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Antenne Brandenburg und mehr
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Die Rockmusiker Rocky, Johnny und Mannie, allesamt Mitte 60, haben sich nach 30-jähriger Auszeit wieder zusammengefunden, um ihre Band "Eastrocks" auferstehen zu lassen. Eine Tournee ist geplant. Den von der Versicherung geforderten Gesundheitscheck lassen die Musiker in der Sachsenklinik durchführen, wo sie gleich für Aufregung sorgen. Während Rocky und Johnny nur kleine Wehwehchen haben, leidet Mannie unter einem massiven Bandscheibenvorfall, den er jedoch bisher vor seinen Freunden verheimlicht hat. Seine einzige Hoffnung ist eine Operation. Da er jedoch zudem unter einer beginnenden Leberzirrhose und einem schwachen Kreislauf leidet, rät Dr. Brentano dringend von einem Eingriff ab. Doch der Rockmusiker will das Risiko unbedingt eingehen, um ein letztes Mal mit den "Eastrocks" auf der Bühne stehen zu können. Das Unglück nimmt seinen Lauf. Die Operation muss abgebrochen werden. Mannie ist verzweifelt und muss nun seinen Freunden gestehen, dass er schon länger von seiner kaputten Bandscheibe wusste. Johnny und Rocky fühlen sich verraten und wenden sich von ihm ab. Verzweifelt zertrümmert Mannie seinen Bass. Bei dieser Aktion verletzt er sich. In einer Notoperation können Prof. Simoni und Dr. Brentano das Schlimmste abwenden. Inzwischen erfahren Rocky und Johnny, dass Mannie sein Leben riskiert hat, um mit ihnen auf Tournee gehen zu können. Es kommt zur Versöhnung. Das erste gemeinsame Konzert der "Eastrocks" findet in der Klinik statt. Jakob Heilmann besteht seine Abschlussprüfung zum Forstwirt. Eine Bemerkung Freddy Kerrs verunsichert ihn bezüglich seiner Berufswahl. Ist Forstwirt wirklich der richtige Beruf? Als ihm von der Forstverwaltung eine feste Stelle angeboten wird, lehnt er ab. Der Chefarzt versucht, seinen Sohn zur Vernunft zu bringen.
09:45
Kathrin Globisch kann das brutale Vergewaltigungserlebnis nicht vergessen. Sie beschließt, ihr altes Leben hinter sich zu lassen und bewirbt sich an einer Klinik in den USA. Weder das Zureden der überraschten Freunde noch die Absage aus Übersee bringen sie von ihrem Vorhaben ab. Doch dann muss Kathrin voller Entsetzen feststellen, dass sie schwanger ist. Sie gesteht ihren Freunden, dass es eine Vergewaltigung war. Über Wochen hatte sie sämtliche Erinnerungen und Anzeichen verdrängt. Nun, in der elften Woche schwanger, steht Kathrin vor der schwerwiegenden Frage, ob sie das Kind austragen soll. Ihre Verzweiflung treibt sie so weit, allem ein Ende setzen zu wollen. Roland Heilmann und Martin Stein können sie jedoch vom Schlimmsten abhalten. Gemeinsam mit Eva Globisch versuchen die Freunde und Pia, Kathrin in dieser dunklen Stunde beizustehen. Die Entscheidung für oder gegen eine Abtreibung kann ihr allerdings niemand abnehmen. Hajo Hausmann, Trauzeuge von "Charlotto"-Koch Freddy Kerr, wird von Freddys Frau Stefanie mit heftigen Bauchschmerzen in die Sachsenklinik gebracht. Professor Simoni diagnostiziert eine Geschwulst in der Gallenblase, die sich als bösartig herausstellt. Nach dem bedrohlichen Befund wächst in Hajo der Wunsch, Freddy zu offenbaren, dass er ihn vor kurzem mit Stefanie betrogen hat. Sie hatte ihrem Mann den Seitensprung bereits gestanden, dabei jedoch verschwiegen, mit wem sie im Bett war. Von Hajo unter Zugzwang gesetzt, gesteht Stefanie Freddy die schmerzhafte Wahrheit. Tief enttäuscht trennt er sich von ihr und kündigt Hajo die Freundschaft. In Stefanies Trauer über das Scheitern ihrer Ehe platzt Hajo mit dem Geständnis, sie schon immer zu lieben. Als er einen Lungenkollaps erleidet, muss sich Stefanie eingestehen, auch mehr als nur freundschaftliche Gefühle für ihn zu hegen.
