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TV Programm für ZDFinfo am 04.05.2026

Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte 04:15

Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte: Der vergessene Pharao

Archäologie

Im Januar 2014 wird im ägyptischen Abydos eine durchwühlte Krypta mit einer zerlegten Mumie entdeckt. Den kostbaren Wandmalereien zufolge muss es sich um das Grab eines Pharao handeln. Der Name des Bestatteten ist Senebkai - doch weder er noch seine Dynastie oder überhaupt irgendein Pharao sind für den Zeitraum seines Begräbnisses überliefert. Wurde dieser altägyptische Herrscher aus der offiziellen Geschichte des alten Ägypten getilgt? Wer war Senebkai, und warum taucht er in keinem historischen Dokument auf? Auch auf der "Turiner Königsliste", einem altägyptischen Papyrus mit den Namen von Pharaonen, steht der Name nicht. Aber ein anderer Name wird genannt - ein Herrscher einer unbekannten Dynastie mit Sitz in Abydos. Könnte es sich dabei um Senebkai handeln? Die Entdeckung des Pharaonengrabs bestätigt diese Theorie. Forscher und Forscherinnen finden heraus: Senebkai regierte in einer chaotischen Zeit. Ägypten war tief gespalten, und der Pharao hatte viele Feinde. Der forensischen Untersuchung zufolge starb der König an einer schweren Schädelverletzung. Die Art der Wunde und die vom Feind vermutlich benutzte Waffe deuten darauf hin, dass Senebkai auf eine besondere Weise hingerichtet wurde, die Herrschern vorbehalten war. Möglicherweise führte der König einen Bürgerkrieg an. Ein rivalisierender Pharao aus Theben versetzte ihm möglicherweise den tödlichen Schlag. Doch warum wurde Senebkai aus der Geschichtsschreibung gelöscht, und wie konnte seine gesamte Dynastie in Vergessenheit geraten? Ein Team aus internationalen Ägyptologen und Forensikern begibt sich auf die Suche nach Antworten. Was hat es mit der sagenhaften versunkenen Stadt Kanopus auf sich - ist sie nur eine Legende, oder gab es sie einst wirklich? Was trug sich wirklich beim Kampf um Burnswark Hill zu, den die Römer mit vermeintlichen Geheimwaffen für sich entschieden? Und was ist der Grund für die unnatürlich deformierten Totenköpfe, die Archäologen auf einem alten römischen Friedhof in Ungarn entdecken? In der siebten Staffel der Reihe "Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte" gehen Forscherteams diesen und anderen Rätseln der Weltgeschichte auf den Grund.

Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte 05:00

Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte: Kleopatras versunkene Stadt

Archäologie

Das antike Kanopus gilt als das altägyptische Atlantis. Über 25 Jahre hinweg legen Unterwasserarchäologen diese lang verschollene Hafenstadt aus dem 6. Jahrhundert vor Christus frei. Zu Zeiten von Kleopatra erlebt die antike Hafenstadt ihre wirtschaftliche Blütezeit. Später, unter der Herrschaft römischer Christen, werden Kirchen und Klöster errichtet, bevor die Stadt bei einem Erdbeben zerstört wird und durch einen Tsunami im Meer versinkt. Über Jahrhunderte hinweg ist Kanopus eine lebendige Metropole und ein bedeutender Handelshafen. Alte Ägypter, Ptolemäer, Römer und römische Christen prägen Kanopus auf unterschiedliche Weise. Anhand zahlreicher historischer Funde - Gebäude, Statuen, Schmuck und kostbare Artefakte - rekonstruieren Archäologinnen und Archäologen die wechselvolle Geschichte dieser Stadt. Sie stoßen auf einen gewaltigen altägyptischen Tempel, so groß wie ein Fußballfeld. Hier haben die alten Ägypter die in Quellen überlieferten Osiris-Mysterien gefeiert - eine heilige Prozession zu Ehren ihres Totengottes. Auch Kleopatra nahm daran teil. Nach 30 vor Christus drangen Römer in Ägypten ein und übernahmen Kanopus. Kaiser Hadrian war so fasziniert von der Stadt, dass er sich in seiner Villa Hadriana in Tivoli eine Miniaturausgabe davon bauen ließ. Unter den Römern wandelte sich Kanopus in eine Stadt des Vergnügens und gilt heute als das "Saint Tropez der Antike". Als die Römer zum Christentum übergingen, zerstörten sie Tempel, Statuen und Artefakte und erbauten Klöster, Schreine und Kirchen. Bei einem schweren Erdbeben versank Kanopus im Meer. Jahrhunderte später entdecken Unterwasserforscherinnen und -forscher Teile dieser sagenhaften versunkenen Stadt. Was hat es mit Kanopus auf sich - ist sie nur eine Legende, oder gab es sie einst wirklich? Was trug sich wirklich beim Kampf um Burnswark Hill zu, den die Römer mit vermeintlichen Geheimwaffen für sich entschieden? Und was ist der Grund für die unnatürlich deformierten Totenköpfe, die Archäologen auf einem alten römischen Friedhof in Ungarn entdecken? In der siebten Staffel der Reihe "Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte" gehen Forscherteams diesen und anderen Rätseln der Weltgeschichte auf den Grund.

Geheime Zeichen 05:45

Geheime Zeichen: Die rätselhafte Schatzkammer

Dokumentation

Vor rund 200 Jahren entziffert ein junger Wissenschaftler die Hieroglyphenschrift. Er legt damit den Grundstein zur wissenschaftlichen Erforschung des alten Ägypten. Heute interessieren sich die Forschenden für diejenigen, die Hieroglyphen verwendet haben: Priester, Schreiber, Maler, Graveure und Grabbauer. Denn sie haben die Geschichte der ägyptischen Dynastien und die Kultur ihres Volkes überliefert. Im Süden des Landes liegt das Grab des Petamenophis, des Obersten Vorlesepriesters. Es ist eines der größten im Land, erbaut im 7. Jahrhundert vor Christus. Als hoher Staatsbeamter hatte Petamenophis das Privileg, im Tal der Könige bestattet zu werden. Dieser "Grabpalast" fasziniert Forscherinnen und Forscher bis heute. Denn die Wände des Grabmals sind vollständig mit Hieroglyphen und Bildern bedeckt. Wer waren die Baumeister, Maler und Graveure, die diese Kunstwerke schufen? Was verraten die Hieroglyphen über das Leben in der Spätzeit des alten Ägypten? Mit der Entzifferung der Texte und Bilder wollen internationale Forschungsteams die letzten Rätsel lösen: Wer war Petamenophis wirklich? Welche Rolle spielte er in der pharaonischen Oberschicht? Und welchem Pharao diente er? Die zweiteilige Dokumentation von ZDFinfo bietet exklusive Einblicke in die Forschungen der Archäologinnen und Archäologen. Sie zeigt, welche zentrale Bedeutung der Tod im Leben der Menschen hatte und welche Rolle das "Ägyptische Totenbuch" dabei spielte.

