine afrikanische Herkunft wurde ausgeschlossen. Doch wer waren tatsächlich die Erbauer dieser eindrucksvollen Monumente? Ist den Afrikanern keine tragende Rolle zuzuschreiben? Ausgrabungen in Kilwa Kisiwani, der beeindruckenden Suaheli-Stadt in Tansania, geben eine Antwort. Ein Team von Forschenden zeigt: Die Suaheli setzen sich aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen zusammen. Ihre Kultur ist zudem geprägt durch vielfältige Einflüsse von Völkern, die im Lauf der Jahrhunderte an der ostafrikanischen Küste landeten.

Heldinnen der Lüfte 05:40

Heldinnen der Lüfte: Im Airbus über Jordanien

Menschen

Jordanien liegt im Nordwesten der Arabischen Halbinsel. Das kleine Königreich ist nur doppelt so groß wie die Schweiz. Große Teile des Wüstenlandes sind unbewohnt. Die meisten der 10 Millionen Einwohner leben in den Städten, mehr als vier Millionen allein in der Hauptstadt Amman. So auch die begeisterte Pilotin Alia Twal. Seit 2011 fliegt sie große Passagiermaschinen als Erste Offizierin bei der jordanischen Fluggesellschaft Royal Jordanian. Sie ist eine von neun Pilotinnen, die dort arbeiten. Alia leitet auch die arabische Sektion der Ninety-Nines, einer internationalen Pilotinnenvereinigung, die 1929 in den USA gegründet wurde. Das Ziel: Frauen fürs Fliegen zu begeistern und sie zu ermutigen, es zum Beruf zu machen.

Droht der digitale Blackout? 06:05

Droht der digitale Blackout?: KI und Internet am Limit

Dokumentation

Mobil surfen braucht keine Kabel. Papierlose Büros sind umweltfreundlich. Computer-Anbieter gibt es mehr als genug. Drei Aussagen, die sich als Mythos erweisen, sobald man hinter die Kulissen von Internet und KI schaut. Denn in Wahrheit ist die virtuelle Welt erstaunlich real: Rechenzentren werden aus dem Boden gestampft, voller Hardware, die für Kühlung und Datenverarbeitung Unmengen Energie verbrauchen. Riesige Dieselgeneratoren sollen im Notfall den digitalen Blackout verhindern. Wird KI zum größten Klimakiller, das digitale Büro zur Dreckschleuder? Der globale Datenverkehr hängt immer noch zu 95 Prozent von Unterseekabeln ab. Bisher sind diese Lebensadern der Web-Ära vielerorts noch ein leichtes Ziel für Terroristen und staatlich gelenkte Saboteure. Die französische Marine patrouilliert deshalb mit Hightech-Ausrüstung entlang der Kabelrouten, denn an ihnen hängt die Weltwirtschaft. Auch für europäische Sicherheitsbehörden zählt die digitale Infrastruktur zu den Achillesfersen im Zeitalter hybrider Kriegsführung. Sabotageakte an Seekabeln, wie bereits in der Ostsee geschehen, zeigen die Verwundbarkeit unserer Zivilisation. Zu den Szenarien eines Internet-Infarkts zählt auch der Zusammenbruch von Lieferketten im Zusammenhang mit politischen Konflikten oder Krisen. Doch wie soll Europa unabhängig von US-amerikanischen oder asiatischen Quasi-Monopolisten für GPU-Technologie werden? Denn auch wenn "Cloud-Computing" wolkig-leicht klingt, steckt dahinter massive Technik. Die Dokumentation zeigt Herausforderungen einer digitalen Zukunft zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Geopolitik.

