04:20
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
04:35
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.
05:00
Die Welt von morgen
05:30
"Jeder Mensch ein Künstler!" Dies berühmt-berüchtigte Motto von Joseph Beuys könnte auch von Bob Ross (1942-1995) stammen. Allein, der amerikanische Fernsehmaler hat - anders als Beuys - keine großen sozialen und politischen Revolutionen im Sinn. Bob Ross will "nur" die einzelnen Menschen glücklicher machen, und das heißt, zu potenten Malern, die ihre eigene Welt erschaffen. Er will uns zeigen: Ein kleiner Künstler steckt in jedem von uns, wir müssen ihn nur herauslassen. Und das geschieht, indem wir lernen, das Malen zu lernen und das Lernen dabei nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Selbstzweck begreifen - Spaß dran finden. Bob Ross wurde 1942 in Daytona Beach, Florida, als Sohn eines Zimmermanns geboren. Er studierte an verschiedenen amerikanischen Colleges Malerei und entdeckte schließlich seine spezifische Malweise: die Nass-auf-Nass-Methode. Nachdem er diese Technik gründlich ausgebaut und etliche Hilfsmittel und Tricks erprobt hat, fing er an, auch anderen beizubringen, wie man damit schöne Landschaftsbilder kreieren kann. Er reiste seit 1981 quer durch die Vereinigten Staaten, um diese Technik vorzustellen. Zwei Jahre später produzierte er die ersten Malkurse im Fernsehen: "The Joy of Painting" wurde zu einem Riesenerfolg. Mit freundlich säuselnder Stimme macht Bob Ross seinen Zuschauern Mut, ihre eigene Kreativität zu entdecken. Schritt für Schritt macht er vor, wie sie ihre Leinwand im Nu mit "heiteren kleinen Wölkchen" oder "fröhlichen kleinen Bergen" und Hütten bereichern und so ihre eigene Welt schaffen können. Das kommt an, seit 1983 reißen die Ross-Serien gar nicht mehr ab. Sein Fernseh-Malkurs ist ein gigantisches Unternehmen, das Millionen von Ross-Schülern mit dem nötigen Malwerkzeug, Anleitungsbüchern und Videos ausstattet. Bob Ross starb 1995 mit gerade einmal 52 Jahren in New Smyrna Beach, Florida, an Krebs. Seine Fernsehshow aber lebt weiter. Inspiriert von Ross hat eine Freundin von ihm, Annette Kowalski, selbst eine Methode entwickelt, wie man Blumen malt.
06:00
In El Rocia findet jedes Jahr eine der größten Wallfahrten statt. Aus ganz Südspanien kommen sie: mit Planwagen und Traktoren. Für eine Woche ist Rocia von einer Million Menschen bevölkert. Es wird getanzt, gefeiert, und selbstverständlich auch zur Mutter Gottes gebetet. Monikas Reise geht danach weiter nach Córdoba, mit seiner erstaunlichen Mezquita, zugleich Moschee und Kathedrale. Die Altstadt ist so verwinkelt, dass man sich ständig darin verirrt. Und Córdoba ist auch Andalusien, und das heisst immer Flamenco.
06:30
Fachinformation zum Unterrichtsfach Chemie innerhalb des Telekollegs.
07:00
Mit dem Programm GRIPS vermittelt ARD-alpha eine umfassende Grundbildung und das Basiswissen für die Prüfung zum Hauptschulabschluss und zum Quali. Die Lektionen sind praxisorientiert und zeigen im Alltag, wie das Wissen angewendet wird. Vor Ort erklären junge Hauptschullehrer in einem Lerndialog mit Schülern die einzelnen Lernschritte. Das Programm deckt in der ersten Stufe in jeweils rund 40 Lektionen die Grundlagen in Mathematik, Deutsch und Englisch ab. Die Fernsehfilme werden im Internet (ARD-alpha.de/grips) zu einem neuartigen Lernprogramm erweitert, das die Stärken des Films mit interaktivem Lernen und Üben kombiniert. Die Kernzielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene, die diese Abschlüsse nachholen wollen. Die zweite Zielgruppe sind Schüler, Lehrer und Eltern, die das Angebot als Unterrichtsbegleitung nutzen wollen. Das Angebot richtet sich zugleich an alle Bildungsinteressierten, die ihr Wissen auffrischen bzw. vertiefen wollen.
