04:15
Bereits seit dem Jahr 1985 informieren die Moderatoren über das Neueste aus der Hansestadt. Dabei werden sowohl politische und sportliche als auch kulturelle Themen berücksichtigt.
04:45
Der Mai beginnt mit dem "Tag der Arbeit" - einem Feiertag. Oh nein, mag sich jetzt Bundeskanzler Friedrich Merz denken, denn freie Tage sind schlecht für die deutsche Produktivität - schlecht für das Bruttosozialprodukt. Seiner Meinung nach müssten die Deutschen wieder in die Hände spucken, mehr und vor allem effizienter arbeiten. Sind die Deutschen zu faul? Zu häufig krank? Zu unambitioniert? Seit Monaten tobt die Debatte deutschlandweit und auch in Bremen und Bremerhaven. Die einen fordern eine "48 Stunden Woche", andere identifizieren die "Lifestyle-Teilzeit" als Feindbild der gesamtdeutschen Wettbewerbsfähigkeit. Aber gibt es überhaupt ein Fleißproblem? Und wie sieht die junge Generation die Diskussion? buten un binnen-Moderatorin Lea Reinhard fragt nach bei - Dr. René Böhme, Institut Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen - Lennart Neuwirth, ver.di-Landesjugendsekretär Landesbezirk Niedersachsen-Bremen
05:15
Dort wurde auch gelebt, geliebt, gelacht und getanzt: die DDR, ein Land voller Widersprüche. Auf der einen Seite propagierte die SED eine gerechte Gesellschaft mit dem Glauben an den technischen Fortschritt und der Vision vom "sozialistischen neuen Menschen". Auf der anderen Seite: eine sozialistische Diktatur hinter Mauern, geprägt von Mangel und engmaschiger Überwachung. Das Land war beides zugleich: Ein Unrechtsstaat, in dem es keine freien Wahlen und Meinungsfreiheit gab, Andersdenkende und Oppositionelle verfolgt wurden und ins Gefängnis kamen - und für viele vor allem Heimat. Wie sah der Alltag im so bezeichneten Arbeiter- und Bauernstaat aus? Was hat die Menschen bewegt? Was führte zur friedlichen Revolution der DDR-Bürgerinnen und -Bürger, zum Mauerfall und schließlich zur Wiedervereinigung? Und wie geht gelebte Einheit heute? Ein Rückblick, Einblick und Ausblick mit vielen persönlichen Momenten. Auch Wolfgang Stumph, Katrin Sass, Andrea Kiewel, Wolfgang Lippert und Dagmar Frederic erinnern sich an eine Zeit der großen Träume, aber auch an den Moment, als in Berlin im Jahr 1961 plötzlich die Grenzen dichtgemacht wurden. Inka Schneider spürt dem Leben und Alltag in der DDR in einer neuen Ausgabe "DAS! Historisch" nach: Sie lässt noch einmal bewegende Zeitzeugen, mitreißende Historikerinnen, Expertinnen und Prominente im Talk und in Filmbeiträgen zu Wort kommen.
