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TV Programm für ARTE am 14.10.2026

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Der beste Film aller Zeiten 20:15

Der beste Film aller Zeiten

Satire

Es ist der 80. Geburtstag von Humberto Suárez, dem milliardenschweren Präsidenten eines Pharmaunternehmens. In diesem Alter fragt er sich, welches Vermächtnis er hinterlassen und ob man sich überhaupt an ihn erinnern wird. Um dieses winzige Stückchen Unsterblichkeit zu erlangen, fallen ihm zwei Möglichkeiten ein: eine Brücke bauen oder einen großartigen Film drehen. Er entscheidet sich für Letzteres und startet eine prestigeträchtige Produktion: Er kauft die Rechte am Bestseller eines Nobelpreisträgers, engagiert die geniale und exzentrische Regisseurin Lola Cuevas und zwei erstklassige Schauspieler von großem Ansehen und legendärer Eitelkeit: den frivolen Félix Rivero mit Hollywood-Allüren und Iván Torres, einen pedantischen, eingebildeten Theaterdarsteller. Die Proben werden zum Schauplatz, auf dem ihre Egos die Klingen kreuzen. "Der beste Film aller Zeiten" (Originaltitel: Competencia oficial) ist eine bissige Satire über die Filmbranche. Bemerkenswert sind vor allem das hochkarätige Schauspieltrio - Penélope Cruz, Antonio Banderas und Oscar Martínez - und der bissige Witz über Egoismen. Bereits seit rund 30 Jahren arbeiten Mariano Cohn und Gastón Duprat ("Der Nobelpreisträger", 2016), die hier gemeinsam Regie führten und mit Gastón Duprats Bruder Andrés das Drehbuch schrieben, als bekanntes argentinisches Regie-, Autoren- und Produzentenduo zusammen.

Danach

Prüdes Hollywood - Laster, Lust und Leidenschaft im Film 22:05

Prüdes Hollywood - Laster, Lust und Leidenschaft im Film

Dokumentation

In "Prüdes Hollywood" berichten Filmschaffende sowie Expertinnen und Experten, warum das aktuelle Blockbuster-Kino der Sexszene den Rücken gekehrt hat. Ist Hollywood prüde geworden? Oder rentiert sie sich für die großen Studios einfach nicht mehr? Haben Debatten wie #MeToo eine neue Sensibilität mit sich gebracht? Wie ist es in dieser Stimmung noch möglich, Sexszenen zu drehen? Das kann eine sogenannte Intimitätskoordinatorin beantworten, die in der Dokumentation bei ihrer Arbeit begleitet wird. Filmsex darf im Blockbuster-Kino nicht mehr stattfinden - und wandert in den Arthouse-Film und in die Streaming-Serie ab. "Prüdes Hollywood" zeigt, welche Beziehungsformen, welche Gender- und Körperbilder die Zuschauerinnen und Zuschauer hier sehen. Die Dokumentation beantwortet auch die Frage, was das Fehlen der Sexszene im Mainstream über unsere Gesellschaft aussagt: Sind wir übersättigt von der permanenten Verfügbarkeit pornografischer Darstellungen? Lassen wir uns Erotik lieber in die Intimität der eigenen vier Wände streamen? Spiegelt das Kino einfach nur wider, was sich in unseren Betten abspielt - oder nicht abspielt? Joe Eszterhas, der Drehbuchautor des Erotikthrillers "Basic Instinct" (1992) erzählt, warum der heiße Mix aus Sex und Krimi in den 1990er Jahren so populär war. Arthouse-Urgestein Catherine Breillat wirft in ihren Filmen moralische Vorstellungen von Sexualität über Bord und produziert einen Skandal nach dem anderen. Und Ita O'Brien, eine Hollywood-erfahre Intimitätskoordinatorin, erklärt, wie durch ihre Arbeit mutigere und authentischere Sexszenen möglich werden.

Misericordia 23:00

Misericordia

Tragikomödie

Jérémie kehrt in das Dorf Saint-Martial zurück, um an der Beerdigung seines ehemaligen Arbeitgebers, eines Bäckers, teilzunehmen. Dessen Witwe Martine bietet ihm an, einige Tage bei ihr zu wohnen. Während sie seine Gesellschaft genießt, reagiert ihr Sohn Vincent gereizt auf den unerwarteten Gast. Zwischen den beiden Männern wachsen Eifersucht und Misstrauen, bis Jérémie Vincent schließlich tötet. Schnell versucht er, die Folgen seiner Tat zu verbergen. Doch im Dorf bleibt nichts unbemerkt. Ausgerechnet der örtliche Priester wird zu seinem Verbündeten und macht deutlich, dass seine Fürsorge von einem persönlichen Begehren begleitet ist. Auch Jérémies Verhältnis zu den anderen Männern im Dorf ist von Anziehung, Konkurrenz und unausgesprochenen Sehnsüchten geprägt. Alain Guiraudie verbindet in "Misericordia" Kriminalfilm, Komödie und psychologisches Drama zu einer Geschichte über Schuld und Verlangen. Statt nach dem Täter zu fragen, interessiert ihn, warum Menschen bereit sind, moralische Grenzen für jemanden zu verschieben, den sie begehren oder lieben. "Misericordia" feierte 2024 bei den Filmfestspielen von Cannes in der Sektion "Cannes Première" seine Weltpremiere. Regisseur Alain Guiraudie bezeichnete seinen Film sinngemäß als einen "erotischen Thriller ohne Sex": Begehren ist allgegenwärtig, wird jedoch fast nie erfüllt. Mit Félix Kysyl, Catherine Frot und Jacques Develay entwickelt er daraus eine düstere und abstoßende, zugleich aber humorvolle Geschichte, in der sexuelle Anziehung und moralische Verantwortung unauflöslich miteinander verbunden sind.