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TV Programm für ORF III am 29.04.2026

Mariahilf nostalgisch 04:15

Mariahilf nostalgisch

Dokumentation

Von allen früheren Wiener Vorstädten lässt sich in Mariahilf vielleicht am besten das damalige Leben der Leute in Wien abseits des Zentrums verstehen. Der Bezirk war damals, wie auch zum Teil heute noch, ein grätzelartiges Biotop, in dem das kleinbürgerliche Leben pulsierte. Zahlreiche Hotels entlang der Mariahilferstraße zeugten in Gumpendorf von der Zeit, als Fremde hier in Quarantäne mussten, damit sie sicher keine Krankheiten in die Innenstadt einschleppten. Geschäfte, Freizeitangebote, Unterhaltung, kleiner Straßenverkehr und eben auch Kultur prägten im 19. Jahrhundert das Ortsbild. Unter anderem ein Verein, der ein Vorstadttheater gegründet hat. Die Gumpendorfer beschlossen, hier das Raimund-Theater zu errichten, und schufen eine Bühne, die zu einer starbestückten Institution werden sollte und bis heute aus dem Wiener Musiktheaterbetrieb nicht wegzudenken ist. Regisseur Martin Vogg erzählt in dieser ORF III Erbe Österreich Neuproduktion die Geschichte dieses Bezirks und gibt ein möglichst plastisches Bild davon, wie das Leben der einfachen Menschen hier in früheren Epochen verlaufen ist, insbesondere am Ausgang der Monarchie.

Aus dem Rahmen 05:00

Aus dem Rahmen: Ab in die Wildnis!

Magazin

Es ist einer der letzten Urwälder Europas und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich: das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal in Niederösterreich. In Lunz am See hat ein neues Museum eröffnet, das sich als "Haus der Wildnis" versteht und diesen einzigartigen Fleck Natur den Menschen vermitteln möchte. Dort setzt man auf moderne Technik und Virtuelle Realität um das erlebbar zu machen was streng geschützt werden muss, nämlich die Natur und die Tierwelt. Moderator Kari Hohenlohe taucht in dieser Folge von "Aus dem Rahmen" ab in die Wildnis und ein in den Urwald Niederösterreichs.

Das alte Wien in frühen Fotos 05:45

Das alte Wien in frühen Fotos

Geschichte

Um 1900 entstehen in Wien die ersten Straßenfotografien, die nicht nur die Prominenz, sondern auch den Alltag der breiten Bevölkerung festhalten. Vieles wirkt dabei überraschend vertraut: Zahlreiche Orte der Stadt ähneln schon damals dem heutigen Wien. Die Menschen jedoch unterscheiden sich in Mode, Berufswelt und Wertevorstellungen deutlich von uns. Diese faszinierende Zeitreise führt die neue Erbe Österreich-Produktion in das Wien der ersten Foto- und Filmpioniere zurück und präsentiert Aufnahmen, die so noch nie im Fernsehen zu sehen waren. Ausgehend von historischen Bildern spannt der Film einen stadtgeschichtlichen Bogen - von der Zeit vor der Ringstraße, als die Stadtmauern noch standen, bis zur letzten Blüte der k. u. k. Monarchie und darüber hinaus. Im Fokus stehen die großen Umbrüche im Stadtverkehr, der Wandel der Mode, ausgestorbene Berufe und der Alltag der Wienerinnen und Wiener um 1900, der stark von Klassenbewusstsein geprägt war. Der Film besucht bekannte Schauplätze vom historischen Zentrum bis in die Außenbezirke und lässt das außergewöhnliche Bildmaterial von Expertinnen und Experten einordnen.

