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TV Programm für ZDFinfo am 26.08.2026

Phantastischer Osten - Traumwelten in der DDR 04:15

Phantastischer Osten - Traumwelten in der DDR

Geschichte

Das Leben in der DDR war begrenzt - im wahrsten Sinne des Wortes. Doch mit Witz und Phantasie eroberten manche DDR-Bürger Freiräume, ohne sich direkt mit der Staatsmacht anzulegen. Sie schufen sich ihre ganz eigenen Traumwelten in der DDR. Der Phantasie schienen dabei keine Grenzen gesetzt. Ob exotische Speisen, extravagante Mode oder gar Sportwagen "Marke Eigenbau": Hauptsache, den Alltag zumindest für ein paar Stunden hinter sich lassen. Sabine von Oettingen hilft der modischen DDR-Mangelwirtschaft auf eigene Faust ab - mit selbst geschneiderter Alltagskleidung, die sie auf Märkten verkauft. Doch ihr Traum ist es, Mode für die ganz große Bühne zu entwerfen. 1983 schafft sie es, mit einigen Freundinnen eine Modenschau in einem Ostberliner Jugendklub auf die Beine zu stellen - ein Hauch von Haute Couture in der Hauptstadt der DDR. In der Folge entstehen Kreationen, die unter anderem aus Duschvorhängen und Folien aus dem Gartenbedarf zusammengenäht werden. Natürlich bleibt das nicht unbeobachtet von der Staatssicherheit, die hier wie überall "feindlich-negative Tendenzen" vermutet. Das gilt auch für das, was Kristian Wegscheider aus Dresden macht: Er mietet in den 1980ern mehrfach einen großen Elbdampfer und lädt Hunderte Freunde zu rauschenden Festen ein. Ein wahrhaftes "Schiff der Träume": Alle Mitreisenden sind kostümiert und träumen sich weit weg von der grauen Gegenwart - in die Zeit des Rokoko oder des Wilden Westens, misstrauisch beäugt von der sozialistischen Staatsmacht. Andere DDR-Bürger frönen dem Hobby der sogenannten Indianistik, wie Hartmut Felber. Mehrere Dutzend Gruppen mit Tausenden Mitgliedern beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit Kultur und Lebensweise der nordamerikanischen Ureinwohner. Vor allem in den Sommermonaten treffen sich viele Gleichgesinnte, leben wochenlang in Tipis und tauschen Tipps für die Herstellung von Kleidung oder Ausrüstungsgegenständen aus. Doch auch hier sind die Späher von der Stasi immer dabei. Die Leidenschaft von Heinz Melkus aus Dresden sind schnelle Autos. Seit den 1950ern fährt der Fahrschullehrer Rennen. Sein Traum ist jedoch ein eigener Sportwagen mit Straßenzulassung. Tatsächlich schafft er es 1969, "zu Ehren des 20. Jahrestags der DDR", die Genehmigung für den Kleinserienbau seines "Melkus RS 1000" zu bekommen - einen schnittigen Ferrari-Verschnitt auf Basis des Wartburg 353, aus dessen Zweitaktmotor bis zu 90 PS herausgekitzelt werden, mit Flügeltüren und stromlinienförmiger Kunststoff-Karosserie. Schon einige Jahre zuvor hat sich der Koch Rolf Anschütz seinen Traum verwirklicht: ein japanisches Restaurant mitten in der DDR - nicht in Leipzig oder Ostberlin, sondern im kleinen Suhl im Thüringer Wald. Bei der Zubereitung der Speisen ist Improvisation angesagt - weil es die meisten Zutaten in der DDR nicht gibt, wird mit Ersatz gearbeitet: Spinat statt Seetang, gefärbter Karpfen statt Lachs. Nach und nach verwandelt sich das Restaurant in ein stilechtes traditionelles japanisches "Ryotei", samt fernöstlichem Garten und rituellem Bad. Ein Kulturschock für DDR-Bürger, die sonst eher Buletten und Salzkartoffeln gewohnt sind. Trotz für DDR-Verhältnisse gesalzener Preise gibt es bald Wartelisten von bis zu zwei Jahren. "Terra X History" erzählt Geschichten aus einer DDR, in der sich einige Menschen durchaus erstaunliche Freiheiten herausnehmen konnten. Geschildert wird aber auch, wie eingeschränkt und überwacht diese Freiheit war.

Prostitution in der DDR - Sozialismus, Stasi, Sex 04:45

Prostitution in der DDR - Sozialismus, Stasi, Sex

Geschichte

Prostitution galt in der DDR als Krankheit des Kapitalismus, seit 1968 war sie verboten. Doch der Staat duldete sie, auch weil sie Teil des Spitzelsystems der Stasi war. Für die DDR bedeutete die Prostitution ein Dilemma: Einerseits widersprach sie den Idealen des Sozialismus - einer Gesellschaft ohne Ausbeutung -, andererseits brachte sie Westgeld ins Land und ermöglichte das Aushorchen von Ausländern und der eigenen Bevölkerung. Nach Kriegsende war offene Prostitution in der Sowjetischen Besatzungszone sowie in der aus ihr hervorgegangenen DDR zunächst noch möglich. Doch diese Praxis widersprach den Theorien der marxistischen Vordenker und auch dem sozialistischen Frauenbild. Besonders zwei Umstände beförderten die Überlegungen der SED für ein gesetzliches Verbot 1968: die besorgniserregende Verbreitung von Geschlechtskrankheiten und das Bestreben der Staatsführung, möglichst alle Bürger des Landes für produktive Arbeit einzusetzen. Wie ging es nach dem Verbot von 1968 weiter? Einerseits verfolgten Polizei, Staatssicherheit und Justiz Prostitution und Zuhälterei. Andererseits erkannten die staatlichen Stellen auch das Potenzial, die Frauen zwar zu kriminalisieren, sie aber, statt sie zu Gefängnisstrafen zu verurteilen, zu Spitzeldiensten im persönlichen Umfeld zu erpressen. Frauen wurden als sogenannte Honigfallen mit Feindkontakt eingesetzt, um Männer aus dem Westen auszuspionieren. Prostitution in der DDR war mit ihrem Verbot aber nicht verschwunden. Sie war nur nicht so offen sichtbar. Ihre Ausprägungen reichten vom Straßenstrich, wo sexuelle Handlungen für Ostgeld angeboten wurden, bis zur staatlich geduldeten oder gar geförderten Prostitution gegen Westgeld mit teilweise astronomischen Einkommensmöglichkeiten.

