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TV Programm für ARTE am 02.06.2026

Die Zwergseeschwalben vom Andong-See 05:10

Die Zwergseeschwalben vom Andong-See

Tiere

Die Zwergseeschwalbe gehört zu den kleinsten Seeschwalbenarten. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Europa bis Nordasien, von Indien über Indonesien und die Philippinen bis nach Neuguinea und Australien. In Europa ist sie selten und steht unter Artenschutz. Ursprünglich war die Zwergseeschwalbe ein Küstenbewohner, doch Tourismus und andere menschliche Aktivitäten sowie Nesträuber wie Ratten und Möwen verdrängen sie zunehmend aus ihrem angestammten Lebensraum. Vor zehn Jahren entdeckten Wissenschaftler, dass sich die Art in Südkorea am Ufer des Süßwassersees Andong angesiedelt hat. Seit 2019 wurden dort 60 brütende Zwergseeschwalbenpaare gezählt. Wie und warum haben die Vögel, die sich normalerweise von kleinen Meeresfischen ernähren, diesen neuen Lebensraum erobert? Die Zwergseeschwalben bauen ihre Nester auf zwei kleinen Sandinseln inmitten des Sees, der ausreichend Nahrung und Schutz vor vielen Fressfeinden bietet. Doch auch wenn Landräuber den Vögeln hier nichts anhaben können, droht Gefahr von Uhu, Habicht, Reiher und Fischotter. Noch fataler: Durch den Klimawandel kommt es in der Regenzeit immer häufiger zu Überschwemmungen. Gerät das Nest unter Wasser, gehen die noch nicht flüggen Jungen verloren. Die über zwei Jahre entstandene Dokumentation wurde auf zahlreichen Filmfestivals ausgezeichnet.

GEO Reportage 05:55

GEO Reportage: Koh Panyee, Thailands fußballverrückte Insel

Reportage

Die Insel Koh Panyee liegt inmitten einer endlosen, glitzernden Wasserfläche. Gleißende Sonne, im Wechsel mit plötzlichen, heftigen Gewittern, kündigt schon den Wechsel der Jahreszeiten an. Die typischen Longtailboote der Fischer kreuzen bereits zum Sonnenaufgang durch die Bucht, sie sind das Hauptverkehrsmittel zwischen den Inseln. Koh Panyee war einst ein Magnet für Fußball-Begeisterte aus ganz Thailand. Inzwischen verfällt der schwimmende Fußballplatz immer mehr. Die ehemaligen Erfolgs-Spieler sind nicht mehr aktiv, der Ruhm des Fußballvereins "Koh Panyee FC" ist längst verblasst. Aber dieses Jahr soll ein Wendepunkt sein, ein Neuanfang. Endlich wird wieder ein prestigeträchtiges Turnier stattfinden, noch vor Beginn der Regenzeit und dem muslimischen Fastenmonat Ramadan. Dafür muss der Platz wiederhergerichtet werden. Das bedeutet viel Arbeit und immense Kosten, aber viele Bewohner wollen das Projekt mit ihren Spenden auf jeden Fall möglich machen. Das Team der Gastgeber jedenfalls ist auch sportlich hochmotiviert, zur Steigerung der Fitness gibt es sogar Trainingseinheiten auf einer nahegelegenen Sandbank - zusammen mit ihren enthusiastischen Fans werden sie nichts unversucht lassen, um beim ersten Heimturnier seit Jahren als Sieger vom Platz zu gehen...

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Südkorea: Fried Chicken

Essen und Trinken

(1): Fried Chicken, ein Star der südkoreanischen Popkultur (2): Kulinarische Mitbringsel (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Suzanne Dracius' Martinique / Louisiana / Wien

Magazin

(1): Martinique: Suzanne Dracius, die Stimme der Frauen (2): Louisiana: Zydeco, der kreolische Swing (3): Bretagne: Quentins Fischeintopf (4): Wien: Vom Siegeszug der Schneekugel

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Barbara Hepworths Cornwall / China / Ghana