Die geheimnisvollen Krater der Arktis 07:00

Die geheimnisvollen Krater der Arktis

Dokumentation

In den letzten zehn Jahren kam es in der Arktis zu mysteriösen Ereignissen: Menschen sahen, wie die Erde "explodierte" und enorme Felsbrocken in die Luft geschleudert wurden. In der Landschaft zeugen klaffende Löcher von den Explosionen. Das größte von ihnen hat einen Durchmesser von fast 25 Metern und ist etwa 50 Meter tief - ein 15-stöckiges Gebäude fände darin Platz. Die Forschung sucht nach Erklärungen für diese seltsamen Geschehnisse ... Beobachtungen eines internationalen Teams von Forschenden mit Sitz in Sibirien zufolge führt das Tauen des Permafrostbodens zu einem bedeutenden Ausstoß von Methan. Dieses potente Treibhausgas verwandelt ganze Landstriche in Zeitbomben. In Alaska haben andere Wissenschaftler einen See entdeckt, auf dessen Oberfläche Methanblasen schwimmen und zerplatzen. Sie entstehen durch das rasante Schmelzen des Seebodens, in dem das Gas normalerweise gebunden ist. Die lokale Bevölkerung sieht, wie sich vor ihren Augen eine Landschaft wandelt, die jahrhundertelang unverändert war. Wie wird sich diese neue Situation auf das Klima auswirken?

42 - Die Antwort auf fast alles 07:55

42 - Die Antwort auf fast alles: Warum vergessen wir?

Infomagazin

Wir kennen es alle: ein Name, der uns nicht einfällt, oder das neue Passwort. Zu vergessen ist nervig und manchmal peinlich. Aber wie entscheidet das Gehirn, was wir vergessen und was nicht? Zwischen unseren Erinnerungen herrscht eine Art Wettbewerb. Stärkere und wiederholte Eindrücke gewinnen über schwächere. Aber sind diese gewichenen Erinnerungen für immer verloren? Seit Jahrzehnten wird die Frage kontrovers diskutiert. Doch seit ein paar Jahren gibt es eine neue Idee: Die Erinnerungen existieren möglicherweise noch. "Wenn wir die Zellen stimulieren, werden die Erinnerungen wieder verfügbar. Die Erinnerung überlebt also den Vergessensprozess, aber sie wird nur unter den richtigen Bedingungen wieder zum Ausdruck gebracht. In gewissem Sinne könnte das bedeuten, dass wir die Adresse der Erinnerung verlieren, aber nicht die Erinnerung selbst," sagt der Neurowissenschaftler Tomás Ryan. Könnten wir also irgendwann sämtliche Erinnerungen wiederfinden? Klingt nach Science-Fiction, könnte aber unter bestimmten Umständen möglich sein. Ob es wünschenswert ist, bleibt eine andere Frage. "Zudem glaubt man, dass das Vergessen essenziell ist für das Finden von kreativen Lösungen", betont die Neurowissenschaftlerin Hannah Monyer. Vielleicht ist das Vergessen also doch kein Fehler des Gehirns, sondern eine wichtige Funktion. Aber wäre es dann vielleicht möglich, gezielt vergessen zu können? Könnten wir nicht zumindest bei den schmerzhaften Erinnerungen nachhelfen? Werden wir diese Erinnerungen in Zukunft mit einer Pille löschen können?

Pracht und Prunk an der Loire: Schloss Chambord 08:20

Pracht und Prunk an der Loire: Schloss Chambord: Schloss Chambord

Dokumentarfilm

Das weltberühmte Loire-Schloss Chambord - Sakralbau und Jagdsitz, mittelalterliche Festung und Renaissancepalast zugleich - birgt auch heute noch viele Geheimnisse. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts von fachkundigen Arbeitern des Loiretals errichtet, stand es architektonisch stark unter italienischem Einfluss. Der Name des Baumeisters blieb jedoch unbekannt, und keine Bauzeichnung des ursprünglichen Projekts wurde je wiedergefunden. Rätselhaft sind auch die Gründe, die 1519 den jungen König Franz I. dazu bewogen, dieses gigantische Bauvorhaben mitten in einem Sumpfgebiet anzugehen. Kurz vor dem 500. Jahrestag seiner Krönung machen es sich Wissenschaftler und Historiker im Rahmen eines interdisziplinären Programms zur Wahrung des Kulturerbes zur Aufgabe, den prunkvollen Bau mit Hilfe neuester Forschungsmethoden zu betrachten. Archäologische Ausgrabungen, 3D-Modelle, geophysikalische Bodenuntersuchungen und die Auswertung handschriftlicher Dokumente damaliger Akteure und Zeitzeugen liefern wichtige Aufschlüsse. Der Dokumentarfilm begleitet die akribische Suche nach dem Original-Bauplan, was auf die Spuren von Leonardo da Vinci, von Florenz nach Romorantin, führt. Ausgehend von der ursprünglichen architektonischen Vision beleuchtet der Film den zeitgeschichtlichen Hintergrund, vor dem das grandiose Loire-Schloss errichtet wurde, und das damit verbundene Schicksal seines Bauherrn Franz I.