Ballonflucht aus der DDR 05:30

Ballonflucht aus der DDR: Der Plan

Dokumentation

DDR, 1978. Zwei Familien halten die Repressionen des SED-Regimes nicht länger aus. Ihr waghalsiger Plan: Sie wollen mit einem selbst gebauten Heißluftballon in den Westen fliehen. Doch keiner von ihnen hat Erfahrung mit Luftfahrt. Und wie sollen sie unbemerkt an rund 800 Quadratmeter Stoff gelangen? In einem Staat, in dem die Stasi jeden Schritt der Bürger überwacht. Trotz aller Risiken wollen es die befreundeten Familien versuchen. Die Freunde Günter Wetzel und Peter Strelzyk sind Elektromechaniker und beginnen, heimlich zu tüfteln. Ballonhülle, Gondel, Gebläse, Brenner - alles entsteht in improvisierter Eigenarbeit, ohne jegliche Vorkenntnisse. Der Ballon muss groß genug sein, um die zwei Familien mit vier Kindern lange genug zu tragen, damit sie die Grenze überfliegen und sicher im Westen landen können. Die Eltern verschweigen ihren Kindern den Plan. Denn selbst im Kindergarten könnten Spitzel sitzen; jede Andeutung wäre lebensgefährlich. Nach Monaten voller Angst, Rückschlägen und mühseliger Bauarbeit ist es schließlich so weit: Der Ballon steht. Doch kurz nach ersten Tests wächst die Furcht, entdeckt worden zu sein. In letzter Minute zerstören die Familien ihre eigene Konstruktion. Während die Wetzels ihr Fluchtvorhaben aufgeben, arbeiten die Strelzyks im Geheimen weiter. Ein zweiter Ballon entsteht - größer, stabiler, noch sorgfältiger gebaut. Und eines Nachts ist die Gelegenheit da: günstiger Wind, völlige Dunkelheit. Die Strelzyks steigen ein und heben ab. Zwanzig Minuten später beginnt der Ballon zu sinken. Der Absturz in einem Waldstück endet abrupt. Waren sie lange genug in der Luft, und haben sie es über die Grenze geschafft? Die zweiteilige ZDFinfo-Dokumentation rekonstruiert eine der spektakulärsten Fluchtgeschichten aus der DDR - und erzählt von Mut, Verzweiflung und der unbedingten Sehnsucht nach Freiheit.

Ballonflucht aus der DDR 06:15

Ballonflucht aus der DDR: Aufbruch in die Freiheit

Dokumentation

Sommer 1979. Fliegt der Fluchtplan der Familie Strelzyk auf? Mitten im Sperrgebiet stürzt ihr Ballon an der innerdeutschen Grenze ab. Gelingt es ihnen, von der Stasi unentdeckt zu bleiben? In panischer Angst erreichen sie ihr Auto und fahren nach Hause. Dort versuchen sie, ihren Alltag wieder aufzunehmen, als sei nichts geschehen. Doch längst hat die Stasi den abgestürzten Ballon im Wald gefunden. Die Lage spitzt sich zu. Sofort beginnt eine groß angelegte Fahndung. Nach dem gescheiterten Versuch schließen sich die beiden befreundeten Familien erneut zusammen. Sie wagen einen letzten Fluchtversuch: Ein neuer Ballon muss her. Günter Wetzel näht Nacht für Nacht an der riesigen Hülle, während Familie Strelzyk Material beschafft und die Ballonkonstruktion baut. Am 15. September 1979 kündigt der Wetterbericht endlich günstigen Wind an. Jetzt zählt jede Minute. Günter Wetzel näht die letzten Stoffbahnen; Peter Strelzyk belädt das Auto. Es ist der Moment der Entscheidung: jetzt oder nie. Auf einer Lichtung im Thüringischen Wald richten sie den Fluchtballon auf. Während der Startvorbereitungen fängt der Ballon Feuer - doch die Familien brechen nicht ab. Der Heißluftballon hebt tatsächlich ab, mit allen acht Personen an Bord. Während des Aufstiegs geraten sie in den Lichtkegel eines Grenzwachturms. Unter den Soldaten, die sie entdecken, ist auch Peter Richter. Er richtet den Scheinwerfer direkt auf den Ballon und schlägt Alarm. Kurz darauf wird der Verteidigungsminister der DDR informiert. Die zweiteilige ZDFinfo-Dokumentation rekonstruiert eine der spektakulärsten Fluchtgeschichten aus der DDR - und erzählt von Mut, Verzweiflung und der unbedingten Sehnsucht nach Freiheit.

Mythos Belagerung - Malta 07:00

Mythos Belagerung - Malta: Die Niederlage des Osmanischen Reiches

Geschichte

1565 greift das Osmanische Reich die christliche Enklave Malta an. Es geht um die Vorherrschaft über den Mittelmeerraum. Doch die Ritter des Johanniterordens leisten Widerstand. Zusammen mit maltesischen Soldaten verschanzen sich die Ritter unter Führung von Großmeister Jean de la Valette in den Festungen der Insel. Obwohl zahlenmäßig weit unterlegen, halten sie der Belagerung über Monate stand. Die Belagerung Maltas ist Teil der Ostexpansion des Osmanischen Reiches unter Sultan Süleyman dem Prächtigen. Im Mai 1565 erreicht die türkische Flotte mit rund 40.000 Mann die Insel. Unterstützung erhalten sie dabei von den Barbaresken-Korsaren aus Nordafrika. Doch der christliche Johanniterorden auf Malta, angeführt von Großmeister Jean de la Valette, ist vorbereitet und erschwert den Muslimen bereits die Landung im Großen Hafen. Auch der Angriff auf das strategisch wichtige Fort St. Elmo verläuft bei Weitem nicht so erfolgreich wie von den Eroberern erhofft. Im Laufe der knapp viermonatigen Belagerung Maltas erleiden sie unerwartet schwere Verluste und reiben sich immer wieder am erbitterten Widerstand der Verteidiger auf. Die Belagerung wird zur Geduldsprobe für beide Seiten. Gewaltige Mauern und beeindruckende Wehrsysteme machen mittelalterliche Festungen oft uneinnehmbar - und dennoch kommt es immer wieder zu epischen Schlachten, Belagerungen und Eroberungen. Die Reihe lässt Festungsanlagen im Mittelmeerraum des 12. bis 16. Jahrhunderts lebendig werden und erzählt mit beeindruckenden Bildern ihre oft dramatischen Geschichten. Wie wurden diese Bollwerke der Macht verteidigt? Und warum gelang es trotzdem, sie einzunehmen?

