04:20
Endlich wieder Bagger fahren Auf Hof Thudt in Herrhausen im Vorharz wird die Winterzeit für Baggerarbeiten genutzt. Die beiden Landwirte Jessica Lange und Steffen Thudt wollen in der kommenden Saison den Gemüseanbau erweitern und dafür einen neuen Unterstand bauen. Steffen freut sich, endlich mal wieder Bagger fahren zu können. In der Saison bleibt für diese Arbeiten keine Zeit, umso mehr genießt er es jetzt, Baggerfahrer sein zu können. Auch Jessica hat mit dem Radlader ein neues Spielzeug für sich entdeckt. Für die studierte Agrarwissenschaftlerin ist das Fahren damit allerdings eine große Herausforderung. Karsten Dudziak aus Sophienhof/Neustrelitz liefert alle zwei bis drei Wochen Mastschweine an den Schlachthof. Dafür wählt der Chef selbst die Tiere aus. Andere Betriebe wiegen ihre Tiere. Diesen Aufwand betreibt Karsten nicht. Er verlässt sich da ganz auf sein Augenmaß. Diesmal sind es 150 Tiere, die den Hof verlassen sollen. Da es seit 2019 in Mecklenburg-Vorpommern keinen Schlachthof für Schweine mehr gibt, geht die Reise für die Tiere bis nach Bremerhaven. Auf dem Blumenhof von Jens Wöbb hilft Tochter Alina beim Binden der Tulpen für den Großmarkt. Dabei erzählt sie, warum sie sich für einen anderen Job entschieden hat und den Hof später nicht übernehmen möchte. Ihre Mutter Susanne arbeitet an der Entzwiebelungs-Maschine. Die gezogenen Tulpen müssen nämlich noch von den Zwiebeln getrennt werden. Draußen ist Jens Wöbb bei den Christrosen beschäftigt. Die will er mit einem Schutzzaun sichern, damit Hündin Bailey keinen Schaden anrichtet. Im niedersächsischen Kölau bekommt die Geflügelzüchterin Christine Bremer ausrangierte Straußenbrutschränke von einem Betrieb aus Sachsen geliefert. Eine Art Tauschgeschäft, die Transportfahrer sollen als Bezahlung eine bunte Auswahl an Naturalien vom Hof mitbringen. Eigentlich waren nur Produkte aus dem Hofladen geplant. Doch da Christine gerade keine Bruteier da hat, treten spontan zwei Junghühner die Reise nach Sachsen an.
04:50
Jens und Susanne Olvermann im niedersächsischen Hankensbüttel haben mit dem Fleisch ihrer rund 70 Yaks, einer robusten Rinderrasse, bereits gute Erfahrungen gemacht. Jetzt wollen sie ihre zotteligen Exoten auch im Herdenschutz einsetzen. Das Ziel: den Wolf abwehren und so eine Schafherde schützen. Kaum etwas wird so kontrovers diskutiert wie das Thema Wolf, das Raubtier erobert weite Teile Niedersachsens zurück und reißt mit steigender Population immer mehr Nutztiere. Das machte auch Jens und Susanne Olvermann nachdenklich, sodass sie in diesem Jahr einen ersten Versuch starten: Zwei ihrer Yaks sollen als Herdenschutztiere auf eine Schafherde aufpassen. Doch das Ehepaar weiß nicht, wie die großen Yaks mit den kleinen Schafen auskommen und ob sie tatsächlich den Wolf fernhalten können. Parallel fällt für Jens und Susanne Olvermann viel Arbeit rund um die Yaks an. Während des feuchten Frühjahrs müssen sie einen Teil der Herde umweiden. Eigentlich sind sie Gastronomen und haben mit der Yak-Zucht vor allem begonnen, um in ihrem Restaurant regionales und besonderes Fleisch anbieten zu können. Doch mittlerweile bestimmen die besonderen Tiere ihren Alltag. "Die Nordreportage" begleitet Jens und Susanne Olvermann in einem besonderen Jahr, in dem sie mit ihrem regionalen Fleischangebot von den Yaks wieder mehr Gäste in ihr Restaurant locken wollen und gleichzeitig den ersten Versuch starten, mit ihrer exotischen Rinderart eine Schafherde vor dem Wolf zu schützen.
05:20
Als Jan Büschgens vor mehr als 20 Jahren ein halbes Gut in Vorpommern kaufte, wollte er dort eigentlich nur ein Ferienhaus für sich und seine Familie bauen. Inzwischen züchtet sein Sohn Lutz Strauße und Wasserbüffel auf Gut Owstin. Es sollen bis zu 400 Nachwuchsstrauße schlüpfen. Und für die Wasserbüffelzucht sucht Lutz Büschgens einen neuen Bullen. Das Gut Owstin hat sich extrem verändert, seit Lutz' Vater es damals gekauft hat. Die Gebäude sind renoviert, aus den Rinderweiden der LPG haben die Büschgens einen Park gemacht und die exotischen Tiere geben dem Ort ein ganz besonderes Flair. Jeden Tag sammeln Lutz Büschgens und seine Mitarbeitenden die frisch gelegten Straußeneier ein. Diese kommen in die Brutmaschine, bis der Nachwuchs bereit zum Schlüpfen ist. Dabei muss Marco Sander ihnen ein bisschen helfen. Anstelle der Straußeneltern spielt er die "Hebamme" für mehr als 300 Minilaufvögel. Um die Zucht der Wasserbüffel ein bisschen anzukurbeln, braucht Lutz Büschgens einen neuen Bullen. Doch die Ankunft des Bullen August gestaltet sich schwierig. Aus anderen Gründen als gedacht. Und trotzdem, die Wasserbüffel könnten den Straußen in Zukunft den Rang ablaufen. Sie sind einfach leichter in der Haltung als die riesigen Laufvögel aus Afrika.
