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rbb 88.8 und mehr
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Linus Lösch, der gerade auf die Welt gekommen ist, läuft plötzlich blau an und bekommt Atembeschwerden. Dr. Martin Stein braucht die Hilfe von Dr. Niklas Ahrend. Doch Niklas gibt sich die Schuld am Tod von Anita Veit und weiß nicht, wie er weiterhin als Arzt arbeiten soll. Bei der Untersuchung stellt Niklas fest, dass der kleine Linus nur eine Herzhälfte hat. Ohne Operation wird er sterben. Die Ärzte diskutieren, was zu tun ist, der Eingriff gehört zu den komplexesten in der Herzchirurgie. Nur der Arzt, der diesen Eingriff schon ein paar Mal durchgeführt hat, hält sich raus: Niklas. Er bittet Roland, seinen ehemaligen Mentor Dr. Harald Loosen aus Erfurt hinzuzuziehen. Niklas kämpft mit sich, die Angst davor, am OP-Tisch Entscheidungen treffen zu müssen, quält ihn. Die neue Pflegedienstleiterin Arzu Ritter muss sich in ihrer neuen Rolle erst finden. Noch dazu sind die Veränderungen durch die Übernahme von Abaris deutlich zu spüren. Als Hans-Peter Brenner sich darüber beschwert, dass der Zuschuss zum Kantinenessen gestrichen wurde, verspricht Arzu, dies in einer Sitzung mit der Geschäftsführung zu klären. Doch statt einer Klärung bekommt sie die nächste Hiobsbotschaft: 30 Prozent des Pflegepersonals soll eingespart werden, und von Arzu wird erwartet, dass sie eine Liste mit Namen liefert.
09:45
Heizungsmonteur Paul Greiner ist perfekt vorbereitet: Der Sekt steht kalt, der Tisch ist festlich gedeckt. Er will seiner Freundin Mareike einen Heiratsantrag machen, doch aus der Überraschung wird nichts. Als er bei Familie Brentano die Heizung repariert, wird er schwer von einem Ventil getroffen und muss in die Sachsenklinik eingeliefert werden. Paul überredet Hans-Peter Brenner, alle Spuren der geplanten Aktion in seiner Wohnung zu entfernen. Dabei wird Hans-Peter überrascht. Mareike kommt zu früh nach Hause und erfasst sofort, was Paul vorhatte. Erschrocken macht sie Paul in der Klinik klar, dass sie ihn nicht heiraten möchte. Nach der Scheidung von ihrem dominanten Mann hatte Mareike nicht vor, sich schnell wieder zu binden. Paul wird klar, dass er für Mareike nur der Lückenbüßer war. Diese Aufregung verschlimmert Pauls Zustand dramatisch. Niklas' ehemaliger Mentor Dr. Loosen aus Erfurt kommt nach Leipzig und bietet ihm einen Oberarztposten in Erfurt an. Niklas ist hin- und hergerissen. Einerseits ist das die Chance, endlich Oberarzt zu werden, andererseits würde er seinen Sohn Max viel weniger sehen. Und Sarah Marquardt möchte ungern auf ihren brillanten Spezialisten verzichten.
10:30
Der Ableger der Serie "In aller Freundschaft" dreht sich um den Alltag im Erfurter Johannes-Thal-Klinikum. Die Beziehungen zwischen den Ärzten stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Schicksale der Patienten.
11:15
Tupa und Sonco, die zwei Brillenbärenkinder, sind die Attraktion im Frankfurter Zoo. Sie sind im besten Flegelalter und haben zur Freude der Besucher nur Unsinn im Kopf. Am liebsten demontieren sie alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Jetzt sollen sie zum ersten Mal auf die Waage. Revierleiterin Claudia Löschmann schwant schon etwas. Sie versucht, die teure Waage mit Gurten möglichst fest anzuzurren. Doch wie immer interessieren sich die Bärenkinder genau für diese Gurt-Konstruktion. Die Kapuzineräffchen im Opel-Zoo sind eine muntere Truppe. Sie sind sehr neugierig und brauchen viel Abwechslung. Die Pfleger Desirée Studt und Florian Rimpler wollen die Äffchen heute mit einer Herausforderung überraschen: Sie haben alte T-Shirts mit Heu und Leckerlis gefüllt und zusammengenäht. Ob die Kapuziner sich an diese seltsamen T-Shirt-Fresssäcke herantrauen?
