16:30
Deepfakes, organisierter Online-Betrug und eine kaum kontrollierbare Macht über unsere Daten: Die neue ARD/WDR-Dokumentation "Hirschhausen und die Deepfake-Mafia" legt ein kriminelles System offen, das gezielt mit der Gesundheit und dem Vertrauen von Menschen spielt. In einer umfassenden investigativen Recherche folgt Eckart von Hirschhausen den Spuren einer global agierenden Betrugsindustrie-von Deutschland bis nach Brasilien - und legt die Strukturen internationaler Datenhändler offen. Ausgangspunkt sind tausende Fälle von Verbraucherinnen und Verbrauchern, die durch täuschend echt wirkende KI-generierte Werbevideos-unter anderem mit von Hirschhausens Gesicht und Stimme-zum Kauf vermeintlicher Gesundheitsprodukte verleitet worden sind. Die Dokumentation zeigt, wie perfide diese Masche funktioniert: Mit emotionaler Manipulation, gezielter Datenauswertung und professionell organisierten Callcentern werden insbesondere ältere und gesundheitlich belastete Menschen angesprochen und unter Druck gesetzt. Menschen, die den Versprechen vertraut haben, berichten von finanziellen Verlusten, Scham und dem Gefühl, allein gelassen zu werden. Eckart von Hirschhausen zeigt, wie schwer es ist, Täter zu identifizieren und strafrechtlich zu verfolgen und wie kriminelle Netzwerke bestehende Lücken im System gezielt ausnutzen. Eckart von Hirschhausen: "Durch die explosive Entwicklung von künstlicher Intelligenz wird es im Netz unmöglich zu erkennen, was echt ist, und was Lüge. Das zerstört das Vertrauen in Menschen, in die Wissenschaft und die Demokratie. Deshalb mache ich diesen Film. Meine Stimme gehört mir, mein Gesicht auch. Wir brauchen dringend verbindliche Regeln gegen die kommerziellen Plattformen. In der ARD gibt es zum Glück noch echte Nachrichten, echte Reportagen von echten Menschen für echte Menschen." Für die Recherche trifft von Hirschhausen einen Whistleblower, der Einblicke in die Arbeitsweise internationaler Callcenter gibt, in denen gezielt deutsche Kunden angesprochen werden. Trainingsmaterial und Gesprächsmitschnitte belegen: Verkäufer werden systematisch geschult, um Ängste von Patientinnen und Patienten auszunutzen und mit falschen Heilsversprechen Kasse zu machen. Gleichzeitig wird deutlich, wie komplex die Firmenstrukturen sind, die sich über mehrere Länder erstrecken und sich somit gezielt der Strafverfolgung entziehen. Die Dokumentation beleuchtet zudem die zentrale Rolle großer Tech-Plattformen und der digitalen Werbeindustrie. Persönliche Daten-von Gesundheitsinteressen, über sensible Lebenssituationen bis hin zu intimen Details-werden in großem Stil gehandelt und für personalisierte Werbung genutzt. Diese Daten bilden die Grundlage für das gezielte Ausspielen betrügerischer Inhalte. Expertinnen und Experten aus Datenschutz, Politik und Kriminalitätsforschung ordnen ein, wie diese Systeme funktionieren-und warum bestehende Gesetze bislang nur unzureichend durchgesetzt werden. "Desinformation ist ein medizinischer Notfall" "Weil Menschen im Gesundheitswesen wenig Gehör finden, suchen sie im Internet nach Hilfe. Dort wimmelt es aber von Betrügern, gefälschten Medikamenten und täuschend echten Videos von mir und anderen Ärztinnen und Ärzten. Desinformation ist ein medizinischer Notfall. Auch unechte Wundermittel können echten Schaden anrichten!", so von Hirschhausen. Die Dokumentation legt die Probleme des Deepfake-Betrugs offen, gibt aber auch Hilfestellungen: Wie lassen sich betrügerische Angebote erkennen? Welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll? Und was kann jede und jeder Einzelne tun, um sich besser vor digitalem Betrug zu schützen? "Hirschhausen und die Deepfake-Mafia" ist eine eindringliche Bestandsaufnahme der Gefahren im digitalen Raum-und ein Appell, den Schutz von Gesundheit, Wahrheit und demokratischen Strukturen im Zeitalter von KI und Plattformökonomie ernst zu nehmen. Neben von Hirschhausen sind auch andere Prominente aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk von Deepfakes betroffen. Im Film spricht er unter anderem mit Moderator Ingo Zamperoni und Ernährungsmediziner Matthias Riedl ("Die Ernährungsdocs").
