04:05
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
04:20
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.
05:00
Neu auf ARTE: "42 - Die Antwort auf fast alles" ist die neue Wissensserie von ARTE, die durch große und kleine Fragen der Menschheit navigiert, originell, assoziativ, um die Ecke gedacht und getragen von einer prägnanten Stimme: Nora Tschirner macht sich Gedanken, sammelt Informationen, ordnet Material und gibt uns den Durchblick.
05:30
"Jeder Mensch ein Künstler!" Dies berühmt-berüchtigte Motto von Joseph Beuys könnte auch von Bob Ross (1942-1995) stammen. Allein, der amerikanische Fernsehmaler hat - anders als Beuys - keine großen sozialen und politischen Revolutionen im Sinn. Bob Ross will "nur" die einzelnen Menschen glücklicher machen, und das heißt, zu potenten Malern, die ihre eigene Welt erschaffen. Er will uns zeigen: Ein kleiner Künstler steckt in jedem von uns, wir müssen ihn nur herauslassen. Und das geschieht, indem wir lernen, das Malen zu lernen und das Lernen dabei nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Selbstzweck begreifen - Spaß dran finden. Bob Ross wurde 1942 in Daytona Beach, Florida, als Sohn eines Zimmermanns geboren. Er studierte an verschiedenen amerikanischen Colleges Malerei und entdeckte schließlich seine spezifische Malweise: die Nass-auf-Nass-Methode. Nachdem er diese Technik gründlich ausgebaut und etliche Hilfsmittel und Tricks erprobt hat, fing er an, auch anderen beizubringen, wie man damit schöne Landschaftsbilder kreieren kann. Er reiste seit 1981 quer durch die Vereinigten Staaten, um diese Technik vorzustellen. Zwei Jahre später produzierte er die ersten Malkurse im Fernsehen: "The Joy of Painting" wurde zu einem Riesenerfolg. Mit freundlich säuselnder Stimme macht Bob Ross seinen Zuschauern Mut, ihre eigene Kreativität zu entdecken. Schritt für Schritt macht er vor, wie sie ihre Leinwand im Nu mit "heiteren kleinen Wölkchen" oder "fröhlichen kleinen Bergen" und Hütten bereichern und so ihre eigene Welt schaffen können. Das kommt an, seit 1983 reißen die Ross-Serien gar nicht mehr ab. Sein Fernseh-Malkurs ist ein gigantisches Unternehmen, das Millionen von Ross-Schülern mit dem nötigen Malwerkzeug, Anleitungsbüchern und Videos ausstattet. Bob Ross starb 1995 mit gerade einmal 52 Jahren in New Smyrna Beach, Florida, an Krebs. Seine Fernsehshow aber lebt weiter. Inspiriert von Ross hat eine Freundin von ihm, Annette Kowalski, selbst eine Methode entwickelt, wie man Blumen malt.
06:00
What's your name, are you German. Mit einfachen Fragen und Antworten führt dieser Klassiker unter den Fernsehsprachkursen in die englische Sprache ein. In 51 Lektionen werden die wichtigsten Grammatikstrukturen und der Grundwortschatz vermittelt. Wann sagt man "some" oder "any"? Wann heißt es "he was" und wann "he has been"? Die Antworten auf diese und viele andere Fragen, die Sie im Englischunterricht nie zu stellen wagten, liefert Englisch für Anfänger in witzigen Spielszenen und fundierten Erklärteilen.
06:30
Ausgewählte Regionen Frankreichs werden in diesen musisch-akzentuierten Dokumentationen in ihrer geographischen, gesellschaftlichen und kulturellen Besonderheit dargestellt. Landschaftliche Schönheiten gehören ebenso dazu wie Zentren wirtschaftlicher Bedeutung, Stätten der bildenden Kunst oder Schauplätze der Literatur. Interviews mit Franzosen verschiedenster Lebensbereiche vermitteln zusätzlich ein authentisches Bild von "Frankreich heute". Die formale Gestalt der Sendereihe orientiert sich bewusst an der Skizze, deren Reiz gerade darin besteht, dem Betrachter eine Anregung zu eigenen weiterführenden Entdeckungen zu geben. Die Sendungen werden in französischer Sprache ausgestrahlt.