12:05
12:55
13:40
Als Arda Turan wieder einmal bei ihrem alten Verein trainiert, kollabiert eine junge Schwimmerin. Arda rettet sie, doch die Nachwuchsschwimmerin fällt ins Koma! Das Unglück geht Arda nahe, schließlich ist die Verunglückte der Schützling ihres alten Trainers. Tatsächlich stellt sich heraus, dass das Nachwuchstalent mit verunreinigten Steroiden vollgepumpt war. Als ihr vermeintlicher Dealer kurz darauf tot aufgefunden wird, fällt der Verdacht auf Ardas alten Trainer. Denn für Kripo-Hauptkommissar Carsten Heinrich ist der Fall klar: Der Trainer hat den Dopingdealer erschlagen. Um die Unschuld ihres Mentors zu beweisen, ermitteln Arda und die WaPo-Kollegen auf eigene Faust. Und tatsächlich scheint der Fall bald nicht mehr so eindeutig, wie von der Kripo angenommen.
14:30
Der ambitionierte Rechtsanwalt Florian Faber vertritt den jungen Lkw-Fahrer Max, dem unter fadenscheinigen Gründen gekündigt wurde. Ein Routinefall, wie es scheint. Leider hat sein Mandant ihm verschwiegen, dass er ausgerechnet mit der Entlastungszeugin eine Affäre hatte. Als diese vor Gericht mit einer pikanten Geschichte herausrückt, bricht Florians Verteidigung wie ein Kartenhaus zusammen. Max verliert nicht nur den Job, sondern auch seine Freundin Anna, die im Gerichtssaal erfahren muss, dass sie betrogen wurde. Die Hochschwangere will nichts mehr von Max wissen und taucht ab. Florian hätte allen Grund, seinen Klienten zum Mond zu schießen, lässt sich aber dazu breitschlagen, nach Anna zu suchen. Seine Lebensgefährtin, die kritische Journalistin Sarah Pohl, rollt den Fall unterdessen von einer ganz anderen Seite auf. Die frischgebackene Ressortleiterin vermutet, dass Max' zwielichtiger Chef Penkalla seine Mitarbeiter heimlich von einer Detektei überwachen lässt. Während sie diesen Verdacht mit nicht ganz legalen Mitteln zu beweisen versucht, erhält Florian einen Notruf von Anna: Sie ist von einer wohlhabenden Frau aufgenommen worden, die es etwas zu gut mit ihr meint.
16:00
mit Sport
16:15
Gabi Bähr, die Mutter von Elias Bähr, wird von ihrem Neffen Fiete Petersen für eine Nachsorgeuntersuchung ins Johannes-Thal-Klinikum gebracht. Obwohl sich Elias' Mutter angeblich viel besser fühlt, muss er eine beunruhigende Entdeckung machen. Auch Ausbilder Dr. Niklas Ahrend und Chefärztin Prof. Patzelt bestätigen, dass Gabi Bährs Herzerkrankung zurückgekehrt ist und sie schnell operiert werden muss. Gabi nimmt die Diagnose gefasst auf, will sich nicht weiter damit beschäftigen und bittet Elias und Fiete, es genauso zu halten. Elias möchte sich damit ablenken, dass er bei Fiete ein mysteriöses Symptom untersucht. Doch die Sorge um seine Mutter holt ihn bald ein und kanalisiert sich in großem Misstrauen gegenüber Vivi, die bei der geplanten Herz-Operation assistieren soll ... Antonia Menzel taucht nicht zum ersten Mal in der Notaufnahme des JTKs auf. Dr. Franziska Ruhland ist diese Patientin von früheren Besuchen nur allzu gut bekannt, aber sie muss sich erst um akutere Fälle kümmern. Dieses Mal ist sich Antonia allerdings sicher, einen Herzinfarkt erlitten zu haben und dringend Hilfe zu benötigen. Die Assistenzärzte Tom Zondek und Mikko Rantala, die zu mehr selbstständigen Handeln aufgerufen wurden, nehmen sich der Patientin an und kommen zum vermeintlich gleichen Ergebnis wie sie. Zum Glück greift Franziska rechtzeitig ein! Unterdessen möchte Wolfgang Berger Julia und Vivi ein Wellness-Wochenende spendieren, damit sie den geplatzten Tauchurlaub nachholen können. Es scheint aber, als könne niemand sonst den bereits eingeplanten Tagungsbesuch übernehmen. Da muss Berger kreativ werden.
