20:15
Wraps, Kartoffelpüree, Fischfrikadellen oder Zwiebelringe - Fast Food ist schnell bestellt, beliebt und überall zu haben. Sebastian Lege deckt auf, was dahintersteckt. Fast Food verspricht schnelle Sättigung, gleichbleibenden Geschmack und günstige Preise. Doch Burger King, McDonald's, Nordsee oder KFC nutzen ein ausgeklügeltes System, um ihre Produkte günstig, standardisiert und attraktiv zu machen. Der McWrap von McDonald's soll frisch und leicht wirken, ist in Wirklichkeit aber ein kalorienreiches Produkt-Recycling: Statt Brötchen wird ein dünner Fladen genutzt, der dank Öl, Zusatzstoffen und Panierung sogar mehr Kalorien liefert als der vergleichbare Burger McChicken Classic. Auch bei Kentucky Fried Chicken setzt man auf Effizienz statt Frische. Das beliebte Kartoffelpüree mit Bratensoße besteht nur zu einem kleinen Teil aus Kartoffeln. Den Großteil machen Kartoffelflocken, Bindemittel und weitere Pulver aus, die sich weltweit identisch zubereiten lassen. Die Fischfrikadelle von Nordsee klingt nach Tradition und Handwerk, enthält aber nur die gesetzlich vorgeschriebene Mindestmenge an Fisch. Reisgrieß, Kartoffeln und Panierung strecken die Masse und sorgen für gleichbleibende Konsistenz. Ähnlich bei den Onion Rings von Burger King: Statt ganzer Zwiebelscheiben kommt pürierte Zwiebelmasse zum Einsatz, geformt, paniert und frittiert - ein günstiger Rohstoff, perfekt in Szene gesetzt. Sebastian Lege zeigt, wie Fast-Food-Ketten mit einfachen Zutaten und viel Fett, Salz und Zucker den sogenannten Bliss Point treffen - den Punkt maximaler geschmacklicher Zufriedenheit. Das Ergebnis: Produkte, die überall gleich schmecken. Schnell, effizient - und vor allem profitabel.
21:00
- Wenn die Miete arm macht Wohnungsnot in Deutschland Eine aktuelle Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbands zeigt: In Deutschland sind deutlich mehr Menschen von Armut betroffen, wenn die Wohnkosten wie Miete und Strom vom Einkommen abgezogen werden. Gleichzeitig hat sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt in den vergangenen Jahren weiter verschärft. Vor allem in Städten und Ballungsgebieten sind die Angebotsmieten selbst für Menschen mit durchschnittlichem Einkommen kaum noch bezahlbar. - Weniger Industrie, mehr Abstiegsangst Wer vertritt heute noch die Arbeiter? Die deutsche Industrie steckt in der Krise. In der Automobilbranche sorgt der massive Abbau von Arbeitsplätzen für Verunsicherung, während der wirtschaftliche und technologische Wandel ganze Unternehmen unter Druck setzt. Viele Beschäftigte fürchten den sozialen Abstieg - und zweifeln zunehmend daran, dass Politik, Gewerkschaften und Betriebsräte ihre Interessen noch wirksam vertreten. - Klimaziele in Gefahr Warum die Energiewende stockt Die aktuelle Energiepolitik der Bundesregierung ignoriert nach Ansicht von Wissenschaftlern die Vorgaben des Klimaschutzgesetzes und verschiebt wirksamen Klimaschutz in eine unbestimmte Zukunft. Juristen bewerten dieses Vorgehen als verfassungswidrig. Riskiert Bundesministerin Katherina Reiche (CDU) mit ihrer Energiepolitik eine Verfassungskrise? - Bombendrohungen gegen Schulen Wer steckt hinter den Cybermobbern? Sie verschicken falsche Bombendrohungen an Schulen, Einkaufszentren und Bahnhöfe - seit Jahren terrorisiert eine Szene aus Internet-Mobbern und Cyberkriminellen ihre Opfer. Die Polizei scheint vielfach hilflos zu sein. "frontal" konnte mit einem Insider sprechen sowie Dutzende Chats und Sprachnachrichten auswerten. Sie zeigen, wie die Szene ihre Opfer jagt und dabei kaum Grenzen kennt.
21:45
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
22:15
Der Konflikt im Iran hält nicht nur die Welt, sondern auch die Anstalt in Atem. Wie konnte es so weit kommen? Was ist die Rolle Deutschlands in dieser globalen Krise? Maike Kühl und Max Uthoff gehen der Sache auf den Grund. Gemeinsam mit Negah Amiri, Sebastian 23 und Nektarios Vlachopoulos melden sie sich mit einem Lagebericht von der satirischen Front.
23:00
- Roderich Kiesewetter, CDU-Politiker Er sieht in der Irankrise eine "Chance für den Nahen Osten" und nimmt Stellung zu völkerrechtlichen Bedenken und zur Frage, ob Deutschland einen militärischen Beitrag leisten sollte. - Kristina Dunz, Journalistin Die stellvertretende Chefredakteurin des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" analysiert den Umgang und die Reaktionen der Bundesregierung auf den Angriff der USA und Israels gegen den Iran. - Bente Scheller, Politologin Die Nahost-Expertin der Heinrich-Böll-Stiftung erläutert, wie der Irankrieg das Machtgefüge im Nahen Osten verändert und spricht zudem über die Situation der iranischen Zivilbevölkerung. - Gerald Knaus, Migrationsexperte "Durch die Art, wie die USA und Israel diesen Krieg führen, werden neue Fluchtursachen geschaffen", sagt er und skizziert, in welchem Ausmaß Fluchtbewegungen zu erwarten sind. - Frank Umbach, Politikwissenschaftler Der Experte für Energie- und Ressourcensicherheit spricht über die Bedeutung der Straße von Hormus und die Auswirkungen des Irankonflikts auf den Handel und die Öl- und Gaspreise.