04:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
04:02
04:30
Die Nachrichtensendung berichtet umfassend über Neuigkeiten aus dem Saarland und der Saar-Lor-Lux-Westpfalz-Region. Neben Interviews, Informations- und Ratgeberbeiträgen werden auch regionale Sport- und Kulturereignisse thematisiert.
05:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
05:02
Was ist los in Hessen? Die Sendung berichtet in informativen Beiträgen über das aktuelle Tagesgeschehen in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport.
05:30
Das mehrfach ausgezeichnete Format berichtet seit 1980 über aktuelle Geschehnisse in der Hansestadt Bremen. Dabei werden sowohl politische und sportliche, als auch kulturelle Themen berücksichtigt.
06:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
06:02
Am frühen Abend werden aktuelle Themen aus Schleswig-Holstein beleuchtet und kritisch hinterfragt. Außerdem gibt es Informationen zu den neuesten Trends und Ereignissen aus der Kunst- und Kulturszene.
06:17
06:25
Wann immer es etwas Interessantes aus dem Norden der Republik zu berichten gibt, sind die Reporter der Sendung vor Ort. Sie stellen das jeweilige Thema umfassend vor und lassen Betroffene zu Wort kommen.
06:55
Mit einem eigenen Start-up das große Geld verdienen - davon träumen viele junge Leute. So wie Jakob und Elia Rauber aus Lahnau in Mittelhessen. Sie haben es geschafft, obwohl neun von zehn Gründern aufgeben. Die Brüder haben vor acht Jahren ihre erste Eisdiele eröffnet. In den Corona-Jahren haben sie mitten im Lockdown damit begonnen, ihr selbstgemachtes Eis weiter zu verkaufen. Ihr Produkt schlug bei den Kunden - Gastronomie und Supermärkte deutschlandweit - ein wie eine Bombe. Jetzt folgt der nächste Schritt: die Expansion. Dafür setzen sie alles aufs Spiel. Sie bauen aus einem alten maroden Möbelhaus eine große Eisfabrik und wollen damit dem Herborner Stadtteil Uckersdorf neuen wirtschaftlichen Schwung und Arbeitsplätze bringen. Geht ihr Konzept auf? Autor Rick Gajek hat die Brüder Jakob und Elia Rauber monatelang bei ihrem kühnen Projekt begleitet.
07:15
07:45
Wann immer es etwas Interessantes aus dem Norden der Republik zu berichten gibt, sind die Reporter der Sendung vor Ort. Sie stellen das jeweilige Thema umfassend vor und lassen Betroffene zu Wort kommen.
08:15
Unsere Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen steht vor vielen Herausforderungen: Die Energiekrise, der Klimawandel, internationale Konflikte und neue Handelsbedingungen wie die aktuelle US-Zollpolitik setzen die heimischen Unternehmen zunehmend unter Druck.
09:00
Die regelmäßige Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle sowie sportliche Ereignisse aus Deutschland und der Welt wird seriös aufbereitet und präsentiert.
12:00
Die regelmäßige Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle sowie sportliche Ereignisse aus Deutschland und der Welt wird seriös aufbereitet und präsentiert.
12:15
Als die Staatsanwältin Anne Brorhilker den ersten Fall auf den Schreibtisch bekommt, ahnt sie nicht, dass es sich um den größten Steuerraub der deutschen Geschichte handelt: CumEx. Niemand rechnet zu diesem Zeitpunkt damit, dass sie mit ihrem Team in den folgenden acht Jahren zigtausende Akten durcharbeiten, weltweit Razzien durchführen und gegen mehr als 1000 Beschuldigte ermitteln wird - darunter mächtige Manager, Verantwortliche in Großbanken und Anwälte renommierter Kanzleien.
13:00
Die regelmäßige Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle sowie sportliche Ereignisse aus Deutschland und der Welt wird seriös aufbereitet und präsentiert.
