04:25
In Sachsen-Anhalt kommt nicht so schnell Langeweile auf. Dies verdeutlichen die Beiträge aus den Rubriken "Wir für Sie", "Sportevent der Woche" oder auch die "Freizeitchecker".
04:55
Alles was die thüringer Bevölkerung interessiert, bewegt oder aufregt, gibt es hier zu sehen. Das Regionalmagazin ist zudem topaktuell und lässt auch Menschen vor Ort zu Wort kommen.
05:25
05:55
Sophie (Aglaia Szyszkowitz) und Barthl (Friedrich von Thun) müssen ausnahmsweise an einem Strang ziehen! Mit ihrer idyllischen Bergpension und seiner Ruhe ist es endgültig vorbei, wenn Barthls geschäftstüchtiger Bruder sein geheimes Vorhaben durchzieht, von dem die beiden durch Zufall erfahren: Ludwig (Christian Hoening) plant auf seinen Weiden neben dem Fuchsbichlerhof einen hochmodernen XXL-Campingplatz. Schon jetzt spüren die Pensionswirtin und ihr Stallgast die Vorwehen des Projekts. Um die Wasserversorgungen zu sichern, hat die Gemeinde bereits die unterirdische Quelle angezapft und bei Sophie kommt kein Tropfen mehr aus dem Hahn. Ausgerechnet jetzt checkt Hochpreiskundschaft im "Zimmer mit Stall" ein: In dem puristischen Ambiente möchte der berühmte Trainer Markus Zahm (Steffen Groth) ein zerstrittenes Familienunternehmen wieder auf Kurs bringen. Für Sophie und Barthl ist das moderne Teambuilding-Seminar eine gute Gelegenheit: Als Teilnehmende wollen sie sich für den gemeinsamen Kampf neu aufstellen. Nur miteinander können sie die letzte Chance nutzen, über den Gemeinderat den Bau des Campingplatzes zu verhindern. Unterdessen sind das Journalistenpaar Ingo (Max Herbrechter) und Gunda Ehrlich (Juliane Köhler) von der Campingzeitschrift "Camper & Freizeit" auf Einladung des siegessicheren Ludwig bereits dabei, einen großen Artikel über das künftige Familien-Outdoor-Paradies zu schreiben. Um das zu verhindern, müssen Sophie und Barthel über ihren Schatten springen.
07:25
Die Reihe porträtiert Menschen, die sich nach christlichem Leitbild für andere engagieren oder schon Außergewöhnliches durchlebt haben. Begleitet werden sie dabei bei ihrem ganz gewöhnlichen Alltag.
07:30
Jenny Rasche - seit 2007 lebt die 40-jährige Ostdeutsche aus dem Harz im rumänischen Sibiu. Mit der Kinderhilfe Siebenbürgen e.V. kümmert sie sich um Roma-Kinder, unterstützt die Ärmsten der Armen, sammelt Geld und Spenden und arbeitet mit nahezu übermenschlicher Kraft mehr als 10 Stunden täglich in einem Roma-Slum in der Nähe von Sibiu. 2021 wird sie dafür mit dem European Woman Award ausgezeichnet. Nach mittlerweile 15 Jahren hat sich dank Jenny der einstige Slum verwandelt: In festen Häusern mit Strom und Heizung wachsen junge Menschen heran, die das Heft des Handelns in die Hand nehmen - wie z.B. der 22-jährige Dani, der in der Gemeindeverwaltung arbeitet. "Das ist eine Sensation", sagt Jenny, "denn die Angestellten der Bürgermeisterei waren die, die Roma früher am meisten diskriminiert und ausgeschlossen haben!" Dank einer anhaltenden Spendenflut betreut Jenny mit 40 Mitarbeitern 400 Familien in 30 Slums und betreibt sechs Kinderhäuser in Sibiu. Hier leben Kinder, die unwürdigsten Zuständen entkommen sind - aus Kinderheimen, wo sie misshandelt und gequält wurden. Jenny wuppt mehr, als man sich vorstellen kann. Doch sie ist nicht mehr 20, sondern 40. Und sie hat zu Hause 15 eigene Kinder - 6 leibliche und 9 angenommene. Um die kümmern sich vor allem ihr Mann Phillip und Kaschka, die älteste Tochter. Der Film erzählt von Jenny Rasche, ihrer Arbeit und ihrer Familie - mit allen Tiefen, aber auch allen Höhen.