Magazin

(1): Das plastische Cornwall der Bildhauerin Barbara Hepworth (2): Bambus, das jahrtausendealte Fundament Chinas (3): Hawaii: Waolis panierter Fisch (4): Ghana: Ein Stoff vom anderen Ende der Welt

Die Leopardin 08:55

Die Leopardin

Dokumentation

Sie sind vorsichtig, extrem scheu und von beeindruckender Eleganz: Leoparden bekommt man in der freien Wildbahn meist nur für wenige Sekunden zu Gesicht. Ausgiebiger lassen sie sich höchstens beobachten, wenn sie schlafend auf einem Baum rasten und sich von der nächtlichen Jagd erholen. In der nördlichen Serengeti gelangen erstaunliche Einblicke in das Sozialleben und die Jagdtaktiken dieser Lauerjäger. Eine Leopardin hat begonnen, am helllichten Tag zu jagen. Ihre Heimat entlang des Bachbetts des Olare Orok bietet alles, was eine Mutter braucht, um sich und ihren Nachwuchs zu versorgen: pittoreske Felsen und dichte Vegetation, eine Landschaft, in der die Raubkatze in Sekunden verschwinden kann, um sich an potenzielle Beute heranzuschleichen. Am Bach sind das vor allem Warzenschweine. Wenn die Leopardin ein Ferkel gepackt hat, muss sie sich schnellstmöglich auf einen Baum retten, um den Angriffen der wütenden Warzenschweinmütter zu entkommen, die mit ihren scharfen Hauern gefährlich werden können. Daneben versucht das Weibchen auch, Thomson-Gazellen und Impalas am Buschrand zu fangen - beides keine leichte Aufgabe, vor allem mit einem halbwüchsigen Sohn im Schlepptau. Konkurrenten wie Hyänen und Löwen machen ihr zusätzlich das Leben schwer. Wenn das Weibchen nach eineinhalb Jahren wieder paarungsbereit ist, bedeutet das für ihren Sohn, dass seine Zeit an der Seite der Mutter endet. Der Halbwüchsige wird dann auf sich allein gestellt sein - und muss sich in der Savanne Afrikas behaupten.

Wildkatzen und Wildhunde 10:25

Wildkatzen und Wildhunde: Afrikas Wildkatzen: Anmutig, aber bedroht

Tiere

Das abgesperrte Gebiet um ein Heizkraftwerk? Perfekt für Servale! Augen auf die Kruppe einer Kuh malen, um Löwen abzuschrecken? Eine Initiative afrikanischer Bauern, die das Leben der Raubkatzen retten kann! Als Touristenführer arbeiten? Viele Einheimische erkennen, dass lebende Geparden mehr Geld einbringen als die Felle erlegter Tiere. Angesichts bedrohlich schwindender Populationen von Löwen, Geparden, Karakalen und Servalen setzen Tierschutzinitiativen auf raffinierte Methoden. "Wildkatzen und Wildhunde - Afrikas Wildkatzen: Anmutig, aber bedroht" wurde über einen Zeitraum von zwei Jahren gedreht, verzaubert mit faszinierenden Tieraufnahmen und macht Hoffnung. Gleichzeitig werden die natürlichen Einschränkungen der Lebensräume besonders bedrohter Arten von Raubkatzen sachlich beschrieben, um die Maßnahmen zu ihrer Rettung verständlich zu machen.

Re: 11:25

Re:

Reportage

Was Europa bewegt

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Mexiko: Tetelas

Essen und Trinken

(1): Tetelas, Mexikos herzhafter Snack (2): Nostalgiegeschmack: Sofia, eine Mexikanerin in Paris (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Jangarh Singh Shyams Indien / Provence / Washington

Magazin

(1): Indien: Jangarh Singh Shyam, Maler des Dschungels (2): Provence: Die Geschichte der "blauen Bahn" (3): Zypern: Pambos' wilder Spargel mit Ei (4): Washington: Essen kann tödlich sein

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: William Finnegans Madeira / Paris / USA

Magazin

(1): Madeira: William Finnegans literarische Heimat (2): Frankreich: Das verruchte Paris der Cabarets (3): Kolumbien: Die Bananensuppe von Jazmin und Dana (4): USA: Die Pionierin der Sportswear

