05:25
Die Crew der "Enterprise" hat den Verlust ihres Captains noch immer nicht verwunden. Doch dann ergibt sich ein Hinweis auf eine Chance, dass Spock zurückkehren könnte. Dazu müssen sein Körper und sein Geist wiedervereint werden. Obwohl Gefahr durch die Klingonen droht, missachtet Admiral Kirk seine Befehle und will auf dem Planeten Genesis das Unmögliche möglich machen, um seinen Freund zu retten. Nach dem Tod von Captain Spock (Leonard Nimoy) nimmt die "U.S.S. Enterprise" Kurs auf die Erde. Unterwegs verhält sich Dr. McCoy (DeForest Kelley) plötzlich sehr seltsam und wird unter Beobachtung gestellt. Admiral James T. Kirk (William Shatner) ist besorgt und ratlos, bis er eine überraschende Erklärung erhält. Spocks Vater Sarek (Mark Lenard), der vulkanische Botschafter, erläutert, dass der Geist seines Sohnes auf den Arzt übergegangen sei. Lediglich sein Körper sei gestorben, beides könne aber wiedervereint werden. Entgegen seiner Befehle macht sich Kirk mit einem Teil der Mannschaft der "Enterprise" auf den Weg zum Planeten Genesis, wo ihr Freund bestattet wurde. Zwar ist der Leichnam verschwunden, jedoch wird zeitgleich ein vulkanisches Kind entdeckt, das rapide altert - offensichtlich handelt sich um Spock. Doch das Vorhaben, seinen Geist mit dem Jungen zu vereinen, gerät in große Gefahr. Die Klingonen haben von dem Genesis-Projekt erfahren und wollen die Technik als tödliche Waffe missbrauchen. Die "Enterprise" wird angegriffen, schwer beschädigt, und Kirks Sohn David wird getötet. Der dritte Teil der Filmreihe steht ganz im Zeichen des Vulkaniers Spock. Im Lauf der Handlung, die hauptsächlich um dessen "Reanimation" kreist, erfährt man viele Hintergründe zu seiner Herkunft und seinem Volk. Man kann es daher als logische Folgerung ansehen, dass Spock-Darsteller Leonard Nimoy 1984 zum ersten Mal auf dem Regiestuhl Platz nahm. Nachdem die teils aufgebrachten Fans mit der Rückkehr des Vulkaniers versöhnt werden konnten, mussten sie allerdings erneut einen Schock verdauen: Die Zerstörung "der U.S.S. Enterprise NCC-1701". Erst am Ende des nächsten Teils wurde der Nachfolger "NCC-1701-A" präsentiert. Aufgrund von Differenzen bezüglich ihres Gehalts wurde Kirstie Alley in der Rolle von Lieutenant Saavik nach nur einem Auftritt von Robin Curtis ersetzt.
07:00
Die Erde war und ist schon immer ein wilder Ort. Das Leben muss seit jeher mit den wechselnden Bedingungen zurechtkommen. Doch die Herausforderungen sind heute größer als je zuvor. Dirk Steffens stellt sich eine der drängendsten Frage unserer Zeit: Wie wird der Mensch die wachsende Dynamik des Planeten meistern? Bisher hat das Leben immer einen Weg gefunden, vor großen Veränderungen, sogar Katastrophen in der Vergangenheit zu bestehen. Unsere Erde, so ruhig sie auch von außen erscheinen mag, ist ein wilder Ort. Angetrieben von inneren und äußeren Kräften, ist sie dynamisch und ständig in Bewegung. Die Gewalten aus der Tiefe brechen sich in Form von Naturkatastrophen immer wieder Bahn. Landschaften haben sich über Jahrmillionen geformt, Stoff - und Energiekreisläufe entwickelt. Ihr heutiges Gesicht und ihre Bewohner sind das Produkt ihrer wilden Natur. In dieser Folge geht Dirk Steffens der Frage nach, mit welchen Strategien das Leben gelernt hat, auf die seit Anbeginn natürlichen dynamischen Herausforderungen unseres Planeten zu reagieren. Der Blick ins Tierreich zeigt, dass eine besondere Strategie immer erfolgreich war: Dem Leben gelingt es, sich selbst stabile Verhältnisse und Lebensräume zu schaffen, und die wilden, sich stetig wandelnden Bedingungen des Organismus Erde zu überwinden. Pflanzen haben verblüffende Techniken entwickelt, um sich an extreme Bedingungen anzupassen. Dirk Steffens entdeckt, wie es ein Wüstengewächs wie die Nara schafft, nicht nur an einem der trockensten Orte der Welt zu überleben, sondern auch noch saftige Melonen zu produzieren. Waldelefanten als "Architekten des Dschungels" haben die Fähigkeit entwickelt, ihren undurchdringlichen Lebensraum ständig zu bearbeiten. In Gruppen durchpflügen sie regelrecht ihren Lebensraum und machen das Dickicht nicht nur für sich selbst bewohnbar. Damit sichern die Dickhäuter dem Wald selbst das Überleben. Termiten sind grandiose Baumeister. Sie errichten mannshohe Wohntürme, die im Verhältnis für die Tiere so groß sind wie die Zugspitze für einen Menschen. Dirk Steffens erforscht, wie sich die Verwandten der Schaben mit ihren Städten aus Erde, Speichel und Kot von den widrigen Bedingungen ihrer Umgebung weitgehend unabhängig gemacht haben. Neben der biologischen Anpassung wurde schließlich die Fähigkeit, Erfahrungen von Generation zu Generation weiterzugeben, zu einer Erfolgsstrategie. Dirk Steffens beobachtet, zu welchen Fertigkeiten es unsere nahen Verwandten, die Schimpansen, gebracht haben. Die Strategie, sich weitgehend von den natürlichen Kreisläufen unseres Planeten zu entkoppeln, hat der moderne Mensch zur Perfektion getrieben. Er hat es als einziges Tier geschafft, alle Lebensräume zu zähmen, sich alle Welten der Erde eigen zu machen, auch die kältesten und heißesten Regionen zu besiedeln. Er verändert und gestaltet sie; Städte und Zivilisation sind Resultate der Anstrengungen, den wilden Planeten zu bändigen. Doch das hat nun Konsequenzen für den Organismus Erde: Der Energiehunger kann uns jetzt zum Verhängnis werden. Es droht ein Zustand von zunehmender Instabilität. Die Berichte aus der Klimaforschung sind unmissverständlich: Die Ergebnisse einer großen Arktis-Expedition, der "Polarstern"-Mission, sind alarmierend. Dirk Steffens begibt sich auf die Suche nach einer Antwort auf die Frage, was wir der neuen Dimension des Wandels entgegenstellen können. Denn ganz hoffnungslos scheint es nicht: Als einzige Art auf der Welt sind wir in der Lage, unsere Zukunft selbst zu bestimmen. Wie wird der Mensch seine besonderen Fähigkeiten nutzen?
