04:00
Die Wikinger sind die ersten Europäer, die den Norden Amerikas betreten, noch vor Christoph Kolumbus. Sie erhoffen sich ein besseres Leben als in ihrer Heimat Skandinavien. Mit der Machtübernahme des ersten Königs Harald I. 870 nach Christus sehen die norwegischen Stammesfürsten ihren Einfluss schwinden. Viele Wikingergruppen verlassen das Land, reisen übers Meer und gründen neue Siedlungen. In Island, Grönland - und Neufundland. Mit ihren ausgefeilten Langschiffen sind erste Wikinger vor ihnen bereits große Entfernungen gesegelt und gerudert. Auf ihren Raubzügen haben ihre Vorfahren inzwischen Küstenstädte in Britannien geplündert, sind als Kaufleute nach Osten in das Gebiet des späteren Russlands vorgestoßen, haben Eroberungsfeldzüge nach Konstantinopel, in den Mittelmeerraum und das Frankenreich unternommen. Nun machen sich die norwegischen Stämme auf nach Island. Um das Jahr 986 nach Christus siedeln sie auch in Grönland, und schließlich gelingt ihnen die Fahrt über den Atlantik bis zur Insel Neufundland im heutigen Kanada. In den 1960er-Jahren entdecken Archäologen dort Überreste einer Wikingersiedlung. Stimmen die Legenden über die Wikinger? Wer waren sie wirklich? Die Doku-Reihe sucht nach den Motiven der Seekrieger.
04:45
Fast 300 Jahre lang prägen die Wikinger Europa. Bis heute finden sich ihre Spuren in England, Frankreich, im Ostseeraum - und sogar in Amerika. Doch dann verschwinden die gefürchteten Krieger. Im 11. Jahrhundert beginnt der Niedergang der berüchtigten skandinavischen Stämme. Als Ende ihrer Ära gilt die Schlacht von Hastings im Jahr 1066 - mit dem Sieg des normannischen Königs Wilhelm der Eroberer. Fortan regiert er England. Wilhelm der Eroberer führt viele politische und soziale Veränderungen ein, vor allem aber lässt er das Land militärisch befestigen, um weitere Angriffe und Überfälle von Wikingerarmeen zu verhindern. Nach und nach müssen sie auch viele ihrer Handelsmonopole aufgeben. Doch der Niedergang der Wikinger vollzieht sich schleichend und auf mehreren Ebenen: Die zunehmende Christianisierung führt dazu, dass viele Stämme ihren Glauben an nordische Götter ablegen. Sie werden sesshaft und lernen das friedliche Leben zu schätzen. Die Wikinger verschmelzen in den folgenden Jahrhunderten praktisch mit den Menschen und Gebieten, die sie einst überfallen, ausgeraubt und zum Teil blutig erobert haben. Stimmen die Legenden über die Wikinger? Wer waren sie wirklich? Die Doku-Reihe sucht nach den Motiven der Seekrieger.
05:30
Im Jahre 885 nehmen die Wikinger Kurs auf Paris. Sie plündern, brandschatzen und verbreiten Angst und Schrecken. Doch einer ihrer Anführer namens Rollo will mehr als nur Beute machen. Mit ihren flachen und wendigen Schiffen kommen die Nordmänner schnell voran. In Paris stoßen sie auf erbitterten Widerstand - doch der Frankenkönig Karl III. kann sie nicht vertreiben. Der Wikinger Rollo schlägt einen Handel vor: Land gegen Schutz. Weil Rollos Männer das Land gegen andere Wikinger verteidigen, dürfen er und seine Gefolgsleute sich in Nordfrankreich niederlassen. Dieses Gebiet wird später Normandie genannt: Land der Nordmänner. Schon bald steigt Rollo der Wikinger zum Herzog auf. Er lässt sich taufen und nimmt den christlichen Namen Robert an. Kampfgeist und Kühnheit der Wikinger leben in ihren Nachfahren fort. Unter Wilhelm dem Eroberer besiegen die Normannen die Angelsachsen und entscheiden damit das Rennen um die englische Krone für sich. Und dank des legendären Ritterkönigs Richard Löwenherz kontrollieren sie schließlich als mächtigstes Herzogtum Europas halb Frankreich und England. Die dreiteilige Dokumentationsreihe zeigt, wie aus einer kleinen Region im Norden Westfrankreichs eines der bedeutendsten Herzogtümer des Mittelalters wird.
06:15
Im Jahr 1035 erbt "Wilhelm der Bastard" von seinem Vater das reiche, französische Herzogtum Normandie. Doch als uneheliches Kind hat der Nachfahre der Wikinger Angst um sein Leben. Seine Vasallen verweigern Wilhelm die Gefolgschaft und erheben sich gegen ihn. Erst durch ein Bündnis mit dem französischen König Heinrich I. im August 1047 kann Wilhelm die Rebellen besiegen. Nun kann er seine Macht als normannischer Herzog festigen. Während die Normandie eine Blütezeit erlebt, stirbt der englische König ohne Thronfolger. Wilhelm sieht seine Chance. Mit einer gewaltigen Flotte überquert er den Ärmelkanal und siegt im Jahr 1066 in der Schlacht von Hastings. Damit macht der geschickte Kriegsherr und Nachfahre der Wikinger die Normannen zu den neuen Herren Englands. Nach seiner Krönung im Dezember 1066 herrscht er auf beiden Seiten des Ärmelkanals: in England und in der Normandie, das unter ihm zu einer Großmacht im mittelalterlichen Europa aufsteigt. Doch wer ist der Mann, der als "Wilhelm der Eroberer" in die Geschichte eingeht? Die dreiteilige Dokumentationsreihe zeigt, wie aus einer kleinen Region im Nordwesten Frankreichs eines der bedeutendsten Herzogtümer des Mittelalters wird.
