17:10
Wie die Siamangs mit Honig gelockt werden. Warum Seehunde eine Zahnbürste brauchen. Was Löwen von einem Nanduei mit Hering halten.
18:00
Das Hamburg Journal ist das Stadtmagazin für die Hansestadt und berichtet in seiner Frühausgabe schon um 18 Uhr in Kurzform das Neueste vom Tag. Mehr Nachrichten aus HH ab NDR Text Seite 170 und im Internet: www.ndr.de/hh
18:15
Drei engagierte Tier-Expertinnen in Schleswig-Holstein und ihre mobile Arbeit: Hufschmiedin Ines Mumm meistert mit viel Geduld und Kraft die Barhufpflege auf der Insel Amrum mitten in der Nordsee. Marlene Spera sorgt mit ihrem Hightech-Pflegestand für die Klauenpflege schwerer Milchkühe, während Sabine Westphal mit ihrer mobilen Kleintierpraxis Hunde und Katzen im Kreis Plön versorgt. "Die Nordreportage" gibt Einblicke in den oft herausfordernden Alltag mit großen und kleinen Tieren, technischen Geräten und viel Herz für das Wohl der Vierbeiner. "Spätestens nach 15 Pferden bin ich fix und fertig!", sagt Ines Mumm über ihre schwere Arbeit als mobile Hufschmiedin. Beim Arbeitsbesuch auf der Insel Amrum macht ein stämmiges Reitpferd es ihr an diesem Tag besonders schwer: Let`s dance Oak tritt aus, hat gar keine Lust auf die nötige Barhufpflege durch die zierliche Tierwohl-Expertin. Die vierbeinigen Schützlinge von Klauenpflegerin Marlene Spera sind nochmal deutlich schwerer, die Arbeit an den Hufen der Rinder wäre ohne den transportablen Pflegestand gar nicht möglich. Auf einem Anhänger zieht sie ihr hochmodernes, 1.200 Kilogramm schweres Hightech-Arbeitsgerät über Land. Aber Nummer 407 will gerade nicht zur "Fußpflege", Marlenes lauter Winkelschleifer wirkt furchteinflössend. Die Milchkuh muss erst von der Besitzerin mit Haferschrot gelockt werden. Marlene ist besonders vorsichtig, erst kürzlich hat eine Kuh ihr mal wieder schmerzhaft die Hand gequetscht. Sabine Westphal fährt mit Ihrer rollenden Kleintierpraxis im Kreis Plön über die Dörfer, versorgt vor allem Hunde und Katzen, die im Wartezimmer stationärer Praxen zu gestresst sind von den vielen anderen Tieren. Sabines umgebauter Bus hat schon mehr als 360.000 Kilometer auf dem Tacho und muss bald zum TÜV. Trotzdem hat sie gerade nochmal in eine neue Röntgenanlage investiert, schließlich ist ihre mobile Praxis die Existenzgrundlage für ihre Selbstständigkeit. Die drei mobilen Tierwohl-Expertinnen versorgen mit viel Herzblut Pferde, Kühe, Hunde, Katzen und andere Schützlinge: mit der rollenden Hufschmiede, dem Klauenpflege-Mobil und der Kleintierpraxis auf vier Rädern touren Ines, Marlene und Sabine zu ihrer vierbeinigen Kundschaft. Nicht immer ungefährlich, mit bloßen Händen den Huf eines athletischen 600-Kilo-Reitpferds zu bändigen, mit der Spritze einem ausgewachsenen Hunderüden zu Leibe zu rücken oder die Klauen einer 700 Kilo schweren Milchkuh mit dem rotierenden Winkelschleifer sicher zu behandeln; auch Rückenschmerzen und Prellungen gehören für die "Frauen auf Achse" zum Alltag.
18:45
Wenn Jan Vogler aufs Rote Sofa kommt, dann liegt sein bemerkenswerter Auftritt mit dem London Philharmonic Orchestra kaum 24 Stunden zurück. Der Cellist Vogler gibt dieses Konzert im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele, deren Intendant er ist. Dort - bei der Staatskapelle Dresden - begann Vogler als Zwanzigjähriger seine Karriere Mitte der 1980er-Jahre, blieb eine gute Dekade, wurde dann Solist und hat sich mittlerweile an die Weltspitze gespielt. Mit Jan Vogler werden wir über sein Leben zwischen Weltbühne und Kulturmanagement sprechen sowie über seine Vision für die klassische Musik von heute. Denn sein neuestes Projekt "Götterdämmerung" verbindet imposante Musik mit neuen Perspektiven. Wir sind gespannt!
