10:43
- Krieg und teures Benzin Viele zahlen - einige profitieren - Grundwasser gefährdet Ärger wegen Bohrfirmen - Teenager-Prostitution Polizei ist alarmiert
11:27
Ein Journalistenkollektiv und ein Tech-Gigant vor Gericht: Palantir bestreitet die Darstellung seiner gescheiterten Schweizer Ambitionen und beharrt auf einer Gegendarstellung. Palantir Technologies bereitet im Auftrag von Militärs weltweit riesige Datenmengen auf und hat seit einigen Jahren seinen Europa-Hub in der Schweiz. Dort gehören Unternehmen zur Kundschaft, doch keine Behörden. Ein interner Armeebericht warnt vor Datenabfluss an US-Geheimdienste. Als das WAV-Recherchekollektiv und das Online-Magazin "Republik" diese Dokumente öffentlich machten, zog Palantir vor Gericht. Ein Film über Macht, Daten - und die Rolle der Zivilgesellschaft.
12:03
Das Ehepaar Gaub hat das Downsyndrom und führt mit Unterstützung ein selbstbestimmtes Leben. Als erster Rollstuhlfahrer bundesweit macht Nico Mackert eine Ausbildung bei der DB Regio. Wie Nico Mackert leben die Gaubs auch beruflich Inklusion. Hanna ist in einem inklusiven Café sowie in einem nachhaltigen Obstanbaubetrieb tätig. Silas arbeitet in einem gemeinnützigen Gartenprojekt. Nico Mackert engagiert sich zudem als Inklusionsbotschafter. Mackert hat seit seiner Geburt eine Hirnblutung, die zu einer starken Einschränkung seiner Motorik führt. Die meiste Zeit ist er auf den Rollstuhl angewiesen, vor allem wenn er längere Strecken unterwegs ist. Als Kind und Teenager lebt er zurückgezogen. Zu groß sind seine Ängste, nicht akzeptiert zu werden. Ein erster Wendepunkt ist die Entscheidung, in den sozialen Medien seine Fotos von Zügen zu posten. Nico lernt andere Zugbegeisterte kennen, schließt Freundschaften. Trotz anfänglicher Bedenken wegen seines Rollstuhls beginnt er bei der DB Regio eine Ausbildung zum Kaufmann für Verkehrsservice. Mit ihrer Behinderung ergeben sich für das Ehepaar Gaub viele Herausforderungen: Strukturiertes Denken und das Erkennen von Zusammenhängen fallen ihnen schwer, sie brauchen mehr Zeit. Dinge, die für ein selbständiges Leben und die berufliche Integration nötig sind, müssen beide üben. Dazu gehören auch das Merken von Kontakten und Terminen sowie der Umgang mit Geld. Hanna und Silas leben zwar allein, benötigen jedoch Unterstützung. Eine stundenweise Betreuung hilft ihnen, Einkaufs- und Reinigungspläne zu erstellen und sich in der Umgebung zurechtzufinden. Hanna und Silas Gaub sind sehr sportlich und nehmen sogar an den Special Olympics, den olympischen Wettbewerben für Menschen mit kognitiven Einschränkungen, teil. Dort haben sie 2025 unter anderem beim Laufen, Weitsprung und Schwimmen zahlreiche Medaillen errungen.