06:00
Die Dänische Südsee ist ein mit 55 Inseln und Holmen umfassendes Paradies, eingebettet zwischen dem Kleinen und Großen Belt. Die meisten Eilande sind unbewohnt, nicht mal einen Quadratkilometer klein und mit exotisch klingenden Namen wie Avernakø, Skarø oder Birkholm. Jede Insel hat ihren eigenen Mikrokosmos. Das türkisblaue Ostseewasser rund um die kleinen "grünen Punkte" wird von Seglern wegen seiner navigatorischen Herausforderungen geschätzt und gilt als eines der beliebtesten Segler- und Angelreviere unter Touristen. Wer aber dauerhaft in der Dänischen Südsee leben möchte, muss mit einer Handvoll Nachbarn, maximal einem Kaufmannsladen und ohne Kino oder Krankenhaus klarkommen. Die Fähren als einzige regelmäßige Festlandsverbindung bestimmen den Takt der Insulaner. Ständig auf Expedition in der Einsamkeit oder pure Freiheit und wirkliche Gemeinschaft? Ein Inselhopping in ganz unterschiedliche Welten, die doch so nah beieinander liegen. Das erste Ziel erreicht das "Ostseereport"-Team nach Stunden mit zwei Schifffahrten und einer Inselüberquerung. Nur so kommt man vom Festland nach Birkholm. Die 0,9 Quadratkilometer Fläche ist schnell zu Fuß umrundet. Dazwischen: ein paar ehemalige Bauernhöfe, ein kleiner Hafen, Sommerhäuser, eine Wiese für Zelte, eine Freiluftdusche. Ganz knapp über dem Meeresspiegel leben hier zehn Menschen dauerhaft. Jens Kjærsgaard-Rasmussen und Simone Lotus Møller sind seit Oktober 2021 mit ihrem Sohn Teil des Mikrokosmos und so etwas wie die "Hausmeister von Birkholm". Ihr Alltag dreht sich um die "Birkholmposten", ein kleines Transportschiff. Keine Ampeln, aber viele Trecker und Strände aufgeteilt auf zwei Moräneninseln mit rund 100 Einwohnern. Der totale Kontrast zur Stadt Faaborg, denn von dort aus muss man die MF "Svanen"-Fähre für 40 bis 60 Minuten nehmen, um Avernakø zu besuchen. Wenn man Gitte fragt, was ihre Gäste im Landhotel am liebsten tun, sagt sie: nichts! Und das findet in ihrem Garten seinen Ausdruck: Zwischen Angorakaninchen, aus dessen Fellhaaren Gitte am Lagerfeuer Garn spinnt, einem blühenden Gemüsebeet, Hängematten und Ziegen liegt das Paradies-im-Paradies. Auch Eisproduzent Martin will die Insel nicht verlassen, auch wenn die Expansion für sein Eisgeschäft anderswo leichter wäre. Für Martin ist die Inselnatur seine Inspirationsquelle, die 19 Nachbarn sind seine Familie. Einmal im Jahr wird klar, was Inselgemeinschaft bedeutet: Martin nimmt das "Ostseereport"-Team mit, wenn die Leute von der Nachbarinsel Drejø rüberkommen und alle gemeinsam den Ernstfall üben. Egal ob Schäfer oder Eisproduzent, erweiterte erste Hilfe leisten und Feuer löschen können muss auf einer Insel ohne Feuerwehr und Arzt im Zweifelsfall jeder. Inselhopping in der Dänischen Südsee: ein Abenteuer.
07:00
Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger
07:30
Alle Beiträge sind mit Gebärdenbegleitung und Untertitel versehen. Sendeformat und Themenwahl orientieren sich außerdem an den Bedürfnissen hörgeschädigter Zuschauer.
08:00
Es wird immer trockener und heißer. "Die Ratgeber" zeigen, wie man seinen Garten klimagerecht umgestalten kann. Weitere Themen: Für Reporter Jens Kölker wird´s sportlich: Er probiert in Kelsterbach Pickleball aus. Serie (letzter Teil): Besuch in Frankreichs Hauptstadt Paris. Außerdem: Test von Online-Nachhilfe, kann sie tatsächlich eine persönliche Nachhilfe ersetzen? Und: welche Gartenhandschuhe bestehen den Praxischeck?
