22:25
- Gesundheit nach Kassenlage Sparen, bis kein Arzt kommt? Im kommenden Jahr fehlen den Krankenkassen 19 Milliarden Euro. Die muss Gesundheitsministerin Warken (CDU) also mindestens einsparen, damit die Kassen-Beiträge nicht steigen. Mit dem sogenannten Beitragsstabilisierungsgesetz scheint wenigstens das gelungen. Was die Regierung Merz als erstes großes Reformpaket feiert, kostet vor allem die Versicherten viel Geld: höhere Medikamentenzuzahlungen, eine höhere Beitragsbemessungsgrenze für Gutverdiener und das Aus für die kostenlose Ehepartner-Mitversicherung. "Die Versorgung wird dafür schlechter", klagen Ärzte, Psychotherapeuten und Krankenhäuser, es sei nicht mehr als eine "Notoperation". In der noch zu beschließenden Strukturreform sollen dann ausgerechnet Hausärzte wieder die "Lotsen im System" sein. Wie voll sind "übermorgen" also die Wartezimmer? Erst recht, wenn schon für den ersten Tag ein Krankenschein gebraucht wird? Gesundheit nach Kassenlage - sind die Zumutungen wenigstens gerecht verteilt? Warum ist das deutsche Gesundheitssystem teurer, aber nicht besser als in anderen Industrieländern? Warum sind zum Beispiel Medikamente hierzulande teurer? - Nina Warken, CDU Bundesgesundheitsministerin - Ricarda Lang, Bündnis 90/Die Grünen MdB, ehemalige Grünen-Vorsitzende - Jens Baas Techniker Krankenkasse - Sibylle Katzenstein Hausärztin - Bernd Lange, SPD Mitglied des Europäischen Parlaments - Melanie Amann Journalistin, Funke Mediengruppe
23:25
- Marianne Birthler, DDR-Bürgerrechtlerin Die Ex-Bundesbeauftragte für die Stasiunterlagen spricht über die Gefahren für die Demokratie und über Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen 37 Jahre nach der Wiedervereinigung. - Martin Debes, Journalist Der "stern"-Redakteur äußert sich zu Gründen für den AfD-Höhenflug gerade in Ostdeutschland: "Wir sind in einem Transformationsprozess, der alte Erinnerungen und Traumata wiedererweckt." - Katja Hoyer, Historikerin Die in Brandenburg geborene Autorin spricht über typische Sozialisationsverläufe in der DDR und erläutert, wie diese bis heute den Blick auf die Demokratie und den Staat prägen. - Luca Piwodda, Lokalpolitiker Für die PdF (Partei des Fortschritts) ist der 26-Jährige ehrenamtlicher Bürgermeister in Gartz (Oder). Er erzählt von der Stimmung in seiner Stadt und von der Zusammenarbeit mit der AfD.