19:30
Themen u.a.: * Kommunalwahl NDS - Ein landesweiter Überblick am Tag danach * Die Rolle der AfD in Salzgitter * Hess.-Oldendorf: Bürgermeisterkandidat mit mehr als 90% gewählt
20:00
Die Nachrichten der ARD
20:15
Aktuelles Magazin für Wirtschaft und Verbraucher
21:00
Egal ob von Erfinder Levi's, C&A oder H&M: Die Jeans ist aus den Kleiderschränken nicht mehr wegzudenken. Knapp sieben Jeanshosen besitzt jeder in Deutschland im Schnitt. Welche Qualitätsunterschiede gibt es zwischen Marken und Eigenmarken und wie sehen die Produktionsbedingungen aus? Reporter Daniel Aßmann begibt sich auf Spurensuche. Im Labor lässt er die Qualität von vier Hosen untersuchen. Ob die Jeans für 145 Euro besser abschneidet als die für 30 Euro? Außerdem reist Daniel nach Portugal, wo viele Hersteller die mit Nachhaltigkeit werben, ihre Jeans produzieren lassen. Er macht sich vor Ort selbst ein Bild von den Produktionsbedingungen. Mit Lavinia Muth, ehemalige Nachhaltigkeitsmanagerin beim Modelabel Armedangels, spricht Daniel darüber, ob faire Arbeitsbedingungen und eine umweltschonende Produktion bei Jeans überhaupt möglich sind. Außerdem schaut sich Daniel an, wie die Jeans-Veredelung, die einer Jeans ihre individuelle Farbe und den angesagten Usedlook gibt, auch mit weniger Chemikalien und Lasertechnologie statt Sandstrahlen möglich ist.
21:45
Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info
22:00
Der Europäische Aal ist der Fisch des Jahres 2025. Ein Rang, den nur bedrohte Tierarten bekommen. Und dennoch ist der Aal ein beliebter Speisefisch und gilt auch im Norden als Delikatesse. Stirbt der Aal aus, verschwindet auch ein uraltes Handwerk. Denn für viele Fischer ist er der letzte Brotfisch. Sie fürchten ein Fangverbot und wollen die Art mit anderen Maßnahmen retten. Schaffen sie das? Und was hilft dem Aal wirklich? Dieser Frage geht die "NDR Story" nach. Soll man Aal noch essen? Für die Kundschaft von Aale-Dieter auf dem Hamburger Fischmarkt keine Frage. Seit 1959 steht er dort jeden Sonntag und hat kein Problem, seine Räucheraale loszuwerden. Rund 20 Euro kostet ein mittelgroßes Exemplar. Auch beim Fischverkauf vom Kutter in Schleswig herrscht Andrang. Jörn Ross, einer der letzten Schleifischer, könnte weitaus mehr Aal verkaufen, als er fängt. Der Bestandsrückgang ist dramatisch in der Schlei, in Nord- und Ostsee und in ganz Europa. Nach Untersuchungen des Internationalen Rats für Meeresforschung, ICES, ist das Aufkommen an Jungfischen in Europa seit Anfang der 1980er-Jahre um rund 99 Prozent eingebrochen. Die Wissenschaftler des ICES fordern deshalb ein komplettes Aalfangverbot für Freizeitangler und gewerbliche Fischer. Für Jörn Ross und seinen Sohn Nils wäre das ein Berufsverbot. Ohne den Aalfang, sagen sie, müssten sie den Familienbetrieb schließen. Es gibt ihn seit mehr als 300 Jahren. In den Küstengewässern gilt bereits eine Schonzeit von sechs Monaten. Von Mitte September bis Mitte März dürfen die Fischer keine Aale in der Ostsee fangen. Aber Ross sieht sein Gewerbe zu Unrecht am Pranger. "Wir Fischer sind es, die den Aal schützen und dafür sorgen, dass er uns erhalten bleibt." Wie viele seiner Berufskollegen und zahlreiche Angelvereine engagiert sich Ross beim "Aalutsetten". Dabei werden Millionen von Jungfischen, die sogenannten Glasaale, in Flüssen und Seen ausgesetzt. Sie stammen aus Fängen an der Atlantikküste, vor allem aus Spanien und Frankreich. Früher wanderten die Jungfische von allein in die Binnengewässer ein. Heute kommt nur noch ein Bruchteil auf natürlichem Weg dort an. Es gibt zu viele Hindernisse: Schleusen, Wasserkraftwerke und andere Baumaßnahmen, die den Tieren den Weg versperren oder sie sogar töten. Der Glasaalbesatz soll das kompensieren und dabei den Fischern ihr Einkommen sichern. "Aalutsetten" sagen sie, ist