14:30
Kein europäisches Adelsgeschlecht hat mehr Spuren hinterlassen als die Habsburger, keine Dynastie war auf Dauer mächtiger. Ihre Burgen und Schlösser haben die Jahrhunderte überdauert. Als gewählte Kaiser und Könige nahmen die Habsburger großen Einfluss auf die politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung des Heiligen Römischen Reichs. Diese Folge führt durch Regionen, die oft über Jahrhunderte von ihnen verwaltet und regiert wurden. Die Hofburg in Wien spiegelt als einer der größten Palastbauten der Welt mit ihren Bauphasen den kometenhaften Aufstieg des Hauses Habsburg wider. In den ehemaligen kaiserlichen Weinkellern lagern heute Gipsmodelle diverser Statuen und Denkmäler aus der Zeit der Doppelmonarchie. Dem Herrschergeschlecht gelang auch der Ausbau der habsburgischen Hausmacht im Osten, wo nach dem Sieg König Rudolfs I. über Ottokar von Böhmen die Herzogtümer Österreich und Steiermark an die Habsburger fielen. Später kamen Kärnten, Krain und Tirol dazu. Die enorme Bedeutung von Innsbruck wird bei einem Besuch in der Hofburg Innsbruck deutlich, die Kaiser Maximilian I. besonders geliebt hat. Auf Schloss Tratzberg hoch über dem Inntal lässt sich neben einem bedeutenden Stammbaum der Habsburger sogar das seit mehr als 500 Jahren unveränderte Schlafzimmer des Kaisers bestaunen. In der Hofkirche von Innsbruck beeindruckt das prunkvolle Grabmal mit den überlebensgroßen "Schwarzen Mandern", das Maximilian für sich errichten ließ. Weiter geht die Reise in die Kaiserburg nach Wiener Neustadt, wo Maximilian schließlich in einem schlichten Grab bestattet wurde. Ein Besuch des Wiener Stephansdoms führt zur Grablege von Maximilians Vater, Kaiser Friedrich III. In Prag hinterließ das Wetteifern zwischen Herzog Rudolf IV. und seinem Schwiegervater, Kaiser Karl IV., sichtbare Spuren: Dort ließ Karl IV. aus dem Geschlecht der Luxemburger den Veitsdom errichten und gründete die älteste deutsche Universität. Rudolf stiftete daraufhin den Stephansdom und die Universität Wien, die Alma Mater Rudolphina. Die filmische Reise führt von Wien nach Prag und über die berühmte Karlsbrücke auf die Prager Burg und in den prächtigen Veitsdom. Weiter geht es nach Süden in das Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal in Kärnten. Dort liegen seit der Überstellung ihrer sterblichen Überreste vor mehr als 200 Jahren einige der frühesten Habsburger in einer Gruft in der Stiftskirche. Deutlich prunkvoller ließen sich ihre Nachfahren in der Kapuzinergruft in Wien zur letzten Ruhe betten: Besonders beeindruckend sind die Barocksärge von Kaiser Karl VI., seiner Tochter Maria Theresia und deren Gemahl Franz Stephan von Lothringen.