07:00
Im 12. Jahrhundert erlebt die Normandie eine Blütezeit. Richard Löwenherz regiert nicht nur das französische Herzogtum, sondern ist auch König von England. Und scheint unaufhaltsam. Das setzt den französischen Herrscher Philipp II. zunehmend unter Druck, verfügt Richard Löwenherz doch über weit mehr Land, Geld und Macht. Die strategisch wichtige Normandie wird zum Spielball im Machtkampf zwischen England und Frankreich. Im Jahr 1189 brechen die beiden Jugendfreunde und Rivalen gemeinsam zum Kreuzzug auf, um das Heilige Land aus den Händen des muslimischen Herrschers Saladin zu befreien. Während Richard Löwenherz nach der Befreiung der Hafenstadt Akkon nach Jerusalem weiterzieht, kehrt Philipp II. nach Frankreich zurück. Dieser nutzt die Gunst der Stunde und besetzt mithilfe von Richards Bruder, Johann Ohneland, die Normandie. Richard Löwenherz wird unterdessen vom österreichischen Herzog Leopold V. gefangen genommen. Die wohl spektakulärste Geiselnahme des Mittelalters wird zum Wendepunkt der europäischen Geschichte. Die dreiteilige Dokumentationsreihe zeigt, wie aus einer kleinen Region im Norden Westfrankreichs eines der bedeutendsten Herzogtümer des Mittelalters wird.
07:45
Das "forum" bietet Muslimen in Deutschland die Möglichkeit, ihre Erfahrungen in das gesellschaftliche Gespräch einzubringen. Muslime erklären ihre Religion, erzählen von ihrem Alltag.
08:00
Das "auslandsjournal" - Reportagen, Hintergründe, außergewöhnliche Menschen und bunte Geschichten. Die ZDF-Korrespondenten erklären die Welt. Pointierte Analyse, persönliche Erzählweise, anspruchsvolle Geschichten und die Vielfalt der Beitragsformen prägen das "auslandsjournal". In der Rubrik "außendienst" testen Reporter, was das Leben in fremden Ländern mit sich bringen kann.
08:30
Es sind die großen Rätsel der Erdgeschichte, die uns zum Staunen bringen: Wie kam das Wasser auf die Erde? Warum waren Dinosaurier so gigantisch groß? Und: Kommt bald die nächste Eiszeit? Forscherinnen und Forscher versuchen, die Puzzleteile der Vergangenheit zusammenzusetzen und Fragen zu beantworten. ZDFinfo begleitet sie dabei, wie sie teils Millionen Jahre alte Spuren verfolgen. Gelingt es ihnen, die großen Rätsel der Erdgeschichte zu lösen? Nicole Richter vom Helmholtz-Zentrum in Potsdam erforscht, woher die unglaubliche Kraft der Vulkane kommt. Dinosaurier-Forscherin Tanja Wintrich fragt sich, warum die Giganten der Urzeit so groß werden konnten. Geowissenschaftler Wolfgang Stinnesbeck untersucht fossile Funde, um herauszufinden, wer wirklich die ersten Menschen in Amerika waren. Und Ansgar Greshake vom Museum für Naturkunde Berlin kann vielleicht das Rätsel um die geheimnisvolle Tunguska-Explosion lösen. ZDFinfo zeigt die Mysterien und den aktuellen Stand der Forschung.
09:00
In der Tiefsee vor Antarktika und im Marianengraben entdecken die Expeditionsteams fremde Welten und bizarre Lebewesen - darunter Kalmare und den Tiefen-Weltrekordhalter der Fische. Erstmals stößt ein Tauchboot in die unbekannten Tiefen des Süd-Ozeans vor. Dort wachsen viele Tiere zu Riesen heran. Auch im Marianengraben entdeckt das Team unerwartet große Tiere: Fische, Muscheln, Würmer und am tiefsten Punkt der Erde sogar Seegurken. Die Tiefsee unter dem Meereis der Antarktis und die fast elf Kilometer tiefen Gewässer vor den pazifischen Marianen zählen zu den am schwierigsten zugänglichen und am wenigsten erforschten Gebieten der Weltmeere und der Erde überhaupt. "Terra X" begleitet zwei Forschungsexpeditionen in genau diese Regionen und ermöglicht Einblicke in Welten, die bisher nur wenige Menschen besuchen konnten. Das Forschungsschiff "Alucia" ist wie bei den vorangegangenen Dokumentationen über den Riesenkalmar, die Monsterhaie, die Höhlen der Korallenriffe und die Leuchtwesen der Tiefsee Mutterschiff und Operationsbasis dieser neuen Expeditionen. Mit ihrem bemannten Tauchboot "Nadir" dringen Wissenschaftler und Filmcrew erstmals über 500 Meter tief ins Südpolarmeer vor. Nie zuvor wurde dieser wildeste Teil der Weltmeere in Tiefen jenseits der 200-Meter-Marke von Menschen betaucht. Die Forscher treffen auf eine immense Artenfülle in einer Region lebendiger Rekorde: Wälder riesiger Schwämme, teils schon entstanden zu Zeiten des Römischen Reiches, und Vertreter fast aller Stämme des Lebens, oft von gigantischer Größe, weil sie in den eisigen Wassern uralt werden und zeitlebens wachsen. Mit dem Tauchboot folgt das Team Walen in die Tiefe, um sie beim Krillfang zu beobachten. Auf Robben montierte Kameras liefern nie gesehene Unterwasseraufnahmen vom Verhalten und Beutefangen dieser marinen Jäger. Doch die Erderwärmung führt zu gravierenden Veränderungen dieser entlegenen Weltgegend. Luftaufnahmen belegen die verstärkte Bildung von Eisbergen und den drohenden Abbruch großer