12:45
"Die Nordreportage" über die Polizeikräfte des Landkreises Diepholz und Lüneburg ist Teil zwei der vierteiligen Ernteserie "Trecker, Typen, Erntezeit", die die Arbeit von Landwirtinnen und Landwirten, einer Lohnunternehmerin, einem Landmaschinenmonteur und der Polizei im Erntejahr 2023 zeigt. Einem Jahr, in dem nicht nur Mengen und Marktpreise, sondern auch das Wetter verrücktspielen. Große schwere Treckergespanne, messerscharfe Schneidwerkzeuge und megabreite Erntemaschinen, zur Erntezeit sind sie auch im Straßenverkehr unterwegs. Um Unfälle zu vermeiden, kontrollieren Polizeieinsatzkräfte im Norden den landwirtschaftlichen Verkehr. Hauptkommissar Frank Korte und Kommissarin Larissa Buß halten im Landkreis Diepholz auf den Straßen die Erntemaschinen an, die auffällig sind. Schon auf den ersten Blick sehen sie, ob es grundlegende Probleme gibt: wie die Reifen aussehen, ob die Beleuchtung funktioniert, alle Aufkleber vorhanden sind oder die Warntafeln für Überbreite richtig angebracht sind. Länger dauert es bei größeren Mängeln an den Landmaschinen: Gerade zulassungsfreie Anhänger haben Probleme wie poröse Reifen, weil sie oft über Generationen weitergegeben werden und nie zum TÜV müssen. Im schlimmsten Fall dürfen die Landwirtinnen und Landwirte nicht mehr weiterfahren, immer dann, wenn das Fahrzeug zu breit, zu lang oder überladen ist. Oft sind die Fahrerinnen und Fahrer im Stress, gerade zur Erntezeit. Die Zahl der Unfälle zwischen Pkw und großen landwirtschaftlichen Fahrzeugen ist in Deutschland in den letzten Jahren gestiegen. Bei der Polizeidirektion Lüneburg gehören deshalb groß angelegte Polizeikontrollen zur Erntesaison fest zum Jahresplan. An ihren Kontrolltagen sind gleichzeitig mehrere Teams flächendeckend im Norden unterwegs.
13:15
Napoleon nannte die Donau die "Königin der Flüsse Europas". Aber ihr Ursprung im Schwarzwald ist ganz unscheinbar. Dort ist die Donau noch ein Flüsschen, das dahinplätschert. Doch das ändert sich bis Budapest auf ihrem Lauf durch Deutschland, durch die Wachau in Österreich bis nach Wien, durch die Slowakei und weiter bis nach Ungarn. Bis Ungarn liegen drei Hauptstädte auf ihrem Weg: Wien, Bratislava und Budapest. An ihren Ufern erstrecken sich unberührte Auen und Kulturlandschaften, wurde Geschichte geschrieben. Davon zeugen die vielen Ruinen, Burgen, Kirchen und Klöster. Ein Filmteam folgt der Donau auf dem Weg vom Schwarzwald bis Budapest auf einem Kreuzfahrtschiff, auf einem Frachter mit ukrainischen Seeleuten und einem Boot mit Naturschützern. Es begleitet Radler auf dem Donauradweg und besucht Menschen, die am oder vom Fluss leben: österreichische Burgherren und Bootsbauer, deutsche Studierende und ukrainische Seeleute, türkische Kellner und slowakische Küsterinnen. Die Donau war Teil der berühmten K.-u.-k.-Monarchie und auch der jüngeren Geschichte, z. B.. als in der Slowakei vor der Öffnung der Grenze 1989 Flüchtlinge sterben mussten, weil sie versuchten, ans rettende österreichische Ufer zu gelangen. Bratislava war einst Krönungsstadt der Habsburger. Wie Budapest ist Bratislawa heute Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt. Wer auf der Donau unterwegs ist, wirft einen spannenden Blick in einen uralten Kulturraum und in ein "fließendes" Geschichtsbuch.