13:15
In deutschen Fußgängerzonen, auf Wochenmärkten und Flohmärkten kommt man nicht daran vorbei: In unglaublichen Mengen wird Kleidung mit dem Label "Made in Italy" verkauft, aber zu Billigpreisen, die kaum zu erklären sind. Was steckt dahinter? Danilo Ceccarelli, "Senior Coordinator" der Europäischen Staatsanwaltschaft EPPO, sagt dazu: "In den letzten 20 Jahren hat sich ein verborgenes System chinesischer Organisationen in der europäischen Textilindustrie ausgebreitet. Niemand hat es gemerkt, auch wir nicht. Bis jetzt. Wir müssen nun massiv gegen ein riesiges EU-weites Netzwerk aus halblegalen, illegalen, teilweise mafiösen und staatli-chen chinesischen Strukturen bei uns vorgehen." Die "ARD Story" geht auf die Spur dieser Geschichte; die Suche führt zunächst in die alte toskanische Textilstadt Prato. Hier werden traditionell edle Stoffe für italienische Mode hergestellt; das Label ""Made in Italy" ist hier seit Generationen in erster Linie ein Qualitätsversprechen. Aber hier entstand auch das chinesische Fast-Fashion-System, das sich in ganz Europa ausgebreitet hat. In endlosen Fabrikhallen wird hier unter weitgehend unkontrollierten Arbeitsbedingungen Massenware für den europäischen Markt produziert. Mitten in der EU, mit dem attraktiven Label "Made in Italy". Dieses "System Prato" floriert und wächst. Längst haben die Summen, um die es geht, vor Ort zu einer spezifischen Form von Gewalt und Kriminalität geführt. Im sogenannten "Kleiderbügelkrieg", über den die italienischen Medien immer wieder berichten, kommt es regelmäßig zu Bedrohung, Einschüchterung und Schutzgelderpressung; auch einige Mordfälle der vergangenen Monate werden dem Milieu der Fast Fashion zugerechnet. Ermittler und investigative Journalisten gehen davon aus, dass die chinesische Mafia dabei eine entscheidende Rolle spielt. Unterstützung bei der Bekämpfung des "System Prato" kommt jetzt von ganz anderer Seite; neuerdings gibt es Ermittlungen der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) wegen Schmuggels und Zollbetrugs. Staatsanwalt Ceccarelli und sein Team gehen davon aus, dass der EU seit Jahren Milliarden Euro an Importzöllen und Steuern entgehen. Denn die Stoffe für die Billigmode aus Prato kommen aus China und werden in die EU geschmuggelt, in der Regel über Häfen, die dank der Seidenstraßen-Initiative der chinesischen Regierung bereits teilweise oder mehrheitlich China gehören. Dabei werden Schwachstellen in den Zollbehörden und verschiedene eher laxe EU-Handelsregeln gezielt ausgenutzt. Im Hafen von Piräus, der mehrheitlich dem chinesischen Staatskonzern COSCO gehört, hat die EPPO im Rahmen der "Operation Calypso" vor einigen Monaten über 2.400 Container aus China beschlagnahmt, korrupte Zöllner und Zwischenhändler verhaftet und der organisierten Kriminalität einen Schaden von über 700 Millionen Euro zugefügt. "Das war erst der Anfang", sagt Staatsanwalt Ceccareli. Aber die Dimensionen sind gewaltig. Mittlerweile wird das "System Prato" auch als Blaupause für große Produktionsstätten außerhalb von Paris und Madrid genutzt. Und wie sehr sich die illegalen chinesischen Organisationen in Italien etabliert haben, zeigt ein Phänomen, das selbst erfahrenen Mafiajägern die Sprache verschlägt: Mit Hilfe des Fast Fashion Handels wird europaweit Geld gewaschen, auch das der italienischen Mafia. Der zuständige Staatsanwalt in Prato, Luca Tescaroli, spitzt das so zu: "Jeder, der in Europa ein Modestück von diesen Produzenten kauft, muss wissen, dass er damit die Mafia unterstützt." Die "ARD Story" zeigt das sogenannte "System Prato" und seine europaweite Dimension auf und macht es sichtbar. Autor Dominik v. Eisenhart-Rothe begleitet EU-Staatsanwalt Ceccarelli und sein Team bei ihren Ermittlungen und Aktionen. In Prato trifft er italienische Investigativjournalisten, die seit Jahren zur Kriminalität rund um die chinesische Fast Fashion recherchieren, Gewerkschafter, die gegen die Ausbeutung in diesen Unternehmen kämpfen, und Aktivisten, die die Umweltschäden durch chemiehaltige Müllberge dokumentieren. Es geht um nicht weniger als - auf der einen Seite - Korruption und Wirtschaftskriminalität in gigantischem Ausmaß und - auf der anderen Seite - um chinesische organisierte Kriminalität, die über Leichen geht.
