18:30
Kaputte Heizung, Wasserschaden, Schimmel - das ist für die Mieter*innen einiger Wohnungen im Südpark Alltag. Eine Lösung? Nicht in Sicht. 680 Mieter*innen im Südpark in Halle-Neustadt leben in so genannten Schrottimmobilien. Die Wohnblöcke, in denen sie leben, gehören der zahlungsunfähigen Bevo DE Alpha 2a GmbH. 5.500 Wohnungen in ähnlichem Zustand hat das mittlerweile insolvente Unternehmen deutschlandweit. 1.000 davon im Südpark in Halle. Warum nicht einfach wegziehen? Für Thomas Dademasch keine Option. Der vierfache Familienvater bezieht Bürgergeld und fühlt sich eigentlich wohl in der Gegend. Wegziehen will er nach sieben Jahren im Südpark nicht, er nimmt die Lage lieber selbst in die Hand. Anders geht es Zainab Yussuf. Die alleinerziehende Mutter sucht seit zwei Jahren nach einer größeren Wohnung. Sie lebt mit ihren vier Kindern auf nicht mal 60 Quadratmetern in einer Wohnung, die sie nicht lüften kann. Als Migrantin und Bürgergeldbezieherin hat sie es auf dem Wohnungsmarkt allerdings besonders schwer. Die Lage im Südpark ist kein Einzelfall, sondern Teil eines perfiden Geschäftsmodells. Ein tieferer Blick in die Geschäfte der Bevo DE Alpha 2a GmbH zeigen, dass sie nur ein kleines Puzzleteil in einem größeren System ist.
19:00
Die regelmäßige Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle sowie sportliche Ereignisse aus Deutschland und der Welt wird seriös aufbereitet und präsentiert.
19:30
Knapp 6 Quadratmeter für 600 Euro. Wer gerade nach Berlin zieht, hat es schwer, etwas anderes als möblierte Zimmer auf Zeit zu überteuerten Mieten zu finden. Die angespannte Lage am Wohnungsmarkt in Berlin macht es Vermietern möglich 'Mondpreise' zu verlangen, denn beim 'Wohnen auf Zeit' gilt die Mietpreisbremse nicht. Einige Wohnungsbesitzer gehen sogar noch weiter: Sie trennen die Zimmer in ehemaligen Mietwohnungen einfach durch Rigips-Wände und bieten diese neuen Mini-Zimmer gewinnbringend an. In einer ehemaligen 4-Raum Wohnung in Neukölln können so jetzt acht Menschen unterkommen. Die Bezirke Pankow und Neukölln wollen dieses lukrative Geschäftsmodell mit geteilten Zimmern jetzt zumindest in Milieuschutzgebieten abschaffen und gehen dagegen vor. Seit April müssen Zimmervermietungen auf Zeit im Milieuschutz außerdem von den Bezirken genehmigt werden. So will Berlin die Auswüchse auf dem Mietmarkt eindämmen - denn Mietrecht ist eigentlich Bundessache. Rbb24 Reporter besuchen, junge Neu-Berliner in ihren möblierten Minizimmern oder Wohnungen. Sie zeigen, wie sie sich mit Mietaktivisten gemeinsam gegen ihre Vermieter wehren, denn sie wollen auf Dauer in Berlin bleiben und nicht ständig umziehen müssen.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Der Operationsplan Deutschland bereitet das Land auf einen Verteidigungsfall vor. Deutschland dient dabei als logistische NATO-Drehscheibe, um Truppen an die Ostflanke zu verlegen. Da die Bundeswehr für den heimischen Katastrophenschutz ausfällt, müssen Kommunen ihre Regionen krisenfest machen. Sie müssen die Versorgung und kritische Infrastruktur sichern, auch wenn wichtige Verkehrswege dem Militär vorbehalten sind.
21:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
21:02
Krisen und Kriege in der Welt, wie positioniert sich Deutschland in diesen stürmischen Zeiten? Was läuft außenpolitisch gut, wo gibt es Verbesserungsbedarf? Was sind die Ergebnisse des NATO Gipfels im Ankara gewesen? Darüber spricht Ulrich Timm mit Dr. Claudia Major, Senior Vice President des German Marshall Funds.
21:30
21:45
mit Wetter
22:05
Seit einem Jahr sind sie Abgeordnete des Deutschen Bundestages: Diana Herbstreuth (CDU), Elisabeth Kaiser (SPD), Carolin Bachmann (AfD), Kassem Taleb Saleh (Bündnis90/Die Grünen), Janina Böttger (Die Linke). Sie vertreten Wähler in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt und haben den Auftrag, deren Interessen in Berlin und damit bundesweit Gehör zu verschaffen. Mit großer Motivation haben sie ihr Mandat angetreten, begleitet von hohen Erwartungen ihrer Wähler. Doch können sie diese erfüllen? Vier Monate lang begleiten die Autorinnen die fünf Abgeordneten bei ihrer Arbeit - im Bundestag, in den Ausschüssen, im Bundeskabinett, bei Lobbyveranstaltungen und in ihren Wahlkreisen. Sie zeigen, wie sie ihre Wähler treffen, deren Interessen im komplexen Berliner Politikbetrieb einzubringen versuchen, Partei- und Fraktionslogik unterliegen und Rede und Antwort stehen, wenn sie ihren Wählern gegenüberstehen. Was haben sie in diesen fünf Monaten für ihre Wähler erreicht? Was kann in der Folge noch gelingen, bis die Legislatur sich dem Ende zuneigt? Woran scheitern die Anliegen und Ambitionen? Wo und warum verstummt die Stimme der Wähler am Ende? Unkommentiert, für sich selbst sprechend zeigt der Dokumentarfilm, wie sich Erwartungen und Realität verhalten, wenn die Interessen der Wähler in Berlin anklopfen. Szenische und dokumentarische Elemente zeigen den Alltag der Abgeordneten, in Interviews reflektieren sie über ihre Arbeit und die Funktionsweise unserer Demokratie. Der Film stellt die schmerzhaften Fragen unserer Zeit an die Volksvertreter.
