19:30
Vor Jahrmillionen von der Plattentektonik auseinandergerissene Kontinente werden erneut miteinander verbunden. Die Reisen von Kolumbus bringen der Menschheit bahnbrechende Erkenntnisse. Nutzpflanzen und Nutzvieh gelangen von einer Region in sämtliche andere Gegenden der Erde. Auf diese Weise ändert sich die Ökologie des gesamten Planeten. "Die Zeit der Entdeckungen" ist die zweite Folge der dreiteiligen Doku-Serie "Deep Time History". In dieser Episode analysiert Forscher Prof. Jonathan Markley, wie die Entdeckung des Pfeffers die Menschheit beeinflusste. Dabei untersucht er nicht nur die Entdeckung von Gewürzen, Kulturen und Tierarten. Der Historiker blickt auch tief in die Geschichte der Erdentstehung zurück und deckt ungeahnte Zusammenhänge auf.
20:15
Verglühende Sterne und Chlorophyll bereiten den Weg für Massenproduktion und Kriege. Die Geschichte der Industrialisierung wurzelt dabei tief in urzeitlichen Ereignissen. Nitrate ermöglichen die Ernährung von Millionen Menschen. Doch der Chemiker Fritz Haber entdeckt auch ihre Sprengkraft. Eine Massenvernichtungswaffe ist geboren. "Der Weg in die Moderne" ist die dritte Folge der dreiteiligen Doku-Serie "Deep Time History". In dieser Episode zeigt der Forscher Prof. Jonathan Markley nicht nur die Entwicklung von Energiegewinnung durch Bäume hin zur Konstruktion von Schiffen und schließlich von Autos. Er analysiert auch, wie aus Sternentrümmern das entscheidende Element Eisen entsteht und wie sich daraus letztlich unsere Planeten formen. Dabei blickt der Historiker tief in die Geschichte der Erdentstehung zurück und stellt ungeahnte Zusammenhänge vor.
21:00
Die Geschichte des Rassismus ist voller gewaltsamer - und kaum bekannter - Kapitel. Woher kommt der Hass gegen das Fremde? Sieben Fakten zum Thema Rassismus. Wer weiß schon, dass der moderne Rassismus von Spanien aus die Welt erobert hat? Oder, dass es Rassismusvorwürfe gegen die britischen Royals nicht erst seit Meghan gibt? Warum sind schwarze Filmfiguren noch immer ein Aufregerthema? Die Dokumentation zeigt, wie sich die rassistische Idee von der Überlegenheit der weißen "Rasse" aus einem antisemitischen Pogrom entwickelt und sich in Europa und den Kolonien der "Neuen Welt", Afrikas und Asiens fortsetzt. 1619 erreicht die "White Lion" als erstes Sklavenschiff Nordamerika. Es folgt eine Geschichte voller Rassismus und Gewalt. Hier setzt sich der transatlantische Dreieckshandel fort. Europäer tauschen Waffen, Schnaps und Stoffe gegen Sklaven, die Afrikas Könige bei ihren Feinden rauben. In Amerika werden die schwarzen Sklaven gezwungen, die Reichtümer der Neuen Welt zu produzieren - Zucker, Tabak und Gold -, die ihre Besitzer wiederum teuer nach Europa verkaufen. Ein weiteres Kapitel handelt von Indien und dem dunklen Erbe der britischen Krone. Es thematisiert das Massaker von Amritsar, blickt aber auch auf neuere Rassismusvorwürfe gegen die Royals. Die Dokumentation behandelt auch eine Form des Hasses, die seit mehr als tausend Jahren die Menschheit vergiftet: Antisemitismus. Ein einschneidendes Datum in der deutschen Geschichte ist der 9. November 1938: Die Pogromnacht gilt als Auftakt zum Holocaust. 1992 erlebt Deutschland kurz nach der Wiedervereinigung die schwersten fremdenfeindlichen Ausschreitungen seit der NS-Zeit. In Rostock-Lichtenhagen attackiert ein Mob Rechtsextremer tagelang das sogenannte Sonnenblumenhaus. Wehrlose Asylbewerber müssen um ihr Leben bangen. Wie Bilder und Stereotype unsere Vorstellungen prägen, zeigen die Fälle von "Vom Winde verweht" und Disneys "Arielle, die Meerjungfrau". Als erste afroamerikanische Schauspielerin gewinnt Hattie McDaniel einen Oscar für ihre Nebenrolle in "Vom Winde verweht". Später wird sie jedoch auch für ihre Darstellung einer schwarzen Dienstmagd angegriffen, weil sie das Klischee der einfältigen Schwarzen gespielt habe. Wegen rassistischer Stereotype enthält der Film mittlerweile einen Warnhinweis. Doch die Zeiten ändern sich. 2019 wird bekannt, dass Halle Bailey die Hauptrolle in einem Disney-Film bekommt. Als schwarze Meerjungfrau sorgt sie für Begeisterungsstürme - doch rassistische Kommentare im Netz bleiben nicht aus. 2020 erschüttert ein unfassbares Video die Welt. Es zeigt, wie der Afroamerikaner George Floyd durch einen Polizeibeamten in Minneapolis getötet wird. Die Tat löst weltweit "Black Lives Matter"-Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt aus.