17:35
KI-Drohne gegen Waldbrände Anfangs wollte der damalige Mechatronik-Student Tobias Raczok (24) von der Uni Erlangen-Nürnberg mit seinen Kommilitonen einfach nur eine spektakuläre Langstreckendrohne bauen, die dank zweier verschiedener Antriebssysteme sowohl senkrecht starten, als auch in großer Höhe schweben kann. Nach intensivem Tüfteln haben sie die Drohne nicht nur gebaut, sondern mit ihr auch Wettbewerbe gewonnen. Doch die Erfindung von Tobias und seinem Team sollte auch einen Nutzen haben. Als 2022 besonders viele deutsche Wälder in Flammen stehen, ist die Idee geboren: In Kooperation mit der Feuerwehr Erlangen und dem Fraunhofer-Institut erweitern sie ihre Erfindung um Kameratechnik und KI, die nicht nur frühzeitig Feuerherde aus großer Höhe entdecken kann, sondern auch ein komplettes Lagebild an die Leitstelle der Feuerwehr überträgt. Wir sind bei verschiedenen Testeinsätzen dabei. Der Weg bis zur Serienreife ist steinig - doch von Rückschlägen lassen sich die jungen Erfinder nicht aufhalten. Täglich werden in Deutschland etwa 130 Erfindungen patentiert. Darunter sind viele Ideen, die im Haushalt helfen und der Gesundheit dienen sollen. Doch wie werden die Ideen berühmt, die das Licht der Öffentlichkeit wirklich nicht scheuen müssen? Die Antwort bietet das TV-Magazin "Einfach genial", das jede Woche pfiffige Ideen ins Rampenlicht stellt. Seit 1996 hat das "Einfach genial"-Team über 3.000 Erfindungen vorgestellt. Darunter Neues für den Bau des Eigenheimes, Geniales rund um das Fahrrad oder Ideen für ein Leben ohne Chemie. Präsentiert werden auch Ideen für das Auto, den Garten und das Kinderzimmer. Und immer wieder Erfindungen, die helfen, Heiz- oder Stromkosten zu sparen.
18:00
Endlich Erntezeit! Beste Zeit für regionale und saisonale Lebensmittel! Diese sind im Trend. Denn sie sollen nicht nur die lokale Wirtschaft stärken, sondern auch der Umwelt guttun und sogar besser für unsere Gesundheit sein. Aber stimmt das alles? Viele wollen sich bewusster ernähren und sind bereit, dafür auch mehr Geld auszugeben. Marketing-Experten nutzen das und kleben immer öfter das Label "Regional" auf die Tomate oder Heidelbeere. Dabei ist das kein geschützter Begriff. Ist die Tomate vielleicht sogar nur in der Region verpackt worden? "Quarks" erklärt, warum es vor allem darauf ankommt, was wir essen, und weniger darauf, woher es stammt. Aber welche Vorteile hat "regional und saisonal" dann überhaupt? Und wer weiß noch, wann Zucchini oder Aubergine Saison haben? Schließlich gibt es zu jeder Jahreszeit eine riesige Auswahl: Erdbeeren zu Weihnachten und Tomaten rund ums Jahr. "Quarks" nimmt auch den Hype um die Heidelbeere unter die Lupe. Die beliebten blauen Beeren haben jetzt ebenfalls Saison. Was aber gerade auf großen Plantagen geerntet wird, hat mit der ursprünglichen heimischen Heidelbeere nichts zu tun. Quarks erzählt, wie aus der ehemaligen Importfrucht eine regionale Trendbeere wurde.
18:45
Kopftuchverbot, Sterbehilfe, religiöse Symbole im Wahlkampf: Religion und Ethik spielen in der öffentlichen Diskussion immer wieder eine zentrale Rolle. "Prisma", das neue ORF-TV-Format informiert über aktuelle Geschehnisse im Zusammenhang von Gesellschaft und Wissenschaft. Die Sendung liefert Zusammenhänge, diskutiert verschiedene Standpunkte und analysiert religionspolitische und ethische Entwicklungen im In- und Ausland. Durch die Sendung führen Judith Fürst, Konstantin Obermayr und Sandra Szabo.