Geheime Zeichen 06:30

Geheime Zeichen: Der Tempel der Hieroglyphen

Dokumentation

Im Tal der Könige liegt das prächtige Grabmal des Obersten Vorlesepriesters Petamenophis. Seine Wände sind vollständig mit Bildern und Texten aus dem Totenbuch des alten Ägypten verziert. Forschende wollen die letzten Rätsel der Hieroglyphen entschlüsseln. Sie untersuchen die "Bibliothek aus Stein" und erfassen das gigantische Bauwerk mit moderner Technik. Petamenophis lebte in der Spätzeit des alten Ägypten um 650 vor Christus. Er nahm eine bedeutende Stellung im Staat ein, war Prophet und Oberster Vorlesepriester. Sein Grab liegt im Tal der Könige, das nur den Pharaonen, Vertrauten der Herrschenden und hohen Staatsbeamten als Ruhestätte vorbehalten war. Das Grabmal des Pedamenophis ist eine der größten bisher entdeckten Anlagen der Nekropole: Sie erstreckt sich unterirdisch bis in eine Tiefe von fast 20 Metern auf drei Ebenen mit unzähligen Gängen und mehr als 20 Räumen. Insgesamt sind mehr als 2600 Quadratmeter Wände vollständig mit Hieroglyphen verziert. Wegen der schier unendlichen Vielfalt an Schriften und Bildern nennen die einen das Bauwerk "Bibliothek der Schriften". Für andere ist das Grabmal ein "Grabpalast". Die Anlage trägt heute offiziell die Bezeichnung TT33. Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen seit Langem den aufwendig gestalteten Grabkomplex. Mithilfe moderner Untersuchungsmethoden und 3-D-Technologie erweitern sie ihre Erkenntnisse und ihren Blick auf das Leben im alten Ägypten. Die zweiteilige Dokumentation von ZDFinfo bietet exklusive Einblicke in die Forschungen der Archäologinnen und Archäologen. Sie zeigt, welche zentrale Bedeutung der Tod im Leben der Menschen hatte und welche Rolle das "Ägyptische Totenbuch" dabei spielte.

Entscheidung auf dem Schlachtfeld 07:30

Entscheidung auf dem Schlachtfeld: Die Wikinger vor Paris

Geschichte

Die Belagerung von Paris durch die Wikinger im Jahr 885 verändert den Lauf der Geschichte Frankreichs. Die Doku sucht nach Spuren der legendären Blockade. Zwei Männer führen die Verteidigung an: Graf Odo und Bischof Gauzlin. Sie stellen sich den Männern aus dem Norden entgegen, die plündernd die Seine hinaufziehen und Angst und Schrecken verbreiten. Trotz ihrer Überlegenheit verlieren die Wikinger den Kampf um Paris. Erst das Eingreifen des fränkischen Kaisers Karl III. beendet die Belagerung der Stadt. In der Folge zerfällt das Reich endgültig. Doch die zähe Verteidigung bringt Graf Odo großes Ansehen und Ruhm ein und macht ihn später sogar zum König. Legendäre Schlachten können Zivilisationen auf den Gipfel des Ruhms bringen - oder ihren Untergang bedeuten. Die Doku-Reihe enthüllt ihre Geheimnisse.

Entscheidung auf dem Schlachtfeld 08:15

Entscheidung auf dem Schlachtfeld: Katalaunische Felder - Attila gegen die Römer

Geschichte

451 nach Christus stellt sich ein Bündnis unter dem römischen Heerführer Flavius Aëtius dem berüchtigten Hunnenkönig Attila entgegen - eine Schlacht entbrennt, die Geschichte schreibt. Die Hunnen, ein Reitervolk aus Zentralasien, versetzen seit Mitte des 4. Jahrhunderts Europa in Angst und Schrecken. Nach der Plünderung mehrerer großer Städte kommt es zur erbitterten Schlacht zwischen den beiden mächtigen Gegnern. Der blutige Krieg in der Nähe der heutigen Stadt Châlons-en-Champagne im Nordosten Frankreichs fordert auf beiden Seiten hohe Verluste und endet ohne eindeutigen Sieger. Obwohl Attila und sein Heer zum Rückzug gezwungen werden, können die Römer keinen entscheidenden Erfolg erzielen. Das Patt führt dazu, dass die politischen und militärischen Konflikte weiterhin ungelöst bleiben. Attilas Ruf der Unbesiegbarkeit ist zwar dahin. Aber auch das Weströmische Reich verliert an Macht und Einfluss in der Region. Legendäre Schlachten können Zivilisationen zu Ruhm führen - oder ihren Untergang bedeuten. Die Dokumentationsreihe von ZDFinfo enthüllt mithilfe moderner Wissenschaft die Geheimnisse berühmter Kriege.

Entscheidung auf dem Schlachtfeld 09:00

Entscheidung auf dem Schlachtfeld: Marathon - Athen gegen die Perser

Geschichte

490 vor Christus starten die Perser einen Feldzug gegen Athen. Ihr Ziel: der Sturz des Regimes und die Eroberung der Metropole. Bei Marathon kommt es zur entscheidenden Schlacht. Der Perserkönig will Athen für die Unterstützung eines Aufstandes griechischer Städte in Ionien bestrafen. Seine Truppen landen in der Ebene von Marathon. Dort werden sie bereits von den schwer bewaffneten Athenern erwartet. Die Schlacht bei Marathon ist der erste der beiden sogenannten Perserkriege. Ihr genaues Datum ist nicht überliefert. Historiker datieren sie auf die Zeit zwischen August und September 490 vor Christus. Die wichtigste Quelle über den Verlauf der militärischen Auseinandersetzung ist der antike griechische Geschichtsschreiber Herodot. Er beschreibt, wie in diesem Konflikt unterschiedliche politische und militärische Strategien aufeinandertrafen und welche Auswirkungen dies auf den Kriegsverlauf hatte. Die Schlacht bei Marathon markiert den ersten großen Sieg der Griechen über die mächtigen Perser. Der Krieg beendete die persische Expansion nach Westen und verhinderte die Eroberung Athens. Er gilt als Schlüsselereignis in der antiken Geschichte Athens und der Demokratie. Legendäre Schlachten können Zivilisationen zu Ruhm führen - oder ihren Untergang bedeuten. Die Dokumentationsreihe von ZDFinfo enthüllt mithilfe moderner Wissenschaft die Geheimnisse berühmter Kriege.

heute Xpress 09:43

heute Xpress

Nachrichten

Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.