17:05
Wenn Tierpfleger Detlef Liebschwager morgens um sechs Uhr zur Arbeit kommt, beginnt der Tag im Zoo für ihn zunächst mit einem Rundgang im Raubtierhaus. Anschließend bekommt Malaienbärin Maika ihre Suppe serviert - selbstverständlich vom Revierchef persönlich! Die alte Bären-Dame lebt jetzt im ehemaligen Gehege von Panda Bao Bao, der 2012 im Alter von 34 Jahren verstorben ist. Die kleinen Raubtiere, wie Sandkatzen-Kater Wiss und die Erdmännchen, müssen sich in Sachen Futter dagegen immer noch gedulden. Sie werden erst am Nachmittag verköstigt und zwar immer schön der Reihe nach, bissige Marder eingeschlossen. Viel zu tun hat am frühen Morgen auch Reviertierpflegerin Claudia Walther im Afrikanum des Tierparks. Schließlich warten hier Giraffen, Antilopen und Wasserböcke nahezu gleichzeitig auf ihr Frühstück! Gegen Mittag werden die Uganda-Giraffen außerdem von einem heftigen Gewitter überrascht. Das erste Mal erlebt die neue Chefin des Afrikanums, wie sich die riesigen Tiere in so einer extremen Ausnahmesituation verhalten. Aufregung pur auch bei den Emu-Küken im Zoo: Tierarzt Dr. Schüle will ihnen heute zwecks Geschlechtsbestimmung an die Federn! Draußen auf der Südamerika-Anlage ist die "schrecklich nette" Straußenfamilie derweil fleißig am Eier brüten. Wie bei den Emus teilt sich hier Henne Peggy das Brutgeschäft mit ihrem Mann Al. Einen regelrechten Baby-Boom erlebt gerade das Reptilienrevier im Zoo. Besonders stolz ist Tierpfleger Ronny Kessner auf den Nachwuchs bei den Schlangenschildkröten - ihre Aufzucht ist nämlich besonders kompliziert. Sehenswert ist auch das Einsperrritual am späten Nachmittag auf der Südamerika-Anlage des Zoos: Wasserschweine, Guanakos, Tschajas und Pampahasen - sie alle wissen, wann und wohin sie der Reihe nach zu gehen haben. Nur der sogenannte "Schweine-Mara" macht Tierpfleger Christian Möller mal wieder einen Strich durch die Rechnung! Etwas einfacher machen es ihm da kurz vor Feierabend die relaxten Roten Riesenkängurus. Sie müssen ebenfalls in den Stall, denn auch für sie wäre es zu gefährlich, über Nacht draußen auf der Anlage zu bleiben!
17:53
Schon seit 1959 versorgt das "Sandmännchen" die Kinder des Landes mit Gutenachtgeschichten. Der kleine Mann erzählt Geschichten, die zum Träumen und Nachdenken anregen.
18:00
mit rbb24, Sport und Wetter
19:27
Wie ist die Wetterlage in Berlin und Brandenburg in den nächsten Tagen? Das Magazin informiert mit professionell gestalteten Wetterkarten über alle Trends.
19:30
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
So wie man sie heute kennt, mit ihren roten Klinkern, ihrem an einen Kirchgang erinnernden Fußweg und den beiden prägnanten Türmen ist die Oberbaumbrücke "erst" 1896 entstanden. Und damit 130 Jahre alt. Dass es sie so noch gibt, verdankt sie der aufwendigen Restaurierung knapp 100 Jahre nach ihrer Entstehung 1995. Sie ist schon immer Grenze gewesen: Einst zwischen Brandenburg und Berlin, dann zwischen Friedrichshain und Kreuzberg und zu Zeiten der Berliner Mauer zwischen Ost und West. Am Fuße der Oberbaumbrücke haben Tragödien stattgefunden: Fünf Kinder sind hier in der Spree ertrunken, weil DDR Grenzsoldaten eine schnelle Rettung nicht zugelassen haben. Und von ihren Türmen wurde zu Mauerzeiten scharf geschossen: Auf Flüchtende, wie die junge Mutter Jutta Grabert mit ihrem Baby, die es 1962 in einem Ausflugsdampfer nach Westberlin schaffen will. In den Pfeilern der Brücke sind Geschichten versteckt, wie die vom U-Bahnhof "Stralauer Thor", einem Kuriosum, das es heute längst nicht mehr gibt. Und dann sind da noch die beiden Türme - märkischen Stadttoren nachempfunden - die so manches Geheimnis in sich tragen. Heute verbindet die Oberbaumbrücke mehr als sie trennt: Der nahegelegene "Molecule Man" des Künstlers Jonathan Borofsky steht symbolisch für die Einheit der Welt und auch die traditionelle Wasserschlacht zwischen den Bezirken Friedrichshain und Kreuzberg in den 2000er Jahren hat letztlich ein versöhnliches Ende genommen. Dieser Geheimnisvolle Ort erzählt Geschichten und Geschichte rund um die Oberbaumbrücke und die Viertel, die an ihren Endpunkten entstanden sind.