07:00
Seit rund zweihundert Jahren hat sich das weltweite Pro-Kopf-Einkommen im Durchschnitt deutlich erhöht, die extreme Armut ist stark zurückgegangen, und auch die Kindersterblichkeit hat weltweit deutlich abgenommen. Zudem gibt es mehr Demokratien, die Lebenserwartung ist gestiegen, viele Menschen sind heute gesünder und besser gebildet als je zuvor. Studien der Weltbank und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigen: In vielen globalen Kennzahlen hat sich der Zustand der Menschheit über die letzten Jahrzehnte deutlich verbessert. Wäre das nicht ein Grund zum Feiern? Die meisten Menschen sehen das anders - sie neigen eher zu Pessimismus. Die Organisation "Gapminder", gegründet unter anderem von Anna Rosling Rönnlund, befragt regelmäßig Menschen weltweit und stellt fest: Viele unterschätzen die Fortschritte der letzten Jahrzehnte erheblich. Ein Grund dafür sei unser sogenannter "Negativitätsinstinkt" oder "Gap-Instinkt" - kognitive Verzerrungen, die dazu führen, dass wir die Welt als schlechter, gefährlicher und ungleicher wahrnehmen, als sie tatsächlich ist. Hinzu kommen Emotionen wie Angst und Unsicherheit, die laut der Neurowissenschaftlerin Maren Urner unsere rationalen Denkprozesse blockieren können. Verstärkt wird dieser Effekt durch mediale Berichterstattung, die oft negative Ereignisse in den Vordergrund stellt - auch weil sie unsere Aufmerksamkeit stärker fesseln. Das Problem: Wenn wir unseren verzerrten Weltbildern folgen, kann das nicht nur die Stimmung trüben, sondern auch zu falschen politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen führen. Darauf weist etwa der Harvard-Psychologe Steven Pinker hin. Wer den tatsächlichen Fortschritt nicht erkennt, läuft Gefahr, ihn aus den Augen zu verlieren - oder gar rückgängig zu machen. Was also können wir tun, um unseren negativen Instinkten etwas entgegenzusetzen?
07:30
"Die Sendung mit der Maus" - das sind Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger.
08:00
Überall auf Straßen, Wiesen und Feldern sieht man sie im schnellen Schritt: die Nordic Walker. Jetzt zeigt TELE-GYM, wie man diese Sportart abwechslungsreich gestalten und sich damit optimal auf den Wintersport vorbereiten kann. Nordic Walking wurde ursprünglich als Sommertraining für Skilangläufer entwickelt. Es ist das perfekte Ganzkörpertraining für jedermann, da 90% aller Muskeln im Einsatz sind. Das Übungsprogramm ist in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Skiverband aus dem Nordic-Walking-Sport heraus entwickelt worden. Gekräftigt werden Beine, Po, Bauch, Arme und Rücken, spezielle Übungen schulen die Balance- und Koordinationsfähigkeit. Die Übungen sind so aufgebaut, dass sie sowohl als eigenständiges Training durchgeführt, aber auch bestens zur Abwechslung ins Nordic-Walking-Training eingebaut werden können. Der Nordic Walker kann auf diese Weise die positive Wirkung auf den Organismus noch wesentlich erhöhen. Für Nicht-Nordic-Walker ist das Training ein perfektes Fitnessprogramm, das auch zur Vorbereitung auf den Wintersport dient. Alle Übungen werden mit und ohne Stöcke demonstriert. Effektive Mitmach-Gymnastik die Spaß macht, Profi-Tipps zum richtigen Walken und die Präsentation von tollen DSV E.ON-Bayern-Nordic-Walking-Zentren in Bayern - das alles gibt es in jeder Folge "Nordic Walking mit Peter Schlickenrieder"!