Mythos Belagerung - Rhodos 07:45

Mythos Belagerung - Rhodos: Die Vertreibung des Johanniterordens

Geschichte

Rhodos 1522. Seit mehr als zwei Jahrhunderten beherrschen christliche Ordensritter die Insel. Den aufstrebenden Osmanen sind sie ein Dorn im Auge. Sie greifen die mächtige Festung an. Die Ritter des Johanniterordens haben auf Rhodos einen Vorposten des Christentums im östlichen Mittelmeer errichtet - und eine der modernsten Festungen ihrer Zeit. Als die Osmanen angreifen, kommt es zu einer monatelangen Belagerung. Wer trägt den Sieg davon? Der Johanniterorden gründet sich zur Zeit der Kreuzzüge in Jerusalem. Nach dem Untergang der Kreuzfahrerstaaten 1291 siedeln die Ordensritter zunächst nach Zypern über. 1309 verlegen sie ihren Sitz auf die von ihnen besetzte Insel Rhodos - und bauen eine gewaltige Festung. Sie wissen, dass sie in Gefahr sind. Mehrfach wehren sie Angriffe auf die Insel ab. 1440 und 1444 triumphieren sie über die Mamelucken, 1480 über die Osmanen. Von Rhodos aus kapern die Johanniter immer wieder osmanische Schiffe. Sie sind eine fortwährende Bedrohung für die Entwicklung des osmanischen Großreiches, direkt vor dessen Küste. Daher geben die Osmanen nicht auf. Im Juni 1522 bricht seine riesige Streitmacht auf zur Eroberung von Rhodos. Sie landen auf der Insel und umschließen die Stadt. Die Ritter sind zahlenmäßig vielfach unterlegen. Aber sie haben sich jahrzehntelang auf diese Belagerung vorbereitet - und verteidigen eine hochmoderne Festung. Monatelang toben erbitterte Kämpfe um die Stadt. Mit allen Mitteln suchen die Osmanen einen Weg in die Festung. Die Ritter jedoch kämpfen um nicht weniger als ihre Existenz. Gewaltige Mauern und beeindruckende Wehrsysteme machen mittelalterliche Festungen oft uneinnehmbar - und dennoch kommt es immer wieder zu epischen Schlachten, Belagerungen und Eroberungen. Die Reihe lässt Festungsanlagen im Mittelmeerraum des 12. bis 16. Jahrhunderts lebendig werden und erzählt mit beeindruckenden Bildern ihre oft dramatischen Geschichten. Wie wurden diese Bollwerke der Macht verteidigt? Und warum gelang es trotzdem, sie einzunehmen?

Mythos Belagerung - Konstantinopel 08:30

Mythos Belagerung - Konstantinopel: Der Untergang des Byzantinischen Reiches

Geschichte

1453. Konstantinopel, einst mächtige Hauptstadt des Byzantinischen Reiches, wird von den Osmanen belagert. Kaiser Konstantin XI. verteidigt die Stadt mit aller Macht. Das osmanische Heer unter der Führung von Sultan Mehmed II. ist den Verteidigern Konstantinopels zahlenmäßig überlegen. Die legendäre Stadt hat ihre Blütezeit längst hinter sich. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis das Byzantinische Reich untergeht. In ihrer über 1000-jährigen Geschichte wird die Stadt Konstantinopel immer wieder belagert. Doch alle Eroberungsversuche scheitern. Die Theodosianische Mauer, die aus mehreren Mauern, Gräben und Türmen besteht, gilt als Wunder des Festungsbaus - und scheint uneinnehmbar. Steinschleudern können dem massiven Bollwerk nichts anhaben. Sultan Mehmed II. lässt gigantische Bronzekanonen gießen, ein absolutes Novum. Zwar haben die Kanonen eine ungeheure Zerstörungskraft, sind aufgrund ihres Gewichtes jedoch schwer zu handhaben. Zudem müssen sie nach jedem Schuss abgekühlt werden. Diese Feuerpausen nutzen die Verteidiger, um die Schäden in der Befestigungsmauer zu reparieren. Den Unterminierungsversuchen der Osmanen setzen sie außerdem durch geschicktes Taktieren ein schnelles Ende. Als letzten Trumpf hat Sultan Mehmed die Janitscharen auf seiner Seite, eine militärische Elitetruppe. Beide Seiten wissen: In dieser Schlacht steht das Schicksal des gesamten Byzantinischen Reiches auf dem Spiel. Am 29. Mai 1453 fällt die Stadt erobert. Ihr Untergang gilt in der Geschichtsschreibung als der Untergang des Byzantinischen Reiches und markiert den Aufstieg des Osmanischen Reiches. Gewaltige Mauern und beeindruckende Wehrsysteme machen mittelalterliche Festungen oft uneinnehmbar - und dennoch kommt es immer wieder zu epischen Schlachten, Belagerungen und Eroberungen. Die Reihe lässt Festungsanlagen im Mittelmeerraum des 12. bis 16. Jahrhunderts lebendig werden und erzählt mit beeindruckenden Bildern ihre oft dramatischen Geschichten. Wie wurden diese Bollwerke der Macht verteidigt? Und warum gelang es trotzdem, sie einzunehmen?