14:00
Die regelmäßige Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle sowie sportliche Ereignisse aus Deutschland und der Welt wird seriös aufbereitet und präsentiert.
14:15
Lange Zeit wurden in Deutschland mit Büromieten Milliarden verdient. Dann kamen Corona und das Homeoffice. Immer weniger Büros wurden gebraucht, der Leerstand nahm dramatisch zu. In den sieben größten Städten des Landes hat er sich sogar verdreifacht. Und eine Besserung ist am Markt nicht in Sicht. Jetzt fordern Architekten und Ökonomen, die leeren Büroflächen anders zu nutzen. Denn in Deutschland fehlen aktuell 1,4 Millionen Wohnungen - eines der drängendsten sozialen Probleme mit dem Potenzial, das Vertrauen in die Demokratie zu untergraben. Da wäre jedes leer stehende Bürohaus, das zu Wohnraum umgewandelt wird, hilfreich. Noch dazu würde die Umwelt profitieren: Denn moderne Gebäude müssen zwar höhere Ökostandards erfüllen. Dem stehen jedoch enorme Klimaschäden gegenüber, die der Abriss der Altbauten sowie der Neubau verursachen. Erste erfolgreiche Beispiele für die Umnutzung leer stehender Büros gibt es schon, wie diese ARD-Dokumentation an Beispielen aus Konstanz und Bremen zeigt. Auch die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen Verena Hubertz (SPD) unterstützt die Idee mit einem neuen Förderprogramm und 300 Millionen Euro. Und trotzdem zögern in der Immobilien- und Bauwirtschaft noch immer viele. Weil sie von einer Wiederbelebung des Büromarktes und von Renditen in zweistelliger Prozenthöhe träumen? Weil steuerliche Abschreibungen, die sich für die nicht vermieteten Flächen nach Schätzungen auf dreistellige Millionenbeträge addieren, den Leerstand noch erträglicher machen als den Umbau? Um herauszufinden, warum die üblichen Marktmechanismen zwischen Überangebot an Büros und ungedeckter Nachfrage an Wohnraum nicht funktionieren, machen sich Grimme-Preisträger Hauke Wendler und sein Kamerateam auf eine Reise quer durch die Republik. Warum droht eine Idee, von der Mensch und Umwelt profitieren würden, zu scheitern? Und was können wir ändern, damit nicht etwa internationale Investoren bestimmen, wohin es mit dem deutschen Immobilienmarkt geht?
15:00
Die regelmäßige Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle sowie sportliche Ereignisse aus Deutschland und der Welt wird seriös aufbereitet und präsentiert.
15:30
Das ARD-Wirtschaftsmagazin
16:00
Die regelmäßige Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle sowie sportliche Ereignisse aus Deutschland und der Welt wird seriös aufbereitet und präsentiert.
16:30
Wann immer es etwas Interessantes aus dem Norden der Republik zu berichten gibt, sind die Reporter der Sendung vor Ort. Sie stellen das jeweilige Thema umfassend vor und lassen Betroffene zu Wort kommen.
17:00
Die regelmäßige Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle sowie sportliche Ereignisse aus Deutschland und der Welt wird seriös aufbereitet und präsentiert.
