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TV Programm für 3sat am 07.06.2026

Hoch hinaus II: Die Jägerin aus Leidenschaft - Eine Familientradition lebt weiter 04:30

Hoch hinaus II: Die Jägerin aus Leidenschaft - Eine Familientradition lebt weiter

Dokumentation

Die Schweiz ist ein Land der Berge. Schweizer sind geprägt von ihnen, leben und arbeiten oder suchen Zuflucht in den Bergen. Viele von ihnen in sicheren Höhen, die gut zu erreichen sind. Doch es gibt auch Menschen, die höher gehen, die weit oben arbeiten oder etwas wagen und dabei ihre Erfüllung finden. So auch die Protagonisten der zweiten Staffel von "Hoch hinaus" - zum Beispiel die Bündner Jägerin Silvana Stecher. Für sie ist das Jagen nicht nur ein Hobby, sondern eine Passion - so wie ihr das der Vater und der Bruder vorgelebt haben. Während der Jagdsaison im Herbst ist die Mutter einer fünfjährigen Tochter tagelang weit oberhalb der Baumgrenze unterwegs. Weil sie keine Jagdhütte hat, übernachtet sie allein im Freien und muss immer alle Lebensmittel, Schlafsack und Gewehr mitschleppen. Was sie antreibt: die Faszination für die Natur, die Tierwelt und die Hoffnung, eine Gams zu erlegen. Die Hochjagd im Herbst dauert nur drei Wochen. Für die 32-Jährige ist das Thema aber das ganze Jahr präsent. Regelmäßig ist sie in den Unterengadiner Bergen unterwegs, beobachtet das Wild oder trainiert das Schießen. Während ihr Vater dieses Jahr erstmals kein Jagdpatent mehr gelöst hat, interessiert sich Silvana Stechers fünfjährige Tochter bereits für das Thema - gut möglich, dass sie die Familientradition der Jagd weiterführt.

Hoch hinaus II: Der Bergretter und Hüttenwart - Monte Rosa, bitte kommen! 05:15

Hoch hinaus II: Der Bergretter und Hüttenwart - Monte Rosa, bitte kommen!

Dokumentation

Richard Lehner ist seit 20 Jahren Bergführer in Zermatt und fast ebenso lange nebenberuflicher Bergretter. "Hoch hinaus II" begleitet ihn in seinem Alltag inmitten der imposanten Viertausender. Bei Rettungsaktionen wird Richard Lehner als Bergprofi aufgeboten und muss an der Helikopter-Winde oder zu Fuß zu den Verletzten stoßen. Wie weit riskiert Lehner, der selbst eine Familie mit zwei Söhnen hat, sein eigenes Leben, um andere zu retten? Richard Lehner ist jedoch nicht nur Bergführer und Bergretter: Im Duo mit Killian Emmenegger führt er die moderne "Monte Rosa Hütte" im Herzen der Gletscherwelt in Zermatt. Die Schweiz ist ein Land der Berge. Schweizerinnen und Schweizer sind geprägt von ihnen, leben und arbeiten oder suchen Zuflucht in den Bergen. Viele von ihnen in sicheren Höhen, die gut zu erreichen sind. Doch es gibt auch Menschen, die höher gehen, die weit oben arbeiten oder etwas wagen und dabei ihre Erfüllung finden. So auch die Protagonisten der zweiten Staffel von "Hoch hinaus".

Menschen am Rande der Welt - Spitzbergen 06:15

Menschen am Rande der Welt - Spitzbergen

Land und Leute

Die Durchschnittstemperatur in Spitzbergen liegt bei minus fünf Grad Celsius. In den Fjorden schwimmen Robben, Walrosse und Wale, darüber erheben sich hohe und spitze Berge: Spitzbergen. Ein kaltes Paradies, aber nicht unbedingt ein Ort zum Bleiben. Doch es gibt ein paar Hartgesottene, die von dort nicht mehr wegwollen. Zu ihnen zählt der Kletterer Tommy mit seinen Schlittenhunden, die er im Sommer vor seinen Geländewagen spannt. Oder Elke, die alles über Lawinen weiß und bei minus 30 Grad Celsius mit dem Spaten metertiefe Gruben aushebt, um herauszufinden, wann der Hang an der Bergstraße ins Rutschen kommt. Die Meeresbiologin Silje, die sehr gut schießen kann, es aber nicht mag. Und der Geologe Malte, von dem man lernen kann, bei Schneemobilfahrten das Gewehr immer griffbereit zu haben. Spitzbergen war bis 1971 eine Männerbastion aus Minenarbeitern. Heute gibt es drei Kindergärten, in denen die Kinder einen Frühlingsanfang bei minus 18 Grad Celsius normal finden. Wenn die Gruppe der Vierjährigen zum Langlaufen zieht, haben die Kindergärtner ein Gewehr dabei, um im Notfall Eisbären vertreiben zu können. Filmemacher Tilmann Bünz und sein Team wandern im Sommer durch den ältesten Wald der Welt, machen Station auf einem eingefrorenen Segelschiff im Packeis und steigen der Sonne entgegen, als diese sich nach monatelanger polarer Nacht wieder sehen lässt. Am Ende wissen sie, dass auch sie wiederkommen werden. Im Mittelpunkt der Dokumentationsreihe stehen die Menschen am äußersten Rand der bewohnten Welt und ihr Kampf ums Überleben. Die Reisen führen so weit, wie man auf dieser Erde kommen kann.