Eisflächen. Völlig anders die Gewässer im Marianengraben mit den knapp 11.000 Meter unter dem Meeresspiegel gelegenen tiefsten Stellen des Planeten. Der enorme Wasserdruck von über einer Tonne auf der Fläche eines Daumennagels erfordert spezielle Technik. Während den Mond schon zwölf Menschen betreten haben, waren bisher nur drei Personen am Grund des Marianengrabens. Erstmals in der Geschichte wird nun dieser nahezu unerreichbare Winkel der Erde von der "Alucia" aus filmisch erfasst. Dazu wird ein mit Kameras, Fangvorrichtungen und Ködern ausgestatteter "Lander", eine mechanische Tiefsee-Plattform, von Bord abgelassen, der in Tiefen zwischen 4500 und 11.000 Metern operiert. Dabei gelingt es, einen Scheibenbauchfisch in 8178 Metern Tiefe aufzunehmen - Weltrekord fast an der Grenze des Möglichen. Aus biochemischen Gründen können Wirbeltiere nicht unterhalb von etwa 8200 Metern leben, da dann der Druck die Proteine komprimiert und jede Muskeltätigkeit verhindert. Andere Tiere wie Krebse behaupten sich auch in tieferen Regionen. Wie sie dies mittels TMAO und GPC, zweier chemischer Schutzsubstanzen, bewerkstelligen, zeigt die Dokumentation anhand von CGIs. Ein zweiter Tauchroboter liefert aus über zehn Kilometern Tiefe über Glasfaser-Kabel Bilder einer Lebenswelt, wie sie bis vor Kurzem nicht für möglich gehalten wurde: Quallen, Gliederfüßer, Seegurken, Würmer, rätselhafte halb-transparente, rosenähnlich anmutende Wesen und andere mehr. Die tiefste Tiefe ist voller Leben.
09:43
Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.
09:45
Sie entstand vor mehr als viereinhalb Milliarden Jahren aus Sternenstaub - unsere Erde. Die Dokumentation zeigt die Geschichte unseres Planeten von seiner Entstehung bis heute. Wissenschaftler erforschen an geologischen Hotspots, wie sich die Erde verändert und entwickelt. Solche Hotspots können unter Kontinenten, aber auch unter dem Meeresboden liegen. In dieser Dokumentation berichten führende Geologen über den aktuellen Stand ihrer Forschungen - von der frühesten Erdgeschichte bis zu aktuellen Bedrohungen. Ein Vergleich mit anderen Planeten unseres Sonnensystems zeigt, wie einzigartig unsere Erde ist - was die dramatischen Originalaufnahmen von Vulkanausbrüchen und Erdbeben belegen.
10:30
Wasser ist die Kraft, die über Jahrtausende atemberaubende Höhlenlandschaften geformt hat. Forschungstaucher Uli Kunz nimmt die Zuschauer mit auf eine spannende Reise unter die Erde. Die meisten Wasserhöhlen der Welt sind noch unerforscht. Schließlich sind sie nur erfahrenen Tauchern zugänglich, und ihre Erkundung ist nicht ungefährlich. Uli Kunz begleitet Höhlenforscher auf Expeditionen in die einzigartigen wasserführenden Höhlensysteme der Erde. In Mexiko erkundet Uli Kunz die Unterwelt der Halbinsel Yucatán und stößt auf rätselhafte Spuren der Maya. Für diese waren die Cenoten überlebenswichtige Trinkwasserquellen - und nicht nur das: Etliche von ihnen dienten auch als Kultstätten, in manchen wurden sogar Menschen geopfert. Uli Kunz taucht hinab in einen der größten Süßwasserspeicher der Erde - und begegnet Tieren, die sich an das Leben in der dunklen, nährstoffarmen Umgebung angepasst haben. Von Mexiko führt Ulis Reise auf die Reiteralm bei Berchtesgaden, ein von steilen Felswänden umgrenztes Karstplateau. Unter der Erde wartet eine fremde Welt, denn der Gebirgsstock ist durchzogen von einem Netz aus Höhlen und Schächten. Uli Kunz begleitet Höhlenforscher auf eine Expedition der Extreme ins Innere des riesigen Bergmassivs - eine Reise, die ihn an seine Grenzen führen wird. Höhlen sind Zeugen der Erdgeschichte - und oft auch Archive der menschlichen Vergangenheit. In den Calanques Südfrankreichs befindet sich die Cosquer-Höhle: Dort entdeckte ein Taucher knapp 40 Jahre zuvor rätselhafte Tiermalereien aus der Steinzeit. Heute ist die Höhle nur tauchend zugänglich. Und der Meeresspiegel steigt: Schon bald werden die faszinierenden Felszeichnungen ganz von Wasser bedeckt sein. Höhlenforschung ist ein riskantes Abenteuer. Immer wieder kommt es zu spektakulären Rettungsaktionen, wie 2014 die Bergung von Höhlenforscher Johann Westhauser aus der Riesending-Schachthöhle im Untersberg bei Berchtesgaden oder 2018 die Rettung von zwölf Jugendlichen aus der Tham-Luang-Höhle in Thailand. Die Rettung aus wassergefüllten Höhlen ist besonders schwierig, und Höhlentaucher müssen die Bergung von Verletzten daher immer wieder trainieren. In einem gefluteten Schieferbergwerk probt Uli die Rettung aus einer Tauchhöhle. Die Reise in die Welt der Höhlen ermöglicht tiefe Einblicke in die Geschichte der Erde: Welche Kräfte führen zur Entstehung von Höhlen, und warum sind manche mit Wasser gefüllt und andere nicht? Eine spannende Entdeckungsreise zu den außergewöhnlichsten Naturwundern unter der Erde.