15:25
Die "Burgundische Hochzeit" 1477 zwischen dem römisch-deutschen Kaiser Maximilian I. und Maria von Burgund legte den Grundstein für ein Reich, das große Gebiete rund um den Erdball umfasste. Ein Reich, in dem nach Kaiser Karl V. "nie die Sonne unterging". Der erste Teil der Dokumentation über die Habsburger widmet sich den geopolitischen Folgen dieser Hochzeit, die zur Teilung des Hauses Österreich in eine spanische und eine deutsche Linie führte. Denn die Kinder des Herrscherpaares, Margarete von Österreich und Philipp der Schöne, wurden mit den Kindern der spanischen Herrscher Ferdinand von Aragon und Isabella von Kastilien verheiratet, Johann und Johanna. In der nächsten Generation wurden die beiden Söhne von Philipp dem Schönen und Johanna von Kastilien zu den römisch-deutschen Kaisern Karl V. und Ferdinand I. gewählt. Als römisch-deutscher Kaiser und spanischer König ist Karl V. viel auf Reisen, sowohl im Reich als auch in Spanien. Der Film folgt seinen Spuren von Madrid über Toledo bis nach Granada, wo sich in der Alhambra arabische Baukunst und italienische Renaissance eindrucksvoll ergänzen. Eine weitere Station ist das Kloster von Yuste, heute Teil der Region Extremadura ganz im Westen Spaniens: Karl V. hatte den entlegenen Ort als letztes Refugium gewählt, wohin er sich schwer krank zurückgezogen hatte, frustriert von den Entwicklungen seiner Zeit. Karls Sohn, der spanische König Philipp II., hat seine Spuren etwa in Segovia in Zentralspanien hinterlassen. Dort hatte er im 16. Jahrhundert mithilfe von Fachleuten aus Tirol eine Münzprägestätte errichten lassen. Ein Teil des Goldes und Silbers aus den spanischen Vizekönigreichen in Amerika, der Neuen Welt, wurde im Hafen von Sevilla entladen, nach Segovia gebracht und dort zu Münzen geprägt. Der Film begleitet den britischen Habsburg-Experten Simon Winder auf seiner Reise durch Österreich. Seine Spurensuche führt ihn zunächst in das Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien, wo die bedeutendsten Urkunden zur Geschichte der Habsburger aufbewahrt werden, und ins Zeughaus nach Graz, in die weltweit größte Sammlung historischer Waffen aus dem 16. Jahrhundert. In Kärnten trifft Simon Winder den Burgherrn von Hochosterwitz, Karl Khevenhüller. Dessen Vorfahre Hans Khevenhüller war Botschafter des römisch-deutschen Kaisers am spanischen Hof - und damit ein Freund von Philipp II.
16:15
Der Schriftsteller Melvin Udall ist kein freundlicher Zeitgenosse, er fällt öfter durch menschenverachtende Kommentare auf. Als er die Pflege für einen Hund übernimmt, ändert sich das. Jack Nicholson und Helen Hunt wurden für den Film mit den Oscars als Bester Hauptdarsteller und Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet, und Regisseur James L. Brooks gelang abermals ein großer Erfolg bei Kritik und Publikum. Der alternde Schriftsteller Melvin Udall ist kein Mensch, dem man gern auf der Straße begegnet. Was auch nicht sehr oft vorkommt, denn der von Zwangsneurosen geplagte Misanthrop zieht es vor, einen Großteil des Lebens im Schutz seines New Yorker Apartments zu verbringen, das er nur verlässt, um in seinem Stammlokal das tägliche Mittagessen einzunehmen. Dort arbeitet die Kellnerin Carol Connelly, alleinstehende Mutter eines kleinen, an Asthma erkrankten Jungen. Trotz des anstrengenden, oft frustrierenden Alltags versucht sie, ihren Mitmenschen mit Güte und Nachsicht zu begegnen - was bei einem unausstehlichen Zeitgenossen wie Melvin schwerfällt, der mit beleidigenden, menschenverachtenden Äußerungen auffällt. Besonders deutlich zu spüren bekommt das Melvins Nachbar Simon Bishop, ein sensibler Maler, der seine Homosexualität offen auslebt und von dem störrischen Autor regelmäßig als "Tunte" beschimpft wird. Doch als Simon eines Tages von einer Jugendbande überfallen und schwer verletzt wird, ist es ausgerechnet Melvin, der sich - wenn auch widerwillig - um Simons Schoßhündchen Verdell kümmert. Überraschenderweise entwickelt sich zwischen dem kleinen Hund und seinem neuen Herrchen bereits nach kurzer Zeit eine herzliche Freundschaft, und es fällt Melvin spürbar schwer, das Tier an Simon zurückzugeben, als der nach einem längeren Krankenhausaufenthalt wieder nach Hause kommt. Dieser steht vor dem Ruin. Um finanziell wieder auf die Beine zu kommen, muss der Maler zu seinen Eltern nach Baltimore fahren und sie um ein Darlehen bitten. Aber er braucht einen Chauffeur - und fragt ausgerechnet Melvin. Dieser willigt zwar ein, bittet jedoch Carol, der er in der Zwischenzeit einen großen finanziellen Dienst erwiesen hat, sie auf der Fahrt zu begleiten. Melvin hat sich insgeheim längst in die resolute Kellnerin verliebt. Mehr noch: Er glaubt, dass sie die Einzige ist, die ihm helfen kann, ein besserer Mensch zu werden.
