23:00
Das "ZDF Magazin Royale" hebt seinen Vorhang. Jan Böhmermann begrüßt die Zuschauer zu seiner Late-Night-Satire. Gesellschaftlich relevante Themen gepaart mit Witz und Ironie. Jan Böhmermann stößt Debatten an, begrüßt streitbare Gäste und musiziert mit dem Rundfunk-Tanzorchester Ehrenfeld. Unterhaltung, Überraschung und Erkenntnisgewinn - willkommen zum "ZDF Magazin Royale!"
23:30
Kultur unter Spardruck: Theater bedroht, Premieren gestrichen, Jobs verloren - wie reagiert eine Kulturlandschaft, die Millionen einsparen muss? "Die Lage ist schlechter als während der Pandemie", sagt Schauspieler Hans-Werner Meyer. Während der Bund den Kulturetat um zehn Prozent erhöht, kürzen Länder und Kommunen massiv. Wie sollen Künstlerinnen und Künstler unter diesem Spardruck überleben? Der Traum vom Leben für die Musik ist für Alexandros Giovanos zerbrochen. Einst stand der Schlagwerker auf den großen Bühnen Europas - Staatsoper Berlin, Elbphilharmonie Hamburg, Staatsoper Athen. Nach Corona und massiven Kulturkürzungen musste er abwägen: Leben in Armut oder neuer Beruf? Die Kulturkrise spitzt sich bundesweit zu: In Stuttgart muss das Staatstheater bis zu 9,2 Millionen Euro einsparen - rund 120 Stellen sind betroffen. In Leipzig steht das einzige Literaturhaus Sachsens vor dem Aus. 36 Jahre überlebte es ohne öffentliche Gelder, nun sind die Rücklagen erschöpft. Leiter Thorsten Arend spricht von einer brutalen Realität. Besonders dramatisch ist die Lage in der Kulturstadt Berlin. 130 Millionen Euro Kürzungen im Kulturetat 2025, weitere 70 bis 110 Millionen Euro sind für 2026/27 geplant. Ein Drittel der geförderten Atelierräume ist bedroht, der Etat fällt erstmals unter die Zwei-Prozent-Marke. Die renommierte Volksbühne soll ihre eigenen Werkstätten verlieren - trotz günstiger Eigenproduktion. Kinder- und Jugendtheater wie das preisgekrönte FELD Theater konnten nur durch private Spenden überleben. Doch es gibt Gegenentwürfe: Hessen erhöht den Kulturhaushalt, stärkt die documenta und Musikschulen. Kulturminister Timon Gremmels betont: "Kunst und Kultur sind mehr als nur Luxus - ohne geht es nicht." Für "aspekte" reist Katty Salié zu den Brennpunkten der Kulturpolitik, spricht mit Betroffenen und Entscheidern - und erlebt Momente der Hoffnung.
00:15
Die aktualisierte Spätausgabe des "heute journal" rundet den Nachrichtentag im ZDF ab - mit den neuesten Nachrichten, Hintergrundberichten, Schaltgesprächen und Interviews.
00:30
- Der Brummi-Mörder Er ist frischgebackener Vater, liebevoller Ehemann - und brutaler Serienmörder und Vergewaltiger. Die zwei Gesichter des Marco M. - und wie ihm die Polizei auf die Schliche kommt. - Mord in der Nachbarschaft Ein Mann verschwindet spurlos. Es gibt keine Leiche, kein Motiv - und doch geht die Polizei vom Schlimmsten aus. Sie bittet die "XY"-Zuschauer um Hilfe. Mit Erfolg. - Gewaltsamer Tod Die 20-jährige Mareike verschwindet spurlos. Ein Bekannter gerät ins Visier der Polizei, doch er gibt sich unschuldig. Mit einem Trick wird er schließlich überführt.
02:00
Alliierte Bomber trugen den Tod nach Deutschland. Die Luftangriffe kosteten im Zweiten Weltkrieg geschätzt 400.000 deutsche Zivilisten das Leben. "Terra X History" blickt zurück. Jahrzehntelang wurde argumentiert, die britischen und amerikanischen Luftangriffe seien eine Folge deutscher Bomben auf Coventry und Rotterdam gewesen. Doch der Blick auf die Geschichte des Bombenkrieges hat sich nach acht Jahrzehnten verändert. Einen großen Teil der Bombenlast trugen die nördlich und westlich gelegenen Städte. Allein in Hamburg starben rund 48.600 Menschen, gefolgt von Berlin mit 35.000 und Pforzheim mit 17.600 Toten. 80 Jahre nach den verheerenden Angriffen auf Dresden im Februar 1945 wirft "Terra X History" - gemeinsam mit renommierten Historikern - einen neuen Blick auf den Luftkrieg über Deutschland - und seine Spuren bis heute. Privates Film- und Fotomaterial, zum Teil unmittelbar nach Luftangriffen aufgenommen, zeigen den Schrecken der Bombardements und die Folgen für die Zivilbevölkerung.