11:15
Wo Flüsse ins Meer münden, entstehen faszinierende Zwischenwelten aus Land und Wasser: Deltas. Der Meeresbiologe und "Terra X"-Moderator Uli Kunz führt durch diese einzigartigen Lebensräume. Er geht Phänomenen auf den Grund: Wie schaffen es Tiere und Pflanzen, sowohl im Süß- als auch im Salzwasser zu existieren? Wieso ist der Artenreichtum in Deltas so enorm hoch? Welche Rolle spielen sie für uns Menschen? Und welche Kräfte formen eigentlich Deltas? Deltas sind das "Finale" eines Flusses, bevor er in ein größeres Gewässer mündet. Seine Geschwindigkeit nimmt ab, der Strom spaltet sich auf in ein riesiges Netz von Wasserstraßen. Nährstoffreiche Sedimente lagern sich ab, Inseln wachsen und schützen das Land vor dem Meer. So entstehen Lebensräume für unzählige Tier- und Pflanzenarten - vom Amazonasdelta über die Wasserwelt Tasmaniens bis zum Kalaharibecken in Botswana. Doch die Dynamik der Deltas mit ihrem ständigen Übergang von Süß- und Salzwasser hat auch ihre Tücken. Weil sich beides im Delta mischt, können dort nur echte Spezialisten überleben. Sie profitieren zwar vom Reichtum an Nahrung, müssen aber mit ständig schwankenden Salzgehalten zurechtkommen. In Mosambik taucht Uli Kunz nach Bullenhaien - dem einzigen Meereshai, der in salzigem und süßem Wasser überleben kann. Durch diese Anpassung können die Haie weit die Flüsse hinaufschwimmen. In Botswana befindet sich mit dem Okavangodelta eines der größten Binnendeltas der Erde. Die saisonalen Überflutungen lassen Feucht- und Sumpfgebiete von enormen Ausmaßen entstehen. In Tasmanien taucht Uli Kunz in einem der ungewöhnlichsten Gewässer der Erde: In Bathurst Harbour leben Tiefseekreaturen in weniger als zehn Metern Wassertiefe. In Brasilien trifft Uli auf Jaguare, die gelernt haben, im Ozean zu fischen - und auf Delfine im Regenwald. Deltas sind aber nicht nur Lebensräume für Tiere und Pflanzen, sondern auch für Millionen von Menschen. Fruchtbare Deltaböden bilden einige der produktivsten Landschaften der Welt, darunter das Nildelta in Ägypten und das Mekongdelta in Vietnam. So faszinierend Deltas sind, so verletzlich sind sie auch: Da sie in der niedrigen Küstenzone liegen, sind Deltas anfällig für alle Arten von Katastrophen - wie Hurrikane und Tsunamis. In Zukunft wird diese Anfälligkeit durch den Anstieg des Meeresspiegels noch steigen.
12:00
Eishaie, Narwale, geheimnisvolle Eisalgen und einzigartige Unterwasser-Säulen. "Terra X"-Moderator und Meeresbiologe Uli Kunz erkundet die unbekannten Seiten Grönlands. Es ist eine Welt der Extreme. Ein mächtiger Eisschild bedeckt fast die gesamte Insel, nur die Küsten sind bewohnt. Auch deshalb ist Grönland ein Naturparadies, in dem es viel zu erforschen gibt: Wie jagt ein Eishai? Und was haben Algen mit der Eisschmelze zu tun? Uli Kunz reist in den Osten von Grönland, um einen ganz besonderen Bewohner der Arktis zu studieren: den Eishai, auch Grönlandhai genannt. Kein anderes Wirbeltier kann so alt werden - älter als 500 Jahre. In seinem eisigen Lebensraum führt der Hai ein Leben in Zeitlupe. Während die Inuit den gewaltigen Fisch seit Langem kennen, weiß die Wissenschaft kaum etwas über ihn. Die Welt unter dem Eis wirkt lebensfeindlich, doch auch dort gibt es Leben: etwa Rippenquallen, Ruderschnecken und Kelpwälder mit ihren zahlreichen Bewohnern. Sobald das Eis aufbricht, ziehen Narwale - die Einhörner des Nordens - die schmalen Wasserstraßen hinauf: immer auf der Suche nach neuen Fischgründen. Die Geheimnisse des Ikka-Fjords verbergen sich unter der Wasseroberfläche: "Ein Zauberwald aus Säulen", sagt Uli Kunz. Das Mineral Ikait wurde in Grönland erstmals entdeckt - und nur dort bildet es unter Wasser enorme Säulen, an denen sich das Leben tummelt. Uli Kunz besucht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem sehr speziellen Forschungscamp: Mitten auf dem grönländischen Eisschild haben sie ihre Zelte aufgeschlagen, um den Klimawandel und die Eisschmelze im Detail zu erforschen. Denn die Welt am Polarkreis verändert sich, Anzeichen dafür sind überall zu finden. Grönland ist eine Art Fieberthermometer für den Klimawandel - und für die Frage, wie sich die Natur an die Veränderungen anpassen kann. Uli Kunz führt durch diesen besonderen Lebensraum und erkundet die Phänomene der Arktis: Wie kommen die mythischen Polarlichter zustande? Wie schützen sich Pflanzen und Tiere vor dem Erfrieren? Und was hat es mit den merkwürdigen Säulen im Ikka-Fjord auf sich?