08:30
Yared Dibaba zieht los, um über das Leben abseits der großen Städte zu berichten. Immer auf der Suche nach einzigartigen Dörfern, authentischen Menschen, vielfältigen Kulturen und Traditionen in Norddeutschland. Auf seiner "Expedition" lernt er in jeder Folge einen neuen Ort kennen. Dabei sammelt er Geschichten und taucht in das Leben "up´n Dörp" ein. "Yared kommt rum" ist eine liebens- und sehenswerte Erkundungstour zu den heimlichen Perlen des Nordens. Die Dokureihe ist eine bildstarke Liebeserklärung an den Norden und eine herzliche Einladung, die Menschen und ihre Geschichten kennenzulernen. Moin aus Ahausen Diesmal landet Yared mitten im Grünen: im charmanten Dorf Ahausen im Landkreis Rotenburg/Wümme. Zwischen Wiesen, Wäldern und der Wümme trifft er Menschen, die zeigen, was echte norddeutsche Dorfgemeinschaft bedeutet - und dass man hier noch mit Herz, Humor und Hands-on-Mentalität lebt. Seit mehr als 750 Jahren ist Ahausen besiedelt, doch langweilig wird's hier nie. Landwirtschaft, Tourismus, Vereinsleben - das Dorf steckt voller Unikate. Yared Dibaba trifft einige von ihnen und lässt sich in ihre Welt mitnehmen. Über den Wipfeln von Ahausen Hoch hinaus geht es mit Johannes Heine, staatlich geprüftem Baumpfleger und passioniertem Kletterer. Seit über 20 Jahren kümmert er sich um die grünen Riesen des Dorfes. Johannes nimmt Yared mit in die Baumwipfel. Oben, zwischen Ast und Aussicht, verrät er, warum er Bäume nicht nur liebt, sondern auch versteht. Und Yared? Der merkt schnell: Baumpflege ist nichts für Höhenängstliche - aber ein Riesenspaß für alle, die gern den Überblick behalten. Schafe, Schur und Schätzchen auf Rädern Heiko Intemann ist Oldtimer-Fan und besitzt eine stattliche Sammlung. In seinem Willys Overland Baujahr 1920 tuckern er und Yared durchs Dorf. Mit drei Litern Hubraum, 22 PS und maximal 40 km/h: das ist entschleunigtes Reisen à la Ahausen. Und Yared genießt jede Kurve. Danach wird es bei Heiko flauschig. Der Hobbylandwirt hat Heidschnucken und Mufflons - und die Schafschur steht an. Es geht von der Straße auf die Weide. Kunst aus Zahnstochern Winzig, witzig und unglaublich kunstvoll: Ragna Reusch schnitzt aus simplen Zahnstochern winzige Figuren: Giraffen, Elefanten, Fantasiewesen. Ohne Lupe, dafür mit viel Leidenschaft. Die filigranen Kunstwerke haben ihr internationale Anerkennung eingebracht, sogar bis nach Hongkong! Yared darf natürlich mitmachen und merkt schnell: aus einem Zahnstocher eine Giraffe zu schnitzen ist schwieriger als gedacht. Aber Ragna hat Geduld und eine Menge zu erzählen über ihr Leben in Ahausen, das sie inspiriert.
09:00
30 Minuten regionale Informationen und Hintergründe: Worüber spricht das Land - was bewegt die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern? Mehr Nachrichten aus MV ab NDR Text Seite 160 und im Internet: www.ndr.de/mv
09:30
Bereits seit dem Jahr 1985 informieren die Moderatoren über das Neueste aus der Hansestadt. Dabei werden sowohl politische und sportliche als auch kulturelle Themen berücksichtigt.
