12:05
Vom Abendland ins Morgenland: Die letzte Etappe führt nach Istanbul, das historische Ziel des Orient-Express - und der krönende Abschluss dieser einzigartigen Zugreise. Auf dem Weg in die Türkei ging es quer durch Bulgarien, vorbei an Sofia und Plowdiw. Im Kalten Krieg wurde der Orient-Express dort streng kontrolliert - als wichtige Verbindung zwischen Ost und West galt er als "Zug der Spione". Der Film folgt der historischen Strecke bis nach Istanbul - dem Sehnsuchtsort, der dem Orient-Express seinen Namen gab. Über den Dragoman-Pass erreichte der Zug Sofia, wo er im Kalten Krieg zum "Zug der Spione" wurde. Die Etappe erzählt von königlichen Eisenbahnträumen und vom Ausbau der Strecke, die den Zug erstmals ohne Umwege nach Istanbul brachte. In Plowdiw stehen römische Ruinen neben eleganten Stadthäusern der Gründerzeit - ein weiteres Kapitel europäischer Geschichte entlang der Schienen. Mit der Einfahrt in den Sirkeci-Bahnhof schließt sich der Kreis. Istanbul, das Tor zwischen Europa und Asien, war fast ein Jahrhundert lang Endstation der legendären Reise. Im Pera Palace, eigens für die Gäste des Orient-Express gebaut, setzte sich der Luxus fort. Dort, zwischen Minaretten und Palästen, endete die Route. Der Orient-Express ist mehr als ein Zug: Er ist Bühne europäischer Geschichte, Stoff für Träume und Symbol einer Epoche, die das Reisen für immer verändert hat. Vier Etappen, eine legendäre Route: Auf den Spuren des Orient-Express reist der Film von London bis an den Bosporus. Es warten Städte voller Geschichte - und Begegnungen mit spannenden Menschen.
12:50
In der neuesten Ausgabe von "Smart Shopper" checkt Moderator Uke Bosse Heißluftfritteusen. Wer braucht so ein Gerät, was kann es, und wie viel Geld muss ich dafür ausgeben? Lasch oder lecker? Bei der Blindverkostung tritt ein Premiummodell gegen ein deutlich günstigeres Discountergerät an. Auf der Suche nach der perfekten Fritte fährt Uke ins Mutterland der Pommes und lässt die Geräte sogar in ihre Einzelteile zerlegen. Die Testgeräte werden von einer unabhängigen Prüforganisation, dem TÜV Süd, auf Haltbarkeit und Benutzerfreundlichkeit durchgecheckt. Zudem findet Uke heraus, mit welchen Marketingtricks die Hersteller arbeiten. Das Erfolgsrezept: Influencer, TV-Köche und inszenierter Social-Media-Hype machen den Airfryer zum Must-have in der Küche. Können die Airfryer auch eingefleischte Fastfood-Fans überzeugen? Die Abstimmung an der Imbissbude wird es zeigen. Im Praxistest kommt heraus: Die Geräte können mehr als nur Pommes - von Hähnchen über Kaiserschmarrn bis zu gegrilltem Obst. Am Ende gibt es ein klares Urteil, für wen sich die Anschaffung lohnt. Im Verbraucherformat "Smart Shopper" checkt Host Uke Bosse unsere Haushaltsgeräte - mit Härte und Witz. Er zerlegt die Geräte in ihre Einzelteile und findet heraus, mit welchen Psychotricks die Hersteller arbeiten.
13:35
Günstig und schnell ans Traumziel: So lockt Ryanair Kunden an. Das irische Unternehmen ist mit seinem Low-Cost-Modell der Überflieger unter den Billigairlines. Doch zu welchem Preis? Flugbegleiter gilt als Traumjob, und Ryanair weiß das zu nutzen. Die Angestellten jedoch prangern unzumutbare Arbeitsbedingungen an: geringe Gehälter, Druck bei den Bordverkäufen und ein knallhartes Management. Dennoch ist Ryanair weiter auf der Überholspur. Der französische Journalist Tom Cariou blickt hinter die Kulissen von Ryanair und recherchiert an Flughäfen in Frankreich, Spanien und England - teils mit versteckter Kamera. Wie schafft es die Fluggesellschaft, Tickets zu günstigen Preisen zu verkaufen und gleichzeitig die profitabelste Airline Europas zu sein? Der Chef des Unternehmens, Michael O'Leary, setzt auf permanente Kostensenkung und Prozessoptimierung. Ryanair betreibt ausschließlich Boeing-Maschinen mit maximaler Anzahl von Sitzen. Die Flüge sind fast immer ausgebucht, und die Zeit am Boden ist exakt kalkuliert. Darüber hinaus gelten strenge Richtlinien für Gepäckzuschläge, und alles an Bord ist kostenpflichtig. Crewmitglieder schildern den Druck bei Bordverkäufen und individuellen Vorgaben, die erreicht werden müssen. Die guten Geschäftsergebnisse basieren wohl auch auf dieser knallharten Personalpolitik. Seit Jahren beschwört Michael O'Leary, er würde sich eher die rechte Hand abhacken, als eine Vereinbarung mit den Gewerkschaften zu unterzeichnen. Doch Ende 2017 ändert er seine Meinung: Es drohen Pilotenstreiks in Deutschland, Spanien, Großbritannien und Italien. Unter Druck setzt sich Ryanair an den Verhandlungstisch und erkennt schließlich Pilotengewerkschaften als Verhandlungspartner an - ein Signal an das Kabinenpersonal. Auch das hofft europaweit auf allgemeinverbindliche Tarifverträge. Davon betroffen sind auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Kanarischen Inseln. Im Januar 2018 organisieren sich viele von ihnen gewerkschaftlich - eine kleine Revolution bei Ryanair. Es folgt ein beispielloser Kampf um faire Arbeitsbedingungen mit überraschendem Ausgang. Die Billigairline ist weiter auf Erfolgskurs und bricht europaweit sämtliche Rekorde. Ryanair setzt sich zum Ziel, bis 2034 pro Jahr 300 Millionen Passagiere zu befördern.