Entscheidung auf dem Schlachtfeld 09:45

Entscheidung auf dem Schlachtfeld: Sekigahara - Kampf der Samurai

Geschichte

Die Schlacht von Sekigahara markiert für Japan einen historischen Wendepunkt: Am 21. Oktober 1600 treffen zwei mächtige Armeen aufeinander und beenden eine Ära voller Konflikte. Auf der einen Seite steht die westliche Allianz unter der Führung von Ishida Mitsunari, die die bestehende Ordnung bewahren will. Auf der anderen Seite kämpft die östliche Armee unter Tokugawa Ieyasu, die eine neue Ära der Einheit und Stabilität einläuten möchte. Tokugawa Ieyasu erringt den klaren Sieg. Welche Strategie ist kriegsentscheidend? Hinsichtlich der Truppenstärke sind beide Seiten ebenbürtig. Ist der Einsatz neuartiger Feuerwaffen, wie der Arkebusen, der entscheidende Vorteil im Kampf? Dieser und anderen Fragen gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Dokumentation nach. Die Schlacht von Sekigahara führt zu einer Neuordnung des Feudalsystems. Diese befriedet Japan und läutet eine Ära wirtschaftlicher, kultureller und künstlerischer Blüte ein. Legendäre Schlachten können Zivilisationen zu Ruhm führen - oder ihren Untergang bedeuten. Die Dokumentationsreihe von ZDFinfo enthüllt mithilfe moderner Wissenschaft die Geheimnisse berühmter Kriege.

Entscheidung auf dem Schlachtfeld 10:30

Entscheidung auf dem Schlachtfeld: Hastings - Wilhelm erobert England

Geschichte

Im Jahr 1066 steht England am Scheideweg. Nach dem Tod des angelsächsischen Königs Edward entbrennt ein Machtkampf um die Krone. Mehrere Anwärter erheben Anspruch. Darunter auch Wilhelm, Herzog der Normandie. Sein Gegner ist der frisch gekrönte König Harold Godwinson. Die entscheidende Auseinandersetzung findet auf dem Schlachtfeld bei Hastings statt - ein Moment, der die Weichen für die Geschichte Englands neu stellt. Wilhelm, Herzog der Normandie, kämpft gegen den Angelsachsen Harold Godwinson. In Südengland fordert er seinen Gegner heraus. Am 14. Oktober 1066 besiegt Wilhelm der Eroberer seinen Kontrahenten in der entscheidenden Schlacht bei Hastings. Als Harold fällt, schafft Herzog Wilhelm Fakten. Er zieht mit seinem Gefolge zur Hauptstadt London und lässt sich am Weihnachtstag in der Westminster Abbey zum König von England krönen. Es folgen mehrere Aufstände gegen seine Herrschaft. Doch zwei Jahre später beherrscht er fast das ganze Land. Die Schlacht bei Hastings markiert einen Wendepunkt in der Geschichte Englands. Festgehalten wird sie in dem 70 Meter langen Teppich von Bayeux, der wenige Jahre später entsteht. Wilhelm der Eroberer geht als Sieger in die Geschichte ein. Legendäre Schlachten können Zivilisationen zu Ruhm führen - oder ihren Untergang bedeuten. Die Dokumentationsreihe von ZDFinfo enthüllt mithilfe moderner Wissenschaft die Geheimnisse berühmter Kriege.

Entscheidung auf dem Schlachtfeld 11:15

Entscheidung auf dem Schlachtfeld: Azincourt - England gegen Frankreich

Geschichte

Ein Schicksalstag im Hundertjährigen Krieg: Am 25. Oktober 1415 treffen die zahlenmäßig unterlegenen Truppen des englischen Königs auf ein scheinbar übermächtiges französisches Heer. Was zunächst nach einer aussichtslosen Defensive aussieht, entwickelt sich zum Wendepunkt - dank neuartiger Waffen: Langbögen. Die Schlacht von Azincourt wird zum Symbol für strategischen Einfallsreichtum und unerwarteten Triumph. Die Engländer setzen neuartige Langbögen ein, die ihnen einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Sie verstehen es, das Gelände zu ihrem Vorteil zu nutzen, indem sie sich auf einem engen, begrenzten Schlachtfeld positionieren. Dort trifft die englische Armee unter König Heinrich V. auf das französische Heer. Zum Schutz vor Reiterangriffen rammen die englischen Soldaten angespitzte Pfähle in den Boden. Dagegen kommen die schwer gepanzerten französischen Ritter nur langsam voran und werden durch einen aufgeweichten, schlammigen Boden behindert. Die wendigen englischen Bogenschützen und Fußsoldaten fügen den Franzosen verheerende Verluste zu, was zu einem überraschenden und entscheidenden Sieg der Engländer führt. Legendäre Schlachten können Zivilisationen zu Ruhm führen - oder ihren Untergang bedeuten. Die Dokumentationsreihe von ZDFinfo enthüllt mithilfe moderner Wissenschaft die Geheimnisse berühmter Kriege.