Leid und Herrlichkeit 14:00

Leid und Herrlichkeit

Drama

Die Geschichte des gealterten Filmregisseurs Salvador Mallo durch die verschiedenen Etappen seines Lebens, von seiner Kindheit in einem kleinen Dorf in den 1960er Jahren bis zu einer Existenzkrise in der Gegenwart. - In seinem 2019 erschienenen Film vermischt Filmemacher Pedro Almodóvar Autobiografisches und Fiktion. Der spanische Regisseur Salvador Mallo hat seine besten Tage hinter sich. Er ist fast 60 Jahre alt, wird von verschiedenen Schmerzen geplagt, zeigt sich nicht gern in der Öffentlichkeit und hat noch mit dem Tod seiner Mutter zu kämpfen. Während Salvador in den 1980er Jahren als unkonventioneller Filmkünstler große Erfolge feierte, steckt er mittlerweile in einer schweren Existenzkrise. Als Salvador zur Vorführung der digital restaurierten Fassung seines Erfolgsfilms "Sabor" eingeladen wird, muss er sich seiner Vergangenheit stellen und versucht, die Fragmente seines Lebens wieder zusammenzusetzen: Salvador versöhnt sich mit Alberto Crespo, dem Hauptdarsteller von "Sabor", mit dem er sich vor mehr als 30 Jahren bei den Dreharbeiten zerstritten hatte. Er begegnet seinem früheren Liebhaber Federico, der damals drogenabhängig war und nun ein heterosexuelles Familienleben führt. Und er erinnert sich an die Zeiten zurück, in denen er sich um seine erkrankte Mutter kümmerte. Ohne großen Pomp und mit leiser Melancholie wird Salvadors Leben in drei Phasen gezeigt - die idyllischen Erinnerungen an seine Kindheit in einem kleinen Dorf, die hoffnungsvollen Zeiten nach dem Ende der Diktatur sowie die Gegenwart und der Beginn seiner Lebenskrise. Der autobiografisch geprägte Film konzentriert sich auf die alltäglichen Tragödien: den unaufhaltbaren Lauf der Zeit, das Älterwerden und den Tod. Unterstützt durch die poetischen Bilder des Kameramanns José Luis Alcaine, gibt sich Banderas als Salvador Mallo zart und verletzlich wie selten zuvor.

High Heels - Die Waffen einer Frau 15:50

High Heels - Die Waffen einer Frau

Komödie

Eine international gefeierte Sängerin begegnet nach 15 Jahren im Ausland ihrer Tochter wieder, die sie ihrer Karriere zuliebe beim Vater gelassen hatte. Rebeca hat in der Zwischenzeit einen ehemaligen Geliebten der Mutter geheiratet. Sein gewaltsamer Tod führt zur Eskalation des von Schuldgefühlen und Hassliebe geprägten Mutter-Tochter-Verhältnisses. Becky del Páramo verlässt ihre zwölfjährige Tochter, um sich ganz ihrer Karriere als Sängerin zu widmen. Rebeca wächst beim Vater auf, besessen von der abwesenden Mutter, die sie vergöttert. 15 Jahre später kehrt Becky nach Madrid zurück, um Konzerte zu geben und ihr Leben zu ordnen, vor allem die Beziehung zu ihrer Tochter. Rebeca, die in allem versucht, ihre Mutter zu imitieren, meist mit wenig Erfolg, hat Beckys früheren Geliebten geheiratet, Manuel, und arbeitet als Nachrichtensprecherin. Manuel hat nie Rebecas Vertrauen gewinnen können. Das schenkt sie dem Transvestiten "Femme Letal", dessen perfekte Imitation von Becky del Páramo für Rebeca eine Art Mutterersatz ist. Jetzt will sich Manuel von Rebeca scheiden lassen und wieder ihre Mutter zur Geliebten nehmen. Aber Becky weist ihn zurück. In einer der folgenden Nächte wird Manuel ermordet. Am Abend hatten ihn drei Frauen besucht: seine Geliebte Isabel, die eine Kollegin von Rebeca ist, Becky, die ihn mit Isabel ertappte und nach heftigem Streit das Haus verließ, und schließlich Rebeca, die seine Leiche fand. Die Nachforschungen des Untersuchungsrichters Domínguez konzentrieren sich auf Mutter und Tochter. Von ihm erfährt Rebeca, dass ihre Mutter und Manuel ihre Beziehung wieder aufgenommen hatten. Eine tiefe Kluft tut sich zwischen den beiden Frauen auf. Als Rebeca am Tag von Manuels Beerdigung die Nachrichten verliest, macht sie vor laufender Kamera ein Geständnis. Richter Domínguez glaubt zwar, dass sie jemanden decken will, dennoch muss Rebeca in Untersuchungshaft. Dort bringt sie der Richter mit ihrer Mutter zusammen. Das Geheimnis um Manuels Tod wird sie für immer verbinden ...

