04:00
Topaktuell und stets gut recherchiert gibt es hier das Neueste und Spannendste aus Sachsen zu sehen. Die Beiträge zeigen, wie vielseitig und lebhaft dieses Bundesland tatsächlich ist.
04:30
In Sachsen-Anhalt kommt nicht so schnell Langeweile auf. Dies verdeutlichen die Beiträge aus den Rubriken "Wir für Sie", "Sportevent der Woche" oder auch die "Freizeitchecker".
05:00
Alles was die thüringer Bevölkerung interessiert, bewegt oder aufregt, gibt es hier zu sehen. Das Regionalmagazin ist zudem topaktuell und lässt auch Menschen vor Ort zu Wort kommen.
05:30
05:55
Es könnte so schön sein zwischen Marie (Catherine Bode) und Georg (Thomas Unger) als frisch verliebtes Paar und glückliche Eltern der kleinen Fritzi (Sophie Beck)! Doch Marie leidet unter rätselhaften Lähmungserscheinungen, die immer häufiger auftreten und stärker werden. In dieser schweren Situation lernt sie eine Seite von Georg kennen, die ihre Liebe noch mehr stärkt. Auch auf seinem Hof, den er zusammen mit seinem Onkel Karl (Christoph M. Ohrt) auf Milchwirtschaft umgestellt hat, ist Georg gefordert. Weil das Vieh dringend mehr Weidefläche braucht, kündigen die Leitners den Pachtvertrag mit ihrem Nachbarn Andi (Wanja Mues). Der sichtbar angeschlagene Kleinbauer beharrt jedoch auf dem Gewohnheitsrecht - und bricht einen Streit vom Zaun. Unterdessen fiebern Lisa (Theresa Scholze) und Florian (Florian Panzner) im "Walser" auf die Eröffnung ihres Hotel- und Gastronomiebetriebes hin. Die Anwältin und der Landwirt müssen jedoch feststellen, dass sie in der Branche noch unerfahren sind. Erst als Lisas Freundin Margot (Martina Gedeck) eintrifft, lässt sich ein Fehlstart vermeiden.
07:25
Die Reihe porträtiert Menschen, die sich nach christlichem Leitbild für andere engagieren oder schon Außergewöhnliches durchlebt haben. Begleitet werden sie dabei bei ihrem ganz gewöhnlichen Alltag.
07:30
Als Sophie das erste Mal Geburtstag feiert, ist sie 18 Jahre alt. Früher durfte sie das nicht, denn Sophies Eltern gehören zur Religionsgemeinschaft Jehovas Zeugen. Sie wächst in einem streng religiösen Elternhaus auf, lernt Bibeltexte auswendig und zieht schon früh missionierend von Haustür zu Haustür. Sophie sagt, ihre Kindheit war geprägt von strengen Regeln, Glaubenssätzen und der ständigen Angst vor dem Bösen. Sie erinnert sich an düstere Weltuntergangsszenarien, Demütigungen und Einsamkeit. Das setzt ihr so zu, dass mit 14 Jahren versucht, sich das Leben zu nehmen. Sie überlebt und kämpft. Sophie stellt Fragen und zweifelt, beginnt zu rebellieren, widersetzt sich den Regeln der Gemeinschaft und führt ein Doppelleben. Mit 18 Jahren löst sie sich von der Glaubensgemeinschaft und betritt eine für sie neue Welt. Sie fühlt sich als Abtrünnige und allein. Sophie hat das Gefühl, geächtet zu werden. Familie und Freunde brechen den Kontakt zu ihr ab. Eine soziale Isolation, von der viele Aussteiger und Aussteigerinnen erzählen. Doch Sophie sieht darin eine Chance. "Ich habe alles verloren, aber mein Leben gewonnen. Mein Koordinatensystem war völlig weg. Doch mein Überlebenswille hat ausgereicht zu sagen, ich werde euch beweisen, ich kann leben!" Heute ist Sophie Jones 28 Jahre alt. Seit 2018 erzählt sie auf ihrem YouTube Kanal ihre Geschichte, bezieht Stellung und beantwortet Fragen. "Für mich ist es der richtige Weg, darüber offen zu sprechen, weil ich damit der Sache die Macht nehme." Sie lädt andere Betroffene ein mitzureden. Eine Insiderin, der sich viele anvertrauen. Oft wird sie von Menschen kontaktiert, die ähnliches erlebt haben. Sophie arbeitet in einer Bibliothek - nach Dienstschluss beginnt ihre ehrenamtliche Telefonzeit. Mit 25 Jahren schreibt sie ein Buch "Erlöse mich von dem Bösen": Ein Einblick in ihr Leben als Zeugin Jehovas und die Zeit, nachdem sie die Gemeinschaft verlassen hat. Sophie tourt mit ihrer Geschichte durch die Bundesrepublik. Als im März 2023 ein Aussteiger der Zeugen Jehovas einen Amoklauf verübt und acht Menschen tötet, bekommt Sophies Geschichte erneut Aktualität. Sophie entdeckt sich und das Leben neu: Im Tattoo-Studio, auf Lesereisen und seit neuestem auch auf der Comedy-Bühne. "Durch meine Vergangenheit, habe ich Fähigkeiten erlernt und Stärken entwickelt, die mich heute ausmachen. Das nutze ich, auch für andere! Abschütteln lässt sich das nicht. Muss es auch nicht." Der Film erzählt Sophies Geschichte und begleitet sie auf dem Weg in ihr neues Leben.
