04:25
Salzburg war und ist das Hauptzuchtgebiet der Noriker - einer ausdauernden, ausgeglichenen Pferderasse. Schon zu Zeiten des Salzabbaus am Dürrnberg haben Pferde eine bedeutende Rolle gespielt, sie sind in Kunstdenkmälern wie der Pferdeschwemme und dem Residenzbrunnen verewigt. Heute werden Pferde vielfältig eingesetzt - der Reitsport boomt, bei exklusiven Veranstaltungen wie Polo sind Pferde genauso vertreten wie beim traditionellen Leonhardiritt. Die Vierbeiner sind als Arbeitspferde genauso wieder gefragt wie als Kutschpferde bei Brauereien und Pferdeschlittenfahrten. In einem Österreich-Bild am Sonntag, dem 11.9.2011 berichten wir über die vielfältige Welt der Pferde in Salzburg und den Wirtschaftsfaktor Pferd. Ein Film von Ulli Wolf aus dem Landesstudio Salzburg
05:00
Harry Prünster wandert auch diesen Sommer durch wunderschöne Gegenden Österreichs und stellt Wanderrouten vor. Diesmal durch die liebliche Landschaft inmitten der Nockberge, mit saftigen Almen und der prickelnden, würzigen Bergluft, ob für Profiwanderer oder Spaziergänger. Eingebettet in den größten Zirbenwald Europas liegen drei glasklare Bergseen, der Turrachsee, Schwarzsee und Grünsee. Eine weitere Wanderung führt durch den Nationalpark vom Kornock über den Rinsennock nach Turrach zur idyllischen Wildbachhütte.
05:30
Das wochentägliche Kulturmagazin "Kultur Heute" präsentiert neben den wichtigsten Ereignissen aus den Bundesländern die Top-Themen des Tages - von Hochkultur bis Subkultur.
06:00
08:40
Der Bodensee ist eine der größten Wasserflächen Mitteleuropas und er gehört - einmalig in Europa - drei Staaten. 60.000 Boote, zwei Drittel davon Motorboote, sind hier zugelassen. Tausende Touristen und Einheimische nützen den Bodensee im Sommer für Urlaub und Freizeit. Doch der Bodensee ist anderseits ein wichtiger Trinkwasserspeicher insbesondere für Süddeutschland. Daher hat der Schutz des Wassers bereits seit 1959 oberste Priorität. Die Erträge der Fischer sind empfindlich eingebrochen. Sie steigen auf die Barrikaden und fordern, dass der Phosphorgehalt im Bodensee geringfügig erhöht wird, um Algenwachstum anzukurbeln und die Futtersituation für die Fische zu verbessern. Doch die Gewässerschützer in allen drei Staaten sind strikt dagegen, zumal die Klimaerwärmung dem Bodensee künftig zusetzen wird. R: Marion Flatz-Mäser
09:25
Die Dokumentation aus der Reihe "Schätze der Berge" führt gemeinsam mit dem Historiker Josef Hasitschka in die Schladminger Tauern und folgt den Spuren alter Saumpfade und verborgener Schätze. Im Mittelpunkt steht der moderne Säumer Albert Schweizer, der mit seiner Eselin Taori zeigt, dass historische Transportwege noch heute Bedeutung haben können. Gleichzeitig werden die Spuren des früheren Bergbaus sichtbar, dessen reiche Erzvorkommen einst viele Knappen anzogen, die unter extremen Bedingungen im Hochgebirge arbeiteten. Höhlenforscher rund um Toni Streicher erhalten historische Stollen wie den Annastollen und machen sie zugänglich, während auch riskante Transportmethoden der Bergleute nachgestellt werden. Eine weitere Perspektive auf die Bedeutung der Berge zeigt die Reiterin Franziska Trinker, die den traditionellen Einsatz von Pferden im alpinen Raum sichtbar macht, sowie der Almbauer Hans Reiter, der mit seiner hochgelegenen Pferdeweide und Isländerzucht die nachhaltige Nutzung der Berglandschaft verkörpert.