Menschen am Rande der Welt - Grönland 07:00

Menschen am Rande der Welt - Grönland

Land und Leute

Auf Grönland, kurz vor dem offenen Nordpolarmeer, gibt es einen letzten Zufluchtsort: Oqaatsut. 40 Häuser, 50 Menschen, kein fließendes Wasser, keine Autos. Dafür Meerblick für alle. Es gibt Heilbutt groß wie Lenkdrachen und hin und wieder einen Wal von 30 Tonnen Gewicht. Ganz anders ist die grüne Landschaft rund um das Dorf Igaliku im Süden Grönlands. Das Filmteam besucht die "Menschen am Rande der Welt" auf der größten Insel der Erde. Wer nach Oqaatsut im Westen Grönlands will, muss erst einmal 4000 Kilometer fliegen - und dann hinaus aufs Meer. Je nach Eisgang können die letzten Seemeilen die längste Zeit in Anspruch nehmen, vorbei an Eisbergen in allen Farben und Formationen. Dort misst man die Zeit nach den Jahreszeiten, nicht nach der Uhr. Wann man ankommt, weiß man nicht. "Imaqa", sagen die Inuit. Das heißt "vielleicht". Filmemacher Tilmann Bünz und sein Team haben sich auf das Ungewisse dieser Reise eingelassen, haben auf Schiffe und Schlittengespanne, auf Flugzeuge, feste Verabredungen und das Ende eines Sturms gewartet. Am Ende durften sie der Bürgermeisterin Annemarie über die Schulter schauen, wie sie ihrer Tochter Mia die Tracht fürs Leben bestickt. Und beim dänischen Lehrer Harald konnten sie zum neuesten Dorfklatsch Sahnetorte und Hering essen. Sie haben erfahren, wie Trinkwasser schmeckt, das von Eisbergen stammt, und sie wissen jetzt, warum die Inuit bei Schlittenrennen immer die Nase vorn haben und ihre Hunde selten streicheln. Doch Grönland hat auch einen grünen Süden. Dort wachsen kleine Bäume, und Schafe futtern sich durch den Sommer. Auf einer dreitägigen Seefahrt mit dem Versorgungsschiff entlang der Küste gelangt man dorthin, im Slalom um die Eisberge. Igaliku hat gut 30 Einwohner und eine tausendjährige Geschichte. Feste Größen der arktischen Landwirtschaft sind Melkschemel aus Wirbelknochen vom Wal. Die Inuit-Familie Egede lebt von und mit ihren 600 Schafen. Der Gärtner Ola Poulsen hegt und pflegt dort die ersten Erdbeeren des Landes. Im Mittelpunkt der Dokumentationsreihe stehen die Menschen am äußersten Rand der bewohnten Welt und ihr Kampf ums Überleben. Die Reisen führen so weit, wie man auf dieser Erde kommen kann.

Menschen am Rande der Welt - Lappland 07:45

Menschen am Rande der Welt - Lappland

Land und Leute

Für einige ist Lappland nur eine große Ödnis, für andere ein gigantisches Rohstoffreservoir. Elena vom Leuchtturm, die Eisbildhauerin Sofi und die Bloggerin Victoria lieben ihre Heimat. Elena Hansteenson lebt in einem Leuchtturm vor den Lofoten mehr oder weniger allein - mitten im Meer. Sie angelt ihr Abendessen vor der Haustür, düngt ihren kleinen Kartoffelacker mit Seetang und verwandelt ihren Leuchtturm im Sommer in ein Gewächshaus. Jeden Morgen schaut sie zuerst nach dem Boot, ihrer einzigen Verbindung zum Festland. Sofi Ruotsalainen liebt die Kälte und nutzt diese für ihren Beruf: Die Bildhauerin baut im tiefsten Winter Hotelsuiten aus Eis und Schnee, die sich irgendwann dem Lauf der Dinge fügen und in den Fluss Torne schmelzen. Aber das stört Sofi nicht. So geht ihr die Arbeit wenigstens niemals aus. Victoria Harnesk ist eine Samin zwischen zwei Welten: Sie stammt aus einer Familie von Rentier-Hirten und arbeitet als Sängerin und Bloggerin. Sie bringt ihrem Sohn Niila bei, welche roten Beeren essbar sind und welche Flechten der Herde bei der Nahrungssuche durch den Winter helfen. Mit Sorge sieht sie die neuen Goldgräber, die nach Lappland kommen, die milliardenschwere Erzvorkommen direkt unter der Erde entdeckt haben. 30 neue Gruben sind bewilligt: Victoria möchte aber nicht, dass ihre Heimat von Minen durchlöchert wird wie ein Schweizer Käse. Im Mittelpunkt der Dokumentationsreihe stehen die Menschen am äußersten Rand der bewohnten Welt und ihr Kampf ums Überleben. Die Reisen führen so weit, wie man auf dieser Erde kommen kann.

Abenteuer Lappland - Die Husky-Tour des Lebens 08:25

Abenteuer Lappland - Die Husky-Tour des Lebens

Land und Leute

Im Dezember 2019, kurz vor Weihnachten, nehmen sich fünf Abenteurer eine fünftägige Auszeit. Bei minus 30 Grad sind sie 200 Kilometer in der Wildnis Lapplands mit Schlittenhunden unterwegs. Übernachtet wird in Zelten. Schnee, Dunkelheit und Nordlichter: Es ist eine Tour voller bizarrer Schönheit. - Der Film erzählt eine Geschichte über Menschen, die als Gruppe zusammenwachsen, an ihre persönlichen Grenzen kommen und diese gemeinsam überwinden. Mit dabei sind der 60-jährige Brunnenmeister aus Giswil, Armin Berchtold, die ehemalige Spitzen-Bobfahrerin Michelle Huwiler, 32, die dreifache Mutter, Psychologin und Universitätsdozentin Barbara Studer, 35, sowie Silvia Lerch, 46, die für eine Versicherungsgesellschaft arbeitet und 2015 an Parkinson erkrankt ist, und die 27-jährige HR-Managerin Martina Schweizer. Die wenigsten von ihnen haben Erfahrung im Umgang mit Schlittenhunden oder haben bei Minusgraden im Freien übernachtet. Begleitet werden sie von dem finnischen Guide und Musher Juho Ylpiessia, der mit der Husky-Ranch in Lappland südlich von Kittilä stationiert ist. Die Tour führt quer durch den Nationalpark von Kansallispuisto, bis hinunter in den Süden.