Leben an der Elbe 09:55

Leben an der Elbe: Die Schätze der Sächsischen Schweiz

Land und Leute

Kurz nach ihrem Grenzübertritt von Tschechien nach Deutschland erreicht die Elbe eine spektakuläre Landschaft: das Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz, berühmt für seine bizarren Felsformationen, Wälder und Wildbäche. Auf rund 30 Kilometern bietet der Flusslauf hier eine unglaubliche Vielfalt. Wanderführerin Kristin Arnold hat ein besonderes Konzept: Sie wählt für ihre Gäste touristisch weniger frequentierte Ziele aus und lädt unterwegs zu einem Picknick aus regionalen Produkten ein. In einem Seitental versuchen Professor Ulrich Walz und seine Mitarbeiterinnen die Feuersalamander zu schützen, denn die sind mittlerweile vom Aussterben bedroht. Beim Monitoring suchen sie entlang des Bachlaufs nach Larven. Das Elbsandsteingebirge ist weltweit berühmt- aber auch zerbrechlich. Das Gestein wird von Wind und Wasser ausgehöhlt. Deshalb ist Geologin Sabine Kulikov hier regelmäßig unterwegs, um Gefahrenstellen zu überprüfen. Eine Klettertour führt sie auf die Festung Königstein, hoch über der Elbe. Marina Blanke und Jörg Franz segeln leidenschaftlich gern am Oberlauf der Elbe - eine Herausforderung, denn der Fluss führt hier wenig Wasser und ist schmal. Eine Unachtsamkeit, und man läuft auf Grund. Trotz guter Wasserqualität wird hier vom Baden abgeraten, wegen geringer Sicht, Strömungen und Schiffsverkehr. Das weiß auch Andreas Fath und will den Fluss trotzdem durchschwimmen - im Dienst der Umwelt-Forschung.

Leben an der Elbe 10:50

Leben an der Elbe: Von Pirna bis Dessau

Land und Leute

Gut 180 Kilometer fließt die Elbe durch Sachsen. Burgen und Schlösser, prachtvolle Städte, Wiesen- und Auenlandschaften säumen ihren Weg. Von Schloss Pillnitz über das barocke Dresden bis zur sächsischen Weinstraße - die Reise entlang des Stroms bietet eine einzigartige Mischung aus Natur, Kultur und Geschichte. In Pirna thront Schloss Sonnenstein über der Elbe. Hier gibt es eine verborgene Kammer, die den großen Mausohren als Sommerquartier dient, der größten in Deutschland lebenden Fledermausart. Nur Biologe Thomas Frank hat hier Zutritt. Am Elbufer in Dresden liegt Sachsens größte Auffangstation für verletzte Wildvögel. Etwa tausend Patienten behandelt Ronja Fulsche mit ihrem Team jährlich. Für den Geologen Jan-Michael Lange ist die Elbe eine Schatztruhe. Er sucht das Ufer nach Achaten, Amethysten und anderen Halbedelsteinen ab. Die Funde erzählen viel über Vergangenheit und Verlauf des Stroms. Entlang des Elbufers schlängelt sich die sächsische Weinstraße, eines der kleinsten und ältesten Weinanbaugebiete Deutschlands. Auch Meißen liegt am Fluss und ist berühmt für sein Porzellan. Zur Herstellung des "weißen Goldes" benötigt man Kaolin, das ein paar Kilometer weit entfernt abgebaut wird. Bei Torgau liegt seit dem 17. Jahrhundert das staatliche Reitgestüt Graditz. Heute werden vor allem Deutsche Sportpferde gezüchtet. Emma Rämisch macht hier ihre Ausbildung zur Pferdewirtin. Weiter entlang der Elbe in Sachsen-Anhalt liegt ein UNESCO-Welterbe, das Gartenreich Dessau-Wörlitz, bestehend aus Landschaftsparks, Schlössern und Herrenhäusern.

