19:10
19:30
Ungarn nach der Wahl: Folgen für die Wissenschaft Nach 16 Jahren Regierungszeit wurde die bisherige Führung in Ungarn abgewählt. Besonders junge Wählerinnen und Wähler trugen mit ihrem zunehmenden politischen Engagement maßgeblich zum Wahlsieg von Péter Magyar und der Tisza-Partei bei. Zuvor hatten breite Proteste aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft auf die fortschreitende politische Zentralisierung und Abschottung des Landes aufmerksam gemacht. Nun steht die neue Regierung vor der Aufgabe, Ungarn politisch wie wissenschaftlich neu auszurichten und wieder stärker an Europa anzubinden. Mit Gesprächsgast: Ulf Brunnbauer, Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Regensburg Flexibler Schulstart für Jugendliche Viele Jugendliche leiden unter chronischem Schlafmangel. Ein neues Modell an einer Oberstufe im Kanton St. Gallen setzt genau hier an: Die Schülerinnen und Schüler können zwischen einem frühen Unterrichtsbeginn oder dem regulären Start um 8.30 Uhr wählen. Eine wissenschaftliche Auswertung zeigt, dass sie dadurch im Schnitt 45 Minuten länger schlafen, weniger Schlafprobleme haben und mit mehr Energie durch den Schulalltag gehen. Juri Gagarin, der erste Mensch im All Vor 65 Jahren, am 12. April 1961, umrundete erstmals ein Mensch die Erde: Juri Gagarin. Der Flug dauerte 108 Minuten und markierte einen Meilenstein der Raumfahrtgeschichte. Gagarin wurde zum Helden und ersten Popstar des Ostblocks. Der Sohn eines Bauern, als Kampfpilot ausgebildet, kam 1968 bei einem Testflug ums Leben. Der Puma und die Schafzüchter Patagoniens Der Puma kehrt in die Steppe Patagoniens zurück - unterstützt von der Stiftung "Rewilding Argentina", die sich für die Wiederansiedlung heimischer Arten einsetzt. Für Biologen wie Emiliano Donadinio ist die karge Landschaft ein idealer Lebensraum, in dem der Puma eine zentrale Rolle im Ökosystem spielt. Für die seit Generationen dort lebenden Schafzüchter bedeutet seine Rückkehr jedoch vor allem wirtschaftliche Verluste.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
So klein Georgien sein mag, gerade einmal so groß wie Bayern, ist das Land ein Kosmos unterschiedlichster Welten. Geografisch und kulturell zwischen Europa und Asien, mit Schwarzmeerküste und majestätischen Bergpanoramen, ein Teil Europas, angrenzend an Aserbaidschan. Besonders wild und ursprünglich ist es in Pschaw-Chewsuretien. Nicht einmal 3000 Menschen leben in dieser einsamen Bergregion. In den schwer zugänglichen Tälern mischen sich Traditionen aus christlicher und heidnischer Zeit. Die Dörfer liegen inmitten der eindrucksvollen Natur des georgischen Hochgebirges mit seinen zum Teil über 5000 Meter hohen Gipfeln. Das Dorf Schatili, entstanden im Mittelalter, ist nur vier Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Es steht für die einzigartige Architektur- und Baukunst dieser Region. Schatili ist in den Berghang hineingebaut und scheint aus den Felsen heraus zu wachsen. Das Dorf ist eine einzige Festung: 60 Wehrtürme haben das Land nach Nordosten hin gesichert. Seit Jahrtausenden spielen Pferde eine große Rolle im Leben der Einheimischen. Die Herden leben frei in den Nationalparks. Sie kommen Ende Oktober aus den Bergen des Kaukasus, um in den milderen Gebieten im Südosten zu überwintern. Bei traditionellen Rennen werden die Pferde ohne Sattel geritten. Die Bewohner des dünn besiedelten Chewsuretiens halten an ihren meist vorchristlichen Bräuchen fest. Dazu zählt das Atengenoba-Fest, das Fest der Gemeinschaft. Die Natur und die Traditionen in Pschaw-Chewsuretien im Kaukasus sind weitgehend ursprünglich geblieben, weil die übrige Zivilisation von ihnen kaum Notiz genommen hat.
