05:00
Sie ist Arbeits- und Freizeitfluss, Grenze zwischen Deutschland und Frankreich, kanalisierte Schifffahrtsstraße und zugleich ungezähmtes Naturparadies. Die Saar ist ein kleiner Fluss - mit überraschend vielen Gesichtern. An Ihren Ufern finden sich einzigartige Technologie-Wunderwerke wie die Völklinger Hütte, grandiose Kulturdenkmäler wie die 6 Fayencerie in Saargemünd und die fast versunkenen Festungsanlagen des großen französischen Baumeisters Vauban in Saarlouis. Sie entspringt im Elsass in den Vogesen am Fuß des Donon. Und dass gleich zwei Mal. Weniger als einen Kilometer Luftlinie voneinander entfernt fließen die beiden Quellflüsse, die rote und die weiße Saar, fast dreißig Kilometer lauschig durch dicht bewachsenen Wald nebeneinander die Vogesen hinab, bis sie sich bei Hermelange zur Saar vereinigen. Gut die Hälfte ihres weiteren Weges fließt die Saar dann durch Frankreich, ist für elf Kilometer deutsch-französischer Grenzfluss und erinnert im Unterlauf mit ihren spektakulären Steilwandlagen und ausgeprägten Flussschleifen immer stärker an die Mosel, in die sie bei Konz nach 236 Kilometern mündet. Die 90-minütige Hochglanzdokumentation überrascht mit verblüffendem historischem Archivmaterial, erinnert an die Zeit, als die Saar ein Bade- und Wasserskiparadies war, an die Ära, als Treidelschiffe noch schwer beladen unterwegs waren, als es noch keine Brücken, sondern nur Fähren über den Fluss gab und die Menschen gegen das Hochwasser kämpften. Sie erzählt von Flößern und Schleusenwärtern, Badenixen und Kajakpaddlern, Winzern und Gemüsebauern, Frachtschiffern und Fährmännern, Graffitikünstlern und Anglern. Der Film verbindet überwältigende Landschaftsaufnahmen gedreht zu Wasser, zu Land und in der Luft mit lebendig erzählten Porträts der Menschen, die bei aller Verschiedenheit eines vereint: ihre intensive Beziehung zur Saar.
06:30
Sie sind Oasen der Erholung, Paradiese auf Erden. Gärten und Parks, erschaffen von genialen Landschaftsarchitekten, gehegt und gepflegt von erfahrenen Gärtner:innen und wissbegierigen Forschenden. Acht der schönsten Gärten und herrschaftlichen Parks in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die Reise beginnt in Weinheim im Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof mit 2000 verschiedenen Staudenarten, führt über die Klosteranlage Maulbronn mit ihrem berühmten Kräutergarten zu einem Meisterwerk des europäischen Spätbarocks, dem Schlosspark von Schwetzingen. Die Zuschauer:innen entdecken unbekannte Orte wie die romantische Burg Stolzenfels am Rhein und streifen durch den weitläufigen Luisenpark in Mannheim. Im Rosensteinpark Stuttgart leben die stadtbekannten Papageien-Pärchen seit mehr als 35 Jahren. Direkt daneben liegt die Wilhelma. Sie ist sowohl ein botanischer als auch zoologischer Garten und damit einzigartig in Deutschland.
08:00
Die Sendung zeigt live an rund 40 Standorten, wie das Wetter an den schönsten Orten in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und angrenzenden Nachbarländern ist. Scheint auf dem Gipfel die Sonne? Sind im Winter die Pisten präpariert und laufen die Lifte? Regnet es am Zielort und muss die Wanderung dem Museumsbesuch weichen? Ist für den Einkauf eine Jacke notwendig? Die Wetterbilder helfen bei der Freizeitgestaltung genauso wie bei der Planung des geeigneten Verkehrsmittels zur Arbeit.