14:20
Der Billigdiscounter Action unterhält über 2250 Filialen in 13 europäischen Ländern mit unschlagbaren Preisen. Geht seine aggressive Preispolitik zulasten der Angestellten und Warenqualität? Insider berichten von extremem Druck, illegalen Videokontrollen, Beleidigungen und hohen Krankenständen. Der niederländische Nonfood-Discounter schreibt seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern minutiös durchgetaktete Arbeitsabläufe vor. Dem Discounter werden mangelhafte Qualität und Produktsicherheit vorgeworfen. Ein Grund könnten die geringen Gewinnmargen sein, die Action seinen asiatischen Lieferanten zugesteht. Gravierend sind zudem die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen: Fehlender Arbeitsschutz, Mobbing und extremer Zeitdruck verursachen eine ungewöhnlich hohe Mitarbeiterfluktuation. Mehr als 80 Prozent der Action-Angestellten haben 2024 den Job gekündigt. Ein investigatives Team aus Journalistinnen und Journalisten recherchiert vor Ort - auch mit versteckter Kamera - im Umfeld der wachsenden Discounterkette.
15:05
2023 löst der "Barbie"-Film einen weltweiten Hype aus. Das freut auch Hersteller Mattel, der nicht nur von den Einnahmen profitiert - sondern auch von Barbies neuem progressivem Image. Während sich Barbie zur feministischen Ikone mausert, steht Mattel in der Kritik: Von der Gleichstellung der Geschlechter sei der Konzern weit entfernt. Vorwürfe sind Ausbeutung in den Fabriken, das Unter-Druck-Setzen von Wettbewerbern und Sicherheitsmängel. Journalistin Isobel Yeung blickt hinter die Kulissen der Barbie-Traumfabrik. In Los Angeles, der Heimat der berühmten Puppe, geht sie auf Spurensuche. Dabei trifft sie Megafans wie Azusa Barbie, die ein wichtiger Teil von Mattels Marketingstrategie sind. Von App-Entwickler David Muirhead erfährt sie, wie massiv Mattel gegen kleine Unternehmen vorgeht. Seit zwei Jahren versucht der Spielzeugriese, ihn zur Umbenennung seiner "BarBee"-App zu zwingen. Und sie begegnet Erika Richter, deren Neugeborenes 2018 in einer Babywippe der Mattel-Tochterfirma Fisher-Price ums Leben kommt. Derweil ermitteln Undercover-Reporter in einer Mattel-Fabrik in Südchina - wo ihnen brisante Aufnahmen gelingen. Die Bilder beweisen, dass exzessive Überstunden, unzureichende Sicherheitsmaßnahmen und unrealistische Produktionsziele in den Werken an der Tagesordnung sind.
15:50
Stylish, trendy, spottbillig: Die chinesische Fashion-Marke SHEIN bringt Tausende neuer Kleidungsstücke heraus - jeden Tag. Dahinter steckt ein knallhartes Geschäftsmodell. Geschickt setzt SHEIN bezahlbare Trends für die "Generation TikTok" um. Mit Erfolg. Denn inzwischen ist das Unternehmen die am schnellsten wachsende Fast-Fashion-Marke der Welt. Beobachter kritisieren jedoch die katastrophalen Arbeitsbedingungen und Umweltschäden. Klassische Modekollektionen im Frühjahr und Herbst sind passé. Längst wechseln junge konsumaffine Modebewusste das Outfit schon nach wenigen Wochen. In den sozialen Medien - allen voran bei TikTok - geben Influencerinnen ständig Tipps für neue Textilträume. Blitzschnell reagiert SHEIN auf aktuelle Entwicklungen und überschwemmt den internationalen Modemarkt. Auch vor systematischem Ideenklau schrecke der chinesische Onlinehändler dabei nicht zurück, sagt die britische Modedesignerin Fern Davey im Interview mit Reporterin Iman Amrani.