12:45
Schwebende schwarze Dreiecke sollen vor allem in den 80er- und 90er-Jahren an verschiedenen Orten gesichtet worden sein. Zu den Augenzeugen zählen Militärangehörige und Polizisten. Ein aufsehenerregendes Ereignis findet im März 1990 in Belgien statt. Militärangehörige beobachten ein riesiges schwarzes Dreieck, das sich langsam über ihren Köpfen bewegt. Experten analysieren diese Sichtungen anhand ehemals geheim gehaltener Dokumente.
13:30
Juli 1947: Ein Rancher findet in der Wüste von New Mexico Trümmer und bringt sie zu einem Militärstützpunkt. Am nächsten Tag erklärt die Armee, eine "fliegende Untertasse" wurde gefunden. War es ein Ufo oder nur ein Wetterballon, wie später behauptet wurde? Auch nach Jahrzehnten wird der US-Regierung Vertuschung vorgeworfen. Nun soll endgültig geklärt werden: Stammt das Objekt von der Erde, oder ist es tatsächlich außerirdischen Ursprungs?
14:15
Weltweit berichten Piloten über Begegnungen mit unbekannten Flugobjekten. Alles nur Illusion oder doch vielleicht der Beweis für Ufos? In den späten 90er-Jahren untersucht das britische Verteidigungsministerium die mysteriösen Vorkommnisse. Das Ergebnis: Es gibt Ufos am Himmel. Was können uns diese Vorfälle über unsere Sicherheit am Himmel sagen?
15:00
Sie sind da, um den Luftraum zu schützen - Kampfflieger. Doch einige werden mit Dingen konfrontiert, die sie nicht erklären können. Ist das, was sie sehen, nicht von dieser Welt? Es sind mehrere voneinander unabhängige Fälle weltweit, die große Fragen aufwerfen: Was haben die Kampfpiloten am Himmel gesehen? Wieso konnten sie das Objekt nicht abschießen? Bislang geheim gehaltene Dokumente sollen nun Licht ins Dunkel bringen.
15:45
Februar 1942, der Nachthimmel über Los Angeles ist hell erleuchtet. Schwere Artilleriegeschütze schießen auf seltsame Ziele über der Stadt. Augenzeugen sind überzeugt: Es sind Ufos. Können erstmals freigegebene Geheimakten ein neues Licht auf die vielleicht erste Ufo-Massensichtung des 20. Jahrhunderts werfen? Wissenschaftler suchen nach Erklärungen für die dubiosen Vorkommnisse am Himmel.
16:30
Während des Kalten Krieges versetzen unbekannte Flugobjekte die Regierungen auf der ganzen Welt in höchste Alarmbereitschaft. Wurde das weltweite Atomwaffenarsenal von Ufos ausspioniert? Seit Jahrzehnten werden vermeintlich unbekannte Flugobjekte gesichtet. Tausende dieser "Ufo-Sichtungen" sind in offiziellen US-Regierungsakten dokumentiert. Der "Rendlesham-Forest-Zwischenfall" im Jahr 1980 gilt als einer der am besten dokumentierten.
17:15
Roswell, Juli 1947. Ein Rancher findet Trümmerteile auf seinen Feldern, offenbar Überreste eines abgestürzten Flugobjekts. Stammen die fremdartigen Metallteile von einem Ufo? Zeitzeugen werden interviewt und Bildmaterial ausgewertet. Können so viele Menschen irren oder gar lügen? Die widersprüchlichen Aussagen der US-Regierung befeuern Verschwörungstheorien um Ufos und deren Insassen, die auf der Militärbasis untersucht worden seien. 1947 gerät der kleine Wüstenort Roswell im US-Bundesstaat New Mexico in die Schlagzeilen. Ein mysteriöses Flugobjekt soll auf einer Schafsranch abgestürzt sein. Das ultraleichte, schimmernde Material lässt sich nicht zerstören und springt immer wieder in seine Form zurück. Fremdartige Hieroglyphen geben Rätsel auf. Der Sheriff informiert den nahe gelegenen Militärstützpunkt. Nach der Untersuchung des Vorfalls folgt das offizielle Statement: Die Trümmerteile sollen von einem abgestürzten Wetterballon stammen. Nach dieser Erklärung wird es 30 Jahre lang still um Roswell, bis Ende der 1970er-Jahre das Interesse an Aliens wieder aufkeimt. 1979 veröffentlicht Atomphysiker Stanton Friedman seine Dokumentation "UFO's Are Real", wodurch der Mythos Roswell wieder Fahrt aufnimmt. 1989 behauptet Bob Lazar, als Wissenschaftler in der Area 51 mit fliegenden Untertassen gearbeitet zu haben. Ein Jahr später bricht der damalige Leichenbestatter Glenn Dennis sein Schweigen, der vom Militär einen mysteriösen Auftrag bekommen und am Stützpunkt mit einer verstörten Krankenschwester gesprochen habe. Ein authentisch wirkendes Video einer Alien-Obduktion, das 1995 auftaucht, ist für viele Ufo-Fans der ultimative Beweis.