Abenteuer Lappland - Die Husky-Tour des Lebens 09:10

Abenteuer Lappland - Die Husky-Tour des Lebens

Land und Leute

Im Dezember 2019, kurz vor Weihnachten, nehmen sich fünf Abenteurer eine fünftägige Auszeit. Bei minus 30 Grad sind sie 200 Kilometer in der Wildnis Lapplands mit Schlittenhunden unterwegs. Übernachtet wird in Zelten. Schnee, Dunkelheit und Nordlichter: Es ist eine Tour voller bizarrer Schönheit. - Der Film erzählt eine Geschichte über Menschen, die als Gruppe zusammenwachsen, an ihre persönlichen Grenzen kommen und diese gemeinsam überwinden. Mit dabei sind der 60-jährige Brunnenmeister aus Giswil, Armin Berchtold, die ehemalige Spitzen-Bobfahrerin Michelle Huwiler, 32, die dreifache Mutter, Psychologin und Universitätsdozentin Barbara Studer, 35, sowie Silvia Lerch, 46, die für eine Versicherungsgesellschaft arbeitet und 2015 an Parkinson erkrankt ist, und die 27-jährige HR-Managerin Martina Schweizer. Die wenigsten von ihnen haben Erfahrung im Umgang mit Schlittenhunden oder haben bei Minusgraden im Freien übernachtet. Begleitet werden sie von dem finnischen Guide und Musher Juho Ylpiessia, der mit der Husky-Ranch in Lappland südlich von Kittilä stationiert ist. Die Tour führt quer durch den Nationalpark von Kansallispuisto, bis hinunter in den Süden.

Abenteuer Lappland - Die Husky-Tour des Lebens 09:55

Abenteuer Lappland - Die Husky-Tour des Lebens

Land und Leute

Im Dezember 2019, kurz vor Weihnachten, nehmen sich fünf Abenteurer eine fünftägige Auszeit. Bei minus 30 Grad sind sie 200 Kilometer in der Wildnis Lapplands mit Schlittenhunden unterwegs. Übernachtet wird in Zelten. Schnee, Dunkelheit und Nordlichter: Es ist eine Tour voller bizarrer Schönheit. - Der Film erzählt eine Geschichte über Menschen, die als Gruppe zusammenwachsen, an ihre persönlichen Grenzen kommen und diese gemeinsam überwinden. Mit dabei sind der 60-jährige Brunnenmeister aus Giswil, Armin Berchtold, die ehemalige Spitzen-Bobfahrerin Michelle Huwiler, 32, die dreifache Mutter, Psychologin und Universitätsdozentin Barbara Studer, 35, sowie Silvia Lerch, 46, die für eine Versicherungsgesellschaft arbeitet und 2015 an Parkinson erkrankt ist, und die 27-jährige HR-Managerin Martina Schweizer. Die wenigsten von ihnen haben Erfahrung im Umgang mit Schlittenhunden oder haben bei Minusgraden im Freien übernachtet. Begleitet werden sie von dem finnischen Guide und Musher Juho Ylpiessia, der mit der Husky-Ranch in Lappland südlich von Kittilä stationiert ist. Die Tour führt quer durch den Nationalpark von Kansallispuisto, bis hinunter in den Süden.

Wildnis Europa: Der Vielfraß 10:40

Wildnis Europa: Der Vielfraß

Tiere

Der Vielfraß gehört zur Familie der Marder und ist der größte Vertreter der Art in Europa. Stark und angriffslustig verteidigt er sein Revier. Kann er sich auch an die wärmeren Winter anpassen? Der Vielfraß liebt den hohen Norden. In der unbewohnten Wildnis Skandinaviens streunt er einsam durch die Wälder und Sumpflandschaften. Er ist ein unermüdlicher Wanderer, ständig in Bewegung und auf der Suche nach Nahrung. Im dünn besiedelten finnischen Niemandsland, dem Grenzgebiet zu Russland, genießt der Vielfraß die unberührte, weite Natur. Er ist mit seinem dicken Fell und den breiten Pfoten bestens für die kalte Jahreszeit gewappnet. Der Tierfilmer Kari Kemppainen will den Vielfraß anlocken. Mit einem Köder und einem Elchgeweih als Requisite versucht er sein Glück. Geduld ist gefragt. In Finnland leben nur etwa 200 Vielfraße. Doch die richten für manche großen Schaden an: Rentierzüchter wie Leo Juntunen beklagen, dass immer wieder Rentiere von Vielfraßen gerissen werden. Mit seiner extremen Beißkraft kann ein Vielfraß sogar einen jungen Elch töten. Doch meistens muss er nehmen, was übrig bleibt: Als Aasfresser bedient er sich an der Beute von Wölfen oder Bären. Wenn er viel Nahrung auf einmal findet, hortet er sie in Verstecken in seinem Revier. Doch auch, wenn es der Name vermuten lässt: Ein Vielfraß frisst nicht mehr als andere Tiere. Die Wildnis Europas mit ihren Wäldern, Meeren und Nationalparks bietet einzigartige und überraschende Landschaften. Die Dokumentationsreihe "Wildnis Europa" porträtiert ihre größten, stärksten und seltensten tierischen Bewohner.

