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TV Programm für ZDFinfo am 17.08.2026

Jetzt

Libyens Gaddafi - Herrschaft des Größenwahns 16:15

Libyens Gaddafi - Herrschaft des Größenwahns

Dokumentation

42 Jahre lang herrscht Muammar al-Gaddafi über Libyen. Ehemalige Wegbegleiter und führende Psychologen geben nun aufschlussreiche Einblicke in die Psyche des Diktators. Schon kurz nach seiner Machtübernahme 1969 gilt der exzentrische Waffennarr als unberechenbar. In den folgenden Jahrzehnten unterdrückt er sein Volk und finanziert den internationalen Terrorismus. Und er sorgt für zahlreiche Eskapaden und skurrile Auftritte. Gaddafis Einstufung des Westens als imperialistische Bedrohung macht den USA schon früh Sorgen. Die CIA setzt daher ihre besten Profiler an, um den Charakter des autokratischen Herrschers zu beurteilen. Die Experten attestieren ihm narzisstische, paranoide Züge sowie einen gewaltbereiten Charakter. Auch sein raubtierhaftes Verhalten Frauen gegenüber steht im Fokus. Eingebettet werden diese psychologischen Analysen in die Chronik von Gaddafis Herrschaft, die sich trotz mehrerer Attentatsversuche, wirtschaftlicher Krisen sowie strenger UN-Sanktionen über vier Jahrzehnte zieht. Zudem kommen ehemalige Gefährten wie ein führender General und sein persönlicher Leibwächter zu Wort. Sie berichten davon, wie der Diktator sich an die Macht klammerte und blind für den wachsenden Unmut der Bevölkerung war, bis es 2011 zu einem blutigen Bürgerkrieg kam, der Gaddafis Ende einläutete.

Danach

Israel und Iran - Rivalen in Nahost 17:00

Israel und Iran - Rivalen in Nahost: Schwelender Konflikt

Dokumentation

Israel und Iran: die zentralen Gegenspieler in Nahost. Die erste Folge der Hintergrund-Dokumentation zeigt deren historischen Konflikt, die Atompolitik und geopolitische Rivalität. Iran wird zunehmend zur Regionalmacht. Israel reagiert auch mithilfe eines starken Verbündeten, den USA. Im Fokus: Netanjahus Kurs gegen Iran, der Atomkonflikt und der Krieg zwischen Israel und Gaza. Der erste Teil der zweiteiligen Dokumentation von US-Reporter James Jacoby verfolgt die jahrzehntelange Entwicklung der Feindschaft zwischen Israel und Iran. Am Anfang stand die Islamische Revolution 1979. Die iranische Unterstützung militärischer Gruppen in der Region befeuerte den Konflikt erheblich. Das iranische Atomprogramm wurde dann zur extremen Bedrohung. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu sieht Iran schon lange als existenziellen Feind - nicht nur für Israel. Sein Kurs gegen den Feind ist hart. Sein Ziel: den Einfluss Irans in der Region zurückdrängen und das iranische Atomprogramm stoppen. Die Dokumentation beleuchtet zudem den weiter schwelenden Israel-Gaza-Konflikt. Hier spielen die USA eine zentrale Rolle: als Verbündeter Israels, als Vermittler und als politischer Akteur mit eigenen Interessen. Anhand zahlreicher Interviews mit Historikern und Vertretern aus Politik, Diplomatie und Sicherheitskreisen zeichnet der Film historische Entwicklungen, diplomatische Wendepunkte und sicherheitspolitische Spannungen nach, die das Machtgefüge in Nahost bis heute bestimmen. Zweiteilige Dokumentation über den Konflikt zwischen Israel und Iran - Terror, Attentate, Cyberkrieg, Krieg in Gaza und die Rolle der USA im Nahen Osten.