07:15
Mit dem Programm GRIPS vermittelt ARD-alpha eine umfassende Grundbildung und das Basiswissen für die Prüfung zum Hauptschulabschluss und zum Quali. Die Lektionen sind praxisorientiert und zeigen im Alltag, wie das Wissen angewendet wird. Vor Ort erklären junge Hauptschullehrer in einem Lerndialog mit Schülern die einzelnen Lernschritte. Das Programm deckt in der ersten Stufe in jeweils rund 40 Lektionen die Grundlagen in Mathematik, Deutsch und Englisch ab. Die Fernsehfilme werden im Internet (ARD-alpha.de/grips) zu einem neuartigen Lernprogramm erweitert, das die Stärken des Films mit interaktivem Lernen und Üben kombiniert. Die Kernzielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene, die diese Abschlüsse nachholen wollen. Die zweite Zielgruppe sind Schüler, Lehrer und Eltern, die das Angebot als Unterrichtsbegleitung nutzen wollen. Das Angebot richtet sich zugleich an alle Bildungsinteressierten, die ihr Wissen auffrischen bzw. vertiefen wollen.
07:30
Was bewegt den Roboter? Bei einer Firma in Augsburg macht Willi Bekanntschaft mit Industrierobotern. Einer von ihnen wurde zum Fahrgeschäft umgebaut und wirbelt Willi kopfüber und sich wild im Kreis drehend ordentlich durch die Luft. Gut durchgeschüttelt, wirft der Reporter einen Blick in das Gehirn eines Roboters: In einen Computer. Ohne Computer und ein Programm, das ihn steuert, rührt sich ein Roboter nämlich nicht vom Fleck. Und das heißt auch: Weil Menschen diese Programme schreiben, können sie kontrollieren, was ein Roboter macht. "Hol das Stöckchen! Na hopp!" Willi hat kein Glück. Genau wie ein echter Hund hört Aibo manchmal - und manchmal eben nicht. Aber auch wenn es so wirkt, als hätte der Roboterhund einen eigenen Willen: Aibo tut ausschließlich das, was ihm die Entwickler von Sony programmiert haben. In Japan wird der Roboter bereits in Altersheimen eingesetzt, um einsamen Menschen Gesellschaft zu leisten. Im Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt e.V. lernt Willi einen ganz besonderen Roboter kennen: Eine Hand, die eines Tages einmal den Astronauten im Weltall - im wahrsten Sinne des Wortes - zur Hand gehen soll. Aber auch für irdische Zwecke forschen die Entwickler: Ein Glas Wasser einschenken, Klavier spielen und einen Ball fangen hat die Roboterhand schon drauf.
07:55
Ein Heißluftballon auf der Weide weckt die Neugier der Schafe. Ganz schnell entern sie den Korb. Als die dicke Shirley das Landeseil durchkaut, heben Shaun und seine Freunde ab. Hofhund Bitzer jagt verzweifelt dem Ballon hinterher, um die Schafe und ihr Flugobjekt wieder sicher zur Erde zurückzubringen.
08:00
Die griechischen Mythen, das sind Geschichten von Liebe, Mord und Eifersucht. Michael Köhlmeier schildert sie in dieser 80-teiligen Sendereihe so eindrucksvoll, dass plötzlich all die Götter, Halbgötter, Kentauren und Titanen von ihrem Olymp herunter- oder aus ihrer Unterwelt emporsteigen und zu Gestalten voller Leben, Gefühl und Seele werden. Der Autor erzählt von der kindischen Eifersucht Aphrodites, von der faszinierenden Verführungskunst des Zeus und von der leidvollen Unsterblichkeit des Prometheus. Michael Köhlmeier fesselt und fasziniert mit seiner Kunst, die Sagen in freier und ganz persönlicher Interpretation zu erzählen. Und er macht dies voller Lust, mit profunder Kenntnis und hinreißendem Witz. "Die Faszination", so Köhlmeier, "liegt in der Mischung aus Extremen, aus ungeheurer Heiterkeit und ungeheurer Brutalität, zwischen Tod und Sexualität. Es ist alles ganz hell angestrahlt von dieser südlichen Sonne, die Konturen sind sehr scharf. Und die Geschichten sind einfach großartig."
