18:45
Die Berlinerin Anna Fischer mischt seit Jahren die deutsche TV- und Kinolandschaft gehörig auf und räumte damit auch bei den Auszeichnungen ganz ordentlich ab: Als beste Nachwuchsschauspielerin bekam sie bereits mit Anfang 20 den renommierten Max-Ophüls-Preis, holte dann in derselben Kategorie eine Goldene Kamera, erhielt den Grimme-Preis. In eine bestimmte Schublade ließ sie sich bei ihren Rollen nie stecken, neben der Schauspielerei trat sie auch als Songschreiberin und Leadsängerin der schnodderigen Indie-Rockband Panda auf die Bühne. Ihre Konstanten der vergangenen Jahre sind zwei beliebte Krimireihen im Ersten: In "Die Bestatterin" spielt sie die Hauptfigur. Als kluge Dorfpolizistin Mette Vogt hat sie in "Harter Brocken" eine tragende Rolle. Ausschnitte aus der Jubiläumsfolge wird Anna Fischer aufs Rote Sofa mitbringen.
19:30
* Marinekonferenz auf der SMM * Wie geht es weiter mit Karstadt-Harburg? * Nachbericht vom Sport-Bild-Award * Collien Fernandes im Kinopolis * Die ??? Ausstellung im Altonaer Museum * Live-Schalte ins HSV-Stadion zum Spiel Borussia Dortmund gegen HECB
20:00
Die Nachrichten der ARD
20:15
Grauer Star: Wenn die Augenlinse trübt. Was Patienten wissen müssen Fast jeder bekommt irgendwann die Augenerkrankung grauer Star. Die Operation ist Routine, doch plötzlich stehen Patienten vor einer Flut von Entscheidungen. Welche Kunstlinse ist die richtige? Die Krankenkasse zahlt den bewährten Standard, für brillenfreies Sehen mit Multifokal-Linsen werden Zusatzkosten fällig. Aber Achtung: Diese Linsen mit verschiedenen Schärfebereichen sind nicht für jeden geeignet, bei bestimmten Vorerkrankungen können sie die Sehfähigkeit sogar verschlechtern. Besonders flexibel sollen neue sogenannte Add-On Linsen sein. Sie werden zusätzlich zur Standardlinse eingebracht können leichter korrigiert werden. Doch Langzeiterfahrungen gibt es noch keine. Und dann locken manche Augenpraxen noch mit teuren Laser-OPs, für die es schlicht keine Belege gibt, dass sie besser sind. Welche Methode ist also für wen gut geeignet?
21:15
Das Politik-Magazin geht Missständen nach und dokumentiert die Folgen - hintergründig, engagiert und pointiert.
21:45
Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info
22:00
Die Jurastudentin Annalena Höpken (Annika Gräslund) wird morgens in der Nähe eines Nachtclubs tot aufgefunden. Sie wurde offenbar eine Treppe hinuntergestoßen und starb an einem Genickbruch. Zuvor hatte sie nach ersten Recherchen massive Auseinandersetzungen in ihrer Wohngemeinschaft (Shirin Eissa, Mitja Over, Joyce Sanhá, Michael Schweisser). Außerdem gerät der Obdachlose Emil Klaßen (Robin Bongarts), der Kommissarin Selb attackiert und das Handy der Toten bei sich trägt, in den Kreis der Verdächtigen. Es stellt sich heraus, dass Annalena Höpken unter immensem Leistungsdruck litt, den sie mit Aufputschmitteln zu kompensieren versuchte. Für die Ermittlungen ergeben sich eine Reihe von Fragen: Warum kam es zu diversen Auseinandersetzungen innerhalb der Wohngemeinschaft? Wieso ahnte die Mutter Gabriele Höpken (Catrin Striebeck) nicht, wie sehr ihre Tochter unter Druck stand? Ihre Schwester Betty Höpken (Mathilda Smidt) scheint ebenfalls Geheimnisse vor der Mutter zu haben. Und was hat Bettys Freund und Nachtclub-Betreiber Mike Hanisch (Niklas Marian Müller) mit alldem zu tun?