18:30
Mit einem architektonischen Coup feierte das Haupthaus des Wien Museum am Karlsplatz im Dezember 2023 seine Neueröffnung. Zu Gast im "Museums-Check" ist diesmal Caroline Peters. Der denkmalgeschützte Bau von 1959 wurde aufwendig saniert und um einen spektakulären Dachaufbau erweitert. Auf fast doppelter Ausstellungsfläche, rund 12.000 Quadratmeter, ist die einzigartige Sammlung mit Meisterwerken unter anderem von Gustav Klimt zu sehen. Die neu konzipierte Dauerausstellung "Wien. Meine Geschichte" dokumentiert mit klugen Fragestellungen die Entwicklung Wiens seit ihren Anfängen. Im Mittelpunkt stehen die Menschen und ihr Alltag. Wie lebte es sich dort zur Zeit des Biedermeier? Welchen Skandal löste der Wiener Walzer anfangs aus? Was änderte sich durch die Frauenbewegung für die Wienerinnen? Gustav Klimts Porträt "Emilie Flöge" von 1902 ist eine Ikone der Sammlung. Ein weiteres Highlight ist "Poldi", eine 1,7 Tonnen schwere Walfigur aus dem ehemaligen Pratergasthaus "Zum Walfisch". Und in der zentralen, 20 Meter hohen Haupthalle steht das fünf Meter hohe Modell des Stephansdoms. Im markanten Neubau aus Stahl und Beton, der das Gebäude nach oben abschließt, finden wechselnde Sonderausstellungen statt. Bis 7. September 2025 ist die Schau "Kontrollierte Freiheit. Die Alliierten in Wien" zu sehen - 80 Jahre nach der Befreiung Wiens im April 1945. Trotz unvorstellbarer Zerstörung, Wohnungsnot und Hunger blühte die Kultur in Wien sofort wieder auf. Die Ausstellung beleuchtet das vielfältige kulturelle Leben in der Nachkriegszeit. Einen Abstecher macht der "Museums-Check" ins Pratermuseum, eine Dependance des Wien Museums. Es wurde im März 2023 neu eröffnet. Kaum ein Vergnügungspark ist so stark mit der Identität einer Stadt verbunden wie der Wurstelprater in Wien. Das Museum erzählt seine über 250-jährige Geschichte anhand von historischen Objekten, darunter Kasperlfiguren, Modelle, Plakate und frühe Spielautomaten. Geboren in Mainz, ist Caroline Peters eine der vielseitigsten deutschen Schauspielerinnen. Seit 2004 ist sie Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater und spielt parallel für Film und Fernsehen. Ihre Rolle als eigenwillige Kommissarin in der Krimiserie "Mord mit Aussicht" machte sie berühmt. 2016 und 2018 wurde sie von der Fachzeitschrift "Theater heute" zur "Schauspielerin des Jahres" gewählt. Großen Erfolg feierte Caroline Peters 2024 mit ihrem Debütroman "Ein anderes Leben". Die fiktive Geschichte ist eine Hommage an ihre außergewöhnliche Mutter - nicht biografisch, aber inspiriert von ihrem Leben. Die Mutter nahm sie schon als kleines Mädchen mit ins Theater und weckte so Caroline Peters' Liebe zur Bühne und zur Kultur. Auch an ihrer Wahlheimat Wien schätzt sie besonders die lebendige Kulturszene. Im Wien Museum begibt sie sich mit Markus Brock auf eine Zeitreise durch die Stadt.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:08
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:10
Das Fernsehen der "Neuen Zürcher Zeitung". Die Reihe "NZZ Format" stellt jeweils ein Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln dar und erklärt Hintergründe und Zusammenhänge aus Wissenschaft, Technik und Kultur - spannend, kompetent und unterhaltsam.