Mythos Belagerung - Akkon 09:15

Mythos Belagerung - Akkon: Der Kampf um das Königreich Jerusalem

Geschichte

Die Rückeroberung des Königreiches Jerusalem und von Akkon durch Sultan Saladin versetzt Europas Christenheit einen Schock. Ein neuer Papst ruft zum Dritten Kreuzzug auf. Akkon, in der Bucht von Haifa gelegen, ist im Mittelalter der einzige Hafen an der Levanteküste, in dem Waren an Land gebracht werden können. Daher ist der Hafen für die Kreuzfahrer von strategischer Bedeutung. Die Kreuzfahrer wollen Hafen und Festung zurückerobern. Die Belagerung Akkons (1189 bis 1191) gilt als wichtigster Kampf des Dritten Kreuzzuges im Heiligen Land. Muslime und Christen liefern sich unerbittliche Kämpfe. Zwei Jahre lang werden Hafen und Festung von Kreuzrittern und Muslimen belagert. Sultan Saladin bleibt lange Zeit überlegen. Unter den christlichen Kreuzfahrern kommt während der Belagerungszeit Streit auf. Die Belagerung beginnt zunächst unter der Führung des Königs von Jerusalem, Guido von Lusignan. Doch unter seiner Führung kann die Festung nicht eingenommen werden. Immer wieder liefern sich beide Seiten erbitterte Kämpfe. Die Kreuzfahrer sind in der prekären Lage, einerseits den Angriff auf Akkon koordinieren zu müssen und sich gleichzeitig gegen das muslimische Lager zu verteidigen. Die erste längere Kampfpause des Winters nutzen die Christen, um riesige Belagerungstürme zu bauen. Doch die Verteidiger setzen sich mit "griechischem Feuer" zur Wehr - einer klebrigen, hochentzündlichen Masse. Die Türme gehen in Flammen auf. Auch zahlreiche Unterminierungsversuche der Mauern führen nicht zum gewünschten Erfolg. Zudem dezimieren Hunger und Seuchen die Zahl der Kreuzfahrer und kosten mehr Menschenleben als die Schlacht selbst. Erst die Ankunft von Richard Löwenherz im April 1191 bringt den Wendepunkt in einer der längsten Belagerungen des Mittelalters. Gewaltige Mauern und beeindruckende Wehrsysteme machen mittelalterliche Festungen oft uneinnehmbar - und dennoch kommt es immer wieder zu epischen Schlachten, Belagerungen und Eroberungen. Die Reihe lässt Festungsanlagen im Mittelmeerraum des 12. bis 16. Jahrhunderts lebendig werden und erzählt mit beeindruckenden Bildern ihre oft dramatischen Geschichten. Wie wurden diese Bollwerke der Macht verteidigt? Und warum gelang es trotzdem, sie einzunehmen?

heute Xpress 09:58

heute Xpress

Nachrichten

Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.

Mysterien des Mittelalters 10:00

Mysterien des Mittelalters: Die Schwerter von Castillon

Archäologie

Seit den 1970er-Jahren tauchen bei Auktionen und Händlern immer wieder mittelalterliche Schwerter auf, die mit der Schlacht bei Castillon am 17. Juli 1453 in Verbindung gebracht werden. Insgesamt sind 80 Schwerter bekannt, doch wo und wie wurden sie gefunden? Stammen sie wirklich aus der entscheidenden Auseinandersetzung zwischen Franzosen und Engländern am Ende des Hundertjährigen Krieges? Tim Sutherland ist diesem Rätsel auf der Spur. Das Mittelalter erscheint fern und rätselhaft. Doch Archäologe Tim Sutherland sucht nach Zeugen, um die Geheimnisse dieser Zeitepoche zu entschlüsseln. Es sind stumme Zeugen - die Toten des Mittelalters. Tim Sutherland begibt sich auf die Spur von Kreuzfahrer-Schlachten, berühmten italienischen Condottieri-Söldnern, der irischen Galloglass-Krieger oder der rätselhaften Schwerterfunde von Castillon. Er durchleuchtet die Geschichte der Totenschädel im schweizerischen Dornach und der mysteriösen steinernen Befestigungsanlage Carl Wark in Nordengland.

Mysterien des Mittelalters 10:45

Mysterien des Mittelalters: Das Rätsel der Sachsenfestung

Archäologie

Im Norden Englands - an der Grenze der einstigen angelsächsischen Königreiche Mercia und Northumbria - liegt die Hügelfestung Carl Wark, eine der rätselhaftesten historischen Stätten. Lange geht man davon aus, sie sei während der Eisenzeit entstanden. Nun vermuten einige Historiker, dass Carl Wark zur Verteidigung gegen die Invasoren Britanniens im 7. Jahrhundert errichtet wurde. Der Archäologe Tim Sutherland versucht, das Geheimnis zu lüften. Das Mittelalter erscheint fern und rätselhaft. Doch Archäologe Tim Sutherland sucht nach Zeugen, um die Geheimnisse dieser Zeitepoche zu entschlüsseln. Es sind stumme Zeugen - die Toten des Mittelalters. Tim Sutherland begibt sich auf die Spur von Kreuzfahrer-Schlachten, berühmten italienischen Condottieri-Söldnern, der irischen Galloglass-Krieger sowie der rätselhaften Schwerterfunde von Castillon. Er durchleuchtet die Geschichte der Totenschädel im schweizerischen Dornach und der mysteriösen steinernen Befestigungsanlage Carl Wark in Nordengland.

Mysterien des Mittelalters 11:30

Mysterien des Mittelalters: Die Schlacht am Jordan

Archäologie

Nachdem die Kreuzfahrer 1099 im Heiligen Land das Königreich Jerusalem gegründet haben, errichten sie Festungen entlang des Jordan, um die Grenze zu sichern. An der Jakobsfurt soll eine mächtige Burg entstehen. Das will der muslimische Herrscher Saladin nicht hinnehmen, und 1179 kommt es zur Belagerung und einer blutigen Schlacht. Archäologe Tim Sutherland begibt sich auf die Spuren des mittelalterlichen Gemetzels. Das Mittelalter erscheint fern und rätselhaft. Doch Tim Sutherland sucht nach Zeugen, um die Geheimnisse dieser Zeitepoche zu entschlüsseln. Es sind stumme Zeugen - die Toten des Mittelalters. Tim Sutherland begibt sich auf die Spur von Kreuzfahrer-Schlachten, berühmten italienischen Condottieri-Söldnern, der irischen Galloglass-Krieger oder der rätselhaften Schwerterfunde von Castillon. Er durchleuchtet die Geschichte der Totenschädel im schweizerischen Dornach und der mysteriösen steinernen Befestigungsanlage Carl Wark in Nordengland.

Hexenwahn - Die Dokumentation 12:15

Hexenwahn - Die Dokumentation

Geschichte

Zu Beginn der frühen Neuzeit wurden in Europa Zehntausende angebliche Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Besonders hell loderten die Feuer in Deutschland. Ein Zentrum der Hexenverfolgung war das katholische Bamberg. Unter Fürstbischof Fuchs von Dornheim wurde fast der gesamte Stadtrat der Hexerei bezichtigt und hingerichtet. Erhaltene Prozessakten geben Einblicke in die Anklage- und Strafpraxis jener Zeit.

Hitlers Vollstrecker - Das Volksgericht und der Widerstand 12:45

Hitlers Vollstrecker - Das Volksgericht und der Widerstand: Der Reichstagsbrand

Geschichte

Während des "Dritten Reiches" formt Adolf Hitler den "Volksgerichtshof" zum politischen Gericht - mit der Aufgabe, alle Gegner des NS-Regimes auszuschalten. Es wird zu einem der effektivsten Terrorinstrumente zur Durchsetzung der NS-Willkürherrschaft. Doch Hitlers Gegner bleiben standhaft.