07:45
Die Lebensräume auf der Erde könnten unterschiedlicher kaum sein. Auf den ersten Blick scheinen sie wie verschiedene Welten. Doch es gibt Verbindungen: Keine existiert ohne die anderen. Dirk Steffens zeigt überraschende Abhängigkeiten zwischen extremen Welten und entdeckt, dass ein unscheinbarer Organismus auf seiner Reise um den Globus Einfluss auf das Schicksal des ganzen Planeten nimmt. Ohne ihn sähe unsere Welt völlig anders aus. Die Erde ist geprägt durch Regionen mit extrem unterschiedlichen Bedingungen: staubtrockene Wüsten, eisige Polarregionen, tropische Regenwälder. Auf den ersten Blick besteht zwischen ihnen keine Verbindung. Doch allmählich enthüllt die Wissenschaft, wie alles mit allem verbunden ist: Unser Planet funktioniert wie ein Super-Organismus. Veränderungen an einer Stelle haben Folgen für ein ganzes Netzwerk, das den Globus umspannt. Im ersten Teil der Faszination Erde Herbststaffel zeigt Dirk Steffens, was man von den Abhängigkeiten weiß und stößt dabei auf manche Überraschung. Die Entdeckungsreise beginnt in der Arktis. In den Gletschern auf Spitzbergen steckt jede Menge Dreck. Und der löst einen wahren Boom aus: Kleinstlebewesen, wie Kieselalgen, vermehren sich im Polarmeer unglaublich schnell und dienen vielen Tieren als Nahrung. Die Bedeutung der Kieselalge wurde lange unterschätzt. Dabei stehen Kieselalgen nicht nur als Bestandteil des Planktons am Beginn der Nahrungskette, sie zählen darüber hinaus zu den wichtigsten Sauerstoffproduzenten, sie sind für einen erheblichen Anteil des Sauerstoffs in der Atmosphäre verantwortlich. Seit Jahrmillionen sammeln sich die Bestandteile der Kieselalgen-Skelette in Form von sogenanntem "Marinen Schnee" in Massen auf dem Meeresgrund. Tektonische Veränderungen bringen diese Überreste schließlich an die Oberfläche. Gewaltigen Umwälzungen ist es zu verdanken, dass mineralische Bestandteile der Kieselalgen sich heute im Sand der Sahara finden, der dadurch reich an Nährstoffen ist. Doch ohne Wasser kann der Dünger keine Wirkung entfalten. Das Leben in extrem trockenen Wüstenregionen ist für seine Bewohner ein ständiger Kampf. Mit den harschen Bedingungen kommt eine Pflanze in der Namib-Wüste, der ältesten Wüste der Welt, besonders gut zurecht. Die Welwitschie ist eine wahre Wunderpflanze. Dirk Steffens entdeckt, welch verblüffende Technik die Pflanze zum Überleben entwickelt hat, und wie sie bis zu 1500 Jahre alt werden kann. Wüstenelefanten sind ebenfalls wahre Überlebenskünstler in einer kargen, fast wasserlosen Öde. Die Dickhäuter haben die Fähigkeit entwickelt, mit ihren Füßen Wasser selbst noch in fünf bis zehn Metern Tiefe im Untergrund aufzuspüren. In diesem schier endlosen Sand-Meer der Namib gerät Dirk Steffens in einen Sandsturm. Dabei erfährt er am eigenen Leib, wie gewaltig die Kräfte in der Atmosphäre sein können. Stürme können den feinen Sand in hohe atmosphärische Schichten und bis in den Dschungel Südamerikas verfrachten. Dort ist er - mit seiner mineralischen Fracht - das Lebenselixier üppiger tropischer Wälder. Wer den Wegen der Kieselalge folgt, erfährt, wie eisige Welten, staubtrockene Wüsten und regenreiche Wälder durch ein unsichtbares Netzwerk verbunden sind, und wie die eine Welt ihr Gesicht dem Einfluss der anderen verdankt.
08:30
Unsere Erde wandelt stetig ihr Gesicht. Damit stellt sie das Leben vor besondere Herausforderungen. Dirk Steffens zeigt, mit welch erstaunlichen Strategien Tiere auf den Wandel reagieren. Das Leben hat besondere Fähigkeiten entwickelt, diesen Veränderungen zu begegnen: Mobilität. Damit konnten Tiere den gesamten Planeten erobern. Und nicht nur das - das Leben auf der Erde bildet ein komplexes Netzwerk, nichts bleibt darin ohne Wirkung. Die größte Tierwanderung der Welt: Alljährlich begeben sich in Ostafrikas Serengeti mehr als 1,5 Millionen Gnus auf eine unglaubliche Reise. Sie entfliehen der Trockenheit, die regelmäßig im Lauf der Jahreszeiten die Serengeti heimsucht. Doch wenn ein Landstrich ausdörrt, regnet es in einem anderen. Die Gnus haben sich diesem Wandel angepasst. Mit den Wanderungen gelingt es ihnen, dem Hungertod zu entgehen. Doch die Route ist gefährlich, der reißende Mara-Fluss ist voller hungriger Krokodile. Jenseits des Flusses wartet auf die Wanderer das Paradies - bis auch hier die Trockenheit die Gnus zum Weiterziehen zwingt. Dirk Steffens zeigt, dass die Tiermigration auch selbst ihren Teil zum Gedeihen der Graslandschaften beiträgt. Die Gnus und Zebras hinterlassen in der Serengeti mehr als 400 Tonnen Dung am Tag. Dadurch entsteht ein wunderbarer Nährstoffkreislauf, von dem alle Savannenbewohner profitieren: Insekten, Elefanten, Raub- und Weidetiere. Netzwerke des Lebens, angetrieben durch Tierwanderungen über Tausende von Kilometern, gibt es auch in den Meeren: Wale ziehen mit den Strömungen, den Autobahnen der Ozeane. Sie pendeln so zwischen warmen Gewässern, in denen sie ihre Jungen aufziehen, und den Polarmeeren. In der Arktis findet Dirk Steffens den Grund für ihre Reise in die eisigen Gebiete: Krill. Nirgendwo auf der Welt ist er so zahlreich und fett wie hier. Fünf Monate lang frisst beispielsweise der Buckelwal in den nährstoffreichen Jagdgründen bis zu 1,5 Tonnen Krill täglich. Das kann für ein ganzes Jahr reichen. Und gleichzeitig tragen die Wale zum Futterreichtum der Meere bei: Ihre Ausscheidungen sind Dünger für die Unterwasserwelt. Die Rentiere Kanadas gehören zu den "Marathonläufern" im Tierreich - immer auf den Spuren der besten Überlebensbedingungen. Auf der norwegischen Insel Spitzbergen leben Verwandte der kanadischen Rentiere, allerdings sehen sie völlig anders aus: Sie sind erheblich kleiner und werden nur halb so alt wie ihre ziehenden Artgenossen. Vor langer Zeit haben erdgeschichtliche Veränderungen eine Gruppe auf der Insel isoliert, die Brücke zum ursprünglichen, weiten Lebensraum wurde abgeschnitten. Die Gruppe musste sich allmählich an die Bedingungen in der Isolation anpassen, das beschränkte Nahrungsangebot führte im Lauf der Evolution zur sogenannten Inselverzwergung. Veränderungen, die dem Leben Zeit für Anpassungen lassen, führen zu erstaunlichen Entwicklungen. Doch der Mensch hat mancherorts Lebensräume in kurzer Zeit derart umgestaltet, dass Tieren keine Zeit blieb, Anpassungen zu entwickeln. Forschende sind dabei, Fehler der Vergangenheit zu erkennen und Tieren wieder den Raum zurückzugeben, den sie für ihre Mobilität brauchen. Dirk Steffens geht der Frage nach, wie wir die Zukunft der Arten sichern können. Je besser wir das Zusammenspiel der Natur und ihrer Bewohner verstehen, je mehr wir darüber wissen, wie viel Lebensraum zum Überleben notwendig ist, desto besser können wir unsere Mitbewohner schützen.