09:15
Wurde das demokratische Streiten verlernt? Debatten werden täglich aggressiver: Es wird mehr behauptet als begründet, mehr provoziert als argumentiert. Dabei ist Streit der Motor der Demokratie und Ausdruck politischer Freiheit. Demokratie verlangt, Gegensätze auszuhalten, ohne sie zu vernichten. Doch diese Fähigkeit gerät unter Druck. Soziale Medien belohnen Emotionalisierung und Eskalation. Der politische Streit verlagert sich zunehmend in Räume, in denen Sichtbarkeit wichtiger ist als Verständigung - und Geschwindigkeit wichtiger als Reflexion. Hinzu kommt ein postfaktisches Klima, in dem Gefühle schwerer wiegen als überprüfbare Tatsachen. Lager verhärten sich, Argumente prallen ab. Streit kippt in persönliche Abwertung. Wird Streit nur noch als Durchsetzung eigener Positionen verstanden und verliert er seinen demokratischen Kern?
10:15
Die Gesprächsrunde ist die dienstälteste ihrer Art im deutschen Fernsehen. Bereits im Jahr 1974 wurde sie zum ersten Mal ausgestrahlt. Das Format verfolgt das Prinzip einer transparenten Produktion.
12:15
Nach seiner schweren Herzoperation bittet seine Schwester Waltraud den erfolgsverwöhnten Unternehmer Ernst Schmitt, sich aus dem aktiven Geschäftsleben zurückzuziehen. Auch sein Neffe Marc kann es kaum erwarten, die Firmenleitung übertragen zu bekommen. Doch, als Marc eine unrentabel gewordene Schokoladenfabrik im Sauerland schließen will, wird Ernst misstrauisch. Die Patrizia-Werke wurden von Vater Schmitt gegründet und bilden die Keimzelle des Weltkonzerns. Unter dem Vorwand, zur Kur zu fahren, macht Ernst sich mit seinem Chauffeur Hubert auf, um im Sauerland nach dem Rechten zu sehen. Damit man ihm nichts vormachen kann, lässt er sich inkognito als Fahrer in seiner eigenen Fabrik anstellen. Während Hubert als vermeintlicher Millionär auf Kurzurlaub die Puppen tanzen lässt, muss Ernst für den Betriebschef Gräber Koffer schleppen. Dabei taucht der Beinahe-Rentner tief in die Welt seiner Jugend ein. Doch er kommt auch einer Intrige auf die Spur.
13:45
Die attraktive Susanne traut ihren Augen kaum, als ihr Lebensgefährte Ulli ihr einen Kunstmaler vorstellt, der ein Ölgemälde von ihr anfertigen soll: Markus Marberg ist ein alter Schulkamerad von ihr - allerdings einer, den Susanne nie ausstehen konnte. Zunächst lehnt die Mittdreißigerin jeden weiteren Kontakt mit dem "Ekel" ab. Nach einer Weile gestehen sich die beiden jedoch, dass sie in Wahrheit früher heimlich ineinander verliebt waren. Es dauert nicht lange, bis die alte Liebe zwischen dem frech-charmanten Künstler und der selbstbewussten Ex-Profisportlerin neu entflammt. Eine turbulente romantische Komödie. In den Hauptrollen sind Katja Weitzenböck, Heio von Stetten, Hansa Czypionka und Rosemarie Fendel (die Schauspielerin starb 2013) zu sehen.
15:15
Hoch hinauf wollen alljährlich an Pfingsten die Dorfburschen im niederbayerischen Rottenstuben. Mit Pech an Händen und Füßen klettern sie blitzschnell zur Spitze des Maibaums. Der mehr als 600 Jahre alte Kötztinger Pfingstritt in der Oberpfalz ist eine der ältesten Brauchtumsveranstaltungen in Bayern und beginnt am Pfingstmontag. Laut Legende sollte der Stadtpfarrer im Nachbardorf einem Sterbenden die "letzte Ölung" spenden. Um ihn zu beschützen, begleiteten ihn mutige Männer zu Roß. Nach seiner Rückkehr wurde gelobt, den Ritt jährlich zu wiederholen. In Regen im Bayerischen Wald findet alle zwei Jahre an Pfingsten das größte bayerische Volksmusikspektakel statt: Das Festival "Drumherum" lockt fast 3.000 Musizierende und 50.000 Zuhörende in die Stadt. In Berchtesgaden machen die Salzbergwerks-Knappen ihren Umzug. In Feldwies am Chiemsee gründeten Bürger:innen vor Jahren eine Aktiengesellschaft, um ihr Dorfwirtshaus zu retten. Dies wird an Pfingsten mit Ochs am Spieß gefeiert.