Entscheidung auf dem Schlachtfeld 12:00

Entscheidung auf dem Schlachtfeld: Gergovia - Gallien gegen Cäsar

Geschichte

52 vor Christus: Die gallischen Stämme erheben sich unter Führung von Vercingetorix gegen die Römer. Die blutige Schlacht bei Gergovia nimmt eine überraschende Wendung. Gergovia, die Hauptstadt der Arverner, thront strategisch auf einem Hügel. Dort verschanzt sich Vercingetorix, der Anführer des gallischen Widerstandes. Nach wochenlanger Belagerung startet Cäsar den entscheidenden Angriff - doch erwartet ihn eine Falle? Cäsars Truppen sollen eigentlich von den Haeduern unterstützt werden. Sie sind langjährige Verbündete Roms und geschätzt wegen ihrer kämpferischen Reiter. Doch die Haeduer sind uneins, entschließen sich erst spät, doch auf Seiten Roms zu kämpfen. 10.000 Mann greifen von Osten in die Schlacht ein. Doch im Getümmel erkennen die Römer ihre Alliierten nicht und kämpfen auch gegen sie. Gefangen zwischen den Truppen der Haeduer und der Streitkräfte des Vercingetorix, bleibt Cäsar nur der Rückzug. Die Belagerung von Gergovia endet für ihn mit einem Debakel: Vercingetorix hat ihn besiegt und in die Knie gezwungen. Historiker halten Vercingetorix für einen der bedeutendsten Gegner Cäsars in Gallien. Das macht ihn im 19. Jahrhundert zu einem nationalen Mythos in Frankreich, der bis heute populär ist. Legendäre Schlachten können Zivilisationen zu Ruhm führen - oder ihren Untergang bedeuten. Die Dokumentationsreihe von ZDFinfo enthüllt mithilfe moderner Wissenschaft die Geheimnisse berühmter Kriege.

Russlands Kriege 12:45

Russlands Kriege: Das Zarenreich

Dokumentation

Die Romanows schreiben Geschichte. Mit Strategie und Härte hieven sie das russische Reich auf die Bühne der Weltpolitik. Bis der Erste Weltkrieg dem Zarenreich ein blutiges Ende bereitet. Zar Peter der Große und später Katharina die Große erobern im 17. und 18. Jahrhundert mit einer gewaltigen Armee auch Teile des europäischen Südens: die Krim und den Kaukasus. Spätere Nachfolger verteidigen das Reich der Romanows gegen Napoleon. Die mächtigen Romanows führen das Zarenreich in den Kreis der europäischen Großmächte. Nikolaus II. jedoch verliert Thron und Leben als Folge zweier Kriege 1905 und 1917. Die Romanows säen die Träume von "Neurussland", auf die sich Putin berufen wird. Die Zaren sind fasziniert vom Westen und wollen mit militärischer Macht im Konzert der Mächte mitspielen. Obwohl Russland im 19. Jahrhundert zeitweise über die größte Armee der Welt verfügt, muss es jedoch schmerzhafte und unerwartete Niederlagen hinnehmen. Als Zar Nikolaus II. Proteste blutig unterdrücken lässt, setzt er damit seinen Thron aufs Spiel. Wenn Russland zu den Waffen greift, hält die Welt den Atem an. In vier Jahrhunderten haben Zaren und Diktatoren ein Imperium geschmiedet, in blutigen Schlachten erweitert und verteidigt.

Russlands Kriege 13:30

Russlands Kriege: Die Sowjetunion

Dokumentation

Aus dem russischen Bürgerkrieg entsteht eine neue Macht: die Sowjetunion. Lenin, Stalin und ihre Nachfolger schweißen das Land mit militärischer Macht gegen alle Widerstände zusammen. Die Rote Armee, die Leo Trotzki aus revolutionären Garden und den Resten der zaristischen Armee 1918 bildet, wird zum Schwert Russlands. Sie gewinnt den Bürgerkrieg, erobert abgefallene Gebiete zurück und verteidigt das Land gegen Hitlers Vernichtungswahn. Nach 1945 wird die Rote Armee zum Synonym für die Unterdrückung der kommunistischen Satellitenstaaten. Die Sowjetunion verbindet von 1917 bis 1991 imperiale Großmachtpolitik mit ideologischem Anspruch, nach innen wie nach außen. Das kostet Millionen Ukrainern, Balten, Georgiern, Tschetschenen, aber auch Russen das Leben. Am Ende besiegeln die Niederlage im Afghanistankrieg und die Kosten des Wettrüstens mit den USA das Schicksal der Sowjetunion - ausgerechnet in dem Moment, in dem sich das Reich vorsichtig demokratisiert. Wenn Russland zu den Waffen greift, hält die Welt den Atem an. In vier Jahrhunderten haben Zaren und Diktatoren ein Imperium geschmiedet, in blutigen Schlachten erweitert und verteidigt.

Russlands Kriege 14:15

Russlands Kriege: Die Russische Föderation

Dokumentation

Putin will Russland mit militärischer Gewalt zurück zu imperialer Größe führen. Seine Kriege in Tschetschenien und Georgien sind nur Vorspiele. Sein Ziel: verlorene Territorien zurückholen. Zur Jahrtausendwende übernimmt Putin das Ruder im Kreml. Die russischen Streitkräfte liegen am Boden. Der ehemalige KGB-Offizier will das ändern. Er modernisiert die Waffentechnik und setzt auf neue Strategien, darunter Cyberangriffe und verdeckte Operationen. Den Untergang der Sowjetunion sieht Putin von Beginn an als einen Fehler der Geschichte, der korrigiert werden muss. Er verehrt Stalin als Führungsfigur. In seiner Vorstellung sei er selbst auserwählt, Stalin nachzufolgen und Russlands Größe und Bedeutung wieder herzustellen. Gegner wie den KGB-Überläufer Alexander Litwinenko lässt Putin das mit brutaler Härte spüren. Wenn Russland zu den Waffen greift, hält die Welt den Atem an. In vier Jahrhunderten haben Zaren und Diktatoren ein Imperium geschmiedet, in blutigen Schlachten erweitert und verteidigt.

Schwert und Schild - Russlands Geheimdienste 15:00

Schwert und Schild - Russlands Geheimdienste: Tscheka und Roter Terror

Dokumentation

Der russische Geheimdienst KGB - ihn umgeben bis heute Rätsel, Geheimnisse, Mythen. Im Jahr 1917 wurde seine Vorgängerorganisation - die Tscheka - gegründet. Die Tscheka beginnt bereits in den 1920ern, andere Nationen auszuspionieren. Ihr größter Coup: Spione in der US-amerikanischen Kernwaffenforschung. So kann die UdSSR bereits 1949 zum ersten Mal selbst eine Atomwaffe zünden. 1917 wird die Tscheka gegründet. Ursprünglich soll sie dazu dienen, unzuverlässige Regierungsmitarbeiter und Anarchisten aufzuspüren. Schnell wird die Geheimpolizei zum Werkzeug Stalins. In der Zeit von 1936 bis 1938 werden zwischen zehn und 20 Millionen Bürger in Scheinprozessen verurteilt und bei Massenexekutionen hingerichtet. Verantwortlich dafür ist Lawrentij Berija, der Chef der Tscheka. Unter seiner Leitung gelingt schließlich sogar der Diebstahl von wertvollen Informationen aus dem "Manhattan-Projekt" der Vereinigten Staaten. Spione übermitteln der UdSSR den Schlüssel für den Bau einer eigenen Atombombe.