18:00
Über den vermeintlichen Ufo-Absturz in Roswell kursieren diverse Theorien. War es ein missglücktes Geheimprojekt der Regierung, eine Machtdemonstration der Russen oder doch ein Alien-Raumschiff? Alle Zeit- und Augenzeugen von damals sind inzwischen verstorben, und die Beweisaufnahme zum Roswell-Vorfall ist abgeschlossen. Die bisher bekannten Zeugenaussagen werfen jedoch mindestens ebenso viele Fragen wie Antworten auf. Wie glaubwürdig sind sie wirklich? Einige Theorien wie die telepathischen Gespräche, die Einsteins Assistentin Shirley Wright mit Aliens geführt haben will, scheinen sehr weit hergeholt. Auch die wilden Thesen der Autorin Annie Jacobsen entbehren jeglicher Grundlage. Sie behauptet, Stalin hätte zwecks psychologischer Kriegsführung im Kalten Krieg eine fliegende Untertasse in die USA geschickt - bemannt mit Kindern, die von Dr. Josef Mengele zu Aliens umoperiert wurden. Die Experten geben zu bedenken, dass das kriegsgebeutelte Russland zwei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges andere Sorgen gehabt haben dürfte, als in kürzester Zeit einen solchen Geniestreich auf die Beine zu stellen. Was hat es mit dem Video der Alien-Autopsie auf sich, das 1995 um die Welt ging? Alle Indizien sprechen offenbar für die Echtheit der Aufnahmen. Der Filmemacher Spyros Melaris hält eine verblüffende Enthüllung bereit. Untersucht wird auch der 1994 veröffentlichte Bericht der U.S. Air Force, in dem die Ereignisse bis ins kleinste Detail aufgearbeitet und sämtliche Zeugenaussagen Satz für Satz untersucht werden. Wie glaubwürdig ist letztendlich die offizielle Erklärung? Waren die Ufo-Spekulationen für die US-Regierung sogar eine willkommene Ablenkung von einer Geheimoperation, über die niemand etwas erfahren durfte? In Teil zwei von "Mythos Roswell und Area 51" kommen die einzelnen Thesen auf den Prüfstand: Sie werden auf Plausibilität abgeklopft, und es werden Ungereimtheiten und Logiklöcher aufgezeigt. Anschließend versuchen die Experten, nahe liegende Erklärungen zu finden.
18:45
Bartholomew Roberts - er ist der letzte große Pirat des Goldenen Zeitalters und mit Abstand einer der erfolgreichsten. Mehr als 400 Schiffe hat er gekapert und dabei die halbe Welt umreist. Dabei ist Roberts - ein einfacher Seemann aus Wales - eher zufällig Pirat geworden. Als Howell Davis sein Schiff vor der Küste Afrikas angreift, wird Roberts gezwungen, sich dem walisischen Piraten anzuschließen. Nach dessen Tod wählt die Mannschaft ihn zum Kapitän. Es ist der Beginn einer beispiellosen, rauschhaften Piratenkarriere, die mehr als drei Jahre andauern wird. Zunächst überfällt und plündert Roberts die Insel Príncipe vor Westafrika. Anschließend segelt er nach Brasilien, wo er mit viel List und Geschick die Beute seines Lebens macht: Er kapert ein hochgerüstetes portugiesisches Handelsschiff, die "Sagrada Familia", obwohl dieses von einem großen Militärkonvoi begleitet wird. Roberts erbeutet einen riesigen Gold- und Silberschatz und könnte sich mit der Beute getrost zur Ruhe setzen. Doch der Pirat wider Willen hat Blut geleckt. Er segelt die Ostküste entlang nach Neufundland, zurück in die Karibik und quer über den Atlantik wieder nach Afrika; überfällt dabei Handelsschiffe, Kriegsschiffe, Fischerboote und Häfen. Er plündert, brandschatzt, nimmt Geiseln, kleidet sich dabei stets extravagant und geht voll und ganz in seiner Piratenrolle auf. Doch - wie die meisten Piraten des Goldenen Zeitalters - kann auch er seinen Reichtum nicht in Frieden und Gesundheit genießen. 1722 besiegelt ein englisches Kriegsschiff das Ende des walisischen Seeräubers vor der Küste Guineas - und mit ihm die goldenen Jahre der Piraterie. "Legendäre Piraten" erzählt von blutigen Plündereien, versteckten Reichtümern und unvergessenen Legenden. Es sind Geschichten der berüchtigtsten Seeräuber aller Zeiten, die einst die Weltmeere beherrschten und die uns bis heute faszinieren.
19:30
Anne Bonny und Mary Read - zwei Frauen, die sich kleiden wie Männer, kämpfen wie Männer und dabei ein Liebespaar sind. Jahrhunderte später werden sie zu Ikonen weiblicher Selbstbestimmung. Gemeinsam mit dem schillernden Captain Jack Rackham, Bonnys zweitem Ehemann, zieht das Trio kapernd und plündernd durch die Karibik. Ihre Karriere ist ebenso kurz wie dramatisch. Am Ende werden sie alle zum Tode verurteilt, doch nur Rackham endet am Galgen. Bonny und Read sind die wohl berühmtesten Piratinnen der Welt - und zwei absolute Ausnahmeerscheinungen in einer männerdominierten Welt. Bonny, die uneheliche Tochter eines reichen Plantagenbesitzers, muss in ihrer Kindheit Jungenkleider tragen und wird von ihrem Vater als entfernter Verwandter ausgegeben. Auch Read wächst als Junge auf. Denn nachdem ihr Bruder gestorben ist, muss sie in seine Rolle schlüpfen, damit die Familie weiterhin finanzielle Unterstützung von ihren Großeltern erhält. Beide entschließen sich, zur See zu fahren, beide heiraten, beide lassen sich scheiden oder verlieren ihren Mann - bis sich ihre Wege auf schicksalhafte Weise an Bord von Jack Rackhams Schiff, der "Revenge", kreuzen. Der Legende nach verlieben sie sich ineinander und werden das erste lesbische Piratinnenpaar der Geschichte. Als die "Revenge" 1720 von einem englischen Kriegsschiff angegriffen wird, ist die Crew zu betrunken, um sich des Angriffs zu erwehren. Nur Bonny und Read stehen "ihren Mann" und "kämpfen wie die Löwen" gegen die englische Übermacht. Sie werden gefangen genommen, vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt. Doch während Rackham gehängt wird, haben Bonny und Read noch ein Ass im Ärmel, um dem Henker zu entgehen. "Legendäre Piraten" erzählt von blutigen Plündereien, versteckten Reichtümern und unvergessenen Legenden. Es sind Geschichten der berüchtigtsten Seeräuber aller Zeiten, die einst die Weltmeere beherrschten und die uns bis heute faszinieren.