Hitlers Vollstrecker - Das Volksgericht und der Widerstand 13:30

Hitlers Vollstrecker - Das Volksgericht und der Widerstand: Die Rote Kapelle

Geschichte

Verschiedene Widerstandsbewegungen wollten in ihrer ganz eigenen Weise dem nationalsozialistischen Terror in Nazideutschland Einhalt gebieten. Die "Rote Kapelle" konnte ihre Kontakte zur Sowjetunion lange aufrechterhalten, bis der Widerstand durch die Vollstrecker Hitlers erstickt werden konnte.

Hitlers Vollstrecker - Das Volksgericht und der Widerstand 14:15

Hitlers Vollstrecker - Das Volksgericht und der Widerstand: Die Weiße Rose

Geschichte

Während des "Dritten Reiches" formt Adolf Hitler den "Volksgerichtshof" zum politischen Gericht. Es hat die Aufgabe, alle Gegner des NS-Regimes auszuschalten. In der Dokumentation erinnern sich Zeitzeugen an diejenigen, die Widerstand leisteten, und an diejenigen, die ihn zu ersticken versuchten. Namhafte Historiker zeichnen ein Bild der totalitären Diktatur, ihrer Vollstrecker und ihrer Widersacher.

Hitlers Vollstrecker - Das Volksgericht und der Widerstand 15:00

Hitlers Vollstrecker - Das Volksgericht und der Widerstand: Der 20. Juli 1944

Geschichte

Die Verschwörer des 20. Juli zeigen sich unbeeindruckt von den Tiraden des "Blutrichters" Roland Freisler. Die Geschwister Scholl stehen bis zum Ende zu ihren Überzeugungen. Georg Elser erklärt, er habe nie an der Rechtmäßigkeit seines Attentats auf Hitler gezweifelt. So ist die Geschichte der skrupellosen Vollstrecker der nationalsozialistischen Diktatur zugleich die Geschichte des Widerstands gegen das menschenverachtende Regime.

Countdown zur Diktatur 15:45

Countdown zur Diktatur: 1925-1929 Illusion

Geschichte

Deutschland in der Mitte der "Goldenen Zwanzigerjahre". Adolf Hitler ist noch ein unbekannter Provinzpolitiker. Parteien der demokratischen Mitte bestimmen die Politik. Sechs Jahre nach Ausrufung der ersten deutschen Republik scheint die junge Demokratie endlich stabil zu sein. Doch der Tod von Reichspräsident Friedrich Ebert im Februar 1925 erschüttert das Land. Nur wenige Stunden zuvor gründet Hitler die verbotene NSDAP neu. Das Jahrzehnt nach dem Ersten Weltkrieg: Zum ersten Mal ist das deutsche Volk sein eigener Souverän. 1925, sechs Jahre nach ihrer Ausrufung, hat die Republik ernste Bewährungsproben überstanden: Hyperinflation, Putschversuche, Wirtschaftskrise. Extreme Parteien von rechts und links verlieren an Bedeutung. Der parteilose Reichskanzler Hans Luther führt eine Minderheitsregierung aus konservativen Parteien an. Vor allem die Außenpolitik von Minister Gustav Stresemann wird öffentlich als Erfolg bewertet. Doch die erste deutsche Demokratie ist bedroht: Kommunisten träumen von einer sozialistischen Räterepublik, Nationalisten wollen zurück zur Monarchie. Verarmte Bauern legen Bomben, in den Arbeitervierteln Berlins kommt es zu Straßenschlachten. Mit der Neugründung der NSDAP kehrt Hitler nach einer Gefängnisstrafe auf die politische Bühne zurück. Welche verheerende Rolle die damals noch unbekannte Splitterpartei schon in wenigen Jahren spielen wird, ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand. Wenige Stunden nach der NSDAP-Neugründung trifft die Nachricht vom überraschenden Tod Friedrich Eberts die Deutschen wie ein Schock. Sein Nachfolger als Reichspräsident wird der rechtsnationale Paul von Hindenburg, ein erklärter Gegner der Demokratie. In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts lernt Deutschland Demokratie - nach mehr als einem Jahrtausend Adelsherrschaft. Doch diese erste Demokratie überlebt nur 15 Jahre. Warum lassen die Deutschen sie zugrunde gehen? Wer hat versagt? Wer sich verführen lassen? Die vierteilige Reihe "Countdown zur Diktatur" geht der Frage nach: Wer trägt die Schuld am Sturz in Tyrannei und Terror?

Countdown zur Diktatur 16:30

Countdown zur Diktatur: 1929-1931 Krise

Geschichte

Der New Yorker Börsencrash 1929 stürzt die Welt in Arbeitslosigkeit, Armut und Inflation. Besonders hart trifft es Deutschland, das sich gerade erst von Krieg und Schulden zu erholen beginnt. Das Deutsche Reich ist jetzt seit zehn Jahren parlamentarische Demokratie. Aber die schwere Wirtschaftskrise nach dem "Schwarzen Freitag" lässt die Zustimmung zur Demokratie rapide sinken. Immer mehr Deutsche wenden sich Nationalsozialisten oder Kommunisten zu. Die Zeit der "Goldenen Zwanziger" gilt als modern, schnell, emanzipiert, glamourös. Bis in den USA der "Schwarze Freitag" an der New Yorker Börse die Weltwirtschaft in den Abgrund reißt. In Deutschland suchen Millionen verzweifelt nach Arbeit und Brot. Zugleich muss die Republik noch immer hohe Reparationen an die Sieger des Ersten Weltkriegs zahlen. Viele Deutsche empfinden das als ungerecht, und die NSDAP nutzt das für lautstarke Propaganda. Vor allem in Schleswig-Holstein, Ostpreußen und Thüringen verfangen ihre Parolen gegen die Reparationen - und gegen die Demokratie. Die Parteien der demokratischen Mitte können die Wirtschaft nicht stabilisieren. Im Sommer 1931 müssen mehrere große Bankhäuser ihre Zahlungsunfähigkeit erklären. Die Zahl der Arbeitslosen steigt auf mehr als fünf Millionen. Immer mehr von der Demokratie enttäuschte Deutsche setzen auf Hitlers Nationalsozialisten oder auf die Kommunisten unter ihrem Anführer Ernst Thälmann. In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts lernt Deutschland Demokratie - nach mehr als einem Jahrtausend Adelsherrschaft. Doch diese erste Demokratie überlebt nur 15 Jahre. Warum lassen die Deutschen sie zugrunde gehen? Wer hat versagt? Wer sich verführen lassen? Die vierteilige Reihe "Countdown zur Diktatur" geht der Frage nach: Wer trägt die Schuld am Sturz in Tyrannei und Terror?