14:00
Die Bundespolizisten Christopher Rickert, Dennis Hehemann und Polizistin Nadine Ludwigs wurden auf Gleis 12 gerufen. Ein Ex-Häftling ist ohne Fahrschein im ICE unterwegs. Zudem hat das Zugpersonal Angst vor dem Mann. Zugchefin Anja Szeglat fährt mit dem ICE von Frankfurt zurück zum Bahnhof Hamburg-Dammtor. Doch gleich zu Beginn der Fahrt funktioniert die Funkverbindung zum Triebwagenführer nicht. In der Betriebszentrale in Hannover hat Bereichsdisponent Robin Rühmann mit Zugausfällen zu kämpfen. So muss er einen kompletten ICE ersetzen, der in Hamburg plötzlich ausgefallen ist. In Bremerhaven kämpfen die Graffiti-Entferner der Nordwestbahn mit Schmierereien auf den Zügen. Die besondere Herausforderung für Bodo Kramer: Er muss die Farbe des Graffito lösen, ohne den Lack des Zuges zu beschädigen. "Das ist ja nicht alles Kunst, das kann auch weg", sagt er. Werden die Graffitis nicht innerhalb von 48 Stunden entfernt, muss das Unternehmen eine Strafe an das Land Niedersachsen zahlen. Im letzten Jahr kamen so nach Angaben des Unternehmens über eine Million Euro Strafzahlungen zusammen.
14:30
Elektriker-Azubi Sara (19): "Die Steckdosen müssen in die Wand und ich muss bohren. Lieb´ ich! Aber bei Papa sah´s viel leichter aus. Was mach´ ich falsch?" Koch-Azubi Erik (16): "Reh zerlegen mit der Knochensäge. Ich will ans Filetstück! Aber wie? Und dann anrichten - das Auge isst ja mit!" SHK-Azubi Leon (20): "Siphon wechseln in 15 Minuten? Nie gemacht! Und beim Chef die Ölheizung putzen? Verdammt harte Arbeit!"
15:00
Lokführer-Azubi Laura (25): "Heute ist Fahrtag. Ab in den ICE! Mit 300 über die Schiene. Fast ´n Rausch! Auf geht´s!" Elektriker-Azubi Sara (19): "Auftrag: Videosprechanlage einbauen. Nervfaktor: Papa! Alles will er selber machen. Soll ich jetzt nur noch den Gips anrühren?" Koch-Azubi Erik (16): "Lecker, der Wein! Und das morgens um halb zehn! Aber Vorsicht: Chef guckt zu! Hier geht´s nämlich um Weinkunde!"
15:30
Werner wird 70 und versucht schon seit vier Jahren, in Rente zu gehen. Bisher erfolglos. Wird es diesmal Werners allerletzte Schicht? Werner kann es sich selbst noch nicht so richtig vorstellen. Mit großer Leidenschaft stürzt er sich in der Erntesaison auf kaputte Mähdrescher, verstopfte Heupressen und defekte Sensoren. Die Bauern schätzen sein Know-how und seine Kreativität. Hört er wirklich auf, wird er allen fehlen.
16:00
Ein Schicksalsschlag als ultimative Bewährungsprobe. Für den Agrar-Influencer Klaas Meier ändert sich das Leben über Nacht: Mit nur 24 Jahren verliert er durch einen tragischen Unfall seinen Vater und wird nahezu unvorbereitet zum Chef des Familienunternehmens. Ohne Übergabe, aber mit der vollen Verantwortung für Mitarbeitende, einen modernen Maschinenpark und die finanzielle Zukunft des Hofes. Die Dokureihe begleitet Klaas, seine Familie und das Team hautnah bei diesem Sprung ins kalte Wasser. Es ist ein ungeschönter Blick auf den Spagat zwischen persönlicher Trauer und dem unternehmerischen Druck, eine entscheidende Saison zu meistern. Jeder Tag wird zu einem Kampf gegen unberechenbares Wetter, technische Pannen und die wirtschaftlichen Herausforderungen der modernen Landwirtschaft. Die Frühjahrssaison fordert Klaas auf allen Ebenen: Während die Maissaat trotz des ein oder anderen technischen Stolpersteins vorangetrieben wird, sorgen die Rapsblüte und der Besuch von Studienfreund Vinzenz für gute Laune. Bei Klaas trudelt das Ergebnis der letzten Agrarstudium-Klausur ein. Und auf dem Hof selbst vollzieht sich ein leiser Wandel: neue Arbeitsstrukturen, ein neu gestaltetes Büro und ein neues Teammitglied, das mit seinem Mittagessen die Mannschaft rund um Klaas zusammenhält.