08:15
Die griechischen Mythen, das sind Geschichten von Liebe, Mord und Eifersucht. Michael Köhlmeier schildert sie in dieser 80-teiligen Sendereihe so eindrucksvoll, dass plötzlich all die Götter, Halbgötter, Kentauren und Titanen von ihrem Olymp herunter- oder aus ihrer Unterwelt emporsteigen und zu Gestalten voller Leben, Gefühl und Seele werden. Der Autor erzählt von der kindischen Eifersucht Aphrodites, von der faszinierenden Verführungskunst des Zeus und von der leidvollen Unsterblichkeit des Prometheus. Michael Köhlmeier fesselt und fasziniert mit seiner Kunst, die Sagen in freier und ganz persönlicher Interpretation zu erzählen. Und er macht dies voller Lust, mit profunder Kenntnis und hinreißendem Witz. "Die Faszination", so Köhlmeier, "liegt in der Mischung aus Extremen, aus ungeheurer Heiterkeit und ungeheurer Brutalität, zwischen Tod und Sexualität. Es ist alles ganz hell angestrahlt von dieser südlichen Sonne, die Konturen sind sehr scharf. Und die Geschichten sind einfach großartig."
08:30
08:45
10:00
Mit Tipps für die Gartenpraxis und die Gestaltung von Gärten, Terrassen und Balkonen. Einen Schwerpunkt bilden Berichte über Pflanzen und Filme über die schönsten Gärten der Welt.
10:30
11:00
11:45
Brennende Kinderzimmer, Gasexplosionen eines Wohnhauses, Verletzungen durch ätzende Flüssigkeiten: Die Tatorte sind an Schrecklichkeit kaum zu überbieten. Minutiös gehen die Kriminaltechniker den Ursachen auf den Grund. Ob Opfer und Täter Kontakt, von wem wurde die Tatwaffe bezogen, DNA Spuren geben darüber Aufschluss. Um die Aufklärung von Verbrechen nicht durch irreführende Verunreinigungen zu gefährden, laufen die Untersuchungen beim Bayerischen Landeskriminalamt unter strengsten räumlichen Sicherheitsvorkehrungen.
12:05
Im Tagesgespräch können Zuschauer einem kompetenten Studiogast Fragen zu einem aktuellen Thema stellen und ihre Meinung äußern. Politik, Wirtschaft, Kultur, Religion und Sport - im Tagesgespräch debattieren wir über alle gesellschaftlich wichtigen Bereiche.
13:00
13:15
Happy Balance ist ein sanftes, funktionelles Ganzkörpertraining, das ganz besonders unsere Faszien anspricht. Die Faszien hüllen jeden Muskel, jede Muskelfaser, Knochen, Nerven, Venen und Organe ein und durchziehen unseren ganzen Körper. Sie bilden ein Netzwerk aus Bindegewebe, halten all diese Strukturen einzeln für sich fest und umhüllen und verbinden sie wie ein Ganzkörperanzug! Neue Erkenntnisse belegen die große Formbarkeit und Lebendigkeit dieses Bindegewebes. Um Verspannungen, Verklebungen sowie Verletzungen vorzubeugen und eine gute Figur zu erzielen, müssen sämtliche Strukturen gegeneinander beweglich und gleitfähig bleiben. Genau das kann trainiert werden, TELE-GYM-Profi Johanna Fellner hat die besten Übungen für Sie zusammengestellt. Dynamische Ganzkörperübungen verbessern das Zusammenspiel von Muskeln und Gehirn, das macht automatisch erfrischend wach und mental aktiv. Denn wenn viele unserer Muskelgruppen gleichzeitig angesteuert werden, ist die Konzentration gefragt! Außerdem fördern Sie mit Balance- und Rotationsübungen Ihre Koordination und das Gleichgewicht, dynamische Hoch-Tief-Bewegungen bringen Ihren Kreislauf in Schwung. In jeder der acht abgeschlossenen Übungseinheiten wird Ihr ganzer Körper mobilisiert, gestärkt und entspannt. Alle Trainingsblöcke lassen sich beliebig untereinander kombinieren und so Ihrem Zeit- und Energiebudget optimal anpassen. "Happy Balance" weckt Ihre Sinne, bringt Energie, formt Ihre Figur, ist gut für die Gelenke und den Rücken und tut einfach gut!
13:30
Die Welt von morgen
14:00
In dieser Sendung geht es um Schmerzen, die einen im Alltag plagen. Wenn der Kopf drückt oder es im Rücken zieht - was hilft dann, die Schmerzen zu lindern? Quarks fasst die neusten Wege zusammen, die die Forschung dafür aufzeigt.