Kultur Heute 06:30

Kultur Heute

Magazin

WETTER/INFO 07:00

WETTER/INFO

Nachrichten

Die Inseln der Queen 08:10

Die Inseln der Queen: Die Äußeren Hebriden

Land und Leute

Im Nordwesten des Vereinten Königreichs liegt die Inselkette der Äußeren Hebriden. Vor dem schottischen Festland liegen die Inseln Lewis und Harris, South und North Uist sowie die kleine Insel Barra. Die Inseln bieten Extreme: sturmumtoste Felsküsten und Traumstrände mit türkisblauem Wasser. Wer die Äußeren Hebriden Richtung Westen per Boot verlässt, stößt auf die Inselgruppe St. Kilda. Die Inseln waren bis in die 1930er Jahre besiedelt. Jeden Sommer kommen Freiwillige, um die Ruinen des verlassenen Dorfs wieder aufzubauen. St. Kilda hat einen seltenen Doppelstatus als UNESCO-Weltnatur- und Weltkulturerbe und beheimatet über eine Million Zugvögel, die auf gewaltigen Klippen nisten. Die Landschaft der Äußeren Hebriden ist karg und baumlos. Steve Liddle arbeitet daran, die Inseln wieder zu bewalden. Zwischen Traumstränden und Mondlandschaften begibt sich der Fotograf John Maher auf die Suche nach verlassenen Häusern und Anwesen. Hier wird sogar noch Torf per Hand gestochen. Auch die Queen schätzt die Ursprünglichkeit: Die Äußeren Hebriden sind ein beliebtes Urlaubsziel der königlichen Familie.

kreuz & quer nah dran/reportage 08:55

kreuz & quer nah dran/reportage

Kirche und Religion

Am 10. Juni erschütterte ein Amoklauf am BORG Dreierschützengasse in Graz die Öffentlichkeit. Elf Menschen starben, mindestens zwölf wurden teils schwer verletzt. Als evangelischer Religionslehrer und Notfallseelsorger erlebte Paul Nitsche diesen Tag an seiner Schule selbst mit. Nitsche ist damit nicht nur Überlebender, sondern auch jemand, der als Notfallseelsorger anderen Halt gibt, wenn die Welt aus den Fugen gerät. Er musste in den Stunden nach dem Amoklauf nicht nur professionell handeln, sondern selbst seine eigenen Wege der Bewältigung finden. Die erste Folge des neuen ORF-Formats "kreuz und quer NAH DRAN" begleitet den 50-Jährigen auf seinem Weg, beruflich und privat wieder Stabilität zu gewinnen. Das 25-minütige Portrait zeigt einen Menschen, der seine Verantwortung als Seelsorger ernst nimmt und dabei eigene Betroffenheit reflektiert. Zugleich thematisiert der Film die Bedeutung von Gemeinschaft bei der Bewältigung extremer Krisen. Anschließend in "kreuz und quer PLUS": Teil 1 der Reihe "ICONIC!" - Die Bilder Codes in den Religionen.

ORF III AKTUELL 09:30

ORF III AKTUELL

Nachrichten

ORF III überträgt alle wichtigen News vom Tag, dazu Interviews, Analysen, Live-Schaltungen, Reportagen und alle wichtigen Pressekonferenzen und Updates live!

Traumgärten auf La Réunion (2) - Mit dem Biogärtner auf der Tropeninsel 13:05

Traumgärten auf La Réunion (2) - Mit dem Biogärtner auf der Tropeninsel

Landschaftsbild

Im zweiten Teil der Reise mit Karl Ploberger in den südlichsten Teil der Europäischen Union, auf die Insel La Réunion im Indischen Ozean, sehen wir uns das Klima näher an. Hier wurde der Weltrekord von 15.000 Litern pro Quadratmeter Regen gemessen. Das feuchtwarme Klima ist für die tropische Pflanzenwelt ideal. Besonders eindrucksvoll sind auf La Réunion die oft Hunderte Meter langen Wasserfälle im Sommer, wenn die Flüsse gut gespeist sind. Karl besucht Reine Claude Gonthier, in deren privatem Garten viele endemische, aber auch exotische Pflanzen angebaut und gepflegt werden. Auch einen alten Heilkräutergarten kann man hier finden, seltene Iris, viele Orchideen und üppige Kletterpflanzen. Im Süden der Insel in Saint-Philippe trifft Karl Ploberger im "Garten des Röstkaffees" auf Laurence Luspot, die ihm einiges über die Historie des Kaffee-Anbaus hier auf La Réunion berichten kann. Sehr angetan war der Biogärtner auch von der Krankenstation für Meeresschildkröten, wo Tiere, die durch Schiffe oder Netze verletzt wurden, wieder gesund gepflegt werden.