Countdown zur Diktatur 17:15

Countdown zur Diktatur: 1931-1933 Abgrund

Geschichte

Die Feinde der Demokratie nutzen die Krise, um das Parlament zu entmachten. Wird der Weg in eine nationalrevolutionäre Diktatur, zurück zur Monarchie oder in den Kommunismus führen? In ganz Europa sind Rechtsnationalisten auf dem Vormarsch. Zwei von drei europäischen Demokratien überstehen die zwei Jahrzehnte zwischen den Weltkriegen nicht. Bei den Wahlen zum Deutschen Reichstag im Juli 1932 wird Hitlers NSDAP stärkste Kraft. Ermutigt von steigenden Wahlergebnissen, kandidiert Adolf Hitler, der Parteichef der NSDAP, für das Amt des Reichspräsidenten. Im Wahlkampf setzen die Nationalsozialisten unter der Regie des späteren Propagandaministers Joseph Goebbels auf neuartige Methoden. Hitler fliegt mit dem Flugzeug von Veranstaltung zu Veranstaltung. Er soll modern und technikaffin wirken. Von Tausenden Plakaten und Litfaßsäulen starrt sein Konterfei mit Bärtchen und Seitenscheitel auf die Wählerinnen und Wähler. Das erwünschte Ergebnis bleibt zwar aus, Hindenburg bleibt Reichspräsident, aber Hitler gewinnt erheblich an Bekanntheit und Profil. Seine Partei, die NSDAP, wendet sich an völlig unterschiedliche Wählergruppen und gibt widersprüchliche Versprechen ab. Sie umwirbt die Arbeiterschaft und verbündet sich zugleich mit der Schwerindustrie, von der sie großzügige Parteispenden erhält. Im Juli 1932 gewinnen die Nationalsozialisten die Reichstagswahlen. Mehr als jeder dritte Deutsche entscheidet sich für Hitler und dessen Partei. In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts lernt Deutschland Demokratie - nach mehr als einem Jahrtausend Adelsherrschaft. Doch diese erste Demokratie überlebt nur 15 Jahre. Warum lassen die Deutschen sie zugrunde gehen? Wer hat versagt? Wer sich verführen lassen? Die vierteilige Reihe "Countdown zur Diktatur" geht der Frage nach: Wer trägt die Schuld am Sturz in Tyrannei und Terror?

Countdown zur Diktatur 18:00

Countdown zur Diktatur: 1933-1934 Zerstörung

Geschichte

30. Januar 1933. Deutschland hat einen neuen Kanzler. Konservative und Monarchisten haben Hitler ins Amt gehievt. Im Glauben, ihn und seine Anhänger "zähmen" zu können. Tatsächlich ist der neue Kanzler noch weit von einer Alleinherrschaft entfernt - und Deutschland auf dem Papier noch eine Demokratie. Es dauert noch 18 Monate voller Willkür, Rechtsbruch, Mord und politischem Versagen, bis die Nazis die ganze Macht in Händen halten. Ein Zufall beschleunigt die Zerstörung der Demokratie. Am 27. Februar 1933 brennt der Reichstag. Marinus van der Lubbe, ein niederländischer Kommunist, wird als Brandstifter verhaftet. Hitler und seine Helfershelfer erkennen sofort ihre Chance. Unter dem Vorwand, die öffentliche Sicherheit wiederherzustellen, setzen sie die Grundrechte außer Kraft und lassen politische Gegner deutschlandweit verfolgen. Gegenwehr gibt es kaum. Die nächsten Schritte sind: Ausschaltung der freien Presse, des Parlaments und der Gewerkschaften. Viele schlagen sich auf die Seite des offensichtlich Stärkeren: Als die NSDAP am 1. Mai 1933 eine Aufnahmesperre für Neumitglieder erlässt, sind seit Januar über 1,6 Millionen in die Partei eingetreten. Doch noch gibt es einen entscheidenden Machtfaktor, der nicht auf Hitlers Kommando hört: Deutschlands Armee, die Reichswehr. Misstrauisch beobachten die Generäle die Ambitionen von SA-Chef Ernst Röhm, die Reichswehr in einer NS-"Volksmiliz" aufgehen zu lassen. Hitler entscheidet sich gegen Röhms Pläne und lässt den SA-Chef am 1. Juli 1934 von SS-Männern ermorden. Einen Monat später stirbt Reichspräsident Hindenburg. Hitler übernimmt dessen Amt, lässt seine erweiterte Macht per Volksabstimmung legitimieren und die Reichswehr einen Eid auf ihn persönlich schwören. Der Weg in die Diktatur ist damit abgeschlossen. In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts lernt Deutschland Demokratie - nach mehr als einem Jahrtausend Adelsherrschaft. Doch diese erste Demokratie überlebt nur 15 Jahre. Warum lassen die Deutschen sie zugrunde gehen? Wer hat versagt? Wer sich verführen lassen? Die vierteilige Reihe "Countdown zur Diktatur" geht der Frage nach: Wer trägt die Schuld am Sturz in Tyrannei und Terror?

Russlands Kriege 18:45

Russlands Kriege: Das Zarenreich

Dokumentation

Die Romanows schreiben Geschichte. Mit Strategie und Härte hieven sie das russische Reich auf die Bühne der Weltpolitik. Bis der Erste Weltkrieg dem Zarenreich ein blutiges Ende bereitet. Zar Peter der Große und später Katharina die Große erobern im 17. und 18. Jahrhundert mit einer gewaltigen Armee auch Teile des europäischen Südens: die Krim und den Kaukasus. Spätere Nachfolger verteidigen das Reich der Romanows gegen Napoleon. Die mächtigen Romanows führen das Zarenreich in den Kreis der europäischen Großmächte. Nikolaus II. jedoch verliert Thron und Leben als Folge zweier Kriege 1905 und 1917. Die Romanows säen die Träume von "Neurussland", auf die sich Putin berufen wird. Die Zaren sind fasziniert vom Westen und wollen mit militärischer Macht im Konzert der Mächte mitspielen. Obwohl Russland im 19. Jahrhundert zeitweise über die größte Armee der Welt verfügt, muss es jedoch schmerzhafte und unerwartete Niederlagen hinnehmen. Als Zar Nikolaus II. Proteste blutig unterdrücken lässt, setzt er damit seinen Thron aufs Spiel. Wenn Russland zu den Waffen greift, hält die Welt den Atem an. In vier Jahrhunderten haben Zaren und Diktatoren ein Imperium geschmiedet, in blutigen Schlachten erweitert und verteidigt.