Schwert und Schild - Russlands Geheimdienste 15:45

Schwert und Schild - Russlands Geheimdienste: KGB und Kalter Krieg

Dokumentation

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird 1954 der Geheimdienst KGB als eigenständiges Ministerium gegründet. Seine Methoden: Auftragsmorde, Putsche, Diebstahl und Spionage. Der Einfluss des KGB (zuvor Tscheka) nimmt nach dem Zweiten Weltkrieg enorm zu. In Moskau gibt es zwei Machtzentren: den Kreml und die Sicherheitszentrale Lubjanka. Tscheka, MGB, KGB, FSB und SWR - Russlands Geheimdienste hatten zahlreiche Namen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion Ende 1991 hat sich vor allem ein Name eingebrannt: KGB. Diese drei Buchstaben sind das Synonym für russische Spionage. Von 1954 bis 1991 übernimmt der KGB die Aufgaben der Auslands- und Gegenspionage, kontrolliert die Gegner des Regimes und ist für die Sicherung und Bewachung der Partei- und Staatsführung zuständig. Mehr als andere Geheimdienste verließ sich der KGB auf menschliche Quellen, also auf eigene Agenten oder Verbindungsleute. Die westlichen Gegenspieler des KGB vertrauten auch stark auf elektronische Aufklärung, Bild- und Fernmeldeaufklärung.

Schwert und Schild - Russlands Geheimdienste 16:30

Schwert und Schild - Russlands Geheimdienste: FSB und Putins Russland

Dokumentation

Nach dem Ende der Sowjetunion und der Niederlage im Kalten Krieg wird der KGB nach einem Putschversuch 1991 aufgelöst. Seine Aufgaben übernehmen der FSB und der Auslandsnachrichtendienst SWR. Unter Wladimir Putin wird die Rolle des russischen Geheimdienstes neu definiert. Mit der Digitalisierung entsteht ein neuer Wirkungsbereich: das Internet. Der KGB wird als Sprungbrett für Putins Karriere angesehen. Um das jetzige Russland zu verstehen, muss man Putin verstehen. Um wiederum Putin zu verstehen, muss man die Geschichte des KGB kennen - und wie dieser Putins Sicht auf die Welt außerhalb Russlands beeinflusst hat. Mit dem Vorwurf der Hackerattacken auf die amerikanische Präsidentschaftswahl und dem Vorwurf über Einmischungsversuche Russlands auf das Wahlergebnis ist das Thema der Geheimdienste aktueller denn je.

Das Geheimnis der verlorenen Atombomben 17:15

Das Geheimnis der verlorenen Atombomben: Nukleare Zwischenfälle der 50er-Jahre

Dokumentation

Als die Sowjetunion 1949 zur Atommacht aufsteigt, entscheiden die US-Amerikaner, ihre Bomber fortan mit Kernwaffen zu bestücken. Bei einer Geheimmission stürzt einer dieser Flieger jedoch ab. Es ist der erste bekannte Unfall dieser Art. Doch auch in der Folgezeit gehen bei Abstürzen immer wieder Atombomben - sogenannte Broken Arrows - verloren. Sie detonieren zwar nicht, doch es werden große Mengen an Radioaktivität freigesetzt. Die Amerikaner nehmen das Risiko in Kauf, weil sie sich mit der Androhung eines Gegenschlags vor der Auslöschung durch die Sowjetunion schützen wollen. Über 40 Jahre werden die Einzelheiten über die atomaren Unfälle geheim gehalten. Heute decken freigegebene Dokumente und Akten brisante Details über die "Broken Arrows" auf.

Das Geheimnis der verlorenen Atombomben 18:00

Das Geheimnis der verlorenen Atombomben: Nukleare Zwischenfälle der 60er-Jahre

Dokumentation

Der Kalte Krieg erreicht Anfang der 1960er-Jahre seinen Höhepunkt. West- und Ostblock stehen einander feindlicher gegenüber als je zuvor - bis an die Zähne bewaffnet mit Atombomben. Über Spanien und Grönland stürzen amerikanische B52-Bomber mit Wasserstoffbomben an Bord ab. Die Absturzstellen werden radioaktiv verseucht. Bei der Dekontaminierung erhalten die Einsatzkräfte keine Schutzausrüstung - trotz der enormen Strahlenbelastung. Auch nach über 50 Jahren sind die betroffenen Gebiete noch nicht vollständig gereinigt. Freigegebene Dokumente und Akten zeigen heute das Ausmaß des Schadens durch die "Broken Arrows". Einige der vermissten Bomben wurden bis heute nicht gefunden.

Die Welt der Coaches 18:45

Die Welt der Coaches: Mach mich reich!

Dokumentation

Jede und jeder kann reich werden - das ist das Credo vieler Business-Coaches und Motivationstrainer. Ihr Geschäft boomt. Das Versprechen lautet oft: Arbeite kaum, verdiene viel. Menschen geben viel Geld aus, um von ihnen zu lernen. Die Coaches sagen: Wer erfolgreich sein will, muss erst einmal in sich selbst investieren. Dass sich dabei auch schwarze Schafe in die Szene mischen, ist klar. Manche scheinen vor allem sich selbst reich zu machen. Journalistin Rabea Westarp geht auf die Suche: Wie werde ich reich? Auf diese Frage haben die Coaches unterschiedliche Antworten. Lukas Lindler, 31 Jahre alt und laut eigenen Angaben Selfmade-Millionär, glaubt, dass man sich Reichtum einfach "erklicken" kann. Dafür müsse man nur von ihm lernen. Mit seinem teuren Coaching finanziert sich der Coach seinen Lifestyle. Rolex, Lamborghini, Dubai. Das könnten alle haben, die ihm vertrauen. Etwas anderer Ansicht ist Gerald Hörhan, auch als "Investment Punk" bekannt. Er sagt, reich werde nur, wer auch hart arbeite. Sein Geld hat Hörhan mit Immobilien, Kryptowährungen und seinen Coachings gemacht. Er setzt auf gute Investments statt auf Mindset. Und hat konkrete Tipps: Man solle kleine, unattraktive Wohnungen in bester Innenstadtlage kaufen, rät er. Und sich niemals für ein Eigenheim in der Pampa verschulden. Klar ist: Coach ist in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung. Jede und jeder kann sich Coach nennen. Ob das Versprechen von Reichtum sich wirklich erfüllt? In "Die Welt der Coaches" tauchen die Hosts Rabea Westarp und Jan Stremmel tief ein in die Szene des Coaching-Business. Sie treffen Coaches und Teilnehmer und spüren nach, wo Licht und Schatten in der Szene liegen. Die Nachfrage ist groß, denn die Suche nach Glück, Gesundheit und auch Geld beschäftigt Millionen von Menschen. Und sie sind auch bereit, Geld in die Hand zu nehmen: für Kurse, für Online-Coachings und Seminare.