09:15
Heldin der ersten Folge "Terra X: Unter Dinos" ist Clover, ein junges Triceratops-Mädchen. Auf sich alleine gestellt trotzt es vor 66 Millionen Jahren allerhand Gefahren. Der Paläontologe Eric Lund und sein Team finden Clovers Überreste in der Wildnis von Montana. Der Fund verblüfft die Forschenden sehr, denn offenbar hat sich Clover ganz gut ohne die Unterstützung einer Herde durchgeschlagen. Als Winzling unter all den Riesen der Kreidezeit war ihr Alltag extrem gefährlich: Gigantische Flugsaurier stellten ihr ebenso nach wie der gigantische Tyrannosaurus Rex. Ein sehr seltener Fund beweist: T-Rex fraßen besonders gern Saurier-Babys. Clover allerdings trickst den Giganten immer wieder aus.
10:00
Der Paläontologe Nizar Ibrahim und sein Team graben im Osten Marokkos das Skelett eines Spinosaurus aus. Sie nennen ihn Sobek, nach dem altägyptischen Krokodilgott. Sobeks Lebensraum vor 100 Millionen Jahren gilt als der gefährlichste Ort aller Zeiten - voller großer Raubsaurier, Krokodile und Riesenfische. Der Film rekonstruiert, wie Sobek das Überleben seiner Nachkommen in dieser brutalen Umgebung sicherte. Vermutlich sorgte die gewaltige Konkurrenz dafür, dass sich jede Raubsaurierart extrem spezialisierte. Der Spinosaurus beispielsweise wurde zum Fischfresser und zum hoch spezialisierten Flussbewohner. Diese Entwicklung gilt als einzigartig unter den Dinosauriern. Eine weitere Entwicklung durch den immensen Druck, den die anderen Raubsaurier ausübten, könnte eine intensive Betreuung der Jungtiere gewesen sein: Der Vergleich mit einigen modernen Krokodilarten und Vögeln zeigt, dass diese Aufgabe beim Vater gelegen haben könnte. Um das Überleben seiner kleinen Familie zu sichern, muss Sobek mit seinen Nachkommen reiche Jagdgründe finden. Aber die Reise dorthin birgt viele Gefahren.
10:40
Vor 71 Millionen Jahren muss sich das junge Albertosaurier-Weibchen Rose als Mitglied eines Rudels nicht nur gegen Gefahren behaupten, sondern auch ihren Platz in der Gruppe finden. Albertosaurier sind Verwandte des T. Rex. Anders als der gefürchtete Einzelgänger könnten sie jedoch als Gruppe gelebt und gejagt haben. Das zumindest schließen Paläontologe Mark Powers und sein Team aus den Fossilien, die sie am Red Deer River in Kanada ausgraben. Die Forschenden versuchen zu rekonstruieren, wie sich die junge Rose in einem Albertosaurus-Rudel durchgesetzt haben könnte und welchen Herausforderungen sie sich stellen musste. Denn das Leben im Rudel stellt viele Anforderungen an jedes Mitglied. Wie wird beispielsweise der Frieden in der Gruppe bewahrt? Welche Jagdstrategie verspricht Erfolg, wenn schnelle Läufer und bissstarke Riesen zusammenarbeiten? Roses Schicksal führt uns zu einer spannenden Entdeckung der Geheimnisse eines der erfolgreichsten Raubtiere der Kreidezeit.
11:25
Der gigantische Lusotitan Old Grande stellt sich einem jungen Rivalen im Kampf um die Gunst einer Partnerin entgegen - mit dramatischen Folgen. Im Herzen Portugals legt ein Paläontologenteam um Francisco Ortega das bislang vollständigste Skelett eines Lusotitans frei. Vor 150 Millionen Jahren herrschte der Riese, wegen seines Alters Old Grande genannt, über die Region - damals noch eine Insel. Die Knochen des großen Pflanzenfressers erzählen die Geschichte eines alten, aber ehrgeizigen Bullen, der sich aufmacht, eine Partnerin zu finden, und bereit ist, dafür alles zu riskieren. Francisco Ortega kann an fossilen Fußspuren ablesen, wie sich Old Grande nach dem Kampf mit einem verletzten Bein fortbewegt. Doch der Titan gibt nicht so leicht auf, auch wenn der Heilungsprozess dauert und die Paarungszeit knapp ist. Denn in seinem geschwächten Zustand ist Old Grande verwundbar. Wird er überleben, seine Rivalen hinter sich lassen und sein Erbe sichern?
