Re:: Zugunglück in Tempi - Tragödie ohne Konsequenzen?

Re:: Zugunglück in Tempi - Tragödie ohne Konsequenzen?

ARTE Live-TV ARTE 22.06., 19:40 - 20:15 Uhr
Reportage 202635 Minuten 
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Am 28. Februar 2023 stoßen im Tempi-Tal in Mittelgriechenland ein Personenzug und ein Güterzug frontal zusammen. Ein verheerendes Feuer bricht aus, dessen Ursache bis heute ungeklärt ist. 57 Menschen sterben. Es ist das schwerste Zugunglück in der Geschichte Griechenlands.

Panos Routsis verliert an dem Tag seinen 22-jährigen Sohn Denis. Er vermutet, dass der Güterzug Gefahrgut transportierte. Panos fordert eine Exhumierung seines Sohnes und hofft, die Analyse der Überreste bringt Klarheit. Als die Behörden dies ablehnen, tritt er in einen öffentlichen Hungerstreik. Seither ist er zum Gesicht der sogenannten Tempi-Bewegung geworden, die lückenlose Aufklärung fordert. Auch Katarina will verstehen, wie es zu der Katastrophe kam. Sie war im Zug und hat das Unglück überlebt.

Die Angehörigen und Überlebenden haben das Gefühl, dass die Ursachen vertuscht werden sollen. Ungereimtheiten werden bekannt: So soll die Unfallstelle bereits nach wenigen Tagen ohne gründliche Spurensicherung geräumt worden sein. Investigativjournalistin Eurydice Bersi recherchiert zu dem Fall und stößt auf eine Mauer des Schweigens. Der Verdacht steht im Raum, dass EU-Subventionen zur Modernisierung des Bahnsystems veruntreut wurden. Im Februar 2025 entlädt sich die Wut der Bevölkerung über die verschleppten Ermittlungen auf der Straße. Der Ministerpräsident übersteht nur knapp ein Misstrauensvotum wegen Vertuschungsverdacht.

Die Reportage begleitet die Protagonisten in den Tagen rund um den Prozessauftakt, der die Schuldfrage klären soll. Doch schon der erste Gerichtstag endet im Chaos.

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Bildquellen: ZDF