Costa Rica - Der Regenwald der Österreicher 13:30

Costa Rica - Der Regenwald der Österreicher

Landschaftsbild

Rund 1,5 Millionen Euro haben die Österreicher für die Rettung eines der artenreichsten Regenwälder gespendet: des Bosque Esquinas im Südosten von Costa Rica. Doch nur die wenigsten haben Gelegenheit, diese Naturschönheit mit eigenen Augen zu bewundern. UNIVERSUM führt in die verborgenen Welten des Regenwaldes der Österreicher und zeigt in beeindruckenden Bildern das faszinierende Zusammenspiel von Pflanzen und Tieren und die aufregende tägliche Arbeit der Biologen und Botaniker. Es sind zahlreiche Wunder der Natur, die den Wald zu dem machen, was er ist: eine ungemein komplexe Welt, in der jeder Millimeter bewohnt, bewachsen und genutzt ist. Ein Film von Barbara Puskás Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Kuba - Im Rhythmus der Natur 14:20

Kuba - Im Rhythmus der Natur

Tiere

Dieser vielfach ausgezeichnete Naturfilm eröffnet spektakuläre Einblicke in die Wildnis Kubas. In stockdunklen Höhlen lauern Boas Fledermäusen auf, und über Havannas legendärer Altstadt kreisen Geier im Aufwind. Bienenkolibris - die kleinsten der Welt - legen Eier, nicht größer als Kaffee-Bohnen, und Myriaden Landkrabben wandern jedes Jahr in Richtung Schweinebucht, um ihre Eier dem Meer anzuvertrauen. Kubas einzigartige Tierwelt - mit 50 % endemischen Arten - hat von Fidel Castros Revolution profitiert, weil die Insel 50 Jahre lang praktisch unverändert geblieben ist. Noch graben hier Meeresschildkröten unbehelligt ihre Gelege in den Sandstrand, noch sind die Korallenbänke voller Leben, und im Brackwasser der Dolinen atmen Knochenhechte Luft, ohne zu ahnen, wie bemerkenswert das ist. Kuba ist ein grünes Juwel im azurblauen Wasser der Karibik - und für die Natur ein Grund zur Hoffnung. Regie: John Murray

Hawaiis versteckte Paradiese 15:10

Hawaiis versteckte Paradiese

Landschaftsbild

Kaum ein Ort weltweit steht so sehr für paradiesische Landschaften wie Hawaii. Die Dokumentation stellt Menschen vor, die sich hingebungsvoll für diese einmalige Flora und Fauna einsetzen. "Hawaiis versteckte Paradiese" unternimmt eine Reise in unterschiedliche Regionen des pazifischen Inselreiches; von den sattgrünen Schluchten auf Kauai, zu den mächtigen Vulkanen auf Big Island bis hin zu kristallklaren Küstengewässern auf Cahu.

ORF III AKTUELL am Nachmittag 16:00

ORF III AKTUELL am Nachmittag

Nachrichten

"ORF III AKTUELL am Nachmittag"verstärkt jeweils montags und mittwochs um 16.00 Uhr die bereits etablierte Infoleiste von ORF III. Mit vertiefenden Analysen, spannenden Diskussionen und fundierter Berichterstattung begleitet die Sendung die politischen Entwicklungen in & um Österreich. Eine breite Palette an Hintergrundberichten, Meinungen von Expertinnen und Experten bzw. Live-Interviews geben einen umfassenden Überblick über die relevanten Geschehnisse im In- und Ausland.