12:10
In Utah entdecken Forscher das Fossil von George, einem jungen Gastonia. Gemeinsam mit gleichaltrigen Artgenossen lebte er in einer Clique und kämpfte gegen gefährliche Utahraptoren. Vor 130 Millionen Jahren gehörten die Utahraptoren zu den gefährlichsten Raubtieren ihrer Zeit. So groß wie Grizzlybären waren sie schnell, intelligent und tödlich. George wappnete sich gegen diese Angreifer mit Schuppenpanzer und Keulenschwanz. Für das Forschungsteam um James Kirkland war die größte Überraschung, dass George gemeinsam mit anderen gleichaltrigen Gastonia gefunden wurde. Normalerweise gelten diese Dinosaurier als Einzelgänger. Ungewöhnlich auch, dass es sich bei den Funden nicht um eine Familiengruppe handelte, sondern um eine Jugendgang. Pollenproben aus derselben Schichtung enthalten Spuren von Holzkohle, die belegen, dass in dieser Landschaft immer wieder verheerende Waldbrände wüteten. Als erneut ein Flammenmeer den Lebensraum von George bedeckt, kommt es zum alles entscheidenden Showdown. Inmitten von Rauch, Hitze und Chaos wird George an den Rand eines Sumpfes gedrängt.
12:55
Der Film erzählt die Geschichte von Albie, einem jungen Pachyrhinosaurier, der vor 72 Millionen Jahren mit einer Superherde von Artgenossen die große Reise nach Norden antrat. Die Entdeckung des Forschungsteams um Emily Bamforth im Norden Kanadas ist spektakulär: Am Grabungsort finden sich die Überreste einer gewaltigen Herde von Pachyrhinosauriern. Die massigen Vegetarier sind besonders bekannt für ihren Nackenschild. Albie ist Teil einer jährlichen gewaltigen Wanderung über mehr als 600 Kilometer zu neuen Weidegründen - durch Flüsse, Sümpfe, Wälder und tückisches Gelände. Inmitten von stampfenden Füßen, aufgewirbeltem Staub und rivalisierenden Bullen verliert Albie den Anschluss - und seine Mutter. Aber Pachyrhinosaurier haben eine besondere Eigenschaft, die dem Kleinen bei der Suche hilft. Das Team um Emily Bamforth hat herausgefunden, dass die Nackenschilde der Pachyrhinosaurier einzigartig und individuell geformt waren - ähnlich wie ein Fingerabdruck. Die Forschenden glauben, dass diese Strukturen ihnen halfen, einander selbst in der größten Herde wiederzuerkennen. Und tatsächlich - Albie findet seine Mutter. Doch noch längst sind nicht alle Gefahren überstanden: Im Schatten lauern Gorgosaurier, Verwandte des Tyrannosaurus Rex. Und während sich die Herde weiter in Richtung Norden bewegt, zieht am Horizont eine noch größere Bedrohung auf: ein gewaltiger Sturm, der die offene Landschaft in ein tödliches Labyrinth aus Wasser, Wind und Schlamm verwandelt.
13:40
Zwei Millionen Jahre alte DNA in Grönland enthüllt eine verlorene, heiße Welt - ein Blick in die Vergangenheit, die auch unsere klimatische Zukunft sein könnte. Ein hartnäckiger Wissenschaftler glaubt an seine Idee von der Umwelt-DNA und setzt sich gegen alle Hindernisse durch. Am Ende einer langen Forschungsreise enthüllt er eine zwei Millionen Jahre alte, heiße Welt auf Grönland mit einer reichen Tierwelt. In der mehrfach preisgekrönten Dokumentation "Vor der Eiszeit - Jagd nach dem ältesten Erbgut der Welt" (Der Film hat 2025 den Emmy für die Outstanding Science & Technology Documentary gewonnen) begibt sich "Terra X" auf eine faszinierende Zeitreise in die Tiefen der Erdgeschichte. Im Zentrum steht der dänische Wissenschaftler Eske Willerslev mit einer Idee, für die er am Anfang seiner Karriere nur Spott erntet: aus Dreck, Eis und der Umwelt Erbgut zu extrahieren, sogenannte Dirt- oder auch Umwelt-DNA. Denn nicht nur Menschen, sondern auch Tiere und Pflanzen hinterlassen DNA in der Erde, bis zu Millionen Jahre alt, abhängig von den Temperaturen, denn Erbgut konserviert sich in einer kalten Welt besser als in einer warmen. Heute ist Eske Willerslev ein gefeierter Evolutionsgenetiker, in seiner Zunft weltweit ein Star. Doch ist sein Forscherleben kein geradliniger Weg - und es ist ein kleines Wunder, dass aus ihm ein renommierter Wissenschaftler wurde. Als 20-Jähriger begibt er sich mit seinem Zwillingsbruder Rane in einem Kanu auf Entdeckungsfahrt nach Sibirien. Dort wollen die Brüder ein fast ausgestorbenes Volk finden, die Yugakirs. Zwar gelingt es ihnen, aber Rane kehrt nach Dänemark zurück und für Eske beginnt die härteste Zeit seines Lebens in Einsamkeit, gepaart mit Hunger und Kälte. Nach seiner Rückkehr nach Dänemark durchlebt Eske Willerslev mehrere Krisen und denkt sogar an Suizid. Bis er eines Tages aus seinem Fenster schaut und im strömenden Regen einen Hund sieht, der sein Geschäft macht, was ihm zum Nachdenken bringt: Was passiert mit der DNA in dem Häufchen des Hundes? Was mit dem Erbgut von verwelkenden Blättern, Wurzeln und allem anderen, was lebt? So entsteht in seinem Kopf die Idee von der Extraktion der DNA aus Schmutz, Erde und Eis. In Eis deshalb, weil die älteste DNA fast sicher auch die kälteste sein muss, da sie in der Wärme großen Verfallsprozessen ausgesetzt ist. Doch seine Idee wird mit Spott von seinen damaligen Kollegen und seinem Chef aufgenommen, und so macht sich Eske Willerslev auf eine fast 15-jährige Reise, um seine These vom Erbgut, das sich überall in der Umwelt finden lässt, zu belegen. Neben dem nie nachlassenden Willen und Ehrgeiz, seine Annahme zu beweisen, baut der dänische Wissenschaftler auf modernste DNA-Sequenzierung, die vor einigen Jahren in einem neuen Verfahren den Durchbruch und den Beweis seiner These von der Umwelt-DNA erbringt. Und aus dem einst Verspotteten wird ein Star der Evolutionsgenetik. Gefeiert in Fachjournalen und ausgezeichnet mit Wissenschaftspreisen. Die Reise von Eske Willerslev über fast 20 Jahre zeichnet der Film nach und zeigt eine der ungewöhnlichsten Geschichten der Wissenschaft auf. Die auch Relevanz für die Zukunft hat: Denn das Erbgut, das Willerslev in Grönland findet und analysieren kann, bringt uns eine Welt von vor zwei Millionen Jahren nahe, die viel heißer war als heute, bewohnt von einer reichen Tierwelt mit dem Mastodon, dem Vorläufer des Elefanten, als dem überraschendsten Fund. Und mit Erkenntnissen für heute. Denn die Erkenntnisse aus der damaligen Erdepoche, dem Pliozän, einem Zeitalter mit ähnlichen CO2-Werten wie heute, sind nicht nur für die Vergangenheit bedeutsam. Sie bieten auch eine Anleitung für die Herausforderungen unserer Zukunft. "Das Klima des Pliozän ist wie ein Handbuch für das, was kommt", sagt Maureen Raymo, Paläoklimatologin der Columbia University. Um für diese zukünftige Zeit gerüstet zu sein, wird in Dänemark bereits an Pflanzen geforscht, die in einer heißeren Welt Nahrung für uns alle garantieren können. So wurde durch die Arbeit von Willerslevs Team auch eine industrielle Revolution in der Sequenzierung uralter DNA eingeleitet. Mithilfe dieser Technologie wurde bereits die erste Pflanze - arktische Gerste - entwickelt, die für eine heiße Zukunft geeignet ist. "Wir stehlen die genetischen Geheimnisse der Vergangenheit, um die Zukunft zu retten", erklärt Eske Willerslev. Die "Terra X"-Dokumentation "Vor der Eiszeit - Jagd nach dem ältesten Erbgut der Welt" zeigt eindrucksvoll, wie sich die Idee eines Wissenschaftlers, der sich nicht durch Spott und Hindernissen aufhalten ließ, durchsetzte und heute einen Beitrag zur Bewältigung globaler Herausforderungen leistet. Eine spannende Reise in die Vergangenheit - und ein Blick in die Zukunft.
