22:30
Reden und Rollen tauschen: Das Format "oha! Zwei Welten an einem Tisch" von NDR Info zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern bringt Menschen mit gegensätzlichen Meinungen und unterschiedlichen Lebenswelten zusammen - und lässt sie die Welt des jeweils anderen erleben. In jeder der vier Folgen tauchen die Protagonist*innen in den Alltag des Gegenübers ein, der ihnen fremd ist und den sie in Teilen ablehnen. Begleitet von Host Daniel Frevel führt dieser Perspektivwechsel schließlich an einen Tisch, an dem Tacheles geredet wird - mit offenem Ende. Diskutiert werden Themen, die die Menschen im Land bewegen und zuweilen spalten: was stört, was ängstigt, was gibt Zuversicht? "oha! Zwei Welten an einem Tisch" schafft Raum für direkte Gespräche. Im Mittelpunkt steht dabei der Dialog und die Vielfalt der Perspektiven. Das 20-minütige Format wird für die ARD Mediathek produziert und erscheint in einer 30-minütigen Version auch im NDR Fernsehen. Eine crossmediale Auswertung ist im Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern sowie bei NDR Info über Hörfunk, Fernsehen, Online und Social Media geplant.
23:00
Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin ist das Land unter Druck, die Bevölkerung verunsichert, die Stimmung vielerorts mies. Wo entsteht der Frust? Was muss sich ändern? Können die Landtagswahlen zu einem Wendepunkt für die Demokratie werden? Mit einem mobilen Studio sind Jan. N. Lorenzen, Emma Mack und David Holland durch den Osten Deutschlands gezogen und haben mit 50 Menschen gesprochen - darunter Prominente wie Franziska van Almsick, Claus Weselsky und Martin Brambach, aber auch Bürgermeisterinnen und Landräte, Unternehmer und Bauern, Schulleiterinnen und Klinikchefs, Engagierte in Bürgerinitiativen und einfache Wähler. So kommen u.a. zu Wort: Ariane Berger, Hauptgeschäftsführerin des Landkreistages Sachsen-Anhalt, Sören Benn, ehemaliger Bezirksbürgermeister von Berlin-Pankow, Mandy Schumacher, Bürgermeisterin von Gardelegen, Jörg Neumann, Bürgermeister von Dabel, Dirk Neubauer, ehemaliger Landrat von Mittelsachsen. Sie alle äußern sich zur aktuellen politischen Situation. Sie erzählen von ihren Erfahrungen mit Ämtern und Behörden mit überbordender Bürokratie, mangelnder Transparenz bei politischen Entscheidungen, unklaren Strukturen und sich überschneidenden Zuständigkeiten. Alle engagieren sich, setzen sich ein - für ihre Kommune, ihren Ort, ihre Gemeinde. Doch ihr Engagement wird oft ausgebremst, zum Teil sogar unmöglich gemacht. Doch es gibt Hoffnung. Einige Lösungsansätze liegen auf der Hand: mehr Transparenz und Kommunikation zwischen Politik, Verwaltung und den Menschen vor Ort, Bürgerbeteiligungen stärken, überbordende Bürokratie abbauen. Was wir brauchen, so fordern es viele der für diesen Film interviewten Personen, ist eine neue Kultur des Vertrauens, eine Rückverlagerung von Entscheidungen auf die Kommune als Herzkammer der Demokratie.
23:45
Unsere Hände sind wahre Multifunktionswerkzeuge. Kein anderer Körperteil ist so beweglich, sensibel und gleichzeitig so belastbar. Aktuelle Studien zeigen, dass die Verbindung zwischen Hand und Gehirn entscheidend für unsere kognitive Gesundheit ist. Jede Berührung, jedes Anfassen erzeugt ein Feuerwerk im Gehirn. Feinmotorische Übungen und gezieltes Handtraining können helfen, neurodegenerativen Erkrankungen vorzubeugen oder sie abzumildern. Wie genau funktioniert das? Die Dokumentation begleitet Emma Bernhard bei den Westdeutschen Meisterschaften im Lead-Klettern. Die 22-jährige hessische Meisterin gehört zu den Top-Sportkletterinnen Deutschlands in den Disziplinen Lead-Klettern und Bouldern. Beim Klettern zählt jeder Hand-Griff. Doch was nach reiner Muskelarbeit aussieht, ist in Wahrheit ein komplexer Denkprozess. Das erfährt Emma, als sie die Sportpsychologin Dr. Lisa Musculus in der Sporthochschule Köln besucht, die ihr Kraft- und Planungspotenzial untersucht. Kletter-Profis erkennen schneller, was wichtig ist - zum Beispiel welche Griffe sie brauchen oder welche Route sie nehmen müssen - eine Kompetenz, die ihnen auch in anderen Lebensbereichen enorm hilft. Vor drei Jahren erlitt die 29-jährige Katharina Borck einen Schlaganfall und kämpft sich seitdem mit nur einer funktionsfähigen Hand zurück in ein eigenständiges Leben. An der Uniklinik Frankfurt könnte ihr eine neuartige Therapie helfen. Mit einem Neurostimulationsverfahren, das den motorischen Kortex gezielt ansprechen und stärken soll, versucht das Team um den Neurologen und Neurowissenschaftler Prof. Christian Grefkes-Hermann, die Bewegungsfähigkeit von Katharinas rechter Hand zu verbessern. Wird die Therapie gelingen? Die Hände von Uhrmachermeister Robert Hoffmann sind sein wichtigstes Werkzeug. Sie sind durch seine tägliche Arbeit feinmotorisch besonders geschult, ruhig und präzise. Sie können Bewegungen millimetergenau ausführen und spüren kleinste Unterschiede in Materialien oder Mechanik. In der Uhrenmanufaktur, in der Robert arbeitet, möchte der Entwicklungspsychologe Prof. Sebastian Suggate von der Universität Regensburg herausfinden, was in den Köpfen der Menschen passiert, die jeden Tag mit feinster Motorik arbeiten, und er startet eine Studie: Bringt eine hoch entwickelte Feinmotorik Vorteile in bestimmten Bereichen der Intelligenz? Die Doku zeigt und erzählt, warum es so wichtig ist, dass wir unsere Hände ein Leben lang schulen. Wir sollten unsere Hände trainieren, um im Kopf möglichst fit zu bleiben.