Klingendes Österreich 17:05

Klingendes Österreich: Vom Nutzen der Schönheit - In den hohen Tauern

Dokumentation

Vom Nutzen der Schönheit heißt die 158. Sendung Klingendes Österreich und ihre Schauplätze befinden sich ausnahmslos in den Hohen Tauern, deren größter Teil Nationalparkgebiet ist. Die Sendung beginnt im Felber- und Amertal in Mittersill, setzt sich auf der Tauernsüdseite in Osttirol fort, um wieder über die Gipfel der Granatspitzgruppe in das Pinzgauer Stubachtal zurückzukehren. Das große Scheelitbergwerk, eine bedeutende Hochspannungsleitung und die Erdölader zwischen Triest und Ingolstadt lassen im Naturfreund wenig Hoffnung auf Schönheit aufkommen. Unser Ehrgeiz besteht jedoch darin, das Gegenteil zu beweisen. Wer bezweifelt heutzutage beispielsweise die landschaftsfreundliche Trasse der Felbertauernstrasse oder die bauliche Ästhetik der Staumauern von Tauernmoos und Kaprun. Ganz zu schweigen von den menschlichen Wunderwerken im Inneren der Berge. Die Burgen Weissenstein und Kaprun bilden gewissermaßen die Grenzsteine der nützlichen Schönheit. Die Krönung derselben obliegt der Großglockner Hochalpenstrasse, welche für alle den höchsten Berg Österreichs erreichbar und zum Erlebnis macht.

Klingendes Österreich 18:15

Klingendes Österreich: Im Frieden der großen Berge - in Bayern und Tirol

Dokumentation

Die Aschinger Alm und der Haflinger Fohlenhof in Ebbs, der geschichtsreiche Gasthof Sebi in Niederndorf, das Passionsspielhaus in Erl sowie das Nagelschmiedmuseum der Familie Kitzbichler sind die Schauplätze im Tiroler Teil dieser 164. Sendung Klingendes Österreich. In Erl trifft Sepp Forcher Maestro Gustav Kuhn, der im Jahr 1997 im Passionsspielhaus die erfolgreichen Tiroler Festpiele ins Leben gerufen hat. Im benachbarten Bayern besucht das "Klingende Österreich" den Markt Neubeuern, Fischbachau mit dem romantischen Birkenstein, das alljährlich von unzähligen Wallfahrern besucht wird, die Almlandschaft des Sudelfelds und als eindrucksvollen Höhepunkt den aussichtsreichen Wendelstein. Es ist ein friedvoller Erdenfleck abseits vom Lärm und Gedröhn der großen Verkehrswege, beschützt vom Zahmen Kaiser und den Bergen der bayrischen Voralpen. Somit der ideale Rahmen für Musik und Gesang aus Tirol und Bayern.

ORF III AKTUELL am Abend 19:18

ORF III AKTUELL am Abend

Nachrichten

ORF III überträgt alle wichtigen News vom Tag, dazu Interviews, Analysen, Live-Schaltungen, Reportagen und alle wichtigen Pressekonferenzen und Updates live!

Nachrichten in Einfacher Sprache 19:25

Nachrichten in Einfacher Sprache

Nachrichten

Nachrichten in Einfacher Sprache- das ist das Wichtigste vom Tag in kurzen Sätzen, mit einfachen Wörtern, ohne Fremdwörter und mit Untertitel.

Kultur Heute 19:40

Kultur Heute

Magazin

Das wochentägliche Kulturmagazin "Kultur Heute" präsentiert neben den wichtigsten Ereignissen aus den Bundesländern die Top-Themen des Tages - von Hochkultur bis Subkultur.

Heimat Österreich 20:15

Heimat Österreich: Rund um Mittersill

Land und Leute

In Mittersill, am Rand des Nationalparks Hohe Tauern, arbeitet die Familie Ritsch in vierter Generation an einem fast ausgestorbenen Handwerk: dem Gerben. Der Seniorchef Franz Ritsch steht auch mit über siebzig noch täglich in der Werkstatt, sein Sohn Stefan führt inzwischen den Betrieb. Der Saumhandel über die Felbertauern war einst das Rückgrat von Mittersills Bedeutung als Handelsplatz. Noch heute ziehen die Mitglieder des "Vereins Felbertauernsamer Mittersill" in historischer Kleidung mit beladenen Pferden über die alten Routen. Im Mittersiller Heimatmuseum sind noch alte Gerätschaften zu sehen. Im Nationalpark Hohe Tauern sorgen etliche Wegewarte dafür, dass Wanderwege sicher und begehbar bleiben. Im Oberpinzgau ist das Fliegenfischen mehr als nur ein Hobby, es ist gelebte Tradition. Einheimische Fischer binden ihre Fliegen oft selbst, bevor sie sich an die klaren Gewässer wie die Krimmler Ache oder den Hintersee begeben. Im über fünfhundert Jahre alten Schwaigerlehen in Stuhlfelden führt Tobias Bacher die Rauchkuchl, eine traditionelle Küche, in der noch am offenen Holzherd gekocht wird. Vitus Hochfilzer von der Meilingeralm, gelegen unterhalb des malerischen Hintersees, bewirtschaftet seine Almhütte mit Leidenschaft. Seine Frau Anneliese und er bieten regionale Spezialitäten an und empfangen Wanderer herzlich. Die Bürgermusik Mittersill bringt bei Festen die Region zum Klingen - etwa beim Stadtfest oder wenn sie beim Frühschoppen die Bühne füllt. R: Christian Papke