17:30
In dem Magazin werden gut recherchierte Beiträge zu aktuellen Themen aus Politik, Wirtschaft, Kriminalität bis hin zu sozialen Schwerpunkten und ökologischen Aspekten präsentiert.
18:00
Die regelmäßige Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle sowie sportliche Ereignisse aus Deutschland und der Welt wird seriös aufbereitet und präsentiert.
18:30
Annabelle Tschech-Löffler wurde 2023 als Medaillengewinnerin der Special Olympics Weltspiele gefeiert. Im Alltag muss sich die 16-Jährige mit Downsyndrom ihren Platz jedoch immer wieder neu erkämpfen. Der 27-jährige Ruderer Sebastian Stuart ist Autist, erfolgreich im Leistungssport - und auch er ist oft außen vor. Sein großes Ziel: auch als Sportreporter sichtbar sein. Beide kämpfen darum, nicht auf ihre Behinderung reduziert zu werden. Die Spitzensportlerin Annabelle Tschech-Löffler kommt aus Borna (Sachsen), ist 16 und gehört bereits zum deutschen Special-Olympics-Kader im Turnen. Als jüngste Medaillengewinnerin der World Games-Geräteturnen erlebt sie 2023 einen unglaublichen Medienhype. Im Alltag steht die Athletin mit Downsyndrom dann wieder am Rand. Ausgeschlossen sein - ein Gefühl, das auch Sebastian Stuart kennt. Der 27-jährige Autist ist Ruderer. In seinem Club Rapid Berlin e.V. ist er der erfolgreichste Athlet, gleichzeitig aber auch der einzige Ruderer mit Behinderung. Er hat lange gebraucht, um diesen Verein zu finden, in dem er sich wohl und unterstützt fühlt. Annabelle trainiert am Olympiastützpunkt in Chemnitz. Hier übt die Elite. Annabelle muss sich ihren Platz erkämpfen. "Zum Turnsport dazuzugehören, ist im Leistungsbereich nicht einfach. Es ist der Inbegriff von Ästhetik. Menschen wie Annabelle kriegen genau das nicht so gut hin und üben wahrscheinlich deswegen eher exklusiv", sagt Markus Tschech-Löffler, ihr Vater und Trainer. Im Frühjahr 2025 trat Annabelle mit Katarina Witt als Inklusionsbotschafterin des Deutschen Internationalen Turnfestes in Leipzig vor die Weltöffentlichkeit und forderte mehr Beachtung für Menschen wie sie. Wieder bekommt sie viel Presse, wieder ist es eher eine Eintagsfliege. Bei Sebastian ist es ähnlich. Hauptberuflich arbeitet er im Garten- und Landschaftsbau einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Die Arbeit macht ihm Spaß, aber inklusiv ist sie nicht. Doch Sebastian ist Meister im Netzwerken. Regelmäßig besucht er Veranstaltungen zu inklusiven Themen. Darüber hinaus ist Sebastian Gastreferent in einer Vorlesungsreihe der IU Internationalen Hochschule in Leipzig. Dort sensibilisiert er die Studierenden für Inklusion. Und Sebastian hat noch eine weitere Passion - als Sportreporter für die ARD. Für den rbb war er schon bei den Special Olympic World Games 2023 in Berlin und 2025 bei der Verleihung "Sportler des Jahres" unterwegs. Aktuell bereitet sich Sebastian nicht nur als Sportler auf die Special Olympics Nationalen Spiele im Saarland vor. Er möchte parallel von dort wieder als Reporter für die ARD berichten. In einem inklusiven Team, gleichberechtigt mit den Kollegen ohne Behinderung. Annabelle meint: "Ich bin nicht behindert, ich werde behindert." Sie und Trainervater Markus werden dem in diesem Jahr etwas entgegensetzen! Eigeninitiativ bauen sie die Idee "Inklusiv gewinnt" aus. Dafür konzipieren und organisieren sie einen Turnwettkampf, der Anfang Mai in Leipzig stattfindet. In Teams kämpfen sogenannte normale, körperlich und geistig beeinträchtigte Turnerinnen um die Medaillen. Ein Novum in Deutschland - mit internationaler Beteiligung! Schottland, Estland und die USA haben Athletinnen gemeldet. Die Vorbereitungen kosten viel Zeit und viel Geld. "Egal! Es geht darum, dass Vielfalt als Normalität anerkannt wird. Am Ende des Tages sind wir alle nur Menschen."