15:45
Sören Anders, Spitzenkoch aus Karlsruhe, nimmt die Zuschauer:innen mit auf eine kulinarische und kulturelle Entdeckungstour durch urige, originelle und oft noch familiengeführte "Wirtshäuser im Südwesten". Ob in die "Zeitungsente" nach Mainz, wo sich Alt und Jung an einem Tisch treffen, in die quirlige Gassenwirtschaft "Bäck-Schwarz" in Altensteig oder ins "Zum Laub" nach Berghausen, das für seine hausgemachten Spätzle und die legendären Bratkartoffeln bekannt ist - jedes dieser Wirtshäuser hat seinen eigenen Charakter. Was sie alle verbindet: Leidenschaft, Gastfreundschaft und Geschichten, die das Leben schreibt. Vorgestellt werden Menschen, die mit Herzblut ihre Traditionen weitertragen, in einzigartiger Wirtshausatmosphäre. Ob urig, ausgelassen oder romantisch - hinter jeder Wirtshaustür wartet ein neues Abenteuer.
16:15
In der ersten Folge reist Spitzenkoch Sören Anders nach Oberkirch im Schwarzwald in das selbstgebaute Holzhaus von Tanja und Dieter Braun. Das handwerklich begabte Paar liebt Upcycling, Kochen und die heimische Küche. Die Challenge: Schafft es Sören Anders, mit den vorhandenen Zutaten etwas Leckeres zu kochen und den Geschmack der ihm bis dato unbekannten Bewohner:innen zu treffen? Nach Inspektion der Wohnung und des Kühlschranks beschließt Sören, den Ofen im Garten miteinzubeziehen. Unerwartete Unterstützung kommt von Erich, dem Nachbarn. Ob er mit der Wahl einer Schwarzwaldforelle richtig liegt oder ein Kindheitstrauma heraufbeschwört, zeigt sich erst bei der Rückkehr von Tanja und Dieter Braun.
17:00
Jedes Schloss und jede Burg erzählt eine spannende Geschichte - von edlen Rittern und Fürst:innen, König:innen und Hofdamen, Wettkämpfen und Gelagen, Prunk und Wehrhaftigkeit, Krieg und Frieden. In Deutschland gibt es einige der beeindruckendsten Schlösser und Burgen Europas. Oftmals ranken sich Sagen und Märchen um die verwunschenen Gemäuer. Das Schloss Neuschwanstein, das König Ludwig II. von Bayern einst als privaten Rückzugsort erbauen ließ, ist heute Top-Besuchsziel für Tourist:innen aus aller Welt und Vorbild für Hollywood-Märchenfilme oder Casinos in Las Vegas. Auf der Wartburg am Rande des Thüringer Waldes übersetzte Luther die Bibel ins Deutsche. In Potsdam ist Schloss Sanssouci mit wundervollen Parkanlagen ein Muss, geplant von Friedrich II. als Sommerresidenz im Rokokostil. Die meisten Schlösser und Burgen laden hoch oben auf einsamen Felsen oder inmitten riesiger Parkanlagen zum Träumen ein - etwa in den Gärten von Schloss Herrenchiemsee. Alle sind einen Besuch wert.