Wildnis Europa: Der Elch 11:20

Wildnis Europa: Der Elch

Tiere

Der Elch gilt als Symboltier Skandinaviens und wird dort auch "König der Wälder" genannt. Der Klimawandel treibt die Tiere immer höher in die Berge. Elche gehören zu den Hirschen und sind die größten Vertreter dieser Art. Ihre Überlebensstrategie ist die perfekte Anpassung an die Umgebung. Sie leben im hohen Norden, Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt machen ihnen nichts aus. Im Gegenteil, sie mögen es kühl.. Im Sommer ziehen sich die Elche in den Nationalpark Jotunheimen, "Die Heimat der Riesen", zurück. Dort türmt sich das höchste Gebirge Norwegens. Der Naturführer und Fotograf Børre Aasbø folgt den Elchen auf tagelangen Wanderungen durch die Wälder in der Nähe des Namsenfjords. Um die scheuen Tiere vor die Kamera zu bekommen, arbeitet er mit Fotofallen, die er regelmäßig kontrolliert. Die meiste Zeit des Tages ist der Elch mit Fressen beschäftigt. Besonders gern mag er die Triebspitzen junger Bäume. Ein Problem für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer Norwegens, denn mit seinem Fressverhalten richtet der Elch große Schäden an. Deswegen wird jedes Jahr Jagd auf ihn gemacht, streng kontrolliert von den Kommunen. Die Elchjagd hat eine lange Tradition in Norwegen und dient heute dem Schutz der Wälder. Denn außer dem Menschen hat der "König der Wälder" in Norwegen kaum noch natürliche Feinde. Die Wildnis Europas mit ihren Wäldern, Meeren und Nationalparks bietet einzigartige und überraschende Landschaften. Die Dokumentationsreihe "Wildnis Europa" porträtiert ihre größten, stärksten und seltensten tierischen Bewohner.

Nationalparks - Geschützte Naturwunder: Islands Herz aus Feuer und Eis 12:05

Nationalparks - Geschützte Naturwunder: Islands Herz aus Feuer und Eis

Natur und Umwelt

Die vulkanische Insel Island wartet mit drei Nationalparks auf - voller Gletscher, Wasserfällen, heißer Quellen, und beeindruckender Zeugnisse der Wikinger, die dieses Land besiedelten. Die Nationalparks in Island, Snäfellsness und Vatnajökull, sind vom Zusammenspiel der Vulkane und Gletscher geprägt. Feuer und Eis haben einzigartige Landschaften geformt, in denen Forscher bis heute neue Erkenntnisse über die Frühgeschichte der Erde sammeln. In Thingvellir, dem ältesten Nationalpark Islands, begegnen sich Natur und Kultur auf einzigartige Weise. Kaum irgendwo sonst lässt sich das Auseinanderdriften zweier Kontinentalplatten so deutlich erkennen - und genau dort trafen sich einst die Bewohner des Landes zu ihren Versammlungen. In diesem frühen Parlament wurden Gesetze beschlossen und Konflikte beigelegt. Aus der Luft können Archäologen besonders viele Überreste aus der Wikingerzeit ausmachen.

Feuer und Eis - Die magischen Inseln der Wikinger 12:50

Feuer und Eis - Die magischen Inseln der Wikinger

Landschaftsbild

Der Nordatlantik zwischen Skandinavien und Kanada ist eine ursprüngliche, wilde Welt, regiert von den Gesetzen des Ozeans und bewohnt von Meeressäugern wie Buckel-, Schwertwal oder Walross. Verstreut wie Trittsteine für Riesen liegen dort schroffe vulkanische Inseln, im Winter sporadisch erhellt vom magischen Nordlicht, bevölkert von Abertausenden Seevögeln und dem Gerfalken, dem größten Falken der Welt. Es ist auch die Welt der Wikinger, ihrer Mythen und ihrer engen Verbundenheit mit der Natur. Als kundigste Seefahrer ihrer Zeit fuhren sie am Ende des ersten Jahrtausends von Norwegen aus über die Shetlands, die Färöer, Island und Grönland bis nach Neufundland.

Inselträume: Island - Hotspot des Nordens 13:35

Inselträume: Island - Hotspot des Nordens

Tourismus

Diese Weite! Diese Farben! Dieses Licht! Island bezaubert: Riesige Gletscher und einsame Kraterlandschaften, heiße Quellen und atemberaubende Fjorde machen Island zu einem Inseltraum. Rund 330.000 Menschen leben neun dunkle Wintermonate lang unter rauen Bedingungen. Im Sommer aber blüht Island auf: Die Mitternachtssonne taucht die Landschaft in Gold und Rot und Violett. Genau in dieser Zeit erkundet Autorin Barbara Lueg die Insel. Sie trifft etwa die Crossfitterin Björk. Die lässt gern die Muskeln spielen: "Ich wollte schon als Kind immer die Beste sein. Ich wollte immer gewinnen. Und jetzt bin ich 30 Jahre alt - und immer noch so!" In Akureyri, im Norden Islands, trainiert sie täglich stundenlang, hat schon mehrere Crossfit-Titel geholt. Gewichtheben, klettern, sprinten, turnen, darum geht es bei ihrem Sport. Das Zirkeltraining ist eines der härtesten Trainings der Welt. Genau deshalb passt es zu ihr und zu Island: Die Menschen dort, hoch oben im Norden, sind stark und eigenwillig. So wie auch der 42-jährige Hakon. Er lebt ganz im Süden Islands, auf einer kleinen Insel bei Traustholsthólmi. Schon als Jugendlicher hatte er nach Besuchen dort so ein Gefühl: "Es war für mich immer wunderbar, herzukommen. Statt von neun bis siebzehn Uhr irgendwo zu arbeiten, sollte man dorthin gehen, wo man sich zu Hause fühlt." Seit ein paar Jahren lebt Hakon deshalb auf der kleinen Insel, ganz ohne Wasser und Strom. Er lebt von dem, was die Landschaft hergibt, und dem, was ein paar Touristen bringen. "Ich folge eben meinem Herzen und baue mein Leben hier auf. Und auch, wenn ich hier allein bin: Einsam fühle ich mich nie!" Auch Robert ist seinem Herzen gefolgt: Einst verließ er Siglufjörður hoch im Norden der Insel, um die Welt zu sehen. Mit Fischfarmen machte er im Ausland Millionen - und investiert sie nun in seine Heimatstadt: Er holt Start-up-Firmen und Künstler, baut Hotels und Golfplätze, um der alten Heringsstadt Siglufjörður neues Leben einzuhauchen. "Wir Isländer sind eben Macher. Wir packen die Dinge anders an. Island ist als kleines Land schneller." Autorin Barbara Lueg und ihr Team zeigen ein Island, dessen Natur und dessen Menschen mitten ins Herz treffen. Weil sie Widrigkeiten trotzen und trotzdem Raum lassen. Weil die Menschen ihre Wurzeln nicht vergessen und trotzdem nach vorn schauen.