08:00
Psychose, Alkoholsucht, Ess-Störung, Panikattacke und Suizidgedanken: Die Reportage bietet einen ungeschminkten und berührenden Einblick in den Alltag einer psychiatrischen Akutstation. Barbara Jost und ihr Team kümmern sich in den Kreiskliniken Groß-Umstadt um psychiatrische Notfälle. Wer kommt in die Psychiatrie? Und wie behandelt man psychiatrische Erkrankungen? Die Erfahrung zeigt: Psychische Erkrankungen können jeden treffen. Ein 22-Jähriger mit einer schweren Psychose wird im Rettungswagen, begleitet von vier Polizisten, eingeliefert. Der junge Mann hält sich für ein Raubtier. Nachdem er sich beruhigt hat, möchte er wieder gehen, weil er um seinen Arbeitsplatz fürchtet. Das Team muss eine schwierige Entscheidung fällen. Ein Zimmer weiter wird L. auf richterlichen Beschluss seit Tagen zwangsernährt. Die junge Frau kämpft mit ihrer Magersucht und weiß nicht, ob sie lieber leben oder sterben möchte.
08:30
Auch wer keinen "grünen Daumen" besitzt, darf ab sofort zu Hacke und Gießkanne greifen. Detaillierte Tipps zu Hecke, Beet und Co. verhelfen nicht nur Hobby-Gärtnern zur eigenen Grünoase.
08:55
Braunichswalde ist unser Jubiläumsdorf! Das 300. Dorf bei "Unser Dorf hat Wochenende" kommt aus dem Ostthüringer Ort im Landkreis Greiz. Es ist ein Dorf mit viel Gemeinschaft: Zusammen pflastern die Eltern für den Kindergarten die Outdoor-Dusche, die Sportler kümmern sich um den Fußballplatz und erneuern die Ballfangnetze. Im Ortsteil Vogelgesang bereiten die Landfrauen das Kinderkino vor. Und gemeinsam geht's auch zur Grillhütte. Die hat sich als ungewöhnlicher Dorftreffpunkt etabliert - hier wird geplant und diskutiert, letztlich die Dorfgemeinschaft organisiert. Besonderes gibt es im Dorf auch: Der größte Hersteller von Wachtel-Eierlikör kommt aus Braunichswalde. Und ein kleines Unternehmen liefert vom Dorf aus Bio-Lebensmittel-Kisten in die gesamte Region. Überhaupt macht sich das Dorf Gedanken um gesunde und regionale Ernährung. Es ist eine von bundesweit zehn Kommunen, die gerade mit dem Projekt "Zukunft aufgetischt" der Robert-Bosch-Stiftung loslegen.
09:20
Über 1.000 Meter hoch ragt der Brocken, der höchste Berg des Harzes, aus der flachen Landschaft. Kahl und windumpeitscht ist sein Gipfel, dunkel und wasserreich sind seine bewaldeten Hänge. Der Harz ist ein Regenfänger. Hier fällt zwei- bis dreimal so viel Niederschlag wie im Umland. Im Winter kommt der Niederschlag als Schnee und verwandelt das Gebirge in eine weiße Traumlandschaft. Dabei kann es in den Hochlagen ungemütlich werden. Am Brocken erreichen Stürme nicht selten Orkanstärke und die Temperaturen fallen regelmäßig unter minus 20 Grad. Wildkatze und Luchs streifen durch die nebelverhangenen Wälder, Mufflon und Rothirsch leben hier. Der Luchs ist längst zum Symboltier der Region geworden. Das soll zeigen, dass Naturschutz und Tourismus erfolgreich nebeneinander existieren können. Manchmal kommt der Luchs den Menschen sogar sehr nahe. Doch die gut getarnte Wildkatze wird fast nie bemerkt. Über zwei Jahre lang war Tierfilmer und Harzkenner Uwe Anders für seine Dokumentation im Harz unterwegs. Ihm ist ein besonderes Naturporträt gelungen mit einzigartigen Landschaftsaufnahmen und überraschenden Verhaltensporträts der wilden Harzbewohner.