Partyschlager 19:30

Partyschlager: Gute-Laune-Hits vom Fließband

Dokumentation

Der Partyschlager boomt. Ob am Ballermann, auf Oktoberfesten, im Karneval oder beim Après-Ski - Millionen Fans feiern mit den Stars Isi Glück, Mia Julia, Ikke Hüftgold und Mickie Krause. Schürze und DJ Robin besetzten mit dem Song "Layla" neun Wochen lang Platz eins der Charts. Auch andere Künstler heimsen Goldene Schallplatten ein. Für die Doku-Reihe haben die Autoren sieben Monate lang hinter die Kulissen des Milliarden-Business geblickt. Der umstrittene Song "Layla" stand neun Wochen lang auf Platz eins der deutschen Singlecharts und wurde im Dezember 2022 offiziell zum Hit des Jahres gekürt. Kein Wunder, bei fast 125 Millionen Spotify-Streams. Malle-Ikone Ikke Hüftgold ("Dicke Titten, Kartoffelsalat", "Ich schwanke noch") hat es im März 2023 mit reichlich Fan-Support in den deutschen ESC-Vorentscheid geschafft. Er ist überzeugt: "Alle wollen den Boom des vergangenen Jahres ausnutzen." Wer glaubt, dass die simplen Texte und eingängigen Melodien schnell geschrieben sind, der irrt. Gibt es eine Erfolgsformel? Die Autoren sprechen mit Produzenten wie Matthias Distel von Summerfield Records und Mike Rötgens von Xtreme Sound - zwei Labels, die als Platzhirsche den Partyschlagermarkt seit Jahren dominieren. Alles ist darauf ausgelegt, dass die Songs möglichst leicht und möglichst laut mitgesungen werden können. Dabei gibt es einige Tricks: Es geht darum, Lieder immer so anzulegen, "dass die höchste Note von Männern gerade so gesungen werden kann, damit die sich auch schön anstrengen müssen und noch lauter singen", sagt der Partyschlagerproduzent Michael Rötgens. "Die Texte müssen so geschrieben sein", ergänzt Matthias Distel von Summerfield Records, "dass man auch mit drei Promille die Lieder noch mitgrölen kann." Dazu gehört auch der Song "Layla", der mit eingängig wummernden und tanzbaren Elektrobeats unterlegt ist. "Layla", der die Vorzüge einer "Puffmama" beschreibt, die "schöner, jünger, geiler" als alle anderen sei, hat eine hitzige Debatte entflammt. Der Song sei frauenfeindlich und sexistisch, so Kritiker. Auf zahlreichen Festen und Veranstaltungen wurde der Song eine Zeit lang verboten oder nur zensiert gespielt. Sogar Bundesjustizminister Marco Buschmann schaltete sich ein. "Man muss Schlagertexte nicht mögen. Man kann sie sogar doof oder geschmacklos finden", schrieb er auf Twitter. "Sie aber behördlich zu verbieten, finde ich, ist eins zu viel." Auch die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien äußerte sich: "Layla, was für ein sexistischer, geschmackloser Text, braucht kein Mensch. Aber verbieten, nein." Die Künstler DJ Robin & Schürze wiederum verweisen auf alte Songs wie "Skandal im Sperrbezirk" der Spider Murphy Gang, die das Rotlichtviertel und speziell "Rosi" besingen und die nicht verboten wurden. Die Dokumentation begleitet sieben Monate lang Produzenten wie Matthias Distel (Summerfield Records) und Mike Rötgens (Xtreme Sound) bei ihrer Arbeit sowie Künstler und Künstlerinnen wie Isi Glück, Malin Brown, Mickie Krause, Lorenz Büffel und Schürze bei ihren Auftritten. Zum Beispiel auf einem der größten Events in Deutschland - der Veranstaltung Olé in der Gelsenkirchener Fußballarena. 35.000 Zuschauer feiern zwei Tage lang mit ihren Stars. Die Autoren sind bei einem Song-Camp des Musiklabels Summerfield Records dabei, bei dem sich ein Team aus 30 Leuten für eine Woche in Österreich zurückzieht, um Hits für die neue Saison zu schreiben. Und sie sprechen mit dem Musikwissenschaftler Prof. Dr. Gregor Herzfeld von der Universität Regensburg, wie er sich den Erfolg des Partyschlagers erklärt. Die Reihe will herausfinden, wie nach dem Ende der Sommersaison an neuen Songs gearbeitet wird, welche Lieder es schließlich bis zur Veröffentlichung geschafft haben und was sonst alles noch dranhängt am Partyschlagerbetrieb. Ein einzigartiger Blick hinter die Kulissen einer boomenden Musikbranche.