19:00
Die regelmäßige Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle sowie sportliche Ereignisse aus Deutschland und der Welt wird seriös aufbereitet und präsentiert.
19:30
Grundwasser, Böden, Fließgewässer: Trockenheit auch abseits des Sommers belastet den natürlichen Wasserhaushaltr. Anfang Juni 2026 sprechen die Hydrologen im Thüringer Landesumweltamt von einem rekordtrockenen Winterhalbjahr: 40 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel. Der Klimawandel zwingt uns, das zu managen: Vor allem rund um unsere Flüsse müssen wir mehr Wasser in der Landschaft halten. Der Stapel mit den Masterplänen wird immer höher. Europäische Union, Bund, Landesregierungen - alle haben Strategien. Wieso sind sie nicht längst umgesetzt und worum wird so erbittert gestritten. 90 Prozent der Flüsse in Deutschland sind vom Menschen sehr stark verändert - auch in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. An der Wettera im Südosten von Thüringen erklärt Stephan Gunkel vom BUND Thüringen, wie ein Fluss und seine Aue funktionieren, wenn sie im natürlichen Gleichgewicht sind. Das krasse Gegenteil davon kann man von der Burg Wendelstein an der Landesgrenze Sachsen-Anhalt/Thüringen anschauen: Über Jahrhunderte hinweg haben unsere Vorfahren hier die Landschaft entwässert und dem Fluss Ackerfläche abgetrotzt. Umwelthistoriker Mathias Deutsch erklärt: Was hat unsere Vorväter angetrieben und wie sie vorgegangen? Auenökologe Mathias Scholz vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung erläutert die Folgen: Was passiert dort, wo die Aue einmal war, mit dem Wasser? Was muss dort auf welche Art verändert werden, damit unsere Flusslandschaften wieder ihre natürlichen Funktionen übernehmen können? Das weiß auch Matthias Wiegand, Geschäftsführer eines Agrarbetriebes in Straußfurt nördlich von Erfurt. Zwischen zu trockenen Frühjahren und Sommern, einem Stausee als Wasserreservoir und den vagen Renaturierungs-Plänen für die Unstrut kämpft er um gute Erträge auf seinen Flächen unmittelbar am Fluss. Seit 30 Jahren wird hier von Renaturierung geredet. Seit Frühjahr 2026 ist das Konzept des Landes Thüringen öffentlich: Erst wird der Hochwasserschutz im Unstrut-Tal neu organisiert, danach renaturiert. Der Zeithorizont enttäuscht vor allem Naturschützer: Erst 2051 sollen alle Pläne umgesetzt sein. Sabrina Schulz von der Deutschen Umwelthilfe geht auf die Schwächen der Masterpläne ein, benennt nötige Ressourcen für erfolgreiche Renaturierung und das, was die Politik schnell entscheiden muss. Der Leiter des Labors der Wasserwerke Leipzig, Heiko Schulze, führt das "exactly"-Team in die Mulde-Aue. Dort erklärt er, was die Trinkwasserversorgung der Großstadt mit der Qualität des Mulde-Wassers und den Ökosystem-Dienstleistungen der Aue zu tun hat. Und wieviel für Leipzig davon abhängt, dass dieses System auch künftig funktioniert. Rund um Roßlau in Sachsen-Anhalt haben zwei Flüsse Teile ihrer Auen schon zurückbekommen: Die kleine Rossel und die Elbe als Deutschlands zweitlängster Fluss. Auch da, wo Wasserrückhalt klein anfängt, ist er ein Erfolg. Und da, wo rechtzeitig damit begonnen wurde, inzwischen ein viel beachtetes Beispiel.