14:25
Ein Team junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler reist ins Herz der Antarktis, um ausgerechnet an einem der lebensfeindlichsten Orte der Welt nach Fossilien zu graben. Angetrieben vor allem von der Frage, wie all die geheimnisvollen prähistorischen Kreaturen so nah am Südpol überleben konnten, trotzen die Forschenden Wind und Kälte. Die Welten, deren Spuren sie im Eis entdecken, sind atemberaubend: Herden der gewaltigen Titanosaurier durchstreiften im Sommer die Ebenen Antarktikas, kleine Proto-Reptilien passten sich mit ungewöhnlichen Organen an die monatelange Dunkelheit der Polarnacht an. Der südliche Kontinent war sogar Jagdgebiet eines großen Fleischfressers. Lange vor dem T-Rex stellte der gefiederte Cryolophosaurus seinen Beutetieren nach. Um Hinweise auf diese außergewöhnlichen Welten der Vergangenheit zu finden, müssen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zunächst in McMurdo, der größten permanenten Basis Antarktikas, auf das Überleben in der Eiswüste vorbereiten. Erst dann fliegen sie weiter in Richtung Südpol zu ihrem Camp am Fuß des Shackleton-Gletschers, von wo aus sie ihre Grabungsziele täglich mit dem Helikopter erreichen. Die sechswöchige Expedition ist ein Knochenjob, aber die Ergebnisse können sich sehen lassen. Zum ersten Mal ergibt sich ein Bild von bisher völlig unbekannten Ökosystemen. Die Funde legen sogar nahe, dass Antarktika während mehrerer, weltweiter Massensterben ein letztes Refugium für das Leben gewesen sein könnte.
15:10
Dinosaurier, jahrmillionenlang unangefochtene Herrscher der Erde, heimgesucht von einer kosmischen Katastrophe, üben seit ihrer Entdeckung eine ungebrochene Faszination aus. Jahrtausendelang dienten die Funde versteinerter Knochen als Beweise für uralte Mythen, Erzählungen über Drachen oder der Sintflut. Erst im 19. Jahrhundert begann die wissenschaftliche Untersuchung der Vorzeitgiganten und liefert noch immer neue Erkenntnisse. Der Film nimmt die Zuschauer mit auf eine Zeitreise in die Geschichte von Menschen und ihrer Faszination für ungewöhnlich große, versteinerte Knochen. Schon unsere steinzeitlichen Vorfahren waren ihr erlegen und stellten aus Dino-Eiern Schmuck her. Auch in den Schriften antiker und mittelalterlicher Gelehrter ist die Auseinandersetzung mit Saurier-Fossilien bezeugt, ebenso wie im alten China, wo ein Gelehrter ein Dino-Fossil als Skelett eines Drachen identifizierte. Zu allen Zeiten dienten die ungewöhnlichen Knochen, die an schierer Größe alle bekannten Tiere übertreffen, als Belege für die Wahrheit von Mythen, die sich Menschen erzählen. Erst vor rund 200 Jahren begann die Wissenschaft, sich ein realistisches Bild von den Urzeitgiganten zu machen. An die Stelle von Drachen traten Dinosaurier, ein Name, den der britische Paläontologe Richard Owen einführte. Er fügte die beiden griechischen Worte "deinos" für "ungeheuer" oder "schrecklich" mit dem Wort "Sauros" für "Echse" zusammen und schaffte damit die bis auf den heutigen Tag nachwirkende Atmosphäre der Monstrosität, die die Dinosaurier umweht. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit ihnen hat nicht zuletzt dazu beigetragen, dass sich die religiös geprägten Vorstellungen vom Alter der Erde und der Entstehung des Lebens nicht länger halten ließen. Die Begeisterung eines breiten Publikums für die Urzeitgiganten trieb auch merkwürdige Blüten. So führte der Konkurrenzkampf zwischen den amerikanischen Paläontologen Othniel Charles Marsh und Edward Drinker Cope in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem regelrechten "Bone War", bei dem die ehrgeizigen Kontrahenten versuchten, sich gegenseitig die spektakulärsten Funde abzujagen. Auch deutsche Forscher machten von sich reden und gruben zwischen 1909 und 1913 in Tansania das Skelett eines "Giraffatitan brancai" aus, das bis heute zu den größten montierten Dinosaurierskeletten weltweit zählt. Auf den Spuren der damaligen Entdecker sind auch heute immer wieder Mitarbeiter des Berliner Museums für Naturkunde im tansanischen Tendaguru unterwegs. Denn die alte Ausgrabungsstätte ist bei Weitem noch nicht erschöpft und verspricht noch viele interessante Funde, die unser Bild der Urzeitgiganten weiter präzisieren. Denn wie sahen die Tiere tatsächlich aus? Wie haben sie sich bewegt, wie klangen ihre Stimmen? Tatsache ist, dass sich das Bild, das sich die Forschung während der vergangenen Jahrzehnte von den "unheimlichen Echsen" gemacht hat, immer wieder wandelt. So werden nicht nur die gewaltigen Skelette, die der Stolz naturgeschichtlicher Museen weltweit sind, neu aufgestellt, weil jüngere Erkenntnisse über Muskulatur und Gewicht eine andere Körperhaltung suggerieren. Neue Untersuchungsmethoden erlauben etwa Rückschlüsse auf die Laute, die die gewaltigen Tiere ausstoßen konnten. Und bereits seit einiger Zeit hat man sich an den ursprünglich ungewöhnlichen Gedanken gewöhnt, dass viele Saurier gefiedert waren. So wird durch den Fortschritt der Wissenschaft jede Generation mit einem modifizierten Bild der "unheimlichen Echsen" konfrontiert, was aber dem Interesse an ihnen keinen Abbruch tut.