05:50
Alle beisammen? Die Jungtiersaison hat begonnen. Das macht sich hinter den Kulissen der Afrikasavanne deutlich bemerkbar. Da scharren schon viele kleine Hufe und wollen raus. Doch so ein Ausflug muss gründlich vorbereitet werden. Besondere Aufmerksamkeit bekommen die Säbelantilopen, denn die haben gleich viermal Nachwuchs. Das könnte für Unruhe sorgen, vor allem bei den Zebrastuten. Die testen ja gerne mal, wie weit sie bei fremden Jungtieren gehen dürfen. Nachbarschaftstreffen? Gut fünf Monate leben Aymara und Xavier nun in Leipzig. Die beiden Mähnenwölfe haben sich inzwischen gut an das neue Miteinander gewöhnt. Ihren Vorgarten teilen sich die beiden allerdings noch zeitversetzt mit ihren Nachbarn, den Ameisenbären. Jetzt wird es Zeit für den nächsten Schritt. Ein Nachbarschaftstreffen wird vorbereitet - hoffentlich mit friedlichem Ausgang. Langsam erwacht? Die zweite Saison treibt ihre Blüten. Der Winterschlaf der Feldhamster ist vorbei. Nun heißt es: raus auf's Feld! Die Auswilderung der Nachzuchten muss vorbereitet werden. Doch vorher stellt sich die Frage: Wie viele der ausgewilderten Hamster haben denn überlebt? Um das herauszufinden, gehen Thomas Liebenstein und sein Team akribisch auf die Suche.
06:15
Die Menschen in Deutschland sind Weltmeister, was den Honigverbrauch angeht. Pro Kopf und Jahr wird über ein Kilogramm davon verzehrt. Um die Stoffe für ein Glas Honig sammeln zu können, muss eine Biene eine Strecke zurücklegen, die bis zu dreimal um die Erde reicht. Die Welt des Honigs birgt weitere Überraschungen: Die meisten Honigsorten sind cremig. Flüssiger Honig ist etwas Besonderes: Damit er produziert werden kann, müssen Bienen die Ausscheidungen von Läusen verarbeiten. Bei der Bienenzucht und Gewinnung von Honig spielt der Norden eine besondere Rolle. So werden im Institut für Bienenkunde Celle unter anderem Bienenköniginnen gezüchtet und in die ganze Welt verschickt, im Briefumschlag per Post. Und auf der Insel Norderney gibt es zwei Imker, die eine ganz besondere Aufgabe haben: Hochzeitsvermittler für Bienenköniginnen. Die Dokumentation der Reihe "Wie geht das?" schaut hinter die Kulissen der norddeutschen Bienenzucht und Honiggewinnung und begleitet unter anderem einen Imker, der einen großen Trend zu seinem Geschäft gemacht hat: Er vermietet Bienenvölker.
06:45
Nachdem es Lioba so großen Spaß gemacht hat, Johanna im Hofladen zu vertreten, ist sie bereit für die nächste Schicht. Jetzt, wo sie quasi zum Hofladen-Team gehört, hat die Kräuterfrau sich mächtig herausgeputzt. Am Stammtisch schwingt unterdessen Constantin Klumpp große Reden gegen die Fallers und lässt vor allem an Lioba kein gutes Haar. Leider mit schwerwiegenden Folgen. Ärger im Paradies! Jenny ist sauer, weil Sebastian sich einen teuren Laptop gekauft hat, ohne es mit ihr abzusprechen. Sie hätte viel lieber eine neue Waschmaschine in der gemeinsamen Wohnung und versteht nicht, wozu Sebastian in seinem Job ausgerechnet so ein High-End-Teil braucht. Ganz so rosig scheint es um Toni und seinen neuen Job nicht zu stehen. Auch, wenn er am Stammtisch gerne lang und breit davon erzählt. Bei einem Vier-Augen-Gespräch mit Constantin lässt er den Vorhang fallen und rückt mit der Wahrheit heraus. Toni ist wieder auf Jobsuche, aber Constantin lässt ihn abblitzen.