16:35
Voller Kleiderschrank und trotzdem im Kaufrausch! Warum? Pia Osterhaus wagt ein Experiment, checkt Schnäppchenpreise, geht auf Verfolgungsjagd und enthüllt Tricks der Textilindustrie. "Kaufe jetzt, bezahle später!" Ein unwiderstehliches Angebot für alle, die beim Hype um Luxusmode dabei sein wollen. Mit Folgen für die Käufer. Denn von der Sehnsucht nach teuren Marken und coolen Outfits profitieren vor allem die Bezahldienste. Über 65 Milliarden Euro gaben deutsche Haushalte im Jahr 2023 für Kleidung aus - damit ist die Textilindustrie der umsatzstärkste Nonfood-Bereich. Auch auf Social Media dominiert Fashion die Timelines. In einem Experiment wird Pia Osterhaus zur Store-Managerin eines Taschenladens und zeigt zusammen mit Influencerin Josephine Lueck, wie Mikro-Influencer gezielt im Marketing eingesetzt werden. Im Onlinehandel locken kostenlose Retouren, doch was passiert mit den zurückgesendeten Kleidungsstücken? Mit GPS-Trackern verfolgt Pia ihren Weg und untersucht die Umweltfreundlichkeit dieses Service. Die großen, roten "Sale"-Schilder dominieren das Bild der Fast-Fashion-Läden. Echte Schnäppchen oder doch nur Teil einer ausgeklügelten Preisstrategie? Auch im Outlet checkt Pia das Verhältnis von Preisgestaltung und Qualität bekannter und weniger bekannter Marken. Jahr für Jahr erzielt die Textilindustrie Rekordumsätze und schafft es immer wieder, unsere Kaufentscheidungen zu manipulieren - oft ohne dass wir es merken. In der Dokumentation "Nice Price - Die Tricks der Textilindustrie" enthüllt Pia Osterhaus gemeinsam mit Experten, Branchen-Insidern und Betroffenen die geheimen Strategien einer gehypten Branche.
17:20
Unfassbar teuer, aber heiß begehrt: Luxusartikel aus der Welt von Gucci, Hermès und Co. Pia Osterhaus will wissen, welche Tricks auch uns Normalverdiener dazu bringen, so viel Geld auszugeben. Die Wirtschaft ächzt, aber die Luxusbranche meldet in vielen Segmenten Umsatzsteigerungen. Die zunehmend junge Kundschaft zahlt bereitwillig hohe Preise für Produkte, die Exklusivität versprechen. Eine Handtasche, die 11.000 Euro kostet? Sie findet ihre Käuferin - und die gehört nicht zwangsläufig zu den oberen Zehntausend. Immer öfter gönnen sich auch "Normalos" das eine oder andere gute Stück. Manch einer spart sogar monatelang darauf. Um die Begehrlichkeit der Kundschaft anzuheizen, haben die Luxushersteller clevere Verkaufsstrategien entwickelt: Sie inszenieren ihre Produkte mit großem Aufwand - etwa bei exklusiven Modenschauen mit Promi-Publikum, dessen Image die Marke unterstützt. Sie schmücken ihre Produkte außerdem gern mit auffälligen Logos, denn Luxusmarken sind Statussymbole, und die Kundschaft will heutzutage zeigen, dass sie sich etwas leisten kann. Und schließlich bringen die Luxushersteller lediglich kleinere Stückzahlen auf den Markt - nur ein knappes Gut behält seinen Exklusivitätscharakter und reizt diejenigen, die das Besondere wollen. Funktionieren diese Tricks denn wirklich? Das will Verbraucherjournalistin Pia Osterhaus mit unkonventionellen Tests herausfinden. Wie sehr strengen wir uns an, um ein exklusives und seltenes Produkt zu bekommen? Wie wichtig ist uns das auffällige Logo? Und werden wir anders behandelt, wenn wir in Luxusausstattung in ein Autohaus gehen? Um die hohen Preise zu rechtfertigen, werben die Luxusmarken darüber hinaus mit exklusivem Design und bester Verarbeitung. 450 Euro für ein Baumwoll-T-Shirt etwa sind nicht ungewöhnlich. Doch wie schneiden diese hochpreisigen Stücke im Vergleich zu herkömmlichen Marken wirklich ab? Und wie viel Qualität steckt in einer Luxushandtasche? Ein Lederexperte zerlegt ein Exemplar in seine Einzelteile und nimmt sie unter die Lupe. Ob exklusive Taschen, Schuhe oder Kleidung: Allein in Europa wurden 2023 rund 102 Milliarden Euro für Luxusartikel ausgegeben. Vor allem die jüngere Kundschaft, die sogenannten Millennials und die Generation Z, gelten als Haupttreiber für das Wachstum der Branche. Die Markenbindung findet bei ihnen über Social Media statt. Sie werden zu Fans, kaufen mit den Artikeln mehr oder weniger Fanprodukte. Wenn das Geld nicht für ein Luxuskleid reicht, dann wenigstens für einen Lippenstift desselben Herstellers. So werden Luxusmarken massentauglich, und Branchenexperten gehen von weiter steigenden Umsätzen aus.