Artenschutz. Ob das stimmt, ist umstritten. Umweltverbände und die Wissenschaftler des ICES fordern auch einen Stopp von Glasaalfischerei und Besatz. Es sei nicht bewiesen, dass diese Maßnahmen die Überlebenschancen des Aals erhöhen. Der Meeresökologe Reinhold Hanel, Leiter des Thünen-Instituts für Fischereiökologie in Bremerhaven, ist Mitglied des ICES. Für ihn steht fest, dass jahrzehntelange Besatzmaßnahmen dem Aal nicht geholfen haben. "Man weiß zu wenig über die Zusammenhänge, um wirklich klar sagen zu können, ob der Mensch hier eingreifen sollte oder nicht. Weil man die Konsequenzen nicht kennt, sei ein Verbot von Aal- und Glasaalfischerei überfällig. Der Aal birgt noch viele Geheimnisse. Schon Aristoteles rätselte, wie er sich vermehrt. Die Tiere laichen in der Sargassosee, ein Meeresgebiet im Nordatlantik, bis zu 7000 Meter tief. Von dort driften die Larven an die europäischen Küsten, wo sie sich zum Glasaal entwickeln. Ein Teil der Jungfische steigt dann in die Binnengewässer auf und wandelt sich zum Gelbaal. Bis zu 30 Jahre bleiben die Tiere an einem Ort, bevor sie sich - dann als Blankaal - wieder auf die Reise in den Sargassosee machen. Wie die Fische navigieren, weiß niemand, und noch nie wurde ein Aal beim Laichen beobachtet. Unklar ist auch, warum der Bestand seit Jahrzehnten schrumpft. Der Klimawandel, Umweltverschmutzung, Parasiten - es gibt viele Bedrohungen. Nicht zuletzt auch der Schmuggel von Glasaalen nach Asien. Aalimporte aus Europa sind verboten. Die "NDR Story" zeigt den Alltag norddeutscher Fischer und ihren Einsatz beim "Aalutsetten". Er begleitet Biologen des Fischereiinstituts in Rostock, die den Aalbestand in Mecklenburg-Vorpommern untersuchen. Gedreht wurde auch an der Havel. Rund 100 Kilometer Flusslauf sind dort mittlerweile weitgehend renaturiert. Deiche, Steine und andere Uferbefestigungen wurden abgebaut, Flussarme, die schon verlandet waren, wieder angeschlossen, Schilf und Auwälder angelegt. Ein idealer Lebensraum für den Aal. Doch aus eigener Kraft schaffen nur wenige Tiere die lange Reise in die Havel. Es sind noch viele Hindernisse aus dem Weg zu räumen, um den Aal zu retten.
22:45
"die nordstory - Maasholm macht neu": Reportage über ein Fischerdorf im Wandel Wenn morgens die ersten Kutter den Hafen von Maasholm verlassen und die Sonne über der Schlei aufgeht, scheint in dem Dorf in Schleswig-Holstein vieles noch wie früher. Doch hinter der idyllischen Kulisse verändert es sich schneller, als viele Menschen wahrhaben wollen. Früher waren es 30 Fischer, heute sind es nur noch fünf. Einer von ihnen ist der 25-jährige Max Riegert. Er fischt auf der Schlei und der Ostsee, kämpft um einen Beruf, der einst das ganze Dorf ernährte. Makler Carsten Henningsen sagt über sich selbst, dass er mit verantwortlich ist für den Wandel im Dorf. Er verkauft alte Fischerhäuser an Leute, die sich ein Haus in Maasholm leisten können. Oft sind das Hamburger, die dort das Wochenende verbringen. "die nordstory - Maasholm macht neu" (NDR Fernsehen, 18. September 2026, um 20:15 Uhr) erzählt von Menschen, die ihre Heimat nicht aufgeben. Von Mut und Ideenreichtum, von Abschieden und Neuanfängen. Es ist ein Film über den Wandel eines kleinen Fischerdorfes an der Schlei - und über die Menschen, die zeigen, dass Zukunft dort entsteht, wo jemand bereit ist, sie anzupacken. Nachwuchs-Tierfilmer und Social-Media-Star: Gamander López beim Green Screen Naturfilmfestival in Eckernförde Er ist erst 24 und schon ein erfolgreicher Naturfilmer und Wildtierfotograf: Gamander López. Mit zehn Jahren bekam er seine erste Kamera, schon immer fasziniert von Tieren, vor allem von denen vor der heimischen Haustür. Mit seinen Fotos wurde er zum Social-Media-Star mit über zwölf Millionen Followern auf diversen Kanälen. Er postet beeindruckende Fotos und