07:15
So haben viele die Landwirtschaft noch nie gesehen: Wenn ein Vollernter sechs Tonnen Bohnen in nur einer Stunde vom Feld holt, wenn ein komplettes 32 Hektar großes Weizenfeld innerhalb von drei Stunden abgemäht wird oder wenn pro Tag allein eine Pflanzmaschine bis zu einer Million Eisbergsalatpflänzchen in den Boden bringt. Das sind kaum vorstellbare Dimensionen! Dahinter stehen norddeutsche Landwirte, die jedes Jahr erneut mit Kälteeinbrüchen, Rekordhitze, zu viel oder zu wenig Regen kämpfen müssen. Und als wäre das nicht genug, kam 2020 noch Corona dazu. Tausende Erntehelferinnen und -helfer konnten nicht einreisen, Felder nicht bestellt und Spargel nicht gestochen werden. Werden die Landwirte in Norddeutschland in der Lage sein, trotzdem die gewohnten Mengen zu ernten, um die Versorgung zu garantieren, alles zu stabilen Preisen? Oder wird Corona den Ruin bedeuten? Das Jahr 2020 stellt die Landwirte vor große Herausforderungen. Vanessa Kossen und Arne Jessen waren beim "Abenteuer Ernte" 2020 dabei, bei den Landwirten, die mit Herzblut, Risikobereitschaft und Liebe zum Produkt Gemüse, Obst und Getreide anbauen. Dinge, die tagtäglich in den Supermärkten gekauft werden können. Norddeutschland ist ein Agrargigant. Allein in Niedersachsen wächst etwa die Hälfte aller in Deutschland geernteten Kartoffeln, jeder dritte Apfel und etwa 70 Prozent aller in Deutschland geernteten Heidelbeeren. Vieles, was in den Supermärkten angeboten wird, stammt mittlerweile von Feldern in der Nachbarschaft, geerntet in sorgfältiger Handarbeit und mit Hightechmaschinen. Ackern fürs Essen ist ein hartes Geschäft und das Image der Landwirtschaft nicht das Beste. Zu Unrecht, denn Deutschland hat nachweislich eine der höchsten Lebensmittelqualitäten weltweit. Und dass auch konventionell arbeitende Bauern sich für die die Umwelt einsetzen, zeigen Nützlinge die anstelle von Chemie in Gewächshäusern eingesetzt werden oder Schutzstreifen an den Rändern der Felder. Es ist viel in Bewegung. Von März bis September 2020 waren Vanessa Kossen und Arne Jessen auf ausgedehnten Spargel-, Weizen- und Erdbeerfeldern unterwegs, schauten sich schwimmendes Basilikum an, haben erfahren, dass Gurken weiblich sind und Champignons in Regalen gedeihen. Dabei sind beeindruckende Bilder entstanden: von der Einzelbiene, die Apfelblüten bestäubt, bis hin zu großen Luftaufnahmen, die die gewaltigen Ausmaße der Äcker aus der Vogelperspektive zeigt.
08:15
Erzählt wird die Geschichte eines der spektakulärsten Bauwerke in Nordeuropa. Die Bauarbeiten dazu begannen im Juni 1968. Bis dahin floss der Verkehr auf der Nord-Süd-Achse Europas, von Lissabon in Portugal bis hoch nach Stockholm und sogar weiter nach Helsinki, über die Elbbrücken und mitten durch Hamburger Innenstadt. Stress für Anwohner, Straßen und Stadt. Mit Fertigstellung der ersten drei Röhren unter der Elbe ist der Elbtunnel in den 1970er-Jahren der längste Unterwasserstraßentunnel der Welt. Doch schon bald muss eine vierte Röhre her. Das Verkehrsaufkommen in Deutschland nimmt rapide zu. Ab Mitte der 1990er-Jahre wühlt sich die damals größte Tunnelbohrmaschine der Welt (14,2 Meter Durchmesser), von den Hamburgern liebevoll "Trude" genannt, tief unter der Elbe durch. Das aufwendige Dokudrama erzählt die Geschichte der beiden Phasen des XXL-Baus. Naturgewalten wurden überwunden, Gegner und Befürworter waren im Clinch, Menschen und Häuser wichen dem Bauprojekt, einige der Leute kamen nach Fertigstellung zurück. Genauso wie die Staus. Der Elbtunnel wurde zu einem Bauwerk, das nie die Chance hatte, alle in ihn gesteckten Erwartungen wirklich erfüllen zu können. Im Film werden Menschen und ihre Geschichten präsentiert, deren Leben der Tunnel verändert hat. Der Chef der Tunnelleitzentrale gibt seltene Einblicke in die Untertagewelt des Tunnels. Und Mike Krüger verrät seine ganz besondere Beziehung zum Tunnel. Er hat in den 1960er-Jahren als Betonbauer und Architekturstudent auf der Elbtunnelbaustelle gearbeitet und erzählt von seinen Erlebnissen. Und wie er überraschend zum erfolgreichen Entertainer wurde. Das Dokudrama arbeitet mit zum Teil zuvor noch unveröffentlichten Foto- und Archivmaterialien. Ergänzt werden sie durch spektakuläre Aufnahmen der drei Bauphasen, aufwendige Spielszenen führen zurück in die Welt der 1950er- und 1960er-Jahre. Sie erzählen von den Auseinandersetzungen rund um das Großprojekt und von Familien, die den Elbtunnelbau über Jahre ertragen mussten, Häuserräumungen inklusive. Peter Lohmeyer als Hamburger Oberbaudirektor Otto Sill und Nicolas König als Bürgermeister Max Brauer machen die damalige Zeit erlebbar. Alexander Klaws spielt den Vater einer Familie, die vor dem Tunnel weichen musste. Der Mix aus Spielszenen, seltenem Archivmaterial und spektakulären Bildern des Tunnels ermöglicht so einen faszinierenden Einblick in die Entstehung des "Nadelöhrs im Norden", durch das vermutlich jeder schon mal auf dem Weg nach Norden gefahren ist.