18:00
TikTok - mit fast einer Milliarde Nutzern geht die App durch die Decke. Und birgt enormes Potenzial, Geld zu verdienen. Welche Chancen und Gefahren stecken hinter den Kurzvideos? TikTok ist in der Social-Media-Welt die Unterhaltungsplattform schlechthin. Doch das Potenzial der App geht weit über Tänze und Challenges hinaus. TikTok ist ein Geschäftsmodell. Wer verdient damit wie viel Geld, und was steckt hinter dem Unternehmen? Von lustigen Tanzvideos über wissenschaftliche Erklärvideos bis hin zu politischen Inhalten - auf TikTok ist alles möglich. Mittlerweile ist die App zur zentralen Informationsquelle von jungen Menschen geworden. Die Dokumentation porträtiert sogenannte Content Creator, also junge Menschen, die auf TikTok Videos hochladen. Was treibt sie an, auf TikTok Einblicke in ihr Leben zu gewähren? Wie verdienen sie mit der App Geld? Welche Vorteile bietet TikTok gegenüber anderen sozialen Medien? Und wo stoßen die Creator auf Probleme? Auf keinem anderen sozialen Netzwerk können Menschen so schnell bekannt werden wie auf TikTok. Einen kometenhaften Aufstieg hat die 17-jährige TikTokerin Charli D'Amelio hingelegt. Innerhalb weniger Monate wird die amerikanische Schülerin zum Superstar mit 138 Millionen Followern. Ihr Vermögen wird auf mehr als zehn Millionen US-Dollar geschätzt. Geschichten wie diese lassen viele Teenager von einer Karriere als Content Creator träumen. Lucy und Rick haben es fast geschafft. Mit ihren lustigen Videos erreichen die beiden deutschen TikToker Millionen Follower. Um sich gegenseitig zu unterstützen, reisen sie für 100 Tage nach Ibiza und produzieren gemeinsame TikToks. Ihre Agentur hat für sie und sieben weitere erfolgreiche Content Creator eine Villa auf Ibiza gemietet, das sogenannte 9:16 House. Das Konzept: mehrmals täglich Videos produzieren und sich gegenseitig Follower zuspielen, um die eigene Reichweite zu erhöhen. In dem morgendlichen Meeting mit Manager Adil Sbai erfahren die Zuschauer, wie viel Arbeit hinter einem erfolgreichen TikTok-Kanal steckt. Doch auch bei sehr viel Disziplin und einem guten Konzept können sich die Content Creator nie sicher sein, wie erfolgreich ihr Video sein wird. Denn den Algorithmus der Plattform hat noch niemand durchschaut. Es gibt auch Schattenseiten in der bunten Videowelt. Immer wieder wird Kritik an dem chinesischen Konzern ByteDance laut, der 2017 TikTok für knapp eine Milliarde Dollar kaufte. Videos, die nicht der offiziellen chinesischen Staatspropaganda entsprechen, werden zensiert, bemängeln Kritiker.
18:45
Kriege, Klima, Inflation - wir leben im Zeitalter der Angst. Was macht das mit uns, und wer nutzt sie aus? Harald Lesch zeigt, wie wir die Angstspirale durchbrechen können. Angst scheint zum Grundgefühl unserer Zeit geworden zu sein. Medien und Politik verstärken sie - teils bewusst, denn Angst ist ein Machtinstrument. Doch es gibt Wege, die Kontrolle zurückzugewinnen und der ständigen Verunsicherung etwas entgegenzusetzen. Angst ist ein starkes Gefühl, das sich instinktiv einstellt, sobald wir Bedrohung wahrnehmen. Früher sicherte das unser Überleben, ließ uns vor Raubtieren fliehen oder vor Abgründen zurückweichen. Heute richten sich unsere Ängste jedoch oft auf diffuse Gefahren in einer ungewissen Zukunft. Sie werden zu einer Dauerbelastung, die unser Denken, Handeln und sogar politische Entscheidungen prägt. Warum hat Angst so viel Macht über uns - und wie verhindern wir, dass sie zur Waffe wird? In dieser Folge zeigt Harald Lesch, wie unser Gehirn auf Bedrohungen reagiert: von evolutionären Reflexen der Urzeit bis zu den Herausforderungen der digitalen Gegenwart. Wissenschaftliche Experimente machen sichtbar, warum Unsicherheit oft belastender ist als eine klare Gefahr - und wie politische Akteure diese Mechanismen gezielt nutzen, um Ängste zu schüren und Gesellschaften zu spalten. Zuspitzung, Übertreibung und einfache Antworten dienen ihnen als Werkzeuge, um Aufmerksamkeit und Einfluss zu gewinnen. Gemeinsam mit der Neurowissenschaftlerin Dr. Liya Yu blickt Harald Lesch ins Gehirn: Warum fällt uns der Umgang mit Unsicherheit so schwer? Weshalb reagieren manche Menschen stärker auf Bedrohungen als andere? Und wie hängt das mit politischen Einstellungen zusammen? Das Forschungsfeld der Neuropolitik liefert faszinierende Einblicke - und zeigt, wie biologische Faktoren Polarisierung begünstigen. Doch wie können wir uns gegen die Macht der Angst wappnen? Diese Folge präsentiert Wege aus der Angstspirale: von praktischer Vorsorge und Zivilschutz bis zu einer zentralen Fähigkeit für unsere Demokratie - Ambiguitätstoleranz, also dem Aushalten von Mehrdeutigkeit. Im Gespräch mit der politischen Theoretikerin Maike Weißpflug, inspiriert von Philosophin Hannah Arendt, wird deutlich: Nur gemeinsames Handeln und offene Debatten können verhindern, dass Angst unsere Gesellschaft spaltet. "Terra X Harald Lesch" geht einer der drängendsten Fragen unserer Zeit nach - wie wir lernen können, die Angst zu beherrschen, statt von ihr beherrscht zu werden.