21:00
Der Gendarmenmarkt gilt nicht ohne Grund als einer der schönsten Plätze Europas. Wer heute, mehr als 200 Jahre nach der Eröffnung des Schinkelschen Originalbaus im Mai 1821, aus dem Konzerthaus am Gendarmenmarkt auf die imposante Freitreppe hinaustritt, schaut auf ein grandioses städtebauliches Ensemble. Ministerien in der Nachbarschaft, große Anwaltskanzleien, nahe gelegene Einkaufsmeilen und Touristenherbergen sorgen für ständige Bewegung auf einem Platz der - typisch für Berlin - hier und da ein paar Abnutzungserscheinungen zeigt und auf dem eigentlich immer irgendein Bauzaun steht. Und in der Platzmitte thront Friedrich Schiller auf seinem Denkmalsockel, als sei alles schon immer so gewesen. Aber so ist es nicht. Die Geschichte des Gendarmenmarktes war und ist ein stetes Werden und Wandeln. Immer wieder haben sich das Leben auf dem Platz und sein Antlitz verändert. Und der alte Glanz, in dem der Gendarmenmarkt heute erstrahlt, ist eigentlich ein neuer Glanz. Doch was genau ist alt, am Gendarmenmarkt, und was ist neu? Was ist "Original", und was "Kopie"? Wer über den Gendarmenmarkt läuft, ohne die Antworten schon zu kennen, den vermag der Schein leicht zu trügen. Der Gendarmenmarkt war einmal Wald und Wiese vor den Toren einer mittelalterlichen Stadt, wurde Kirchplatz, Kasernenplatz, Marktplatz und Theaterplatz. Ihn zierten Fontänen, er wurde bepflanzt, dann gepflastert - bis der Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs alles in Trümmern legte. Vier Jahrzehnte schlummerte er einen Dornröschenschlaf, aus dem ihn Anfang der 1980er Jahre Architekten und Stadtplaner erweckten, die in Ost-Berlin ein Stück preußischer Architekturgeschichte wiederbelebten. Als er entstand, lag der Gendarmenmarkt am Stadtrand. Mit dem Mauerbau geriet er ins Abseits. Heute ist er wieder in der Mitte Berlins angekommen.
21:45
22:15
Sie klettern auf fahrende S-Bahnen, Regionalzüge und ICEs, filmen sich dabei und verbreiten die Aufnahmen auf TikTok, Instagram und Snapchat: Trainsurfen ist lebensgefährlich - und trotzdem zieht die Szene seit ein paar Jahren wieder mehr junge Menschen an. Was treibt sie dazu, sich für wenige Minuten Adrenalin einer tödlichen Gefahr auszusetzen? Und welche Rolle spielt Social Media dabei? Leo (Name geändert) aus Leipzig ist seit sechs Jahren Trainsurfer. Hunderte Fahrten hat der 18jährige hinter sich. Was mit der Faszination für Züge begann, ist für ihn zu einer Gewohnheit geworden, von der er nur schwer loskommt. S-Bahn und Regionalzüge reichen ihm längst nicht mehr. Die Herausforderung wird größer, das Risiko steigt. Leo spricht selbst davon, die "Dosis" immer weiter steigern zu müssen. Gleichzeitig weiß er, wie schnell ein Unfall tödlich enden kann. Der Film begleitet Leo in seinem Alltag und versucht zu verstehen, was hinter dem Trainsurfing steckt. Er erzählt von Problemen in Familie und Schule und davon, dass das Surfen für ihn eine Flucht aus seinem Alltag ist. Mehrfach hat er über eine Therapie nachgedacht, sie aber nicht durchgezogen. Auf Social Media veröffentlicht er seine Aktionen und erreicht damit andere Jugendliche. Er weiß, dass seine Videos Nachahmer animieren können. Trotzdem macht er weiter. In München trifft Y-Kollektiv-Reporter David Donschen zwei ehemalige Trainsurfer: Bartel und Ronny (Namen geändert) haben selbst jahrelang die Grenzen ausgetestet. Bis es zu