10:15
Über das glitzernde, vermeintlich ewige Eis der Gletscher, vorbei an murmelnden Bächen und saftigen Almwiesen - diese "Land der Berge"-Produktion lädt ein auf eine Entdeckungsreise kultureller Glanzstücke und kleiner Wunder der Natur. Vom karstigen Dachsteingebirge bis in die mit Pappeln und Weinreben gesäumte "steirische Toskana" begibt sich der ehemalige "Money Maker"-Moderator und passionierte Weitwanderer Alexander Rüdiger auf eine Wanderung, quer durch die bunte Landschaft der Steiermark. Den Ausgangspunkt der 35-tägigen Tour bildet der größte Gletscher der nördlichen Kalkalpen - der Dachstein Gletscher. Weiter unten, in behaglicheren Gefielden befindet sich ein Höhepunkt für Liebhaber der Ornithologie; im Naturschutzgebiet Dachsteinplateau sind selten gewordene Vogelarten wie der Auerhahn, das Haselhuhn oder der Birkhahn beheimatet. Einige Stunden ostwärts lassen sich in der Notgasse uralte, teilweise aus der Bronzezeit stammende Ritzbilder bestaunen. So ist die Felsschlucht am Fuße des Stoderzinkens voll von symbolträchtigen und kulturhistorisch wertvollen Zeichnungen. Herrliche Lärchenwälder, kristallklare Seen und kleine Almdörfer schmücken die Route, welche sich über 500 Kilometer und 18.000 Höhenmeter erstreckt. Auf den Spuren durch die Steiermark besichtigt Alexander Rüdiger das Landhaus Peter Roseggers, besucht die Wallfahrtskirche Maria Pöllauberg und trifft unterwegs auf eine wahre Naturschönheit: die 1000-jährige Eiche in Bad Blumau. Über das Tote Gebirge, den Hochschwab, die hügelige Oststeiermark bis zum Ziel: den Weinberg - der Filmemacher Markus Raich lässt in dieser Reportage in die entschleunigte Welt des Weitwanderns eintauchen und präsentieren dabei unzählige Perlen der steirischen Natur- und Kulturlandschaft.
11:00
Von der Jahrhundertwende bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts war die Blütezeit der Sommerfrische. Ausgehend vom Adel fand dieser Trend seinen Niederschlag im Bürgertum und die Sehnsucht der Städter nach der Ruhe und Idylle des Landlebens im Sommer fand sich in der gesamten Bevölkerung. Literaten oder Maler entflohen der Sommerhitze, um sich nicht nur dem Kunstgenuss, sondern auch dem Genuss der Sinne zu widmen. Nach dem 2. Weltkrieg feierte die Sommerfrische eine Renaissance und der Sehnsucht nach der Ruhe und Geborgenheit am Land ging man erst mit der Bahn, später mit dem eigenen Auto nach. Die Geschichte der Sommerfrische ist auch eine Geschichte der Reiseliteratur. Dies ist durch bekannte Künstler, aber auch auf zahlreichen Postkarten sowie in Briefen dokumentiert. Die Sommerfrische verlor nie an Modernität, auch wenn der heutige Blickwinkel ein anderer ist, wenn man sich aufs Land einlässt. Die dreiteilige Dokumentationsreihe begibt sich auf Spurensuche nach der "alten" und der "neuen" Sommerfrische und zeigt ihre Unterschiede, aber auch ihre vielen Gemeinsamkeiten auf. Die Sommerfrische in Oberösterreich hat eine mehr als ein Jahrhundert alte Tradition. Schon Kaiser Franz Josef hatte seine Sommerresidenz in der Kaiservilla in Bad Ischl, von wo aus er sein gesamtes Reich regierte. Das Salzkammergut gehört zu den touristisch am besten erschlossenen Gebieten Österreich, was es nicht nur seiner reizvollen Landschaft, sondern auch seinen vielen Kurbädern verdankt. Die Dokumentation bereist das Seengebiet des Salzkammergutes und besucht das berühmte "Weiße Rössl" am Wolfgangsee, Schloss Orth in Gmunden am Traunsee und den Attersee, den größten Binnensee Österreichs. Dieser war in der Belle Epoche das Zentrum der Sommerfrische und für seine Künstlerkolonien bekannt. Prominenz und Wirtschaftsmagnaten versammelten sich in Kaisernähe rund um Ischl, während die