19:00
Die sollen weg da! Städte und Unternehmen tun viel, um Obdachlose, Jugendliche und Drogen-kranke aus öffentlichen Räumen zu vertreiben: Metallstifte und erhöhte Kanten als Anti-Skateboarding-Maßnahmen, Bänke mit unbequemen Oberflächen, auf denen niemand schlafen kann. Beschallung mit Hochfrequenz-Lärm, den nur Kinder und Jugendliche hören können… Die RESPEKT-Reportage beleuchtet die kontroverse Praxis der "defensiven" Architektur in deutschen Metropolen. Wie erleben das die Menschen, die dadurch vertrieben werden? In Berlin geht RESPEKT-Moderatorin Meret auf alternative Stadttour - mit Dieter, der zeitweise auf der Straße gelebt hat. Er zeigt ihr an Beispielen, wie städtische oder private Planer:innen beliebte Schlafplätze ganz gezielt unbrauchbar machen. In München begleitet die Moderatorin Max, der erzählt, wie die Skater-Community aus dem öffentlichen Raum verdrängt wird. Und in Stuttgart besucht sie die Paulinen-Brücke. Zwischen den Pfeilern dieser riesigen Straßenbrücke haben sich Drogenkranke ein Stück öffentlichen Raum erkämpft und machen dort jetzt Tanzworkshops. Design und Architektur lassen sich als Mittel sozialer Ausgrenzung nutzen - aber mit welchem Recht? Das fragt die RESPEKT-Moderatorin auch Donald van der Laan. Seine Firma bietet Sys-teme an, die Jugendliche per Hochfrequenz-Beschallung verjagen sollen. High Tech, um bestimm-te Gruppen auszugrenzen. Haben er - oder die Käufer, darunter einige deutsche Kommunen - da keine moralischen Bedenken? Sollten innovative Konzepte nicht Räume schaffen, die für alle Bür-ger zugänglich sind? © Bayerischer Rundfunk 2023
19:30
Langweilige Eurokraten, staubtrockene Dossiers, nichts als ältere Herren in dunklen Anzügen? Europa ist ganz anders, auch wenn es sich nicht auf den ersten Blick erschließt. Wer bin ich, und wenn ja wie viele, dieser Berliner Sponti-Spruch beschreibt exakt die Herausforderung und die Möglichkeiten eines geeinten Europa. Diesen Prozess begleiten, fremde Mentalitäten und Perspektiven zeigen, will das Europamagazin der ARD. Mit Reportagen, Hintergrundberichten, aktuellen Beiträgen und auch Glossen werden die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten spürbar.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
In Ägyptens Hauptstadt Kairo, direkt neben den Pyramiden von Gizeh, eröffnete im November 2025 das größte archäologische Museum der Welt - das GEM. Das Grand Egyptian Museum ist die neue Heimat für die kostbarsten Pharaonenschätze. Die wichtigsten Exponate des neuen Supermuseums sind die 5500 Grabbeigaben des Pharao Tutanchamun, die vor 100 Jahren im Tal der Könige gefunden wurden. Im Zentrum dieses sagenumwobenen Schatzes steht die Totenmaske des Pharaos. Die Stuttgarter Ausstellungsmacher des "Atelier Brückner" wurden mit der Aufgabe betraut, diese einmalige Sammlung zu inszenieren. Eine spannende und höchst anspruchsvolle Herausforderung, denn das Museum wurde direkt von Ägyptens Militärregierung gebaut und geleitet. Der Bau des Museums ist das wichtigste Kulturprojekt und der ganze Stolz Ägyptens. Die Stuttgarter Gestalter mussten ihre Entwürfe vor Generälen präsentieren und auch der Zugang zur Baustelle war nur beschränkt möglich. Mehrfach wurde eine Eröffnung wegen der Pandemie oder der weltpolitischen Lage verschoben. Nach der bombastischen Eröffnungsfeier strömen nun täglich tausende Besucher in dieses Jahrtausend-Museum.
21:00
Die sechsteilige Doku-Serie erzählt von den größten Rätseln der Wissenschaft und den unglaublichen Anstrengungen der Forscher, diese Rätsel zu lösen. Eine der Grabbeigaben des jung verstorbenen Pharaos Tutanchamun war ein Dolch mit Eisenklinge, ein Dolch, den es eigentlich nicht geben dürfte. Denn die Eisenzeit begann erst rund 500 Jahre später. Woher stammt dieser mysteriöse Dolch, war er wirklich aus Meteoreisen, also aus dem Weltall? Und wer hatte ihn gefertigt?
21:50
Der französische Countertenor Christophe Dumaux sorgte im vergangenen Jahr bei den Salzburger Festspielen für Furore, weil er Händels "Julius Caesar" nicht nur höchst virtuos, sondern auch ausdrucksstark verkörperte. Zuvor feierte er bereits an der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala, der Pariser Opéra und der Metropolitan Opera in New York große Erfolge. Dieses Jahr gab Christophe Dumaux einen Arienabend beim Bayreuth Baroque Opera Festival gemeinsam mit dem Ensemble "Les Accents" unter Thibault Noally. Unter dem Motto "Handel's Nature" präsentierte Dumaux eine Auswahl seiner Lieblingsarien aus der Feder des barocken Großmeisters. Arien, die von den Leidenschaften und Abgründen der Menschen handeln, denn es gibt wohl keinen inneren Konflikt und keine Seelenqualen, die Händel nicht in magische Klänge verwandeln konnte.
23:20
Das Kulturmagazin im BR Fernsehen
23:50
Das ZDF Magazin Royale endet und mit ihm stirbt ein ganzes Genre: Die Late Night Show in Deutschland. Wie konnte das passieren? War es Mord? Und wenn ja: Wer wars? Was hat Donald Trump damit zu tun? Und rückt die deutsche Comedy nach 2026 nach rechts? Darum gehts in dieser Woche bei Pop Secret Stories Magazin Royale Spezial.