08:15
09:30
Wie ist es, wenn nach jahrelangem Warten der erlösende Anruf kommt, dass ein Organ zur Verfügung steht, man transplantiert werden kann? Ruth Bobb aus der Nähe von Marburg gehört zu den Glücklichen, die diesen Anruf erhalten. Sie wartet schon lange auf eine neue Lunge, ohne die hätte sie wohl nicht mehr viel Zeit. Seit Jahren leidet sie unter einer Fibrose, dadurch wird das Lungengewebe so verhärtet, dass sie nicht mehr frei atmen kann. Jetzt ist ein Spenderorgan gefunden und alles muss ganz schnell gehen. Sie nimmt uns mit bei ihrem Start in ein neues Leben, lässt uns unmittelbar teilhaben an ihrem Kampf, ihrem Glück, aber auch an ihren Rückschlägen mit dem neuen Organ. In Deutschland warten mehr als 8.000 Menschen auf ein Spenderorgan, doch im Jahr 2023 gab es bundesweit nur 965 Spender. In Deutschland dürfen Organe und Gewebe nur dann nach dem Tod entnommen werden, wenn die verstorbene Person dem zu Lebzeiten zugestimmt hat. Ruth Bobb gehört also zu den wenigen, die ein zweites Leben geschenkt bekommen.
10:00
Magazin in Gebärdensprache
10:30
11:00
"kreuz und quer" versucht Antworten auf den zunehmenden Orientierungsbedarf im "Supermarkt der Weltanschauungen" zu geben. Das Religionsmagazin nimmt den religiösen Pluralismus ernst und zeigt schon jetzt Ausblicke auf die Zukunft von Religion und Gesellschaft.
11:30
In der Hauptstadt trifft Jonas den Hedonisten Thomas Tänzer. Dieser besitzt zwei Hotels in Berlin-Mitte und hat sich auf die Bedürfnisse von seinesgleichen spezialisiert. Maximale Lust heißt für ihn: alles mitnehmen - am besten links neben der Überhohlspur.Danach streift Jonas mit Glücksforscherin und Psychologin Anna Pohlmeyer durch ein Discounter-Möbelhaus in Berlin-Marzahn. Mit ihr spricht er darüber, wie Dinge gestaltet sein müssen, damit sie uns glücklich machen, und wie man in eine "hedonistische Tretmühle" gerät. Am nächsten Mittag geht Jonas mit Rapper Yung Hurn ins Freibad: baden und Bier, während andere arbeiten - ein perfekter Tag für beide. Sie sprechen darüber, welche Vorzüge es hat, immer ganz frei im Moment zu leben, sich auf nichts festzulegen. Anschließend trifft Jonas auf die Philosophin Svenja Flaßpöhler. Sie erzählt Jonas, dass Hedonismus in der Philosophie viel mehr bedeutet den Schmerz zu vermeiden als allein die Lust zu maximieren. Abends geht Jonas in Clärchens Ballhaus. Dort arbeitet Ilka Eichler bereits seit 25 Jahren an der Garderobe. Für sie bedeutet Glück nicht Whirlpool und Champagner, sondern zufrieden zu sein mit dem, was man hat.
12:00
12:30
In der Sendung informieren Wissenschaftler, auch für Fachunkundige verständlich, über ihre Forschungen - und das innerhalb von wenigen Minuten und ohne zusätzliche Hilfsmittel. So wird auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt.
13:00
13:15
13:30
"KlimaZeit" stellt spannende Zusammenhänge dar, erklärt Wetter- und Klimaphänomene und fragt kritisch nach. Das Magazin, das sich mit dem größten Problem der Menschheit beschäftigt. Klar, kompetent, konstruktiv. Was hat der Klimawandel jedem und jeder einzelnen zu tun? Was muss man über die wissenschaftlichen Hintergründe wissen sowie über die konkreten Folgen. Welche Lösungen gibt es?
13:45
Bayern ist lebendig und vielfältig. Die Sendung stellt wunderschöne Landschaften, spannende Naturphänomene und beeindruckende Persönlichkeiten des Freistaates in atemberaubenden Bildern vor.