19:15
"Viel Glück im neuen Jahr" - wer wünscht sich das nicht? Doch was ist das eigentlich: Glück? Und kann ich es selbst beeinflussen? Harald Lesch macht sich auf die Suche. Was Philosophen schon seit Jahrtausenden beschäftigt, ist auch in der Forschung angekommen: das Glück. Was passiert bei diesem Gefühl in unserem Körper? Forschende haben herausgefunden, dass Glück nicht nur etwas ist, was uns passiert. Wir können es mitgestalten. Soziologen, Mediziner - und Regierungen haben das Glück in ihren Fokus gesetzt. Eine glückliche Bevölkerung gilt heute als Maßeinheit. Für Glückserhebungen wie den "World Happiness Report" werden Teilnehmer befragt, wie zufrieden diese auf einer Skala von null bis zehn mit ihrem Leben sind. Doch lässt sich Glück so tatsächlich messen? Was macht uns glücklich? Ist es das Geld? Oder spielt die Gesundheit die entscheidende Rolle? Repräsentative Umfragen zeigen: Tatsächlich hängt unser Glück nicht in dem Ausmaß von Geld und Gesundheit ab, wie wir vermuten. Harald Lesch begibt sich auf die Suche der verborgenen Faktoren, die uns wirklich glücklich machen. Was passiert in unserem Körper in einem Glücksmoment? Forschende berichten von einem regelrechten Feuerwerk, das im Gehirn stattfindet. Daran sind maßgeblich drei Hirnbotenstoffe beteiligt: Serotonin, Dopamin und Oxytocin. Lässt sich dieses großartige Gefühl auch künstlich erzeugen? Mediziner haben den Vagusnerv im Visier: Eine Stimulation dieses Nervs verspricht schnelle Hilfe bei Stress, Müdigkeit - und soll einen Glücksmoment im Gehirn auslösen. Doch ist das wissenschaftlich erwiesen? Harald Lesch spielt das Spiel zum Glück und erfährt, warum es viele Wege zum Glück gibt und jeder seinen eigenen finden muss.
19:45
Depressionen betreffen Millionen, darunter immer mehr junge Menschen. Forschende entschlüsseln, wie die Krankheit das Gehirn verändert, und finden neue Therapieansätze. Was bringt die Psyche aus dem Gleichgewicht? Wie entstehen Depressionen? Und was kann man dagegen tun? Harald Lesch trifft Experten aus den unterschiedlichsten Forschungsfeldern. Die vielen Rätsel um diese schwere Krankheit lassen sich nur im Zusammenspiel lösen. Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit. Allein in Deutschland sind knapp 9,5 Millionen Menschen davon betroffen. Besonders alarmierend: Auch bei Kindern und Jugendlichen steigen die Zahlen rasant. Trotzdem weiß man noch nicht genug darüber, was bei einer Depression genau im Gehirn passiert. Eine deutsche Forscherin geht jetzt den Ursachen dieser Erkrankung auf den Grund. Sie beobachtet die Vorgänge im Gehirn von Mäusen - live. Vor allem die Prozesse, in denen das sogenannte Glückshormon Serotonin beteiligt ist, stehen im Mittelpunkt. Serotonin galt lange Zeit als zentraler Schlüssel im Kampf gegen Depressionen. Heute weiß man: Die Sache ist viel komplexer. Psychedelische Wirkstoffe wie Psilocybin - bekannt von Magic Mushrooms - werden inzwischen therapeutisch erforscht. Die Idee: Das Gehirn soll angeregt und aus seiner Starre geholt werden. Denn man vermutet als eine Ursache von Depressionen eine mangelnde Plastizität des Gehirns, also dessen Fähigkeit, seine Struktur und Funktion zu verändern. Besonders bei schweren und therapieresistenten Verläufen könnte der Ansatz ein Hoffnungsschimmer sein. Welche neuen Erkenntnisse liefert die größte Psilocybin-Studie Deutschlands? Was ist mit den Jüngsten? Für sie ist in Deutschland bislang nur ein Medikament gegen Depressionen zugelassen. Das Problem: Man weiß zu wenig über die Natur und die Ursachen der Krankheit. Sicher ist: Je mehr sie entschlüsselt wird, umso besser kann gerade den Kindern und Jugendlichen geholfen und gezielt eingegriffen werden. "Terra X Harald Lesch . und der Kampf gegen Depressionen" zeigt, wie Wissenschaft, Medizin und Gesellschaft der Krankheit ihren Schrecken nehmen wollen. Es braucht gemeinsame Anstrengungen, denn es gibt viele Wege, die Besserung versprechen. Depressionen kann man behandeln.