19:30
Bereits seit dem Jahr 1985 informieren die Moderatoren über das Neueste aus der Hansestadt. Dabei werden sowohl politische und sportliche als auch kulturelle Themen berücksichtigt.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Glitzerndes Licht auf türkisblauem Wasser, sonnenverwöhnte Olivenhaine und historische Küstenorte - für Touristen ist Kroatien ein mediterraner Sehnsuchtsort. Aber die Region ist viel mehr. Der Film über Kroatiens wilde Küste öffnet den Blick in ein kaum bekanntes Naturparadies entlang von mehr als 6000 Kilometern Küstenlinie und über 1000 Inseln, eine Landschaft zwischen Felsen, Meer und Gebirge, geprägt von enormer biologischer Vielfalt. Im Zentrum des Naturfilms steht eine der letzten Kolonien von Gänsegeiern, die an senkrechten Klippen direkt über dem Meer brüten. Rund 100 Paare trotzen dort manchmal orkanartigen Winden. Den Filmemachern Christine Sonvilla und Marc Graf gelang es, die majestätischen Tiere über Wochen aus versteckten Kamera-Standorten zu beobachten - ein logistisches Mammutprojekt, das zu einzigartigen Aufnahmen führte. Im Landesinneren offenbart Kroatien weitere Überraschungen: Braunbären und Luchse streifen wieder durch das mächtige Velebit-Gebirge. Und auf der Insel Hvar bilden 2400 Jahre alte griechische Felder eine Kulturlandschaft, die sich bis heute behauptet. Der Film widmet sich auch unscheinbaren Helden: etwa dem Amphibischen Schleimfisch, ein Grenzgänger zwischen Wasser und Land. Oder den Zikaden, deren ohrenbetäubender Gesang die Sommermonate prägt - und die doch kaum jemand je zu Gesicht bekommt. Die Dokumentation führt in die geheimnisvollen Unterwasserlandschaften der Adria. Hier haben sich tropisch anmutende Lebensgemeinschaften entwickelt, darunter auch invasive Arten wie der giftige Feuerwurm oder der aggressive Rotfeuerfisch. Sie fühlen sich wohl bei steigenden Wassertemperaturen in diesem Meeresarm. Dieser Film über die wilde Küste Kroatiens ist eine Liebeserklärung an ein weniger bekanntes Stück Europa, das sich im Rhythmus von Wind, Wellen und Sonnenlicht ständig wandelt. In atemberaubenden Bildern erzählen Christine Sonvilla und Marc Graf von einer Küste, die mehr ist als ein Ferienziel.
21:00
Conny und Michael Baumeister aus Willich am Niederrhein sind Camping-Anfänger. Aber jetzt wollen sie mit ihrem neuen Miniwohnwagen gleich auf eine große Tour gehen und mit ihren beiden Söhnen Oskar und Anton bis nach Paris fahren. Die Campingreise der Familie startet südlich der Bretagne in der Schiffsbaustadt Saint-Nazaire an der Loire-Mündung. Hier gibt es nicht nur endlose Strände, sondern auch den ehemaligen U-Boot-Bunker der deutschen Kriegsmarine, und den wollen die Jungs der Familie unbedingt sehen. Die Camper-Tour geht weiter in die südwestfranzösische Stadt Saint-Émilion. Der Ort und die umliegenden Weinbaugebiete wurden vor über 20 Jahren von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Anschließend geht es zu einer der berühmtesten Städte Frankreichs, nach Bordeaux. Die Tour im Mini-Camper hat viele positive, aber auch ein paar negative Seiten, vor allem wenn das Wetter mal nicht mitspielt. Aber die Familie hat sich fürs Campen entschieden, weil sie im Urlaub flexibel und spontan sein will, also meistern sie auch ungeplante Hindernisse. Ein Ziel auf ihrer Reise ist für alle Vier ein Highlight: die höchste Wanderdüne Europas, die 'Dune du Pilat', an der Atlantikküste. Auch bei der Wahl der Campingplätze setzt die Familie während ihrer Reise auf Vielfalt: mal ist es einfacher Stellplatz, mal landen sie auf einem urigen Bauernhof und am Ende ihrer Reise auf einem Stadtplatz nahe Paris. Möglichst viele Highlights will das Paar seinen Söhnen zeigen: Eiffelturm, Champs-Elysées und Notre-Dame.