14:30
Winter im Klostertal - Im Naturschnee-Skigebiet am Sonnenkopf nimmt Moderatorin Annette Krause bei der mehrfachen Freeride-Weltmeisterin Nadine Wallner einen Kurs im Tiefschneefahren. Eine Alternative zum Skifahren ist die Schneeschuhwanderung mit Wanderführerin Caroline Mark auf den Aussichtsberg Mutjöchle. Von hier hat man einen grandiosen Blick auf die Vorarlberger Bergwelt und auf das Klostertal. Mit dem Bau der Arlbergbahn und des Eisenbahntunnels vor mehr als 100 Jahren wurde die Region zur Hauptverkehrsader zwischen Ost und West. Annette Krause begleitet die Männer der Eisenbahn-Feuerwehr auf ihrem Löschzug bei der Fahrt in den mehr als zehn Kilometer langen Tunnel zu einer Rettungsübung. Stuben am Arlberg gilt nicht nur als Wiege des Skisports. Hier treffen sich einmal im Jahr Snowboarderinnen und Snowboarder aus aller Welt zu einem legendären Rennen. Paul Gruber, einer der Snowboard-Pioniere, vermittelt Annette Krause die Faszination an diesem Sport. Ziel der Expedition ist die auf 2.288 Meter gelegene Ulmer Hütte, in der Annette Krause auf viele Urlauberinnen und Urlauber aus dem Südwesten trifft.
15:15
Einzigartig, waldreich und Millionen von Jahre alt. Das sind unsere Mittelgebirge. Plattentektonik oder vulkanische Aktivität haben sie in den Himmel wachsen lassen. Und seither leben wir mit ihnen. Mit ihren Gesteinen, ihrer erkalteten Lava, ihren Pflanzen, Gipfeln, ihren Tieren und ihren Besonderheiten. In Hessen ist die landschaftliche Vielfalt besonders groß; die Basaltvorkommen sind die größten in Europa. Der Vogelsberg hat ein ganzes Meer davon. Das Vulkanmassiv mit seinen erkalteten Lavaströmen besticht aber auch durch Bergkuppen, Wälder und Fachwerkstädte. Genau wie der Taunus, das zweithöchste Mittelgebirge Hessens. Hier ist der Quarzit zuhause. Ein extrem hartes Gestein, das unter großem Druck entstanden ist. Die Geografin Christiane Berger erforscht es seit Jahrzehnten mit Leidenschaft und interessiert sich für die ganz frühe Besiedlung durch die Kelten. Nach deren Blütezeit kamen die Römer, deren frühere Präsenz mit dem Taunus fest verbunden ist. Das Römerkastell Saalburg und der Limes, UNESCO-Welterbe, sprechen Bände. Im Odenwald waren die Römer auch. Das Felsenmeer, eines der meistbesuchten Ausflugsziele, nutzen die Römer als Steinbruch. Burgen und unzählige Sagen prägen den Odenwald. Ein verwunschener Ort, den Förster Tobias Kaufmann klimaresistent machen möchte, auch wenn die Natur dort noch gut intakt ist. Auch in Nordhessen, im Habichtswald, sind Natur, Mythos und Geschichte eng miteinander verbunden. Etwas offener von der Optik zeigen sich der Knüll und die Rhön. Das Land der offenen Ferne wird letztere auch genannt und sie beherbergt Hessens höchsten Berg: die Wasserkuppe. Paradies für Segelflieger und Sternengucker und im Winter lockt der Schnee. Im Kellerwald am Edersee dagegen kann man so richtig zur Ruhe kommen. Sein Zauber erwächst aus der Stille und dem Gefühl, einem Wald zu begegnen, der vielerorts längst verschwunden ist. Naturfotograf Ulrich Müller fängt dieses Phänomen auf seinen Streifzügen regelmäßig ein. Unsere Mittelgebirge - wir begeben uns auf Spurensuche. Was macht diese Landschaften aus? Wie lebt es sich mit ihnen? Eine bergige Faszination in Hessen.
16:00
Visite informiert über aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen Medizin und Gesundheit - aus Klinik, Praxis und Forschung.