23:05
Kaputte Heizung, Wasserschaden, Schimmel - das ist für die Mieter*innen einiger Wohnungen im Südpark Alltag. Eine Lösung? Nicht in Sicht. 680 Mieter*innen im Südpark in Halle-Neustadt leben in so genannten Schrottimmobilien. Die Wohnblöcke, in denen sie leben, gehören der zahlungsunfähigen Bevo DE Alpha 2a GmbH. 5.500 Wohnungen in ähnlichem Zustand hat das mittlerweile insolvente Unternehmen deutschlandweit. 1.000 davon im Südpark in Halle. Warum nicht einfach wegziehen? Für Thomas Dademasch keine Option. Der vierfache Familienvater bezieht Bürgergeld und fühlt sich eigentlich wohl in der Gegend. Wegziehen will er nach sieben Jahren im Südpark nicht, er nimmt die Lage lieber selbst in die Hand. Anders geht es Zainab Yussuf. Die alleinerziehende Mutter sucht seit zwei Jahren nach einer größeren Wohnung. Sie lebt mit ihren vier Kindern auf nicht mal 60 Quadratmetern in einer Wohnung, die sie nicht lüften kann. Als Migrantin und Bürgergeldbezieherin hat sie es auf dem Wohnungsmarkt allerdings besonders schwer. Die Lage im Südpark ist kein Einzelfall, sondern Teil eines perfiden Geschäftsmodells. Ein tieferer Blick in die Geschäfte der Bevo DE Alpha 2a GmbH zeigen, dass sie nur ein kleines Puzzleteil in einem größeren System ist.
23:35
Philip Panek hat sich seinen Studienort bewusst ausgesucht: die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), an der deutsch-polnischen Grenze. Noch zu Beginn seines Studiums war für ihn klar: Er will in Deutschland bleiben, Karriere machen. Heute sieht er das anders. Er möchte sein Referendariat in Polen absolvieren. Denn dort, sagt er, wartet nicht nur seine Familie, dort wartet auch eine Wirtschaft im Aufbruch. Dass Deutschland für viele Polinnen und Polen keine Option mehr ist, merkt auch Michael Sünkler: Er kennt die Entwicklung aus einer anderen Perspektive. Der Geschäftsführer eines Transportunternehmens hat die Hälfte seiner Belegschaft aus Polen aufgebaut. Doch in den letzten Jahren hat er mehrere Mitarbeiter verloren. Für ihn ist die Abwanderung polnischer Arbeitskräfte kein abstraktes politisches Problem: Es ist ein konkretes wirtschaftliches Risiko. Einer seiner LKW-Fahrer, Tomasz, sitzt schon auf gepackten Koffern. Seit über 10 Jahren arbeitet der Pole in Berlin. Doch die Stadt und Deutschland haben sich verändert, sagt er. Vor allem teure Lebensmittel und gestiegene Miete machen ihm zu schaffen. Sparen ist für ihn längst nicht mehr in dem Maße möglich, wie früher einmal. Sobald seine Tochter die Schule abgeschlossen hat, will er mit seiner Familie zurückgehen. Kamila Gierko und ihr Mann Zbyszek Perzyna haben diesen Schritt bereits getan. Vor sechs Monaten haben sie ihr Leben in Berlin-Charlottenburg hinter sich gelassen und sind ins polnische Stettin gezogen. Berlin war für sie lange eine Möglichkeit, um ihren Traum der erfolgreichen Selbstständigkeit zu leben. Doch aus dem Traum wurde Erschöpfung. Bürokratie, fehlende Digitalisierung, hohe Steuern, aber auch ein Gefühl der Unsicherheit in der Hauptstadt, begleitete sie. In Stettin erleben sie das Gegenteil: moderne digitale Verwaltung, niedrigere Steuerlast und Sauberkeit. Deutschland, sagen sie, habe aufgehört, sich weiterzuentwickeln. Die rbb24-Reportage folgt Menschen, deren Entscheidungen mehr verraten als eine Statistik. Sie zeigt einen Jurastudenten, der Karriere und Familie jetzt in Polen vereinen will, einen Unternehmer, der um jeden polnischen Mitarbeiter kämpft, einen LKW-Fahrer, der die Kosten-Nutzen-Rechnung seines Lebens neu aufmacht und ein Paar, das den Schritt schon gewagt hat.