09:00
"die nordstory Spezial" baut inhaltlich auf "die nordstory" mit gleichem Titel auf, die am 13.02.2026 im NDR Fernsehen zu sehen war. Materialgrundlage für diesen Film sind diesmal alle fünf Güter, die im Rahmen der "Adel war gestern"-Produktion gedreht wurden. In einem Highlight-Teaser zu Beginn werden alle Güter thematisiert. Zentraler Erzählort ist das Gut Emkendorf. Um der Dramaturgie eines 90-Minüters zu entsprechen, gibt es eine Verschachtelung der Inhalte über die einzelnen Güter, sodass einzelne Episoden von Gut Emkendorf über die gesamte Länge verteilt werden. Nach jedem Besuch auf den anderen vier Gütern kehrt der Film zwischendurch nach Emkendorf zurück. Besonderes Augenmerk wird auf die Übergänge von Gut zu Gut durch den Moderator gelegt. Diese werden zum großen Teil in Emkendorf neu gedreht. Da Außenaufnahmen bis zum Sendedatum nicht möglich sind, werden sie im Herrenhaus aufgezeichnet. Gedreht werden die Moderationen technisch wie bisher mit einer schwebenden Kamera, um Bewegungen und Gänge zu ermöglichen.
10:30
Ziemlich abrupt werden Martha, Mikkel und Mats aus ihrer Urlaubsvorfreude gerissen, statt Familienurlaub in Italien ist plötzlich Notprogramm angesagt. Ihre Mutter hatte in New York einen Unfall, der Vater muss zu ihr und alle befreundeten Familien sind verreist. So bleibt für die drei Stuttgarter Großstadtkinder nur Oma Inge hoch im Norden - eine Großmutter, die sie bislang nicht kennen und die ihre Enkel mit einem Luftgewehr begrüßt. Seit vielen Jahren lebt Inge allein in ihrem reetgedeckten Haus an der Schlei. Hier gibt es weder einen Telefonanschluss noch eine Straßenanbindung. Nichts davon fehlt der eigenbrötlerischen alten Frau. Seit Jahren herrscht zwischen ihr und den Eltern von Martha, Mikkel und Mats Funkstille; und doch dürfen die Enkel bleiben. Einfach wird das nicht. Denn bei "Frau Oma", wie die fremde Inge von dem kleinen Mats genannt wird, geht es schroffer zu als gewohnt. Martha ist die Älteste, sie fühlt sich verantwortlich für ihre Brüder und versucht tapfer, das Beste aus der Zeit zu machen. So knackt das Trio nach und nach die harte Schale der Oma und kommt in Sommerbys analoger Welt an, die so viel zu bieten hat: Martha steuert allein das Boot, um Marmelade auszuliefern. Mikkel kümmert sich mit Mats um die Hühner, alle finden Freunde und gemeinsam werden sie unerwartet zu Helden, als ein Makler die mittlerweile liebgewonnene Sommeridylle bedroht.
11:45
Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes. Zu diesem Feiertag beleuchtet die Verkündigungssendung "Sinn & Seele" die Frage, wie man im Alltag innere Ruhe findet. Gibt es Orte, wo sich der göttliche Geist heimisch fühlt und für den Menschen erfahrbar wird? Wo der Mensch Lebensmut und Lebenszuversicht tanken kann? Karin Schuh aus Mittelfranken, Anfang 50, berufstätig, familiär im Umbruch, ist auf der Suche. Nach Tiefe. Nach Stille. Und nach Gott. Schwester Edith Krug lebt seit mehr als 50 Jahren im Evangelischen Kloster Schwanberg bei Kitzingen. Sie hat schon viele Menschen auf ihrem spirituellen Weg begleitet und weist Karin Schuh ein in die Einfachheit das Daseins. Christliche Kontemplation, in der Stille in Gegenwart einer Christusikone sitzen, ist ihr Weg zur inneren Ruhe. Eine Einordnung aus Sicht der Systematischen Theologie gibt Klaas Huizing von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er erforscht den Leib als Erfahrungsraum des Heiligen. Und sagt: Den gilt es im Leben wie in der evangelischen Theologie neu zu entdecken.
12:00
Mit dem Fahrrad durch ganz Niedersachsen. NDR Reporter Peter Jagla radelt mehr als 450 Kilometer entlang des Weser-Harz-Heide-Radfernweges. Im ersten Teil der abwechslungsreichen Tour ist er für die Sendung "Nordtour unterwegs" mit Rad-Enthusiast Thomas Kempernolte von Hann. Münden bis Hornburg unterwegs. Gemeinsam besuchen sie entlang des Weges gleich in Hann. Münden Dr. Wolfs Wunderkammer, ein Museum für Geschichte, Kunst und Kurioses mit 2000 Objekten, die aus der Zeit gefallen scheinen. Dem Weltall ein bisschen näher kommen die Radfahrer auf dem Planetenweg Göttingen. Auf dem Weg machen sie Halt an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze und entdecken atemberaubende Landschaften und mysteriöse Gestalten. An der Rhumequelle, einer der größten Quellen Deutschlands, treffen sie auf eine Wassernixe, bevor Peter und Thomas auf der Bergetappe einmal quer durch den Harz kräftig in die Pedale treten müssen, Reifenpanne inklusive. Der Weser-Harz-Heide-Radfernweg führt auch entlang historischer Städte. Die Kaiserpfalz in Goslar kennen viele Menschen, die Kaiserpfalz Werla ist hingegen weniger bekannt. Die spannende Radtour führt die Zuschauerinnen und Zuschauer an unterschiedlichste Orte, stellt interessante Menschen vor und animiert zum Nachfahren.