17:00
Einer von vier Menschen ist betroffen, man spürt nichts und doch können sie lebensbedrohlich werden: Bluthochdruck und ungünstige Blutfettwerte. Zusammen mit Rauchen zählen sie zu den harten Risiko- Faktoren für Herz- Kreislauferkrankungen. Volkskrankheiten mit gravierenden Spätfolgen, die durch höheres Problembewusstsein vermieden werden könnten. Experten wie die Präsidentin der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft, Podczeck-Schweighofer Andrea, warnen eindringlich davor, diese Risikofaktoren zu unterschätzen und setzen deshalb auf Aufklärung und frühe Prävention. So können vor allem Übergewicht, Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Bewegungsmangel und psychosoziale Faktoren wie Stress auch durch eine Lebenstilveränderung positiv beeinflusst werden. "treffpunkt medizin" klärt auf, was die idealen Blutdruckwerte sind, warum hoher Blutdruck die Gefäße schädigt, was es mit "gutem" und "bösem" Cholesterin auf sich hat und welche Rolle die genetische Veranlagung spielt. Abhängig von der Diagnose auch die Therapie der Wahl: genügt mehr Bewegung oder sind Medikamente nötig? Kann Ernährung die Blutfette beeinflussen? Und wie können wir unseren Stoffwechsel quer durch die Lebensalter in Schwung halten?
17:35
Der Bericht von Fritz E. Rüth aus dem Jahr 1966 thematisiert Gefahren für Jugendliche durch ihre Umwelt in einer Gesellschaft des Wohlstands.
17:45
Fragen rund um die Gesundheit wird auf den Grund gegangen, und von den Moderatoren anschaulich aufbereitet. Dabei geht es unter anderem um Heilmittel, Ernährung und Kosmetikprodukte.
18:15
19:00
Die Millionenmetropole Hakata/Fukuoka auf Japans Südinsel Kyushu hat einen überaus spannenden Bahnverkehr. Neben Shinkansen Hochgeschwindigkeitszügen verkehren die unterschiedlichsten Nahverkehrszüge und nicht zuletzt der Luxuszug "Seven-Stars"
19:30
Wie packen wir die drängenden globalen Probleme an? Klimawandel und Artenschwund verlangen eine neue Art des Wirtschaftens. Wir werden Dinge verändern müssen, um in Zukunft menschenwürdig wohnen, arbeiten und uns ernähren zu können. Technologischer Fortschritt und Wandel kann uns dabei unterstützen. Global Us gibt unerwartete Einblicke, zeigt beispielhafte Lösungen und bietet Perspektiven für eine sich rasant verändernde Welt. Im Fokus stehen Menschen, die einen Wandel wollen, diesen vorantreiben und damit andere inspirieren.
19:55
Psychologen haben herausgefunden, dass Düfte nicht nur beim Lernen helfen, sondern auch im Schlaf die Gedächtnisleistung steigern können. Wie das funktioniert, verraten Anja Reschke und Adrian Pflug bei "Wissen vor acht - Zukunft".
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Als Ernst Michel (22) zum ersten Mal die Pressetribüne im Saal 600 des Nürnberger Justizpalastes betritt, hält er die Nähe zu den Angeklagten kaum aus. Keine zehn Meter sitzt er, der Auschwitz-Überlebende, von Göring und den anderen, entfernt. Als die polnische Zeugin Seweryna Smaglewska (29) zum ersten Mal das Nürnberger Grand-Hotel betritt, in dem sie für die Dauer ihres Aufenthalts untergebracht ist, kann sie nicht begreifen, wieso die Richter und Staatsanwälte des Nürnberger Prozesses in der Nacht zuvor einen rauschenden Ball gefeiert haben. Das Doku-Drama "Nürnberg 45 - Im Angesicht des Bösen" erzählt den wichtigsten Prozess des Jahrhunderts aus der Perspektive dieser beiden jungen Menschen und spiegelt die Hoffnungen und Ängste, die innere Zerrissenheit zweier Menschen wider, die noch ein halbes Jahr zuvor der Todesmaschinerie der Nazis im KZ Auschwitz ausgeliefert waren. Seweryna Smaglewska wird wochenlang warten müssen, bis sie endlich aussagen darf, ein nicht enden wollendes Martyrium. Erinnerungen kommen in ihr hoch, auch an Witold, die Liebe ihres Lebens, mit dem sie sich am Zaun des Lagers Birkenau geschworen hatte, eine Familie zu gründen, wenn sie beide überleben. Doch Witold ist spurlos verschwunden.Ernst Michel ist mit Abstand der jüngste unter den Reportern aus aller Welt. Er zwingt sich jeden Tag, objektiv zu berichten. Dann bekommt er ein sensationelles Angebot: Hermann Göring will ihn kennenlernen, bittet zu einem Gespräch in seiner Zelle. Doch Ernst Michel wird von Zweifeln geplagt. Darf er dem Mann gegenübertreten, der für den Tod seiner Eltern verantwortlich ist? Was wiegt schwerer: millionenfaches Leid oder eine journalistische Weltsensation?