14:45
15:15
Der Frankfurt Modedesigner Albrecht Ollendiek mag das Wort Luxus nicht. Da wo Luxus draufsteht, meint er, sei meist gar keiner drin. Und auf "echtem Luxus" stehe sowieso nichts drauf. Couture von Ollendiek ist dann aber doch ein echtes Luxusprodukt. Dafür legen seine illustren Kundinnen wie Floria von Hessen einiges auf den Tisch. Für seine nächsten Kollektionen hat Ollendiek gerade Stoffe auf der Luxusmesse in Paris eingekauft. Sein Look für den Sommer 2024: sehr süßlich, "wie wenn Marie Antoinette nach Miami fährt und 'ne Nase Koks zieht." Ollendiek mag Stilbrüche, er lässt sich gern von Kunstwerken inspirieren und baut das in seine Kreationen ein. Kommerzielle Modetrends interessieren ihn nicht, er versteht seine handgenähten Unikate als zeitlose Kunstwerke. Das verbindet ihn mit dem Frankfurter Galeristen Raphael Petrov, der ganz in der Nähe des Modeateliers die Kunstwünsche eines zahlungskräftigen Publikums befriedigt. Gerade organisiert Petrov sehr kurzfristig eine Vernissage für die Bilder des angesagten New Yorker Künstlers Yigal Ozeri. Wenn sich dort die Kundschaft bei einem Glass Champagner trifft, dann ist auch Albrecht Ollendiek dabei - und ganz sicher einige seiner kunstvollen Kleiderkreationen.
16:00
Schweres Gerät schafft riesige Steinbrocken heran. Das Grundstück wird zur Steinwüste. Die Nachbarn sind irritiert. Doch Peter Berg bleibt unerschütterlich. Wenn er nach seinem Beruf gefragt wird, antwortet er meist, er sei Gärtner. Dabei ist er noch viel mehr als das. Er entwirft und gestaltet richtige Gartenlandschaften. Es müssen keine riesigen Flächen sein, die er zu blühenden Kunstwerken macht. Es reicht auch ein ganz normales Gartengrundstück. Einen ganz normalen Garten in Bad Bodendorf, so wie es ihn in Deutschland zu Hunderten gibt, soll der Gartenkünstler in eine blühende Oase verwandeln. Die Kunden wünschen die totale Typveränderung. Mit Steinen aus der Region baut er Landschaften, die ganz natürlich wirken. Die ideale Kulisse für Bäume, Stauden und zarte Blumen. In Sinzig, zwischen Ahr und Rhein, ist der Handwerkskünstler zuhause, sein eigener Garten die perfekte Visitenkarte. Und Experimentierfeld für seine Ideen. Felslandschaften, Trockenmauern wie sie typisch sind im Ahrtal, filigrane Pflanzen, Rasenflächen und sogar ein Wasserfall, bilden ein verwunschenes Paradies, mit der Zeit gewachsen. In Bad Bodendorf wird es noch ein paar Jahre dauern, bis alle Pflanzen so richtig Wurzeln geschlagen haben.
16:30
Oliver Bendixen und die Geheimnisse der Kriminaltechnik
16:45
In Tirol, dem österreichischen Bundesland der Berge und Almen, treffen die Zuschauer:innen Menschen, die neue Wege gehen: Eine Lehrerin, die in den Kitzbühler Alpen eine Hochalm mit Yaks nachhaltig bewirtschaftet. Einen Hobbytaucher, der die heimischen Seen vom Müll befreit. Eine Biologin, die im Hochzillertal Schneehühner beobachtet, um mehr über ihre Bedrohung durch den Klimawandel zu erfahren. Eine Naturschützerin, die im Kaunertal Bergwälder klimafit macht und Almen vor Verbuschung rettet. Einen Sternenfotograf, der in die Tiroler Nächte zieht, um den Menschen eine verborgene Schönheit zu präsentieren und ihnen die Ehrfurcht vor der Natur zurückzugeben. Diese Tirolerinnen und Tiroler öffnen die Augen für neue Perspektiven und machen Lust auf einen Besuch in unbekannten Ecken ihrer Heimat. Eingebettet sind diese Geschichten in faszinierende Landschaftsaufnahmen und überraschende Detailansichten.