19:00
Die einen schicken reihenweise Bewerbungen - ohne Erfolg. Anderen fehlt jede Orientierung, was ihnen als Ausbildung eigentlich liegen würde. Wieder andere brechen ihre Ausbildung ab, weil ihnen individuelle Unterstützung fehlt. Was steckt hinter diesen Geschichten? Sind das alles Einzelfälle oder Hinweise auf ein kaputtes System? Schließlich scheitern daran jedes Jahr zigtausende junge Menschen. RESPEKT-Moderator Rainer Maria Jilg trifft einige dieser vermeintlich Gescheiterten. Etwa Maximilian, der die Hoffnung schon aufgegeben hatte, sich beruflich etwas aufzubauen. Als Jugendlicher hatte er große Probleme. Sein Versuch, eine reguläre Ausbildung durchzuziehen, scheiterte und warf ihn vollends aus der Bahn. Bis er einen Betrieb fand, der ihn in der Ausbildung auch pädagogisch unterstützt, und auf eine Krise nicht sofort mit Kündigung reagiert. Dort lernt Maximilian jetzt erfolgreich Fahrradmonteur, und der RESPEKT-Moderator erlebt, dass zu einer guten Ausbildung mehr individuelle Betreuung gehört als die meisten Betriebe anbieten. Von Magdalena Pemler, Sozialpädagogin in Maximilians Betrieb, erfährt Rainer Maria Jilg, warum es sich auch für Betriebe lohnt, auf besondere Bedürfnisse einzugehen. Die Sozialpädagogin fordert, Menschen mit Schwierigkeiten mehr zu unterstützen, statt sie als leistungsschwach auszugrenzen. Schon weil es sich die Gesellschaft gar nicht leisten kann, das Potenzial von zigtausenden jungen Menschen nicht zu nutzen. Im hochgelobten deutschen dualen System wollen immer weniger Menschen eine Ausbildung machen. Liegt das am schlechten Image, an starren Vorgaben, steigenden Anforderungen? Wo liegen Defizite im Bereich Schule und Berufsberatung? Ist das Aussortieren nach Leistung ein Grundproblem? Darüber spricht der Moderator mit der bayerischen Landtagsabgeordneten Eva Lettenbauer, die radikale Reformen im Ausbildungssystem anstrebt, etwa ein gesetzliches Recht auf Ausbildung. Das fordern auch Gewerkschaften, Sozialverbände und Parteien. Ihr Hauptargument: Chancengerechtigkeit für alle wäre kein Luxus, sondern ein sinnvolles Mittel gegen Fachkräftemangel und unnötige Sozialkosten. Und nicht zuletzt entspräche ein Recht auf Ausbildung auch dem Grundgesetz: Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Art 12 (1) © ARD alpha 2022
19:30
Langweilige Eurokraten, staubtrockene Dossiers, nichts als ältere Herren in dunklen Anzügen? Europa ist ganz anders, auch wenn es sich nicht auf den ersten Blick erschließt. Wer bin ich, und wenn ja wie viele, dieser Berliner Sponti-Spruch beschreibt exakt die Herausforderung und die Möglichkeiten eines geeinten Europa. Diesen Prozess begleiten, fremde Mentalitäten und Perspektiven zeigen, will das Europamagazin der ARD. Mit Reportagen, Hintergrundberichten, aktuellen Beiträgen und auch Glossen werden die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten spürbar.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Gestohlene Gemälde versprechen schnelles Geld. Doch wohin mit weltbekannten Meisterwerken von Monet, Munch oder van Gogh? In der Reihe "Art Crimes" treten Kunstdiebe und Ermittler vor die Kamera, um die spektakulärsten Kunstdiebstähle der letzten Jahrzehnte zu rekonstruieren. Eine internationale Koproduktion, spannend und unterhaltsam erzählt im Stil eines Doku-Thrillers und voller überraschender Wendungen. Miami, 2007: Der französische Kleinkriminelle Bernard Ternus lebt einen amerikanischen Traum: das ganze Jahr über eine warme Brise, Palmen und gute Kontakte für seine Geschäfte. Als ihn die Information erreicht, dass Drogenhändler berühmte europäische Gemälde suchen, um damit