08:00
Drei Comedians. Drei Behinderungen. Drei Challenges. Und eine Frage, die so frech ist, dass man erst mal schluckt: Wer ist am beschissensten dran? In "Ein Blinder, ein Lahmer, ein Tauber - Die behinderte Comedy-Challenge" treten Timur Turga, Tan Caglar und Okan Seese gegeneinander an. Timur ist fast blind, Tan sitzt im Rollstuhl, Okan ist taub. Gemeinsam wollen sie herausfinden, wer im Alltag die härtesten Barrieren überwinden muss - und wer am Ende die "beschissenste" Behinderung hat. Was nach einer völlig unmöglichen Idee klingt, wird zu einem außergewöhnlichen ARD-Format: Inklusion wird nicht erklärt, sondern erlebt. Direkt, komisch, unangepasst und ohne Mitleids-Bonus. Die drei Comedians werfen sich in Situationen, in denen andere oft begründen würden, warum etwas nicht geht. Sie probieren es einfach aus - mit Witz und einer großen Portion Selbstironie. Die Challenges führen Timur, Tan und Okan mitten hinein in Arbeitswelten, Alltagssituationen und öffentliche Räume, in denen Barrieren nicht abstrakt sind, sondern ganz konkret: zu eng, zu unübersichtlich, zu matschig, zu schnell. Kein Kommentar erklärt aus dem Off. Die drei erzählen selbst, was passiert, was nervt, was weh tut - und worüber man trotzdem lachen kann. Timur Turga tauscht seinen Blindenstock gegen den Hochdruckreiniger und arbeitet einen Tag lang in einer professionellen Autoreinigung. Zwischen Lack, Felgen, Luxuskarossen und der Angst vor dem Blechschaden stellt sich die Frage: Wie präzise kann man arbeiten, wenn man kaum etwas sieht - und wie viel Vertrauen braucht ein Job, der auf Augenschein und Perfektion ausgelegt ist? Tan Caglar landet auf einem Bauernhof, auf dem Barrierefreiheit schnell zur Theorie wird. Er muss Rinder versorgen, Schafe füttern und sich mit Bienen anlegen - während sein Rollstuhl auf dem Feld an Grenzen kommt. Mit Humor, Sturheit und echten Steherqualitäten im Sitzen kämpft er sich durch den Tag. Wie kann hier Teilhabe gelingen? Okan Seese übernimmt den Service in einem vollbesetzten kubanischen Restaurant. Salsa-Musik, Sonderwünsche, Hektik, volle Tische: Kommunikation steht unter maximalem Druck. Wie nimmt man Bestellungen auf, wenn man nichts hört? Und was passiert, wenn ein Team lernen muss, anders miteinander zu sprechen?
08:30
Auch wer keinen "grünen Daumen" besitzt, darf ab sofort zu Hacke und Gießkanne greifen. Detaillierte Tipps zu Hecke, Beet und Co. verhelfen nicht nur Hobby-Gärtnern zur eigenen Grünoase.
08:55
09:20
In der zweiten Folge "Unbekannte Nordsee" wird die außergewöhnliche Jagdtaktik von Delfinen vor der Küste Schottlands gezeigt. Sie machen sich die starke Gezeitenströmung des Moray Firth zunutze und geben dieses Wissen an ihren Nachwuchs weiter. Ihre Beute sind große Lachse, doch sie werden immer seltener. Die Großen Tümmler haben sich an die Veränderung angepasst, aber das gelingt nicht allen. Die Raubmöwen auf Fair Isle jagen normalerweise anderen Seevögeln ihre Beute ab. Durch die Überfischung der Nordsee wird diese aber immer spärlicher. Um das Überleben ihrer Küken zu sichern, mussten sich die Raubmöwen umstellen. So gerieten die Papageitaucher in ihr Visier. Die Basstölpel auf Helgoland kämpfen mit anderen Problemen. Für den Nestbau verwenden sie immer öfter Überreste von Fischernetzen. Viele der Vögel strangulieren sich, die roten Felsen werden immer öfter zur Todesfalle. Es gibt aber auch positive Entwicklungen: Fischotter waren einst in ganz Großbritannien vom Aussterben bedroht, die Shetlandinseln waren einer ihrer letzten Zufluchtsorte. Mittlerweile erleben die agilen Wassermarder ein Comeback. Der Film folgt einem jungen Weibchen, das zum ersten Mal auf die Jagd geht: in den Wellen der Nordsee.