12:34
Nico (29) und Kristina (30) verdienen Geld mit ihrem Körper: er durch Plasmaspende, sie mit einer Medizinstudie. Für den Körper bedeutet das Strapazen. Warum tun sie sich das dennoch an? An Nicos Arm ist mittlerweile eine Narbe. Trotzdem spendet er zweimal pro Woche Plasma - für ihn ein regelmäßiges Zubrot. Kristina lässt ein neues Medikament in ihren Körper - für viel Geld. Sie sei Hypochonderin, sagt sie. Und doch wagt sie diesen großen Schritt. Nico und Kristina geben ihren Körper her und belasten ihn für etwas Gutes, aber das Hauptargument dabei ist das Geld. Nicos Plasmaspenden sind für ihn ein Zuverdienst, von dem er sich auch schon mal ein Handy geleistet hat. Nico hat viele Wege gefunden, über die er sich etwas Geld dazuverdienen kann. Mit Mystery Shopping, als Lichtdouble oder auch mal als Statist beim Film - er macht viele kleine Gelegenheitsjobs. Seinen Körper möchte er in Zukunft vielleicht sogar noch mehr einsetzen - er überlegt auch, sich als Samenspender zu registrieren. Kristina nimmt an einer medizinischen Studie teil und lässt sich ein neues Medikament intravenös verabreichen. Ihr Körper ist ihr sehr wichtig, sie schaut, dass sie gesund isst und viel Sport macht. Und trotzdem macht sie etwas, vor dem viele zurückschrecken würden: ein Medikament testen, das es so noch gar nicht gibt. Falls das Medikament auf den Markt kommt, kann es vielen Menschen das Leben verbessern. Das spielt für Kristina eine Rolle, aber auch das Geld. Denn Kristina hat Schulden, die sie abbezahlen muss. Das Geld für die Teilnahme an der Studie gibt ihr die Möglichkeit, sich schnell wieder Schönes leisten zu können und nicht alles in die Schuldentilgung zu stecken. Die Geschichten von Nico und Kristina bilden eine Folge des "37°Leben"-Zweiteilers "Mein Körper, mein Kapital".
13:01
Vielfältig und einmalig zugleich - das ist "puzzle", das InterKulturMagazin. Das Format stellt interkulturelle Themen und Menschen vor, die die Kultur und das Leben in Deutschland auf ihre Weise mitprägen.
13:30
Traumhafte Strände, pulsierendes Stadtleben, Karneval am Zuckerhut, aber auch die Armut der Favelas, das gehört zu Rio de Janeiro. Aus der Luft zeigt sich die ganze Vielfalt der Region. Der Bundesstaat Rio de Janeiro reicht weit über seine Hauptstadt hinaus. Dort finden sich einsame Buchten, Nationalparks mit herrlicher Natur, historische Siedlungen und kleine Inseln. Doch auch dort ist der Regenwald durch die Ausdehnung der Landwirtschaft bedroht. Die Portugiesen gründen Rio de Janeiro im Jahr 1565. In den folgenden Jahrhunderten wird die Stadt zur bedeutendsten Brasiliens. Vielerorts sind in der Metropole und ihrem Hinterland noch Spuren der Kolonialzeit erhalten: Paläste, Kirchen und Siedlungen. Bis heute ist Rio de Janeiro Inbegriff eines exotischen Sehnsuchtsortes. Die Christusstatue auf dem Corcovado blickt herab auf die berühmten Strände von Copacabana und Ipanema, eine Seilbahnfahrt auf den Zuckerhut gehört für viele Touristen zum Pflichtprogramm. Und an das Stadion Maracanã haben gerade deutsche Fans beste Erinnerungen. Der Bundesstaat Rio de Janeiro ist etwa so groß wie Dänemark. Er hat mehr als 17 Millionen Einwohner, aber auch viele Flecken unberührter Natur.
