19:30
* Bergedorf: Mietabzocke mit Flüchtlingsfamilie * Elbphilharmonie: Die New York Philharmoniker spielen Gustav Mahler * Diskussion um Hamburgs Nahverkehrskarte ist Instagram-Renner * Öjendorf: Eröffnung Erweiterungsfläche für muslimische Bestattungen * Ein Abend über die Wut - vom Theaterkollektiv "Meine Damen und Herren" * Hamburg morgen: Wickeltische auch für Väter - mit Papamap
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Aktuelles Magazin für Wirtschaft und Verbraucher
21:00
Essen als Medizin - in der Fortsetzung dieses einzigartigen Fernsehformats wird Menschen geholfen, die an ihren massiven Gesundheitsproblemen fast verzweifeln. Die "Docs" Silja Schäfer, Viola Andresen, Matthias Riedl und Jörn Klasen, alle erfahrene Medizinerinnen und Mediziner, wollen mit gezielten Ernährungsstrategien Symptome deutlich verbessern und Krankheiten sogar heilen. In dieser neuen Folge kommt eine Frau an Bord, deren ganzer Körper schmerzt. Inga F. hat Fibromyalgie, chronische Fasermuskelschmerzen, die bei ihr auch für Schlafstörungen, Müdigkeit und Erschöpfung sorgen. Außerdem leidet sie seit mehr als 30 Jahren an Migräne. Eine stationäre Schmerztherapie hat geholfen, aber noch nicht den Durchbruch gebracht. Ernährungsmediziner Jörn Klasen rät Inga F. zum Scheinfasten, sieben Tage nur 700 Kalorien aus pflanzlichen, kohlenhydratarmen Lebensmitteln: "So erhalten Sie genügend Nährstoffe, wichtig für Ihre Migräne, doch Ihr Körper kommt trotzdem in den Selbstreinigungsmodus." Und auch anschließend gilt: anders essen! Denn die 52-Jährige macht vieles falsch, das zeigt ihr Ernährungsprotokoll: nur vier warme Mahlzeiten an fünf Tagen, zwischendurch unendlich viele Snacks, sehr viel Süßes. Zukünftig braucht Inga eine Struktur. Auf dem neuen Speiseplan stehen antientzündliche, selbst gekochte Gerichte. Damit sie auch Lust hat, am Herd zu stehen, schickt der Doc sie und ihren Mann zu einem Kochkurs. Kann sie die Schmerzen durch die andere Ernährung endlich in den Griff bekommen? Dennis H. hat schon geschafft, wovon viele stark übergewichtige Menschen träumen: Vor sechs Jahren hat er 60 Kilo abgenommen! Doch nach dem überraschenden Tod seiner Mutter achtet er nicht mehr auf seine Ernährung und vernachlässigt den Sport, er nimmt wieder zu und wird die Kilos auch nicht mehr los. Dazu wird vor einem Jahr bei ihm ein Reflux diagnostiziert. Das Aufsteigen der Magensäure ist für ihn besonders gefährlich. "Ihre Mutter ist ja an Speiseröhrenkrebs gestorben und da gibt es, wie beim Reflux, eine gewisse genetische Komponente", warnt Silja Schäfer. Und auch sein Gewicht ist längst wieder ein Risikofaktor, denn der 42-Jährige ist inzwischen wieder 28 Kilo schwerer. Dabei hat Dennis H. die letzten 14 Monate lang extrem wenig gegessen, viele Proteinshakes getrunken. Geholfen hat es nicht. "Das ist eine Art Hungerdiät, ihr Körper braucht eine gewisse Kalorienanzahl, damit lebenswichtige Funktionen aufrechterhalten werden", erklärt die Allgemeinmedizinerin. Da er nur noch auf Eiweiß gesetzt hat, fehlen ihm Vitamine, Mineralien, Spurenelemente. Zunächst verordnet Silja Schäfer auch einen Shake, aber einen medizinischen mit vielen wichtigen Zutaten. Dazu soll der Schleswig-Holsteiner mittags und abends Gemüse in möglichst vielen Farben essen. Den medizinischen Shake soll er nach zwei Wochen durch einen selbst gemachten Vitalstoffshake ersetzen, zum Beispiel aus Bohnen und Beeren. Und außerdem zwei Mahlzeiten essen nach dem Clean-Eating-Prinzip mit möglichst naturbelassenen, unverarbeiteten und frischen Lebensmitteln. Eine gewaltige Umstellung für Dennis H., wird er diese schaffen?