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Als die Kölner Staatsanwältin Anne Brorhilker den ersten Fall auf den Schreibtisch bekommt, ahnt sie nicht, dass es sich um den größten Steuerraub der deutschen Geschichte handelt: CumEx. Keiner rechnet zu diesem Zeitpunkt damit, dass sie mit ihrem Team in den folgenden acht Jahren zigtausende Akten durcharbeiten, weltweit Razzien durchführen und gegen mehr als 1000 Beschuldigte ermitteln wird - darunter mächtige Manager, Verantwortliche in Großbanken und Anwälte renommierter Kanzleien. Im Zuge ihrer Ermittlungen entlarvt Brorhilker, mit welcher Skrupellosigkeit sich Millionäre Milliardensummen an Steuergeldern erstatten ließen, die zuvor nie bezahlt wurden. Für die Strafverfolgerin steht fest: Diesmal sollen keine Verfahren gegen Geldbuße eingestellt, sondern alle Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Die Aufgabe scheint unmöglich. Die Tatverdächtigen sitzen auf der ganzen Welt. Und es ist ein Wettlauf mit der Zeit. Verjährungen drohen. Es sind Brorhilkers Ermittlungen, die im Frühjahr 2020 im ersten CumEx-Urteil münden. Ein Meilenstein. Denn zum ersten Mal wird richterlich festgestellt: CumEx ist illegal. Bislang hatten sich viele Täter bei ihren Geschäften auf vermeintliche Gesetzeslücken berufen. Und tatsächlich: Jahrzehntelang war es Gesetzgeber und Finanzbehörden nicht gelungen, CumEx zu stoppen. Wie kann das sein? Die Dokumentation aus dem Jahr 2021 zeigt erstmals die Gesichter hinter der Aufarbeitung des größten Steuerskandals der Bundesgeschichte. Ermöglicht durch eine jahrelange intensive, investigative Recherche von WDR/NDR und Süddeutscher Zeitung gibt der Film tiefe Einblicke in das, was hinter den Kulissen geschah.
21:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
21:02
Der Cum-Ex Steuerhinterziehungsskandal hat vor einigen Jahren Schlagzeilen gemacht. Hauptermittlerin war die Oberstaatsanwältin Anne Brorhilker. Über ihre damaligen Ermittlungen hat sie ein Buch geschrieben, das im November 2025 erschienen ist. Über Erreichtes, Unerreichtes, Ermittlungsbehinderungen und ihre neue Tätigkeit spricht Ulrich Timm mit Anne Brorhilker.
21:32
21:45
mit Wetter
22:05
In deutschen Fußgängerzonen, auf Wochenmärkten und Flohmärkten kommt man nicht daran vorbei: In unglaublichen Mengen wird Kleidung mit dem Label "Made in Italy" verkauft, aber zu Billigpreisen, die kaum zu erklären sind. Was steckt dahinter? Danilo Ceccarelli, "Senior Coordinator" der Europäischen Staatsanwaltschaft EPPO, sagt dazu: "In den letzten 20 Jahren hat sich ein verborgenes System chinesischer Organisationen in der europäischen Textilindustrie ausgebreitet. Niemand hat es gemerkt, auch wir nicht. Bis jetzt. Wir müssen nun massiv gegen ein riesiges EU-weites Netzwerk aus halblegalen, illegalen, teilweise mafiösen und staatli-chen chinesischen Strukturen bei uns vorgehen." Die "ARD Story" geht auf die Spur dieser Geschichte; die Suche führt zunächst in die alte toskanische Textilstadt Prato. Hier werden traditionell edle Stoffe für italienische Mode hergestellt; das Label ""Made in Italy" ist hier seit Generationen in erster Linie ein Qualitätsversprechen. Aber hier entstand auch das chinesische Fast-Fashion-System, das sich in ganz