Leben an der Elbe 11:45

Leben an der Elbe: Märchenhaftes Auenland

Land und Leute

Entlang der Mittelelbe befinden sich die letzten naturnahen Flussauen Deutschlands: Überschwemmungsflächen, die vor den Deichen liegen. Hier kann die Elbe sich ausdehnen, wenn sie Hochwasser führt. Rund um Dessau liegen die größten zusammenhängenden Auenwälder. Hier ist eine seltene Tierart heimisch, der Elbebiber. Jörg Schuboth und sein Kollege Torsten Beyer schauen als Biberexperten regelmäßig nach den Tieren. Etwas weiter flussabwärts passieren Wanderfische den Fluss auf dem Weg zu ihren angestammten Laichplätzen, und der Weißstorch nistet am Rande der feuchten Wiesen gefühlt auf jedem zweiten Dach. Jerichows ganzer Stolz ist die 900 Jahre alte spätromanische Basilika mit Kapitelsaal und Dormitorium aber auch die Gartenanlagen, die Manuela Pelloth bewirtschaftet. Viele alte Pflanzen findet man hier, so etwa schwarzen Senf. Bei Havelberg, bringen Jella Schnirch und Peter Müller regelmäßig Nisthilfen für Vögel aus. Trauerseeschwalben, Lachmöwen oder Pirole entdeckt man hier. Bei Schnackenburg war vor 1990 die Zollstation, der letzte Zipfel der Bunderepublik kurz vor der Grenze zur DDR. Hier verbindet eine Fähre die eine mit der anderen Elbseite. Und am "Dreiländereck" treffen drei Bundesländer aufeinander: Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. In Flussnähe sieht man immer wieder viele Schafe, sie befestigen die Deiche, indem sie mit den Hufen den Boden vorsichtig verdichten. Ute Luft schätzt Schafe allerdings nicht nur als Landschaftspfleger. Sie nutzt die Wolle und strickt daraus Pullover, Decken oder Mützen.

Leben an der Elbe 12:40

Leben an der Elbe: Von Hamburg bis zur Nordsee

Land und Leute

Vor den Toren Hamburgs teilt sich der Fluss in Norder- und Süderelbe. Die beiden Elbarme umschließen den größten Teil des Hafengebietes. Zwischen Elbphilharmonie und Containerschiffen hindurch, vorbei an urigen Auwäldern schippert Fischer Olaf Jensen. Er ist auf Aalfang unterwegs und genießt die Perspektive vom Wasser auf die Hansestadt. Unweit der Stadt liegt das Alte Land mit seinen traumhaft blühenden Obstplantagen und schmucken Fachwerkhäusern. Hier sorgt Kerstin Hintz mit alten Apfelsorten für Vielfalt. Bauer Wilhelm Braack züchtet mit seiner Hofnachfolgerin Christine Köhler Galloway-Rinder, die auf der Insel Lühesand dem Naturschutz dienen. Derweil laden auf der charmanten Insel Krautsand traumhafte Strände ein, die Seele baumeln zu lassen. Direkt hinterm Deich hat der Holz-Bildhauer Jonas Kötz mit seiner Familie sein Glück gefunden. Elbaufwärts, am Neufelderkoog in Schleswig-Holstein, untersucht Professor Veit Hennig die Stintpopulation. Von dem kleinen Fisch, der zum Laichen von der Nordsee in die Elbe wandert, hängen ganze Ökosysteme ab. Auch die seltenen Flussseeschwalben ernähren sich von dem Winzling. In den letzten Jahren fast zusammenberochen, erholt sich der Stint-Bestand durch zahlreiche Niederschläge. Am Mündungstrichter päppelt Tanja Rosenberger in der Seehundstation Friedrichskoog Heuler auf, die ihre Mütter verloren haben. Nach einigen Wochen dürfen die kleinen Seehunde zurück in die Nordsee schwimmen, wo die Reise entlang des Elbstroms in der atemberaubenden Weite des Nationalparks Wattenmeer endet.