21:45
Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info
22:00
Jahrzehntelang lagen sie unbeachtet in einem Schrank: VHS-Filme, die jetzt erstmals öffentlich zu sehen sind und seltene Einblicke in eine vergangene Zeit geben: Ein norddeutsches Viertel in den 1980er-Jahren: Beton, Hochhäuser, kaum Platz zum Spielen. Mittendrin Kinder, die dicht gedrängt vor einer verschlossenen Tür warten. Die Gesichter gegen die Scheibe gepresst, aufgeregte Rufe. Dann öffnet sich die Tür und es gibt kein Halten mehr. In Scharen stürmen sie los - hinein ins Bürgerzentrum. Seit 1981 ist das BÜZ, wie das Bürgerzentrum kurz genannt wird, ein beliebter Treffpunkt im Norden der Stadt Achim bei Bremen. Für Generationen von Kindern aus zugewanderten Familien ist die Einrichtung wie ein zweites Zuhause. Mitten im Magdeburger Viertel, einem Stadtteil, der lange von außen als Brennpunkt wahrgenommen wurde. Hier fanden viele Teilhabe und Raum, sich zu entfalten. Beim Ententanz auf Faschingspartys, bei hitzigen Kicker-Turnieren oder bei Mädchenabenden, an denen hinter zugezogenen Vorhängen ausgelassen zu den Backstreet Boys getanzt wurde. Dirk Ysker leitete fast 40 Jahre lang das Bürgerzentrum. Gemeinsam mit seinem Team unterstützte er Hunderte Familien aus unterschiedlichen Herkunftsländern, die in Achim ein neues Leben begannen: von den damals sogenannten "Gastarbeitern" der ersten Generation über kurdische Geflüchtete bis zu den Menschen, die 2015 nach Deutschland kamen. Heute, im Ruhestand, öffnet der Sozialarbeiter erstmals sein Archiv. Auf zahlreichen Dias, Fotos und Videos lassen sich die Lebenswege ganzer Familien erahnen, Geschichten mit Brüchen, Hoffnungen und Wendungen. Was ist aus den Kindern von damals geworden? Und was lässt sich aus ihren Geschichten heute lernen - auch über Deutschland als Einwanderungsland? Nach Jahren trifft Dirk Ysker die Menschen, die er lange begleitet hat, wieder und blickt gemeinsam mit ihnen auf die prägenden Jahre zurück. So wird aus der Geschichte eines Bürgerzentrums eine Langzeitbeobachtung über mehr als vier Jahrzehnte deutscher Migrationsgeschichte, erzählt aus der Perspektive der Kinder von damals.
22:45
Als Sanitäter im Ukraine-Krieg: das erschütternde Buch von Alexander Gertz Fast täglich sieht man die Bilder des Ukraine-Kriegs im Fernsehen , aus der Sicherheit des hiesigen Alltags heraus. Alexander Gertz hat sich entschieden, dorthin zu gehen, wo diese Bilder entstehen. Weil seine Mutter aus der Ukraine stammt, ist ihm das Land besonders nah. 2023 schließt er sich als Sanitäter der ukrainischen Armee an und erlebt im Donbass, was Krieg jenseits der Nachrichtenbilder bedeutet. Zwischen Verletzten, zerstörten Orten und der ständigen Bedrohung durch Drohnen versucht er, Leben zu retten, oft unter kaum vorstellbaren Bedingungen. In "Im Schatten der Drohnen" berichtet Gertz von seinen Erlebnissen an der Front, von Extremsituationen und der Frage, wie man unter solchen Umständen Mensch bleibt. Sein Buch macht erfahrbar, was es heißt, dem Krieg nicht nur zuzusehen, sondern ihm schutzlos ausgeliefert zu sein. Wolf Biermann wird 90: Tagebücher und Dokumentarfilm zum Geburtstag Lyriker, Liedermacher, Freigeist und Freiheitskämpfer, all das ist Wolf Biermann, der am 15. November 2026 seinen 90. Geburtstag feiert. Seit vielen Jahren lebt er in Hamburg, aber der Umzug aus Ostberlin in den Westen war nicht freiwillig: Vor 50 Jahren, am 16. November 1976, setzte die DDR-Staatsführung den radikal poetischen Systemkritiker vor die Tür. Nach einem heute legendären Konzert in Köln durfte er nicht zurückkehren nach Ostberlin. Auf Biermanns Ausbürgerung folgte ein intellektueller Aderlass, der mit den Repressalien gegen weitere Kulturschaffende der DDR einherging. Anlässlich seines 90. Geburtstags sind Auszüge aus Biermanns Tagebüchern erschienen: "Ihr löscht das Feuer mit Benzin", herausgegeben von dem Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk. Außerdem kommt am 29. Oktober 2026 der Dokumentarfilm "Biermann" von