Unter unserem Himmel

Unter unserem Himmel

Für jede Bauernfamilie ist es ein tiefer Einschnitt im Leben, wenn sie ihren Hof aufgegeben muss. Oft hat der Nachwuchs andere Pläne: Die Kinder studieren und hoffen auf gute Jobs. Selbst, wenn der Nachfolger den Hof weiterführen will, findet er häufig keine Frau, die Bäuerin werden möchte. Viele Höfe sind so unrentabel, dass die Jungen keine Perspektive mehr sehen und aufhören. Manch schlaflose Nacht kostet es, bis der Entschluss feststeht. Und dann nagt das schlechte Gewissen: 500 Jahre war der Hof in Familienbesitz und jetzt soll ein Schlussstrich gezogen werden? Bei den Hatzelmanns aus dem Unterallgäu ist es der schlimmste Moment, als die letzten Kühe auf den Viehtransporter verladen werden. Willibald Tratz gab seinen Hof bei Eichstätt schon vor neun Jahren auf. Er ist froh, denn heute arbeitet er im Vertrieb eines großen Steinbruchs. Die Neubauers in Preith haben die Milchkühe bereits verkauft. Sie halten nur noch Jungtiere und Schweine. Ihre Felder wollen sie nur noch bis zur Rente mit 65 bewirtschaften.

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