18:00
18:15
Sie waren der große Wurf des Schuhmachers Eugen Brütting aus Oberfranken: die Laufschuhe mit dem Namen "Roadrunner". Ende der 1960er Jahre hatte er den Schuh gemeinsam mit dem neuseeländischen Läufer und Langstreckentrainer Arthur Lydiard entwickelt. Den besonderen Erfolg des aus Velourleder hergestellten "Roadrunners" machte seine dämpfende, aus drei Gummischichten bestehende Mittelsohle aus. Dadurch konnte er insbesondere auf befestigten Wegen und harten Böden getragen werden. Aufgrund seiner guten Aufpralldämmung wurde er zum Schuh einer Läufer:innen-Generation: Die Diskuswerferin und Weltrekordlerin Liesel Westermann trug den Schuh genauso wie Bernd Kannenberg, der mit ihm bei den Olympischen Spielen 1972 Gold im 50 Kilometer Gehen holte. Bis heute wird der weitgehend in Handarbeit hergestellt Schuh getragen: inzwischen weniger beim Sport als im Alltag - als Sneaker.
18:45
Die Moderatoren des Magazins sind für die Zuschauer live unterwegs im gesamten Sendegebiet. Sie melden sich von immer anderen Orten und Veranstaltungen zu Wort.
19:15
Carlotta ist nicht nachhause gekommen und schickt ihrem Vater lediglich eine Nachricht, dass es später wird. Andreas macht sich große Sorgen, weil niemand weiß, wo Carlotta abgeblieben ist und ans Handy geht sie auch nicht. Kein Wunder, denn Carlotta ist mit Lioba im Wald auf Kräutersuche und hat keinen Empfang. Albert und Celine sind traurig, dass ihr Kinderwunsch sich vielleicht nie erfüllen wird und suchen Ablenkung in einer Wanderung. Bei der Einkehr im "Löwen" treffen sie auf Monique, die nicht im Bilde ist, wie schlecht es den jungen Leuten geht. Ahnungslos erzählt sie von ihrem Mutterglück damals, als Albert geboren war und betritt damit bei Celine ein Minenfeld. Im Rathaus wird ein üppiger Präsentkorb für Bernhard abgegeben - von einem anonymen Spender. Der penible Herr Engel mahnt, dass Geschenke im öffentlichen Dienst verboten sind, Stichwort: Vorteilsannahme im Amt. Lediglich kleine Geschenke bis zu einem Wert von zehn Euro seien erlaubt. Der Korb ist deutlich mehr wert.
19:45
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Einmal im Jahr treffen sich auf Einladung von Prinzessin Stéphanie von Monaco, Schirmherrin des Festivals, Top-Artist:innen aus aller Welt, um vor einer Fachjury und einem großen Publikum ihr Können zu zeigen, in der Hoffnung, einen der begehrten Clown-Auszeichnungen zu gewinnen: Akrobatik, nervenaufreibende Nummern am Trapez oder auf dem Hochseil sowie Clownerie erwarten das Zirkuspublikum.
22:00
23:00
Die achtjährige Luise lebt mit ihrer Mutter und ihrer Oma Selma im Westerwald. In ihrem Dorf haben einige Nachbar:innen ihre Eigenarten. Der Optiker fängt jeden Tag einen Liebesbrief an und schickt ihn nie ab. Die missmutige Marlies braucht für ihre schlechte Laune keine Ursache, und die abergläubige Elsbeth beherbergt ständig buddhistische Reisegruppen. In Sachen Eigentümlichkeit stehen Luise und Selma hier niemandem in etwas nach. Wenn die zuweilen verhuschte Enkelin etwas erzählt, was sie selbst nicht glaubt, fällt etwas von oben herunter. Bei ihrer Oma wird es unheimlich, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint. Dann, daran gibt es im Dorf keinen Zweifel, geschieht ein Unglück. Als der Seherin dann ein freundlich dreinschauendes Okapi erscheint, kommt es tatsächlich zu einem Ereignis, das ihrer Enkelin bis ins Erwachsenenalter nachgeht. Erst als die inzwischen 22-jährige Luise den buddhistischen Mönch Frederik kennenlernt, beginnt sie, sich neu auf das Leben einzulassen.