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Die Welt steht vor dem größten Artenschwund seit dem Aussterben der Dinosaurier. Diesmal ist die Ursache der Mensch. Zugleich bedroht der Verlust der Artenvielfalt auch den Menschen. Es gibt jedoch einen geheimnisumwobenen Beruf, der uns an das erinnert, was wir für immer zu verlieren drohen: Robert Stein, Maurizio Gattabria und Christophe De Mey sind Weltklasse-Präparatoren und arbeiten für die naturhistorischen Museen in Rom, Berlin und Brüssel. Ihre Mission: Sie machen das Verbrechen der Menschheit an den Tieren sichtbar. Obwohl die drei Präparatoren einander noch nicht persönlich kennengelernt haben, teilen sie doch die gleiche Überzeugung: dass ihre ausgestopften Tiere dazu beitragen können, die Distanz von Mensch und Natur zu überwinden. Sie bereiten sich auf die Taxidermie-Europameisterschaft vor, den wichtigsten Wettbewerb ihrer Karriere. Maurizio philosophiert über das Verhältnis von Mensch und Natur. Für ihn ist dies die letzte Chance, vor seinem Ruhestand zu gewinnen, während Christophe zum ersten Mal teilnimmt. Und Robert zeigt seiner Tochter, wie er beim Beringen von Vögeln die Forschung über den Vogelzug unterstützen kann. Der Europameister-Titel wäre der letzte, der in seiner Sammlung internationaler Auszeichnungen noch fehlt.
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Was geschieht hinter verschlossenen Türen deutscher Tierversuchslabore? Für viele sind Tierversuche ethisch nicht vertretbar, andere halten sie für wissenschaftlich notwendig. Über ein Jahr lang versucht Manfred Karremann, mit Tierversuchslaboren ins Gespräch zu kommen. Trotz angebotener Anonymität bleiben die Türen geschlossen. Nur Prof. Stefan Schlatt von der Universität Münster spricht offen über Tierversuche und seine Beweggründe. Nach Angaben des Bundesamtes für Risikobewertung wurden nach der letzten Statistik für 2024 rund 1,3 Millionen Tiere in Deutschland in Versuchen eingesetzt. Zählt man unter anderem Tiere hinzu, die für Organentnahmen getötet oder als Überschuss gezüchtet wurden, waren es mehr als drei Millionen, die in einem Jahr verwendet wurden. Heimlich entstandene Aufnahmen aus einem britischen Labor zeigen Hunde, Affen, Kaninchen und Ratten bei Sicherheitstests. Es sind Experimente, die überall nach Richtlinien der OECD durchgeführt werden. Standardtests, Routine: Tiere müssen Substanzen einatmen oder bekommen sie über Magenschläuche verabreicht. Bilder, die normalerweise der Öffentlichkeit verborgen bleiben. Gleichzeitig zeigt "37°", dass es Alternativen gibt. Wissenschaftler arbeiten mit menschlichen Zellkulturen, künstlicher Haut und Organen auf Chips. Bei BASF wurden für Tierversuche etwa zur Haut- und Augenreizung alternative Verfahren entwickelt. Manche dieser Methoden können nicht nur Tierleid vermeiden, sondern in bestimmten Bereichen auch wissenschaftlich bessere Ergebnisse liefern. "Geheimsache Tierversuche" zeigt Einblicke in die streng abgeschottete Welt der Labore. Fragt: Wie kann eine Gesellschaft etwas ethisch und wissenschaftlich beurteilen, das weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit geschieht?