Israel und Iran - Rivalen in Nahost 17:50

Israel und Iran - Rivalen in Nahost: Terror und Eskalation

Dokumentation

Der Schattenkrieg zwischen Israel und Iran eskaliert: Attentate, Cyberangriffe und Drohneneinsätze sollen Machtansprüche durchsetzen. Das hat Folgen für die gesamte Region. Im zweiten Teil der Dokumentation geht es um den verdeckten Krieg zwischen Israel und Iran und das Risiko der Eskalation. Er ist bestimmt durch gezielte Waffengewalt und Angriffe auf diplomatischer Ebene im Spannungsfeld zwischen Jerusalem, Teheran und Washington. Im Zentrum des zweiten Teils der Hintergrund-Dokumentation von US-Reporter James Jacoby stehen die Aktivitäten des israelischen Geheimdienstes Mossad und der iranischen Revolutionsgarden. Zu ihrem Repertoire gehören Angriffe auf Atomanlagen, die Ermordung hochrangiger Wissenschaftler, die gezielte Zerstörung strategischer Infrastruktur und digitale Angriffe auf kritische Systeme. Dabei haben sie häufig internationale Beteiligung oder stille Unterstützung durch Verbündete. Eine besondere Rolle spielen die USA. Israels wichtigster Verbündeter hat allerdings seine eigene strategische Agenda. Das Verhältnis der beiden Länder schwankt je nach US-Regierung. Während einige US-Präsidenten Israels harten Kurs gegenüber Iran unterstützen, versuchen andere - wie Barack Obama -, den Konflikt durch Diplomatie zu entschärfen, etwa im Rahmen des Atomabkommens von 2015. Der Film zeigt die Strategien eines verdeckten Krieges: internationale Verhandlungen, Rückzugsdrohungen und gezielte Desinformation - und nicht zuletzt militärische Mittel. In Gesprächen mit Historikern und Vertretern aus Politik, Diplomatie und Sicherheitskreisen wird deutlich: Der Schattenkrieg zwischen Israel und Iran ist längst ein Konflikt mit globaler Dimension. Er hat Auswirkungen auf das fragile geopolitische Gleichgewicht. Wird es zu einer Einigung zwischen Israel und Iran kommen? Und wie wirkt sich die aktuelle Haltung der USA auf die Zukunft in Nahost aus? Zweiteilige Dokumentation über den Konflikt zwischen Israel und Iran - Terror, Attentate, Cyberkrieg, Krieg in Gaza und die Rolle der USA im Nahen Osten.

besseresser 18:45

besseresser: Die Tricks von Ehrmann, Dr. Oetker & Co.

Essen und Trinken

Obstgarten, Weißwurst, Knuspermüsli und Früchtetee: Sebastian Lege verrät die Tricks von Ehrmann, Dr. Oetker und Co. Ob mit fantasievollen Namen, traditionsreichen Versprechen oder knackigen Emotionen: Die Lebensmittelindustrie schlägt viele kreative Wege ein, um ihre Produkte an den Verbraucher zu bringen. Sebastian Lege kennt die Tricks der Hersteller und deckt sie auf. Kein Supermarktregal ohne fantasievolle Markennamen. Unternehmen wie Müller, Mondelez und Co. wollen möglichst positive Bilder suggerieren: "Philadelphia" verspricht himmlischen Genuss, während "BRESSO" vor dem inneren Auge die kräuterbewachsenen Hügel der Provence in der Sonne untergehen lässt. Was tatsächlich in den Produkten steckt, erfährt der Verbraucher erst auf der kleingedruckten Zutatenliste. Auch "Obstgarten" von Ehrmann verspricht seit den 1970er-Jahren frische Früchte und leichten Genuss im Becher. Doch hinter dem fruchtigen Markennamen verbergen sich Zutaten, die mit dem beworbenen Image wenig zu tun haben. Sebastian Lege baut sein eigenes Frühstücksdessert nach. Dabei offenbart er, an welchen Stellen die Lebensmittelindustrie geschickt und kreativ trickst. Die Münchner Weißwurst - ein bayerisches Original und absoluter Frühstücksklassiker. Verpackt in blau-weißer Tradition findet die Wurst auch außerhalb Bayerns reißenden Absatz. Traditionsprodukte wie die Weißwurst versprechen vor allem eines: gute Qualität, sowohl bei der Herstellung als auch bei den Zutaten. Doch hochwertige Zutaten haben ihren Preis - zu hoch für die Hersteller billiger Weißwürste aus dem Supermarkt. Sebastian Lege deckt auf, wo die Industrie beim bayerischen Klassiker spart und wie viel Tradition in der industriell hergestellten Weißwurst steckt. Es knuspert und knackt in den Schüsseln auf deutschen Frühstückstischen. Knuspermüslis sind seit Jahren ein absoluter Verkaufsschlager. Ihr Erfolgsgeheimnis? Der Biss. Nicht nur bei Cerealien setzt die Lebensmittelindustrie gezielt auf das besondere Mundgefühl. Denn die Hersteller wissen: Die Knusprigkeit weckt beim Verbraucher ganz bestimmte Emotionen und animiert immer wieder zum Griff ins Supermarktregal. Um diesen Effekt zu erzielen, greift die Industrie tief in die Trickkiste. So werden aus vermeintlich gesunden Müslis wahre Zuckerbomben. Die Verkostung mit Sebastian Leges Gästen zeigt aber, dass das der Beliebtheit der Knuspermüslis keinen Abbruch tut. Der süße Crunch bleibt für viele ein unwiderstehlicher Frühstücksgenuss. Früchtetees in deutschen Supermärkten locken mit kreativen Namen wie "Toskanischer Pfirsich", "Karibische Mango" oder "Spanische Orange". Sie versprechen das Aroma und den Genuss von Früchten ferner Sehnsuchtsorte. Doch statt der ausgelobten Zutaten verwenden Meßmer, TEEKANNE und Co. billige Alternativen. Äpfel, Hagebutten und Hibiskus sorgen zwar für ein stimmiges Geschmackserlebnis, dienen aber vor allem als preiswerte Basis. Sebastian Lege deckt auf, wie die Industrie trickst und den Geschmack tropischer und mediterraner Früchte in den Teebeutel zaubert.