20:15
Unser Leben ist unmittelbar geprägt von dieser Kraft. Und doch bekommt die Physik sie einfach nicht in den Griff. Was ist eigentlich Schwerkraft? Oscarpreisträger Morgan Freeman fragt nach. Kann eine so handfeste Kraft wie die Schwerkraft eine Täuschung sein? Nach der Theorie des Physikers Erik Verlinde steckt hinter der Wirkung der Schwerkraft in Wahrheit der thermodynamische Prozess, der auch in den Massen zum Energieausgleich hinstrebt.
20:55
Die Frage entfesselt Kriege, lässt Philosophen verzweifeln und kann uns tief erschüttern: Gibt es Gott? Harald Lesch findet in der Wissenschaft verblüffende Antworten. Lässt sich das Universum ohne Gott überhaupt denken? Oder werden Naturgesetze und unser Leben von einer "höheren Macht" bestimmt? Bis heute versuchen große Denker immer wieder, Gott näher zu kommen. Manche sind sicher: Seine Existenz ist längst bewiesen. In dieser Folge "Die großen Fragen" will Harald Lesch nicht weniger, als die vielleicht bedeutendste aller Fragen beantworten. Was kann die Wissenschaft über Gott sagen - und was nicht? Das Universum scheint wie für uns geschaffen: Galaxien, Sterne, Planeten - und damit auch unsere Erde - könnten nicht existieren, wenn die Naturgesetze nur ein klein wenig anders wären. Ist das ein Beweis für einen göttlichen Plan? Ist es vorstellbar, dass die komplexen Lebensformen auf der Erde sich ganz ohne Lenkung von außen selbst organisieren? Oder sind wir auf einem Irrweg, wenn wir versuchen, Gottes Existenz durch sein Wirken zu belegen? Kann unser Geist Gott erkennen - oder erweist sich alles nur als Hirngespinst? Auf der Suche nach einer Antwort lässt Harald Lesch sein eigenes Gehirn durchleuchten - und lernt dabei viel über Gott, sich selbst und die menschliche Natur. Kann es einen echten Beweis für Gottes Existenz überhaupt geben? Seit der Antike suchen Theologen, Philosophen und Naturwissenschaftler nach einem stichhaltigen Beweis. Der österreichische Mathematiker Kurt Gödel formulierte den wohl komplexesten dieser Beweise, geschrieben in der Sprache der Logik. Mithilfe eines Computers konnte bestätigt werden: Gödels Beweis ist tatsächlich folgerichtig. Ist die Existenz Gottes damit bewiesen? Sind Wissenschaft und Religion ein Widerspruch, der nicht aufzulösen ist, oder lassen sie sich doch versöhnen? Harald Lesch blickt mit den Zuschauern sowohl in die Tiefen des Alls als auch in den Mikrokosmos der ganz kleinen Organismen. Er zeigt wundersame Begegnungen und tiefe Einblicke in das menschliche Bewusstsein. Er erzählt die Geschichte von den frühesten Zeugnissen der Götterverehrung in der Steinzeit bis zu den neuesten Versuchen, die Existenz Gottes mithilfe künstlicher Intelligenz zu beweisen. Eine abenteuerliche Suche nach dem Schöpfer selbst.