10:00
Ob Politik oder Wirtschaft, Umwelt oder Kultur, jeden Abend von 19.30 bis 20.00 Uhr erfahren Sie, was sich am Tage in der Region zwischen Nord- und Ostsee ereignet hat. Mehr Nachrichten aus SH ab NDR Text Seite 140 und im Internet: www.ndr.de/sh
10:30
Der Mai beginnt mit dem "Tag der Arbeit" - einem Feiertag. Oh nein, mag sich jetzt Bundeskanzler Friedrich Merz denken, denn freie Tage sind schlecht für die deutsche Produktivität - schlecht für das Bruttosozialprodukt. Seiner Meinung nach müssten die Deutschen wieder in die Hände spucken, mehr und vor allem effizienter arbeiten. Sind die Deutschen zu faul? Zu häufig krank? Zu unambitioniert? Seit Monaten tobt die Debatte deutschlandweit und auch in Bremen und Bremerhaven. Die einen fordern eine "48 Stunden Woche", andere identifizieren die "Lifestyle-Teilzeit" als Feindbild der gesamtdeutschen Wettbewerbsfähigkeit. Aber gibt es überhaupt ein Fleißproblem? Und wie sieht die junge Generation die Diskussion? buten un binnen-Moderatorin Lea Reinhard fragt nach bei - Dr. René Böhme, Institut Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen - Lennart Neuwirth, ver.di-Landesjugendsekretär Landesbezirk Niedersachsen-Bremen
11:00
Wir sind stets nah dran an den niedersächsischen Themen und Menschen. Uns interessiert, was Sie aufregt und bewegt. Mehr Nachrichten aus Niedersachsen ab NDR Text Seite 120 und im Internet: www.ndr.de/niedersachsen
11:30
"Nie wieder!" Das hatte Susanne Klein vor zwei Jahren noch gesagt, da hatte sie zum ersten Mal beim Tag des Offenen Hofes mitgemacht. 600 Besucher kamen auf ihren kleinen Ziegenhof Retzow an der Müritz - so viele hatte sie nicht erwartet, sie hat ohne Pause gewirbelt: Schaumelken, Käse produzieren vor Publikum, kleine Käse-Kurse geben, Käse verkaufen, Kaffee, Tee und Kuchen servieren. "In völliger Trance" hat sie den Tag damals erlebt. Trotzdem macht sie in diesem Jahr wieder mit. Ihren Hof hat Susanne Klein schon 2008 aufgebaut. Die 41-Jährige ist Diplomagrarwirtin, Mutter dreier Kinder, und der Hof ist ihr Lebensinhalt. Lampenfieber hat sie vor dem öffentlichen Käse-Kurs. Was Susanne Klein sich für dieses Jahr ganz fest vorgenommen hat: wenigstens eine kleine Pause machen und schauen, was auf dem Nachbarhof so los ist. Es müssen mehr als 4.000 Besucher gewesen sein im letzten Jahr - schätzt Hans-Dieter Gabel. Der Ochse am Spieß war jedenfalls schon gegen Mittag aufgegessen. Hans-Dieter Gabel leitet die Pribslebener Landwirtschaftsgenossenschaft "Torney Milch und Fleisch" seit ihrer Gründung Anfang der 1990er-Jahre. Ein traditioneller, altmodischer Betrieb, der auf vielen Beinen steht - mit 17 Angestellten. Fast 400 Fleischrinder stehen auf der Weide, dazu mästen sie 2.300 Schweine und betreiben Feldbau. Seit 2000 machen Gabel und seine Belegschaft beim Tag des Offenen Hofes mit. Den Weg des Fleisches vom Stall beziehungsweise von der Weide in die Pfanne sollen seine Gäste kennenlernen. Dazu unternehmen Gabel und seine Mitarbeiter Führungen per Trecker und Kremser auf die Mutterkuhweiden, führen ihre Besucher durch die Ställe. Kurz: Sie bieten das volle Programm - braten einen Ochsen und ein Schwein am Spieß, räuchern an Ort und Stelle, lassen ihre ganz speziellen Wurstsorten verkosten. Das ist auch das Besondere an Gabels Betrieb, er und seine Mitarbeiter stellen Wurst und Fleischprodukte nach alten regionalen Rezepten und Zubereitungsarten her. Sie verkaufen ihre Produkte auch nur regional. Am Sonntag dann ist Hans-Dieter Gabel spätestens um fünf Uhr früh im Betrieb. Seine größte Sorge ist, dass das Wetter nicht mitspielt. Eine böse Erfahrung hat er schon hinter sich. Vor einigen Jahren gab es eine Unwetterwarnung - da stand er mit 30 Helfern, den Festzelten, der Hüpfburg und dem Spießochsen fast allein auf dem Hof - nur zwölf Gäste kamen zu Besuch.