23:30
USA: Leben wie auf dem Mars Autorin: Sarah Schmidt Mitten in der Wüste von Utah steht eine Weltraumstation. Seit mehr als 20 Jahren üben Studierende hier das Leben und vor allem das Forschen auf dem Mars. Im engen Wohnbereich mit acht Metern Durchmesser müssen sie leben, kochen, schlafen und auch forschen. Ihren Wohnbereich verlassen die Astronauten-Studierenden nur im Raumanzug. Wenn sie Forschungstrips auf dem Roten Planeten simulieren, sind sie in einem Mondfahrzeug unterwegs. Die Mars Society betreibt diese Übungsstation. Auf ihr sollen Interessierte ausprobieren, wie das Leben auf dem Mars und der Alltag auf einer Marsstation aussehen könnte. Lange Zeit wurden die Marsforscher für ihr Engagement nicht ernst genommen. Seitdem Elon Musk seine Pläne zur Besiedelung des erdähnlichen Planeten ernsthaft angeht, wird das Interesse an der Marsbasis wieder größer. River Riehle studiert in Florida Weltraumtechnik und lebt für eine Woche auf der Station. Er will unbedingt ins Weltall als Astronaut. Deshalb ist er hier: "Astronaut zu werden, ist ein sehr hoch gestecktes Ziel. Es gibt nicht viele erste Schritte, das auszuprobieren für die breite Öffentlichkeit. Für uns ist es aufregend, dass das möglich ist und dass wir diese Erfahrungen machen konnten." Eine Woche abgeschlossen von der Umwelt wie auf dem Mars zu leben, das sei eine einzigartige und sehr wertvolle Erfahrung. Korrespondentin Sarah Schmidt begleitet das Team in seinem Alltag zwischen Mars, Utah und dem Traum vom Weltall. Südafrika: Kapstadts Kampf ums Wasser Autorin: Vivica Jungels Kapstadt stand 2018 kurz vor dem sogenannten Day Zero, dem Tag, an dem kein Wasser mehr aus den Leitungen gekommen wäre. Die Katastrophe konnte damals knapp verhindert werden. Doch Dürre, Starkregen und das schnelle Wachstum der Stadt setzen die Wasserversorgung weiter unter Druck. Bis 2040 will Kapstadt deshalb zu einer "wassersensitiven" Stadt werden mit Meerwasserentsalzung, Grundwasser, Abwasseraufbereitung und naturbasierten Lösungen. Zoleka Havi macht eine Ausbildung zur Flusswächterin, entfernt invasive Pflanzen aus Wasserläufen und hofft auf ein besseres Leben. Reginald Pillay arbeitet an einem bepflanzten Rückhaltebecken, das Regenwasser speichern und neues Grundwasser bilden soll. Beide zeigen, wie Klimaanpassung dort beginnt, wo die Wasserkrise am härtesten zu spüren ist. Doch ob Kapstadts Plan aufgeht, hängt nicht nur von Technik und Natur ab, sondern auch von Geduld, Vertrauen und den Menschen vor Ort. Japan: Mafia-Lady packt aus Autor: Ulrich Mendgen Mako Nishimura war die einzige bekannte Frau bei der Yakuza, der japanischen Mafia. In einer Welt, die von Männern dominiert wird, verkaufte sie jahrelang Drogen und vermittelte Frauen in die Prostitution. 2012 stieg sie aus und setzt sich heute für andere Yakuza-Aussteiger ein. Als Frau in der japanischen Mafia nutzte sie u.a. Tätowierungen als sichtbares Zeichen, um sich Respekt und Anerkennung in der brutalen Männerwelt zu verschaffen. Als ihr Yakuza-Chef von ihr verlangte, sich selbst zu bestrafen, schnitt sie sich einen Finger ab. Sie hatte Drogen für den eigenen Konsum abgezweigt. Während sie ihre Position im organisierten Verbrechen festigte, vernachlässigte sie ihre Rolle als Mutter ihrer Söhne. Japan-Korrespondent Ulrich Mendgen begleitet die Mafia-Aussteigerin in der Provinz Gifu, wo ehemalige Bandenmitglieder durch öffentliches Müllsammeln um gesellschaftliche Vergebung bitten.