10:05
Schweden irgendwann im Mittelalter: Der Räuberhauptmann Mattis (Christopher Wagelin) erwartet sehnsüchtig Nachwuchs. Als seine Tochter Ronja (Kerstin Linden) in einer stürmischen Gewitternacht auf die Welt kommt, gibt es endlich eine Stammhalterin für die berüchtigte Räuberdynastie. Ronjas Mutter Lovis (Krista Kosonen) lässt dem mutigen Mädchen die Freiheit, auf eigene Faust die Geheimnisse der Wälder zu erkunden. Dort lebt Mattis' Feind Borka (Sverrir Gudnason), der mit seiner Bande durchreisende Kaufleute überfällt.
10:45
Auf seiner uneinnehmbaren Burg haben Mattis (Christopher Wagelin) und seine Männer unerwünschte Nachbarn: Borka (Sverrir Gudnason) hat sich mit seiner Bande heimlich auf der Nordseite eingenistet. Ronja (Kerstin Linden) und Birk (Jack Bergenholtz Henriksson), die Kinder der Räuberhauptmänner, möchten sich trotz der Feindschaft ihrer Väter kennenlernen. Unterdessen trifft die Kriegerin Smavis (Agnes Rase) im Dorf ein. Sie soll im Auftrag von Valdir (Pernilla August) beiden Räuberbanden das Handwerk legen.
11:30
Stars, Legenden, Emotionen
13:33
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
13:35
Sie ist Deutschlands längste Urlaubsstraße und führt wie ein grünes Band von der Ostseeinsel Rügen quer durchs Land bis zur Insel Reichenau im Bodensee. Auf fast 3.000 Kilometern verbindet die Deutsche Alleenstraße zehn Bundesländer und durchquert dabei einige der schönsten Landschaften und Sehenswürdigkeiten unserer Heimat. Unter ihrem Schatten spendenden grünen Dach, oft einem Gewölbe gleich, wird die Reise zum Erlebnis. Wenn sich knorrige Linden, üppige Kastanien, schlanke Birken, uralte Eichen, bunte Ahornbäume, kerzengrade Pappeln und hochgewachsene Buchen mit den leckersten Obstbäumen abwechseln, wird die Fahrt zur Erholung für die Sinne. Die grünen Riesen spenden frische Luft für Mensch und Tier und bieten Wegzehrung gleich mit. Teilweise führt die Straße noch immer über die gleichen holprigen Pflastersteine, die schon Fürsten und Könige nutzten, um von Schlössern und Herrenhäusern zu ihren Gestüten und Landschaftsparks zu gelangen. Axel Bulthaupt begibt sich in seiner Sendereihe "Sagenhaft" auf eine Reise über den nördlichen Teil der Deutschen Alleenstraße. Von Rügen führt ihn der Weg vorbei an verwunschenen Orten, urwüchsigen Gegenden und vielen kulturellen Schätzen bis in die Dübener Heide. Er trifft Menschen, die die Alleen geprägt hat und solche, die sich fast tagtäglich um sie kümmern. Alle verbindet eines: die Liebe zu ihrer sagenhaften Heimat. Für Silke Stephan z.B., die auf Rügen wohnt, sind Alleen ein wichtiges Kulturgut, das unbedingt erhalten werden muss. Sie hat 92 neue Bäume gepflanzt, für die sie die Kinder der nahen Schule als Paten gewonnen hat. So wird das Bewusstsein für diesen Schatz vor der eigenen Haustür an die nächste Generation weitergegeben. In der Müritz-Region führen die schnurgeraden Baumreihen oft zu historischen Gemäuern. Eine gepflegte Allee war schon immer ein Statussymbol und gehörte zu den Herrenhäusern wie der Landschaftspark und der See. Manfred Achtenhagen liegen diese alten Herrenhäuser am Herzen, und so versucht er als Makler neue Besitzer zu finden, die sich die Renovierung und den Erhalt der Kleinode leisten können und wollen. Am Canower See, der zur Strelitzer Seenplatte gehört, heißt es für Axel Bulthaupt entschleunigen. Ein Tag auf "Tante Pollys" selbst konstruiertem Floß ist eine willkommene Unterbrechung der Reise. Hier kommt man wahrlich zur Ruhe. In den Beelitzer Heilstätten, in denen einst Tuberkulosepatienten behandelt wurden, lädt ein neuer Baumkronenpfad zur Erkundung dieses riesigen Geländes und seiner interessanten Gebäude ein. In der Dübener Heide, dem jüngsten Naturpark Deutschlands, heißt es für Axel dann umsatteln. Mit Peggy Guszahns Planwagen kann man mit einem PS und fünf km/h durchs Land zotteln. Eine Reise über die Deutsche Alleenstraße ist voller Überraschungen. Eine sagenhafte Tour mit einzigartigen Entdeckungen, großartigen Bildern vom Boden und aus der Luft und mit ganz besonderen Menschen.