21:40
An dieser Frage kommt niemand vorbei: Was ist der Sinn des Lebens? Harald Lesch begibt sich auf die Sinnsuche und findet überraschende Antworten in der Wissenschaft. Die Suche nach Sinn ist Teil menschlicher Natur. Das zeigen persönliche Lebensgeschichten genauso wie die globale Geschichte der Menschheit. Bei so vielen Sinnsuchern sollte sich doch eine allgemeingültige Antwort finden lassen? Oder ist jeder Sinn nur Illusion? In dieser Folge der "Terra X"-Reihe "Die großen Fragen" treibt die Frage nach dem Sinn Harald Lesch bis an die Grenzen des menschlichen Denkens. Schon die ersten Hochkulturen stellten sich die Sinnfrage. Die älteste schriftlich überlieferte Geschichte der Menschheit, das Gilgameschepos, erzählt von einem König, den Freundschaft, Tod und Trauer in eine tiefe Sinnkrise stürzten. Die antiken Philosophen sahen in der Suche nach der tiefsten Wahrheit den wahren Sinn des Lebens. Doch was bedeuten ihre Ideen für unser Leben heute? Wie sehr beeinflusst der Wunsch nach einem Sinn unser Denken und Erleben? Spielt vielleicht unser Gehirn uns nur etwas vor? Kinder nutzen gern eine Fähigkeit, die uns allen innewohnt: Wir sehen in Wolken, Felsen oder Bäumen Dinge, die es dort gar nicht gibt. Aus nur wenigen Linien konstruieren wir Gesichter und sogar Hinweise auf Zivilisationen auf fremden Planeten. Was sagt uns das über unsere Fähigkeit, Sinn zu erkennen? Ist die Fantasie der Ursprung unserer Suche nach einem Sinn? Spätestens seit der Entwicklung der Evolutionstheorie sucht die Biologie nach dem treibenden Motiv des Lebens. Bietet vielleicht sie die richtigen Antworten? Lässt sich in der Natur ein universeller Sinn des Lebens finden - oder ist das eine falsche Fährte? Aktuelle Untersuchungen der Entwicklung unserer uralten Vorfahren geben Hinweise, wo wir am ehesten Sinn und Erfüllung finden könnten. Aber was wäre, wenn sich kein Sinn finden ließe? Der antike Mythos von Sisyphos, der immer wieder vergeblich einen Stein den Berg hinaufrollt, erzählt genau diese Geschichte. Dennoch sollen wir uns Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen. Wie passt das zusammen? Wie sind Glück und Sinn miteinander verwoben? Die große Frage nach dem Sinn lässt Harald Lesch die Perspektive eines ungeborenen Babys einnehmen, führt ihn auf den Mars und zu Nelson Mandela in den südafrikanischen Freiheitskampf. Eine verblüffende Spurensuche unter Löwen und Tintenfischen, Glückssuchern und Nihilisten mit einer klaren Erkenntnis: Wer einen Sinn findet, lebt nicht nur gesünder, sondern auch glücklicher.
22:25
Lässt sich die Existenz der Seele beweisen? Harald Lesch prüft die wissenschaftlichen, philosophischen und religiösen Theorien - und findet überraschende Antworten. Es ist eine Frage, die uns tief im Inneren berührt: Gibt es etwas, das unseren Tod überdauert? Die Suche nach einer Antwort führt von experimentellen Versuchen, die Seele zu wiegen, über spirituelle Traditionen bis hin zur modernen Hirnforschung. In der neuen Folge von "Terra X - Die großen Fragen" widmet sich Harald Lesch einem der ältesten und faszinierendsten Themen der Menschheit: der Seele. Ist sie die unsterbliche Essenz unseres Seins oder nur ein Symbol für den menschlichen Wunsch nach Unsterblichkeit? Gibt es etwas in uns, das über unseren Tod hinaus weiter existiert, oder ist unser Ich nur eine flüchtige Illusion, geschaffen von unserem Gehirn? Harald Lesch beleuchtet das berühmte "21-Gramm-Experiment", das einst das Gewicht der Seele bestimmen wollte, und zeigt, wie sich die Vorstellung einer Seele über die Epochen und Kulturen hinweg verändert hat. Von den westlichen Philosophen Aristoteles und Descartes bis zu den östlichen Weisheitslehren - was lässt sich heute aus ihren Überlegungen lernen? Haben Tiere eine Seele? Wie hängt sie mit unserem Bewusstsein zusammen? Wenn unser Denken und Fühlen nur das Ergebnis biochemischer Prozesse ist - kann dann trotzdem ein Teil von uns unabhängig von unserem Körper existieren? Erfahrungsberichte von Menschen, die dem Tod nur knapp entronnen sind, scheinen das zu bestätigen: Die Betroffenen berichten, während ihrer Nahtoderfahrung ihren Körper verlassen zu haben, sie beschreiben ein helles Licht und ein Gefühl vollkommenen Glücks. Haben sie den Moment erlebt, in dem ihre Seele den Körper verlassen hat? Heute soll künstliche Intelligenz bei der Suche nach der Seele helfen. Studien zur Visualisierung von Träumen mithilfe von KI öffnen ein Fenster zu unserem Unterbewusstsein - kommen wir so der Seele auf die Spur? In faszinierenden Bildern und Gesprächen mit Experten zeigt Harald Lesch, was Wissenschaft, Religion und Philosophie über den Kern des Menschseins zu sagen haben. Und er lädt die Zuschauer ein, über das eigene Selbstverständnis nachzudenken.