13:50
Seit 1982 berichtet "Terra X" über die Natur und Kultur der Welt. Die Jubiläumsreihe "Unsere Kontinente" fügt beides zu einer großen Gesamtschau zusammen. Wie hat die Natur unseres Planeten die Kulturen geformt? Prof. Harald Lesch, Prof. Colin Devey, Prof. Antje Boetius, Mirko Drotschmann, Dr. Mai Thi Nguyen-Kim und Jasmina Neudecker präsentieren die sechs dauerhaft von Menschen besiedelten Kontinente. Die gewaltigen tektonischen Kräfte erschaffen in Afrika eine einzigartige Landschaft: das Great Rift Valley. Die natürlichen Bedingungen Ostafrikas werden zur Wiege der Menschheit und zum Startpunkt ihrer langen Reise: Von dort aus ziehen die Menschen los, um nach und nach andere Kontinente zu besiedeln. Der afrikanische Kontinent erstreckt sich über sehr viele Breitengrade und äußerst vielfältige Naturlandschaften und Klimazonen. Seine so unterschiedlichen Regionen und Bedingungen erfordern immer wieder andersartige Anpassungsstrategien und das Erlernen neuer Kulturtechniken. Vielerorts sind die Böden des Kontinents ausgelaugt. Es entwickeln sich völlig unterschiedliche Lebensmodelle als Antwort auf die extremen Naturbedingungen. Die natürlichen Barrieren des Kontinents - Flüsse, die nicht durchgängig schiffbar sind, die tropische Zone mit ihren tödlichen Krankheiten, undurchdringliche Wälder und die großen Wüsten im Norden und Süden des Kontinents - verhindern den Austausch der verschiedenen Kulturen in Afrika. Darüber hinaus verfügen die Nord- und Westküste über wenige natürliche Häfen und zum Teil schwer zu beherrschende Winde, was einen Austausch der Kulturen über die Grenzen des Kontinents hinaus lange Zeit verhindert. Das gut schiffbare Kap - gelegen auf den internationalen Schiffhandelsrouten - wird zum Einlasstor für Abenteurer und Ausbeuter, die selten das Wohl des Kontinents im Fokus haben. Es sind auch diese natürlichen Faktoren, die Afrikas Aufschwung behindert haben. Und das, obwohl der Kontinent reich an Rohstoffen und Bodenschätzen ist, die bis heute systematisch ausgebeutet werden.
14:35
Asien, der größte Kontinent der Erde, überbietet sich in Superlativen: Er reicht von Sibirien im Nordosten bis zum Suezkanal im Südwesten. In Asien befinden sich der kälteste Ort, die seismisch heißeste Region und die höchsten Gebirge des Planeten. Die Geschichte des Superkontinents Asien beginnt vor 55 Millionen Jahren. Damals schiebt sich der indische Subkontinent unter Eurasien und faltet den Himalaja auf. Dieses gewaltige Hochland bildet eine natürliche Barriere für Regenwolken und teilt Asien in zwei sehr unterschiedliche Teile: einen regnerischen und fruchtbaren Süden und einen trockenen und kalten Norden. Eine Pflanze verändert im feuchten und fruchtbaren Südosten Asiens die Siedlungsgeschichte. Reis wird Nahrungsgrundlage einer stetig und schnell wachsenden Bevölkerung. Es ist dieses besondere Klima, ermöglicht durch den Himalaja, das Südostasien bis heute zur Heimat der größten Megacitys der Welt macht. Asien ist aber auch ein Kontinent der Gegensätze und der menschlichen Anpassung an die unterschiedlichen Lebensräume. Das Wüstenklima im Südwesten inspiriert Weltreligionen, in der Mitte des Kontinents diktiert die Steppe die Lebensbedingungen der Menschen. Das weite Grasland bietet ideale Bedingungen für Pferde. Ihre Domestizierung lässt die Menschen der Steppe zu gefürchteten Kriegern und Herrschern der größten Reiche der Welt werden. Sibirien und Saudi-Arabien halten harte Lebensbedingungen bereit, ihr Reichtum an Bodenschätzen zieht dennoch Menschen in diese eher lebensfeindlichen Regionen. Kein anderer Kontinent hat die Ideen vom Zusammenleben der Menschen so geprägt wie Asien - als Taktgeber für den Rest der Welt. Asien war der Schauplatz der Anfänge der neolithischen Revolution. Heute hat der Kontinent die größte Ansammlung an Megacitys.