10:05
Lovis (Krista Kosonen) beschließt zu handeln: Die Frau des Hauptmanns bricht allein und ohne die Räuber auf, um Mattis (Christopher Wagelin) aus den Fängen der Kriegerin Smavis (Agnes Rase) zu befreien. Mit einer List verschafft sie sich Zugang zum Gefängnis im Dorf. Lovis möchte jetzt alles wieder in Ordnung bringen. Sie sucht Ronja auf, um mit ihr über die Rückkehr zu sprechen. Birk (Jack Bergenholtz Henriksson) befürchtet, seine "Schwester" könnte sich gegen ihn entscheiden.
10:45
Mattis (Christopher Wagelin) und seine Bande stecken in der Falle: Soldaten haben ihre Burg abgeriegelt! Nur wenn Mattis der Idee von Glatzen-Per (Johan Ulveson) folgt und sich mit Borka (Sverrir Gudnason) zusammentut, können sich die Räuber behaupten. Bevor die Banden gemeinsame Sache machen, müssen die Rivalen um die Anführerschaft kämpfen. Als die Kriegerin Smavis (Agnes Rase) die Burg angreifen lässt, erlebt Mattis eine Überraschung. Erst spät erkennt er die Gefahr für Ronja (Kerstin Linden).
11:35
Stars, Legenden, Emotionen
13:33
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
13:35
Geschichten aus dem Leipziger Zoo
14:00
Bereits die alten Römer haben es sich hier gut gehen lassen und das milde Klima das ganze Jahr über genossen. Später wurde die Gegend von Poeten und Schriftstellern, Künstlern und Prominenz aus aller Welt entdeckt. Noch immer haben viele "Schöne und Reiche" hier ihre stolze Villa am See. Axel Bulthaupt begibt sich in seiner Sendereihe "Sagenhaft" auf eine Reise rund um den Gardasee. Er erlebt eine Landschaft, mit magischen Bildern, wie sie noch nie zu sehen war. Ein Film mit spektakulären Aufnahmen aus der Luft. Er trifft Menschen, die das Land geprägt hat und solche, die das Land prägen. Einen Altphilologen und Goethefan, der noch heute gerne auf des Meisters Pfaden um den See pilgert, eine Reiseleiterin mit James-Bond-Erfahrung, einen Zitrusbaumzüchter, der mit seinen Pflanzen sowohl Italienisch als auch Deutsch spricht, einen Bootsbauer, der es sich zur Aufgabe gesetzt hat, die wohl schönsten Motorboote überhaupt, die hölzernen Riva-Boote, zu erhalten, einen Winzer, aus dessen Trauben nicht nur der berühmte Amarone gekeltert wird, sondern der auch über ein eigenes Weinmuseum mit Geruchsgalerie verfügt. Auf dem See lernt Axel Bulthaupt unter sachkundiger Anleitung die Tücken der verschiedenen Winde kennen. In Verona darf er den Julia-Sekretärinnen über die Schultern schauen. Das sind meist junge Damen aus der ganzen Welt, die hier für einige Zeit die Briefe an Julia in deren Namen beantworten. Meist sind das Liebesbriefe, fast immer mit viel Herzschmerz. Denn hier hat das wohl berühmteste Liebespaar der Welt seine Wurzeln: Romeo und Julia. Zum Schlemmen fährt Bulthaupt hinauf auf die Hochebene von Tignale, wo ihn hausgemachte Kastanientortellini, Bigoli mit Garda-Sardinen und ein phantastischer selbstgemachter Grappa erwarten. Der Gardasee, eine sagenhafte Gegend voller Überraschungen. Und ein Film voll toller Entdeckungen, mit einzigartigen Bildern und ganz besonderen Menschen.
