04:40
Viele Jahrzehnte lang wurden Hitler und Stalin lediglich als unerbittliche Feinde dargestellt. Nun lassen neue Erkenntnisse darauf schließen, dass zwischen ihnen eine Mischung aus Misstrauen und gegenseitiger Faszination herrschte. Diese Dokumentation zeigt anhand von unveröffentlichten Archiven die geheime Beziehung zwischen Hitler und Stalin, wie sie zueinander standen und welche Vorteile sie vor Juni 1941 aus dem deutsch-sowjetischen Pakt zogen.
05:30
Ukraine, April 1986: In Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl explodiert der Reaktor und setzt eine radioaktive Wolke frei, die fast ganz Europa überzieht. Bis heute ist Tschernobyl hochgradig radioaktiv verseucht. Ein Konstruktionsfehler im RBMK-Reaktor ist vor dem Unfall nur einer kleinen Gruppe von Experten bekannt, doch Akten des KGB belegen, dass Mitarbeiter des sowjetischen Geheimdienstes sich damals schon Sorgen über die Sicherheit des Atomkraftwerks machten.
06:10
Die Explosion im nuklearen Reaktor 4 des Atommeiler Tschernobyl im April 1986 löste eine katastrophale Kernschmelze aus. Diese wiederum setzte radioaktive Stoffe in die Atmosphäre frei. Eine tödliche, atomare Wolke zog nach Nordwesten. Geheimakten des KGB zeigen, dass die schweren Folgen dieser Wolke - wie eine erhöhte Anzahl an Leukämieerkrankungen - versteckt werden sollten. Dies geschah durch die gezielte Manipulation des Wetters und durch das Unterdrücken kritischer Berichte in den Medien.
07:05
Der Zoll am Flughafen Atlanta findet im Gepäck eines angeblichen Partyveranstalters fast zwei Kilo der Vergewaltigungsdroge GBL. Am San Francisco International Airport macht sich ein Besucher des Burning Man Festivals mit zahlreichen Pillen und verbotenen Tanzstöcken verdächtig. In Honolulu muss eine japanische Touristin mit Kontaktlinsen in drei Tönungen buchstäblich Farbe bekennen, und ein Spürhund entlarvt in einem Paket ein "Gleitgel" als Marihuana-Harz im Wert von über 10.000 Dollar.
08:00
In Honolulu gerät eine Frau ins Visier, die sich womöglich illegal in den USA niederlassen will. Noch brisanter: Ein herrenloser Koffer entpuppt sich als Drogendepot. Im Frachtterminal stoßen die Beamten auf eine perfide Schmuggelmethode - Meth, geschickt in Brettspielen versteckt. Auf dem Festland in Atlanta sorgt ein stark riechendes Stück Seife für Alarm. Und in Newark stellen die Beamten eine Familie, die Luxuswaren aus Dubai im Wert von Tausenden Dollar nicht deklariert hat.
08:50
An der Küste der taiwanesischen Insel Kinmen, wenige Kilometer von China entfernt, zeichnet sich ein Betonblock oberhalb der Klippen ab. Gebilde an einem nahegelegenen Strand weisen auf den Zweck des Gebäudes hin. Im Norden Schottlands ragen runde, fensterlose Türme aus der Eisenzeit in die Höhe. Ein verlassenes Dorf in der Schweiz birgt ein dunkles Geheimnis. Tief in den Bergen Alaskas finden sich Überreste einer bahnbrechenden Unternehmung der amerikanischen Vergangenheit.
09:45
In den Wäldern Kroatiens befindet sich ein ominöser Turm. Ein Gebäude am Rande des New Yorker Hafens wurde von der US-Regierung seit dem zweiten Weltkrieg bis in die 1960er Jahre für Transporte nach Europa eingesetzt. Im ländlichen Kolumbien liegen verborgen im Unterholz die Überreste einer Stadt. Eine prächtige Anlage am Ufer der Londoner Themse scheint nicht zur tristen Umgebung des Stadtviertels zu passen. Sie spielte eine wichtige Rolle für die Entwicklung der einst größten Stadt der Welt.
