



Twist: Aussteiger, zwischen Wunsch und Realität

Den Alltag hinter sich lassen, sich neu erfinden an einem fremden Ort im Einklang mit der Natur - diese Vorstellungen existieren vom Aussteigen. Aber wie realistisch ist der Traum von einem sorgenfreien Neuanfang? Und wie sieht das Leben der Menschen wirklich aus, die alles hinter sich gelassen haben?
Für Künstler und Kreative sind alternative Lebensmodelle schon immer reizvoll gewesen. Künstlerkolonien und kleine Gemeinschaften ziehen Leute an, die nach Abgeschiedenheit und neuen Formen des Zusammenlebens suchen. Das norwegische Nyksund, ein ehemaliges Fischerdorf nördlich des Polarkreises, ist so ein Ort. Einst war Nyksund eine Stadt mit 1.000 Einwohnern, jetzt leben nur noch etwa 20 Menschen hier, fast alle sind Künstler oder Aussteiger. Die polnische Malerin Karolina Miszczuk ist fasziniert vom rauen, leicht morbiden Charme dieses Ortes. Sie macht ihn zum Thema ihrer Bilder und erzählt, wie das Leben jenseits der Postkartenromantik aussieht.
Für seinen Bildband "No Signal" reiste der französische Fotograf und Autor Brice Portolano fünf Jahre durch die Welt, von Alaska bis nach Patagonien - auf der Suche nach Orten ohne Internet und Handysignal. In seinem Buch porträtiert er zehn besondere Menschen und ihre Geschichten.
Die Frage, wie Aussteiger wohnen, beschäftigt den Berliner Architekten Van Bo Le-Mentzel. Ihm geht es vor allem um Bezahlbarkeit - ohne auf Design verzichten zu müssen. Denn Aussteigen ist für ihn nicht nur eine Luxusidee für Reiche. Debora Ruppert fotografiert Menschen, die scheinbar keinen Platz in der Mainstream-Gesellschaft haben, die sich zum Ausstieg gezwungen sehen oder ausgestoßen werden.
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Twist: Aussteiger, zwischen Wunsch und Realität ARTE Morgen, 10:05 Uhr