02:45
Kugeln sind allgegenwärtig. Sie finden sich in Kulturen weltweit. Harald Lesch erkundet die unterschiedlichen Funktionen der wahrscheinlich weit verbreitetsten geometrischen Form. Überall finden sich kreisrunde Gebilde, die für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt werden. Die Bandbreite reicht dabei vom Geschoss, über den Ball bis hin zum wahrscheinlich ältesten Kugellager der Welt. Kugeln sind aus unserer Welt nicht wegzudenken. Schon unsere Ur-Ur-Ur-Ahnen waren von der Form fasziniert, wie Ausgrabungen auf verschiedenen Kontinenten zeigen. So fanden Archäologen etwa in Israel und Spanien bearbeitete Steinkugeln, deren Alter sie auf 1,3 Millionen Jahre schätzen. Sehr viel jünger sind die Kautschukbälle, mit denen in Mesoamerika seit dem 15. Jahrhundert vor Christus anscheinend auch um Leben und Tod gespielt wurde. Mehr als 1500 Ballspielplätze, die zum Teil auch in Tempelbezirken der Maya auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko liegen, hat man bisher dort gefunden, und wahrscheinlich existieren noch viele weitere, bisher unentdeckte im Urwald Mittelamerikas. Bis heute spielen die Nachfahren der indigenen mesoamerikanischen Kulturen Ulama oder Pok-ta-Pok, bei dem ein Ball nur mit Hüfte und Schultern durch kreisrunde Öffnungen geschossen werden muss. Bei den bisher gefundenen Ballspielplätzen befindet sich jeweils ein steinerner Ring an den Seitenmauern des Spielfeldes. Die Größe des Platzes, sowie die Form der Seitenmauern, wie auch die Höhe der Anbringung der steinernen Ringe können variieren. Reliefs an den Mauern legen nahe, dass auf einigen Plätzen auch Menschenopfer dargebracht wurden. Weniger tödlich, aber nicht weniger feierlich ging es wohl auf dem Nemisee zur Zeit des römischen Kaisers Caligula im ersten Jahrhundert nach Christus zu. Mithilfe des wohl ältesten bekannten Kugellagers, ließ der Imperator wahrscheinlich eine Statue der Göttin Diana "tanzen".
03:30
Aus einem Hotel in Frühling erreicht Katja ein Anruf: Zwei Kinder säßen allein im Speisesaal, seit ihre Eltern zu einer Bergtour aufgebrochen und nicht wieder zurückgekehrt seien. Katja versucht, den 11-jährigen Nicky und die 14-jährige Paula zu beruhigen, und übernachtet bei ihnen im Hotelzimmer. Doch auch am nächsten Morgen noch fehlt von den Eltern jede Spur. Kurzerhand nimmt Katja die beiden mit in ihr derzeit recht chaotisches Zuhause. Schließlich musste Mark - kurz nachdem Katja und er sich nähergekommen waren - aus seinem Haus ausziehen, um sich in Leipzig dauerhaft um seinen dementen Vater zu kümmern. Nun hat Katja ihren Mitbewohner verloren und lebt mit dem Architekten Jan unter einem Dach, dessen spontane Ader ihr gehörig auf die Nerven geht. Außerdem gibt es zwischen den beiden eine alte gemeinsame Geschichte aus der Schulzeit, über die Katja lieber nicht sprechen will. Und zu guter Letzt hat der neue Besitzer von Marks Haus auch noch seinen pubertierenden Sohn Adrian mit im Gepäck. Zwischen Vater und Sohn kracht es genauso regelmäßig wie zwischen Katja und Jan. Da meldet die Bergwacht, dass die vermissten Eltern gefunden wurden. Während Helen Söringer verletzt im Krankenhaus liegt, managt Peter schon wieder geschäftig die Situation und wirkt dabei erstaunlich gefühlskalt. Dieser Eindruck verstärkt sich bei Katja, als Peter Söringer sie kurz darauf fragt, ob sie noch einmal für ein paar Tage als Babysitterin einspringen könne. Er will die riskante Tour auf den Berg noch einmal versuchen. Zunächst lehnt Katja ab, doch nach einem Gespräch mit Helen entscheidet sie sich anders. Hinter Peters beinahe krankhafter Sucht nach dem Risiko steckt ein ungelöster Konflikt mit seinem Vater. Katja nimmt die Geschichte der Söringers als Anstoß, sich endlich selbst auf den Weg zu machen, um ihren Vater zu suchen, der angeblich allein in einem Altenheim bei München wohnt. Was sie dort am Ende ihrer Suche vorfindet, wird ihr Leben für immer verändern.