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TV Programm für 3sat am 28.05.2026

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Neuer Kolonialismus - Kampf um Macht in neuen Sphären 21:00

Neuer Kolonialismus - Kampf um Macht in neuen Sphären

Zeitgeschehen

Der Kolonialismus von heute wütet auch im Internet, in der Tiefsee und im Weltall. Wie dabei dieselben Mechanismen wie früher greifen, darüber diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen. Der moderne Kolonialismus unterscheidet sich kaum vom Kolonialismus der frühen Neuzeit. Auch wenn die Kolonialherren andere Namen tragen, bleiben die Mechanismen gleich: Es wird geraubt, ausgebeutet und Abhängigkeit geschaffen. Mit der "Entdeckung" Amerikas begann das koloniale Zeitalter. Damals ging es hauptsächlich um Landnahme, Gold und Versklavung. Heute geht es auch um digitale Daten, seltene Erden und eine Vormachtstellung im Weltall. Die neuen Kolonialmächte sind nicht mehr nur Staaten, sondern auch Firmen wie Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Huawei und DeepSeek. Hat das Kolonialzeitalter am Ende gar nicht aufgehört zu existieren? Versklavt der moderne Kolonialismus per Glasfaser uns alle? Geht es am Ende wieder um globale Allmachtsfantasien und Weltherrschaft? Darüber diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen.

Danach

ZIB 2 22:00

ZIB 2

Nachrichten

Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.

auslandsjournal extra 22:29

auslandsjournal extra

Auslandsreportage

"auslandsjournal extra" zeigt politische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen in den Ländern der Welt. Das Magazin berichtet über Hintergründe von Konflikten, beobachtet Entwicklungen der internationalen Politik, und Auslandskorrespondenten liefern Analysen.

Kriminelle Clans in Deutschland 22:58

Kriminelle Clans in Deutschland: Ist der Staat machtlos?

Recht und Kriminalität

Sogenannte kriminelle Clans sind nicht nur ein Phänomen, das sich auf die typischen Hotspots wie Berlin, Bremen und Essen beschränkt. Mittlerweile sind die Familien bundesweit aktiv. Clanbosse beziehen Villen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, verkaufen in Niedersachsen Drogen im großen Stil und erwirtschaften ein illegales Vermögen. Die Gelder aus den Aktivitäten verleihen den Clans immer mehr Macht und Einfluss. Sie spannen ein Netz aus Abhängigkeiten bis hinein in den Sicherheitsapparat, wie exklusive Recherchen belegen. In diesem Film sprechen Insider aus Polizei- und Ordnungsbehörden sowie Mitglieder sogenannter Clan-Familien. Ein Mitglied behauptet, es gebe sogar Kontakte zum Zoll. "Wer den Zoll in der Hand hat, kann fast machen, was er will. Das ist das Tor für viele Geschäfte", sagt Mann im ZDF-Interview. Dabei spiele der Zoll eine zentrale Rolle, wenn es darum gehe, den Clans die illegal erlangten Gelder wegzunehmen. "Es herrscht auch bei der Polizei auf manchen Dienststellen Verzweiflung. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Immer wenn wir große Telefonüberwachungsverfahren hatten, sind immer wieder Polizisten in diese Verfahren hineingefallen. Das ist Wahnsinn, man glaubt es kaum", beschreibt ein ehemaliger LKA-Ermittler, der auch heute noch bestens vernetzt ist, die Situation. Aktuell wird gegen mehrere Polizeibeamte ermittelt, die in einem typischen Clan-Hotspot eingesetzt wurden. Angeblich haben sie im Gegenzug für Bargeld und Luxusartikel im Wert von mehreren Hunderttausend Euro Dienstgeheimnisse verraten und eine Clan-Familie bei Drogengeschäften unterstützt. "Solche Dinge treffen einen ins Mark, und man geht am nächsten Tag ganz anders in den Dienst, weil man große Angst hat, dass sich der Kollege gegenüber oder die Kollegin im Nachbarbüro ebenfalls hat kaufen lassen - und man dadurch möglicherweise in große Gefahr geraten kann", sagt ein Behördenmitarbeiter, der regelmäßig mit einem der Beschuldigten zusammengearbeitet hat. Das Netz der Clans reiche nicht nur in den Sicherheitsapparat, sondern auch in die Privatwirtschaft. Die Doku "Kriminelle Clans in Deutschland - Ist der Staat machtlos?" geht der Frage nach, ob dies alles Einzelfälle sind oder ein generelles Problem. "Das ist für die Korruptionsforschung ein relativ neuer Bereich, weil das, was Clans entwickelt haben, wie sie Korruption für ihre kriminellen Ziele nutzen, eine Kombination aus verschiedenen Methoden ist, die wir in den Jahren zuvor so vielleicht noch gar nicht gesehen haben", sagt Karin Holloch von Transparency International Deutschland.