15:19
Kein anderer Kontinent ist so weit von allem anderen entfernt wie Australien und Ozeanien. Die Abgeschiedenheit lässt einzigartige Tierarten und paradiesische Besonderheiten ohne Fremdeinfluss entstehen und eine der ältesten Kulturen der Welt überleben. Doch gerade diese natürliche Vielfalt zieht die Europäer an den Pazifik und verändert die Inseln für immer. Vor 50 Millionen Jahren bricht der bislang letzte Kontinent auseinander: Australien und die Antarktis entstehen. Die Antarktis vereist und Australien driftet nach Norden, wo es zum trockensten Kontinent der Erde wird. Die Eiszeit schafft eine Landbrücke zwischen Australien und Papua-Neuguinea und macht Australien zur Heimat einer der ältesten Kulturen der Erde. Aboriginal People schaffen es dank Anpassung und Kulturtechniken, den gesamten Kontinent als Lebensraum zu erschließen. Vor allem deren Wissen um versteckte Wasserquellen ermöglicht es später europäischen Einwanderern, hier zu siedeln. Die Vulkane des Pazifischen Feuerrings werden Schöpfer der einzigartigen Inselwelt Ozeaniens. Mineralien im Magma düngen die Böden und verwandeln die Inseln des Südpazifiks in Paradiese, während Korallenriffe das reiche Meeresleben fördern. Polynesien wird die Heimat mutiger Seefahrer, die in ihren Katamaranen Tausende von Kilometern zurücklegen, um neues Land zu erschließen - sie kommen bis nach Neuseeland. Neuseelands Kulturgeschichte ist deutlich jünger. Windverhältnisse machen eine Besiedlung zunächst unmöglich, bis sich im Mittelalter ein kurzes Zufallsfenster auftut, das es den Polynesiern gestattet, hier zu landen. Neuseeland und die pazifischen Inseln werden als letzte weiße Flecken auf dem Planeten besiedelt. Bis hierhin breitet sich die polynesische Kultur aus, die heute ein fester Bestandteil der neuseeländischen Alltagskultur geworden ist. Die Welten von Australien, Ozeanien und Neuseeland könnten unterschiedlicher nicht sein. Was sie eint, ist ihre Isolation. Und der jahrhundertealte kulturelle und wirtschaftliche Austausch, der die Region viel mehr verbindet als die Geologie.
16:03
Europa ist der klimatische "Gunstkontinent". Sein überaus vorteilhaftes Klima verdankt er einem Ereignis auf der anderen Seite des Atlantiks. Die Schließung der Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika erschafft den Golfstrom, dessen warme Gewässer in Europa ein außergewöhnliches Klima entstehen lassen - Palmen in Irland und Obstbäume in Norwegen. In allen anderen Regionen der Erde ist es auf demselben Breitengrad deutlich kälter. Gletscher der letzten Eiszeit hinterlassen in Europa fruchtbaren Löss, der durch Wind und Wasser über den ganzen Kontinent verteilt wird und eine getreidebasierte Landwirtschaft ermöglicht. Die Vielfalt der Backwaren in Europa zeugt bis heute davon. Auch die Küsten Europas werden für den Kontinent zum Vorteil: Tektonische Ereignisse zwischen der afrikanischen und der eurasischen Platte prägen die zerklüftete Mittelmeerküste mit ihren vielen Buchten und Inseln, natürlichen Häfen und sanften Strömungen und prädestinieren sie für Besiedlung und Schifffahrt. Schon in der Antike wird der Mittelmeerraum zum Umschlagplatz für Waren und vor allem Ideen, die Europa bis heute prägen. Den engen Raum auf dem Kontinent teilen sich mehr Länder als irgendwo sonst auf der Welt - das fördert Wettbewerb und Innovation. In der Neuzeit wird Europa dank Schätzen aus dem Untergrund zum Kontinent des Fortschritts. Kohle ist der Treibstoff für die Industrialisierung, eine europäische Erfindung, die das Wesen des Kontinents und das Leben seiner Bewohner nachhaltig verändert.