Region um Litzlberg am Attersee ein Geheimtipp bleibt. Gustav Mahler liebte den Attersee und residierte in den Sommermonaten im Gasthof Föttinger in Steinbach am Attersee, wo der berühmte Dirigent und Komponist eigens ein Komponierhäuschen am See hatte, das noch heute zu besichtigen ist. Manche Insassen der Wiener Literatencafes verlegten ihren Wohnsitz zu Sommerbeginn kurzerhand auf die sanft abfallenden Hänge des Ausseerlandes....Und später gab es kaum einen Wiener Schriftsteller, der nicht zu irgendeiner Zeit hier aufgetaucht wäre. Und so mancher blieb dann für immer. Auch heute zieht es die Künstler wieder verstärkt ins Ausseerland. Und man flaniert, so wie früher, durch den Park oder trinkt neben den Einheimischen seinen Kaffee. Unter dem Titel "Johannes Brahms auf Sommerfrische" wird der Besucher heute auf stimmungsvolle Weise in die steirische Zeit und Lebenswelt des Komponisten entführt. Schon Erzherzog Johann wusste das Steirische Salzkammergut zu schätzen. Teile davon wurden von der UNESCO sogar zum Weltkulturerbe ernannt. wokafilm 2013
11:40
Von der Jahrhundertwende bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts war die Blütezeit der Sommerfrische. Ausgehend vom Adel fand dieser Trend seinen Niederschlag im Bürgertum und die Sehnsucht der Städter nach der Ruhe und Idylle des Landlebens im Sommer fand sich in der gesamten Bevölkerung. Literaten oder Maler entflohen der Sommerhitze, um sich nicht nur dem Kunstgenuss, sondern auch dem Genuss der Sinne zu widmen. Nach dem 2. Weltkrieg feierte die Sommerfrische eine Renaissance und der Sehnsucht nach der Ruhe und Geborgenheit am Land ging man erst mit der Bahn, später mit dem eigenen Auto nach. Die Geschichte der Sommerfrische ist auch eine Geschichte der Reiseliteratur. Dies ist durch bekannte Künstler, aber auch auf zahlreichen Postkarten sowie in Briefen dokumentiert. Die Sommerfrische verlor nie an Modernität, auch wenn der heutige Blickwinkel ein anderer ist, wenn man sich aufs Land einlässt. Noch immer kann so vieles entdeckt werden. Die dreiteilige Dokumentationsreihe begibt sich auf Spurensuche nach der "alten" und der "neuen" Sommerfrische und zeigt ihre Unterschiede, aber auch ihre vielen Gemeinsamkeiten auf. Niederösterreich war aufgrund seiner Nähe zu Wien prädestiniert für die Sommerfrische. Durch das Kaiserhaus in Wien entwickelte sich der Sommerfrischetourismus in dieser Region sehr früh. Teile des Hofstaates zogen im Sommer aufs Land. Dies führte in weiterer Folge dazu, dass auch bald Künstler und die feine Gesellschaft der vorigen Jahrhundertwende das Land um Wien schätzen und lieben gelernt haben. Der Bau der Süd- und der Westbahn, der Kamptalbahn sowie der Bahn durch die Wachau förderte diese Entwicklung weiter. Daraus resultierte ein regelrechter Tourismusboom aus der gesamten Donaumonarchie. Ganze Familien reisten an und mieteten komplette Häuser, um hier ihren Sommer zu verbringen. Die Dokumentation widmet sich den pittoresken Orten der Sommerfrische von einst und heute. (wokafilm 2013)
12:25
Ein alter Schmuggler und Hehler will seine blutjunge und schöne Frau dazu benutzen, die Pläne des neuen, ehrgeizigen Grenzpolizisten auszuhorchen. Mit traumwandlerischer Sicherheit zieht sie alle Register weiblicher Verführungskunst. Der geschickte Schachzug des Mannes scheint zu gelingen. Doch aus dem Spiel der jungen Frau wird Ernst. Sie verliebt sich in den vitalen Mann, der ihr ihre sexuelle Frustration und die versagten Mutterfreuden erst bewusst macht. Als ihr Mann die wahren Verhältnisse durchschaut und die junge Frau erkennen muss, dass ihr Liebhaber sie ebenfalls als Informantin missbraucht hat, ist die Katastrophe nicht mehr aufzuhalten.