Susan ... verzweifelt gesucht 13:30

Susan ... verzweifelt gesucht

Thriller

Die junge, spießige und leicht verklemmte Roberta Glass ist mit dem Badewannenverkäufer Gary verheiratet und führt in ihrer Luxusvilla in New Jersey ein langweiliges Hausfrauenleben. Um sich die Zeit zu vertreiben, liest sie Kontaktanzeigen. Dabei entdeckt und verfolgt sie die Korrespondenz von Susan und Jim, die sich in New York verabreden. Roberta beschließt, bei diesem Treffen dabei zu sein, und beobachtet die beiden aus sicherer Distanz. Von der extrovertierten, punkigen Susan fasziniert, folgt Roberta ihr eine Weile und ersteht die Jacke, die Susan in einem Laden gegen ein Paar Stiefel getauscht hat. Dann wird Roberta in einen Unfall verwickelt und verliert vorübergehend ihr Gedächtnis. Aufgrund der Jacke, die sie trägt, wird sie von anderen für Susan gehalten, und da Roberta sich an nichts erinnern kann, geht sie auch selbst davon aus ... Nun taucht sie tief in Susans aufregendes Leben ein und wird in undurchsichtige, bedrohliche Machenschaften verstrickt. Eine Verfolgungsjagd durch die US-Metropole New York und bis nach Atlantic City nimmt ihren Lauf - inklusive Romantik und Flair der 80er Jahre.

Rebel of Pop: Madonna 15:15

Rebel of Pop: Madonna

Künstlerinnenporträt

Madonna, geboren 1958 in Bay City, Michigan (USA), ist eine feministische Pop-Ikone, die das Popstar-Sein als Kunstform begreift, dabei immer wieder Tabus bricht und sich gegen Konventionen auflehnt. Sie ist aber auch eine Unternehmerin, die nicht nur ihre künstlerische Freiheit auslebt, sondern auch die kommerzielle Kontrolle über ihre Arbeit innehat - unabhängig, selbstbestimmt und unangepasst. Madonna ist eine Rebellin des Pop In seinem Porträt zeichnet Filmemacher Oliver Schwabe ("Tokio Hotel - Hinter die Welt", "Die Paten von St. Pauli") anhand von exklusivem Archivmaterial die Karriere der Ausnahmekünstlerin nach und greift auf exklusive Interviews zurück, die die Journalistin Christiane Rebmann in den vergangenen Jahrzehnten mit Madonna hat führen können. Konzertaufnahmen und Videos zeigen die Wandlungsfähigkeit Madonnas, und Interviews zeugen von der Dringlichkeit und der Konsequenz, mit der sie ihre Karriere über Jahrzehnte verfolgt und sie zu einem Vorbild werden lässt. Dabei schont sie sich nie und ist bereit, über Grenzen zu gehen - sei es in ihrem Sex-Book, in ihren expliziten Videos und Liveshows oder in ihren klaren Statements gegen Rassismus oder Homophobie. Sie sieht Provokation als Mittel, um gesellschaftliche Diskussionen anzustoßen. Madonna überschreitet bewusst Grenzen, um Diskurse über Sexualität, Religion oder Geschlechterrollen auszulösen. Dafür liebt sie ihr Publikum, für das die Künstlerin stellvertretend für Freiheit und Gleichheit kämpft. Madonna spricht im Film für sich selbst und lässt so einen besonderen Blick auf eine schwer zu fassende Kunstfigur zu, die immer überrascht, manchmal provoziert, aber sich dabei stets treu bleibt.