10:35
Auf der australischen Cockatoo-Insel befinden sich die Überreste eines einst berüchtigten Gefängnisses. Verborgen auf einer Insel im Golf von Mexico liegt eine rätselhafte Ruine, die zum Schutz gegen Piraterie errichtet wurde. Im bulgarischen Ljulin-Gebirge versteckt sich ein verlassener Gebäudekomplex: Die Bankja-Residenz wurde vom kommunistischen Parteichef Schiwkow in Auftrag gegeben. Im Norden Deutschlands ragen noch heute die Gemäuer einer einst streng geheimen U-Boot-Fertigungsanlage auf.
11:20
Im Wald in Schottland verbirgt sich ein verlassenes Bauwerk, welches einst als Ausbildungsstätte für katholische Priester diente. Westlich von Berlin liegt eine verlassene Siedlung: In Krampnitz wurden während des zweiten Weltkriegs Soldaten ausgebildet. Tief in der Atacama-Wüste befindet sich die Überreste der Stadt Chacabuco, welche Chiles industrielle Vergangenheit widerspiegeln. Eine Geisterstadt zwischen Rom und Neapel: Im Jahr 1943 wurde San Pietro von der deutschen Armee zerstört.
12:15
An der Südspitze von Bali liegt eine Ansammlung von mit Graffiti bedeckten Ruinen. In Belgien befinden sich die Überreste einer kreisrunden Festung aus Stahlbeton, die zur Verteidigung während des Ersten Weltkriegs diente. Das Greenbrier Ressort in den USA: Eine noble Einrichtung, die unterirdisch an eine geheimnisvolle Anlage angebunden ist. In Abu Dis, am Rande Jerusalems, erinnert die verlassene Ruine des Palästinensischen Parlaments an den verlorenen Frieden.
13:10
Nahe der US-Kleinstadt Bethlehem ragen zerfallene Türme auf: Der früher dort ansässige Industriegigant beschäftigte einst 30.000 Mitarbeitende. Die geheimnisumwobene Ruine einer Kirche in England ist umgeben von einem Friedhof mit verblüffenden Grabsteinen. In einem polnischen Dorf verbergen sich die Ruinen eines einst prunkvollen Schlosses, das als Krankenhaus und Sanatorium erbaut wurde. Unweit der Stadt Jerusalem befindet sich das Geisterdorf Lifta, welches im 20. Jahrhundert zerstört wurde.
14:00
Der spanische Luxuszug ist die längste Schmalspurbahn Westeuropas. Dabei beträgt die Gleisbreite mit nur einem Meter knapp zwei Drittel einer Normalspur. Auf der 1.000 Kilometer langen Strecke aus dem 19. Jahrhundert geht die Reise von San Feliz nach Bilbao, entlang der zerklüfteten Küste der Biskaya, durch die kantabrischen Berge bis zum Zielbahnhof Ferrol. Für die außergewöhnliche Fahrt mit dem Transcantabrico Clasico zahlen die Passagiere knapp 4.250 Euro.
14:55
Der im Jahr 2013 eingeführte Seven Stars ist einer der luxuriösesten Züge der Welt, mit Japans erstem Luxus-Schlafwagen. Die Reise an Bord dieses Zuges führt durch die Landschaft der Insel Kyushu, die für ihre atemberaubenden Vulkangipfel, beeindruckenden Verwerfungslinien, Strände und heißen Quellen bekannt ist. Die 30 buchbaren Reise-Plätze sind so exklusiv, dass die Fahrgäste an einer Lotterie teilnehmen müssen, um sie zu ergattern - teilweise Jahre im Voraus.
15:50
Etwa 200.000 Gläser werden in einem Werk im niederbayerischen Zwiesel täglich produziert. Einige davon erhalten ihre Form durch traditionelle Handwerkskunst - in der Manufaktur wird jedes Exemplar mundgeblasen und von den Glasmachern modelliert. Ebenfalls in Bayern, im oberfränkischen Steinbach am Wald, befindet sich einer der größten deutschen Hersteller für Behälterglas. Pro Tag werden hier rund 3,1 Millionen alltägliche Gefäße, wie Flaschen, gefertigt. Ihr wichtigster Rohstoff: Altglas.