Landleben 21:05

Landleben: Almsommer in den Hohen Tauern

Land und Leute

Am Eingang zum Nationalpark Hohe Tauern liegt eine Perle: das Großarltal im Salzburger Pongau. Emsig und mit Herz sind die Bewohner des östlichsten Tauerntals unterwegs, um ihr eigentümliches Brauchtum, ihre paradiesische Region und vor allem auch ihre unumstößliche Gemeinschaft zu pflegen. Die neue Dokumentation von Christian Papke in der ORF III-Sendeschiene "Landleben" begleitet die Großarler dabei. Sie, und ihr gepflogenes Miteinander. Zu Berg und zu Tal. Kernige Burschen auf kernigen Pferden, die lange Peitschen schwingen. Das macht ihn schon einmal staunen, den Städter, wenn er feiertags ins "Tal der Almen" kommt. So heißt es da nämlich. "Was uns die Alten überliefert haben, das müssen wir übernehmen", weiß der Strobl Hans, einer der Hüter des örtlichen und regionalen Vereinslebens, der heute seine Festtagstracht ausführt. Bereitwillig erklärt er uns, was es damit auf sich hat: "Die Klöcker sind bei jedem Festzug einmal die ersten, die was freimachen - das ist ja auch die Aufgabe von den Klöckern: Wenn ein großes Fest ist und die vorne hingehen, und wenn die dann mit den Peitschen ausschwingen, nachher ist der Platz da, dann können die anderen ungestört hintennach gehen." Auch Hannes Taxer von den Klöckern in Hüttschlag ist da. So spielerisch die Virtuosität des Peitschenschwingens ausschaut, aufs Ross geht's nicht sofort. Auch das Klöcken will von der Pike an erlernt werden, erzählt uns der Hannes. "Da geht man von Klein auf - die fangen auch auf dem Boden an - weil am Pferd ist Klöcken viel anstrengender als wie am Boden - und wenn sie 18 Jahre nachher sind, dann sind sie stark genug, dass sie nachher auf ein Pferd auch rauf dürfen - das ist ein guter Ansporn." Aber auch Pferd ist nicht gleich Pferd. Ein Fluchttier braucht beim "Schnalzen", wie sie hier das Peitschenknallen nennen, gute Nerven. Das liegt besonders den Norikern im Blut, weiß Hubert Seebacher. Von der Pferdeliebe seiner Frau angesteckt, züchtet der Baggerfahrer aus Hüttschlag die gutmütigen Kaltblutpferde, die für den Brauch des Klöckens besonders tauglich sind. "In jungen Jahren werden sie an die Geräuschkulisse gewöhnt, der Peitschenknall ist ja sehr, sehr laut - man gibt einfach die Pferde in die Nähe von den Peitschen und probiert dann eben diese Geräuschkulisse für die Ohren der Noriker empfindsam zu machen. Das geht relativ schnell bei der Norikerrasse. Die sind eben sehr ruhig - durch das werden sie auch Kaltblut genannt - und die machen dann nichts mehr da. Nach 5-6 Mal Probieren bleiben sie stehen und wissen, dass nichts passiert." Redselig ist der Hubert, während er seine Lieblinge für eine Kutschfahrt striegelt und schniegelt. Heute fahren Sepp und Albert mit. Zwei Musikanten, die unterwegs eine schöne Weise blasen. Unterdessen hat Jungsennerin Monika Gruber von der Hüttschlager Hub-Grundalm ihre Ärmel aufgekrempelt. Heute ist Backtag. "Ich habe jetzt einen Germteig angesetzt, weil auf der Speisekarte, da haben wir allweil eine Mehlspeise oben. Also entweder Kuchen oder Germkrapfen. Das ist ganz verschieden, was halt ist - und heute mache ich da eben Germkrapfen. Ich habe den Teig schon vorbereitet. Und jetzt gehen wir da Kugeln herausstechen." Heute geht ihr ihre Schwester Elisabeth zur Hand und auch ihre 'Chor-Schwester' und Freundin Daniela ist vorbeigekommen, um die almerische Köstlichkeit frisch ausgebacken zu verkosten. Das lasst man sich doch nicht entgehen. Aber nicht nur: Regelmäßig treffen sich die jungen Frauen, um gemeinsam Almlieder zu singen. Aber auch sonst pflegt Monika musikalisches Miteinander, als Klarinettenbläserin in der Trachtenmusikkapelle ihrer Heimatgemeinde. Ihr Bruder Sebastian singt zwar nicht so viel, hilft aber ebenfalls auf der Alm mit und macht hier heroben, auf 1311 Metern Seehöhe, den typischen Saukäse. "Der Sauerkäse ist ein Magermilchkäse", erklärt er, eifrig im Käskessel herumrührend. "Jetzt muss er gedreht werden, damit auch alles schön warm wird." Der Käse ist eine der gschmackigen Spezial