15:05
Die elfjährige Mona ist mit ihrer Familie aus Syrien geflüchtet und startet das neue Leben an einer Schule im rebellischen Berliner Viertel Wedding: Dort herrscht Anarchie pur. Der Anfang ist hart. Sie kann kaum Deutsch und wird gemobbt. Dafür kann sie eine Sache richtig gut: Fußball spielen. Der engagierte Lehrer Herr Chepovsky, kurz Herr Che, erkennt ihr außergewöhnliches Talent und nimmt sie in das Mädchenteam auf. Mona ist eine Kämpferin, merkt aber bald, nur wenn sie und die anderen Mädchen zusammenspielen, können sie auch Sieger sein.
16:55
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
17:00
Helene wird von ihrer bösen Stiefmutter Gertrud zu Arbeiten gezwungen, die nicht zu schaffen sind. Als sie mithilfe der Fee Cleo ein Schloss für sie errichtet, soll für Helene nur Platz im Keller sein. Da sperrt Cleo Gertrud kurzerhand dort hinein. Ein Prinz, Lassmann, kommt am Schloss vorbei. Er und Helene verlieben sich und wollen heiraten. Der Prinz reitet nach Hause, um seinen Eltern von Helene zu berichten und erfährt, dass er der Königstochter des Nachbarreiches versprochen ist - Prinzessin Josefine. Lassmann flieht, um zu Helene zurückzukehren. Dabei stürzt er im Wald vom Pferd und verliert das Bewusstsein. Helene macht sich auf die Suche nach ihm, aber die beiden verpassen sich. Als Lassmann schließlich doch zu ihrem Schloss gelangt, trifft er dort nur Gertrud an. Die behauptet, Helene sei bei einem Überfall umgekommen. Voller Trauer kehrt Lassmann nach Hause zurück und willigt ein, Prinzessin Josefine zu heiraten. Helene glaubt, Lassmann habe sie vergessen. Der Kummer darüber droht sie zu erdrücken, als sie ein verlorenes Lämmchen und auch Arbeit bei einem alten Schäfer findet. Helene spinnt Wolle, lässt sie vom Schäfer gegen Stoffe tauschen und entwickelt Geschick beim Nähen schöner Kleider. Die neue Aufgabe gefällt ihr und bringt Helene auf dem Markt Geld und Anerkennung ein. Auch Prinzessin Josefine wird auf Helenes Stand aufmerksam und engagiert sie als Schneiderin für ihre Hochzeit mit Lassmann. Josefine bewundert Helene für ihre Selbstständigkeit und lädt sie als Brautjungfer zur Hochzeit ein. Doch Prinz Lassmann erkennt die Frau, die er verloren zu haben glaubte und bricht die Hochzeit ab. Helene flieht. Nach einem dramatischen Zusammentreffen in Gertruds Schloss finden die beiden schließlich zueinander. Josefine gibt Lassmann frei. Gertrud bleibt dank eines Zaubers von Cleo für immer im Schloss gefangen. König Albert gibt dem Paar doch noch seinen Segen, und Helene und Lassmann schließen den Bund für ein gemeinsames, gleichberechtigtes Leben.