19:40
Inmitten von Karstbergen reihen sich in Kroatien 16 kleinere und größere Seen aneinander, verbunden durch zahllose Kaskaden und unterirdische Wasserläufe. Die Dokumentation aus der Reihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit" führt zum Nationalpark Plitvicer Seen, dessen Wälder drei Viertel seiner Fläche einnehmen und bedrohten Pflanzen Raum zum Überleben bieten. Ein grandioses Schauspiel der Natur: Blaugrünes, kristallklares Wasser sucht seine Wege, fällt über Barrieren von einem Seebecken in das nächste und überwindet so einen Höhenunterschied von 133 Metern. "Am Anfang habe ich gar nicht verstanden, wie sehr alles in Bewegung ist", so Ranger Ante Bionda. "Aber dann habe ich ein Gefühl dafür entwickelt, wie sich die Plitvicer Seen verändern und dabei immer schöner werden." Saubere Gewässer sowie das warme, feuchte Klima schaffen die Rahmenbedingungen für ein einzigartiges Zusammenspiel von Wasser, Luft, Gestein und Vegetation. Bakterien und Algen begünstigen die Ablagerung von Kalksinter, von dem Moose, Wasserpflanzen und in die Seen gestürzte Bäume überzogen werden. Sie versteinern und formen natürliche Barrieren, die jährlich bis zu drei Zentimeter wachsen. Starke Regenfälle bringen neue Veränderungen: Alte Dämme stürzen ein, neue entstehen. Höhepunkte innerhalb dieser wechselnden Szenarien sind mächtige Wasserfälle. Im unteren Bereich der Plitvicer Seen hat sich das Wasser tief in das Kalkgestein gegraben und einen imposanten Canyon geschaffen. 78 Meter tief stürzt das Flüsschen Plitvica die Wände der Schlucht hinunter und vereinigt sich mit den über- und unterirdischen Wasserläufen des kroatischen Seengebiets. Dieses wurde schon 1949 zum Nationalpark erklärt. 30 Jahre später fanden die Plitvicer Seen Aufnahme in die UNESCO-Liste des Weltnaturerbes. Doch auch dieses Naturparadies ist bedroht. In den letzten 30 Jahren gab es nahezu ein Drittel weniger Niederschläge, berichtet Ante Bionda. Dafür sei der Klimawandel verantwortlich.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Rollentausch in der "Happy Hour": In dieser Spezialfolge überlässt Till Reiners die Bühne seinem Freund und Kollegen Claus von Wagner. Der Kabarettist und frisch gekürte Kleinkunstpreisträger begrüßt zum Auftakt der "Takeover"-Reihe Bastian Bielendorfer, Dr. Pop, Kristina Bogansky, Stefan Danziger und Miss Allie in der Berliner Kulturbrauerei. Im 15. Jahr ihres Bestehens wird die "Happy Hour" um vier Spezialausgaben erweitert: Zwischen 17. Mai und dem 23. August 2026 übernehmen vier unterschiedliche Hosts vorübergehend das Format von Gastgeber Till Reiners, der ab Oktober wieder als Moderator der Sendung zurückkehrt. Auf der traditionsreichen "Happy Hour"-Bühne in der Berliner Kulturbrauerei präsentieren die Gast-Hosts Höhepunkte ihrer eigenen Bühnenprogramme sowie hochkarätige Gäste aus Comedy, Kabarett und Musik. Den Anfang macht in dieser Ausgabe mit Claus von Wagner einer der renommiertesten Kabarettisten Deutschlands. Die lange Liste seiner Auszeichnungen wurde erst kürzlich um den Deutschen Kleinkunstpreis (Sparte Kabarett) erweitert. Er ist auf der Theaterbühne ebenso zu Hause wie in der TV-Satire: als Ensemblemitglied des ZDF-Satire-Flaggschiffs "heute-show" und als Gastgeber von "Neues aus der Anstalt" zeigt er regelmäßig, dass er nicht nur akribischer Aufklärer, sondern auch spielfreudiger Comedian und echter Teamplayer ist. Seit Jahren ist er ein enger Wegbegleiter von Till Reiners - und nun ist es an der Zeit, seinem Freund und Kollegen eine Sendung lang die Show zu stehlen.
21:00
Auf jeden Topf passt ein Deckel. Das wussten wir früher schon. Jetzt wird die Partnerwahl dank künstlicher Intelligenz angeblich noch leichter. Ob das wirklich stimmt, klärt Lisa Feller in der neusten Folge der Ladies Night. Mit dabei sind Lioba Albus, Eva Eiselt, Victoria Abelmann-Brockmann und Miss Allie. Lioba Albus denkt über mögliche Nachbesserungen bei der Schöpfung nach, besonders beim Modell Mann. Eva Eiselt zeigt, wie turbulent das Leben mit Teenager-Tochter und Schule sein kann. Victoria Abelmann-Brockmann beneidet die junge Generation darum, dass sie sich die Beinhaare nicht mehr heimlich mit Papas Rasierer rasieren müssen. Ein unterschätztes Beauty-Thema? Augenringe! Miss Allie findet: Wer sie hat, hat wenigstens was erlebt.