23:10
Gibt es außerhalb der Erde intelligentes Leben im Universum? Was ist dran an Ufo-Sichtungen? Prof. Harald Lesch nimmt uns mit auf eine spannende Spurensuche. In unserem Universum gibt es Abermilliarden Sterne. Viele davon ähneln unserer Sonne und werden wie sie von Planeten umkreist. Können wir da wirklich die einzigen intelligenten Lebewesen im All sein? Haben uns "die anderen" vielleicht sogar schon besucht? In dieser Folge von "Terra X: Die großen Fragen" geht Prof. Harald Lesch einer der spannendsten Fragen der Menschheit nach: Sind wir allein im Universum? Was lehren uns die unterschiedlichen historischen, kulturellen und wissenschaftlichen Perspektiven auf diese Frage? 2017 gingen Videoaufnahmen von Piloten des US-Militärs um die Welt: Sie zeigen Objekte, die sich mit hoher Geschwindigkeit am Himmel bewegen. Das Pentagon bestätigt später die Echtheit der Videos - doch von außerirdischen Objekten spricht es nicht. Ufo-Gläubige misstrauen den offiziellen Stellungnahmen - immerhin hat das US-Militär schon in der Vergangenheit so einiges verschwiegen. Jenseits aller Spekulationen erforschen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, wie wahrscheinlich außerirdisches Leben tatsächlich ist. 2020 wurde der Planet Kepler-1649c entdeckt. Er ist etwa so groß wie die Erde und umkreist seinen Stern in einer Entfernung, die lebensfreundliche Temperaturen ermöglicht. Wird es uns eines Tages gelingen, außerirdisches Leben nachzuweisen - echte Aliens? Benannt ist Kepler-1649c nach Johannes Kepler, einem Astronomen, der Anfang des 17. Jahrhunderts gewirkt hat. Die Gesetze der Planetenbewegung, die Kepler beschrieben hat, sind bis heute gültig. Doch der Astronom war auch einer der Ersten, die sich Gedanken darüber gemacht haben, wie Aliens aussehen könnten. Seine Überlegungen faszinieren noch heute. Anhänger der Prä-Astronautik sind überzeugt, Aliens wären schon längst auf der Erde gewesen. Sie deuten archäologische Funde wie die "Goldflieger" aus Kolumbien oder den Grabstein von Palenque als Beweise für außerirdische Technologie. Doch die Archäologie hat andere Erklärungen. Ob Ufo-Gläubige, Forschende oder schlicht Fans der Alien-Popkultur - sie alle eint die Sehnsucht nach Gesellschaft im Universum. Eine Sehnsucht, die uns sogar Botschaften ins All schicken lässt. Die Voyager-Sonden, die eine Wegbeschreibung zu uns an Bord haben, haben inzwischen unser Planetensystem verlassen. Aber ist es überhaupt klug, auf uns aufmerksam zu machen? Harald Lesch nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine fantastische Erkenntnisreise, illustriert durch Geschichten über Kanäle auf dem Mars, Lebewesen, die im antarktischen Eis leben, und Philosophen, die an der Intelligenz der Aliens zweifeln. Dabei schwingt immer auch die Frage mit, wie wir unsere eigene Rolle im Universum definieren.
23:50
Ist alles vorherbestimmt? Harald Lesch geht dem Schicksal auf den Grund - zwischen antiken Mythen, moderner Wissenschaft und den Geheimnissen des Zufalls. Ist unser Leben ein vorgezeichneter Weg, eine Kette von Zufällen oder die Summe unserer Entscheidungen? Seit Jahrtausenden suchen Menschen nach Antworten, ob in Astrologie, Religion oder Wissenschaft. Welche Bedingungen bestimmen unser Leben? In dieser Folge von "Terra X - Die großen Fragen" begibt sich Harald Lesch auf eine Reise durch Wissenschaft, Philosophie und Geschichte, um das Rätsel des Schicksals zu entschlüsseln. Es sind die unvorhergesehenen, die unwahrscheinlichen Lebensereignisse, die uns an eine Bestimmung glauben lassen. So wie die Geschichte von Violet Jessop, die drei Schiffsunglücke überlebte, obwohl sie nie schwimmen gelernt hatte. Kann so etwas Zufall sein? Schon die alten Griechen glaubten an ein unentrinnbares Schicksal, gelenkt durch die Schicksalsgöttinnen. Die Weissagungen des Orakels von Delphi galten als ein Blick in eine vorherbestimmte Zukunft. Legenden wie die von König Ödipus erzählen davon, dass nicht einmal die mächtigsten Menschen ihrem Schicksal entgehen konnten. Die Naturwissenschaft scheint ebenfalls eine Art Schicksal zu kennen: die Naturgesetze. Wenn alle Ereignisse im Universum eine Kette von Ursache und Wirkung sind, dann ist auch der Verlauf unseres Lebens vorherbestimmt. Doch wie passt die Chaostheorie in dieses Bild? Lassen die Naturgesetze doch Spielraum für echte Zufälle, für individuelle Freiheit? Wie viel Kontrolle haben wir über unser Leben? Experimente zeigen, dass Menschen ihren Beitrag zu ihrem Erfolg oft überschätzen, dass glückliche Fügungen eine größere Rolle spielen, als uns bewusst ist. Unsere Gene und unsere Herkunft suchen wir uns nicht aus - doch sie bestimmen den Verlauf unseres Lebens mehr, als uns lieb ist. Wie viel Einfluss haben wir auf unser Schicksal? Anhand verblüffender Experimente, philosophischer Betrachtungen und alltäglicher Erfahrungen zeigt Harald Lesch, ob es so etwas wie ein Schicksal geben kann - oder ob wir doch unseres eigenen Glückes Schmied sind.