16:30
Das HaffCamp auf dem Boiensdorfer Werder ist auch ein Hotspot für Surfer. Aber gerade, weil es hier so windig ist, kann es passieren, dass den Gästen die Markisen und Vorzelte wegfliegen. Campingplatz-Betreiber Christoph Niemann ist selbst Camping-Fan und -Profi und weiß, wie man windanfällige Teile richtig abspannt und sichert.
17:15
Kurz vor Berlin und doch weit weg von der Großstadt: Das ist die Uckermark. Wälder, Wasser und Weite ziehen vor allem gestresste Menschen aus Berlin in die brandenburgische Provinz. Aber auch die Einheimischen schätzen die Uckermark mit ihrer besonderen Geschichte und Natur. Viele waren nie weg, manche kehren zurück. Alle haben ihre Gründe, in der Uckermark zu leben. Reporter Thilo Tautz besucht Alteingesessene und Neuankömmlinge, findet heraus, was die Gegend so besonders macht. Dazu steigt er in Lychen ins Kanu und aufs Floß, fährt eine Kutsche über alte Landwege und wandert durch den dichten Buchenwald Grumsin. Zwei Drittel der Uckermark stehen unter Naturschutz, dazwischen liegt das größte Bioanbaugebiet Europas. Hier wirtschaftet der junge Schäfer von Biesenbrow nachhaltig und schützt mit seinen Skudden, eine der ältesten Hausschafrassen, die Landschaft. Im Wald pflügt Familie Rensch den Boden mit Mulis. In Annenwalde gestalten Künstlerinnen das Dorfleben neu.
18:00
18:45
Sechs Jahre schon haucht Johannes Hendrik Langer der mit Ecken und Kanten versehenen Figur des Kriminalkommissar Moritz Brenner Leben ein, den eine Strafversetzung aus dem Berliner Drogendezernat ins Ermittlerteam der "SOKO Leipzig" gespült hat. Vergangenes Jahr wurde die 500. Folge der Erfolgsserie gefeiert. Die Verbundenheit mit der sächsischen Metropole geht bei Langer offenbar weit über den beruflichen Bezug hinaus, denn er hat sich dort auch privat niedergelassen. Geboren wurde er 1985 Kiel, in der Kinderserie "Die Pfefferkörner" hatte er sein Fernsehdebüt, machte in Hamburg eine Schauspielausbildung, spielte danach viel Theater. Auf dem Roten Sofa gibt es mit Johannes Hendrik Langer einen Blick auf eine neue SOKO-Staffel, die im Herbst startet.
19:30
Wir sind stets nah dran an den niedersächsischen Themen und Menschen. Uns interessiert, was Sie aufregt und bewegt.
20:00
Die Nachrichten der ARD
20:15
Tim Seebach (Oliver Mommsen) ist ein Star! Seine Rolle als TV-Kommissar "Lux" hat den Schauspieler populär gemacht, doch der Erfolg ist ihm zu Kopf gestiegen. Als er sich bei den Dreharbeiten verletzt, hat er keine Ausrede mehr, den lange geplanten Besuch bei seiner Mutter (Angelika Thomas) in Bremerhaven erneut zu verschieben. Am Morgen nach seiner Ankunft ist die Mutter plötzlich tot. Nachdem der erste Schock überwunden ist, ruft Tim - ganz in seiner "Lux"-Rolle - die Polizei, denn er ist überzeugt, dass Mutter Hedi umgebracht wurde. Polizeihauptkommissarin Wiebke Tönnessen (Antonia Bill), die Leiterin der örtlichen Polizeiwache, hält seine Mordthese allerdings für vollkommenen Blödsinn. Doch dann geschieht wirklich ein Mord! Jetzt ist Tim nicht mehr zu halten. Ungebeten mischt er sich in Wiebkes Ermittlungen, die sich von einem Fernsehkommissar natürlich nichts sagen lassen will und sich jegliche Einmischung verbittet. "Konkurrentin" Wiebke kann Tim jedoch kaum bremsen. Gewagten Theorien folgend, befragt er Verdächtige, u. a. Hannah Lübker (Ulrike C. Tscharre), die Exfrau des Mordopfers. Tims Jugendfreund, der Wattkutschen-Fahrer Erik Festerkotten (Niels Bormann) und die knurrige Nachbarin Frau Jessen (Hedi Kriegeskotte) bleiben von Tims Stargehabe ebenso unbeeindruckt wie Hannah und halten ihm mit norddeutscher Sachlichkeit den Spiegel vor. In der Heimat gewinnt der aufgeblasene Superstar schließlich wieder an Bodenhaftung und lernt, dass echte Bindungen im Leben wichtiger sind als Haartönungen und Faltencremes - und löst seinen ersten richtigen Kriminalfall!