21:45
Der verwitwete Bücherwurm Hermann glaubt, in der eleganten Literaturliebhaberin Hanne die Richtige gefunden zu haben - doch nicht fürs Leben, sondern für sein baldiges Dahinscheiden. Der schwermütige Rentner will nach einer Krebsdiagnose weder kämpfen noch siechen wie seine geliebte Frau vor 30 Jahren, sondern selbstbestimmt abtreten - solange es ihm noch gut geht. Zunächst gilt es, das Herz der dreifachen Witwe Hanne zu erobern. Freitod oder Sterbehilfe kommen für Hermann mit Rücksicht auf seine alleinerziehende Tochter Claudia und seinen Enkel Lenny, die keine Ahnung von seiner schweren Krankheit haben, nicht infrage. Durch die Bekanntschaft mit der dreifachen Witwe Hanne, deren wohlsituierte Gatten bereits kurz nach der Eheschließung das Zeitliche segneten, kommt ihm eine todsichere Idee: Er muss die "Schwarze Witwe" heiraten, die sich als gelernte Apothekerin mit Gift bestens auskennt. Um Hannes Herz zu erobern, setzt der zuweilen unsensible und besserwisserische Hermann auf eine wohldosierte Mischung aus Hochstapelei, Understatement und Charme. So kommt er der Umworbenen näher, sein Ziel gerät aber immer mehr infrage: Durch die romantische Annäherung an seine Witwe in spe bereitet ihm das Leben wieder Freude.
23:15
Dean McConnell und seine Freundin Fiona treffen sich auf einer Besichtigungstour im US-Schatzamt, um ihre Kinder auf ihre geplante Heirat einzustimmen. Doch dabei kommt es zur Katastrophe. Im Tresorraum stößt Dean auf seinen Ex-Kollegen Quentin Darby, dessen Bande Druckplatten im Wert von 100 Millionen Dollar entwenden will. - David Warry-Smith inszenierte einen tricktechnisch aufwendigen, spannenden Actionfilm, der durch prominente Besetzung überzeugt. Dean McConnell hat seinen Job als Agent beim US-Schatzamt verloren. Er überredet seinen Sohn Jeremy zu einer Besichtigungstour durch die Behörde, doch eigentlich will er ihm dabei nur schonend beibringen, dass er die Tourleiterin Fiona bald heiraten möchte. Jeremy reagiert jedoch eifersüchtig und will auch mit Fionas Tochter Amy nichts zu tun haben. Dean hat keine Gelegenheit, sie zu versöhnen, denn im Tresorraum des Ministeriums trifft er plötzlich seinen Ex-Kollegen und Rivalen Quentin Darby wieder. Auch dieser wurde von der Behörde entlassen und ist gerade dabei, mit seiner Bande Druckplatten für neue Geldscheine im Wert von 100 Millionen Dollar zu rauben. Todesmutig verfolgt Dean Quentins Gang auf das Hochhausdach und kann nach einem heftigen Schussgefecht verhindern, dass die Räuber sich per Hubschrauber absetzen. Der Helikopter gerät ins Trudeln, stürzt in das Gebäude und explodiert mitsamt der Beute. Auf dem Dach des Gebäudes strömt indessen Gas aus einer beschädigten Leitung und entzündet sich durch eine achtlos von den Gangstern weggeworfenen Zigarette. Die Feuerwalzen bewegen sich rasend schnell aufeinander zu und versperren Fionas Gruppe den Fluchtweg. Das einstürzende Treppenhaus droht zur tödlichen Sackgasse zu werden, doch Fiona übernimmt beherzt die Führung. Dean, der inzwischen zu der Gruppe gestoßen ist, nimmt Kontakt zu Federal Agent Walter Feign auf, dem Chef der Rettungstruppe. Er erfährt, dass ihm noch 15 Minuten bleiben, bis die beiden Feuer aufeinanderprallen und eine gigantische Explosion auslösen werden. Er findet in letzter Sekunde einen Ausweg, steht aber erneut Quentin gegenüber. Es kommt zu einem erbitterten, finalen Duell. Jürgen Prochnow ("Das Boot") spielt mit lakonischer Geste den eiskalten Gangster, Eric Roberts ("Der Pate von Greenwich Village") verkörpert den rechtschaffenen Vater, der in der Not zum Draufgänger wird. Geschickt verknüpft die Erzählung eine spektakuläre Katastrophe mit der einfühlsamen Geschichte eines heiklen Vater-Sohn-Verhältnisses.