Faszination Erde - mit Hannah Emde 14:20

Faszination Erde - mit Hannah Emde: Finnland - Suche nach dem Glück

Natur und Umwelt

Ausgerechnet zwischen Polarnacht und Mitternachtssonne leben die glücklichsten Menschen der Welt - in Finnland. Hannah Emde will das Geheimnis der Finnen entschlüsseln. Wie kann man glücklich sein in einem Land, in dem monatelang die Sonne fehlt und Eiseskälte für lebenswidrige Bedingungen sorgt? Hannah Emde macht sich für "Terra X: Faszination Erde" auf die Suche nach dem Glück der Finnen. Finnland hat zwei Gesichter: Wochenlange Dunkelheit im Winter und endlose Nächte im Sommer. Temperaturen, die bis unter minus 40 Grad Celsius fallen, und endlose Sommertage, an denen das Leben kaum zur Ruhe kommt. In diesem Spannungsfeld aus Überfluss und Entbehrung sucht Wildtierärztin Hannah Emde nach dem, was Finnland zur glücklichsten Nation macht. Zwischen Nordlichtern, Rentieren, der Stille verschneiter Wälder und dem Glitzern tausender Seen erlebt sie eine Natur, die gegensätzlicher kaum sein könnte. Weiße Polarfüchse, Braunbären, duftende Wälder und seltene Flussbewohner prägen ein Land, das gelernt hat, mit extremen Herausforderungen zu leben - und das Glück und Reichtum nicht nur im Wohlstand findet. Finnlands Bewohnerinnen und Bewohner leben nach dem Motto: Wer die Natur respektiert, bekommt viel zurück. Das "Jedermannsrecht", fischreiche Seen, saubere Luft, weite Wälder als Wirtschaftsgrundlage und Rückzugsgebiete - all das bildet den Rahmen für ein besonderes Lebensgefühl, das sich nur schwer fassen lässt. Hannah Emde folgt auf ihrer Reise durch Finnland Spuren im Schnee, Geschichten vom Feuerfuchs und Konflikten zwischen Mensch und Tier. Ihre Reise stellt sie vor eine vermeintlich einfache, aber grundsätzliche/entscheidende Frage: Liegt das Glück vielleicht gerade dort, wo man sich den Launen der Natur aussetzt und sich auf das wechselhafte Spiel der Elemente einlässt?

Wildes Skandinavien 15:05

Wildes Skandinavien: Norwegen

Tiere

Schnee im Sommer: In Norwegens Tundren und Hochebenen hat sich ein Stück Eiszeit bewahrt. Gewaltige Gletscher schufen vor langer Zeit das Land, hobelten Gebirge ab und meißelten tiefe Fjorde. In langen Winternächten sieht man die Polarlichter am Himmel, die die Landschaft in geheimnisvolles, grünliches Licht tauchen. In dieser Zeit des Jahres, wenn die Sonne zwei Monate "Pause" macht, müssen die nordischen Sagen über Trolle und Fabelwesen entstanden sein. Die Dokumentation folgt einer Herde Moschusochsen. Sie begleitet die Tiere bei ihren Wanderungen, bei der Paarung und der Jungenaufzucht - und bei ihren eindrucksvollen Brunftkämpfen im Herbst. Durch Superzeitlupenaufnahmen werden die gewaltigen Kräfte sichtbar, wenn zwei 400-Kilo-Kolosse mit voller Wucht und Kopf voran aufeinanderprallen. Friedlicher und weitaus graziler geht es bei der Paarung der Ohrentaucher zu: Beim Balztanz ist Anmut gefragt, wenn die Vögel mit Synchronschwimmen und Algengeschenken die Bindung zum Partner festigen wollen. Im Gegensatz zu den Hochebenen sind die Küsten Norwegens bis weit in den Norden von mildem Klima verwöhnt. Wegen des warmen Golfstroms frieren die Fjorde auch bei starker Kälte nicht zu. An ihren Ufern gedeihen, sogar unweit des Polarkreises, noch Apfelbäume. Majestätische Seeadler gehen dort das ganze Jahr über auf die Jagd, und in küstennahen Wäldern pirscht der Luchs durchs Unterholz. Immer wieder geht es für den Film hinauf in die Berge Norwegens, in eine Landschaft, die mit ihrer unendlichen Weite in Europa ihresgleichen sucht. Der Winter zieht sich dort bis weit in die Frühlingsmonate hinein, im Sommer wird das Hochland durch die Farben unzähliger Blumen geschmückt. Doch die schönste Zeit des Jahres ist der kurze Herbst. Dann erglüht die Natur in roten und gelben Farbtönen. Wenn die Brunft der Rentiere und Moschusochsen vorüber ist, kehrt erneut Stille ein. Es dauert nicht mehr lange, bis sich der Schnee über die Bergtundra, die Fjorde und die Wälder der Küsten legt. Schroffe Küsten und Fjorde, Gletscher, Vulkane und Urwälder sind bis heute Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere. Mit überwältigenden Bildern präsentiert die Naturfilm-Reihe "Wildes Skandinavien" die raue, ungezähmte Natur des hohen Nordens. Finnlands Braunbären, Schwedens Elche, Islands Polarfüchse oder Norwegens Moschusochsen, jede Folge entführt mit spektakulären Bildern in die Wildnis Nordeuropas. Dank langer Drehzeiten mit HD-Kameratechnik, atemberaubender Flüge und aufwendiger Makroaufnahmen, Zeitraffer und Superzeitlupen sind international renommierten Tierfilmern einzigartige Szenen gelungen.