20:15
Blackbeard - kein Pirat ist so berüchtigt wie der englische Hüne mit dem schwarzen, rauchenden Bart. Er ist ebenso brutal wie gierig. Doch am Ende wird ihm sein Image zum Verhängnis. Blackbeard beginnt seine Seeräuberkarriere Anfang des 17. Jahrhunderts in der Karibik. Innerhalb kürzester Zeit wird er zur Legende - vor allem wegen seiner dämonischen Selbstinszenierung. Viele Kapitäne geben kampflos auf, wenn sie seine Flotte nur kommen sehen. Blackbeard tritt erstmals 1716 in der Karibik und an der amerikanischen Ostküste als Pirat in Erscheinung. Ein Jahr darauf erbeutet er ein französisches Handelsschiff und baut es zu einem Kriegsschiff um - zur "Queen Anne's Revenge". Sein nächster großer Coup ist die Belagerung von Charleston 1718 in South Carolina. Blackbeard blockiert den wichtigen Handelshafen rund eine Woche lang, beschlagnahmt vier Schiffe und nimmt die Mannschaften als Geiseln, um Medizin für sich und seine Crew zu erpressen. Die Aktion ist nur mäßig erfolgreich. Schlimmer noch für Blackbeard: Er hat damit die Obrigkeit gegen sich aufgebracht und ist ab sofort ein Gejagter. Als der englische König Georg I. allen Piraten, die sich von der Seeräuberei lossagen, eine Amnestie in Aussicht stellt, scheint sich Blackbeards Situation aufzuhellen. Er nimmt den Deal an. Doch schon kurze Zeit später wird der notorische Pirat wieder rückfällig und überfällt mehrere Schiffe vor der nordamerikanischen Ostküste. Blackbeards Wortbruch, seine verheerenden Angriffe, gepaart mit seinem dämonischen Auftreten, haben ihm bereits zu dieser Zeit den Ruf eingebracht, der Teufel in Person zu sein. Die englische Krone hat keine Wahl - sie muss ihn zur Strecke bringen. Der Mann für diese Aufgabe ist Kapitän Robert Maynard. Vor der Küste North Carolinas spürt er Blackbeard im November 1718 auf. Es kommt zum finalen Kampf zwischen Maynard und Blackbeard. "Legendäre Piraten" erzählt von blutigen Plündereien, versteckten Reichtümern und unvergessenen Legenden. Es sind Geschichten der berüchtigtsten Seeräuber aller Zeiten, die einst die Weltmeere beherrschten und die uns bis heute faszinieren.
21:00
William Kidd ist ein angesehener New Yorker Geschäftsmann und erfolgreicher Freibeuter. Doch das Leben des gebürtigen Schotten nimmt eine tragische Wendung und endet am Galgen. Ende des 17. Jahrhunderts nimmt Kidd Kurs auf den Indischen Ozean. Im Namen des Königs von England soll er Jagd auf französische Schiffe und Piraten machen, die die Flotte des Großmoguls von Indien wiederholt angreifen. Das Problem: Kidd macht keine Beute. Seine Mannschaft wird zunehmend unzufrieden und droht mit Meuterei. Als Kidd im Streit seinen Kanonier tötet, kippt die Stimmung an Bord endgültig. Die Crew, die keinen festen Sold bekommt, sondern nur eine Gewinnbeteiligung an der möglichen Beute, drängt ihren Kapitän, endlich ein Schiff zu kapern. Als Kidd ein voll beladenes armenisches Handelsschiff unter französischer Flagge entdeckt, wähnt er sich am Ziel. Doch als sie das Schiff entern, stellt sich heraus, dass der Kapitän Engländer ist. Kidd, der selbst unter finanziellem Druck durch seine englischen Geldgeber steht, kapert das Schiff. Er glaubt, im Recht zu sein, da das Schiff französische Papiere hat und dementsprechend unter seinen Kaperbrief fällt. Ein entscheidender Fehler. Sowohl der Großmogul als auch die einflussreiche East India Company wenden sich nach Kidds Kaperfahrt empört an den König von England und fordern Wiedergutmachung. Als Kidd nach New York zurückkehrt, wird er sogleich festgenommen und kurze Zeit später in London vor Gericht gestellt. Der Vorwurf: Piraterie und Mord an seinem Kanonier. Kidd verweist auf die französischen Papiere des Schiffes, die er seinerzeit an sich genommen hat, allerdings beim Prozess nicht vorzeigen kann. Er hofft auf seine einflussreichen Geldgeber, die selbst Teil der englischen Politelite sind. Doch seine früheren Protegés wenden sich von ihm ab, um ihre eigene Haut zu retten. Auch seine ehemalige Crew findet kein gutes Wort für ihn, was sein Todesurteil bedeutet. "Legendäre Piraten" erzählt von blutigen Plündereien, versteckten Reichtümern und unvergessenen Legenden. Es sind Geschichten der berüchtigtsten Seeräuber aller Zeiten, die einst die Weltmeere beherrschten und die uns bis heute faszinieren.