15:30
Die humorvolle und fröhliche Prinzessin Polly hat es nicht leicht. Das Königreich ihrer Eltern befindet sich in einem Ausnahmezustand: Seit Pollys Bruder vor Jahren verschwand, herrscht Trauer. Der König erträgt kein Lachen, die Königin bemüht sich, ist aber zunehmend gefordert von der Situation am Hof. Und ausgerechnet Prinzessin Polly fällt das alles besonders schwer, denn sie liebt es, Witze zu machen und andere Menschen aufzumuntern. Am Hof ist es daher für alle gar nicht so leicht, Haltung zu wahren. Als Polly bei der Trauerfeier zum Gedenken an den Prinzen ihre beiden Zofen zum Lachen bringt, breitet sich dieses Lachen wie eine Lawine unter den Umstehenden aus. Der König kann dies nicht dulden - es kommt zum Streit, Polly geht. Zeitgleich überquert der Abenteurer Leif die Landesgrenze. Möglichst schnell will er durch das trauernde Land reiten, sieht dann allerdings den Widerstandskämpfer Hagen, der vor seinen Augen abgeführt wird und befreit ihn. Den Wachen des Königs können die beiden nur mithilfe einer magischen Alten entkommen: "Jeder muss seine Last auf den Rücken nehmen!" ist deren Maxime und auch Leif muss beginnen, Verantwortung zu übernehmen - zunächst indem er mit anpackt. Das Bündel Feuerholz muss er für sie nach Hause tragen. Als Gegenleistung bewahrt sie die beiden Flüchtenden mit ihrer Magie vor den Wachen des Königs. Leif, Hagen und die magische Alte gelangen an eine verzauberte Lichtung des Waldes - hier lebt sie, zusammen mit vielen Gänsen und ihrer "Tochter". Es ist Polly, die hier ebenfalls Unterschlupf finden konnte. Die magische Alte mit den schlohweißen Haaren fordert die jungen Menschen um sich heraus und öffnet ihnen neue Horizonte. Werden sie es schaffen, gemeinsam die Zukunft des Landes umzugestalten und es von der Last der Trauer zu befreien?
16:30
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
16:35
Eine große Hungersnot bedroht das Land. Schuld daran ist auch der gefürchtete Graf Ruben. Bevor die Menschen vor Hunger sterben, verwandeln sie sich in Vögel - ebenso die kleine Ida. Deshalb läuft ihre große Schwester Jola verzweifelt in den tiefen Wald, um für die Familie etwas Essbares zu finden. Dort trifft sie auf eine geheimnisvolle Waldfrau, die ihr eine Tonscherbe überreicht. Diese gehört zum legendären Topf, der einst süßen Brei kochte und alle satt machte, aber seit Langem verschwunden ist. Auf der Suche nach den fehlenden Scherben muss Jola abenteuerliche Prüfungen bestehen. Dabei lernt sie den charmanten, aber hochverschuldeten Veit kennen, der sich an ihre Fersen heftet. Was sie nicht weiß: Veit ist der Bruder des Grafen und soll ihr den Topf abjagen.
18:00
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
18:05
18:50
Die Wetterschau für Mitteldeutschland
18:52
Frau Elster saß zu lange in der Sonne und wird auch noch böse, als ihr Herr Fuchs nachweist, dass sie einen Sonnenstich hat.
19:00
Topaktuell und stets gut recherchiert gibt es hier das Neueste und Spannendste aus Sachsen zu sehen. Die Beiträge zeigen, wie vielseitig und lebhaft dieses Bundesland tatsächlich ist.
19:30
anschl.: das MDR-Wetter
19:50
Auch in Mitteldeutschland gibt es Bösewichte! Denen geht es allerdings schon seit 1992 per TV an den Kragen. Mithilfe der Zuschauer wurden seitdem schon einige Verbrecher dingfest gemacht.