Afrika von oben 17:50

Afrika von oben: Ghana

Landschaftsbild

Ghana: Mit den Bedingungen der Trockenheit lebt das Volk der Grusi. Die Früchte des Affenbrotbaums gelten als afrikanisches Superfood und helfen den Menschen, gesund durch das Jahr zu kommen. Der Mole-Nationalpark ist Heimat der Schwarz-weißen Stummelaffen. Auch eine große Population von Elefanten lebt hier. Ranger achten zu ihrem Schutz darauf, dass die Tiere nicht zu nah an die Siedlungen der Menschen geraten. Am südlichen Ende des Parks liegt das Dorf Larabanga mit seiner Moschee. Die schneeweiße Festung aus Schlammziegeln soll mehr als 600 Jahre alt sein und gilt als religiöses Heiligtum. Weiter im Süden fließt der Volta in den Volta-See, einen der größten Stauseen der Welt. Den Schiffen auf dem See droht eine ungewöhnliche Gefahr: versunkene Bäume. Mächtige Mahagoni- und Teakbäume wurden überflutet. Ihre Kronen ragen aus dem Wasser. Ein einheimischer Unternehmer hat den Wert des Unterwasserwalds entdeckt. Er will das extrem harte Holz bergen, dessen Zustand oftmals besser ist als zu Lebzeiten des Baums. Westlich des Sees prägt ein Streifen Regenwald die Ashanti-Region. Ghana ist nicht nur reich an Mineralien wie Gold. Das feucht-tropische Klima ist auch ideal für den Kakao-Anbau.

Afrika von oben 18:30

Afrika von oben: Uganda

Landschaftsbild

Im Bwindi-Nationalpark in Uganda haben die seltenen Berggorillas ihre Heimat. Max-Planck-Forscher Julius Mutale studiert ihr Verhalten, um sie besser schützen zu können. Jenseits der üppigen Wälder liegen die vielleicht steilsten Ackerflächen der Erde. Mineralreiche Vulkanasche hat den Boden fruchtbar gemacht. Trotz der Gefahr eines Vulkanausbruchs möchte Farmer Michael an keinem anderen Ort arbeiten. Im Queen-Elizabeth-Nationalpark lebt eines von nur wenigen bekannten Löwenrudeln weltweit, die auf Bäume klettern. Das Wasser, das die Seen im Nationalpark speist, hat seinen Ursprung im Ruwenzori-Gebirge. Von den regenreichen hohen Gipfeln stürzt das Wasser die Hänge hinab und nährt die mächtigen Flüsse. Perfekt angepasst an das äquatoriale Klima sind die Watussirinder. Einer der letzten Hirten der traditionellen Nutztierrasse ist Eric. Er schwört auf die Widerstandskraft seiner Tiere. Unweit der Hauptstadt Kampala liegt der Zika-Wald mit düsterem Ruf: Er beheimatet eine Vielzahl von virentragenden Mücken. Virologe Julian Lutwama erforscht die Erreger und identifiziert noch unbekannte Viren. Östlich verläuft die Küste des Victoriasees bis hin zur kenianischen Grenze. Unterbrochen vom größten Strom Afrikas: Das ist der Ursprung des Nils. In seinem Kajak stürzt Geoffrey Cabiliar die Stromschnellen hinunter. Der Weiße Nil gehört zu den extremen Wildwasser-Spots der Welt.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Re: 19:40

Re:

Reportage

Was Europa bewegt

Europa: Aufrüsten für den Frieden? 20:15

Europa: Aufrüsten für den Frieden?