15:55
Die Geschichte wird von Siegern geschrieben. Zeit, mal die Gewinner der Verlierer zu küren. "Die glorreichen 10" erzählt auf humorvolle Art in einer Mischung aus Emotion, Witz und Ironie. Manche waren selbst schuld an ihrem Unglück, wie die Trojaner, die einfach die Finger nicht von dem Pferd lassen konnten. Oder die Sklaven der Schönheit, die so lange an sich herumdoktern ließen, bis wirklich alles verloren war. Andere hatten einfach nur Pech, wie die Dinos, oder andere Spezies, die die Evolution für entbehrlich hielt. Und irgendwie ja auch Ludwig II., dessen Spleens die Zeitgenossen einfach nicht verstanden, aber nach dessen Ableben doch ganz begeistert mit ihm Kasse machten. Und den Klassikern unter den Verlieren fehlte es einfach an Weitsicht, wie dem armen Varus, an dessen Name das Losertum klebt wie Pech, und der Spanischen Armada, mit der der Stolz der Nation in den Fluten versank. Und dann gab's noch die, die sich vielfach bis heute für Sieger halten. Die im alten China, im antiken Rom oder in der DDR meinten, Mauern seien eine sinnvolle Idee, um Grenzen zu verbarrikadieren. Für die Dokumentationsreihe wurde keine Abstimmung durchgeführt. Die Redaktion hat eine subjektive Auswahl getroffen und sich bewusst, und ohne Anspruch auf Repräsentativität, für eine bestimmte Reihenfolge entschieden.
16:40
Im Tierreich gibt es sie zuhauf: Poser, Angeber und Selbstdarsteller. Wenn ein Gorillamännchen Eindruck schinden will, reckt es seine Brust und trommelt, was das Zeug hält. Und bei den Menschen? Manchmal zieht man unwillkürlich Parallelen zur Tierwelt, wenn man das Gebaren eines Götz von Berlichingen, Heinrich VIII. oder Casanovas Revue passieren lässt. Klotzen statt Kleckern - damit wurde die Weltgeschichte von Alphamännchen seit jeher in Gang gehalten. Wichtig ist in jedem Fall, dass man sich seine eigene Vita kräftig schönt. Das funktionierte in Vor-Internet-Zeiten ziemlich leicht: So schrieb sich Katharina die Große ihre Biografie selbst - erst viel später kamen Historiker auf den Gedanken, dass da manches nicht stimmt. Karl May wäre man zu Lebzeiten auch fast auf die Schliche gekommen. Die abenteuerlichen Länder, von denen er schrieb, hatte er selbst nie betreten. Nur schwer konnte er sich noch rausreden. Doch Angeberei ist nicht nur ein Phänomen alter Zeiten. Reichen die Namen Berlusconi und Tebartz-van Elst? Und was alle Angeber in der Geschichte eint, ist die Grundeinstellung, dass es ihnen meist herzlich egal war, wer die Poserei auszubaden hatte. Ja gut, der Riesenangeber und vermeintliche Zeus-Sohn Alexander der Große hatte wirklich Riesenerfolg. Aber wer spricht eigentlich von den Tausenden Soldaten, die für sein Riesenreich ihr Leben lassen mussten? Für die Dokumentationsreihe wurde keine Abstimmung durchgeführt. Die Redaktion hat eine subjektive Auswahl getroffen und sich bewusst, und ohne Anspruch auf Repräsentativität, für eine bestimmte Reihenfolge entschieden. Die Dokumentationsreihe fragt nach den größten Sonderlingen, den größten Rätseln oder den größten Heldinnen der Geschichte. Zur Aufnahme in die mal mehr, mal weniger ehrenwerte Gruppe der "Glorreichen 10" führen erstaunliche Fakten und neue Zusammenhänge. Die Sendung rollt spannende Aspekte der Geschichte neu auf und präsentiert sie auf humorvolle Art mit viel Witz und Ironie.
17:20
Die Dokureihe "Die glorreichen 10" präsentiert kuriose Zusammenhänge geschichtsträchtiger Personen, Momente und Orte und kürt "die allerkrassesten Abstürze der Geschichte". Es geht um Computerabstürze, Fensterstürze und Imperien, die von der Bildfläche verschwinden. Das Ranking wird kommentiert von Hannes Jaenicke. Beim Jahreswechsel 1999/2000 hielten alle den Atem an. Würde die Welt untergehen? Eine Prophezeiung von Nostradamus uns einholen? Oder - noch viel schlimmer - würden alle Computer abstürzen? Schließlich war der Code im 19er-Jahrhundert entwickelt worden, und niemand hatte so weit in die Zukunft gedacht, dass ein Jahrtausendwechsel anstand. Da gab es viele, die sich sorgten, unsere wichtigsten Helfer würden den Sprung von 99 auf 00 nicht schaffen. Doch der große Absturz blieb aus. Ein Systemabsturz kann schlimme Folgen haben. So auch am 19. Juli 2024. Niemand hielt an diesem Freitag den Atem an, als plötzlich reihenweise Computersysteme abstürzten. Flughäfen und Krankenhäuser stellten den Betrieb ein, Geschäfte schlossen ihre Türen, Bankkunden konnten kein Geld mehr abheben. Ein profaner Fehler im Update für Windows-Rechner verursachte den Groß-Absturz. Der Teufel steckt im Detail. Too big to fail. Der Spruch mag für Banken gelten, die von Regierungen vor dem Absturz gerettet werden, für Staaten und Weltreiche gilt er nicht. Die Geschichte hat viele Imperien gesehen, deren scheinbar unaufhaltsamer Aufstieg dann doch ins Stocken geriet und sich ins Gegenteil verkehrte. Die Ägypter halten immerhin grob 2000 Jahre durch. Das dürfte Rekord sein. Das Reich Alexanders des Großen, das zwischenzeitlich fast die gesamte bekannte Welt umfasste, stürzte nach seinem Tod in Streitigkeiten zwischen seinen Nachfolgern in nur wenigen Jahren ab. Auch die Römer werden irgendwann von den Barbaren (also uns) überrannt, obwohl sie ihr Reich verwaltungstechnisch und logistisch auf ziemlich solide Füße gestellt hatten. Doch wie es so ist. Mit dem Imperium wachsen auch die Probleme, und irgendwann wachsen sie einem über den Kopf. Das geht auch der Sowjetunion so. Nach 