21:45
Zwischen zwei Ozeanen gelegen, nutzen die USA die Geografie zu ihrem Vorteil. Flüsse und Rohstoffvorkommen treiben Expansion und Industrialisierung voran. Doch reicht das für die Zukunft? Der Aufstieg Amerikas beruht auch auf seinen einzigartigen geografischen Gegebenheiten. Fruchtbare Böden, schiffbare Flüsse und Rohstoffvorkommen begünstigen Landwirtschaft, Handel und Industrialisierung. Doch geopolitische Veränderungen fordern die USA heraus. Die USA verdanken ihren Aufstieg nicht nur ihrer politischen und wirtschaftlichen Stärke, sondern auch ihrer Geografie. Fruchtbares Ackerland in den Great Plains, schiffbare Flüsse wie der Mississippi und riesige Rohstoffvorkommen an Kohle, Erdöl und Eisen ermöglichten eine beispiellose Expansion. Die isolierte Lage zwischen Atlantik und Pazifik schützte das Land vor Invasionen und schuf gleichzeitig eine strategische Ausgangsposition für den Welthandel. Doch Amerikas Einfluss ist nicht mehr unangefochten: China und andere aufstrebende Mächte fordern die Vorherrschaft heraus. Können die USA ihre geopolitische Vormachtstellung behaupten? "Imperium - Karten der Macht" zeigt, wie die Geografie die Weltgeschichte prägt und über Aufstieg und Fall von Supermächten entscheidet. Strategische Grenzen, natürliche Ressourcen und klimatische Bedingungen beeinflussen seit jeher politische Entscheidungen und wirtschaftlichen Erfolg - und bleiben auch im 21. Jahrhundert der Schlüssel zum globalen Mächtespiel.
22:30
Russland, das größte Land der Erde, verfügt über riesige Rohstoffvorkommen und strategisch wichtige Grenzen. Wie hat diese Geografie seine Geschichte und seinen Aufstieg beeinflusst? Russland erstreckt sich über zwei Kontinente und elf Zeitzonen. Doch trotz seiner Größe fühlt es sich bedroht. Extreme klimatische Bedingungen und die Suche nach Ressourcen beeinflussen immer wieder die Politik und die Geschichte Russlands. Russland ist eine Landmacht mit einer enormen geografischen Vielfalt - von den eisigen Küsten der Arktis über die Weiten der sibirischen Taiga bis zu den fruchtbaren Ebenen im Westen des Landes. Doch das riesige Territorium birgt auch Herausforderungen: Die geografischen Grenzen sind kaum geschützt, die Häfen oft eisbedeckt. Diese Gegebenheiten prägen Russlands Politik seit Jahrhunderten - von der zaristischen Expansion über die sowjetische Industrialisierung bis zur heutigen Weltpolitik. Doch welche Rolle haben Flüsse, Ressourcen und Seewege im Laufe der Geschichte gespielt? Und warum fühlt sich Russland trotz seiner Größe immer wieder bedroht? "Imperium - Karten der Macht" zeigt, wie die Geografie die Weltgeschichte prägt und über Aufstieg und Fall von Supermächten entscheidet. Strategische Grenzen, natürliche Ressourcen und klimatische Bedingungen beeinflussen seit jeher politische Entscheidungen und wirtschaftlichen Erfolg - und bleiben auch im 21. Jahrhundert der Schlüssel zum globalen Mächtespiel.
23:15
Von den Gipfeln des Himalaja bis zur Wüste Gobi - Chinas Geografie prägt seit jeher seine Geschichte und seinen Aufstieg. Und begründet damit eine der ältesten Zivilisationen der Welt. Flüsse wie der Jangtse ermöglichen Handel und Kultur, Gebirge schützen vor Invasionen, und fruchtbare Ebenen fördern Landwirtschaft und Bevölkerungswachstum. Wie beeinflussen Chinas Landschaften seine Entwicklung und seinen globalen Einfluss? China ist nicht nur eine Nation - sondern auch ein Imperium und ein globaler Akteur. Doch seine Geschichte ist vor allem durch seine geografische Vielfalt geprägt: Die mächtigen Gebirgszüge des Himalaja schirmen es nach Westen ab, der Gelbe Fluss und der Jangtse ermöglichen einst den Aufstieg der chinesischen Kultur. Heute nutzt China seine Geografie gezielt zur wirtschaftlichen Expansion - mit der "Belt and Road Initiative" schafft es neue Handelswege und sichert sich geopolitische Macht. Doch der Wettlauf um Einfluss und Ressourcen führt auch zu Spannungen - im Südchinesischen Meer, in Xinjiang und in den globalen Handelsbeziehungen. "Imperium - Karten der Macht" zeigt, wie die Geografie die Weltgeschichte prägt und über Aufstieg und Fall von Supermächten entscheidet. Strategische Grenzen, natürliche Ressourcen und klimatische Bedingungen beeinflussen seit jeher politische Entscheidungen und wirtschaftlichen Erfolg - und bleiben auch im 21. Jahrhundert der Schlüssel zum globalen Mächtespiel.