12:00
Norddeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg: Über die Hälfte aller Wohnungen in den Städten sind zerstört, Hamburg, Hannover, Kiel, Bremen, Rostock sind Ruinenlandschaften. Doch mitten in den Trümmern muss das Leben weitergehen. Wie haben die Menschen es geschafft, zu überleben? Der Hamburger NDR Filmemacher Manfred Uhlig hat Zeitzeugen gefunden, die in dieser dramatischen Zeit besondere Geschichten erlebt haben. Außergewöhnlich: Die meisten von ihnen wohnen noch immer in der "Notbehausung", in der sie vor den Kriegsbomben ihre erste Zuflucht gefunden hatten. Paula Krupp, geboren 1921, war 22 Jahre alt, als im Juli 1943 über Hamburg die "Operation Gomorrha" losbrach. Mehrere Tage und Nächte lang bombardierten amerikanische und britische Bomberverbände die Stadt. Die Bilanz war fürchterlich, über 30.000 Tote, mehr als 100.000 Verletzte, Hunderttausende Menschen mussten aus der Stadt fliehen. Die junge Frau fand eine Zuflucht in einem Gartenhaus vor der Stadt. Und dort lebt die hochbetagte Dame immer noch. Ihre wertvollste Erinnerung: 458 Feldpostbriefe, die sie von ihrem Verlobten erhielt. Er war in Russland Soldat. Als die Bomben fielen, hatte sie nur einen Gedanken: Hoffentlich sehe ich meinen Verlobten wieder. Gerhard Probst lebt zusammen mit seiner Frau Inge in einem ehemaligen "Ley-Haus" in einem Hamburger Schrebergartengebiet. Ley-Häuser, das sind die nach dem Nazifunktionär Robert Ley benannten Holzhäuser, die in aller Eile von den ausgebombten Menschen zusammengezimmert wurden, mit Fertigteilen, die das Regime bereitgestellt hatte. Gerhard Probst musste sich die 24 Quadratmeter große Hütte mit zehn weiteren Personen teilen. Ein Erlebnis, das ihn geprägt hat. Karin Schultz lebte mit ihrer Familie vier Jahre lang in einer sogenannten Nissenhütte, das sind die nach dem kanadischen Ingenieur benannten Wellblechhäuser, die das Bild vieler norddeutscher Städte in der Nachkriegszeit prägten. "Es war so kalt, dass uns unsere Mutter auf dem Ofen angewärmte Ziegelsteine ins Bett legte", erzählt Karin Schultz. In der Schule wurde sie gemobbt. Wer in der Nissenhütte wohnte, galt als asozial. Zu Unrecht. Schließlich konnten die Menschen, die dort lebten, nichts dafür, dass sie ausgebombt waren. Willi Grützke baute zusammen mit seiner Mutter und einem Onkel in einem Bremer Kleingartengebiet ein Behelfsheim aus Steinen, die der Junge in den Trümmerwüsten fand. Seinen Garten hat er zusammen mit seiner Frau Ursel zu einem kleinen Paradies gestaltet. Für ihn und für viele andere Norddeutsche ist das Behelfsheim im Schrebergarten zum neuen Zuhause geworden.
12:45
Bereits seit 1991 sind die Korrespondenten im Ausland unterwegs und berichten vor Ort vom Geschehen. Die Reportagen informieren detailliert über Hintergründe und decken nicht selten Missstände auf.
