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TV Programm für NDR Hamburg am 27.04.2026

Jetzt

NDR Story 22:00

NDR Story: Die Lüge vom sozialen Aufstieg?

Reportage

Wer schafft es in Deutschland tatsächlich von unten nach oben? Und was braucht es dafür? Harte Arbeit oder schlicht das richtige Maß an Glück? NDR Reporter Manuel Biallas kennt den deutschen Aufstiegstraum von beiden Seiten und begibt sich für diese "NDR Story" auf eine ungewöhnliche Spurensuche: Er wagt den Blick vom Gipfel und trifft Menschen, die den sozialen Aufstieg geschafft haben - und trotzdem nachdenklich bleiben. Eine Bundesministerin aus Duisburg, ein Unternehmer, der früher Teller gewaschen hat, ein Fliesenleger, der zum Minister wurde und in einigen Aufsichtsräten saß. Was kann man von den Menschen in diesem Land lernen, die sich mühsam von unten nach oben kämpfen mussten? Die Reihe der Interviewpartner*innen ist überraschend, weil sie nicht oft über ihre Herkunft öffentlich gesprochen haben. Bärbel Bas (SPD), Bundesministerin für Arbeit und Soziales, spricht von Armutserfahrungen aus der Kindheit. CDU-Politiker Philipp Amthor erinnert sich noch gut an zu teure Klassenfahrten in der Jugend. Walter Riester (SPD), von 1998 bis 2002 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, hat es einst vom Fliesenleger bis an die Spitze Deutschlands geschafft. Außerdem trifft Reporter Biallas Unternehmer und Menschen, die sich für mehr Chancengleichheit einsetzen. Denn um diese ist es nicht gut bestellt in einer der reichsten Industrienationen der Welt. Während einzelne Aufstiegsgeschichten Hoffnung geben, zeigen Studien ein anderes Bild: Die soziale Mobilität in Deutschland nimmt seit Jahren ab. Für viele Menschen entscheidet die Herkunft stärker über Bildungs- und Lebenschancen als früher. Ist der Traum vom sozialen Aufstieg also nur noch ein Mythos? Oder gibt es ihn noch - den Weg nach oben? Die Dokumentation zeigt persönliche Erfolgsgeschichten in einer unbequemen Realität.

Danach

NDR Kultur - Das Journal 22:45

NDR Kultur - Das Journal

Magazin

* Arrogante Stadt, abgehängtes Land? Das Buch "Die Unterschätzten" Stadt gegen Land? Oft begegnen sich beide Seiten mit hartnäckigen Vorurteilen. Und viele Menschen auf dem Land fühlen sich dabei bevormundet oder übergangen. Im Buch "Die Unterschätzten" greift Andreas Möller, in Rostock geboren, genau diesen Konflikt auf. Im Mittelpunkt steht unter anderem ein Landwirt aus Mecklenburg Vorpommern. Möller zeigt, wie Entscheidungen zu Landwirtschaft oder Energie oft in Städten getroffen werden, während ihre Folgen auf dem Land getragen werden. In seinem Buch widerspricht Möller der Vorstellung vom "abgehängten" ländlichen Raum und macht deutlich, dass gerade dort entscheidende Zukunftsfragen verhandelt werden - von Ernährung bis zum Klimaschutz. "NDR Kultur- Das Journal" trifft Andreas Möller auf einem Bauernhof in Mecklenburg-Vorpommern und stellt sein Buch vor. * Auf ins Alter! Bühnenstück mit Oldenburger Seniorinnen Älter werden alle, unvermeidlich. Aber wie geht man damit um? Das ist Thema in einem neuen Stück am theater hof/19 in Oldenburg. Eine Frau, Ende 40, macht sich so ihre Gedanken ums Älterwerden und begegnet "Expertinnen des Alters": acht Frauen, die schon mittendrin sind. Das Stück von Maike Jebens und Melina von Gagern entstand zusammen mit acht Oldenburger Seniorinnen, die nun selbst auf der Bühne stehen. "Auf ins Alter! Vom Loslassen und Weitergehen" fragt: Was kann die Gemeinschaft von den Älteren lernen? Wie stärken sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Und wie geht gutes Altern? * Frankreichs "Piano King": Sofiane Pamart in Hamburg Sofiane Pamart füllt in Frankreich Stadien, ist mit 600 Millionen Abrufen einer der meistgestreamten Pianisten der Welt. Er ist klassisch ausgebildet, arbeitet aber immer wieder mit Rappern zusammen und bricht Genregrenzen auf. "Piano King" heißt er auf Instagram und schafft es, mit "Neoklassik" auch ein junges Publikum anzuziehen. Gerade ist der Klavierstar auf Konzertreise in Deutschland und hat ein neues Album veröffentlicht: "MOVIE". * "Mirrorball": Ausstellung von Anys Reimann in Bremen Anys Reimann ist vor allem bekannt für ihre Darstellung schwarzer Frauen - selbstbewusst, vielschichtig, ohne Kompromisse. Oft als großformatige Collagen. So stapeln sich in ihrem Atelier Boxen mit ausgeschnittenen Armen, Beinen, Silhouetten, Mündern, Lederfetzen. Jetzt bekommt die Düsseldorferin ihre erste große Museumsausstellung: in der Weserburg in Bremen. Dort zu sehen sind eben diese riesigen Collage-Gemälde, Lederskulpturen, Spiegelobjekte. Und etwas ganz Besonderes: ein begehbarer schwarzer Garten mitten im Museum mit Pflanzen, die alle schwarze Blüten und Blätter haben; dazu ein eigens komponierter Duft bestehend aus Patchouli. Reimann arbeitet bewusst mit Gerüchen, weil sie Erinnerungen wecken. "NDR Kultur - das Journal" hat sie beim Aufbau der Ausstellung in der Bremer Weserburg getroffen. * Kurdisch, feministisch, tanzbar: die Sängerin Hêja Netirk (Duo: Loma Reqs) Die kurdische Sängerin Hêja Netirk hat sich schon früh in der Türkei für kurdische Kultur und Selbstbestimmung starkgemacht - und dafür einen hohen Preis gezahlt: Sie wurde verfolgt und saß im Gefängnis. Nach ihrer Flucht lebt sie heute in Hamburg. In ihrer Musik verbindet sie traditionelle kurdische Folklore mit modernen, oft feministischen Inhalten und schafft so einen ganz eigenen, kraftvollen Sound. Zusammen mit dem kolumbianischen Musiker Rico Danta hat sie das Projekt Loma Reqs gegründet. Ihr neues Album "Qemirî" mischt kurdische Klänge mit lateinamerikanischen Einflüssen und klingt gleichzeitig roh und tanzbar. Die Texte richten sich gegen das Patriarchat, gegen Frauen- und Fremdenfeindlichkeit. Am 30. April treten Loma Reqs in Hamburg auf.

Mr. Collins' zweiter Frühling 23:15

Mr. Collins' zweiter Frühling

Tragikomödie

In den 1970er-Jahren war Rockmusiker Danny Collins ein Megastar und Hitgarant. Über 40 Jahre später wird er von einer verpassten Chance wieder eingeholt: Denn nachdem er von seinem Manager einen Brief erhält, den John Lennon ihm 1971 persönlich geschrieben hat, beginnt er seinen bisherigen Rock ´n´ Roll-Lifestyle zu überdenken. Dabei knüpft er nicht nur erstmals Kontakte zu seinem entfremdeten Sohn und dessen Frau, sondern auch zu einer charmanten Hotelmanagerin, die eigentlich so gar nicht dem Beuteschema des alternden Stars entspricht und ihm entsprechend skeptisch gegenübertritt.