16:47
Nordamerika - ein Kontinent zwischen Eis und Feuer. Die natürlichen Bedingungen bestimmen seit jeher Leben und Kultur seiner Bewohner. Der polare Norden bildet die Wiege der nordamerikanischen Zivilisationen. Hier, wo sich die ersten Amerikaner niederlassen, sind die Bedingungen mit bis zu minus 50 Grad so hart, dass sich nur eine kleine Inuit-Bevölkerung behaupten kann. Die Landschaft und das Leben im Süden prägen Vulkane. Es ist die Region, in der die zweite Einwanderungswelle eine indigene amerikanische Zivilisation schafft. Im Laufe der Geschichte erweisen sich die Vulkane als Fluch und Segen zugleich. Ihre fruchtbare Asche sorgt für ertragreiche Böden und ermöglicht so die Landwirtschaft, aber allzu häufig offenbaren sie auch ihren zerstörerischen Charakter und lösen Naturkatastrophen aus. Der Mittlere Westen von Nordamerika ist das Filetstückchen des Kontinents. Es ist vor allem der Gunstraum zwischen Appalachen und Rocky Mountains, gepaart mit dem schier unendlichen Ressourcenreichtum und einer günstigen, natürlichen Infrastruktur, die es den USA ermöglicht, in kürzester Zeit wirtschaftlich an die Weltspitze aufzusteigen und Kulturen aller anderen Kontinente mitzuprägen. In den Südstaaten bietet die Natur ideale Bedingungen für den Anbau von Tabak, Reis und Baumwolle - allerdings auch für Krankheiten übertragende Insekten. Afrikanische Sklaven erweisen sich tragischerweise als widerstandsfähige Arbeiter in diesem heißen und feuchten Klima. Die Trennung zwischen den Rassen hat ihre Wurzeln in dieser Zeit und prägt bis heute die Alltagskultur in den USA.
17:31
Südamerika ist der einzige Kontinent, der lange nicht mit anderen Landmassen verbunden war. Seine Natur hat sich in Jahrmillionen der Isolation entwickelt. Erst die Entstehung der mittelamerikanischen Landbrücke hat den Kontinent tiefgreifend verändert und ihn zu dem Ort gemacht, den wir heute kennen. Tiere wie Puma und Panther wandern über die neue Landbrücke und erobern Südamerika, später folgen die Menschen. Die erste von vielen Einwanderungswellen, die der Kontinent erleben wird. Die Anden erzeugen sehr verschiedene Lebensbedingungen mit unterschiedlichen Herausforderungen und Möglichkeiten. Ausgerechnet an der trockenen Westseite der Anden entstehen die ersten Hochkulturen 2000 vor Christus - dank ausgeklügelter Bewässerungstechniken. Im Hochland Perus wird das einzige tropische Eisfeld der Welt und ein reiches Süßwasservorkommen zum Schlüsselfaktor für den Aufstieg der bedeutenden Inka-Kultur. Die Wasserressourcen helfen den Inkas, ihr Territorium zu erweitern und das größte Reich im präkolumbianischen Amerika zu organisieren. Ihr Erbe prägt die Region bis heute. Südamerika ist reich an natürlichen Ressourcen wie Silber, Gold, Salzen und Seltenen Erden. Das weckt seit Jahrhunderten Begehrlichkeiten. Zunächst von europäischen Eindringlingen auf der Suche nach dem sagenumwobenen El Dorado. Heute erobern internationale Konzerne und Investoren den Kontinent und prägen das Leben der Menschen. Auf der anderen Seite der Anden bestimmt der Amazonas Regenwald den Kontinent. Die Anden halten die Wolken auf. Gewaltige Regenmassen speisen unzählige Flüsschen, die sich im Amazonasfluss vereinen. Auf einem äußerst nährstoffarmen Boden entsteht eine unvergleichliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Möglich macht das vor allem die Düngung durch das Herüberwehen transatlantischen Saharasandes.