80 Jahren sind die Fliehkräfte der "Sozialistischen Sowjetrepubliken" zu groß, und die Union bricht auseinander. Die Habsburger halten ihr Reich zumindest über 500 Jahre zusammen, dann kann Sisis Charme die Ungarn, Serben und Italiener nicht mehr bezirzen. Die Gründe und Dynamiken sind bei allen Imperien ähnlich, aber die Geschwindigkeit der Abstürze variiert stark. Während Osmanen und Ägypter über Jahrzehnte auf dem absteigenden Ast sitzen, geht es bei Maya, Azteken und Inka ganz plötzlich. Der Expansionsdrang anderer Imperien lässt sie von der Bildfläche verschwinden. Des einen Absturz ist des anderen Aufstieg. Am 28. Januar 1986 hängen Eiszapfen am "Challenger"-Spaceshuttle. Es ist ungewöhnlich kalt in Cape Canaveral, Florida. Sieben Frauen und Männer machen sich an diesem Januarmorgen auf in den Orbit. Um die Popularität der US-Raumfahrt zu erhöhen, fährt die Lehrerin Christa McAuliffe mit. Als "Teacher in Space" soll sie in den Tagen darauf amerikanische Schüler aus dem All unterrichten. Eine PR-Maßnahme, die die Sternenfahrt wie einen ganz normalen Linienflug wirken lassen. Selbst der NASA-Sprecher im Kontrollzentrum ist so in der Routine gefangen, dass er noch Höhenangaben und Flugzeiten runterrattert, während sich das Spaceshuttle auf den Bildschirmen schon in einen Feuerball verwandelt hat. Erst einige Sekunden später stellt er fest: "Obviously a major Malfunction". Aus 16 Kilometern Höhe stürzt die "Challenger" mit mehr als 320 Stundenkilometern in den Atlantik und zerbirst. US-Präsident Ronald Reagan, der dem Space Program neues Leben einhauchen wollte, muss zerknirscht feststellen, dass das glorreiche Image der amerikanischen Raumfahrt Kratzer bekommen hat. Der Prager Fenstersturz ist nur wenige Meter tief, reißt aber gleich ganz Europa mit sich in den Abgrund. 30 Jahre lang ziehen Armeen danach durch Mitteleuropa und bekriegen sich. Und das alles nur, weil aufgebrachte Protestanten drei Vertreter des katholischen Habsburgerkaisers von der Prager Burg aus dem Fenster werfen. Auch Napoleon, DIE LINKE und Drogenabstürze bewerben sich um einen Platz auf dem Siegertreppchen. Auf Platz 1 zu warten, ist eine amüsante Bereicherung des eigenen Wissens. Hannes Jaenicke kommentiert auch in dieser Staffel "Die glorreichen 10" auf humorvolle Art, mit einer Mischung aus Emotion, Witz und Ironie. Für die Dokumentationsreihe wurde keine Abstimmung durchgeführt. Die Redaktion hat eine subjektive Auswahl getroffen und sich, ohne Anspruch auf Repräsentativität, für eine bestimmte Reihenfolge entschieden.
18:05
Die "Sketch History" zeigt opulent und bildgewaltig die großen und kleinen Ereignisse der Weltgeschichte aus völlig neuer Perspektive. Satirisch, humorvoll und richtig schön absurd. Die Weltgeschichte ist eine verlässliche Aneinanderreihung von peinlichen Missverständnissen, diplomatischen Fehlentscheidungen und grotesken Szenen sinnlosen Blutvergießens. Genügend Stoff als Steilvorlagen für die zweite Staffel. Diesmal erfahren die Zuschauer, wie die von der Geschichtsschreibung verzerrten Ereignisse wirklich abgelaufen sind. Mit brandheißen Enthüllungen rund um die Keilschrift der Pharaonen, TV-Perlen aus der DDR und vieles mehr - und natürlich weiteren cholerischen Vorfahren Klaus Kinskis. Wie schon in der ersten Staffel entstehen opulente Sketche in beeindruckenden Kulissen mit unglaublich detailreicher und liebevoller Ausstattung, verbunden durch aufwendige, äußerst lustige Animationen. Max Giermann, Matthias Matschke, Valerie Niehaus, Isabell Polak, Judith Richter, Alexander Schubert, Paul Sedlmeir, Holger Stockhaus und Carsten Strauch bilden das hochkarätige Ensemble. Darüber hinaus wird der wunderbare Geschichtenerzähler Bastian Pastewka mit seinen bissigen Kommentaren aus dem Off auch diesmal zu sehen sein.
18:30
Die Angestellten eines Online-Reisebüros sind zur Teambildung auf Sainte Marie. In einer stürmischen Nacht wird die Chefin des Unternehmens ermordet. Und zwar gleich zwei Mal. Bald gesteht der angebliche Mörder, doch Humphrey findet heraus, dass dies der zweite Mordanschlag auf Annette war. Und da war sie bereits tot.
19:20
Kurz vor seinem Prozess wird der Mordverdächtige Jack Harmer von einem Unbekannten erschossen. Wie konnte das passieren? Schließlich befand sich Harmer in Haft unter ständiger Beobachtung. Während der Detective Inspector Goodman noch verzweifelt nach dem entscheidenden Hinweis sucht, ist Besuch im Anmarsch. Humphreys Vater will seinen Sohn davon überzeugen, nach England zurückzukommen.
20:15
Dass ein Häftling nicht vom Freigang zurückkehrt, ist nichts Ungewöhnliches. Wenn mit ihm aber auch sein JVA-Beamter verschwindet, ist das ein Fall für die Vermisstenstelle. Zumal, wenn der Häftling, Carsten Rielke, kurz danach tot aus dem Plötzensee gezogen wird. Sein Begleiter Murat Töplin aber bleibt verschwunden - war er vielleicht doch nicht der unbescholtene Vorzeigebeamte, als den ihn seine Frau und Kollegin beschreibt? Die Ermittler finden heraus, dass Töplin Drogen ins Gefängnis geschmuggelt hat, um seine finanziellen Probleme zu lösen. Außerdem scheint es eine weitere Verbindung zwischen ihm und dem ermordeten Rielke zu geben. Dieser saß wegen der Veruntreuung von Millionenbeträgen im Gefängnis. Es liegt nahe, dass die Nutznießer der Millionen auf freiem Fuß und für den Mord an Rielke verantwortlich sind. Damit könnte Töplin als nächster auf der Todesliste zu finden sein.