21:45
In dieser Sendung werden die unterschiedlichsten Destinationen vorgestellt. Der Zuschauer lernt mehr über Kultur, Landschaft und die Menschen, die dort leben. Da möchte man gleich in den Flieger steigen.
22:30
Sigi Sommer alias Blasius der Spaziergänger führt 1985 anlässlich des 175-jährigen Bestehens des Münchner Oktoberfestes über die Wiesn. Zunächst aber gibt es einen historischen Rückblick auf deren Entstehung 1810: Es wurde damals aus Anlass der Hochzeit zwischen Kronprinz Ludwig (der spätere König Ludwig I.) und Therese von Sachsen-Hildburghausen auf der Theresienwiese ein Pferderennen ausgerichtet mitsamt Festbuden etc. Dieses Fest wurde von da an jedes Jahr wiederholt und weil es ursprünglich immer im Oktober stattfand, war es eben das "Oktoberfest". Danach folgen die Erinnerungen des Münchner Originals Sigi Sommer an das Oktoberfest seiner Kindheit und Jugend, als die heutige "Theresienwüste" noch die "Theresienwiese" der Münchner und der angereisten Gäste war. Sommer sagt, dass früher in seiner Kindheit und Jugend auch der ganz kleine, der ganz arme Münchner seine Freude an der Wiesn haben konnte, weil auch für ihn immer irgendetwas abgefallen ist - wie z. B. die Noagal, also die Reste im Bierglas. Interessant ist daher die Anmerkung von Sommer, dass man sich zwar über das schlechte Einschenken auf der Wiesn durchaus aufregen kann, aber auf der Wiesn wird halt heutzutage noch viel mehr übriggelassenes Bier einfach weggeschüttet. Der Film lebt von den Geschichten und Anekdoten Sommers und bietet im ersten Teil einen Rückblick auf die Entstehung und die Geschichte der Wiesn, die so genau auch nicht jeder kennt.