14:00
Salzburg, im Frühling. Die erfolgreiche, schöne und reife Modeschöpferin Alexandra lernt den jungen, aufstrebenden Pianisten Stefan kennen und lieben. Ihre Familie, besonders ihr erwachsener Sohn, ist entsetzt über diese Liaison. Einzig Alexandras Ehemann, obwohl am meisten betroffen, verzichtet auf ein moralisches Urteil. Alexandra spürt jedoch, dass ihre Beziehung zu Stefan nicht von Dauer sein kann.
15:35
Höchst vergnügliche Heimatkomödie von und mit dem österreichischen Publikumsliebling August Schmölzer! Als die Existenz eines Biobetriebs auf dem Spiel steht, wappnen sich Laurence Rupp und Margarethe Tiesel an der Seite von Uschi Glas zum Kampf. Gedreht wurde inmitten der atemberaubend schönen Südweststeiermark. Für Bio-Winzerin Franziska Habicht könnte es momentan nicht besser laufen: Dank ihres unermüdlichen Einsatzes befindet sich ihr Unternehmen zwei Jahre nach dem Tod ihres Mannes konstant auf Erfolgskurs. Anders sieht die Lage bei ihrem Nachbarn, dem Billigwein-Produzenten Josef Fink, aus, der mit massiven Absatzschwierigkeiten zu kämpfen hat. Um seinen maroden Betrieb vor dem Ruin zu bewahren, plant er, seine Anbaufläche zu vergrößern und unterbreitet Franziska zu diesem Zwecke ein lukratives Angebot. Doch für die gestandene Winzerin steht vorerst außer Frage, ihren Weinberg an Großwinzer Fink zu verkaufen.
17:05
Katharinas Bäckerei und Albertos Pasticceria könnten unterschiedlicher nicht sein. Ein strenges Vollkorn-Regime hier, eine Welt aus Zucker und wilder Inspiration da. Als der Innungsmeister den Sieg im alljährlichen Tortenwettbewerb Katharinas Diät-Stachelbeerkranz zuschanzt, ist das für Alberto eine Kriegserklärung. Er wird Katharinas preisgekröntes Vollkornbrot mit einer eigenen Vollwert-Kreation vernichten. Um an das Geheimrezept zu kommen, macht er Katharina den Hof. Und das hat Konsequenzen aller Art. Multimedia Film- und Fernsehproduktion für ARD Degeto/SWR/ORF
18:40
Die Weltstadt Amsterdam ist als Handelsmetropole berühmt, doch auch als Umschlagplatz für illegale Geschäfte berüchtigt. Drogen, Menschen, Organe - es wird alles gehandelt, und ein Menschenleben ist billig. Für das von Hannes Jaenicke und Fedja van Huêt dargestellte Ermittlerduo beginnt ein erbitterter Kampf gegen einen schier übermächtigen Gegner. Ebenso spannend wie berührend erzählt Regisseur Sebastian Ko, der gemeinsam mit Julia Neumann auch das Drehbuch schrieb, eine mitreißende und beklemmende Geschichte über die dunkelsten Seiten der Traumstadt Amsterdam.Safiya (Shanaya Dap) ist jung, intelligent, ehrgeizig - und in tödlicher Gefahr! Sie und ihre kleine Schwester wurden illegal in die Niederlande geschleust. Doch der Preis für den Start in ein vermeintlich besseres Leben ist hoch: Safiya soll eine Niere entnommen werden. In letzter Minute gelingt ihr die Flucht, ihre Schwester muss sie jedoch zurücklassen. Zur gleichen Zeit geraten Kommissar Bram de Groot (Fedja van Huêt) und Sonderermittler Alex Pollack (Hannes Jaenicke) bei einer Observierung in eine Schießerei, hinter der die Verbrecherorganisation des Gangsterbosses Irfan Dewi (Alexander Lekatompessy) steckt, der vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag unter Anklage steht.Dewi hat sein Geld mit Menschenschmuggel gemacht - und mit illegalem Organhandel. Safiya, die sich mittlerweile in der Obhut der Polizei befindet, könnte die entscheidende Zeugin gegen Dewi und seine Organisation sein - doch Dewis Handlanger haben ihre Schwester in ihrer Gewalt! Mit: Hannes Jaenicke (Alex Pollack), Fedja van Huêt (Bram de Groot), Peter Post (Rutger), Birgit Welnik (René) u.v.a. Regie: Sebastian Ko Deutschland 2025