besseresser 19:30

besseresser: Die Tricks in Cremissimo, Pfeffer und Co.

Essen und Trinken

Sebastian Lege deckt die weltweit größten Tricks der Lebensmittelindustrie auf. Er baut Babymilch nach, fährt nach Taiwan zum Ursprung des Bubble Tea und lüftet das Geheimnis von Cremissimo. Cremissimo-Eis schmeckt deshalb so luftig leicht, weil es aus viel Luft besteht. Und bei Pfeffer werden die besten Inhaltsstoffe entfernt, bevor die Verbraucher ihn kaufen können. Cremissimo ist eines der erfolgreichsten Produkte von Langnese. In nur drei Jahren gelang es dem Speiseeis, den Premium-Marktführer Mövenpick zu überholen. Sein Erfolgsgeheimnis: Es bietet das, was die Kunden lieben und schätzen. Cremigkeit. Cremig und luftig - eine neue Produkterfahrung. Doch normalerweise würde ein Eis in seine Bestandteile zusammenfallen. Wie Cremissimo arbeitet, zeigt Produktentwickler Sebastian Lege. Pfeffer, der König der Gewürze und - neben Salz - der Deutschen liebstes Gewürz. Ob gemahlen oder in ganzen Stücken: Wer glaubt, dass Pfeffer ein Naturprodukt ist, das quasi von der Pflanze ins Glas kommt, der irrt. Denn nicht nur geschmacklich ist Pfeffer für viele die Nummer eins. Auch für die Gesundheit ist Pfeffer ein Gewinn. Neben ätherischen Ölen enthält das Gewürz Piperin. Der Stoff verleiht Pfeffer seine typische Schärfe und verbessert im Gehirn zahlreiche Stoffwechselprozesse. Sebastian Lege zeigt, wie Pfefferhersteller mehr an jenem Piperin verdienen als am Pfeffer. Pre-Milch ist ein spezielles Milchpulver, das mit Wasser zu einer Babynahrung zusammengemischt werden kann - schnell, einfach und überall. Eine Revolution, bedeutete diese Entwicklung doch mehr Freiheiten für stillende Mütter. 1865 in Deutschland erfunden, tritt die Babynahrung kurz darauf ihren weltweiten Siegeszug an, wird ein absoluter Renner rund um den Globus. Und fast alle großen Namen stecken im Geschäft mit dem Milchpulver: Nestlé, Danone, Milupa, HiPP, ProNatura und Co. Aber was für ein Produkt ist das wirklich? Er ist das Trendgetränk der vergangenen Sommer. Der Bubble Tea erlebte nach einem kurzen Durchhänger eine Renaissance als moderne Erfrischung. In den Innenstädten stehen Menschen Schlange, YouTube-Kanäle beschäftigen sich mit nichts anderem. Was die wenigsten wissen: Je nach Rezept kann ein Bubble Tea größere Mengen Zucker sowie Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe enthalten. Sebastian Lege reist ins Bubble-Tea-Mutterland Taiwan und findet heraus: Die Anfänge des Bubble Teas waren alles andere als zuckrig.

besseresser 20:15

besseresser: Die Tricks in Salamipizza, Gewürzketchup & Co.

