17:45
Vulkanische Kräfte haben nicht nur Landschaften geformt, sondern auch außergewöhnliche Monumente hervorgebracht. Auf dem steilen Felsen von Sigiriya errichtet ein sri-lankischer König eine nahezu uneinnehmbare Festung mit ausgeklügelter Wassertechnik und kunstvollen Fresken. Auf der Osterinsel meißeln die Rapa Nui gewaltige Moai-Statuen aus vulkanischem Gestein und bewahren ihre kulturelle Identität über Jahrhunderte hinweg. In Indien entsteht mit dem Kailasa-Tempel ein architektonisches Wunder: Aus massivem Basalt gehauen, zählt der Tempel zu den beeindruckendsten Beispielen monolithischer Baukunst.
18:30
New York, Juli 1996: Ein Jumbo der Fluggesellschaft TWA explodiert über Long Island und stürzt ab. 230 Menschen, darunter viele Schulkinder, sterben. Der FBI geht von einem Terrorakt aus - zumal die Olympischen Spiele von Atlanta bevorstehen. Doch auch nach intensiven Untersuchungen kann kein Beweis für einen Anschlag gefunden werden. Was löste die Katastrophe aus?
19:25
NATIONAL GEOGRAPHIC ruft eines der größten Desaster in der Geschichte der Luftfahrt in Erinnerung: Das Inferno an Bord des deutschen Luftschiffes Hindenburg. Am 6. Mai 1937 ging die LZ 129 Hindenburg während des Landemanövers im amerikanischen Lakehurst in Flammen auf. Durch elektrische Entladungen hatte sich die Hülle entzündet. Vom ersten Funken bis zur vollständigen Zerstörung des Luftschiffes dauerte es ganze 34 Sekunden. Es grenzt an ein Wunder, dass immerhin 62 der 98 Besatzungsmitglieder und Passagiere das Unglück überlebten.
20:15
Als die zum Frachtflugzeug umgebaute Boeing 747 der National Airlines am 29. April 2013 vom US-Luftwaffenstützpunkt Bagram in Afghanistan in die Luft erhebt, ahnt niemand, dass der Flug Nr. 102 nur wenige Sekunden dauern wird. Die Maschine kippt unmittelbar nach dem Steigflug ab und zerschellt brennend am Boden, wobei alle sieben Crewmitglieder ihr Leben verlieren. Ein Autofahrer filmt das tragische Geschehen mit seiner Dashcam. Doch obwohl dieses Videomaterial für die Ermittler zunächst nur einen einzigen Schluss zulässt, müssen sie kurze Zeit später erkennen, einem großen Irrtum aufgesessen zu sein.
21:00
Am 2. August 1985 gerät Delta-Air-Lines-Flug 191 beim Landeanflug auf Dallas/Fort Worth in ein heftiges Gewitter. Ein plötzlich auftretender Microburst mit extremen Fallwinden bringt die Maschine in Bodennähe außer Kontrolle. Das Flugzeug schlägt noch vor der Landebahn auf, überquert eine Autobahn und zerbricht auf dem Flughafengelände. 137 Menschen kommen ums Leben. Die Katastrophe offenbart, wie gefährlich solche Wetterphänomene für den Flugverkehr sind, und liefert den Anstoß, die Erforschung von Microbursts sowie die Wetterwarnsysteme an Flughäfen entscheidend voranzutreiben.
21:50
Drei reale Katastrophen werden mit modernster 3D-Technik, forensischer Präzision und wissenschaftlicher Expertise rekonstruiert: Wie konnte ein führerloser Güterzug im kanadischen Lac-Mégantic entgleisen und ein Flammeninferno auslösen, das die halbe Stadt zerstörte? Warum kam es in einer Zuckerfabrik in Georgia zu einer tödlichen Explosion? Und weshalb blockierte der Containerriese "Ever Given" sechs Tage lang den Suezkanal, was Milliardenverluste verursachte? "Anatomie einer Katastrophe" deckt die wahren Ursachen hinter den Tragödien auf - von winzigen Materialfehlern bis zu fatalen Entscheidungen.
22:35
Weltweit steigt das Risiko verheerender Überschwemmungen. Sturmfluten und extreme Regenfälle überfordern immer häufiger Flüsse, Kanäle und Entwässerungssysteme großer Städte. Ingenieure ziehen daraus ihre Lehren: In Tokio zum Beispiel entsteht ein gigantisches unterirdisches Flusssystem, das gewaltige Wassermassen bei Taifunen aufnehmen soll. In Spanien zeigte die Katastrophe von Valencia, wie entscheidend funktionierende Frühwarnsysteme sind, wenn die Infrastruktur versagt. Und in New Orleans wurden nach der schlimmsten Flutkatastrophe der US-Geschichte gewaltige Sturmflutsperren neu entwickelt.
23:20
Als 2018 die Morandi-Brücke in Genua einstürzte, war das ein Weckruf für Ingenieure weltweit. Das Unglück zeigte, dass selbst gewaltige Bauwerke eine begrenzte Lebensdauer haben. Zugleich nehmen Verkehr, Bevölkerung und extreme Wetterereignisse stetig zu. Beim Bau der neuen Brücke in Genua setzen Ingenieure deshalb auf intelligente Überwachungssysteme und moderne Robotik. Auch anderswo werden die Grenzen des Möglichen immer weiter verschoben: In der Türkei entsteht eine der längsten Hängebrücken der Welt - entwickelt, um starken Winden, Kollisionen mit Schiffen und sogar schweren Erdbeben standzuhalten.