Jens Maurer ins Kino, eine Koproduktion mit dem NDR. "Nur wer sich ändert, bleibt sich treu", meint Wolf Biermann, und plädiert weiter dafür, "im Streit mit der Welt nicht den Schwanz einzuziehen". "No Angels - Das sind WIR!" Neue Doku in der ARD Mediathek Ein Jahr lang begleitet eine neue dreiteilige ARD Doku Nadja Benaissa, Lucy Diakovska, Sandy Mölling und Jessica Wahls auf dem Weg zum 25-jährigen Bandjubiläum der No Angels. Was als TV-Experiment beginnt, wird im Jahr 2000 zu einer beispiellosen Erfolgsgeschichte: Nadja, Lucy, Sandy, Jess und Vanessa werden durch die Castingshow "Popstars" zu Idolen. Millionen verkaufte Tonträger, Nummer-eins-Hits, ausverkaufte Konzerte. Der Aufstieg ist überwältigend - und hat seinen Preis. Wie haben die jungen Sängerinnen den plötzlichen Ruhm erlebt? Welche Entscheidungen würden sie heute anders treffen? Und welche Erfahrungen und Verletzungen wirken bis heute nach? Zwischen Proben, Erinnerungen und sehr persönlichen Gesprächen blicken die heutigen Bandmitglieder in "No Angels - Das sind WIR!" (seit 14.10. in der ARD Mediathek) auf 25 bewegte Jahre und ihre besondere Freundschaft zurück,auf gemeinsame Höhen und Tiefen, den Umgang mit Druck, mentalen Krisen und ihre Suche nach Selbstbestimmung. Verbotene Liebe: der Spielfilm "Free at Heart" von Max Hegewald Was passiert, wenn sich zwei Teenager ineinander verlieben, die nicht wissen, dass sie Brüder sind? Und wo verläuft in einem solchen Fall die Grenze zwischen Inzesttabu und Homophobie? Über dieses heikle Thema hat der Regisseur Max Hegewald einen eindrücklichen Spielfilm gedreht: "Free at Heart". Der Film erzählt die Geschichte des 16-jährigen Sebastian, der in einem kleinen Ort in Niedersachsen lebt. Völlig unerwartet kommt der gleichaltrige Kolja in seine Familie, denn dessen Mutter ist gestorben und Sebastians Eltern nehmen ihn bei sich auf. Die beiden Teenager freunden sich anfangs nur langsam an, doch dann verlieben sie sich ineinander. Was sie nicht wissen: Sie sind Brüder, und bald ist die Familie Anfeindungen ausgesetzt. "Free at Heart" (Kinostart: 29. Oktober 2026) ist ein mutiger und gleichzeitig feinfühlig erzählter Film, der schon Preise bei Festivals in Oslo und Mexico gewonnen hat. "NDR Kultur - Das Journal" spricht mit Max Hegewald und den beiden Hauptdarstellern. NDR Kultur PopUp! Konzerte: Gisbert zu Knyphausen in der Stadtbücherei in Nortorf Ein Abend zwischen Buchregalen und Gitarrenklängen: Das NDR PopUp! Konzert mit Singer-Songwriter Gisbert zu Knyphausen findet in der Stadtbücherei Nortorf statt. Die Stadtbücherei verwandelt sich dabei in einen außergewöhnlichen Konzertraum, in dem das Publikum dem Künstler ganz nah sein kann. Gisbert zu Knyphausen gehört seit seinem selbst betitelten Debütalbum 2008 zu den prägenden Stimmen der deutschsprachigen Singer-Songwriter-Szene. Mit poetischen, oft nachdenklichen und zugleich zugänglichen Texten und seiner unverwechselbaren Stimme verbindet er Folk, Indie und Liedermacher-Tradition. Das Album "Hurra! Hurra! So nicht." festigte 2010 seinen Ruf als feinsinniger Beobachter, der Melancholie und Leichtigkeit mühelos vereint. "NDR Kultur - das Journal" ist bei seinem Konzert in der Stadtbücherei Nortorf dabei.
23:15
Zu Beginn der großen Ferien fährt die 15-jährige Fanny mit ihren Eltern ins Sommerhaus der Familie nahe der Küste. Das Trio ist ein eingespieltes Team. Es wird gelesen, geschwommen, spazieren gegangen. Alles scheint wie immer, und doch sieht und spürt man, dass es sich hier um einen Sommer des Abschieds handelt. Unter den lichten Bildern liegt eine unausgesprochene Trauer: die Mutter ist todkrank. Das warme Sonnenlicht spendet Trost. Freunde schauen vorbei. Ein Picknick wird veranstaltet, abends trifft man sich vor dem Fernseher. Die gemeinsame Zeit ist kostbar. Fanny will den Sommer dennoch genießen. Sie geht in einen Club, trifft sich mit ihrer Mädchenclique, ihr Freund besucht sie für ein paar Tage. Ihre beiden Körper nähern sich an und geben einander Rückhalt.