Essen und Trinken

Fertigprodukte sind ewig haltbar, billig und hochverarbeitet. Produktentwickler Sebastian Lege deckt auf, wie die Industrie aus einfachen Zutaten extrem lukrative Produkte schafft. Billigpizza, ewig haltbares Kartoffelgratin, Instantsuppe und Gewürzketchup: Sebastian Lege baut beliebte Fertigprodukte nach und lüftet die Geheimnisse der Lebensmittelindustrie. Tiefkühlpizza gehört zu den beliebtesten Fertiggerichten. Salamipizza gibt es von vielen Herstellern - und das schon ab 1,33 Euro pro Pizza. Sebastian Lege zeigt, wie die Industrie mit einem schnell produzierten Teig, einer möglichst einfachen Soße und billigem Käse viel Geld spart. Auch bei der Salami greifen die Hersteller tief in die Trickkiste. Kartoffelgratin wird aus frischen Kartoffeln, Sahne und Käse zubereitet. Zutaten, die nicht lange haltbar sind. Die Lebensmittelindustrie bietet Kartoffelgratin auch als Fertiggericht an. Der Trick: Schwefel. Zusammen mit einem besonderen Kniff in der Verpackung macht Schwefel das Kartoffelgratin ungekühlt monatelang haltbar. Die "Heiße Tasse" wirbt mit echtem Gemüse und natürlichem Geschmack. Die Zutaten sollen mit heißem Wasser eine herzhafte Hühnersuppe ergeben. Und das für gerade mal 99 Cent für drei Portionen. Sebastian Lege deckt auf, mit welchen Tricks die Industrie Hühnerfleisch so bearbeitet, dass es in einer kostengünstigen Instantsuppe monatelang haltbar ist. Gewürzketchup ist eine der beliebtesten Würzsoßen Deutschlands. Mit klassischem Tomatenketchup hat sie aber nur wenig zu tun, denn die Würzsoße besteht zum größten Teil aus Wasser, Bindemitteln und Zucker. Sebastian Lege zeigt, wie die Hersteller mit Zusatzstoffen und Geschmacksverstärkern ihre Soßen mit Geschmack vollpumpen.

besseresser 21:00

besseresser: Die Tricks in Kartoffelsalat, Torte & Co.

Essen und Trinken

Instantnudeln, Tiefkühltorte, Geflügelrolle und Kartoffelsalat: Sebastian Lege entlarvt die Tricks der Lebensmittelindustrie. Separatorenfleisch macht die Geflügelrolle vom Back-Discounter besonders günstig. Tiefgekühlte Sahnetorte trickst mit Extrazutaten. Fertigsalate sind durch viel Zucker und günstige Säure besonders lange haltbar - und Instantnudeln enthalten zu viel Salz. Sebastian Lege deckt die Tricks hinter den beliebtesten Produkten aus dem Supermarkt auf. 1975 startet "Coppenrath & Wiese" den Verkauf von tiefgekühlten Backwaren und Torten. Damals eine Revolution, heute Standard in jedem Supermarkt. Sahnetorten wie die Schwarzwälder Kirschtorte werden maschinell am Fließband gefertigt. Jedes Exemplar sieht exakt gleich aus und bietet dasselbe Versprechen: beste Qualität und lange Haltbarkeit im Tiefkühlfach. Wie ist das möglich? Schließlich kann das Gefrieren und anschließende Auftauen die Qualität von Lebensmitteln enorm verschlechtern. Sebastian Lege zeigt, wie die Industrie gefrierstabile Torten trickst. Bäckerei-Discounter verkaufen neben Backwaren auch fleischhaltige Snacks wie Sandwiches, Pizzazungen oder Geflügelrollen. Das Prinzip: Massenware zu Discounterpreisen. Separatorenfleisch macht Produkte besonders günstig. In seiner Werkstatt stellt Sebastian Lege im selbst gebauten Separator die günstige Masse her, die laut EU-Verordnung nicht mehr Fleisch genannt werden darf. Sie muss klar als Separatorenfleisch gekennzeichnet werden. In Deutschland werden jährlich Tausende Tonnen Separatorenfleisch verarbeitet. Experten vermuten, dass nicht alle Hersteller offen damit umgehen. Fertigsalate aus dem Kühlregal sind bis zu zwei Wochen und länger haltbar. Dafür bedient sich die Lebensmittelindustrie einer einfachen, aber genialen Zutat: Branntweinessig. Die Essigsäure schafft ein saures Milieu, das Mikroorganismen wenig Angriffschancen bietet. Doch der saure Branntweinessig hat einen Nebeneffekt. Damit der Salat genießbar ist, muss die Industrie viel Zucker hinzufügen. Zucker dient ebenfalls als Konservierungsmittel und kann die Säure geschmacklich ausgleichen. Die Salate sind deshalb alles andere als gesund. Instantnudeln sind eine schnelle und günstige Alternative. Ob Ente, Rind, Gemüse oder Shrimps - asiatische und deutsche Supermärkte bieten eine riesige Vielfalt an. Die Fertiggerichte sind ungekühlt haltbar und sehr günstig. Eine Packung kostet oft weniger als einen Euro. Wie die Industrie es schafft, ein intensiv schmeckendes Gericht so günstig herzustellen, zeigt Sebastian Lege.

