17:32
Das Kardamomgebirge im Südwesten Kambodschas ist eine grüne Schatzkammer der Biodiversität. Zahlreiche Menschen setzen sich mit Hingabe für den Schutz dieses einzigartigen Lebensraums ein. Darunter ehemalige Jäger, die heute Pangoline retten, eine Dorfgemeinschaft, die wilden Kardamom nachzüchtet, und zwei leidenschaftliche Orchideenscouts, die neue Arten entdecken und katalogisieren - was nicht immer ungefährlich ist. Der Herpetologe und "Wild Earth Allies"-Projektmanager Neang Thy erforscht Reptilien und Amphibien - viele von ihnen noch unbekannt oder endemisch. Seine Funde liefern wichtige Daten zum Verständnis der Artenvielfalt und unterstreichen die ökologische Bedeutung der Region. Orchideenscouts sammeln und bewahren seltene wilde Pflanzen für wissenschaftliche Zwecke. Dabei halten sie ihre Fundorte streng geheim. Denn Diebe stehlen die begehrten Orchideen und verkaufen sie zu hohen Preisen. Außerdem bedroht die Abholzung des Walds die seltenen Pflanzen. Im größten Regenwald Kambodschas liegt die Schönheit der Natur oftmals im Verborgenen: vom scheuen Gibbon bis zur zarten Orchidee, von glasklaren Wasserfällen bis zu nebelverhangenen Baumriesen.
18:16
Unterwegs mit dem Rameswaram-Express auf den südlichsten Schienen Indiens: Auf rund 600 Kilometern durchquert die Bahn den Mikrokosmos und die tropische Landschaft Tamil Nadus. Heftige Stürme und Regenschauer machen die Strecke bis heute zu einer Herausforderung für die Indische Bahn. Der Film begleitet den "Rameswaram-Express" auf seiner Fahrt von Chennai bis zu ihrem Höhepunkt, der Überquerung der Pamban-Brücke, nach Rameswaram im Süden. Von Chennai, der Hauptstadt Tamil Nadus im Norden, nach Rameswaram im Süden sind die Reisenden rund zehn Stunden auf den heißesten Schienen Indiens unterwegs. Die Bahn streift Vogelreservate, durchquert Reisfelder, hinter denen die Kalvarayan Hills zu entdecken sind, und überquert den Kaveri, den "Ganges des Südens", auf dem Weg zur gefährlichsten Eisenbahnbrücke des Indischen Ozeans: der Pamban-Brücke, auch "Königin der indischen Brücken" genannt. Sie verbindet das indische Festland mit Rameswaram auf der Halbinsel Pamban. Schon 1870 wollte die damalige britische Regierung eine Brücke bauen, doch erst 1911 wurde mit dem Bau begonnen, der 1914 fertiggestellt wurde. Die Pfeiler der Brücke stehen im Salzwasser, und das gesamte Bauwerk ist von starker Korrosion bedroht. Zusätzlich rütteln Wirbelstürme und hohe Windgeschwindigkeiten am Stahlgerüst. 1964 wurde die Brücke von einem 240 Stundenkilometer schnellen Zyklon zerstört, durch den über 100 Menschen ihr Leben verloren. Eine große Verantwortung für die Lokführer, die auf der gesamten Strecke wachsam sein müssen - denn nicht nur Passanten, Motorroller und Autos kreuzen überraschend die Fahrbahn, auch in Indien als heilig geltende Kühe machen es sich gern auf den Schienen gemütlich. Atemraubende Luftaufnahmen erzählen die Geschichte einer architektonischen Meisterleistung in der Welt der Eisenbahn. Durch 55 Tunnel kämpft sich der "Bernina Express", in Peru beeindruckt die Andenbahn "Ferrocarril del Sur", und durch die tansanische Savanne zuckelt ein einzigartiger Safari-Zug. Die fünfteilige Reihe "Die gefährlichsten Bahnstrecken der Welt" zeigt Fahrten durch spektakuläre Landschaften und technische Meisterleistungen.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:21
Lucas Cranach ist einer der großen Meister der Renaissance. Er hinterließ rund 5000 Gemälde. Aber ist die "Lucretia", die als eines seiner Hauptwerke gilt, wirklich aus seiner Hand? Das "Das Geheimnis der Meister"-Team um Kunsthistorikerin Bianca Berding begibt sich auf eine detektivische Spurensuche. Mithilfe modernster Technik recherchiert es die Entstehungshintergründe des Werks und versucht sich an der perfekten Kopie. Lucas Cranach war Hofmaler und schuf Porträts der großen Persönlichkeiten seiner Zeit. Am bekanntesten sind seine Bildnisse von Martin Luther. Altarwerke und allegorische Gemälde zählen ebenso zu seinem umfassenden Werk. Neben seiner Werkstatt besaß er auch eigene Wälder als Quelle für die Holztafeln, die er als Malgrund nutzte. Die Miniatur "Lucretia", geschaffen in Cranachs meisterlicher Feinmalerei, greift eine römische Erzählung aus der Antike auf: Lucretia wird vergewaltigt und nimmt sich anschließend das Leben, um ihre vermeintlich verlorene Ehre wieder herzustellen. Lucas Cranach nutzt die heute befremdliche Erzählung, um im Jahr 1533 ein Aktbildnis durch ein moralisierendes Sujet zu rechtfertigen. In jeder Folge von "Geheimnis der Meister" wird ein Hauptwerk der Malerei ganz genau unter die Lupe genommen: Welche Farben wurden verwendet, welche Charakteristiken hat der Pinselstrich, wie sind Lichtstimmung und Farbgebung? Was wurde übermalt oder retuschiert? Verbirgt sich gar ein Bild unter dem Bild? Durch die Rekonstruktion werden nicht nur die Entstehungshintergründe der Werke, sondern auch die Lebensumstände der Künstlerinnen und Künstler durchleuchtet. Welche tragischen Ereignisse oder Glücksmomente haben die Werke beeinflusst, welche Strömungen in Kunst, Kultur und Politik der Entstehungszeit spiegeln sie wider? Nach fünf Wochen Recherche und Malprozess hängen am Ende Original und Rekonstruktion nebeneinander im Museum, und das Publikum kann selbst entscheiden, ob die Kunstdetektivinnen und -detektive einen guten Job gemacht haben. Konnten sie dem Meisterwerk seine Geheimnisse entlocken? Ist eine überzeugende Kopie gelungen?