Dokumentation

Jahrzehntelang lebte Europa in einer Illusion der Sicherheit: getragen von einem Modell der liberalen Demokratie, das auf Recht, Handel und Zusammenarbeit beruht. Der alte Kontinent profitierte vom Schutz der Vereinigten Staaten dank der Nato, einem nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen Bündnis zur Eindämmung der sowjetischen Bedrohung. An diesen Hüter der kollektiven Sicherheit delegierten die Europäer ihre Verteidigung. Die Glaubwürdigkeit der Nato beruhte auf dem Solidaritätsprinzip, das nur ein einziges Mal - nämlich nach den Anschlägen vom 11. September 2001 - zum Tragen kam. Der Zerfall der Sowjetunion im Jahr 1991 bestärkte das Gefühl der Sicherheit. Im Glauben, ein Zeitalter dauerhaften Friedens sei angebrochen, fuhr Europa seine Rüstungsinvestitionen zugunsten sozialer Ausgaben herunter und entfernte sich nach und nach von der Idee einer strategischen Selbstbestimmung. Doch heute wankt dieses Modell: Die Bedrohungen sind zurück und das Atlantische Bündnis erscheint längst nicht mehr so unantastbar wie einst. Europa wird sich jäh seiner Verletzlichkeit in einem instabilen Umfeld bewusst. Der Dokumentarfilm ordnet die aktuellen Bedrohungen, die strategische Verblendung der letzten Jahrzehnte und die Gründe für die europäische Abhängigkeit von den USA ein. Außerdem beleuchtet er, welche Mittel erforderlich wären, damit Europa seine Souveränität und Verteidigungsfähigkeit zurückerlangt.

Atommacht Europa? Auf der Suche nach neuer Sicherheit 21:35

Atommacht Europa? Auf der Suche nach neuer Sicherheit

Dokumentation

Vor über 70 Jahren, mit der Gründung der Nato, versprachen die USA, Europa auch nuklear gegen einen sowjetischen Angriff zu verteidigen. Lange hat die atomare Abschreckung funktioniert - bis Russland die Ukraine angriff und mit dem Einsatz von Atomwaffen drohte. Mit Donald Trumps Wiederwahl haben sich die transatlantischen Beziehungen deutlich verschlechtert. Wie verlässlich ist der amerikanische Schutzschirm noch? Und welche Optionen hat Europa, sich selbst zu schützen? Große Hoffnungen ruhen auf Frankreich. Es ist das einzige Land in Europa mit einem Atomwaffenarsenal, das komplett unabhängig von den USA ist. Das Vereinigte Königreich, die zweite Atommacht in Europa, hat zwar eigene atomare Sprengköpfe und U-Boote, aber die Trägerraketen stammen aus den USA. Im Sommer 2025 unterzeichnen der französische Staatspräsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer einen Vertrag, der die nuklearen Beziehungen der beiden Staaten vertieft, mit dem Ziel größerer nuklearer Unabhängigkeit Europas. Doch Experten zweifeln, ob eine Abschreckung ohne das große Arsenal der USA im Hintergrund funktioniert. Im März 2026 verkündet Macron eine neue französische Nukleardoktrin: Ab sofort soll es eine enge strategische Zusammenarbeit mit verschiedenen europäischen Nachbarn geben, auch nuklear. Denn längst wird in Ländern wie Deutschland und Polen über eigene nationale Atombomben-Programme diskutiert. In Polen sind 40 Prozent der Bevölkerung inzwischen dafür. Auch das Thema einer gemeinsamen "europäischen Bombe" ist auf dem Tisch. Kann das funktionieren - und vor allem: Wie sinnvoll ist das? Die Zweifel der Experten sind groß.