18:15
Schwitzen gehört nicht zu den beliebtesten Körperfunktionen. Doch die Rolle, die Schweiß für unser Überleben spielt, wird oft unterschätzt. Mit diesem hocheffektiven Kühlsystem können wir unsere Körpertemperatur konstant regulieren. Wissenschaftler entdecken den Schweiß als wertvolle Informationsquelle. Was verrät die besondere Körperflüssigkeit über Krankheiten, Ernährung, Fitness und unsere DNA? Host und Sozialwissenschaftler Anthony Morgan begibt sich auf eine schweißtreibende Reise. In Finnland trifft er eine "Saunaelfe" und lernt das Lieblingsritual der Nordeuropäer kennen. In verschiedenen Experimenten stellt er sich in den Dienst der Wissenschaft: Der Journalist unterzieht sich einer Schweißanalyse und lässt sich in einem überhitzten Raum an die körperlichen Grenzen bringen. So wird seine Feuchtkugeltemperatur bestimmt - eine Messgröße, die im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit eine wichtige Rolle spielt. Aber wo liegen die Grenzen dieses genialen Kühlsystems der Natur? Und kann es uns auch in Zukunft einen evolutionären Vorteil verschaffen? "Der Mensch hat eine zehnmal höhere Dichte an Schweißdrüsen in der Haut als andere Primaten" erklärt Genetikerin Yana Kamberov in Philadelphia. Schwitzen kann auch krankhaft sein. Thorax Chirurg Kashif Irshad operiert eine junge Patientin, die an Hyperhidrose - übermäßigem Schwitzen - leidet. Für sie beginnt ein Leben ohne ständige Scham.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:20
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:22
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Eine große Frau der Weltgeschichte, Margarethe I., Herrscherin über Dänemark, Norwegen und Schweden, muss sich zwischen ihren persönlichen Gefühlen und politischer Macht entscheiden. Trine Dyrholm ("Astrid", "Königin") verkörpert eindrucksvoll die machtbewusste Königin Margarethe I. Unter der Regie von Charlotte Sieling ("Borgen", "Homeland") entstand eine der teuersten Produktionen Skandinaviens, ein fesselndes "Game of Thrones". 1402: Nach geschicktem und äußerst machtbewusstem Vorgehen hat die legendäre Herrscherin Margarethe I. Dänemark, Norwegen und Schweden fünf Jahre zuvor zu einer Allianz in der Hand ihrer Familie, dem dänischen Königshaus, vereint. Als alleinige ungekrönte Regentin lenkt sie die Geschicke der Kalmarer Union im Norden Europas mittels ihres jungen Adoptivsohnes Erik, des eigentlichen Königs. Doch das mächtige Bündnis hat viele Feinde: Margarethes intrigante Gegenspieler behaupten plötzlich, ihr tot geglaubter Sohn Olaf sei noch am Leben. Das Gerücht geht um, sie habe ihn damals ermorden lassen wollen, um selbst an der Macht zu bleiben. Als ausgerechnet zur Verlobung Eriks mit der Tochter des Königs von England ein Mann auftaucht, der sich tatsächlich als Olaf ausgibt, muss Margarethe nicht nur um ihre Pläne und das Überleben ihres Großreiches kämpfen, sondern auch ihre zwiespältigen Gefühle in Einklang bringen. Denn eine ausländische Verschwörung, ausgehend vom Deutschen Orden, ist im Gange, die Zwietracht unter den nordischen Staaten säen und Margarethe alles kosten könnte, an das sie glaubt - besonders die Einheit ihres Reiches. Kaum denkt sie, in dem Fremden tatsächlich ihren tot geglaubten Sohn zu erkennen, muss sie aus Staatsräson eine unmenschliche Entscheidung treffen.
22:12
Als sein Kapitän während eines Sturms den Verstand zu verlieren scheint, übernimmt ein junger Leutnant das Kommando des Kriegsschiffs. Danach muss er sich vor Gericht verantworten. Edward Dmytryk inszenierte das Meisterwerk nach dem Pulitzer-Preis-Roman von Herman Wouk. Als paranoider Kapitän zeigt Humphrey Bogart eine der besten darstellerischen Leistungen seiner Karriere. Philip Francis Queeg, verdienter Kapitän der US-Marine, übernimmt 1943 das Kommando auf dem Minensucher "Caine". Sein ehrgeiziger Versuch, das verwahrloste Schiff durch Disziplin und Härte wieder auf Vordermann zu bringen, führt zu wachsenden Spannungen in der Besatzung. Allmählich zeigt sich, dass der Kommandant nervlich zerrüttet ist und in kritischen Situationen versagt. Als er das Schiff durch seine Unfähigkeit in Seenot bringt, übernimmt der Erste Offizier Leutnant Maryk das Kommando - und muss sich daraufhin gemeinsam mit dem Fähnrich vor dem Kriegsgericht gegen den Vorwurf der Meuterei verteidigen. 34 Jahre nach Edward Dmytryk inszenierte Robert Altman mit Jeff Daniels und Eric Bogosian seine Filmversion des Stoffes, die auf dem Bühnenstück Herman Wouks beruht: "Die Caine-Meuterei vor Gericht" ("The Caine Mutiny Court-Martial", 1988).