10:30
Der Ableger der Serie "In aller Freundschaft" dreht sich um den Alltag im Erfurter Johannes-Thal-Klinikum. Die Beziehungen zwischen den Ärzten stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Schicksale der Patienten.
11:15
Die vorerst letzten Folge der Zoogeschichten aus Frankfurt und Kronberg besucht noch einmal die Lieblinge der vergangenen 40 Folgen mit ihren Pflegerinnen und Pflegern. Wie hat sich Bonobo-Baby Billy inzwischen in seiner Affengruppe eingelebt? Was machen die beiden neugeborenen Seebären? Ist Nachwuchs bei den kleinen Roten Pandas in Sicht? Sind sich die Warzenschweine Horst und Sylvie nähergekommen? Wie geht es Oska, dem Faultier, das sich schließlich doch als Mädchen entpuppte und hegt Zebra Schlampi noch immer Muttergefühle für das Gnu-Kalb?
12:05
Zwar haben Edwin Bremer und Günter Hoffmann das Pensionsalter schon längst erreicht, das Verbrecherjagen macht ihnen dennoch genug Spaß, um noch eine Ehrenrunde zu drehen. Dabei handeln sie nicht immer nach Dienstvorschrift.
12:55
Bei Angela (38) in Lichtenfels, Ortsteil Mönchkrottendorf, dreht sich alles um Schafe. Ihr Mann Anton und dessen Bruder sind Schäfer in 4. Generation. Die weit über 1000 Tiere werden auch zur Landschaftspflege eingesetzt; 80 Ziegen gehören mit dazu. Die Wunderlichs besitzen 14 Hütehunde, in Dreierteams treiben sie eine Herde. Am Hof kümmert sich Angela vor allem um die Direktvermarktung. Ob einer der beiden Kinder den Hof einmal übernehmen wird?
13:40
Während Edwin sich von seiner Operation erholt, führt ein neuer Fall die Ermittler in die High Society der Kunstsammlerszene. Günters Enkelin Lotta hat eigene Kunst-Probleme. Sonst eine Einserschülerin stößt sie schulisch zum ersten Mal an ihre Grenzen und das ausgerechnet im Kunstunterricht. Für Polizeichefin Vicky ergeben sich neue Karrierechancen, die wesentlich familienfreundlicher wären. Doch ob Vicky bereit dazu ist, die Verbrecherjagd dafür an den Nagel zu hängen, ist eine andere Frage.
14:30
Als wäre der plötzliche Unfalltod ihres Mannes Lothar nicht Schicksalsschlag genug, wird Gila Maibach bei der Testamentseröffnung mit der nächsten "Überraschung" konfrontiert: Für ihr Haus, in dem sie viele glückliche Ehejahre mit Lothar verbrachte, gibt es eine unbekannte Miterbin. Zunächst sind Gila und ihre beste Freundin Franziska fest überzeugt, dass es sich bei der jungen Blumenhändlerin Maja Deutz um die Geliebte des Verstorbenen handeln muss. Schon bei der ersten persönlichen Begegnung zwischen Gila und Maja stellt sich jedoch heraus, dass Maja nicht Lothars Geliebte war, sondern seine uneheliche Tochter ist. Diese verlangt nun die Auszahlung ihres Erbteils. Das ist leichter gesagt als getan, denn Gila hat weder Ersparnisse, noch will sie das mit einer Hypothek belastete Haus verkaufen. So kommt es, dass die hochschwangere Maja nach einem Streit mit ihrem Ehemann Stefan gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn Max bei Gila einzieht - sehr zum Erstaunen von Gilas Nachbarn Justus. Zunächst wirbelt das temperamentvolle Gespann das geordnete Leben von Gila ganz schön durcheinander. Nach einer Weile aber merken die beiden, dass sie gar kein so schlechtes Team abgeben: Während Maja voller Idealismus ihren Blumenladen schmeißt, bringt die ehemalige Sekretärin Gila die Buchhaltung auf Vordermann und kümmert sich um Max. Die eifersüchtige Franziska ist zwar überzeugt, dass Maja ihre beste Freundin nur ausnutzt, Gila aber blüht durch die neuen Herausforderungen regelrecht auf. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie das Gefühl, wirklich gebraucht zu werden. Doch dann zerstört ein heftiger Streit die beginnende Freundschaft des ungleichen Duos. Maja versöhnt sich mit Stefan und kehrt zu ihm zurück. Aber Gila muss nicht nur den Verlust ihrer "neuen Familie" verkraften, nun droht auch noch der Verkauf des geliebten Hauses.