Europa ausgebreitet hat. In endlosen Fabrikhallen wird hier unter weitgehend unkontrollierten Arbeitsbedingungen Massenware für den europäischen Markt produziert. Mitten in der EU, mit dem attraktiven Label "Made in Italy". Dieses "System Prato" floriert und wächst. Längst haben die Summen, um die es geht, vor Ort zu einer spezifischen Form von Gewalt und Kriminalität geführt. Im sogenannten "Kleiderbügelkrieg", über den die italienischen Medien immer wieder berichten, kommt es regelmäßig zu Bedrohung, Einschüchterung und Schutzgelderpressung; auch einige Mordfälle der vergangenen Monate werden dem Milieu der Fast Fashion zugerechnet. Ermittler und investigative Journalisten gehen davon aus, dass die chinesische Mafia dabei eine entscheidende Rolle spielt. Unterstützung bei der Bekämpfung des "System Prato" kommt jetzt von ganz anderer Seite; neuerdings gibt es Ermittlungen der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) wegen Schmuggels und Zollbetrugs. Staatsanwalt Ceccarelli und sein Team gehen davon aus, dass der EU seit Jahren Milliarden Euro an Importzöllen und Steuern entgehen. Denn die Stoffe für die Billigmode aus Prato kommen aus China und werden in die EU geschmuggelt, in der Regel über Häfen, die dank der Seidenstraßen-Initiative der chinesischen Regierung bereits teilweise oder mehrheitlich China gehören. Dabei werden Schwachstellen in den Zollbehörden und verschiedene eher laxe EU-Handelsregeln gezielt ausgenutzt. Im Hafen von Piräus, der mehrheitlich dem chinesischen Staatskonzern COSCO gehört, hat die EPPO im Rahmen der "Operation Calypso" vor einigen Monaten über 2.400 Container aus China beschlagnahmt, korrupte Zöllner und Zwischenhändler verhaftet und der organisierten Kriminalität einen Schaden von über 700 Millionen Euro zugefügt. "Das war erst der Anfang", sagt Staatsanwalt Ceccareli. Aber die Dimensionen sind gewaltig. Mittlerweile wird das "System Prato" auch als Blaupause für große Produktionsstätten außerhalb von Paris und Madrid genutzt. Und wie sehr sich die illegalen chinesischen Organisationen in Italien etabliert haben, zeigt ein Phänomen, das selbst erfahrenen Mafiajägern die Sprache verschlägt: Mit Hilfe des Fast Fashion Handels wird europaweit Geld gewaschen, auch das der italienischen Mafia. Der zuständige Staatsanwalt in Prato, Luca Tescaroli, spitzt das so zu: "Jeder, der in Europa ein Modestück von diesen Produzenten kauft, muss wissen, dass er damit die Mafia unterstützt." Die "ARD Story" zeigt das sogenannte "System Prato" und seine europaweite Dimension auf und macht es sichtbar. Autor Dominik v. Eisenhart-Rothe begleitet EU-Staatsanwalt Ceccarelli und sein Team bei ihren Ermittlungen und Aktionen. In Prato trifft er italienische Investigativjournalisten, die seit Jahren zur Kriminalität rund um die chinesische Fast Fashion recherchieren, Gewerkschafter, die gegen die Ausbeutung in diesen Unternehmen kämpfen, und Aktivisten, die die Umweltschäden durch chemiehaltige Müllberge dokumentieren. Es geht um nicht weniger als - auf der einen Seite - Korruption und Wirtschaftskriminalität in gigantischem Ausmaß und - auf der anderen Seite - um chinesische organisierte Kriminalität, die über Leichen geht.