Norwegen erleben 15:50

Norwegen erleben

Land und Leute

Traumhafte Inseln, beeindruckende Fjorde und schroffe Bergwipfel - Norwegens Vielfalt an Naturformen ist einzigartig. Ob mit dem Boot auf dem Geirangerfjord, bei der Wanderung zum Trolltunga, einem horizontalen Felsvorsprung in rund 700 Metern Höhe, oder bei einer Klettertour auf den Lofoten - Nina Heins und Jonas Weinhold sind immer auf der Suche nach unvergesslichen Outdoorabenteuern. Die traumhaften Inseln der Lofoten über dem Polarkreis gelten als die "Karibik des Nordens". Im idyllischen Fischerdorf Henningsvär treffen Nina und Jonas auf Andreas und Martin, zwei Brüder, die ihr Stadtleben gegen ein Leben auf der kleinen Insel eingetauscht haben. Nur rund 500 Menschen leben dort. Aus einer Laune heraus kauften sie mit Freunden eine ehemalige Lebertran-Fabrik, die heute als Kulturzentrum Menschen aus Norwegen und der ganzen Welt anzieht. Einen spannenden Einblick ins Zeitalter der Wikinger erleben Nina und Jonas auf dem Wikingerfestival in Borgen. Ihre Reise führt sie weiter nach Bergen ins Hanseviertel Bryggen, und sie probieren das beliebteste Gebäck der Stadt: Schillingsbolle - eine Zimtschnecke, die einst deutsche Hanseaten in die Stadt brachten. Eine Reise voller unvergesslicher Momente, warmherzigen Begegnungen und atemberaubenden Erlebnissen in Norwegens einzigartiger Natur.

Mittsommer in Norwegen 16:35

Mittsommer in Norwegen: Südlich vom Polarkreis

Landschaftsbild

Die zweiteilige Reihe feiert den kurzen, intensiven Sommer in Norwegen mit opulenten Landschaftsbildern und Porträts seiner Bewohner. In der Zeit um die Sommersonnenwende am 21. Juni wird es im hohen Norden nie ganz dunkel. Am Vorabend des 24. Juni werden überall im Land Feuer entzündet, um das norwegische Mittsommerfest "Sankthans" zu feiern. Der erste Teil des Zweiteilers "Südlich vom Polarkreis" führt in die beeindruckende Fjordlandschaft. An den steilen Hängen wachsen sogar mediterrane Kräuter, und in den Bergen wird noch traditionelle Almwirtschaft betrieben - ohne Strom und Mobilfunkempfang. Der Hardangerfjord ist Norwegens Obstgarten. Dank des milden Klimas gedeihen dort Äpfel, die zu Cidre verarbeitet werden. An Mittsommer am 21. Juni wird der längste Tag des Jahres gefeiert. Die Norweger zelebrieren das Fest allerdings etwas später, am Vorabend des 24. Juni, dem Geburtstag von Johannes dem Täufer. Daher heißt dieser Tag in Norwegen "Sankthans" und wird mit großen Feuern gefeiert. Das größte brennt in der kleinen Küstenstadt Ålesund. Um die 40 Meter hoch ist dort der hölzerne Turm, den Jugendliche aus dem Ort aufbauen. Die ganze Stadt ist dabei, wenn er in Flammen aufgeht. Von der Küste geht es ins Dovrefjell-Gebirge. Hoch oben in den Bergen liegt auch im Sommer Schnee. Genau das richtige Klima für den Polarfuchs, der um diese Zeit seine Jungen großzieht. Doch der Klimawandel bedroht den Lebensraum des unter Schutz stehenden Tieres. Ein Auswilderungsprogramm hilft, sein Überleben zu sichern. Der Sommer erlaubt ein kurzes Aufatmen vor dem langen Winter. Ein ganzes Land blüht auf. "Mittsommer in Norwegen", das sind Tage, an denen die Sonne nie wirklich untergeht. Die Mitternachtssonne taucht spektakuläre Landschaften in ein magisches Licht, und die Norweger feiern das Leben.