16:00
mit Sport
16:15
Die Taxifahrerin Renate Seitz wird ausgerechnet an ihrem letzten Arbeitstag nach einem schweren Unfall mit einem Motorrad ins Johannes-Thal-Klinikum eingeliefert. Sie kann sich nicht erklären, wie es zu dem Unfall kommen konnte, und bestreitet dennoch jegliches Fehlverhalten und das, obwohl sie stark nach Alkohol riecht. War sie an dem Unfall schuld oder gibt es vielleicht doch eine andere Erklärung? Doch damit nicht genug: Die Unfallgegner von Renate Seitz waren ausgerechnet Assistenzarzt Ben Ahlbeck und die Oberärztin Dr. Leyla Sherbaz. Als die Kollegen eingeliefert werden ist sofort das gesamte Ärzteteam gefordert. Die Sorge ist groß, denn während bei Leyla zunächst nur mittelschwere Verletzungen festgestellt werden, geht es bei Ben um Leben und Tod!
17:05
José, Julio und Pedro mischen ihr Freigehege auf. Die drei Brillenbärjungen sind inzwischen echte Raufbolde geworden. Und Kletterprofis sowieso. Das Zoo-Aquarium hat eine europaweit bekannte Ohrenquallenzucht. Da diese Quallen gern Quallen fressen, fahren die Berliner Kollegen zum Futterfangen an die Ostsee. Ob die Flachlandfischer Erfolg haben? Gerade steht Pockenschutz auf dem Programm. Shaina hasst Spritzen. Wird das Elefantenmädchen die Prozedur über sich ergehen lassen? Xiwang und Zickenkarl sind eng befreundet. Ungewöhnlich für einen Sichuan-Takin und eine Langohrziege. Nur beim Trinken aus der Flasche gibt es einen harten Konkurrenzkampf. Weitere Helden: wilde Japanmakaken, Kanincheneulen und ein Lannerfalke, diverse Schweinefamilien, Waschbären und Wellensittiche, Elefantenbulle Victor und Rote Riesenkängurus.
17:53
Pittiplatsch: Die Moppi-Olympiade
18:00
mit rbb24, Sport und Wetter
19:27
Wie ist die Wetterlage in Berlin und Brandenburg in den nächsten Tagen? Das Magazin informiert mit professionell gestalteten Wetterkarten über alle Trends.