besseresser 21:45

besseresser: Die Tricks von ja!, gut&günstig & Co.

Essen und Trinken

Günstige Produkte haben es in sich: Sebastian Lege deckt die Tricks der Lebensmittelindustrie auf, die spart, wo sie kann. Am liebsten Zeit und teure Zutaten. Sebastian Lege zeigt, wie Firmen günstige Produkte herstellen. Sie strecken Leberkäse, Senf, Multivitamindrinks und Schokodesserts mit günstigen Inhaltsstoffen. Multivitamingetränke sind eine Erfolgsgeschichte made in Germany. Dort erfand die Firma Eckes 1979 den ersten Multivitaminsaft. Der Gedanke dahinter: Vitamine lassen das Produkt gesünder erscheinen. Heutzutage sind Multivitaminsäfte die drittbeliebteste Saftkategorie hierzulande, gleich nach Apfel und Orange. Das Verkaufsargument "Vitamine" funktioniert. Sebastian Lege weiß, wie viel Gutes aus der Frucht wirklich in den knallorangen Multigetränken steckt. In seinem Labor baut er eines nach. Am Ende ist es - trotz bunter Obstbilder und einem halben Dutzend Vitamine - nicht gesünder als eine Limonade. Darin stecken viel Zucker, Wasser und Fruchtsaftkonzentrate. Worauf Sie am Fruchtsaftregal achten sollten und warum mehr Vitamine nicht immer besser sind, erklärt Sebastian Lege. Leberkäse ist eines der günstigsten fleischhaltigen Aufschnittprodukte. Nur wenige Leberkäsevarianten haben wirklich Leber in ihrer Rezeptur. Der Name stammt vor allem von der Laibform, in der das Produkt hochbackt. Besonders beliebt ist Leberkäse für seine weiche und doch bissfeste Konsistenz. Sebastian Lege weiß: Die entsteht durch Kuttern von sehr viel Wasser, etwas Fleisch und wenig Fett. Unmöglich ohne eine Geheimzutat der Industrie: Phosphate. Der Lebensmitteltechniker baut einen Leberkäse in seiner Werkstatt nach und zeigt, wie die Lebensmittelindustrie viel Masse mit geringem Einsatz schafft. Cremedessert - schon der Name verspricht: samtweiche Konsistenz und viel gute Schlagsahne. Doch es gibt einen Grund, warum sich nicht jede Schokocreme "Pudding" nennen darf. Die meisten Produkte enthalten zwar Milch und Kakao, jedoch oft in fettarmer Variante. Den spart sich die Lebensmittelindustrie. Was die vielen Zutaten stattdessen aneinanderbindet und das cremige Mundgefühl ausmacht, das weiß Sebastian Lege. In seiner Werkstatt stellt er selbst eine Schokocreme nach Vorbild von "Dany Sahne", "Grand Dessert" und Co. her und verrät: Es sind vor allem Bindemittel Trumpf. Carrageen und modifizierte Stärke halten die Zutaten zusammen. Senf ist ein Traditionsprodukt und blickt auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Die Grundzutaten für Senf haben sich in all der Zeit kaum verändert: Senfsaat, Wasser, Essig und Gewürze sind die Basis für die beliebte Gewürzsauce. Dennoch gibt es Senf in verschiedenen Geschmacksnoten, Qualitäten und mit immensen Preisunterschieden. Sebastian Lege weiß: Das Mischverhältnis ist entscheidend. So enthalten Senfe unterschiedliche Mengen an Saat und geschmacksgebenden ätherischen Ölen. Auch Produktionsbedingungen wie mehr Zeit zum Fermentieren oder eine Kaltvermahlung der Zutaten können einen großen Unterschied bei Sensorik und Geschmack ausmachen. Sebastian Lege zeigt, wie wenig Senfmehl in einem günstigen Senf noch enthalten ist.