Mit dem Zug zu den Victoriafällen 16:05

Mit dem Zug zu den Victoriafällen

Dokumentation

Von Tansanias Hafenstadt Daressalam führt die Reise zum Nyerere-Nationalpark - einem der größten Schutzgebiete Afrikas, Unesco-Weltnaturerbe und Heimat für Löwen, Elefanten und über 400 Vogelarten. Hier lebt und arbeitet Safari-Guide Deogracias Shirima, der seit über 20 Jahren sein Wissen über die Region teilt, sich für ihren Erhalt einsetzt und die örtlichen Parkranger unterstützt. In Sambia kümmern sich Tierpfleger und die Verhaltensbiologin Mary Muyoyeta um verwaiste Elefantenkälber und bereiten sie auf ein Leben in Freiheit vor. Und in Simbabwe schafft Nyarai Kurebgaseka mit Produkten aus dem heimischen Affenbrotbaum neue Perspektiven für lokale Gemeinschaften - im Einklang mit der Natur und mit Blick auf die Zukunft.

Der Minotaurus, das bin ich! Picasso und die Stiere 17:00

Der Minotaurus, das bin ich! Picasso und die Stiere

Künstlerporträt

In Pablo Picassos berühmten Bild "Guernica" richtet ein Stier den Blick direkt auf den Betrachter. Grimmig thront Spaniens Nationalsymbol über dem Grauen, das nach dem Angriff deutscher Bomber in der baskischen Stadt Guernica herrschte. Stiere waren Picassos große Leidenschaft. Er malte und zeichnete sie, modellierte sie zu Skulpturen. Picasso-Kenner sagen: Es ist der Künstler selbst, der zuschaut. Er habe sich selbst in der Rolle des Minotaurus gesehen, dem menschenverschlingenden Stiermenschen aus der griechischen Mythologie, eine Kreatur von enormer Kraft und Grausamkeit, halb Mensch, halb Stier. Seit Picassos Zeiten hat sich der Blick auf den Stierkampf - die Corrida - grundlegend verändert, er wird inzwischen von vielen als abstoßend und veraltet empfunden. Heute stehen ethische Betrachtungen und Aspekte des Tierwohls im Vordergrund. Für den im französischen Exil lebenden Picasso dagegen bedeutete die Corrida auch eine Erinnerung an sein Heimatland Spanien, in das er seit der Machtübernahme des Diktators Franco keinen Fuß mehr setzte. Auf den Rängen der Arenen im südfranzösischen Arles oder Nîmes fand Picasso Trost - und künstlerische Inspiration. Die Dokumentation folgt Picassos Stier-Spuren - von seiner Geburtsstadt Málaga über Paris bis nach Nîmes und Arles - und zeigt, wie das Stiermotiv die verschiedenen Schaffensphasen Picassos auf immer neue Weise prägte.

Emily Pogorelc singt Mozart 17:55

Emily Pogorelc singt Mozart

Konzert

Bei den Salzburger Festspielen sind die Vormittagskonzerte des Mozarteumorchesters mit Mozart-Programmen sehr beliebt. Sie finden regelmäßig im goldenen Großen Saal des Mozarteums statt und präsentieren spannende Persönlichkeiten am Pult und Weltstars der klassischen Musik. Keine Termine sind so schnell ausverkauft, wie für dieses Programm. Die 1996 in Wisconsin geborene US-Sopranistin Emily Pogorelc hat schon oft Mozart-Rollen verkörpert: Allein in der Spielzeit im Jahr 2024 gab sie die Pamina aus der "Zauberflöte" und Ilia aus "Idomeneo" an der Bayerischen Staatsoper und die Servilia in "La Clemenza di Tito" an der Königlichen Oper Kopenhagen und beim Festival d'Aix-en-Provence. Im 2024 gab sie Debüt an der Metropolitan Opera in New York. Der spanische Dirigent Roberto González-Monjas, geboren 1988, ist Chefdirigent des Musikkollegiums Winterthur und des Orquestra Sinfónica de Galicia. Mit diesem Konzert kehrt er fest in die Stadt seines Violinstudiums zurück: Seit Beginn der Saison 2024/2025 ist er ebenfalls Chefdirigent des Mozarteumorchesters. Die Werke von Wolfgang Amadeus Mozart im Überblick: - "Passepied", "Mineur", "Gavotte", "Passacaille" - Ballettmusik zur Oper "Idomeneo" KV 367 - Arie der Ilia "Se il padre perdei" aus "Idomeneo" KV 366 - Rezitativ und Arie der Ilia "Solitudini amiche" - "Zeffiretti lusinghieri" aus "Idomeneo" KV 366 - Schauspielmusik zu "Thamos, König in Ägypten" KV 345 (336a) - Auszüge - Arie "Schon lacht der holde Frühling" KV 580 - Arie "Voi avete un cor fedele" KV 217 - Rezitativ und Arie "Bella mia fiamma" - "Resta, o cara" für Sopran und Orchester KV 528