12:45
Der zweite Teil der "Nordtour unterwegs"-Sendung führt auf dem Weser-Harz-Heide-Radfernweg von Hornburg über Braunschweig bis nach Lüneburg. Unterwegs ist NDR Reporter Peter Jagla mit Thomas Kempernolte, der den gesamten Weg kartografiert und eine kostenlose App produziert hat. Gemeinsam erkunden sie, was man links und rechts des Radweges erleben kann und entdecken die auf dem Weg liegenden Städte auf unterschiedliche Weise. Auf Lessings Spuren sind sie unterwegs zwischen Wolfenbüttel und Braunschweig, wo sie das Rad schließlich gegen ein Floß eintauschen. Die ehemalige Hansestadt zeigt ihre ganze Pracht vom Wasser aus auf einer Oker-Tour, die man wunderbar mit einem Kaffeegedeck verbinden kann. Gestärkt geht es über den Tankumsee weiter nach Norden. Entlang des Radweges hält das Duo Jagla/Kempernolte bei einem Segelflugverein und schaut sich Teile des Weges in einem Motorsegler aus der Luft an. Wie eine moderne Frauen-WG im Kloster ausschaut und tonnenschwere Containerschiffe in einem Aufzug mehrere Meter hochgehoben werden, das sind weitere Geheimnisse, die für die Zuschauerinnen und Zuschauer gelüftet werden.
13:30
Unterwegs auf dem Wasser! Runterkommen und Entspannung pur! Es geht in dieser Sendung auf eine erstaunliche Wasserreise von Ost nach West, unterwegs an über 20 Flüssen und Seen in Deutschland und auch im Wattenmeer! Start ist auf dem Grenzfluss Lausitzer Neiße mit dem Schlauchboot. Im Saunafloß auf dem Berliner Müggelsee chillen. Mit dem Zeesboot in der Darß-Zingster Boddenlandschaft auf Kranichtour gehen. Oder an der Mosel entlang inmitten hoher Weinberge paddeln. Entlang der Ufer trifft man auf große Kulturstätten, atemberaubende Natur und wasserbegeisterte Menschen. Wo ist es besonders schön? Wo gibt es noch Geheimtipps? Wie kann man am und auf dem Wasser in Deutschland unterwegs sein? Eine Entdeckungsreise zum Staunen!
14:30
Ein Wolf ist unterwegs in Wiesen und Feldern von Büttenwarder und umzu! Und nachdem er einige Schafe gerissen hat, wird von dem Klingsiehler Großbauern Günther Griem eine Prämie für die Tötung des grauen Räubers ausgesetzt. Die Helden in Büttenwarder sind empört über diesen Verstoß gegen den Tierschutz und schwärmen sogleich aus, um sich das Kopfgeld zu sichern. Doch bald begreifen sie, dass sie es mit einem unberechenbaren Gegner zu tun haben. Und das ist nicht der Wolf, sondern sie selbst!
14:55
Die Verbrecher sind da! Ganz Büttenwarder ist in Aufruhr, allen voran Bauer Brakelmann und sein Freund Adsche. Bürgermeister Schönbiehl hat es gewagt, den leerstehenden Köpke-Hof an eine Erziehungsanstalt für straffällig gewordene Jugendliche zu vermieten. Für diese Untat soll er abgewählt werden. Zu allem Unglück bricht auch noch einer der Straftäter aus. Schweigegeld Mit einer Mistgabel bewaffnet stöbert Brakelmann den Flüchtigen in seiner Scheune auf. Vor ihm steht ein eingeschüchterter Junge, der lediglich mit seinen Eltern telefonieren möchte. Brakelmann erhält Schweigegeld. So motiviert, nimmt er den Burschen unter seine Fittiche, lässt ihn auf seinem Hof schuften und ein Wunder geschieht. Der Junge blüht auf. Klaglos übernimmt er sämtliche Arbeiten. Brakelmanns Geheimnis Zufrieden genießt Brakelmann den unerwarteten Müßiggang. Freund Adsche kommt natürlich hinter Brakelmanns Geheimnis und will auch so einen. Bürgermeister Schönbiehl wundert sich über seine "Schäfchen", die plötzlich über sehr viel Freizeit verfügen. Auch hört er kein böses Wort mehr über die Erziehungsanstalt. "Das sind auch nur Menschen, die eine Chance brauchen", ist die einhellige Meinung im Dorfkrug. Nur Polizist Peter verzweifelt. Das florierende Geschäft Schon wieder ist einer der Jugendlichen ausgebrochen und spurlos verschwunden. Mysteriös - oder doch nicht? Schönbiehl entgeht nicht, dass Brakelmann gerade ein florierendes Geschäft mit der Vermittlung "polnischer Arbeitskräfte" betreibt. Geniale Idee. Doch leider hat Brakelmann die Rechnung ohne die Jugendlichen gemacht und ohne den Bürgermeister.