ihre Drogengelder zu waschen, hat er eine Idee und setzt sich mit Freunden in der Heimat in Verbindung. Nur einen Monat später dringen fünf Männer in das Musée des Beaux-Arts in Nizza ein. Sie stehlen zwei Ölgemälde von Jan Brueghel, eines von Claude Monet und eines von Alfred Sisley. Drei Minuten später verschwinden sie auf der beliebten Uferpromenade der Côte d'Azur, die gerade zur Hochsaison von Sommertouristen und Badegästen überlaufen ist. Spezialisten des OCBC, der Kunstfahndungseinheit der französischen Polizei, nehmen in ganz Frankreich Ermittlungen auf. Irgend jemand muss doch etwas gehört haben. In der Zwischenzeit beginnen Ternus und seine Bande in Miami die Verhandlungen mit den Drogenhändlern, zwischen Partys und Touren auf den Yachten der Kriminellen. "Es war wie bei Miami Vice: Champagner, Yachten, Kolumbianer mit Maschinengewehren ...", erinnert sich einer der Täter. Immer wieder geht es um die Frage, wie die Gemälde von Europa in die Vereinigten Staaten gebracht werden können. Sie einigen sich schließlich auf die Zahlung von drei Millionen Euro und eine Übergabe in Marseille. An einem heißen Sommertag soll sich alles entscheiden, doch der Fall bietet noch eine unerwartete Wendung ...
21:45
Die Besten der Besten des ARD-Musikwettbewerbs präsentieren sich im BR Fernsehen. Harfe, Kontrabass, Horn und Streichquartett waren 2016 die Fächer, in denen sich junge Musikerinnen und Musiker aus aller Welt gemessen haben. Mit Streichquartett war im 65-jährigen Jubiläumsjahr des ARD-Musikwettbewerbs auch die Königsdisziplin wieder vertreten. Kaum ein anderes Fach polarisiert so wie diese kammermusikalische Besetzung aus zwei Violinen, einer Viola und einem Violoncello. Die Säle waren durch alle Runden hindurch dicht gefüllt und das Publikum hat für die Musiker aus aller Welt bis zum Schluss mitgefiebert. Den heiß begehrten ersten Preis hat schließlich das "Quatuor Arod" aus Frankreich gewonnen. Das BR Fernsehen blickt hinter die Kulissen des Fachs Streichquartett und zeigt die vier leidenschaftlichen jungen Gewinner im Preisträgerkonzert des renommiertesten deutschen Musikwettbewerbs mit dem Quartett Nr.3 Sz 85 von Béla Bartók aus dem Jahr 1927.
22:05
Beim Preisträgerkonzert des 52. ARD-Musikwettbewerbs 2003 im Herkulessaal der Münchner Residenz wurde Karl Amadeus Hartmanns "Kammerkonzert für Klarinette, Streichquartett und Streichorchester" aufgeführt mit David Guerrier (Klarinette) und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Leitung von Gabriel Feltz.
22:35
Allein in Deutschland erscheinen jedes Jahr 90.000 neue Bücher. Ganz schön schwer, hier den Überblick zu behalten. "Druckfrisch", das Büchermagazin der ARD, hilft bei der Orientierung im Bücherdschungel. Moderator Denis Scheck besucht Schriftsteller und stellt Neuerscheinungen vor. Er lobt und lästert über die aktuellen Bestseller, spricht Empfehlungen aus, sagt aber auch, welche Bücher reine Zeitverschwendung sind. Belletristik, Krimis, Sachbücher, Biographien oder Kochbücher - nichts ist vor ihm sicher.
23:05
2026 kommen so viele Filme mit Anne Hathaway in die Kinos wie noch nie. Es ist der bisherige Peak ihrer Karriere. Aber soweit wäre es fast nicht gekommen. Denn ausgerechnet ihr Oscargewinn 2013 machte sie zur meistgehassten Person im Hollywood, Gift für die Kinokassen. Ein Moment, der fast ihre ganze Karriere zerstörte. Jetzt, wo mit "Der Teufel trägt Prada 2" ihr großes Comeback in den Kinos beginnt, schaut Pop Secret Stories auf diesen entscheidenden Moment zurück: Warum wendet sich die Öffentlichkeit gegen jemanden, der alles richtig macht - und was sagt das über uns aus?
23:20