Zu Tisch 18:40

Zu Tisch: San Sebastián, Spanien

Essen und Trinken

San Sebastián ist nicht nur berühmt für seine schönen Strände und die historische Altstadt, sondern auch für seine vorzügliche Gastronomie und die frischen Produkte aus dem spanischen Hinterland. Die kunstvoll zubereiteten Pintxos stechen dabei besonders hervor. Mari Arocena und Raúl Calvo essen und kochen gerne traditionelle Gerichte wie zum Beispiel überbackene Teufelskrabbe oder Tintenfisch an Sepiasoße. In ihrer Freizeit tauschen sich die beiden über Kochrezepte aus und geben Tipps an Freunde weiter. Jetzt wollen sie sich in einem Pintxo-Wettbewerb messen. Nach einer inspirierenden Tour durch die Pintxo-Bars der Altstadt treffen sich Mari und Raúl mit Freunden auf einem Caserío, einem baskischen Bauernhof, um einen Pintxo ihrer Wahl zuzubereiten. Wer wird als Sieger hervorgehen?

ARTE Journal 19:10

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Die fünf Geschlechter von Sulawesi 19:30

Die fünf Geschlechter von Sulawesi

Dokumentation

In einer ländlichen Region im Südwesten der Insel Sulawesi existiert die uralte indigene Lebensweise der Bugis, in der es nicht zwei, sondern fünf Geschlechter gibt. Männer, Frauen, Transmänner, Transfrauen und die geschlechtsübergreifenden Bissu. Um als Bissu zu gelten, müssen diejenigen, die sowohl Mann als auch Frau in sich zu tragen, eine spirituelle Ausbildung durchlaufen und streng enthaltsam leben. Die Bissu waren einst die rechte Hand des Königs und für die spirituelle Führung der Gemeinde zuständig. Heutzutage sind die meisten Menschen in der Region zum Islam konvertiert, während eine kleine, aber schrumpfende Zahl von Menschen, an der Lebensweise der Bugis festhält. Früher gab es in Südsulawesi viele Bissu in jedem Dorf, heute sind es in Segeri nur noch vier. Sie leben umgeben von einer Gemeinschaft von Transmännern, Transfrauen und anderen, die die indigenen Bräuche noch schätzen. Bissu Eka gehört mit Mitte 40 zu den jüngsten Bissu, ist aber damit konfrontiert das Bissu Leben aufzugeben und sich dem neuen gesellschaftlichen Druck anzupassen. Auch Bissu Nisas Leben ist komplizierter geworden, doch einmal im Jahr ist immer noch alles so wie immer: wenn Mappalili gefeiert wird, die letzte Bugis-Zeremonie, die im Dorf noch regelmäßig stattfindet, und das wichtigste Ereignis des Jahres. Dann werden drei Tage und Nächte spirituelle Rituale durchgeführt, um eine gute Ernte zu haben. "Die fünf Geschlechter von Sulawesi" taucht in das Leben dieses Dorfes ein und konzentriert sich dabei auf die miteinander verwobenen Geschichten von zwei der letzten verbliebenen Bissu.