22:50
Fünf Frauen aus Rosenheim und Umgebung fahren während des Oktoberfests 16 Tage lang nach München, um dort auf der Wiesn zu bedienen. Einige der porträtierten Frauen haben gerade das große Volksfest in Rosenheim, das Herbstfest, hinter sich und nun die Wiesn vor sich. Da sie im Garten des Löwenbräuzeltes von Wiggerl Hagn arbeiten, sind sie natürlich vom Wetter abhängig, aber "a bisserl was geht immer", sagen sie. Und das Härteste sei ohnehin nicht die Arbeit an sich sondern die tägliche Fahrerei: eine Stunde hin am Vormittag, eine Stunde zurück in der Nacht. Eckard Garczyk und Angelika Holtermann sind so nah dran an den Protagonistinnen, dass sie sogar dabei sein dürfen, wenn diese ihre Arbeitskleidung, das Kellnerinnendirndl aus dem vergangenen Jahr anprobieren. Fesch schauen sie damit aus, auch wenn sich so mancher Reißverschluss nur mit sanfter Gewalt schließen lässt. Und wie ist dann die Arbeit? Manche Gäste kommen seit Jahren und kommen teilweise sogar nur wegen "ihrer Kellnerin" in den Biergarten vom Löwenbräuzelt. Das sind die Stammgäste. Je später der Abend desto "schwieriger" wird die Kundschaft natürlich. Aber diese Frauen haben Erfahrung. Im Gegensatz dazu tun sich die jüngeren Kolleginnen teilweise noch recht schwer. Was macht eine gute Bedienung aus? Die Filmemacher wissen es: Geschäftsinteresse und von Herzen kommende Freundlichkeit müssen bei einer Wiesnbedienung eine handfeste Allianz eingehen, dann passt's. Aber warum wird überhaupt eine Frau Kellnerin auf der Wiesn? Auch das ist Thema in diesem Film, denn zum Teil werden sie das nur wegen des Verdienstes, den sie dringend nötig haben. Aber freundlich sein will und muss jede, egal wie sie sich gerade fühlt. Und wie hoch war der Verdienst damals in Wirklichkeit? Eine der Bedienungen, die dort im Biergarten arbeitet, sagt, sie bekämen quasi so viel wie ein gut bezahlter Facharbeiter mit Überstunden und Sonntagszuschlag. Das ist nicht wenig, aber das sind auch keine 15000 Mark in diesen 16 Tagen, wie immer wieder kolportiert wird. Die älteren und erfahreneren Wiesnkellnerinnen bevorzugen übrigens beim Schleppen der Bierkrüge die Brusttechnik. Die jüngeren die Bauchtechnik. Was ist das? Angelika Holtermann, die früher selbst als Kellnerin auf der Wiesn gearbeitet hat, erklärt es Eckhard Garczyk. Insgesamt ist das ein schöner Film, weil er sehr nah an den Protagonistinnen dran ist, ohne sie bloßzustellen. Am Anfang ist er zwar nicht so laut und wild, wie man sich einen Wiesn-Film vorstellt, aber im Laufe der Zeit wird es dann doch lauter und hektischer. Die körperliche und schon auch psychische Erschöpfung sieht man den Kellnerinnen am Ende der ersten Woche jedenfalls recht genau an. Der Wiesnhit damals war übrigens "Life is Life".
23:35
Warum gibt es eigentlich am ersten Wiesnsonntag immer einen sogenannten Trachtenumzug durch München? Warum fand neben dem Oktoberfest bis vor einigen Jahren noch jährlich (seit 2010 nur mehr alle vier Jahre) ein Landwirtschaftsfest statt? Warum gibt es Bierzelte und Wiesnwirte und seit wann? Und seit wann Fahrgeschäfte? Der Film gibt nicht nur darauf Antworten und zeigt älteste Filmaufnahmen vom Oktoberfest vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Da wurden noch Paraden abgehalten, da wurde geturnt und vor allem wurde geritten: beim Pferderennen rund um die Theresienwiese und beim Vorzeigen der Erfolge in der Pferdezucht. Und dann geht der Film sozusagen mitten hinein in den Oktoberfesttrubel der Achtzigerjahre, es geht u.a. zum "Schichtl", wo mehrmals täglich Besucher mittels Guillotine "geköpft" werden und die Betreiberin sagt, sie hätte im Laufe der letzten 60 Jahre auf der Wiesn bestimmt schon eine halbe Million Menschen geköpft, die freilich alle mit dem Leben davonkamen. Die berühmte "Steilwand Kitty" darf natürlich auch nicht fehlen: Im Interview erzählt sie, dass sie selbst die erste weibliche Steilwandfahrerin gewesen ist und dass sie mit Unterbrechungen bereits seit 1931 auf der Wiesn auftritt. Eine Ruhe, eine Beschaulichkeit gab es, wie man sehr gut erkennen kann, auf dem Oktoberfest des Jahres 1985 kaum mehr, alles drängt, schubst und ist wild entschlossen zu feiern. Aber eine Szene ist dennoch rührend: Zum allerersten Wiesnhit ever, zu "Fürstenfeld" von S.T.S. tanzen sogar die Wiesnkellnerinnen teils voller Begeisterung und teils ganz versonnen mit.