21:00
Radek darf Sanna Wositzke nicht sagen, wo ihr Sohn Claas sich aufhält, da er keinen Kontakt mehr zu seiner Familie möchte. Dann aber verschwindet auch noch Sannas 14-jährige Tochter Micky. Zunächst sieht es so aus, als ob Micky wegen eines Streits mit ihrer Freundin Alina abgehauen ist. Dann aber deutet immer mehr darauf hin, dass ihr Stiefvater Mario Klarhöfer etwas damit zu tun hat. Deshalb will Mina auch Claas in die Suche einbeziehen. Radek aber ist strikt dagegen, weil er glaubt, dass mehr hinter Claas' Flucht aus der Familie steckt und er deshalb bei dem Jungen einen Rückfall in die Drogensucht riskiert, wenn er ihn über Mickys Verschwinden informiert. Ein Dilemma, aus dem Claas einen einfachen, aber auch sehr gefährlichen Ausweg findet.
21:45
Die USA werden 250 Jahre alt. Anlass genug, dass "Sketch History" dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten und Unmöglichkeiten ein Spezial schenkt. Zum feierlichen Anlass zeigt die "Sketch History" einige der Höhepunkte aus vier Staffeln Sendungsgeschichte mit einem ganz besonderen Blickwinkel. Vom Gründungsmythos bis in die wilden Siebziger, von den genialen Erfindungen bis zu den verhinderten Helden der "Hottest Country in the World" (Donald Trump) blicken wir zurück auf die "Greatest Sketches in History" ("Sketch History" über "Sketch History"). Endlich werden die ganz großen Fragen geklärt, die die USA seit dem Unterschreiben der Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 umtreiben: Wie hoch war die Maklerprovision bei den ersten Siedlern für ein Grundstück mit büffelfreiem Vorgarten? Wie liefen die Verhandlungen zwischen John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow nach der Kuba-Krise wirklich ab und war der Kalte Krieg überhaupt kalt? Wie diskutiert ein waschechter amerikanischer Patriot zielführend Probleme im Cockpit der "Enola Gay", kurz vor dem Abwurf der Atombombe? Außerdem enthüllt "Sketch History" exklusiv, wie ein deutsches Touristenpärchen die berühmt berüchtigte "Factory" von Andy Warhol aufgemischt hat. Von Siedlern mit großen Träumen und noch größeren Egos über legendäre und lüsterne Präsidenten, abstruse Kriegsbegründungen bis hin zu popkulturellen Phänomenen und Erfindungen, die die ganze Welt geprägt haben - das Ensemble bestehend aus (in alphabetischer Reihenfolge): Benito Bause, Tom Böttcher, Max Giermann, Nora Islei, Matthias Matschke, Isabel Polak, Judith Richter, Alexander Schubert, Paul Sedlmeir, Holger Stockhaus, Carsten Strauch, Lou Strenger und Jan van Weyde zeigt mit bekanntem feinen Gespür für Absurditäten und überraschendem Humor die Geschichte hinter der Geschichte von Amerika.
22:15
Fußballer halten für den Sieg den Kopf hin - und riskieren dafür ihre Gesundheit. Wieso neue Erkenntnisse über den Zusammenhang von Kopfbällen und Demenz den Fußball verändern sollten. Wissenschaftlich belegt: Fußball schadet der Gesundheit. Weil Kopfbälle die Gefahr für Demenz erhöhen, sind sie im englischen Jugendfußball mittlerweile verboten. Doch der DFB stellt sich bei einer Regeländerung noch quer. Wieso eigentlich?
22:45
Die "heute-show" stellt die Welt der TV-Nachrichten auf den Kopf. Satirisch, witzig, bissig kommentiert Oliver Welke die aktuellen Fernsehbilder aus Politik und Nachrichtensendungen. Die "heute-show" mit Anchorman und Team bietet in 30 Minuten gut gelauntes Politainment, unterhaltend und geistreich zugleich. Wahlkampfparolen werden seziert, hohle Phrasen entlarvt oder das Fachchinesisch unserer Volksvertreter humorvoll übersetzt. Diese Sendung wird im Web und in der App mit Gebärdensprache angeboten.
23:20
Gemeinsam mit prominenten Gästen steht Jan Böhmermann am Herd und brutzelt - ohne Starköche, Spiele oder Bewertung. Eine Küche. Zwei Menschen. Und am Ende sind hoffentlich zwei leckere Gerichte fertig. Welches Rezept sein Gast mitbringt, erfährt Böhmermann erst zu Beginn jeder Folge. Auch der Gastgeber selbst wird in jeder Ausgabe etwas brutzeln. Von der Vorbereitung über die Zubereitung bis zum Verzehr - es geht ums Wesentliche und um das persönliche Verhältnis der Gäste zum Kochen und Essen. Welches Gericht Böhmermann selbst brutzeln wird? Die Antwort bleibt ein Geheimnis - aber nicht mehr lange. Ohne Umwege aus dem Italienurlaub eingeflogen, landet Nationalfußballerin und Eintracht Frankfurt Vize-Kapitänin Laura Freigang direkt in Böhmis Küche - den Parmesankäse bringt sie einfach im Handgepäck mit. Die gebürtige Kielerin und der Bremer beweisen: Wo zwei Nordlichter aufeinandertreffen, kann es nur herzlich werden. Zum ersten Mal kocht Freigang Lachs-Spinat-Lasagne "alla Mamma" und überzeugt Jan Böhmermann auf ganzer Linie. Auch der Gastgeber kann mit seinem nicht ganz vegetarischen Tikka Masala beeindrucken. Die Liebe zum Genuss verbindet die Beiden mindestens so, wie die Liebe zum Wasser, denn "Wasser ist Leben". Man kann eben auch mit Lauras Lieblingsdrink "Virgin Water" Spaß haben - Prost!
23:50
Fußballer halten für den Sieg den Kopf hin - und riskieren dafür ihre Gesundheit. Wieso neue Erkenntnisse über den Zusammenhang von Kopfbällen und Demenz den Fußball verändern sollten. Wissenschaftlich belegt: Fußball schadet der Gesundheit. Weil Kopfbälle die Gefahr für Demenz erhöhen, sind sie im englischen Jugendfußball mittlerweile verboten. Doch der DFB stellt sich bei einer Regeländerung noch quer. Wieso eigentlich?