einem schweren Stromunfall mit der Oberleitung kam. Die beiden haben aufgehört - zumindest mit dem Trainsurfen. Ganz verschwunden ist die Suche nach dem Nervenkitzel aber nicht. Heute zieht es sie noch immer an Orte, an denen sie Grenzen austesten. Ihre Geschichte zeigt, wie schwer es sein kann, eine Szene und ein Lebensgefühl hinter sich zu lassen, selbst wenn man die Konsequenzen am eigenen Körper erlebt hat. Auch für Bahnmitarbeitende und die Polizei hat das Trainsurfing Folgen. Ein Zugbegleiter und ein Lokführer aus Hessen berichten von den Konsequenzen für den Bahnverkehr und die Kollegen. Die Bundespolizei versucht, junge Menschen mit Gesprächen und Präventionsangeboten zu erreichen. Doch gerade bei den Jüngsten ist die Szene häufig Teil des Freundeskreises und damit schwer zu durchbrechen. Der Film fragt, warum aus einem riskanten Hobby eine Form von Abhängigkeit werden kann - und was passieren muss, damit junge Menschen wieder davon loskommen. Leo sucht weiterhin den nächsten Kick. Bartel und Ronny kennen den Moment, in dem aus dem Spiel mit der Gefahr plötzlich bitterer Ernst wird. Zwischen diesen Perspektiven erzählt die Reportage von einer Jugendkultur, die zwischen Freiheit, Anerkennung und Lebensgefahr steht.
22:45
Försterin Jennifer Kruspe liebt den Wald. Doch ihre Arbeit besteht längst nicht mehr nur darin, ihn zu pflegen - sondern ständig zwischen Naturschutz, Wirtschaft und Klimakrise abzuwägen. Über fünf Jahre begleitet der Film die Försterin durch eine Zeit, in der sich der deutsche Wald dramatisch verändert. Kaum ein anderer Ort in Deutschland ist so emotional aufgeladen und gleichzeitig so stark unter Druck wie der Wald. Er ist Projektionsfläche, Klimaretter, Wirtschaftsraum und Sehnsuchtsort zugleich. Während die Folgen des Klimawandels immer sichtbarer werden, wachsen auch die Erwartungen an den Wald: Er soll CO₂ speichern, Lebensraum schützen, Erholung bieten und gleichzeitig den Rohstoff Holz liefern. Im Zentrum des Dokumentarfilms MEIN WALD - 5 JAHRE ZWISCHEN MYTHOS UND HOLZ steht Försterin Jennifer Kruspe und ihre Arbeit am Hörselberg mitten in Thüringen- in einem der am stärksten gefährdeten Waldgebiete Deutschlands. Die Langzeitbeobachtung macht sichtbar, wie sich der Wald verändert und wie komplex die Aufgabe geworden ist, ihn zu erhalten und gleichzeitig wirtschaftlich nutzbar zu machen. Jennifer Kruspe muss dabei unterschiedliche Interessen im Blick haben. Waldbesitzer erwarten wirtschaftliche Erträge, Jäger kämpfen um ihren Einfluss auf die Entwicklung des Wildbestands, Anwohner sehen im Wald ihre Heimat. Gleichzeitig sterben Bäume durch Trockenheit, Hitze und Schädlingsbefall. Entscheidungen, die die Försterin heute trifft, wirken oft erst Jahrzehnte später. Mit jedem weiteren Jahr stellt sich dieselbe Frage neu: Wie kann Jennifer Kruspe all diesen Erwartungen überhaupt gerecht werden? Durch die fünfjährige Langzeitbeobachtung entsteht ein unmittelbares Bild davon, wie sich ökologische Krisen, wirtschaftlicher Druck und gesellschaftliche Konflikte im Alltag konkret auswirken - nicht abstrakt, sondern direkt vor Ort. Gleichzeitig entfaltet der Film eine bildgewaltige, fast mythische Ebene: gigantische Erntemaschinen wirken wie Wesen aus einer anderen Welt, Makroaufnahmen offenbaren verborgene Landschaften im Inneren abgestorbener Bäume. Der Wald selbst wird zur Hauptfigur.