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Drei Jahre sind vergangen, und der Tunnelbau am Gotthard kommt nur schleppend voran. Zu langsam für die Investoren, die Favre den Geldhahn zudrehen. Max kehrt nach Göschenen zurück. Im Gepäck hat er "Favre-Franken". Die müssen von den Arbeitern und dem Gewerbe gutgeheißen werden, sonst ist der Tunnelbau am Ende. Es ist eine Reise mit gemischten Gefühlen. Wie wird es sein, Anna und Tommaso nach so vielen Jahren wieder zu begegnen? Max gelingt es zwar, die Leute vom neuen Zahlungsmittel zu überzeugen, aber die Zustände, die er an der Baustelle vorfindet, sind verheerend. Es werden immer mehr Tote aus dem Tunnel getragen. Die Luft tief im Berg ist vom Dampf der Lokomotiven so verschmutzt, dass das Atmen für die Arbeiter fast unmöglich geworden ist. Die Missstände werden von einer Widerstandsgruppe mit Flugblättern bekämpft. Max entdeckt, dass Tommaso, der mittlerweile mit Anna eine kleine Tochter hat, der Kopf der Rebellen ist. Das Band, das Anna, Tommaso und Max zusammengehalten hat, droht zu reißen, als Tommaso von Max Unterstützung für seinen Kampf fordert und Anna und Max ihre Gefühle zueinander wieder entdecken. Es kommt zum Streik, bei dem sich Max und Tommaso als Gegner gegenüberstehen. Trotz aller Schlichtungsversuche durch Max wird der Aufruhr blutig beendet. Tommaso überlebt, aber es bleibt ihm nur die Flucht. Anna wirft Max vor, die bewaffnete Bürgerwehr geholt zu haben und für die Toten verantwortlich zu sein. Sie will nichts mehr mit ihm zu tun haben. Als Favre auch noch stirbt und Max entdeckt, dass sich im Dorf wegen der katastrophalen hygienischen Bedingungen eine Seuche ausbreitet, muss er sich entscheiden: Ist er bereit, über alle Missstände hinwegzusehen, nur damit der Tunnel fertig wird?
21:48
Das globale Bahnnetz hat eine glorreiche Vergangenheit. Hat es auch eine Zukunft? Wer braucht die Bahn - und weshalb? Diesen Fragen geht die Reportage am Beispiel des Bahnhofs Zürich nach. Im Zugfahren sind die Schweizer Weltmeister. In keinem anderen Land legen die Menschen mehr Kilometer mit dem Zug zurück. Die Reportage macht halt im Zürich Hauptbahnhof - dem größten Bahnhof des Landes und dem wichtigsten Knotenpunkt im Schweizer Schienennetz.
21:59
Atemberaubend, mächtig und zauberhaft thront die schottische Hauptstadt Edinburgh auf sieben Hügeln. Steile Gassen und prunkvolle Bauten prägen die Royal Mile in der Old Town. Der Hafen verströmt maritimes Flair, und überall ist die bewegte Geschichte Schottlands zu spüren. Gebeutelt von Brexit und Unabhängigkeitsbestrebungen, bahnt sich Edinburgh nun seinen Weg zwischen alten Traditionen und moderner Kultur in die Zukunft. Großbritannien-Korrespondentin Eva Pöcksteiner bezeichnet Edinburgh als eine ihrer Lieblingsstädte. Sie zeigt, was sie an Edinburgh besonders schätzt: Die Stadtkennerin blickt hinter die historischen Stadtmauern und porträtiert ein pulsierendes Edinburgh mit interessanten Menschen, besonderen Lokalen und verwunschenen Plätzen.
22:29
Aotearoa im Jahr 1830: Laienprediger Thomas Munro wird in die britische Siedlerstadt Epworth entsandt, um das Seelenheil der Einwohner zu sichern. - Abenteuerfilm von Lee Tamahori. Als Munro zwischen die Fronten zweier verfeindeter Maori-Stämme gerät, wird sein Glaube auf die Probe gestellt. Schon bald befindet er sich mitten in einem blutigen Krieg. Der historische Abenteuerfilm von "Bond"-Regisseur Lee Tamahori schwelgt in eindrucksvollen Naturpanoramen und ermöglicht seltene Einblicke in die Maori-Kultur während der Kolonialzeit.