kleine Videos davon, wie er sich gut getarnt auf die Lauer legt. Der Social-Media-Erfolg ermöglicht es ihm, finanziell unabhängig seiner Passion zu folgen. Jetzt zeigt er seinen ersten Langfilm "Home to Many" auf dem Internationalen Green Screen Naturfilmfestival in Eckernförde. In der Dokumentation beobachtet er Eichhörnchen, Enten, Gänse, Schwäne und grüne Halsbandsittiche im Stadtpark seines Wohnortes Bonn. Und es ist erstaunlich, was in Sachen Wildlife in der heimischen Tierwelt so alles los ist: kleine Dramen auf dem Ententeich. "NDR Kultur - Das Journal" hat den Newcomer Gamander López in Eckernförde getroffen. Die Aktion #ichstillwoichwill in Hamburg: warum Stillen bis heute provoziert Stillende Mütter - heilig auf Gemälden im Museum, aber obszön im Alltag? In der Öffentlichkeit werden sie teilweise angestarrt, beleidigt oder weggeschickt. Autorin Britta Fuchs ("Unstillbar") hat mit Sirid Böhm und Fotografin Anika Krickl eine Kampagne gegründet: Unter dem Hashtag #ichstillwoichwill posten Mütter mit ihren Babys Fotos vom Stillen an öffentlichen Orten. Ende Mai 2026 wurde eine stillende Mutter in Saarbrücken aus einem Einkaufszentrum geworfen. Seitdem hat die Kampagne noch einmal richtig Fahrt aufgenommen. "NDR Kultur - Das Journal" begleitet stillende Mütter bei einer Aktion in der Hamburger Kunsthalle. Er ist reich, sie nicht: der Roman "Die zweitgrößte Liebe" von Ruth-Maria Thomas Was passiert, wenn sich zwei Menschen mit unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten ineinander verlieben? Darum geht es im aktuellen Roman von Ruth-Maria Thomas. Hauptfigur Michelle hat Schulden, muss jeden Cent umdrehen. Ihr neuer Partner Henry kommt aus reichem Hause, will ihr ein sorgenfreies Leben mit teuren Restaurants und Urlauben bieten. Doch will sie das überhaupt? Und kann Liebe soziale Unterschiede überwinden? Nach und nach müssen die beiden feststellen, dass soziale Herkunft und finanzielle Fragen ihre Beziehung belasten. Der Roman "Die zweitgrößte Liebe" ist eine spannende Liebesgeschichte und eine präzise Milieustudie. Das Buch ist völlig zu Recht ein Bestseller. "NDR Kultur - Das Journal" trifft Ruth-Maria Thomas in Hamburg, wo ihr Roman spielt. Jazz made in Hamburg: Dirk Bleese und die JazzWerk Big Band Dirk Bleese gehört seit vielen Jahren zu den prägenden Musikern der Hamburger Jazzszene. Seit 1993 lebt er in der Freien und Hansestadt, hat u.a. die Initiative JazzHaus Hamburg gegründet, mehrere Festivals geleitet. Mit seinem neuen Ensemble JazzWerk Big Band bringt der Pianist, Komponist und Arrangeur orchestralen Jazz auf die Bühne, mal mit feinsinnigem Swing, mal mit packenden Grooves. Die Band versammelt renommierte Solisten und Bandleader der deutschen Szene und spielt vor allem Bleeses Arrangements und Kompositionen. Regelmäßig ist die JazzWerk Big Band im angesagten Nica Jazz Club zu erleben - gewissermaßen als dessen Hausband - und steht für einen modernen, lebendigen Big-Band-Sound. Am 18. September 2026 spielt die JazzWerk Big Band in der Hamburger Elbphilharmonie. "NDR Kultur - Das Journal" besuchte die Band vorab im Nica Jazz Club.
23:15
Deutschland nach der Wiedervereinigung: Während Jessica sich im Westen schnell zurechtfindet und als Radiomoderatorin beruflich Fuß fasst, erlebt ihr Bruder Ralph Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und soziale Unsicherheit. Auf der Suche nach Orientierung gerät er zunehmend in rechtsextreme Kreise. Dort findet er Anerkennung und Gemeinschaft, die ihm in seinem bisherigen Leben fehlen. In einer mecklenburgischen Kleinstadt wächst die Ablehnung gegenüber Ausländern und Asylbewerbern. Die Stimmung in der Bevölkerung wird immer aggressiver und aufgeheizter. Ralph übernimmt zunehmend die Ideologien seines neuen Umfelds und entfernt sich immer weiter von seiner Schwester.