20:15
Anfang der 1960er Jahre war Berlin der Brennpunkt des Kalten Krieges. In einem Ultimatum forderten die Sowjets von den Westalliierten den Abzug aus der Stadt. Doch die Amerikaner stellten sich taub und stationierten sogar Raketen in der Türkei. Der sowjetische Regierungschef Nikita Chruschtschow empfand dies als Provokation. Als Reaktion beschloss er, sowjetische Raketen nach Kuba zu verlegen. Unter strengster Geheimhaltung startete im Juni 1962 die Operation Anadyr: 86 zivile Schiffe brachten 50.000 Soldaten und 60 Raketen nach Kuba. Erst im Oktober belegten Fotos von hochauflösenden Kameras an Bord eines US-Aufklärungsflugzeugs die Existenz von Raketenabschussbasen auf Kuba. US-Präsident John F. Kennedy informierte in einer Fernsehansprache die Öffentlichkeit über die von Kuba ausgehende sowjetische Bedrohung und seine Entscheidung, eine Seeblockade anzuordnen. Am 24. Oktober wurden vier Flugzeugträger und 40 Zerstörer in Marsch gesetzt, um sowjetische Schiffe daran zu hindern, Kuba anzulaufen. Die Welt hielt den Atem an. Kreml-Chef Chruschtschow erkannte die Notwendigkeit einer diplomatischen Lösung. Er schlug den Abzug der Raketen aus Kuba vor und verlangte im Gegenzug die Entfernung der Raketenbasen in der Türkei sowie eine Sicherheitsgarantie für die Castro-Regierung. Kennedy willigte ein und die USA triumphierten vor den Augen der Welt. Allerdings wurde auf Verlangen der USA der Teil der Übereinkunft verschwiegen, in dem es um den Abzug der Raketen aus der Türkei ging. Chruschtschow, der sich im Ergebnis hatte durchsetzen können, wurde dennoch 1964 aus dem Amt gedrängt.
21:15
Es war ein heißer Julitag vor mehr als 70 Jahren auf dem karibischen Inselstaat Kuba und es sollte ein noch heißerer für das autoritäre Batista-Regime werden. An jenem Tag überfiel Fidel Castro mit seinen Revolutionsgarden eine Kaserne in Santiago de Kuba. Der Putschversuch scheiterte - doch gilt dieser Tag als Auftakt zum Sieg der "Bewegung des 26. Juli" - und ist noch heute ein Feiertag auf Kuba. Kurz darauf wird sich der Bewegung ein Mann anschließen, der zu einer Legende werden sollte - Ernesto Che Guevara. 5 Jahrzehnte nach dem Tod dieser Ikone des Widerstands begibt sich die Dokumentation auf die Spurensuche, um einen Mythos zu dekonstruieren. Mit Zeitzeuginnen, bisher ungesehenen Dokumenten und wenig bekanntem Archivmaterial wird die Geschichte von einem Mann erzählt, der von seiner eigenen Legende gefangen war. Von seinen Fotos bis zu seinen Karikaturen: Che war immer selbst der Gestalter dahinter. Kino-Liebhaber, Schriftsteller, Fotograf - er inszenierte sein Leben kontinuierlich, um den Mythos zu erschaffen, der ihn überdauern würde. Indem er seine Familie, seine Arbeit oder seine Kämpfe ins Rampenlicht rückte, wurde er zu einer der führenden Figuren der Revolution weltweit. Er enthüllte sogar seine dunkleren Seiten. Vom Kampfanzug, über den zotteligen Bart, bis zur kubanischen Zigarre auf seinen Lippen, prägte er das Bild des edlen, wenn auch schmutzigen Guerilleros. Er ergriff das Image eines Brandstifters, der bereit war, die Welt in Flammen zu setzen. Regie: Tancrède Ramonet Produktion: France 5, Temos Noir
22:05