19:30
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Zwischen Buchenwäldern, Schilfgürteln und stillen Seen liegt Sacrow an der Havel. Eine Idylle mit knapp einhundertfünfzig Einwohnern. Auf den ersten Blick merkt man dem Ort seine dramatische Geschichte im 20. Jahrhundert nicht an. Um die Jahrhundertwende wird Sacrow wegen seiner Lage am Wasser und der Nähe zur Metropole Berlin zu einem Ort der Reichen und Schönen. Sommervillen säumen das Ufer an der Havel. Mit der NS-Diktatur beginnt auch hier die Vertreibung und Ermordung der jüdischen Hausbesitzer und im Sacrower Schloß residiert ein glühender Nazi. Zur DDR-Zeit wird der Ort durch Stacheldraht und Mauer abgeriegelt und zum "Grenzgebiet" mit eigenen Regeln. Der Ortseingang ist durch einen Kontrollpunkt gesichert und der 'Ort am Wasser' hat keinen Zugang mehr zur Havel. Die Bewohner sind gezwungen "unter sich" zu bleiben. Doch das Gemeinschaftsgefühl wird im November 1975 auf eine harte Probe gestellt. Der 21-jährige Sacrower Lothar Hennig wird mitten auf der Dorfstraße von einem Grenzposten erschossen. Seine verzweifelte Familie trifft auf eine Mauer des Schweigens ihrer Nachbarn. Die Tragödie ist ein Beispiel dafür, wie Menschen durch Angst und Einschüchterung dazu gebracht werden, ihre Menschlichkeit zu verlieren. Für kaum einen anderen Ort ist der Fall der Mauer im November 1989 und der folgende Abbau der Grenzanlagen so befreiend, wie für den hinter Stacheldraht und Mauer hermetisch abgeriegelten Ort Sacrow. Filmemacher Jens Arndt erzählt die kontrastreiche Geschichte dieses Ortes, der immer wieder im Fokus der wechselnden Machtverhältnisse stand.
21:00
Dass im Sommer 1945 im Schloss Cecilienhof die Potsdamer Konferenz abgehalten wurde, ist hinlänglich bekannt. Dass Cecilienhof ein Treff von Verschwören war, ein Vorzeigemuseum für Regierungsgäste, ein hermetisch geschütztes Sperrgebiet der Sowjetbesatzung, ein Problem der Wendezeit ein Hassobjekt für Rechtsradikale, eher weniger. Unlängst in den Schlagzeilen war es wegen noch zu klärender Hohenzollern-Ansprüche. Das Potsdamer Schloss Cecilienhof hat eine Menge an Geschichten zu bieten, gloriose, spektakuläre wie unrühmliche. Cecilienhof war der letzte Schlossneubau der Hohenzollerndynastie, gedacht als Wohnsitz für den zukünftigen deutschen Kaiser des 20.Jahrhunderts, dem Erben des Thrones von Wilhelm II. Erbaut nach den Wünschen des Kronprinzen Wilhelm von Preußen, eingerichtet nach den Vorstellungen der Kronprinzessin Cecilie war der Fürstensitz gerade mal ein Jahr bewohnt, als die Novemberrevolution von 1918 den Hausherren eine rote Fahne aufs Schlossdach setzen wollte. Das Schloss funktionierte später wie eine Zweigstelle des Exil-Kaiserhauses, war Sitz der königlichen Familie im republikanischen Potsdam, Treffpunkt der High Society und von Nazi-Größen. Nachdem die royalen Hausherren 1945 vor der Roten Armee geflüchtet waren, übernahm der Sowjetgeheimdienst die Aufgabe, das Anwesen für die Konferenz der Sieger umzurüsten. Zwei Wochen verhandelten die Großen Drei, Truman, Stalin und Churchill, der Letztere im Wechsel mit Premier Attlee, die Nachkriegsordnung Deutschlands und die großer Teile der Welt. Von den Ereignissen und Personen, von Geschichte und Geschichten aus dem Schloss Cecilienhof, nicht nur in den Tagen der Potsdamer Konferenz, auch vom Davor und Danach erzählt der Film aus der Reihe Geheimnisvolle Orte. Cecilienhof, das Potsdamer Schloss mit dem Hohenzollernadler und dem Sowjetstern.