18:00
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
18:05
18:50
Die Wetterschau für Mitteldeutschland
18:52
Das Küken sehnt sich sehr nach Besuch. Plumps verkleidet sich und tut ihm den Gefallen. Beide toben ausgelassen.
19:00
Topaktuell und stets gut recherchiert gibt es hier das Neueste und Spannendste aus Sachsen zu sehen. Die Beiträge zeigen, wie vielseitig und lebhaft dieses Bundesland tatsächlich ist.
19:30
anschl.: das MDR-Wetter
19:50
20:15
Wir alle lieben sie: unsere Wälder. Sie sind wahre Multitalente: Orte der Erholung und Inspiration, Holzlieferanten und Trinkwasserspeicher, sie regulieren das Klima, sind die Heimat tausender Pflanzen- und Tierarten und einfach nur schön und lebendig. Aber sind dichte Wälder tatsächlich "wilde Natur", Hotspots der Artenvielfalt? In Folge 2 seiner dreiteiligen Dokumentation "Unsere Wälder" begibt sich Naturfilmer Jan Haft erneut auf Spurensuche. In seinem persönlich erzählten Film stellt er die Frage, wie ein Wald aussehen sollte, in dem möglichst viele Tier-, Pflanzen- und Pilzarten leben. Alle unsere heimischen Wälder haben wir Menschen geprägt. Insbesondere Fichtenmonokulturen sind durch Borkenkäfer, Stürme und hohe Temperaturen geschwächt und liegen großflächig am Boden. Was für viele wie ein Desaster wirkt, ist für die Wälder tatsächlich ein Glücksfall. Vom Aussterben bedrohte Arten tauchen wie aus dem Nichts wieder auf: Luchse, Auerhühner, verschollen geglaubte Käfer und viele andere Arten vermehren sich sprunghaft. Andere, wie der Wolf, kehren zurück. Warum aber muss ein Wald erst sterben, damit sich die Natur erholen kann, damit Haselhuhn und Rothirsch und Auerhuhn zurückkehren? Mit seltenen wie fantastischen Naturaufnahmen plädiert Jan Haft in seinem Film für Wälder mit einem Mosaik aus dichtem und offenen Baumbewuchs. Es ist das Licht der Sonne, das aus einem dunklen grünen Kosmos ein Paradies macht. Die Liste der Arten, die von diesem Wandel profitieren, ist lang.
21:00
Unsere Wälder verändern sich. Seit vielen Jahren setzen ihnen Stürme, Trockenheit, Brände und Borkenkäfer zu. Binnen kurzer Zeit wird so zerstört, was über Jahrhunderte gewachsen ist. Bedeutet das, das Ende für unsere Wälder und ihre Bewohner? "Unordnung" im Wald - durch Windbruch oder Brände herumliegendes Totholz - irritiert uns. Genau darin aber liegt eine Chance für die Natur. Es ist verblüffend und scheint wie ein Widerspruch: Nach einem Waldbrand oder einem Massenbefall durch Borkenkäfer erholen sich selbst stark geschädigte Wälder. Denn "Katastrophen" sind Teil eines natürlichen Kreislaufs, der Platz für frisches Grün schafft. In der letzten Folge seiner dreiteiligen Serie "Unsere Wälder" berichtet Naturfilmer Jan Haft, wie sich aus vermeintlicher Zerstörung und einem Blick in die Vergangenheit Konzepte für die Wälder der Zukunft entwickeln lassen. Allen voran die Waldweide, eine uralte Form der Landnutzung. Der Film ist ein Plädoyer für die Rückkehr der großen Pflanzenfresser wie Wisent, wilde Pferde oder Rinder. Sie schaffen wichtige Voraussetzungen, damit unsere Wälder für die Zukunft gut gerüstet sind und sorgen dafür, dass Lichtungen entstehen und die Artenvielfalt sprunghaft ansteigt. Auch in der letzten Folge des Dreiteilers ist der Wald erneut die Bühne für die großen und kleinen Dramen der Natur: Wir sind hautnah dabei, wenn eine Rehmutter Zwillinge zur Welt bringt, werden Zeuge dramatischer Brände, beobachten Hornissen bei der Jagd und sind dabei, wenn sich der Wald nach vermeintlicher Zerstörung regeneriert und artenreicher als je zuvor emporwächst.