16:45
Rund 200 Stunden Handarbeit stecken in diesem exklusiven Sportwagen: dem Aston Martin V8 Vantage. Jedes Modell ist ein Unikat. Insgesamt 1.700 Mitarbeiter sind an der Fertigung beim britischen Hersteller beteiligt. Mit 510 PS rast das aerodynamische Luxusauto über den Asphalt, angetrieben von einem V8-Biturbo-Motor. Dieser muss sich auch bei Rennen auf dem Nürburgring beweisen. Die Reportage begleitet die Produktion des V8 Vantage und zeigt ihn in Aktion auf der Rennstrecke.
17:35
Der erste Lamborghini war - ein Traktor. Bekannter ist die Autoschmiede jedoch für ihre sündhaft teuren Supersportwagen, die seit mehr als 55 Jahren im norditalienischen Sant'Agata Bolognese entstehen. Der Huracán EVO, benannt nach dem Sturm- und Feuergott der Mayas, ist der Extremsportler unter den Lamborghinis. Er beschleunigt in neun Sekunden auf Tempo 200 und erreicht maximal 325 km/h. Was seine Faszination ausmacht, bringt ein Techniker auf den Punkt: "Es reicht, den Motor zu starten."
18:25
An der US-mexikanischen Grenze ist Wachsamkeit Alltag. In dieser Folge kontrollieren Beamte einen Geschäftsmann aus Mexiko in einem fabrikneuen Wagen - schnell entsteht Verdacht. Auf der Juarez-Lincoln-Brücke schlägt ein Spürhund an, doch die Drogenmenge ist ungewöhnlich gering. Geht es um ein Ablenkungsmanöver eines Kartells? Und: Ein Passant erlebt einen Schreckmoment, als er mit einem bewaffneten Gesuchten verwechselt wird.
19:15
Die Grenze zwischen den USA und Mexiko ist die meistfrequentierte der Welt. Diese Serie begleitet die Arbeit der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde im Kampf gegen Terroristen, Drogen und illegale Waffen. In Hidalgo hofft eine junge Frau aus Kuba auf politisches Asyl. In Laredo machen drei Biologiestudenten mit ungewöhnlicher Fracht im Kofferraum Schlagzeilen. Und ein Neuling erzielt einen der größten Drogenerfolge in der Geschichte der Juarez-Lincoln-Brücke.
20:15
In russischen Hochsicherheitsgefängnissen sitzen etwa 2.000 Inhaftierte mit dem Urteil "lebenslänglich" ein - unter ihnen Terroristen, Mafiabosse und Serienmörder. Als erstes westeuropäisches Team wird den Reportern um Christoph Wanner Eintritt ins komplexe Innere einer solchen Strafanstalt gewährt. Sie sprechen mit Wärtern und Insassen. Wie sieht deren Leben hinter Gittern aus? Der russische Strafvollzug - ein Staat im Staate und mit westeuropäischen Standards noch immer nicht zu vergleichen.
21:10
Jedes Jahr beschafft die Bundeswehr für zig Milliarden Euro neue Ausrüstung. Doch bevor sie es zur Truppe schafft, muss sie beweisen, dass sie schlagkräftig und sicher ist. Verantwortlich dafür ist das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr - kurz BAAINBw. WELT TV ist dabei, wie Laser gegen Drohnen eingesetzt werden, per Beschuss die Stabilität von Panzerglas geprüft und mit virtueller Realität Häuserkampf geübt wird.
22:05
Die Schlagkraft einer Armee hängt entscheidend von den Waffen ab, die sich in ihrem Arsenal befinden. Das gilt auch für die Bundeswehr. Obwohl über ihre Einsatzbereitschaft viel diskutiert wird, verfügt die Bundeswehr über hochmoderne und effektive Waffensysteme. Einige dieser Systeme sind in den vergangenen Jahrzehnten bereits erfolgreich bei Auslandmissionen eingesetzt worden. Sie eignen sich im Kampf gegen kleinere Terrororganisationen oder zum Schutz von Feldlagern in Kriegsgebieten.
23:05
In den 70er Jahren überraschten deutsche Luftfahrtingenieure die Fachwelt mit einem Konzept zum kontrollierten Flug in der aerodynamischen Todeszone. Diese revolutionäre Entwicklung wurde im militärischen Experimentalflugzeug der US-Luftfahrtgeschichte, dem X-31, erstmals implementiert. Bis zum heutigen Tag war mit Deutschland das einzige Mal ein internationaler Partner an dieser legendären US-Forschungsreihe beteiligt.