WeltWeit: Iran-Krieg. Unsicherheit als einzige Konstante 23:43

WeltWeit: Iran-Krieg. Unsicherheit als einzige Konstante

Auslandsreportage

"Operation epischer Zorn", so lautet der amerikanische Codename für den Iran-Krieg. Doch mit jedem Tag mehr wird der Krieg zum "epischen Desaster". Ein Desaster, das nicht nur den Nahen Osten, sondern die gesamte Weltwirtschaft mit sich reißt. - Drei Reporter begeben sich auf Spurensuche. Nach martialischen Drohungen von US-Präsident Trump, Häme aus Teheran, amerikanisch-israelischen Luftschlägen, iranischen Gegenangriffen auf Israel und die arabischen Nachbarländer, der Sperre der Straße von Hormus, einer höchst fragilen Waffenruhe und gescheiterten Friedensgesprächen steht fest - Unsicherheit ist die einzige Konstante in diesem Krieg. Was es heißt, nie zu wissen, was der nächste Tag bringt, erfahren die ORF-Korrespondenten nicht nur am eigenen Leib, sondern auch im Gespräch mit den Menschen in ihrer Region. Der Waffenstillstand bringt der israelischen Bevölkerung gerade eine Verschnaufpause. Doch kaum jemand traut der aktuellen Ruhe. Korrespondent David Kriegleder, der selbst seit Wochen ein Leben zwischen Bunker und Live-Berichterstattung führt, macht sich ein Bild von der Stimmung im Land. Er trifft Israels bekannteste Instagram-Familie und einen Musiker, um über ihre Kriegserfahrungen, Hoffnungen und Sorgen zu sprechen. Und er spricht mit Menschen im israelisch-libanesischen Grenzgebiet, wo die Kämpfe zwischen Israel und der Terrormiliz-Hisbollah andauern. Korrespondentin Rosa Lyon konnte am Tag, als der Krieg im Iran begonnen hat, gerade noch das Land verlassen. Seither ist sie mit Menschen vor Ort in Kontakt und erfährt, dass sich viele Gegner und Kritikerinnen des Regimes im Iran dieser Tage hinter ihre Regierung stellen. Der Hass gegenüber den beiden Erzfeinden Israel und USA eint. Tausende Menschen sind bereits bei Luftangriffen getötet worden, noch mehr verletzt. Schulen, Krankenhäuser, Brücken, Energieanlagen wurden zerstört. Die Menschen im Iran haben keine Bunker, in denen sie Schutz suchen können, die Bemühungen um Freiheiten und Menschenrechte sind in den Wirren des Krieges erstickt. Rund eine Milliarde Dollar kostet die USA - Schätzungen zu Folge - ein Tag Krieg gegen den Iran. Für viele Amerikanerinnen und Amerikaner ist dieser Krieg, den ihr Präsident begonnen hat, zwar geographisch weit entfernt, doch die Auswirkungen werden im Alltag immer spürbarer - allem voran an der Tankstelle. Korrespondent Christophe Kohl macht sich für "WeltWeit" auf den Weg nach Oklahoma. Er besucht einen Farmer, der neben den hohen Spritkosten mit massiven Preisschwankungen bei Düngemitteln zu kämpfen hat. Diese Unsicherheit bringt viele Betriebe an ihre wirtschaftlichen Grenzen. Experten warnen, dass die steigenden Produktionskosten langfristig auch die Lebensmittelpreise in den USA weiter in die Höhe treiben könnten.