13:15
Skeptisch blicken Alex und Lorenz auf die Offroad-Piste vor ihnen in der türkischen Halbwüste. "Der Boden ist trocken, sandig und extrem locker", sagt Alex. Der Camper hat kein Allrad, Handyempfang gibt es hier auch nicht, sollte etwas schiefgehen. Mittendrin in der Wüste sind die beiden Abenteurer auf der Suche nach einem Wildcamping-Spot auf einer sandigen Piste gelandet. Es ist ein Moment, der ihre Reise perfekt beschreibt: es wagen oder umdrehen? In ihrem Roadtrip Richtung Osten brechen Lorenz Jeric und Alex Baur mit einem 15 Jahre alten Camper zu einer 6000 Kilometer langen Reise auf - von Norddeutschland durch Osteuropa und die Türkei bis an die Grenze zum Iran. Der Trip ist voller Überraschungen: Am rumänischen Transfagarasan-Pass sitzen Braunbären seelenruhig am Straßenrand, nur wenige Meter von ihrem Camper entfernt, und warten auf Touristen. Die füttern die Bären manchmal direkt aus dem Auto heraus. Wenig später treffen Alex und Lorenz den Briten Ian, der hier für Urlauber einen Trip mit teuren Sportwagen organisiert. Auf einer spektakulären Strecke durch ein kurvenreiches Tal dürfen die mal ordentlich Gas geben. Auch Lorenz und Alex tauschen für einen kurzen Moment den Camper gegen einen Lamborghini und jagen durch die Serpentinen. In Istanbul erleben die beiden eine ganz andere Welt. In den Gassen der turbulenten Metropole lernen sie Mert kennen, einen DJ der queeren Szene. Während Lorenz und Alex ihre Reise offen als Paar erleben, erzählt Mert von Razzien und der schwierigen Situation der Community in der Türkei. Beim Feiern im verborgenen Nachtleben wird den beiden noch einmal klar, wie kostbar ihre Freiheit ist. Einige Tage später landen Alex und Lorenz in Kappadokien morgens in einem heillosen Durcheinander: Hunderte Besucher jagen zwischen aufsteigenden Heißluftballons nach dem perfekten Instagram-Foto. Nur wenige Kilometer entfernt scheint die Zeit dagegen stillzustehen. Bei Hasret und ihrem Mann Evren helfen Lorenz und Alex auf einem kleinen Familienhof bei der Traubenernte. Zwischen Reben und frisch gebrühtem Chai-Tee erleben sie die ursprüngliche Seite der Region. Die letzte Etappe führt sie zum Mount Zor nahe der iranischen Grenze. Gemeinsam mit kurdischen Bergführern steigen sie auf über 3200 Meter Höhe. Dort erzählt ihr Guide Saffet, dass diese Berge für sein Volk lange Zufluchtsort vor Konflikten und Verfolgung waren. Mit einem letzten Blick von den steilen Bergen Ostanatoliens endet der Roadtrip von Alex und Lorenz nach 6000 Kilometern. "Young Adventurers: Roadtrip Richtung Osten" erzählt von Begegnungen, Gegensätzen und dem Mut, sich auf das Ungewisse einzulassen. Von riskanten Offroad-Pisten, unerwarteten Freundschaften, rasanten Momenten und stillen Begegnungen am Rand Europas. Ein Roadtrip, der zeigt, dass das größte Abenteuer oft dort beginnt, wo Asphalt, Komfortzone und Campingplätze enden.
14:00
In der Sportsendung widmet man sich vor allem Live-Spielen aus lokalen Ligen oder sportlichen Höhepunkten der norddeutschen Bundesländer.
16:00
Die "Gartenzeit" meldet sich aus dem Garten von Rosi und Walter Schlaghecken in Schmergow. Die Themen der Sendung: Naturtrainer: ein Workshop vom NABU Jungpflanzenmanufaktur in Britz Tipps von Horst
16:30
Wenn die Menschen nachts schlafen, erwacht vor der Haustür eine andere Welt - geheimnisvoll, faszinierend und oft unbemerkt. Tiere der Nacht sind echte Überlebenskünstler. Füchse zum Beispiel haben sich nahezu perfekt an das Leben in Städten angepasst. Sie streifen durch die Vorgärten, durchstöbern Mülltonnen und haben sogar gelernt, den Verkehr zu deuten. Auch Waschbären gehören längst zum nächtlichen Stadtbild und hinterlassen bei ihren Streifzügen beträchtliche Schäden: zerstörte Dachisolierungen, leer geräumte Teiche, verwüstete Gärten. Doch nicht nur in der Stadt beginnt das Leben vieler Tierarten erst mit Einbruch der Dunkelheit. Eulen gleiten fast lautlos durch die Luft und orten mit ihrem feinen Gehör selbst das leiseste Rascheln einer Maus. Dachse, Wildschweine und Rotwild nutzen die Dunkelheit, um unbehelligt Nahrung zu suchen. Doch das nächtliche Leben ist bedroht. Nur noch weniger als ein Prozent der Fläche in Deutschland gilt als wirklich dunkel. Städte leuchten heller denn je, selbst Dörfer, Landstraßen und Industrieanlagen tragen zur Lichtverschmutzung bei. Die Folgen sind gravierend: Insekten verenden an Lichtquellen, Eulen finden schwieriger Beute, Zugvögel verlieren ihre Orientierung. Das Gleichgewicht der Nacht droht ins Wanken zu geraten. Dieser Film zeigt diese verborgene Welt, die näher ist als man glaubt, und die die Rücksicht der Menschen braucht, um weiterbestehen zu können.