21:00
Im Herbst 2020 rief Prinz William, knapp zwei Jahre bevor er Thronfolger des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland wurde, den so genannten "Earthshot Prize" ins Leben, den bislang ehrgeizigsten und höchstdotierten internationalen Umweltpreis, mit dem Ziel bis zum Jahr 2030 einen echten Wandel beim Klima-, Natur- und Umweltschutz herbeizuführen. Die fünfteilige Doku-Reihe mit Vorworten von Prinz William und dem renommierten Naturfilmer Sir Richard Attenborough beleuchtet die fünf zentralen Aufgaben der Menschheit, die "Earthshots", um unseren zerbrechlichen Planeten und das wertvolle Leben auf ihm zu retten: "Eartshot 1" ist der Schutz und die Wiederherstellung der Natur, damit die Wildnis nicht weiter schrumpft, sondern wieder zu wachsen beginnt. "Earthshot 2" ist die Verbesserung des Klimas, um den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur zu stoppen. "Earthshot 3" ist die Reinigung der Luft, damit wir alle gesund atmen können. "Earthshot 4" ist die Wiederbelebung unserer Ozeane, damit sie wieder so reich und vielfältig werden wie früher. "Earthshot 5" ist der Aufbau einer abfallfreien Welt, indem wir sicherstellen, dass die Abfälle eines Prozesses zu Rohstoffen für den nächsten werden. Es handelt sich um die fünf größten Herausforderungen, die laut ExpertInnen unbedingt bewältigt werden müssen, um das Blatt noch zu wenden. Daher vergibt die "Eartshot Prize"-Stiftung in jedem dieser Bereiche bis 2030 jährlich jeweils eine Million Pfund Preisgeld an Projekte, die die größten Aussichten haben, den Planeten wieder zu reparieren.
21:55
Die Natur wird vom Menschen immer weiter zurückgedrängt und zerstört - für Landwirtschaft, um Rohstoffe zu fördern oder Müll zu deponieren. An manchen Orten zeigt sich jedoch, dass Kaputtes nicht kaputt bleiben muss. Naturschützer helfen der Natur mit ungewöhnlichen Maßnahmen. In den italienischen Abruzzen nutzt man die Landflucht der Menschen für die seltenen marsischen Braunbären. Auf ehemaligen Viehweiden entstehen Korridore, die getrennte Naturschutzgebiete miteinander verbinden und den Bären mehr Bewegungsfreiheit geben. Nun kommen Touristen, um Braunbären zu sehen und das zieht sogar einige Bewohner wieder zurück aufs Land. Die Stadt Frankfurt/M. ist einen neuen Weg bei der Sanierung ihrer ehemaligen Mülldeponie gegangen und hat ein kleines Naturparadies erschaffen, auf dem seltene Zugvögel rasten. In der Eifel erhält man offene Flächen in Steinbrüchen für den selten gewordenen Uhu. Er findet dort Brutplätze, die es so in Deutschland nicht mehr häufig gibt. Proteste von Umweltschützern haben in den USA dafür gesorgt, dass die Abfälle der Industrie rund um Cleveland nicht mehr ungeklärt in den Fluss gekippt werden. So ist aus einem der dre-ckigsten Flüsse der Welt, dem Cuyahoga River, die Hauptschlagader eines Nationalparks geworden. Diese Geschichten zeigen, dass es sich lohnt, um scheinbar verlorene Orte zu kämpfen - man kann sie der Natur zurückgeben.
22:25
So eine Anpassung dauert... St. Ingbert hat zwar schon 2020 ein Konzept zur Klimaanpassung beschlossen, doch bei der Umsetzung hapert es: Viele Maßnahmen wie die Umgestaltung der Fußgängerzone oder die Entsiegelung von Parkplätzen liegen auf Eis, weil Geld und politische Beschlüsse fehlen. Statt schneller Fortschritte gibt es bislang nur kleine Schritte - während Umweltschützer mahnen, dass konsequentes Handeln dringend nötig wäre, um die Stadt wirklich hitze- und regenfest zu machen.
22:40
23:10
In der Sendung informieren Wissenschaftler, auch für Fachunkundige verständlich, über ihre Forschungen - und das innerhalb von wenigen Minuten und ohne zusätzliche Hilfsmittel. So wird auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt.
23:40
DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.