Partyschlager 20:15

Partyschlager: Auf Tour mit Ikke Hüftgold

Dokumentation

Das ganze Jahr ist Partyschlagerzeit. Wenn auf Mallorca die Saison endet, geht es in Deutschland auf Oktoberfesten oder Skihütten weiter. Einige absolvieren über 200 Auftritte im Jahr. Es ist ein straff organisiertes Geschäft, in dem es um Millionen geht. Der Film begleitet die beiden größten Produzentenfirmen in Deutschland und ihre Künstlerinnen und Künstler. Ein Roadtrip durch eine Welt, die viel mehr ist als nur eine Gute-Laune-Industrie. In dem kleinen Badeort S'Arenal - nur 15 Minuten vom Flughafen Mallorca entfernt - liegt das Epizentrum des Partyschlagers. Großraumdiskotheken wie "Bierkönig", "Megapark", "Oberbayern", "Rutschbahn" oder "Bamboleo" locken Jahr für Jahr Millionen Gäste an. Hier geben sich die Partyschlagerstars ein Stelldichein und sorgen für gute Laune. Bis tief in die Nacht wird gesungen, getanzt und getrunken. Einer der Stars, Isi Glück aus Elmshorn in Schleswig-Holstein, hat ihren Wohnsitz nach Mallorca verlegt. Aus gutem Grund. Mindestens einmal pro Woche tritt sie im Klub "Megapark" auf - vor Tausenden von Partywütigen. "Die Musik hat mich schon früh begeistert. Ich habe schon als Kind gern Schlager gehört. Ich war auch gern am Ballermann und habe die Musik hier gefeiert. Irgendwann habe ich mal Mallorca-Misswahlen moderiert und einen Blick hinter die Kulissen bekommen und mir gedacht: So wie Jürgen Drews auf der Bühne steht, das würde ich auch gern einmal machen." Sie hat es geschafft. Heute ist sie einer der Stars am Ballermann. Und nicht nur dort. Immer wieder jettet sie nach Deutschland und tritt bei Oktoberfesten, Partyschlagerfestivals, Schlagermoves und Apres-Ski-Veranstaltungen auf. Insider schätzen, dass es jedes Jahr 2500 Partyschlager-Veranstaltungen in Deutschland gibt - mit durchschnittlich 2000 Besuchern. Auch Matthias Distel ist auf diesen Veranstaltungen unterwegs. Der Geschäftsführer von Summerfield Records schlüpft dann in die Rolle von Ikke Hüftgold, dem Partyschlager-Proleten vom Dienst. Seine Markenzeichen sind eine schwarze Perücke, ein Trainingsanzug und der erhobene Mittelfinger beim Betreten der Bühne. Auf 160 Festen pro Jahr gibt Ikke Hüftgold seine Gesangsweisen zum Besten: "Ich überleg', mit dem Saufen aufzuhören, oho. Aber ich schwanke noch", "Dicke Titten, Kartoffelsalat" oder "Heute sind wir wieder bumsbar". Pro 45-Minuten-Show bekommt er zwischen 20.000 und 30.000 Euro. Im Jahr macht er damit 1,5 Millionen Euro. Gut bezahlt, aber ein Knochenjob, denn manchmal sind es drei Auftritte an einem Tag - inklusive Fahrten von 1000 Kilometern. Auch Urgestein Peter Wackel kann immer noch nicht die Finger vom Mikrofon lassen. Seit 1999 ist er mit seinen Songs in den nationalen Charts vertreten. "Partyschlager ist mein Leben", sagt er und bringt dann Hunderte von Apres-Ski-Fans vor der "KuhBar" in Arosa in Stimmung. Auch große Major-Plattenfirmen wie Universal haben das Genre Partyschlager für sich entdeckt. "Weil sie festgestellt haben, da kann man mit einfachen Mitteln viel Erfolg generieren, während eine Helene Fischer einen irren finanziellen Aufwand braucht, um ein Album zu produzieren", sagt Schlagerproduzent Michael Rötgens.

Partyschlager 21:00

Partyschlager: Schöner, jünger, geiler

Dokumentation

Der Partyschlager ist ein Business, das über eine halbe Milliarde Euro Umsatz macht. Geht der Boom weiter? Produzent Matthias Distel ist skeptisch: "Der Markt wird sich bereinigen." Mia Julia tritt seit 2013 als Partyschlagersängerin auf und ist eines der Zugpferde der Branche. Sie blickt optimistisch in die Zukunft. "Jetzt kannst du alles mischen. Hip-Hop, Techno, Retro-Ballermann mit frecheren Texten. Man kann sich richtig austoben." Der dritte Teil der Dokumentation beschäftigt sich mit den Herausforderungen der Partyschlagerbranche. Das Label Summerfield Records hat vor einigen Jahren eine mittlere siebenstellige Summe investiert, um in Heiligenroth eine neue Zentrale mit eigenen Tonstudios zu bauen. Dort produzieren sie am laufenden Band neue Songs, um die Fangemeinde mit frischem Sound-Nachschub zu versorgen. Auch beim Konkurrenten Xtreme Sound in Köln sind die Aufnahmestudios fast durchgängig belegt. Für Aufnahmen mit etablierten Künstlern wie Mickie Krause oder Lorenz Büffel, aber auch mit Newcomern wie Carina, Micha Schue oder Nancy Franck. Michael Rötgens, Geschäftsführer bei Xtreme Sound, treibt eine Frage um: "Die Hauptacts wie Mia Julia, Mickie Krause oder Isi Glück rufen Gagen in Höhe von 20.000 Euro pro 30 Minuten auf. Wer kann das noch bezahlen? Eigentlich nur noch Großveranstaltungen, ja, aber keine Diskotheken oder Klubs mehr." Sein Geschäftskollege Hartmut Wessling ergänzt: "Es drängen mehr Produzenten auf den Markt. Die Masse der Songs ist mehr geworden, aber der Profit wächst nicht mit. Die Songs haben heute eine deutlich kürzere Langlebigkeit. Früher hatte man ein bis zwei Hits pro Saison, und die liefen das ganze Jahr durch. Da hatte kein anderer Titel mehr eine Chance. Heute sind es fünf bis sechs Titel, die sich hintereinander ablösen, und deshalb kann man nicht mehr so viel Geld aus den einzelnen Titeln holen. Es sei denn, dank Spotify, TikTok und Co. geraten solche Songs in virale Mechanismen, sodass man noch eine weitere Auswertung hat." Am Ende des Dreiteilers erfahren die Autoren, welche neuen Songs die Produzenten und Künstler ausgewählt haben. Und sie werfen einen Blick voraus: Wie lange dauert der Boom noch an? Denn in einem Punkt sind sich alle einig: Ewig können die Macher die gleiche Partyschlagerwelle nicht mehr reiten. Es braucht neue Ideen, um auch in Zukunft die Massen zu begeistern.