15:20
Alle 17 Jahre findet in Büttenwarder bekanntlich eine Bürgermeisterwahl statt. Und auch diesmal verspricht dieser demokratische Höhepunkt nicht sonderlich aufregend zu werden. Schönbiehl kandidiert für eine weitere Amtszeit und hat seine Schäfchen so gut im Griff, dass er, zu Brakelmanns Leidwesen, nicht einmal gezwungen ist, lukrative Wahlgeschenke zu verteilen. Schreckensmeldungen für den Wahlkampf Doch dann erscheint der in Klingsiehl durch diverse Skandale in Ungnade gefallene Günther Griem im Dorfkrug und bestätigt, dass er nach dem Verlust von Amt und Würden in dem verhassten Nachbarort nun das Bürgermeisteramt in Büttenwarder anstrebt. Jetzt fühlt sich Schönbiehl doch etwas unter Druck gesetzt und nutzt deshalb die von Dorfpolizist Peter vorgetragenen Schreckensmeldungen über eine in der Region tätige skrupellose Diebesbande, um sich als Garant von Sicherheit und Ordnung zu profilieren. Bürgerwehr für Büttenwarders Sicherheit Unter Schönbiehls Führung wird nun eine Bürgerwehr gegründet, die sich bald zu einer ernsthaften Bedrohung der Lebensqualität in dem beschaulichen Büttenwarder entwickelt. Gegenkandidat Griem beobachtet dies alles mit Gelassenheit. Er weiß, dass er noch ein As im Ärmel hat, das ihm den Wahlsieg garantiert.
15:45
Ein Wiedersehen mit Lieblingen aus den "Hofgeschichten": Die Ziegenzüchter Veronika und Sören Obermayer aus dem Wendland sind dabei. Ebenfalls in Niedersachsen lebt und arbeitet der Milchbauer Johannes Bercht auf seinem Hof im Vorharz. Dazu kommen der Betriebsleiter Markus Walkusch-Eylandt von der Gärtnerei Sannmann in Hamburg-Ochsenwerder, der Landwirt Falk Teschemacher mit seiner Familie in Schleswig-Holstein und Mühlenhof-Chef Benedikt Ley in Mecklenburg-Vorpommern. Jeder der fünf Höfe hat seinen ganz eigenen Alltag. Die "Hofgeschichten" erzählen von diesem Leben, von Menschen, die ihre kleinen und auch mal größeren Probleme meistern. Das Leben auf den Höfen im Norden mit Rindern und Ziegen oder auch der Ackerbau mit Feldfrüchten wie Möhren, Spinat und Kräutern: die schönsten Geschichten vom Leben auf dem Land noch einmal erleben mit den Lieblingen. Nach Ausstrahlung am 20.04.2025 in der ARD-Mediathek, Verweildauer: 2 Jahre
16:30
Hotels und Ferienwohnungen kann man getrost vergessen: Hier kommt "Tietjen campt - der Roadtrip"! Die Reise führt Camping-Enthusiastin Bettina Tietjen und ihre prominente Reisegruppe vom Harz über die malerische Mecklenburgische Seenplatte bis auf die beliebte Urlaubsinsel Rügen. Werden die Star-Camper die Freiheit der Campingplätze genießen oder spätestens beim Entleeren der Campingtoilette auf harte Realität stoßen? Drohen unangenehme Mückenattacken und wird der Abwasch zur diplomatischen Hochleistung? Mit von der Partie sind Boxlegende Axel Schulz, Podcasterin Ariana Baborie, Entertainerin Isabel Varell, Schauspieler Leo Reisinger und Handball-Weltmeister Pascal Hens. Angekommen auf dem ersten Campingplatz präsentiert sich der Harz prachtvoll. Die erste Hürde: Wohnmobile einparken. Doch Bettina Tietjen, die erfahrene "Königin der Campingplätze", steht helfend zur Seite. Zwei entscheidende Fragen bleiben: Wer ergattert das Wohnmobil mit der Luxus-Toilette? Und wie in aller Welt passt der 2,03-Meter-Riese Pascal Hens überhaupt in so ein Gefährt? Nach der ersten Nacht im Camper heißt es: Sanitäranlagen erkunden. Gemeinschaftliches Zähneputzen; für die Neulinge eine echte Herausforderung! Und das nächste Adrenalin-Abenteuer wartet schon: eine Baumschwebebahn in den Harzer Wipfeln! Dieser Programmpunkt kommt nicht bei allen gut an. Zum Glück geht's direkt weiter an die Mecklenburgische Seenplatte, die mit unberührter Natur und einem perfekten Platz am See aufwartet. Eines gehört bei einer Campingreise im Norden dazu: Regen! Doch unbeeindruckt von der Wetterlage erledigen alle, mittlerweile routiniert, die täglichen To-dos. Bettina schnappt sich Ariana, um sie in das Geheimnis "wie entleere ich möglichst geruchsneutral eine Campingtoilette" einzuweihen; nicht nur praktisch, sondern gleichzeitig ein Training für die Lachmuskeln. Axel genießt mit Isabel dagegen die entspannende Ruhe beim Waldbaden. Gegensätzlicher geht's ja wohl nicht. Am Abend erreichen die Camper ihr ungewöhnliches Nachtquartier: den malerischen Pfarrhof in Kartlow. Sie erkunden das historische Gelände und die Backsteinkirche, bevor sie gemeinsam mit der Pfarrerin einige Lieder am Lagerfeuer anstimmen. Ein ungewöhnliches Abenteuer für alle Camper-Seelen… Und dann wartet schon das Etappenziel: Rügen! Hier sorgt Insellegende Wolfgang Lippert für eine spannende Backstageführung bei den Störtebeker-Festspielen. Und bevor Bettina Tietjen und ihre Promi-Reisegruppe die Heimreise antreten müssen, wird die Ostseeinsel in all ihren Facetten noch einmal vollständig ausgekostet: Strand, geräucherter Fisch im malerischen Vitt und ein spektakulärer Blick auf die Kreidefelsen. Doch das Beste kommt zum Schluss: der Sundowner auf der Selliner Seebrücke. Sonnenuntergang und ein letzter gemeinsamer Blick aufs Meer, schöner geht es kaum.