Landleben 21:55

Landleben: Durchs Stanzertal

Land und Leute

Dort, wo der Arlberg am schroffsten ist, zwischen Paznaun, Silvretta und Verwall, verläuft das Stanzertal. In dem kargen Hochland stellt sich für die Bauern jeden Tag die Wasserfrage für die Felder: Das wenige Wasser, das aus dem Berg kommt, muss für alle landwirtschaftlichen Flächen reichen. Mit der sogenannten Rieselbewässerung, die das Wasser über eine leicht abschüssige Ebene über die ganze Fläche des Feldes verteilt, haben die Menschen hier eine seit Generationen bewährte Form gefunden, die auch entsprechend gepflegt und verwaltet wird. Die Rieselbewässerung steht hier exemplarisch für den schonenden Umgang mit den Ressourcen und für die ständige Gratwanderung zwischen den Interessen der Menschen und der Natur. R: Martin Vogg.

zur SACHE 22:30

zur SACHE

Talkshow

ORF III kommt "zur SACHE". Jeden Mittwoch diskutieren hochkarätige Gäste über aktuelle Themen, die uns bewegen - spannend, kontrovers, hintergründig.

Schicksalstage Österreichs 23:20

Schicksalstage Österreichs: Die Tschernobyl-Katastrophe

Zeitgeschichte

Die Folgen des Reaktorunfalls in Tschernobyl 1986 gingen weit über die Grenzen der damaligen Sowjetunion hinaus. In Österreich übertönt der mediale Trubel um Arnold Schwarzeneggers internationaler Traumhochzeit und Kurt Waldheims Wahlkampf um die Bundespräsidentschaft zunächst die dunklen Nachrichten. Erst einige Tage nach dem Unglück sickern die Neuigkeiten über die atomare Wolke durch: Doch die Berichte sind ungenau, widersprüchlich und lückenhaft. Als die UdSSR schließlich westliche Länder um Hilfe bittet, wird deutlich, dass das Ausmaß der Katastrophe viel größer ist als gedacht. Dennoch sagt die Regierung der traditionelle Maiaufmarsch nicht ab - mit fatalen Folgen. Endlich wird eine Reihe von Maßnahmen für die österreichische Bevölkerung implementiert. Doch nicht zuletzt aufgrund regionaler Unterschiede in den Regelungen, fehlender wissenschaftlicher Erklärung und politischer Antworten, wird den Menschen kaum verständlich, welche weitreichenden Auswirkungen die Strahlung wirklich haben kann. Ungewissheit und Chaos prägen die folgenden Wochen. Welche Konsequenzen hatte der Super-GAU tatsächlich für die Österreicherinnen und Österreicher? Die neue ORF-III-Dokumentation befragt österreichische Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die einen aktuellen Blick auf die damalige Datenlage werfen. Fragen über die Energieversorgung Österreichs ziehen eine thematische Linie bis in die Gegenwart. Wie kann die Versorgung bei wachsendem Energiebedarf sicher und nachhaltig gestaltet werden?