XXL-Leben: Der Fluch des großen Penis 21:45

XXL-Leben: Der Fluch des großen Penis

Dokumentation

Wenn es um Penisse geht, heißt es oft: je größer, desto besser. Aber ist das wirklich so? Die Zuschauer lernen in diesem Film Männer kennen, denen ihr XXL-Gemächt das Leben zur Hölle macht. 13,5 Zentimeter misst ein durchschnittlicher erigierter Penis. Männer, die erheblich über diesem Maß liegen, werden oft fetischisiert oder verspottet. Erfahrungen, die Fußballtrainer Scott, Künstler Joe und Cambridge-Absolvent Matt täglich machen. Das Geschlechtsorgan des 35-jährigen Scott misst stolze 24 Zentimeter. Er leidet unter den ständigen Sprüchen und Witzen seiner Mannschaftskollegen. Auch bei der Partnersuche ist sein Riesenpenis für ihn eher Fluch als Segen. Ähnlich geht es dem 22-jährigen Joe, der aufgrund seiner Penisgröße sogar schon Job-Absagen erhalten hat. Zu obszön sei der Anblick der Beule in seiner Hose. Doch Joe beschließt, das Beste aus seiner Situation zu machen, und geht in die Offensive. Das beste Stück von Cambridge-Absolvent Matt misst im erigierten Zustand fast 27 Zentimeter. Zu viel, findet Matt, und zieht eine Penis-Verkleinerung in Erwägung. Doch sind die zu erwartenden Vorteile wirklich das hohe Operationsrisiko wert? Die Zuschauer lernen auch Bonnie kennen, die sich selbst als "Size Queen" bezeichnet. Sie hat eine ausgeprägte Vorliebe für XXL-Penisse und setzt diese gerne in Amateur-Pornos in Szene. Wird ihr neuer Co-Star Andy, ein ehemaliger Klempner, Bonnies große Erwartungen erfüllen? Auch YouTuber Cam hat leidvolle Erfahrungen mit der Fetischisierung schwarzer Männer und ihrer Geschlechtsorgane gemacht. Bei der Recherche für ein Aufklärungsvideo über das "Big Black Cock"-Phänomen wagt er sich auf eine Stripshow, bei der ausschließlich schwarze Männer auf der Bühne stehen.

#looksmaxxing - Junge Männer im Schönheitswahn 22:30

#looksmaxxing - Junge Männer im Schönheitswahn

Dokumentation

Ein Social-Media-Trend, bei dem männliche Teenager und junge Erwachsene alles dafür tun, ihr Aussehen zu perfektionieren. Die Methoden dafür sind oftmals drastisch - und gefährlich. Bei manchen geht das Looksmaxxing zudem mit Selbst- und Frauenhass einher. Filmemacher Ben Zand hat ein Jahr lang in der bizarren Szene recherchiert. Er trifft Looksmaxxer, die überzeugt sind, nur besonders attraktive Männer hätten Erfolg im Leben und bei Frauen. Darunter der 20-jährige Finn, der viele Stunden am Tag in Looksmaxxing-Foren verbringt. Um männlicher zu wirken und sein Gesicht zu modellieren, spritzt er sich verschreibungspflichtige Medikamente. Oder Influencer Austin Wayne, der auf seinen Plattformen Tipps zur Selbstoptimierung gibt und seinen Anhängern auch persönliche Coachings anbietet, selbstverständlich gegen Bezahlung. Während Austin Wayne vor allem Maßnahmen wie Sport und die richtige Hautpflege propagiert, greifen andere Looksmaxxer zu extremeren Maßnahmen. Das reicht von der Bearbeitung der Gesichtsknochen mit einem Hammer bis hin zur kosmetischen Operation. So wie "LT", der unerkannt bleiben will. Ben Zand trifft ihn im polnischen Warschau. Um acht Zentimeter an Körpergröße zu gewinnen, hat er sich die Beine operativ verlängern lassen - ein langwieriger, teurer und extrem schmerzhafter Eingriff. In London spricht Zand mit "Adonis". In Videochats lässt der 18-Jährige seinen Körper von fremden Frauen bewerten. Er ist davon überzeugt, dass die weibliche Partnerwahl nur auf zwei Faktoren basiert: Geld oder guten Genen. Oftmals ist diese Überzeugung allerdings gepaart mit einem antiquierten, traditionellen Frauenbild bis hin zur Verachtung von Frauen.

Make me beautiful 23:15

Make me beautiful: Perfekt um jeden Preis

Dokumentation

Filler, Botox, knallharte Sportroutinen und riskante OPs. Frauen gehen sehr weit für ihre Schönheit in Zeiten, in denen der Druck, endlich perfekt auszusehen, nie größer war. Schöner, glatter, dünner - der Druck, perfekt zu sein, bestimmt das Leben vieler Frauen. Nie gab es mehr Schönheitseingriffe als heute. Die Doku begleitet Frauen, die teils große Risiken eingehen und viel Zeit und Geld investieren, um ihren Körper zu optimieren. In einer Welt, in der Social Media zum Alltag gehört und die Grenzen zwischen realen und künstlich veränderten Menschen und Bildern verschwimmen, stehen vor allem junge Frauen unter dem Druck, unerreichbaren Idealen von Schönheit zu entsprechen. Die Dokumentation "Make me beautiful - Perfekt um jeden Preis" zeigt, wie gesellschaftliche Erwartungen, Medien, Unternehmen und Social Media das Selbstbild einer ganzen Generation prägen - und wie weit die Frauen bereit sind, im Namen der Schönheit zu gehen. Den Wunsch, schön zu sein, teilen alle Protagonistinnen des Films. Paula, eine junge Sportinfluencerin in den Startlöchern ihrer Social-Media-Karriere, versucht, dem perfekten Fitness-Ideal zu entsprechen, und geht dabei streng mit sich ins Gericht, wenn mal eine Trainingseinheit ausfallen muss. Reality-TV-Star Melody nimmt gefährliche Operationen in Kauf, um ihr Aussehen immer weiter zu optimieren. Für sie ist der Weg zum "perfekten Körper" ein nie endender Prozess. Alexandra und ihre Freundinnen zeigen, wie selbstverständlich Botox und andere kosmetische Eingriffe für sie zum Alltag gehören. Die 15-jährige Influencerin Isi erfährt beim Arztbesuch von den dramatischen Konsequenzen der zahlreichen Produkte, die sie in ihren Pflegeroutinen verwendet. Die Protagonistinnen sprechen offen über ihren Alltag, ihre Routinen und Grenzerfahrungen. Sie zeigen, was sie im Namen der eigenen Optimierung tun. Sie erzählen, warum. Und sie sagen selbst, was sie daran begeistert und wo sie ins Grübeln kommen. Kein Erklärstück, keine Einordnung von oben, sondern echte Geschichten aus einer Welt, in der Schönheit für viele zum Teil der Identität geworden ist. Der Film stellt die Frage, welchen Preis wir bereit sind zu zahlen, um den Schönheitsidealen der modernen Gesellschaft so nah wie möglich zu kommen.