besseresser 22:25

besseresser: Die Tricks in DDR-Produkten

Essen und Trinken

Halloren-Kugeln, Kathi-Backmischungen und Malzkaffee: Viele DDR-Produkte gibt es heute noch. Was drinsteckt - und wie viel sie noch mit den Originalen zu tun haben, zeigt Sebastian Lege. Sebastian Lege nimmt vier Kultprodukte der DDR genauer unter die Lupe. Dabei zeigt er, wie die Menschen in der DDR mit wenigen verfügbaren Rohstoffen kreative Lösungen fanden - und welche dieser Tricks die Lebensmittelindustrie bis heute nutzt. Halloren-Kugeln waren in der DDR eine Rarität - sogenannte "Bückware", die Verkäufer nur unter dem Ladentisch hervorholten. Die Rezeptur ist laut Hersteller seit DDR-Zeiten unverändert. Sebastian Lege zeigt, was drinsteckt und wie die Masse langfristig sahnig und cremig bleibt. Bei einer Verkostung in Leipzig zeigt sich: Die Halloren-Kugeln wecken bei vielen Ostdeutschen nostalgische Erinnerungen, die Meinungen zur Rezeptur sind gemischt. Soljanka, die tomatige Suppe mit Fleisch und sauren Gurken, war in der DDR ein echter Klassiker. Ursprünglich als kreative Resteverwertung gedacht, ist sie heute als Fertigprodukt erhältlich. Sebastian Lege zeigt, wie die Industrie mit nostalgischen Verpackungen wirbt, während die Inhaltsstoffe mit der traditionellen Zubereitung kaum noch etwas gemeinsam haben. Statt frischer Zutaten setzt die Industrie-Soljanka auf günstige Zusatzstoffe für Haltbarkeit und Konsistenz. So entsteht ein perfekt gesteuertes Produkt mit extrem vielen Zutaten. Im Vergleich dazu demonstriert der 71-jährige Koch Erich Klukas, wie eine authentische DDR-Soljanka mit frischen Zutaten zubereitet wird. Als Kaffee in der DDR knapp war, bot der Malzkaffee "Im Nu" eine Alternative. Sebastian Lege erklärt, wie aus Gerste, Roggen und Gerstenmalz ein kaffeeähnliches Getränk entsteht. Beim Rösten karamellisiert der Malzzucker und erzeugt eine braune Farbe sowie einen süßlich-intensiven Geschmack. Der Ersatzkaffee hat auch heute noch seine Berechtigung: Er ist koffeinfrei, hat eine bessere CO?-Bilanz als echter Kaffee und weckt bei vielen nostalgische Erinnerungen an die Kindheit. 1953 entwickelte Käthe Thiele das erste Tortenmehl Deutschlands - eine Innovation, die berufstätigen Frauen den Haushalt erleichtern sollte. Heute bietet die Firma Kathi Dutzende verschiedener Backmischungen an, darunter auch Torten, die ganz ohne Backen auskommen. Sebastian Lege zeigt am Beispiel einer Erdbeertorte, wie die Industrie mit Aromen, Farbstoffen und Ersatzstoffen arbeitet. Bei einer Verkostung möchte Sebastian Lege herausfinden: Fällt das überhaupt auf? Sebastian Lege zeigt in dieser Folge, wie die Menschen in der DDR mit wenigen Rohstoffen viel möglich gemacht haben. Einige dieser Tricks nutzt die Lebensmittelindustrie bis heute. Während die Produkte damals aus der Not heraus entstanden, stellt sich heute die Frage: Warum werden die Rezepturen nicht verbessert, obwohl alle Zutaten verfügbar sind?

besseresser 23:10

besseresser: Die Tricks von Langnese, Wagner & Co.