18:00
Sie kennen das Ziel, aber der Weg dahin wird ein Abenteuer, bei dem der Zufall die Regie führt. Die Reporter Vanessa Kossen und Thilo Tautz machen sich zu Fuß auf den Weg: 100 Kilometer durch Niedersachsen abseits ausgetretener Pfade. Konsequent eine Luftlinie zu laufen ohne Geld und Zelt, immer schnurstracks geradeaus, wie soll das funktionieren? Thilo Tautz startet in Königslutter am Kaiserdom, Vanessa Kossen am Rattenfängerbrunnen in Hameln. Das Ziel der beiden: das kleine Fleckchen Schellerten, wo sich ihre Wege hoffentlich treffen. Die Kameramänner Michael Uphoff und Thomas Eichler halten in Bild und Ton jeden Glücksmoment, jede Zufallsbekanntschaft, jede Herausforderung und jedes Scheitern fest. Der Lohn: tolle Zufallsbekanntschaften, Nervenkitzel und die Gewissheit: Auf die Norddeutschen kann man sich verlassen!
18:45
19:30
Ob Politik oder Wirtschaft, Umwelt oder Kultur, jeden Abend von 19.30 bis 20.00 Uhr erfahren Sie, was sich am Tage in der Region zwischen Nord- und Ostsee ereignet hat. Mehr Nachrichten aus SH ab NDR Text Seite 140 und im Internet: www.ndr.de/sh
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
In kaum einem anderen Land sind Brot und Brötchen so beliebt wie in Deutschland. Dabei werben viele Bäckereien mit Handwerk, verkaufen den Verbraucher*innen aber dreist Industrieware. Eine aktuelle Recherche von NDR und WDR für das ARD Kompetenzcenter Verbraucher deckt auf, wie bei Brot und Brötchen mit ganz verschiedenen Tricks abkassiert wird! Wie viel echtes Handwerk steckt noch in Brot und Brötchen, die täglich über die Ladentheke gehen? Häufig wird die Kundschaft mit romantischen Bildern von der meisterhaften Herstellung der Backwaren geködert, während in der Backstube Industrieprozesse und Fertigmischungen dominieren. So greifen immer mehr Betriebe zu industriell vorgefertigten Teigen, Zusatzstoffen und technischen Enzymen, um Zeit und Kosten zu sparen. Nach aktuellen Schätzungen arbeitet mehr als die Hälfte der sogenannten Handwerksbäckereien nicht mehr ausschließlich nach klassischen Methoden. Der Verbraucher ist häufig ahnungslos. Besonders brisant: Der Preis sagt oft wenig über die tatsächliche Qualität aus. "Vital", "Fitness" oder "mit wertvollen Vitaminen", diese Begriffe suggerieren gesunde Ernährung. Doch ein Blick auf die Zutatenliste vieler Brote mit diesen Versprechen offenbart: Zum Teil stecken zahlreiche Bestandteile wie Emulgatoren, Stabilisatoren, Zuckerstoffe und künstliche Backhilfsmittel drin. Für Experten sind "Vital"- oder "Vitaminbrot" Marketing-Namen, die die Produkte gesünder erscheinen lassen, als sie sind. So sind einige vermeintlich gesunde Backwaren in Wahrheit stark industriell verarbeitete Produkte und weit entfernt von natürlichem Brot. Viele Verbraucher greifen aus Kostengründen in die Brotklappe im Supermarkt und Discounter. Dort ist die Ware deutlich günstiger als in Bäckereien. Doch wie gut ist die Qualität? Ebenfalls beliebt: Aufbackbrötchen. Im Test: Markenprodukte gegen Eigenmarken. Der Film zeigt, warum es sich bei Aufbackbrötchen nicht immer lohnt, zur teureren Marke zu greifen. Anna Planken und Jo Hiller sowie das Redaktionsteam recherchieren in dieser Dokumentation für Verbraucher die aktuellen Maschen bei Brot und Brötchen: Fertigmischungen statt Handwerk, ungesunde Zusätze, irreführende Marketingversprechen. Gemeinsam mit Experten prüfen sie Preise, Qualität und Geschmack - und zeigen, wo Verbraucherinnen und Verbraucher wirklich gutes Brot finden. Ein Film, der Mythen entlarvt und Verbraucherwissen liefert, damit man beim täglichen Brot bewusster zugreifen kann. Zusatzinformation: ARD Kompetenzcenter Verbraucher Das ARD Kompetenzcenter Verbraucher unter gemeinsamer Federführung des SWR und WDR bündelt das redaktionelle Fachwissen verschiedener Rundfunkanstalten und konzentriert sich auf Themen, die für Verbraucherinnen und Verbraucher in ganz Deutschland relevant sind.
