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TV Programm für ARTE am 17.10.2026

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Denkmäler der Ewigkeit 21:45

Denkmäler der Ewigkeit: Hagia Sophia

Dokumentation

Die 537 eingeweihte Basilika Hagia Sophia in Istanbul ist ein architektonisches Meisterwerk mit wechselvoller Geschichte. Eintausend Jahre lang war sie die größte Kirche der Welt und das religiöse und symbolische Zentrum des ersten großen christlichen Reiches: Byzanz. Bis zur Eroberung Konstantinopels war die Hagia Sophia das größte Gotteshaus der Christenheit. Nach der Eroberung Konstantinopels 1453 wandelten sie die Osmanen in eine Moschee um und fügten als äußeres Kennzeichen vier Minarette hinzu. Mit der Umwandlung der Moschee in ein Museum krönte Mustafa Kemal Atatürk 1934 schließlich seine laizistische Revolution. Als bei den damaligen Renovierungsarbeiten unter osmanischen Verzierungen sehr wertvolle Mosaike aus der byzantinischen Zeit freigelegt wurden, keimte das Interesse für die byzantinische Kunstgeschichte wieder auf. Es kommt einem Wunder gleich, dass die gigantische, etwas mehr als 50 Meter hohe Kuppel der Hagia Sophia bis heute auf ihren Pfeilern thront und ihre Kunstschätze die Jahrhunderte überdauerten, denn Istanbul wurde auf einer sehr aktiven seismischen Verwerfung errichtet. Experten rechnen mit einem großen Beben. Daher erforscht ein internationales Team, bestehend aus Architekten, Seismologen und Ingenieuren, die Erdbebensicherheit des Gebäudes. Sie hoffen, dabei auch versteckte Schwachstellen zu finden, um den Bau entsprechend zu stabilisieren und ihn für zukünftige Generationen zu erhalten. Die Hagia Sophia zeugt von einer faszinierenden Geschichte. Und möglicherweise hat der byzantinische Monumentalbau noch längst nicht alle Kunstschätze freigegeben, die noch in ihm ruhen.

Danach

Peteris Vasks zum 80. Geburtstag 23:15

Peteris Vasks zum 80. Geburtstag: Musik für Chor und Orchester

Konzert

Am 16. April 2026 feierte Peteris Vasks seinen 80. Geburtstag. Lettland feiert einen seiner Nationalkomponisten mit einem großen Festkonzert. Es erklingen Orchester- und Chorwerke, die von seiner Vision von künstlerischer und politisch-religiöser Freiheit zeugen. Er äußerte einmal: "Musik ist im Baltikum kein intellektuelles Spiel, sondern eine große geistige Konzentration. Ich denke, dass unsere Zivilisation in eine falsche Richtung geht. Es gibt viel zu viel Materialismus, zu wenig Geist. Das Wichtigste ist doch unsere Seele, unser Körper und Geist, das alles zusammen." Die metaphysische Natur seines Werks führt oft zu Vergleichen mit Johann Sebastian Bach. Seine Musik wird als stille Kontemplation beschrieben, ähnlich wie religiöse Kunst, die über "globale und zeitlose Probleme" wie den Kampf zwischen Licht und Dunkelheit reflektiert. Zu seinem 80. Geburtstag gestalten die Sinfonietta Riga und der Grammy-prämierte Lettische Rundfunkchor unter der Leitung seines langjährigen Chefdirigenten Sigvards Klava eine Hommage an Peteris Vasks, die direkt am Geburtstag des Komponisten in der St. Johanniskirche seines Geburtsorts Aizpute stattfand. "Sava tauta" für Chor "The Fruit of Silence" für Chor und Orchester "Cosa devo fare" für Chor "Agnus Dei" für Chor und Orchester "Musica serena" für Orchester "Da pacem Domine" für Chor und Orchester "Actus caritatis" für Chor "Mein Herr und mein Gott" für Chor und Orchester "Berliner Messe" für Chor und Orchester "Festina lente" für Streichorchester Lettischer Rundfunkchor Sinfonietta Riga Sigvards Klava, Dirigent