17:15
Hamburg schläft nicht. Schräges und Erstaunliches spielt sich in der Hansestadt ab. Erzählt werden Geschichten von interessanten Einwohnern, Baudenkmälern und spannenden Ereignissen.
18:00
18:45
Jeden Abend pünktlich 18:45 Uhr nimmt ein prominenter Gast bei uns Platz - dazu informiert DAS! Rote Sofa täglich, was im Norden Gesprächsthema ist.
19:30
30 Minuten regionale Informationen und Hintergründe: Worüber spricht das Land - was bewegt die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern? Mehr Nachrichten aus MV ab NDR Text Seite 160 und im Internet: www.ndr.de/mv
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Sie sind längst zu Legenden geworden und prägten den Humor eines ganzen Landes über mehrere Generationen hinweg - die größten Komiker Deutschlands. Über Jahrzehnte haben sie auf den großen Bühnen und in der Öffentlichkeit gestanden, ein Leben stets im Rampenlicht. Die große Hommage "Unsere Väter - die größten Komiker Deutschlands" von Christian Stöffler widmet sich dem Leben und Werk der großen deutschen Humoristen, Satiriker und Comedians aus der Sicht ihrer Kinder. Wie blicken die Söhne oder Töchter jetzt mit Abstand auf das Schaffen ihrer Eltern? Wie war es, als Kind eines Fernsehstars aufzuwachsen? Wie haben die Kinder sie wahrgenommen, gab es Schattenseiten oder eine unbeschwerte Kindheit voller Humor? Hat es den ein oder anderen ebenfalls auf die Bühne gezogen oder haben sie sich von dem Wirken ihrer Väter distanziert? Die Kinder der größten Komiker und Comedians der deutschen Fernsehgeschichte erzählen - zum Teil zum ersten Mal in einer Fernsehsendung - ihre bewegenden, anrührenden und amüsanten Erinnerungen. Mit dabei sind die Töchter und Söhne u.a. von Heinz Erhardt, Harald Juhnke, Dieter Hallervorden, Karl Dall, Diether Krebs, Beatrice Richter, Hans-Joachim Preil, Fips Asmussen. Dazu werden die schönsten und unvergessenen TVMomente deutschen Humors in einer bunten Mischung aus dem Schaffen der großen Komiker dieses Landes präsentiert.