17:30
Das Ausseerland mit seiner einzigartigen Kulisse ist jedes Jahr Schauplatz einer jahrzehntealten Tradition: mit dem Narzissenfest begehen die Menschen hier den Frühling. Filmautor Helmut Gürtl porträtiert in dieser Dokumentation die Menschen, die ihren Alltag in der bestechenden Ausseer Landschaft leben, und zeigt, wie sie sich auf den Beginn der warmen Jahreszeit vorbereiten. Mit Arbeitseinsatz und Liebe schaffen sie die Narzissenskulpturen und machen das Fest zum gemeinschaftlichen Ereignis.
18:15
Aktuelle politische, aber auch kuriose Geschehnisse, die sich innerhalb der geographischen Grenzen Deutschlands ereignen, werden thematisiert und kritisch hinterfragt.
18:45
Singen scheint mehr zu bewirken, als uns oft bewusst ist. Es verbessert Haltung, Kreislauf und Immunsystem, zugleich schüttet der Körper Glückshormone wie Endorphine und Serotonin aus. Gesang ist gut für uns. "Unsere Stimme ist das Musikinstrument, das jeder hat, und für die Meisten die erste Erfahrung selbst Musik zu machen", betont Neurowissenschaftlerin Sophie Scott. Also singen wir auf der ganzen Welt, um Liebe, Freude oder Trauer auszudrücken. Singen wirkt für uns wie ein soziales Bindemittel. Wer gemeinsam singt, fühlt sich anderen näher. "Wir können nur in sozialen Gemeinschaften überleben. Man hat über lange Zeit Musikalität und insbesondere das Singen in der Bedeutung für diesen Zusammenhalt doch weit unterschätzt", erklärt der Oldenburger Musikwissenschaftler Gunter Kreutz. Evolutionsforscher Charles Darwin glaubte, dass wir uns das Singen von den Vögeln abgeguckt haben. "Es scheint, als habe sich die Fähigkeit Töne nachzumachen, mindestens zweimal unabhängig voneinander entwickelt - bei Menschen und Tieren wie Vögeln oder Walen", erklärt Verhaltensbiologin Constance Scharff. Singvögel stimmen ihre Lieder seit rund 33 Millionen Jahren an. Dabei gibt es neben vielen Unterschieden zu unserem Gesang auch einige überraschende Parallelen. Zum Beispiel müssen Singvogelhirne ihre komplexen Gesänge erst lernen - genauso wie wir unsere Lieder. Und auch wenn wir, anders als Singvögel, nicht jeden Ton treffen, weiß Neurowissenschaftlerin Daniela Sammler: "Jeder Mensch kann singen. Auch wenn viele behaupten, dass sie nicht singen können, das stimmt nicht." Also, vielleicht sollten wir es alle öfter tun?
19:15
"KlimaZeit" stellt spannende Zusammenhänge dar, erklärt Wetter- und Klimaphänomene und fragt kritisch nach. Das Magazin, das sich mit dem größten Problem der Menschheit beschäftigt. Klar, kompetent, konstruktiv. Was hat der Klimawandel jedem und jeder einzelnen zu tun? Was muss man über die wissenschaftlichen Hintergründe wissen sowie über die konkreten Folgen. Welche Lösungen gibt es?
19:30
Europa genießen - das ist hier die Devise. Gezeigt wird, was es alles zu entdecken gibt, wohin es sich zu reisen lohnt, welche interessanten Menschen und Trends unser Kontinent zu bieten hat.