21:45
Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info
22:00
Gellert streitet vor Gericht für die Ärztin Milena Holzkamp. Sie hat ihren Doktor in Medizin gemacht und will in ihrer Promotionsurkunde gendergerecht bezeichnet werden. Der akademische Titel Dr. med., der ihr verliehen wird, steht für die männliche Form "doctor medicinae", was Holzkamp als Diskriminierung empfindet. Sie verlangt, als "doctora" tituliert zu werden, was wiederum die Hochschule mit dem Hinweis ablehnt, dieses Wort komme in der lateinischen Sprache überhaupt nicht vor. Gellert macht im Verhandlungssaal auf seine Art deutlich, dass der Fall keine Lappalie ist, als er den Richter mit "Frau Vorsitzende" anspricht. Parallel dazu vertritt Isa eine alte Bekannte ihrer Mutter, Waltraut Wolf, deren Mann sich das Leben genommen hat, weil er sich verspekuliert und seine Firma in den Ruin geführt hat. So zumindest behauptet es sein ehemaliger Kompagnon Robert Berger und bietet an, die entsprechenden Akten vorzulegen. Charlie und Marion aber bringen in einer illegalen Aktion die tatsächlich relevanten Dokumente in ihren Besitz, die beweisen, was wirklich geschehen ist. Isa ist über diese Aktion entsetzt und feuert Charlie und ihre Mutter. Gellerts voller Einsatz ist nicht nur im Verhandlungssaal, sondern auch in einer Familienangelegenheit gefordert. Der Krebs seines Vaters ist zurückgekehrt.
22:50
Hier dreht sich alles um das Thema Medien. Wer sind die Macher, wie wird journalistische Arbeit beeinflusst, wie wird Werbung platziert? Im Jahr 2007 erhielt die Sendung den Deutschen Kritikerpreis.
23:15
80 Jahre nach dem Holocaust gibt es immer weniger Zeitzeugen. Wie kann die Erinnerung an die Shoah überleben? Welche Rolle spielt TikTok? Sprechen wir in Zukunft mit virtuellen Zeitzeugen? Gidon Lev ist Holocaust-Überlebender. Lange konnte der 89-Jährige nicht über seine Kindheit in Theresienstadt sprechen. Heute kämpft er gegen das Vergessen. Mit seiner Lebensgefährtin Julie Grey dreht er Videos für TikTok, in denen er von seiner Vergangenheit erzählt, aber auch fröhlich tanzt, denn Gidon ist ein hoffnungsvoller Optimist. Jüdische Institutionen und Gedenkstätten in Deutschland haben sich mit TikTok Germany zusammengetan, um junge Zielgruppen zu erreichen. In Workshops werden Creator geschult. Eine von ihnen ist Marie Zachger. Die Studentin dreht Kurzvideos über das KZ Neuengamme und die tragischen Geschichten dahinter. Auf junge Menschen, die die Erinnerung weitertragen, setzt auch das Mémorial de la Shoah in Paris. Noch kann die Auschwitz-Überlebende Esther Sénot Schülern selbst ihre Geschichte erzählen. In Zukunft werden das Erinnerungs-Botschafter übernehmen. In Potsdam-Babelsberg wird daran gearbeitet, dass es auch in Zukunft noch Zeitzeugen geben wird: virtuelle! Die Firma Volucap filmt Holocaust-Überlebende mit Rundum-Kameras und erstellt dreidimensionale Avatare von ihnen. Die 94-jährige Ruth Winkelmann ist eine von ihnen. In Frankfurt können Schulklassen virtuelle Zeitzeugen sogar interaktiv befragen. Welche Chancen und Risiken bieten digitale Erinnerung und Künstliche Intelligenz? "Twist" spricht darüber mit Deborah Schnabel von der Bildungsstätte Anne Frank. Sind damit auch Desinformation und Geschichtsverzerrung Tür und Tor geöffnet?
23:45
Enzo ist 22 Jahre alt und sogenannter Looksmaxxer. Er habe Hyaluron nicht nur in der Stirn, Botox nutze er und seine Wangen habe er mit Fett-Disolver behandelt. Im Interview spricht Enzo ausführlich über seine Erfahrungen mit Looksmaxxing. Das ist der Trend, das eigene Aussehen zu optimieren. Was für viele Frauen schon lange mit Schönheitsdruck verbunden ist, überträgt sich in der Szene der Looksmaxxer auch auf junge Männer. Vom Gym über gefährliche Selbstinjektionen im eigenen Gesicht bis hin zu OPs. Nur wer schön ist, hat Erfolg - so die Überzeugung dahinter. Hinter Looksmaxxing steht eine eigene radikale Ideologie. Viele der Plattformen und Foren, auf denen sich junge Männer über vermeintliche Tipps austauschen, sind voll von menschenfeindlichem, sexistischem, rassistischem und homophobem Gedankengut.