Studio 54 20:15

Studio 54

Drama

"Studio 54" erzählt die Geschichte des fiktiven 19-jährigen Shane O'Shea, der Ende der 1970er Jahre in den glamourösen New Yorker Club gelangt. Dort "entdeckt" ihn Clubbesitzer Steve Rubell und gibt ihm einen Job. Shane steigt in der Hierarchie der von Drogen, Sex und Exzessen geprägten Szene schnell auf. Ein auf wahren Begebenheiten basierendes Drama von Mark Christopher. Das "Studio 54" schrieb Geschichte: Steve Rubell und Ian Schrager eröffneten 1977 in Manhattan den Club, der bald zum angesagtesten Ort der Stadt wurde. Die Reichen und Schönen New Yorks feierten dort zu Disco-Musik Partys, bei denen reichlich Alkohol und Drogen konsumiert wurden. Und wirklich jeder wollte dabei sein. Auch Shane, ein gut aussehender 19-Jähriger aus der Vorstadt, wollte Teil dieser Szene werden. Als Shane total gestylt Einlass begehrt, wird er vom Türsteher aufgefordert, sein Hemd auszuziehen. Er kommt dem nach und zeigt her, was eine Frau, die er später abschleppt, als den Körper von Michelangelos David mit einem Botticelli-Gesicht beschreibt. Shane bekommt einen Job als Hilfskellner und steigt schnell zum Barkeeper auf. Nachdem er seinen sexuellen Marktwert entdeckt hat, wird er zu einem Star des Clubs. Ebenso kometenhaft wie sein Aufstieg und der des "Studio 54" erfolgt der Fall.

Studio 54 - Hinter den Pforten des legendären Clubs 21:45

Studio 54 - Hinter den Pforten des legendären Clubs

Dokumentarfilm

Der Dokumentarfilm schildert die Gründung, den Aufstieg und den Fall des legendären "Studio 54" in New York. Der Club war nicht nur eine angesagte Partylocation, sondern avancierte in den 1970ern zum Epizentrum von Hedonismus und Disco-Kultur. Die Hochburg des Nachtlebens war ein gesellschaftlicher und kultureller Treffpunkt, der den Zeitgeist einer ganzen Generation verkörperte. Porträtiert werden unter anderem Ian Schrager und Steve Rubell, die den Club in einer Zeit gründeten, die von Wirtschaftskrise und gesellschaftlichem Umbruch geprägt war. Sie schufen einen völlig neuartigen Ort, an dem Promis, Normalos und Außenseiter zusammenkamen. Originell und anspruchsvoll zugleich - so der Ansatz des Gründerduos. Emanzipation, sexuelle Revolution und Freiheitsstreben - nach den gesellschaftlichen Umbrüchen der 1960er Jahre war die Gründung des "Studio 54" der letzte Höhepunkt einer Epoche, die mit der AIDS-Krise in den frühen 1980ern ein jähes Ende fand. Fernab aller Klischees rund um Promis, Sex und Drogen zeigt der Dokumentarfilm die Menschen hinter dem Mythos sowie auf die Gründe für den großen Erfolg und die unrühmliche Schließung des Clubs. Anhand von Archivmaterial und Interviews blickt Regisseur Matt Tyrnauer zurück auf eine Zeit, in der noch alles möglich schien.

I Feel Love - Giorgio Moroder & Donna Summer 23:20

I Feel Love - Giorgio Moroder & Donna Summer

Dokumentation

München, Anfang der 1970er Jahre: Der italienische Komponist Giorgio Moroder und die amerikanische Backgroundsängerin LaDonna Adrian Gaines, besser bekannt als Donna Summer, treffen zum ersten Mal aufeinander. Ihre anmutige Stimme, die mit berückender Kühle endlos Liebesworte wiederholt, gepaart mit seinem kraftvollen futuristischen, aus hypnotischen Elektroimpulsen schöpfenden Sound - eine Zusammenarbeit war geboren, die unter Mitwirkung des britischen Produzenten Pete Bellotte Hits wie "Love to Love You Baby" (1975) oder "I Feel Love" (1977) hervorbringen sollte. Ihre innovative, tanzbare und stimmungsvolle Musik markiert die Blütezeit des Munich Sound, der zugleich den Höhepunkt der Disco-Ära darstellt und als Vorläufer der heutigen Popmusik gilt. Die Begegnung zwischen Giorgio Moroder und Donna Summer schrieb nicht nur Musikgeschichte, sie veränderte auch das Leben beider Künstler: In den 1980er und 1990er Jahren avancierte Giorgio Moroder zu einem der großen Komponisten von Filmmusik und zum "Paten" der europäischen Elektro-Musik, und Donna Summer wurde zur Disco-Königin ...