19:55
Eigentlich ist Kohle ja der Bösewicht in der Geschichte des Klimawandels. Wenn wir Pflanzenmaterial aber zu Kohle verarbeiten, dann ändert sich diese Rolle. "Wissen vor acht - Erde" zeigt, wie wir Kohlenstoff damit langfristig dem Kreislauf entziehen und dem Planeten helfen können.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Australien ist ein Kontinent der Extreme, ein Land der riesigen Entfernungen, der Wüsten und des Outbacks. Dort mit dem Zug unterwegs zu sein, bedeutet für den Reisenden das Erlebnis von ungezähmter Wildnis und Pioniergeist, wenn auch mit dem Komfort moderner klimatisierter Großraumwaggons.Aber auch für die Eisenbahner ist das Durchqueren dieses Kontinents jedes Mal eine gewaltige logistische Herausforderung. Wenn der Zug erst einmal im Outback unterwegs ist, gibt es kein Zurück: Dann müssen Tonnen von Trinkwasser und Proviant für die mehrtägigen Fahrten durch menschenleeres Gebiet an Bord sein, medizinische Hilfe kann nur noch aus der Luft angefordert werden. Neben den Gleisen sind in regelmäßigen Abständen Landepisten für die Flying Doctors eingerichtet. Der Zweiteiler folgt den beiden wichtigsten Strecken des Landes: Der legendäre Zug Indian Pacific überwindet 4.000 Kilometer durch Wüsten und Gebirge von Sydney bis Perth, quer durch Australien. Der Sunlander fährt von Brisbane nordwärts, 1.700 Kilometer an der Ostküste entlang Richtung Cairns. Es sind zwei der faszinierendsten Zugreisen, die man auf diesem Planeten machen kann. In der zweiten Folge: von Brisbane Richtung Norden - der legendäre Sunlander - Für Generationen von Australien war die Reise mit dem Sunlander eines der Dinge, die man einmal im Leben gemacht haben muss. Die Fahrt ist auch ein Trip in die Welt des ländlichen Australiens. In Rockhampton trifft das Filmteam die "Rodeo-Queen" Danika Boland, die antritt, um ihren Titel beim großen Rodeo zu verteidigen. Bruce ist ein typischer "Miner", einer jener verwegenen Gestalten, die ihr Leben dem unverzagten Graben nach Saphiren gewidmet haben. Der Zug durchfährt gigantische Mangoplantagen. Über Hunderte von Kilometern geht die Reise entlang des weltberühmten Barrier Reef. Die Wissenschaftlerin Elizabeth Perkins lebt auf einer kleinen Insel vor der Küste und kämpft um das ökologische Gleichgewicht des größten Riffs der Welt. Kurz vor dem Ziel lockt eine besonders malerische Nebenstrecke: Nach Kuranda fährt eine Schmalspurbahn durch tropische Wälder, vorbei an Wasserfällen und Schluchten mitten durch ein sturmgeplagtes Gebiet. Gleisarbeiter Les muss mit einem skurrilen Gefährt vorwegfahren, um Äste wegzuräumen oder umgestürzte Bäume zu melden. Er selbst kann ausweichen: Sein Pick-up ist eine Spezialkonstruktion, die auf der Straße wie auf den Gleisen fahren kann. Diese Fahrt ist die letzte mit der Zuglegende Sunlander mit dem nostalgischen Charme der guten alten Zeit des gemütlichen Zugreisens. Der Sunlander wird danach durch den modernen, viel schnelleren Spirit of Queensland ersetzt. Auch schön, aber natürlich kein Vergleich für den Eisenbahnenthusiasten.
21:00
Was wäre Paris ohne seine berühmten Cafés? Wohl weniger berühmt. Und etliche berühmte Bücher wären vermutlich auch nie geschrieben worden. Nicht über diese Cafés sondern in diesen Cafés. Deswegen sind an manchen Tischen in bestimmten Cafés am Montparnasse auch die Messingschilder mit den Namen von berühmten Autoren angebracht: Das sind die Namen derer, die dort geschrieben und einen großen Teil ihres Lebens verbracht haben. Der Film von Hans Emmerling aus dem Jahr 1985 macht sich jedenfalls auf die Spur der berühmten Cafés am Montparnasse, die alle quasi nur einen Steinwurf voneinander entfernt liegen, d. h. es geht in die berühmten Cafés "Dôme", "La Rotonde", "Closerie des Lilas", "La Coupole", wobei die letzteren beiden schon in den 80er-Jahren weniger Café und eher Restaurants der mehr als gehobenen Preisklasse darstellten. Gespickt ist das Ganze mit historischen Fotos, Erinnerungen von Zeitgenossen, wie der Besitzer der Restaurants und mit Zitaten u.a. von Ernest Hemingway. Sie alle beschreiben das Lebensgefühl der schon damals nicht mehr existierenden sondern der damaligen Bohème. Aber auch eine noch existierende Maler-Akademie mit Tradition wird von Emmerling vorgestellt: "La Grande Chaumière". Denn in diesen Cafés verkehrten vom Ende des 19. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht nur Schriftsteller wie Ernest Hemingway sondern vor allem auch Maler und Bildhauer wie z. B. Amedeo Modigliani, der 1906 nach Paris gekommen war, und viele, viele andere. Und natürlich zeigt Emmerling auch ausführlich, wofür Paris noch steht: exquisites Essen, speisen auf höchstem Niveau, denn auch das gab es eben inzwischen in einigen dieser Cafés am Montparnasse - bezahlbar allerdings nur für die Haute Volee von Paris. Aber auch der Film von Hans Emmerling endet mit ein wenig Wehmut, denn der Montparnasse veränderte sich bereits massiv in der Zeit, in der er seinen Film drehte: Er wurde saniert und nicht nur die alten Ateliers von Paul Gauguin und Max Ernst wurden abgerissen.