Mittsommer in Norwegen 17:15

Mittsommer in Norwegen: Nördlich vom Polarkreis

Landschaftsbild

Nördlich vom Polarkreis ist die Landschaft schon viel rauer als im Süden. Die Inselkette Lofoten ragt mit spitzen Felsen aus dem Meer. "Insel der Götter" nannten sie die Wikinger. Auf den Lofoten kann man innerhalb eines Tages alle vier Jahreszeiten erleben. Eine genaue Wettervorhersage ist so gut wie unmöglich. Traditionell leben die Menschen dort vom Fischfang. Noch heute wird von den Lofoten aus Stockfisch bis nach China verkauft. Der Golfstrom sorgt für ein mildes Klima. Das Wasser ist sauber und fischreich. Davon profitieren auch Wale, die man dort das ganze Jahr über beobachten kann. Eine neue Einkommensquelle sind Algen, die es an der Küste reichlich gibt. Zwei junge Frauen ernten sie in der Strömung und servieren sie in einem Inselrestaurant. Auf den kargen Felseninseln wächst nicht viel. Genügsame Schafe finden trotzdem genug und liefern Wolle, aus denen die berühmten Norwegerpullover gestrickt werden. Richtig dunkel wird es in diesen Mittsommernächten nie. Die Mitternachtssonne lädt die Spieler auf dem Golfplatz von Bodø zu einer nächtlichen Golfpartie ein. Auf dem Festland, nahe der Grenze zu Schweden, ist der Sommer die Zeit, den Winter vorzubereiten. Schlittenhunde dürfen auch im Sommer nicht faulenzen und trainieren für die Wintertouren. Der Sommer erlaubt ein kurzes Aufatmen vor dem langen Winter. Ein ganzes Land blüht auf. "Mittsommer in Norwegen" - das sind Tage, an denen die Sonne nie wirklich untergeht. Die Mitternachtssonne taucht spektakuläre Landschaften in ein magisches Licht, und die Norweger feiern das Leben.

Unterwegs am Polarkreis - Auf dem Kystriksveien in Norwegen 18:00

Unterwegs am Polarkreis - Auf dem Kystriksveien in Norwegen

Dokumentation

Es ist eine der schönsten Küstenstraßen Europas: Die Provinzstraße Fv17, wie der Kystriksveien offiziell heißt, windet sich von Bodø bis Steinkjer entlang der norwegischen Küste. Sie führt über 650 Kilometer vorbei an Sandstränden und Tausenden vorgelagerter Inseln. Es sind Hunderte Kilometer Einsamkeit durch eine spektakulär schöne Landschaft. Der Film folgt dem Kystriksveien im Norden Norwegens über den Polarkreis Richtung Süden.

Norwegens Sehnsuchtsstraße 18:45

Norwegens Sehnsuchtsstraße: 3000 Kilometer Richtung Norden

Dokumentation

Von Bergen, der zweitgrößten Stadt Norwegens, bis nach Kirkenes an der russischen Grenze geht es immer an der Küste entlang durch eine grandiose Landschaft, die in Europa einzigartig ist. 700 Straßenkilometer hinter dem Nordkap sind kaum noch Touristen unterwegs. Fast 3000 Kilometer geht es vorbei an Fjorden, ins Fjell, durch alte Hansestädte und in malerische Dörfer. Die Menschen entlang der Route lassen das Filmteam teilhaben an ihrem Alltag. Dazu gehört Stig Bareksten mit eigener Gin-Destille. Er will den ultimativ nordischen Gin und streift dafür selbst durch die Wälder seiner Heimat, um die Kräuter und Beeren zu sammeln. Auch der Muscheltaucher Alf Olav Saetre geht persönlich auf die Jagd, um sein Restaurant im mondänen Bergen mit Jakobsmuscheln zu versorgen. Mit Neoprenanzug und Netz taucht er gleich vor der Stadt, wo sich Prachtexemplare groß wie Untertassen einsammeln lassen. Das Filmteam trifft außerdem einen Lehrer, der lieber Ziegenhirte sein wollte, eine Bäuerin, die das harte Leben als Milchmädchen im Gebirgsdorf noch erlebt hat, und eine Goldschmiedin, die in völliger Abgeschiedenheit im hohen Norden die alte Kunst der Wikinger in neue Form bringt.

Fräulein Smillas Gespür für Schnee 20:15

Fräulein Smillas Gespür für Schnee

Thriller

Die arbeitslose Wissenschaftlerin Smilla Jasperson lebt in Kopenhagen eher freudlos in den Tag hinein, bis sie ein Unglücksfall aus ihrer persönlichen Lethargie reißt. Isaiah, ein mit ihr befreundeter Nachbarsjunge, wird tot aufgefunden; angeblich ist er beim Spielen vom Dach des Wohnhauses gestürzt. Doch Smilla glaubt nicht an einen Unfall. Ungereimtheiten widersprechen dieser These. Smilla beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Smilla Jasperson lebt seit ihrer Kindheit in Kopenhagen, ist dort aber nie heimisch geworden. Als wahres Zuhause empfindet sie Grönland, die Heimat ihrer Mutter, einer Inuit. Nach deren Tod wurde Smilla von ihrem Vater, dem dänischen Arzt Dr. Moritz Jasperson, nach Kopenhagen gebracht. Heute ist sie eine attraktive junge Frau, die aber weder beruflich noch privat ihren Weg gefunden hat. Obwohl eine hoch qualifizierte Wissenschaftlerin - niemand kennt sich so gut mit Schnee und Eis aus wie sie - findet Smilla keine Arbeitsstelle, zu schroff und streitbar begegnet sie jedem in ihrer Umgebung. Einzig dem kleinen Nachbarsjungen Isaiah, der ebenfalls einer Inuit-Familie entstammt, ist es gelungen, Smillas Fassade aus Ablehnung und Einsamkeit zu durchbrechen. Doch als sie eines Tages nach Hause kommt, liegt Isaiah tot im Schnee. Er sei beim Spielen vom Dach gestürzt, heißt es im polizeilichen Ermittlungsbericht. Smilla hegt Zweifel an dieser Theorie und beginnt, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen, wobei sie unerwartete Hilfe von ihrem mysteriösen Nachbarn bekommt. Ob sie ihm trauen kann? Je tiefer Smilla in die Umstände und Hintergründe von Isaiahs Tod eintaucht, desto stärker tappt sie im Dunkeln. Überall nur neue Fragen, rätselhafte Vorkommnisse. Ihre Recherchen führen sie zur "Greenland Mining Company". Isaiahs Vater war bei einer von "Greenland Mining" organisierten Expedition unter rätselhaften Umständen ums Leben gekommen. Für Smilla wird immer klarer, dass der Konzern hinter Isaiahs Tod steckt. Als sie erfährt, dass "Greenland Mining" eine neue geheimnisvolle Expedition in die Arktis plant, schmuggelt sie sich an Bord des Forschungsschiffes - und gerät in Lebensgefahr. Dass in Skandinavien die besten europäischen Krimistoffe entstehen, beweisen nicht nur die Romanerfolge von Henning Mankell und Stieg Larsson. Bereits 1992 gelang dem dänischen Schriftsteller Peter Høeg mit "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" ein von der Kritik hoch gelobter Bestseller. Der 2011 verstorbene Produzent Bernd Eichinger sicherte sich die Rechte und stellte eine ambitionierte Kinoverfilmung auf die Beine: Für die Regie gewann er den renommierten dänischen Filmemacher Bille August, mit dem Eichinger bereits 1993 bei seiner Adaption von "Das Geisterhaus" zusammenarbeitete. In der britischen Schauspielerin Julia Ormond fanden sie die perfekte Verkörperung der anmutigen, verletzlichen, aber auch spröden Heldin Smilla Jasperson. Ihr zur Seite stellte man ein "Who's who" internationaler Darsteller, angeführt von Richard Harris ("Gladiator"), Gabriel Byrne ("Miller's Crossing"), Mario Adorf ("Die Blechtrommel") und Jürgen Vogel ("Das Leben ist eine Baustelle"). Der spannende, imposant fotografierte Krimi avancierte zum Kassenerfolg und eröffnete im Februar 1997 die 47. Internationalen Filmfestspiele Berlin.