Russlands Kriege 19:30

Russlands Kriege: Die Sowjetunion

Dokumentation

Aus dem russischen Bürgerkrieg entsteht eine neue Macht: die Sowjetunion. Lenin, Stalin und ihre Nachfolger schweißen das Land mit militärischer Macht gegen alle Widerstände zusammen. Die Rote Armee, die Leo Trotzki aus revolutionären Garden und den Resten der zaristischen Armee 1918 bildet, wird zum Schwert Russlands. Sie gewinnt den Bürgerkrieg, erobert abgefallene Gebiete zurück und verteidigt das Land gegen Hitlers Vernichtungswahn. Nach 1945 wird die Rote Armee zum Synonym für die Unterdrückung der kommunistischen Satellitenstaaten. Die Sowjetunion verbindet von 1917 bis 1991 imperiale Großmachtpolitik mit ideologischem Anspruch, nach innen wie nach außen. Das kostet Millionen Ukrainern, Balten, Georgiern, Tschetschenen, aber auch Russen das Leben. Am Ende besiegeln die Niederlage im Afghanistankrieg und die Kosten des Wettrüstens mit den USA das Schicksal der Sowjetunion - ausgerechnet in dem Moment, in dem sich das Reich vorsichtig demokratisiert. Wenn Russland zu den Waffen greift, hält die Welt den Atem an. In vier Jahrhunderten haben Zaren und Diktatoren ein Imperium geschmiedet, in blutigen Schlachten erweitert und verteidigt.

Russlands Kriege 20:15

Russlands Kriege: Die Russische Föderation

Dokumentation

Putin will Russland mit militärischer Gewalt zurück zu imperialer Größe führen. Seine Kriege in Tschetschenien und Georgien sind nur Vorspiele. Sein Ziel: verlorene Territorien zurückholen. Zur Jahrtausendwende übernimmt Putin das Ruder im Kreml. Die russischen Streitkräfte liegen am Boden. Der ehemalige KGB-Offizier will das ändern. Er modernisiert die Waffentechnik und setzt auf neue Strategien, darunter Cyberangriffe und verdeckte Operationen. Den Untergang der Sowjetunion sieht Putin von Beginn an als einen Fehler der Geschichte, der korrigiert werden muss. Er verehrt Stalin als Führungsfigur. In seiner Vorstellung sei er selbst auserwählt, Stalin nachzufolgen und Russlands Größe und Bedeutung wieder herzustellen. Gegner wie den KGB-Überläufer Alexander Litwinenko lässt Putin das mit brutaler Härte spüren. Wenn Russland zu den Waffen greift, hält die Welt den Atem an. In vier Jahrhunderten haben Zaren und Diktatoren ein Imperium geschmiedet, in blutigen Schlachten erweitert und verteidigt.

Die Kriege der USA 21:00

Die Kriege der USA: Von der Kolonie zur Weltmacht

Geschichte

Als junge Nation befreien sich die USA aus der britischen Kolonialherrschaft, erzwingen im Bürgerkrieg blutig die Einheit und steigen im Ersten Weltkrieg zur Weltmacht auf. Aus dem Unabhängigkeitskrieg erwächst eine Nation, die Freiheit und Gleichheit verspricht. Im Bürgerkrieg drohen die USA fast zu zerbrechen. Doch der Bund hält. Vereint erobern sie den Westen und etablieren sich im 20. Jahrhundert als neue militärische Macht. Im Jahr 1776 erklären 13 Kolonien ihre Unabhängigkeit von Großbritannien. George Washington, der Anführer im Befreiungskrieg, wird der erste Präsident der USA. Die Verfassung von 1789 etabliert demokratische Prinzipien. Doch das Versprechen von Freiheit, Gleichheit und dem Streben nach Glück steht im Widerspruch zur Sklaverei und der Unterdrückung der indigenen Bevölkerung. Die Frage der Sklaverei spaltet das Land und mündet 1861 im Bürgerkrieg. Präsident Abraham Lincoln erklärt alle Sklaven für frei. Der Krieg endet 1865 mit der Kapitulation des Südens und mit Lincolns Ermordung. Im 19. Jahrhundert expandieren die USA. Mit dem Konzept des "Manifest Destiny" begründen sie ihren Anspruch, den Kontinent zu beherrschen. Die indigenen Völker werden in Reservate verdrängt, und am Ende des Jahrhunderts werden die USA sogar Kolonialmacht: Sie übernehmen Kuba, die Philippinen und Hawaii. 1917 treten die USA in den Ersten Weltkrieg ein. Sie mobilisieren vier Millionen Soldaten und zwingen das Deutsche Reich zusammen mit ihren Alliierten zur Kapitulation. Die USA beweisen im Ersten Weltkrieg erstmals ihre globale Stärke - der Weg zur führenden Weltmacht des 20. Jahrhunderts ist vorgezeichnet. Vom Unabhängigkeitskrieg bis zum Krieg gegen den Terror: Seit 250 Jahren prägen Kriege die USA und ihre Rolle in der Welt. Die dreiteilige Reihe "Die Kriege der USA" zeigt den Aufstieg der Vereinigten Staaten zur mächtigsten Militärnation und die weltweiten Folgen.