21:45
Henry Morgan gilt als Bilderbuchpirat: trunksüchtig, gewieft, brutal und vor allem extrem erfolgreich. Seine Kaperfahrten bringen ihm ein Vermögen ein - und die Macht über Jamaika. Mitte des 17. Jahrhunderts überfällt der walisische Pirat spanische Kolonien in der Karibik, darunter auch Panama-Stadt. Immer wieder setzt er sich über geltendes Recht hinweg und schafft es dennoch, die Unterstützung der englischen Krone nicht zu verlieren. Im Gegenteil: Statt ihn für seinen verheerenden Überfall auf Panama, der zu schweren diplomatischen Verwerfungen zwischen England und Spanien führt, ins Gefängnis zu stecken, schlägt König Charles II. ihn 1672 zum Ritter und ernennt ihn zum Vizegouverneur von Jamaika. Dort wird er zu einem der reichsten und einflussreichsten Männer, kauft sich drei Zuckerrohrplantagen und mehrt seinen Reichtum als unerbittlicher Sklavenhalter. Morgan baut als Vizegouverneur die Insel sukzessive zu einer stark gesicherten Festung aus, verwaltet sie in seinem Sinne und trägt maßgeblich zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung bei. Port Royal, die damalige Inselhauptstadt, entwickelt sich unter Morgans Ägide zu einem der wichtigsten englischen Zentren in der Neuen Welt und zieht Beamte, Geschäftsleute und Freibeuter gleichermaßen an. Als König Charles II. die Kaperfahrer strenger regulieren lässt, muss Henry Morgan sein Geschäftsmodell jedoch überdenken. Statt weiterhin auf Kaperfahrt zu gehen, jagt er - einer der gefürchtetsten Piraten der Karibik - nun seinesgleichen. Selbst Weggefährten, die "seine" jamaikanischen Gewässer unsicher machen, dürfen nicht mehr auf Gnade hoffen. Einer Sache bleibt er jedoch treu bis zum Schluss: dem Alkohol. Er stirbt 1688 an den Folgen seines jahrzehntelangen, exzessiven Alkoholkonsums. "Legendäre Piraten" erzählt von blutigen Plündereien, versteckten Reichtümern und unvergessenen Legenden. Es sind Geschichten der berüchtigtsten Seeräuber aller Zeiten, die einst die Weltmeere beherrschten und die uns bis heute faszinieren.
22:30
John Ward - in seiner Heimat gilt er als "größter Halunke Englands". Ein einfacher Fischer, der sich als Pirat den Korsaren anschließt und das Mittelmeer in Angst und Schrecken versetzt. Ward, dessen Leben die Hollywood-Figur Jack Sparrow inspirierte, hat es durch viele Kaperfahrten zu großem Reichtum gebracht und die englische Krone an den Rand eines Krieges mit Venedig geführt. Der Deserteur und Islam-Konvertit ist ebenso unberechenbar wie genial. Wards Geschäftsmodell ist einfach, aber effektiv: Unter dem Schutz muslimischer Piraten - den Korsaren - kapert er Handelsschiffe im Mittelmeer, überzeugt die Besatzungen, sich ihm anzuschließen, und baut so eine stetig wachsende Schlachtflotte auf. Sein wohl größter Coup ist die Kaperung des venezianischen Handelsschiffes "Reniera e Soderina", damals eines der größten Schiffe in der Region. Die wertvolle Beute macht ihn auf einen Schlag reich - führt jedoch zu schweren diplomatischen Verwerfungen zwischen dem seinerzeit mächtigen Venedig und England. Obwohl Ward dem englischen König James I. einen Teil der Beute anbietet, um ihn gnädig zu stimmen, lehnt dieser eine Begnadigung des berüchtigten Freibeuters ab. Zu groß ist das Risiko, in einen Krieg mit der mächtigen Seerepublik Venedig zu schlittern. John Ward hat ein Problem: Er kann nicht mehr in seine Heimat England zurückkehren und ist fortan ein Gejagter. Aber Ward, der Zeit seines Lebens ein Meister der Neuerfindung gewesen ist, schafft es auch dieses Mal, ein scheinbar auswegloses Schicksal ins Positive zu drehen. "Legendäre Piraten" erzählt von blutigen Plündereien, versteckten Reichtümern und unvergessenen Legenden. Es sind Geschichten der berüchtigtsten Seeräuber aller Zeiten, die einst die Weltmeere beherrschten und die uns bis heute faszinieren.
23:15
Piraten - in der Populärkultur sind dies meist furchtlose und goldhungrige Männer. Doch auch Frauen haben in der Freibeuterszene mitgemischt - etwa die irische Clanchefin Grace O'Malley. Fast ein halbes Jahrhundert lang verbreitet sie auf ihren Raubzügen in Irland und an der westeuropäischen Atlantikküste Angst und Schrecken. Sie behauptet sich in einer männerdominierten Welt, fordert die englischen Besatzer Irlands mit ihrem Widerstand heraus. Schon zu Lebzeiten macht sich Grace O'Malley einen Namen als talentierte Seefahrerin und brillante Strategin. Mit geschickten politischen Schachzügen und wagemutigen Überfällen kann sie ihren Machtbereich im Westen Irlands stetig vergrößern und sich die Unterstützung anderer Clans sichern. Selbst die rigide englische Regentin Queen Elizabeth I. - ihre größte Widersacherin - ist so angetan von der selbstbewussten Frau, dass sie ihr eine Audienz gewährt und sich beträchtliche Zugeständnisse von ihr abringen lässt. Noch heute gilt Grace O'Malley in Irland als Nationalheldin und Ikone des Widerstandes gegen die Engländer. Sie ist als "Piratenkönigin" in die Geschichte eingegangen. "Legendäre Piraten" erzählt von blutigen Plündereien, versteckten Reichtümern und unvergessenen Legenden. Es sind Geschichten der berüchtigtsten Seeräuber aller Zeiten, die einst die Weltmeere beherrschten und die uns bis heute faszinieren.