22:15
Iris Berben erinnert in dieser Dokumentation an Diether Krebs (1947 - 2000), ihren kongenialen Partner aus der Comedyserie "Sketchup". Mit seinen Sketchshows hat Diether Krebs Fernsehgeschichte geschrieben. "Sketchup" gilt bis heute als Meilenstein deutscher Fernsehunterhaltung, "Voll daneben" und "Der Dicke und der Belgier" begeisterten ebenfalls ein Millionenpublikum. Als unverwechselbarer Schauspieler hat Diether Krebs Serien wie "SOKO 5113" geprägt, Ende der 1970er-Jahre war er sogar mal "Tatort"-Kommissar, wenn auch nur für eine Folge. Die Comedy "Ein Herz und eine Seele" ist ohne Diether Krebs als Schwiegersohn von "Ekel" Alfred (Heinz Schubert) undenkbar. Und als Martin im Pullover mit Rentiermuster schaffte Diether Krebs es bis an die Spitze der deutschen Charts. Sein Satz "Ich bin der Martin, ne" ist legendär. Er sei einer der größten Sketchspieler von internationaler Klasse, sagte Rudi Carrell über Diether Krebs, beide traten über viele Jahre gemeinsam in "Rudis Tagesshow" auf. Dieser Film zeigt die wichtigsten Stationen im künstlerischen Schaffen von Diether Krebs, gibt aber auch sehr private und bewegende Einblicke in sein Leben jenseits des Scheinwerferlichts, ein Leben, in dem er es sich nicht immer einfach machte und in dem er immer wieder auch mit persönlichen Krisen zu kämpfen hatte. Viele Weggefährten, Kolleginnen und Kollegen wie Bernd Herzsprung, Dominique Horwitz oder Beatrice Richter, aber auch viele prominente Fans, zum Beispiel Ralf Schmitz, erinnern sich in dieser Sendung an Diether Krebs. Zu Wort kommt nach 30 Jahren auch erstmals seine Gesangspartnerin als Martin, Gundula Ulbrich. Und Lotti Krekel erinnert sich an die Beziehung ihrer Schwester Hildegard mit Diether Krebs Anfang der 1970er-Jahre. Die beiden Söhne von Diether Krebs, Moritz, Filmproduzent und Regisseur, und Till, Manager in der Luftfahrtbranche, erzählen, wie Diether Krebs als Vater war und geben sehr emotionale Einblicke in die gemeinsame Zeit mit ihrem Vater. Zu sehen sind selbstverständlich auch alle großen und legendären Sketchklassiker von und mit Diether Krebs.
23:55
Roland Kaiser, Jahrgang 1952, ist einer der erfolgreichsten Schlagersänger in Deutschland, eine Ikone der Unterhaltungsmusik. Er hat bis heute über 90 Millionen Platten verkauft, viele erreichten Gold- und Platinstatus. Vor allem aber begeistert er bis heute als Livesänger sein Publikum. Seine am Dresdner Elbufer stattfindende "Kaisermania" zieht Schlagerfans aller Generationen aus ganz Deutschland an und ist längst ein Riesenevent geworden. Damit ist er wirklich "der Kaiser" seines Genres. Und einer, der den Osten eroberte, als die Mauer noch stand. Es ist der 21. Dezember 1973, als Roland Kaiser das erste Mal in seinem Leben in einem Tonstudio ein Lied einsingt: "In The Ghetto" von Elvis Presley. Mit einer unverwechselbaren Baritonstimme und eigener Interpretation. Thomas Meisel, Chef der Hansa Studios, ist sofort klar: Das ist die absolute Schlagerstimme! Was folgt, ist ein Vertrag bei Hansa und der kometenhafte Aufstieg eines jungen Mannes aus einfachen Verhältnissen. Mit bürgerlichem Namen Ronald Keiler im Berliner Arbeiterbezirk Wedding am 10. Mai 1952 geboren, gibt ihn seine leibliche Mutter nach der Geburt ab. Er wächst liebevoll und in fehlendem Wohlstand bei einer Pflegemutter auf, erlebt den Mauerbau, die geteilte Stadt, wird erst Autoverkäufer und dann Superstar. Aus Ronald Keiler wird Roland Kaiser, der mit Liedern wie "Dich zu lieben", "Manchmal möchte ich schon mit Dir" und "Ich glaub es geht schon wieder los" die Herzen der Fans im Sturm erobert. Allein sein erster großer Hit "Santa Maria" verkauft sich 1,2 Millionen Mal. Unverkennbar seine eindeutig zweideutigen Texte. In ihnen sucht der Schlager den Schulterschluss mit strotzender Sinnlichkeit. Bei den Konzerten heute tanzen und singen junge Menschen, die noch gar nicht geboren waren, als seine ersten Lieder auf den Markt kamen. Die "Kaisermania", vor allem an den Elbwiesen in Dresden, ist von einem Event zu einem Phänomen geworden.