Essen und Trinken

Sebastian Lege deckt die Tricks der Lebensmittelindustrie auf. Chicken Wings - aufgepumpt mit Flüssigwürze, teure Mini-Pizzen und Chili-Cheese-Nuggets mit wenig Käse und noch weniger Chili. Sebastian Lege checkt die Tiefkühltruhen deutscher Supermärkte. Er zeigt in seiner Werkstatt, wie beliebte Lebensmittel optimiert werden. Im Cornetto Eis von Langnese steckt Alginat - dadurch wird das Eis cremiger und schmilzt später. Chicken Wings sind marinierte und frittierte Hühnerflügel. Ab Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts entwickeln sie sich zum beliebten Snack in den USA. Allein zum Superbowl 2025 aßen US-Amerikaner 1,5 Milliarden Chicken Wings - an einem Tag. Bei uns liegen Chicken Wings tiefgekühlt im Supermarkt - und bestehen meist nur zu 92 Prozent aus Hühnerfleisch. Sebastian Lege zeigt in seiner Werkstatt, wie die Industrie arbeitet. Mit Flüssigwürze und einem knusprigen Mantel werden Hähnchenflügel zum Kassenschlager. Wagner hat Mini-Pizzen groß gemacht und unter dem Namen Piccolinis auf den Markt gebracht. Sie gelten als abwechslungsreich und unkompliziert, ein kleiner Snack für zwischendurch. Sebastian Lege backt kleine Pizzen in seiner Werkstatt und zeigt, wie profitabel Piccolinis für Wagner sind. Langnese hat mit seinem Cornetto ein höchst beliebtes Eis im Sortiment. Dahinter stecken eine ganze Menge cleverer Tricks: Die knusprige Waffel darf nicht aufweichen und die feine Eiscreme soll lange lagerfähig sein und in der Sonne nur langsam schmelzen. Langnese setzt unter anderem Kakaoglasur und Hilfsstoffe wie Natriumalginat ein.

besseresser 23:55

besseresser: Die Tricks von Burger King & Co.

Essen und Trinken

Wraps, Kartoffelpüree, Fischfrikadellen oder Zwiebelringe - Fast Food ist schnell bestellt, beliebt und überall zu haben. Sebastian Lege deckt auf, was dahintersteckt. Fast Food verspricht schnelle Sättigung, gleichbleibenden Geschmack und günstige Preise. Doch Burger King, McDonald's, Nordsee oder KFC nutzen ein ausgeklügeltes System, um ihre Produkte günstig, standardisiert und attraktiv zu machen. Der McWrap von McDonald's soll frisch und leicht wirken, ist in Wirklichkeit aber ein kalorienreiches Produkt-Recycling: Statt Brötchen wird ein dünner Fladen genutzt, der dank Öl, Zusatzstoffen und Panierung sogar mehr Kalorien liefert als der vergleichbare Burger McChicken Classic. Auch bei Kentucky Fried Chicken setzt man auf Effizienz statt Frische. Das beliebte Kartoffelpüree mit Bratensoße besteht nur zu einem kleinen Teil aus Kartoffeln. Den Großteil machen Kartoffelflocken, Bindemittel und weitere Pulver aus, die sich weltweit identisch zubereiten lassen. Die Fischfrikadelle von Nordsee klingt nach Tradition und Handwerk, enthält aber nur die gesetzlich vorgeschriebene Mindestmenge an Fisch. Reisgrieß, Kartoffeln und Panierung strecken die Masse und sorgen für gleichbleibende Konsistenz. Ähnlich bei den Onion Rings von Burger King: Statt ganzer Zwiebelscheiben kommt pürierte Zwiebelmasse zum Einsatz, geformt, paniert und frittiert - ein günstiger Rohstoff, perfekt in Szene gesetzt. Sebastian Lege zeigt, wie Fast-Food-Ketten mit einfachen Zutaten und viel Fett, Salz und Zucker den sogenannten Bliss Point treffen - den Punkt maximaler geschmacklicher Zufriedenheit. Das Ergebnis: Produkte, die überall gleich schmecken. Schnell, effizient - und vor allem profitabel.