21:45
Kommissarin Ria Larsen (Marlene Tanczik) kehrt mit gemischten Gefühlen aus der Reha in den Dienst der Kripo Husum zurück: Ihre vorübergehende Aufgabe als Leiterin einer frisch geschaffenen "Task Force für ungelöste Fälle" verspricht reichlich Büroarbeit und zeigt, wie wenig Vertrauen ihr Vorgesetzter in die junge Kommissarin hat. Kripo-Chef Bergmann (Max Herbrechter) möchte sie aus dem aktuellen Fall, einer von der Flut angespülten Männerleiche in Wikingerkluft, auf jeden Fall heraushalten. Auch Rias "Vertretung" Sellien (Christoph Glaubacker) verbittet sich jegliche Einmischung - obwohl ihre kriminalistischen Fähigkeiten gebraucht werden: Der Unbekannte muss zunächst identifiziert werden, seine Fingerkuppen wurden abgetrennt. Die ehrgeizige Kommissarin lässt sich aber weder einschüchtern noch auf dem Dienstweg ausbremsen. Mit der Unterstützung ihres früheren Partners Brandt (Christoph Letkowski) und der Ex-Kommissarin Haller (Charlotte Schwab) nimmt sie eigene Ermittlungen auf. Spuren führen zu dem 17-jährigen Jan (Dominikus Weileder), der in Drogengeschäfte verwickelt scheint, und in das nahe gelegene Wikinger-Museumsdorf von Freya Sörensen (Barbara Schnitzler). Die Matriarchin und ihr Sohn Yall Peder (David Bredin) schlüpfen nicht nur in historische Kostüme, sondern sie leben in einer von nordischen Riten bestimmten, eigenen, entrückten Welt. Als Ria die Identität des Ermordeten herausfindet, muss sie nicht nur den Täter suchen, sondern auch einen Racheakt verhindern.
23:15
Büdchen, Kiosk, Trinkhalle, Späti - solche Institutionen gibt es in jeder Stadt. Hier trifft der Rentner auf die Ärztin, das Grundschulkind auf den hippen Partygänger. Genau so einen Laden hat Hajo (Aurel Manthei) in Frankfurt geerbt. Hier steht er mit Thorsten (Johannes Allmayer), Hausmeister an der örtlichen Grundschule, und Guido (Alexander Wipprecht), der bei der Müllabfuhr arbeitet. Die drei kennen sich aus Kindheitstagen. Und so hängen sie wieder mal zu dritt am Kiosk ab, als eines Tages ein Mann im Anzug vorbeikommt und 200 Euro für eine Packung Kaugummi auf die Theke legt, um die Kundentoilette benutzen zu können. Kurz wird sich über den Schnösel aufgeregt, aber schnell ist er auch wieder vergessen. Bis Guido selber mal muss und eine Leiche auf der Toilette findet. Hauptkommissarin Petra Krosowski (Bärbel Schwarz) von der Mordkommission rückt mit ihrem Team an und duldet widerwillig ihre jüngere Kollegin Leyla Aydin (Sabrina Amali) von der Wirtschaftskriminalität, die den verstorbenen Banker zu kennen scheint. Als die Polizei wieder abgerückt ist, entdecken die drei Freunde einen mysteriösen Koffer, den der Tote dabeihatte und den sie im Eifer des Gefechts im Hinterraum des Kiosks deponiert und vergessen hatten. Natürlich müssen sie den melden. Wobei ... vielleicht ist das ja eine dieser Chancen, die sie bisher immer verpasst haben? Sie beschließen, den Koffer zu behalten und malen sich schon aus, wie der Inhalt ihr Leben verändern könnte. Doch das Öffnen des Koffers entpuppt sich als echte Herausforderung. Außerdem tauchen immer wieder merkwürdige Gestalten auf, die nach ihm suchen - und kurz darauf liegt plötzlich die zweite Leiche im Kiosk. Auch Leyla Aydin lässt nicht locker und ermittelt zu dem Toten und seinen mafiösen Machenschaften. Und während Hajo, Guido und Thorsten sich immer schuldiger machen, wird das, was sich vermeintlich im Koffer befindet, immer wertvoller und die Träume für ihr Leben werden immer größer.