21:45
"Den Schenkeln eines Engels soll dieser Fluss entsprungen sein, sagt der Volksmund, die Seine. Ruhig und glitzernd fließt sie unter den Brücken von Paris, umfasst mit ihren mächtigen erdfahlen Armen das Herz der Stadt, die Insel: die Île de la Cité, die Wiege von Paris." So beginnt dieser Film und nach nicht einmal einer Minute ist sie zu sehen, die berühmte Kathedrale Notre Dame, dieses mächtige gotische Bauwerk. "Weit aufragend blicken die steinernen Türme der Kathedrale zum anderen Ende der Insel, wo die weltliche Macht seit mehr als zwei Jahrtausenden ihren Sitz hat." Denn an der Stelle des heute dort befindlichen Justizpalastes regierten erst die römischen Statthalter, später die Könige Frankreichs. Es geht also in diesem Dokumentarbericht von Evelyn Schels aus dem Jahr 1988 um die Geschichte der Stadt Paris von Anfang an. Nachvollzogen werden die verschiedenen Phasen von den Anfängen auf der Île de la Cité in der Römerzeit über die Niederlassungen von Bischöfen und Königen bis zur Keimzelle moderner Stadtentwicklung. Es geht u.a. um die Bedeutung der zahlreichen, ehemals außerhalb der Stadtgrenzen liegenden Klöster, die Ansiedlung der Universität und um Paris als Residenzstadt. Die Sorbonne, also die Universität von Paris, ist im Mittelalter als Kollegium für mittellose Studenten gegründet worden, die dann aus dem gesamten Abendland nach Paris strömten, um dort zu studieren. Die dortigen Doctores schlossen sich nach einiger Zeit zu einer Universität zusammen, die vom Bischof von Paris unabhängig und doch vom Papst anerkannt war. Das Quartier Latin war und ist das Studentenviertel von Paris, obwohl die Universität auch 1988 bereits dezentral organisiert war und sich über die gesamte Stadt erstreckte. Auch 1988 konnte man im Quartier Latin in einer der berühmtesten Buchhandlungen der Welt einkaufen, nämlich bei "Shakespeare and Company" in der Rue de la Bûcherie, in der z. B. Henry Miller Stammkunde gewesen ist. Die berühmte gläserne Pyramide jedoch, die François Mitterrand vor dem Louvre errichten ließ, befand während der Drehzeit dieses Films noch im Bau. Nicht mehr im Bau sondern bereits damals schon längst abgerissen waren die berühmten Markthallen von Paris, denen einige Bewohner von Paris wohl bis heute nachtrauern. Im Bild zu sehen sind daher nur mehr Fotos von ihnen. Zu sehen ist jedoch, wie schon erwähnt, die Kathedrale Notre Dame in all ihrer Pracht.
