Jetzt red i: Länger arbeiten, weniger Sozialleistungen - Retten wir so die Jobs?

Jetzt red i: Länger arbeiten, weniger Sozialleistungen - Retten wir so die Jobs?

BR Nord Live-TV BR Nord Morgen, 20:15 - 21:15 Uhr
DiskussionD 60 Minuten 
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Aufschwung und Reformen - mit diesen Versprechen ist Kanzler Friedrich Merz angetreten. Doch die Realität nach etwas mehr als einem Jahr Schwarz-Rot sieht anders aus: Wirtschaftsforscher befürchten, dass Deutschland gerade erneut in eine Rezession rutscht. Die Dauerkrise zeigt sich auch am Arbeitsmarkt: Seit 2019 sind mehr als 340.000 Industriejobs verlorengegangen.

Besonders hart trifft es die Automobilindustrie und deren Zulieferer. So will beispielsweise das Herzogenauracher Traditionsunternehmen Schaeffler bis nächstes Jahr in Deutschland rund 2.800 Arbeitsplätze abbauen. Die Krise betrifft nicht nur Großkonzerne, sondern auch bekannte Mittelständler: Ende des Monats schließt das Playmobil-Werk im mittelfränkischen Dietenhofen. Die Produktion wird ins günstigere Ausland verlagert, betroffen sind rund 350 Angestellte. Auch viele kleinere Unternehmen und Handwerksbetriebe klagen über zu teure Energie, zu hohe Abgaben und zu viel Bürokratie.

Die Bundesregierung will gegensteuern. Schon bald sollen erste Reformideen präsentiert werden - und die könnten für viele schmerzhafte Einschnitte mit sich bringen: Müssen wir in Zukunft für Gesundheit und Pflege deutlich mehr bezahlen? Können Steuern gesenkt werden? Müssen wir alle länger arbeiten? Was braucht es, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln?

Über diese und andere Fragen diskutieren bei "jetzt red i" Bürgerinnen und Bürger live in Herzogenaurach mit Ulrike Scharf (CSU), Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales und Holger Grießhammer, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion.

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Mitwirkende

  • Moderation Tilmann Schöberl
    Franziska Eder