1979 - Aufstieg des Islamismus 22:30

1979 - Aufstieg des Islamismus: Der Mullah-Schock

Dokumentation

Die Ereignisse des Jahres 1979 haben die Geopolitik im Nahen Osten völlig verändert. Die Versuche, die Region zu modernisieren und zu säkularisieren, stießen auf den Widerstand vieler Bürger, die Schwierigkeiten hatten, die raschen gesellschaftlichen Veränderungen mit ihren traditionellen Werten in Einklang zu bringen. Der erste Teil mit dem Titel "Der Mullah-Schock" zeigt, wie das Jahr 1979 in Nahost mit einem Paukenschlag begann, als der Schah aus dem Iran floh und Ajatollah Chomeini in das Land zurückkehrte. Chomeinis Vision ging über den Iran hinaus und inspirierte islamistische Bewegungen und Unruhen im gesamten Nahen Osten. In Ägypten führte der Friedensvertrag von Präsident Anwar el Sadat mit Israel zu einer Entfremdung zwischen Islamisten und arabischen Nationalisten und bereitete den Boden für extremistische Gruppen wie den Ägyptischen Islamischen Dschihad. Und auch Saudi-Arabien geriet durch den Aufstieg der Islamisten zunehmend in eine politische Krise. Sunnitische und schiitische Extremisten planten den Umsturz. In Afghanistan versuchte zeitgleich die unbeliebte kommunistische Führung verzweifelt, den Kampf gegen die brutalen Islamisten noch zu gewinnen. Minutiös werden die Geschehnisse von Januar bis Juni 1979 im Nahen Osten anhand von seltenem Archivmaterial und Augenzeugenberichten nachgezeichnet. Die Folgen dessen, was in jenem Jahr passierte, hallen bis heute in der ganzen Welt nach.

1979 - Aufstieg des Islamismus 23:20

1979 - Aufstieg des Islamismus: Im Bann des Islamismus

Dokumentation

Der zweite Teil der Dokumentation befasst sich mit der Zuspitzung der politischen Krisen im Nahen Osten in der zweiten Hälfte des Schicksalsjahres 1979. Im Iran wurden die linken Revolutionäre, die sich anfänglich mit Ajatollah Chomeini verbündet glaubten, zunehmend marginalisiert. Zu spät erkannten sie, dass Chomeini einen autoritären Gottesstaat errichten wollte, der mit ihren eigenen Vorstellungen eines freien Iran nicht zu vereinbaren war. Selbstbewusst agitierten Chomeinis Anhänger auch in den Nachbarländern, denn die Vision des Ajatollahs reichte über den Iran hinaus und inspirierte islamistische Bewegungen und Unruhen im gesamten Nahen Osten. Die Geiselnahme in der US-Botschaft in Teheran schockierte die Weltpolitik und wurde zu einem Symbol des Widerstands gegen den Westen. Gleichzeitig trug sie dazu bei, Millionen Muslime im Nahen Osten und darüber hinaus für die radikal-islamistische Position zu gewinnen. Auch im eigentlich pro-westlichen Ägypten verzeichnete die Muslim-Bruderschaft einen regen Zulauf. In Saudi-Arabien besetzten radikale sunnitische Extremisten in einem der größten Terrorakte der Geschichte die Heilige Moschee in Mekka und nahmen Hunderte von Menschen als Geiseln. Nur mit Hilfe ausländischer Spezialeinheiten konnte die saudische Regierung die Krise beenden. Dies markierte den Beginn eines Umdenkens, das die saudische Führung von ihrem Modernisierungskurs abbrachte und islamistischen Forderungen breiten Raum verschaffte. Das Jahr 1979 endete mit einem weiteren dramatischen Ereignis: dem russischen Einmarsch in Afghanistan, der die geopolitischen Spannungen in der Region weiter anheizte und die globalen Machtverhältnisse nachhaltig beeinflusste. Mit seltenem Archivmaterial und Augenzeugenberichten wird ein Jahr nachgezeichnet, dessen Folgen bis heute weltweit nachhallen.