The Northman 22:10

The Northman

Abenteuerfilm

Der junge Thronfolger eines Wikingerkönigs schwört Rache, als sein Vater von seinem eigenen Halbbruder ermordet und entthront wird. Nach vielen Jahren wird er an seinen Eid erinnert. Der totgeglaubte Prinz Amleth schleicht sich bei seinem Onkel ein, der inzwischen mit Amleths Mutter liiert ist. Bei seinem Rachevorhaben schicksalhaft von den Göttern geleitet, findet der Prinz zugleich eine Verbündete, die ihm einen Ausweg aufzuzeigen vermag. Im Jahr 895 n. Chr. bereitet der Wikingerkönig Aurvandil seinen zehnjährigen Sohn Amleth auf die Thronfolge vor. Doch als Aurvandils Halbbruder Fjölnir den König ermordet und Amleths Mutter Königin Gudrún verschleppt, muss der Junge aus seiner Heimat fliehen und leistet einen Racheschwur. Etliche Jahre später hat sich Amleth einer mordlustigen Gruppe von Plünderern und Berserkern angeschlossen. Bei einem Überfall auf ein Dorf wird er von einer Seherin an seinen Eid erinnert. Sie offenbart Amleth, dass Fjölnir das Königreich von Aurvandil verloren habe und nach Island ins Exil gegangen sei. Amleth schmuggelt sich als Sklave auf den Hof seines Onkels, der inzwischen mit Gudrún eine Familie gegründet hat. Dort verliebt sich Amleth in die slawische Sklavin Olga vom Birkenwald, bleibt aber in seinem geduldigen Rachevorhaben unbeirrt. Eines Nachts beschafft sich Amleth nach der Begegnung mit einem Zauberer das mystische Schwert eines Untoten. Er beginnt Fjölnirs Hof anonym zu terrorisieren. Als er sich seiner Mutter als ihr totgeglaubter Sohn zu erkennen gibt, offenbart diese Amleth ein unliebsames Geheimnis. Voll unbändigem Zorn begeht Amleth eine Schandtat und erzwingt dadurch den unvermeidbaren Zweikampf auf Leben und Tod mit seinem verhassten Onkel. Der starbesetzte Kinoerfolg "The Northman" basiert lose auf einer Sage des mittelalterlichen dänischen Geschichtsschreibers und Geistlichen Saxo Grammaticus über den Prinzen Amlethus, die auch Shakespeares "Hamlet" inspiriert hat. Die Idee, einen Wikingerfilm zu drehen, wurde dem gefragten US-Regisseur Robert Eggers ("Der Leuchtturm") von seinem schwedischen Hauptdarsteller Alexander Skarsgård ("Succession", "Infinity Pool") angetragen, der bereits in seiner Kindheit ein Interesse für die Mythen und die Kultur der Nordmänner hegte. Eggers selbst beschreibt seinen Film als eine Mischung aus "Conan der Barbar" und "Andrej Rubljow" - Arnold Schwarzenegger meets Andrei Tarkowski. Wie in all seinen Filmen machte Eggers auch bei "The Northman" eine akribische Recherchearbeit und das Streben nach historischer Detailgenauigkeit zur absoluten Maxime, so dass in sämtlichen Gewerken und Stadien der Filmherstellung Bücher gewälzt und Dokumentationen sowie Experten konsultiert wurden. Eggers Faszination mit der Historie hält sich dabei die Waage mit seiner persönlichen Abneigung gegen die Verfilmung von zeitgenössischen Stoffen. So verlautbart der Regisseur in einer Begleitpublikation zu "The Northman", dass er eher die Kunstform wechseln würde, als einen in der Gegenwart angesiedelten Film zu drehen - nicht zuletzt, da es für ihn keine schlimmere Vorstellung gäbe, als ein Handy in Szene setzen zu müssen.