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:00
Der Tag des Mauerbaus bestimmt auf lange Zeit das Leben vieler Kinder und Jugendlicher. Mehr noch als die Erwachsenen sind sie dem Geschehen total ausgeliefert, sind ohnmächtig in Bezug auf Politik und familiäre Entscheidungen. 28 Jahre lang sind Mauer und Stacheldraht eine vorgefundene Realität in ihrem Leben. Manche lehnen sich gegen ihren vorgezeichneten Lebensweg auf, andere finden sich mit der Teilung ab, die Familien auseinandergerissen, Menschen entwurzelt und Liebende getrennt hat. Unzählige junge Ostdeutsche haben Verwandte im Westen, aber mehr als gelegentliche Westpakete und hin und wieder ein Besuch sind über Jahrzehnte nicht denkbar, die Lebenswelten entwickeln sich auseinander. Aber auch immerhin 1,25 Millionen Menschen verlassen das Land zwischen Elbe und Oder nach dem Mauerbau für immer. Manche sind kaum 18 Jahre alt und riskieren ihr Leben dabei. In ganz Westdeutschland von Sylt bis zum Starnberger See wachsen deshalb Kinder auf, deren Familien ostdeutsche Wurzeln haben. Und auch in umgekehrter Richtung beeinflussen familiäre Entscheidungen das Leben der Kinder: Pro Jahr gehen auch immerhin noch über 1.000 Westdeutsche in die DDR, um dort dauerhaft zu leben, viele mit ihren Familien. Da ist etwa der Hamburger Peter Drauschke, der zwei Jahre nach dem Mauerbau mit 18 Jahren mit seinem Freund Erwin freiwillig von der Bundesrepublik in die DDR geht, weil beide an den Sozialismus glauben. Die Realität zerstört ihre Illusionen: Erwin begeht Selbstmord, Peter wird nach einem gescheiterten Fluchtversuch verhaftet. Noch heute ist der ehemalige FDJ-Funktionär, der wieder in Hamburg lebt, traumatisiert. Wir lernen Antje Korte-Böger aus Siegburg in Nordrhein-Westfalen kennen, die ihren Vater in jungen Jahren zur Leipziger Messe begleitet. Sie fühlt früh den Zwiespalt zwischen dem "reichen" Westen und dem "armen" Osten, besonders bei den Verwandtschaftsbesuchen aus Ostdeutschland. Wir erzählen die aufwühlende Lebensgeschichte der Ost-Berlinerin Liane Weinstein, die im Alter von drei Monaten von ihren Eltern getrennt wird. Der Versuch, sie durch einen Tunnel nach West-Berlin zu holen, scheitert. Sie wächst bei den Großeltern in Ost-Berlin auf. Als sie mit zwölf Jahren endlich ausreisen darf, sind ihre Eltern geschieden, das Verhältnis zu beiden belastet. Da ist die Münchnerin Katrin Eder, die Mitte der siebziger Jahre aus ihrem wohlhabenden Elternhaus ausbricht und über West-Berlin in die DDR zieht und dort heiratet. Für unseren Film trifft sie sich am Starnberger See mit Jutta Speidel, ihrer Freundin aus Kindertagen, die im Westen Erfolge als Schauspielerin feiert. Sie und ein gutes Dutzend weiterer Menschen erzählen uns ihre außergewöhnliche Geschichte, teilweise zum ersten Mal. Sie nehmen uns mit auf eine intensive Reise in die Vergangenheit, die in der Gegenwart nicht zu Ende ist.
23:30
Sie gehören zu den letzten noch lebenden Zeitzeugen von Flucht, Vertreibung und Deportation am Ende des Zweiten Weltkrieges. Heute sind sie weit mehr als 80 Jahre alt; damals waren sie Kinder. Noch nie haben sie in der Öffentlichkeit so emotional und schonungslos über ihre traumatischen Erlebnisse am Kriegsende und in den frühen Nachkriegsjahren berichtet. Verlaust und halbverhungert campierten sie unter freiem Himmel in den Trümmern der Großstädte oder entlang der Bahnlinien. Manche verloren ihre Eltern und irrten als Waisen umher. Manche entkamen selbst nur knapp dem Tod - durch Glück, Zufall oder eine unverhofft helfende Hand. Alle sind durch die Ereignisse gezeichnet für ihr ganzes Leben. Kaum ein Gespräch über die Ereignisse, in dem nicht geweint wird. Kaum ein Interview, in dem nicht das Wort Vergewaltigung fällt. In den Kindern, die jetzt vor dem Krieg in der Ukraine fliehen, erkennen sie sich selbst wieder. Es werden schreckliche Erinnerungen wachgerufen.