22:50
Fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban versucht das Regime, Afghanistan touristisch zu öffnen. Während das Auswärtige Amt vor Reisen ins Land warnt, entdecken immer mehr internationale Besucher das vermeintlich unzugängliche Land. ARD-Südasienkorrespondent Markus Spieker kehrt zurück in ein Land, über das er seit 2010 berichtet hat. Als Teil einer internationalen Reisegruppe bewegt er sich zwischen Gastfreundschaft, Propaganda und den Folgen eines Regimes, das Frauen und Mädchen massiv in ihren Freiheiten einschränkt. Wer reist freiwillig nach Afghanistan - und warum? Der Film beleuchtet die Grauzonen zwischen Neugier und Verantwortung, Boykott und Annäherung und stellt die Frage: Kann Reisen politische Wirklichkeit sichtbar machen?
23:35
Grundwasser, Böden, Fließgewässer: Trockenheit auch abseits des Sommers belastet den natürlichen Wasserhaushaltr. Anfang Juni 2026 sprechen die Hydrologen im Thüringer Landesumweltamt von einem rekordtrockenen Winterhalbjahr: 40 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel. Der Klimawandel zwingt uns, das zu managen: Vor allem rund um unsere Flüsse müssen wir mehr Wasser in der Landschaft halten. Der Stapel mit den Masterplänen wird immer höher. Europäische Union, Bund, Landesregierungen - alle haben Strategien. Wieso sind sie nicht längst umgesetzt und worum wird so erbittert gestritten. 90 Prozent der Flüsse in Deutschland sind vom Menschen sehr stark verändert - auch in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. An der Wettera im Südosten von Thüringen erklärt Stephan Gunkel vom BUND Thüringen, wie ein Fluss und seine Aue funktionieren, wenn sie im natürlichen Gleichgewicht sind. Das krasse Gegenteil davon kann man von der Burg Wendelstein an der Landesgrenze Sachsen-Anhalt/Thüringen anschauen: Über Jahrhunderte hinweg haben unsere Vorfahren hier die Landschaft entwässert und dem Fluss Ackerfläche abgetrotzt. Umwelthistoriker Mathias Deutsch erklärt: Was hat unsere Vorväter angetrieben und wie sie vorgegangen? Auenökologe Mathias Scholz vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung erläutert die Folgen: Was passiert dort, wo die Aue einmal war, mit dem Wasser? Was muss dort auf welche Art verändert werden, damit unsere Flusslandschaften wieder ihre natürlichen Funktionen übernehmen können? Das weiß auch Matthias Wiegand, Geschäftsführer eines Agrarbetriebes in Straußfurt nördlich von Erfurt. Zwischen zu trockenen Frühjahren und Sommern, einem Stausee als Wasserreservoir und den vagen Renaturierungs-Plänen für die Unstrut kämpft er um gute Erträge auf seinen Flächen unmittelbar am Fluss. Seit 30 Jahren wird hier von Renaturierung geredet. Seit Frühjahr 2026 ist das Konzept des Landes Thüringen öffentlich: Erst wird der Hochwasserschutz im Unstrut-Tal neu organisiert, danach renaturiert. Der Zeithorizont enttäuscht vor allem Naturschützer: Erst 2051 sollen alle Pläne umgesetzt sein. Sabrina Schulz von der Deutschen Umwelthilfe geht auf die Schwächen der Masterpläne ein, benennt nötige Ressourcen für erfolgreiche Renaturierung und das, was die Politik schnell entscheiden muss. Der Leiter des Labors der Wasserwerke Leipzig, Heiko Schulze, führt das "exactly"-Team in die Mulde-Aue. Dort erklärt er, was die Trinkwasserversorgung der Großstadt mit der Qualität des Mulde-Wassers und den Ökosystem-Dienstleistungen der Aue zu tun hat. Und wieviel für Leipzig davon abhängt, dass dieses System auch künftig funktioniert. Rund um Roßlau in Sachsen-Anhalt haben zwei Flüsse Teile ihrer Auen schon zurückbekommen: Die kleine Rossel und die Elbe als Deutschlands zweitlängster Fluss. Auch da, wo Wasserrückhalt klein anfängt, ist er ein Erfolg. Und da, wo rechtzeitig damit begonnen wurde, inzwischen ein viel beachtetes Beispiel.