22:30
12.00 Uhr mittags, das Team um Filmemacher Dieter Ertel steht auf dem Bezirksmarkt in der Rue Mouffetard im fünften Arrondissement in Paris. Der Markt neigt sich für heute zu Ende. Mit Schwung und Elan und dem lauten Ausrufen der Blumen- und Gemüseverkäuferinnen, die noch ein letztes Geschäft machen wollen. Kameramann Hartmut Missbach gelingen wunderschöne Großaufnahmen von Passanten, von Gesichtern, von einem Clochard mit Gitarre, der mindestens eine Saite fehlt. Um halb eins nachmittags ist alles vorbei, das Filmteam wechselt auf den Platz vor den berühmten Markthallen von Paris neben der Kirche Saint Eustache. Dort fängt pünktlich um halb fünf Uhr der Blumenmarkt an: ein Markt für die Einzelhändler, weniger für die Endverbraucher. Ertel sagt: "Blumen aus Holland in Kartons geschichtet. Die Nelke als Industrieprodukt." Aber das alles ist nur eine beschauliche Ouvertüre, denn der Markt in Hallen, dieser berühmte Markt für Obst und Gemüse beginnt erst um Mitternacht. Um kurz vor 23.00 Uhr kommt auf dem Bahnhof Paris-Bercy der erste Güterzug mit Obst und Gemüse aus Südfrankreich an. Rasch wird in extra dafür vorhandene Lastwagen umgeladen, die die Ware dann zu den Hallen bringen. Aber nicht nur mit der Eisenbahn wird der "Bauch von Paris" gefüllt, Hunderte von Lastwagen kommen aus ganz Frankreich, aus Belgien, aus Italien usw. an und liefern Ware. Im Lauf einer Nacht branden auf diese Weise bis zu 2000 voll beladene LKWs an den Hallen an, Verkehrschaos gibt es jede Nacht. Aber das ist quasi normal. Auf diese Weise wurden damals innerhalb einer Nacht 5500 Tonnen Obst umgesetzt. Aber das Ganze war natürlich schon damals ein Anachronismus, wenngleich einer mit großem Reiz. Um zwei Uhr nachts kommt die Kundschaft und Lokale rund um die Markthallen füllen sich. "Eine amerikanische Reisegesellschaft ist eingefallen. Sie kommt aus der Oper und lässt sich als Betthupferl die Hallen servieren. Dazu gibt es Champagner und Pariser Atmosphäre zu Touristenpreisen", kommentiert Dieter Ertel. Um fünf Uhr morgens, es dämmert bereits, haben die Großhändler eingekauft und verkauft. Viertel vor sechs Uhr betreten die eigentlichen Stars der Hallen die Bühne, ein neues Schauspiel beginnt: der Fleischmarkt mit den Lastträgern als Hauptdarstellern. Sie können ganze Ochsen auf die Schulter nehmen. Die Prüfung, um als so ein Lastträger angeheuert zu werden, besteht darin, eine Last von vier Zentnern auf den Schultern 50 Meter weit tragen zu können. Heutige Hygienespezialisten sollten bei diesen 1000 Tonnen Fleisch, die da allmorgendlich umgesetzt werden, besser nicht so genau hinschauen. Das Problem der mangelnden Hygiene war allerdings auch damals schon bekannt: Der Fleischmarkt sollte der erste sein, der in neue Gebäude am Stadtrand umzieht. Nach dem Besuch des Weinmarkts von Paris an ganz anderer Stelle, an dem in guten Zeiten 160000 Flaschen Wein den Besitzer wechseln, kehrt das Filmteam um kurz vor sieben Uhr morgens wieder zurück zum Platz vor der Kirche Saint Eustache. Nun kommen die Endverbraucher, die Pariser Bürgerinnen und Bürger auf den Markt, um einzukaufen: Paris s'éveille, Paris erwacht. Dem Film ist an dieser Stelle aber nicht das berühmte Chanson von Jacques Dutronc unterlegt sondern "Petite Fleur" von Sidney Bechet. Und wenn auch das vorbei ist, kommen die Straßenkehr-Lastwagen und machen alles wieder sauber. Bis zur nächsten großen Schlacht. Und das Team kehrt wieder zurück zum kleinen und beschaulichen Bezirksmarkt in der Rue Mouffetard, wo am späten Vormittag die Geschäfte noch voll in Gang sind.
23:05
Der Name Paddy Goes to Holyhead spielt auf irische Auswanderer, abwertend oft "Paddies" genannt, und die walisische Hafenstadt Holyhead an, die einst Durchgangsstation auf dem Weg nach Übersee war. Und somit ist schnell erraten, mit welchem Musikgenre die Darmstädter Band seit bald vier Jahrzehnten von sich hören macht. 1996 kommt das Publikum im Münchner Schlachthof in den Genuss feinster irischer Folkmusik Made in Germany. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.
23:50
Herkunft: Erlangen. Gründungsjahr: 1990. Genre: Speedfolk. Mit diesem Begriff bezeichnet zumindest die Band selbst ihren Irish-Rock-Folk-Punk-Mix, mit dem sie seit Jahrzehnten das Publikum begeistert. So auch 1997, bei einem Konzert der Kult-Fernsehreihe Schlachthof in Concert, diesmal ausnahmsweise live aus dem Hirsch in Nürnberg. "On and On" heißt da ihr aktuelles Album, und on and on fiddeln, singen und trommeln sie sich bis heute in die Herzen ihrer treuen Fans. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.