21:00
Alles geht im Beet! Nach den Eisheiligen können auch die kälteempfindlichen Pflanzen raus in den Garten. Gurke, Tomaten und Paprika können jetzt auch im Freiland gepflanzt werden. Dafür hat Peter Rasch auch wieder einen praktischen Paletten-Tipp. Aus leichten Einwegpaletten baut er ein Gerüst, auf dem sich die Freilandgurken ausbreiten können. So liegen sie nicht auf dem Boden und bekommen ordentlich Sonne. Gärtner Peter zeigt, was man tun kann, wenn sich der Buchsbaumzünsler über die Hecke hermacht. Außerdem beantwortet Peter wieder Fragen von Zuschauer*innen und besucht gleich zwei Gärten im Norden.
21:45
Wo lässt es sich schöner wohnen? In einer 95-Quadratmeter-Wohnung, in der in jeder Ecke ein Schatz aus den 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahren lauert. Oder in einem 600 Quadratmeter großen Bauernhaus, in dem man sich auf dem Weg ins Badezimmer schon mal verlaufen kann. Während sich die beiden Retro-Fans die Vergangenheit in ihre Wohnung geholt haben, wollen die Eigentümer des Haubargs so viel wie möglich des 600 Jahre alten Bauernhofs erhalten. Die alten Balken des Holzständerwerks sollen so bleiben wie sie sind, ebenso die gusseisernen Stallfenster und das Reetdach. Doch so ein Umbau kostet Kraft und Nerven. Dagegen geht es bei den beiden Retro-Liebhabern eher gechillt zu. Ihr Zuhause ist eine Zeitreise in die Vergangenheit. Mit Röhrenradios aus den 1950er-Jahren, einer Jukebox aus den 1960er-Jahren und einem Geldspielautomaten aus den 1970er-Jahren. Dazu eine riesige Sammlung von Gameboys und Gettoblastern. Ein echtes Schmuckstück ist auch der Haubarg nach zwei Jahren Umbauzeit geworden. Mit einem schwebenden Küchenblock, der mit jahrhundertalten Balken gehalten wird, einem riesigen Innenhof in der Mitte des Hauses, früher Stall und Scheune, und einem großen Schlafzimmer mit Blick auf das weitläufige Grundstück.
23:15
Wütend und mit der Absicht, ihrer Mutter das Geschäft kaputtzumachen, steuert Agnetha die nächste Station an. Ein Hospiz! "Ihr" Gras wird sehnlichst erwartet, weil der hohe THC-Gehalt Schmerzen lindert. Mike ist einer der Bedürftigen. Weil er zu schwach ist, um sich seinen Joint selbst anzuzünden, übernimmt das Agnetha und kommt ihm dabei nah. Eine Begegnung, die beiden Trost und Kraft spendet. Gefährlich nahe kommt auch Bernd Agnetha an dieser Station. Seine Drohgebärden mit Handfeuerwaffe erzeugen bei den Sterbenden jedoch alles andere als Angst. Ein blinder Schuss durch die Tür erlöst Mike sogar.
23:40
Agnethas vorletztes Ziel ist eine Bäckerei. Bäckermeisterin Klara ist nicht amüsiert über Agnethas lautstarken Auftritt mit dem Leichenwagen. Doch die beiden merken schnell, dass sie ähnlich ticken. Klara gibt ihr nicht nur ein paar Pizzataler "Spezial" mit auf den Weg, sondern auch noch ein gratis Waffentraining. Agnetha fühlt sich gewappnet für die Konfrontation mit Bernd - sie will Mike rächen. Eher ungeplant kommen dabei die halluzinogenen Pizzataler zum Einsatz. Im Rausch zeigt Bernd plötzlich eine sentimentale Seite: Einst als Auftragskiller auf Naina angesetzt, wurde er von ihr verführt und schließlich fallengelassen. Um das Vertrauen seines ehemaligen Chefs zurückzugewinnen, braucht er jetzt den Beweis ihres Todes. Da sitzen Bernd und Agnetha im Leid vereint, beide von Naina zutiefst verletzt. Doch weil Bernd mit seiner Waffe die Oberhand hat, lässt sich Agnetha widerwillig auf einen Deal ein: Muddi muss weg, das Geld wird geteilt. Samt Sarg auf einem Schlitten ziehen sie gemeinsam übers Watt zur Endstation: Muddis Beerdigung.