Die Geschichte einer Insel gegen den Rest der Welt. Kubas Revolution im Jahr 1959 führte zur Feindschaft der USA und zu einer schwierigen Freundschaft mit der Sowjetunion. Spione, Revolutionäre und Diplomaten enthüllen die Geheimnisse, wie eine kleine Insel in der Karibik die Welt herausforderte. Fidel Castros Guerilla-Armee marschierte im Januar 1959 in Havanna ein. Die kubanische Revolution zog die Feindseligkeit ihres riesigen Nachbarn, der USA, und die Freundschaft der Sowjetunion auf sich. Nachdem die USA erfolglos versucht hatten, Castro zu stürzen, stationierte die Sowjetunion Atomraketen auf der Insel. Die Kubakrise war der Moment, der dem Weltuntergang am nächsten kam. Als Chruschtschow einlenkte und die Raketen zurückzog, schlug Castro seinen eigenen Weg ein und unterstützte Befreiungskämpfe auf der ganzen Welt. 1963 entsandten sie Truppen nach Algerien, um dort zu kämpfen. Fidels enger Mitstreiter Che Guevara führte 1966 eine Guerilla-Mission in Bolivien an, die jedoch erfolglos blieb und mit Ches Erschießung endete. Als sich die USA 1974 aus Vietnam zurückzogen, versuchte Außenminister Kissinger, Kontakt zu Fidel aufzunehmen. Zwei Journalisten überbrachten geheime Botschaften zwischen Washington und Havanna, was zu Verhandlungen in einem New Yorker Hotel führte. Doch die Gespräche scheiterten am Wirtschaftsembargo, das die USA gegen Kuba verhängt hatten. Fidel wagte sein kühnstes Unterfangen und entsandte kubanische Truppen nach Angola, um gegen die Armee des Apartheid-Regimes in Südafrika zu kämpfen. Kuba unterstützte zudem Guerillakämpfe in Mittelamerika und bekämpfte die von den USA gestützten Regierungen in El Salvador und Nicaragua. Ein massiver Truppenaufmarsch Kubas in Angola brachte den Sieg im südlichen Afrika. Doch dieser Triumph fiel mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Zusammenbruch der Sowjetunion zusammen. Der Verlust ihres mächtigen Verbündeten warf die Frage auf, wie Castros Revolution überleben könnte.
23:05
Die Geschichte, wie Castro seine Revolution nach dem Kalten Krieg rettete: Durch geschickte Diplomatie und Soft Power gelang es Kuba, seine Isolation zu durchbrechen. Doch dieser Erfolg könnte nur von kurzer Dauer sein, insbesondere angesichts der Wahl Trumps. Die zweite Folge erzählt die Geschichte, wie Kuba nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, seinem wichtigsten wirtschaftlichen und politischen Unterstützer, zu kämpfen hatte. Der massive Rückgang des Lebensstandards löste Flüchtlingskrisen aus, die Kubas ohnehin schwierige Beziehung zu den USA weiter belasteten und die beiden Feinde zwangen, zum ersten Mal direkt und offiziell miteinander zu verhandeln. Wütend verstärkten die kubanischen Exilanten in Miami ihre Aktionen gegen das, was sie für ein geschwächtes Regime hielten. Kubas robuste Selbstverteidigung kostete vier Amerikanern das Leben und ließ Präsident Clinton keine andere Wahl, als ein Gesetz des Kongresses zu unterzeichnen, das das US-Embargo gegen die Insel noch weiter verschärfte. Castro musste neue Freunde und Handelspartner finden. In Venezuela stieß er auf einen Volltreffer. Der dortige neue Präsident, Hugo Chávez, war ein langjähriger Bewunderer. Kuba erklärte sich bereit, medizinische Hilfe gegen dringend benötigtes Öl zu tauschen - eine Aktion, die als "Operation Milagro" bekannt wurde. Diese Operation half nicht nur Kubas Wirtschaft, sondern verschaffte dem Land auch neue Verbündete in ganz Lateinamerika und führte paradoxerweise zu einer Annäherung an die USA unter der Obama-Regierung. Doch mit Trump im Weißen Haus und Raúl, der im vergangenen April zurücktrat, bleibt Kubas Zukunft ungewiss.