Die Kriege der USA 21:45

Die Kriege der USA: Im Namen der Freiheit

Geschichte

Aus Isolationismus zur Weltmacht: Nach Jahren des Rückzugs steigen die USA im Zweiten Weltkrieg zur Militärnation auf. Atomwaffen, Kalter Krieg und das Trauma Vietnam prägen ihr Selbstbild. Als Kämpfer für Freiheit und Demokratie gehen die USA siegreich aus dem Zweiten Weltkrieg hervor und begründen ihren Ruf als Weltpolizist. Doch sie führen auch "schmutzige Kriege" und hintergehen eigene Ideale. In Vietnam endet ein Krieg erstmals mit einer Niederlage. Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor 1941 werden die USA die entscheidende Militärmacht im Zweiten Weltkrieg. In Europa treiben US-Soldaten den Vormarsch gegen Nazideutschland voran, im Pazifik kämpfen sie gegen das japanische Kaiserreich. 1945 setzen die USA in Hiroshima und Nagasaki erstmals Atombomben ein - Waffen, deren Zerstörungskraft Kriege beenden, aber auch ganze Städte vernichten können. Ein neues Zeitalter beginnt, in dem die USA eine Schlüsselrolle spielen - militärisch, aber auch beim Aufbau der Vereinten Nationen. Im Kalten Krieg ringen die USA mit der Sowjetunion weltweit in Stellvertreterkriegen um die Vorherrschaft. Ab 1950 verteidigen sie Südkorea gegen den kommunistischen Norden. In den 1960er-Jahren bringt die Kuba-Krise die Welt an den Rand eines Atomkriegs. Die USA pochen auf ihre Einflusssphäre in der Karibik und verhindern russische Raketen auf Kuba. Gleichzeitig eskaliert der Krieg in Vietnam. Der Einsatz chemischer Waffen und massive zivile Opfer untergraben den Anspruch der USA, im Namen von Freiheit und Frieden zu handeln. Die Niederlage von 1975 erschüttert ihr Selbstverständnis nachhaltig. Der Sturz des Schahs im Iran und die Geiselnahme von Botschaftsmitarbeitern setzen den Keim für einen Konflikt, der viele Jahre später eskaliert. Am Ende des Kalten Krieges bleiben die Vereinigten Staaten die einzige Supermacht. Doch militärische Stärke allein garantiert weder Kontrolle noch moralische Autorität. Vom Unabhängigkeitskrieg bis zum Krieg gegen den Terror: Seit 250 Jahren prägen Kriege die USA und ihre Rolle in der Welt. Die dreiteilige Reihe "Die Kriege der USA" zeigt den Aufstieg der Vereinigten Staaten zur mächtigsten Militärnation und die weltweiten Folgen.

Die Kriege der USA 22:30

Die Kriege der USA: Öl, Macht, Terror

Geschichte

Nach 9/11 beginnt der "War on Terror" - Afghanistan und Irak sind Schauplätze eines globalen Feldzugs. Donald Trump definiert die Rolle der USA neu: Macht ersetzt Bündnisse, Kriege brechen aus. Terroristen-Jagd, Folterskandale und Drohnenkrieg prägen nach dem Terror von Al-Kaida die US-Außenpolitik. Doch in der Heimat herrscht zunehmend Kriegsmüdigkeit. Donald Trump propagiert "America first" und führt sein Land dennoch in einen Krieg mit dem Iran. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 schwört US-Präsident George W. Bush die Amerikaner auf einen Feldzug gegen den Terror ein. Zuerst im Visier: Afghanistan. Ziel ist die Zerschlagung des Terrornetzwerks Al-Kaida und die Suche nach Osama bin Laden. Doch auf den schnellen Sturz der Taliban folgt ein Einsatz, der zwei Jahrzehnte dauern soll. Ohne UN-Mandat greifen die USA 2003 den Irak an. Begründung: Der Irak baue Massenvernichtungswaffen und unterstütze den Terror. Doch für beides gibt es keine Belege. Der Sturz von Saddam Hussein hinterlässt ein Machtvakuum. Aufstände, Besatzung und Gewalt destabilisieren den Irak - und sind der Nährboden für den sogenannten Islamischen Staat. Der Versuch, durch Regimewechsel Frieden und Demokratie im Nahen Osten zu schaffen, scheitert. Zugleich beschädigen Folterskandale in Guantanamo und Abu Ghraib die Glaubwürdigkeit der USA. In der Heimat stoßen die Kriege in Übersee mehr und mehr auf Ablehnung. Die USA stecken in einer moralischen und militärischen Sackgasse. Unter Barack Obama und Joe Biden wandelt sich die Strategie. Sie ist geprägt vom Drohnenkrieg, dem chaotischen Abzug aus Afghanistan bis hin zur Unterstützung der Ukraine gegen Russland. Dann kommt Donald Trump erneut an die Macht. Mit der Parole "America first" geht es ihm nicht mehr um globale Ordnung, sondern um nationalen Nutzen. Der Kampf ums Öl ist die treibende Kraft. Bündnisse verlieren an Bedeutung, alte Freunde scheinen neue Feinde zu sein. Trump droht unverhohlen mit militärischer Macht. In diesem Klima eskaliert der Konflikt mit Iran. Die Vereinigten Staaten von Amerika bereiten den Weg in ein neues kriegerisches Zeitalter. Vom Unabhängigkeitskrieg bis zum Krieg gegen den Terror: Seit 250 Jahren prägen Kriege die USA und ihre Rolle in der Welt. Die dreiteilige Reihe "Die Kriege der USA" zeigt den Aufstieg der Vereinigten Staaten zur mächtigsten Militärnation und die weltweiten Folgen.

Konfrontationen - Der neue Kalte Krieg 23:15

Konfrontationen - Der neue Kalte Krieg: Skandinavien: Putins Nachbarn rüsten auf

Dokumentation

Im hohen Norden wächst die Anspannung: Norwegen, Schweden und Finnland rüsten auf, weil Russland seine militärische Präsenz in der Arktis und entlang der Nordgrenzen verstärkt. Der Beitritt Finnlands und Schwedens zur NATO verändert das strategische Gleichgewicht in Nordeuropa. Militärmanöver, Spionagevorwürfe und verstärkte Sicherheitsmaßnahmen prägen zunehmend den Alltag der Menschen dort. Ist der Frieden tatsächlich bedroht? Der nördliche Teil Europas erlebt eine sicherheitspolitische Zeitenwende. Jahrzehntelang galt Skandinavien als neutrale Pufferzone zwischen Ost und West. Doch seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine hat sich das Machtgefüge verschoben. Norwegen, Schweden und Finnland investieren in neue Waffensysteme, erhöhen Verteidigungsbudgets und trainieren den Ernstfall gemeinsam mit der NATO. Auch in der Arktis, wo strategische Ressourcen und Seewege eine immer größere Rolle spielen, wächst die militärische Präsenz. Russland verstärkt dort seine Aktivitäten - ein Signal an die Nachbarn, aber auch an den Westen insgesamt. Die neuen Spannungen wirken sich auch auf das tägliche Leben aus. Küstenwachen und Luftstreitkräfte sind in erhöhter Bereitschaft. Finnland prüft seine Luftschutzbunker, Schweden verteilt Broschüren zur Krisenvorsorge. Auch in Norwegen wächst die Aufmerksamkeit für den Schutz kritischer Infrastruktur. Gleichzeitig rücken die Menschen in Skandinavien enger zusammen und erkennen die Notwendigkeit der neuen Sicherheitsmaßnahmen. Sie bereiten sich aktiv auf mögliche Krisenszenarien vor und zeigen Bereitschaft, ihr Land im Ernstfall zu verteidigen. Experten, Militärs und Einwohner schildern, wie sich das tägliche Leben verändert - zwischen Abschreckung, Angst und dem Versuch, den Frieden im Norden zu bewahren.