21:45
mit Sport
22:00
Alle 18-Jährigen ab dem Geburtsjahrgang 2008 erhalten seit Anfang Januar 2026 Fragebögen der Bundeswehr. Sie sollen Auskunft geben, ob sie bereit sind, den freiwilligen Wehrdienst zu leisten. Eine Gewissensentscheidung, die viele aufwühlt. Jan Kingreen, evangelischer Potsdamer Pfarrer und Friedensbeauftragter seiner Kirche, berät Jugendliche, wie auch viele seiner katholischen Kolleginnen und Kollegen, "ergebnisoffen", so betont er. Ist die Bundeswehr eine Option? Für Kingreen dient die Beratung dazu, dass die Jugendlichen, die zu ihm kommen, ihr Gewissen mit der Leitfrage erforschen: "Kann ich mir vorstellen, mit einer Waffe auf einen Menschen zu zielen - und warum (nicht)?". Auch der Bischof des Bistums Mainz Peter Kohlgraf fordert, jungen Menschen bei diesem Thema mehr zuzuhören, ihre Bedürfnisse zu sehen und Freiwilligendienste als gleichwertige Alternative zum Wehrdienst zu betrachten. In der Doku "Kirche, Krieg und mein Gewissen" aus der ARD-Reihe "Echtes Leben" kommen junge Menschen zu Wort, zum Beispiel die Sänger des Mainzer Domchors. Was treibt die betroffenen jungen Männer um? Und wie viele von ihnen werden sich zum freiwilligen Wehrdienst melden? Der 18-jährige Leo aus Koblenz ist Mitorganisator eines bundesweiten Schülerstreiks gegen den Wehrdienst. Friedenserhalt durch Gewaltlosigkeit oder Sicherheit durch militärische Aufrüstung - das wird intensiv und kontrovers unter Jugendlichen, aber auch in den Kirchen diskutiert, ausgelöst auch durch die neue Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sowohl die evangelische wie auch die katholische Kirche orientieren sich seitdem offiziell an der Realpolitik und sehen den Einsatz von Gewalt unter bestimmten Voraussetzungen als legitim an. Für den Koblenzer Schüler Leo ist damit der friedensorientierte "Kompass der Kirche" verloren gegangen. Auch der Zehdenicker Pfarrer und Pazifist Andreas Domke steht der Neuausrichtung seiner evangelischen Kirche skeptisch gegenüber. Er sagt: "Alte Menschen finden es gerade wieder ziemlich sexy, wenn junge Leute Armeeuniformen anziehen ... Sie meinen, es wäre doch total stark, wenn die Jugend von heute ihr Leben für die Heimat geben würde." Der Militärpfarrer Ciprian Matefy betreut in Rheinland-Pfalz Soldaten. Darunter auch einen jungen Christen, der sich aufgrund seiner Werte und religiösen Überzeugung gerade für den Wehrdienst entschieden hat. Die neue Friedensdenkschrift sieht Matefy als "notwendige Anpassung an die Wirklichkeit" und bemerkt, dass sich Soldatinnen und Soldaten dadurch in ihrer Gewissensentscheidung besser wahrgenommen fühlen.
22:30
Er war eine der aufwändigsten juristischen Aufarbeitungen der Bundesrepublik und hielt die Welt in Atem: Der Stammheim-Prozess gegen die Führung der ersten Generation der RAF, der im Mai 1975 begann. Mit 40.000 Beweismitteln, fast 1.000 geladenen Zeugen, 80 Sachverständigen, 14.000 Seiten Wortprotokoll, 50.000 Blatt Prozessakten und Gesamtkosten in Höhe von 20 Millionen DM war er ein Gerichtsverfahren der Superlative. Durch den Prozess wurde Stammheim auch zum identitätsstiftenden Ort der RAF. Das Dokudrama rekonstruiert die Lebenswelt der vier RAF-Häftlinge im siebten Stock der JVA Stammheim und zeigt das Geschehen auf der öffentlichen Bühne im benachbarten Gerichtssaal. Im Mittelpunkt des Dokudramas steht auch die Perspektive von Horst Bubeck, der als Vollzugsbeamter im Zellentrakt den intensivsten Kontakt zu den Inhaftierten hatte. Die szenischen Teile des Dokudramas, die am Originalschauplatz im siebten Stock der JVA Stammheim gedreht wurden, stützen sich auf Protokolle, Kassiber und die Erinnerungen damals handelnder Personen.