20:15
Mit welchen Sommern verbinden wir die meisten Erinnerungen? Wie waren sie, die Ferien an die wir mit Sehnsucht zurückdenken? Die Urlaube in der Kindheit mit den Eltern und Geschwistern, bei Opa und Oma, im Ferienlager oder das erste Mal mit den besten Freunden zelten an der Ostsee - ganz allein, ohne Erwachsene. Auch in diesem Jahr erzählt Moderatorin und Kabarettistin Katrin Weber von spannenden Sommererlebnissen aus der Kindheit unserer Zuschauer. Mit viel Humor und reichlich eigenen Anekdoten werden Erinnerungen geweckt. Die weiten Strände der Ostsee, die imposante Natur im Elbsandsteingebirge oder die versteckten Badeseen in Brandenburg - diese Landschaften sind die Kulisse für die schönsten Sommer-Erinnerungen aus der Kindheit. Was man hier als junger Mensch im Ferienlager, mit der Familie auf dem Zeltplatz oder im FDGB-Ferienheim erlebte, ist bis heute unvergessen und voller Emotionen: die Freundschaften, die Gemeinschaft, die Naturerlebnisse, alles war groß und intensiv und das Gefühl grenzenloser Freiheit. Die Dokumentation begleitet in 90 Minuten unterschiedliche Menschen und bringt sie zurück an die Orte, an denen sie seit Jahrzehnten nicht mehr gewesen sind. Der Film erzählt von Vergangenheit und Gegenwart - von Erinnerung, Vergänglichkeit und Wiederentdeckung, vom Sommerurlaub damals und heute. Eine Zeitreise in die Vergangenheit, die durch private Filme und alte Fotos zu neuem Leben erweckt wird und von Katrin Weber als Moderatorin begleitet wird.
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:00
Die Mauer war Fundament und Bollwerk des Ministeriums für Staatssicherheit. Sie war für den Geheimdienst existenziell und ohne die Staatssicherheit wiederum nur hässlicher Beton. "Mielke und die Mauer" erzählt die Geschichte dieser symbiotischen Beziehung aus der Innenperspektive - aus der Sicht der MfS-Mitarbeiter und ihrer Führung - und gewährt Einblicke in die Mentalitäten und Motivationen der DDR-Geheimdienstler. Wie gingen sie mit dem wohl heikelsten Kapitel um, den Mauertoten und der Vertuschung und Verschleierung dieser Mordfälle? Mit welchen aufwendigen Maßnahmen machte die Stasi Jagd auf Tunnelgräber? Wie "filterte" sie den Einreiseverkehr an den Grenzübergängen zur Gewinnung von inoffiziellen Mitarbeitern? Überall hatten Mielkes Spezialisten und oft auch er persönlich die Hände im Spiel. Mielkes Macht wuchs durch die Perfektionierung des Grenzsystems. Flächendeckend gingen offizielle und inoffizielle Mitarbeiter des MfS jedem noch so kleinen Hinweis auf mögliche Fluchten nach. Die Einmauerung der Bevölkerung schuf für Mielke und die Stasi immer neue Aufgaben- und Betätigungsfelder - und neue Feindbilder: den "Republikflüchtling", den "Grenzverletzer", den westlichen "Fluchthelfer" und die "kriminellen Menschenhändler-Banden", später den "Ausreisewilligen". Für Stasichef Erich Mielke waren diese "Unverbesserlichen" gefährliche "Eiterbeulen", die es mit allen Mitteln und Möglichkeiten zu beobachten, "zurückzudrängen", "auszuschalten" und im Extremfall zu "vernichten" galt. Die Stasi machte sich bei der Sicherung des von der DDR-Propaganda bezeichneten "antifaschistischen Schutzwalls" unverzichtbar. Die Mauer wurde ihr Fundament, ihr Haupttätigkeitsfeld, ihr täglich Brot. Verdankte die DDR der Mauer ihre Fortexistenz und Mielkes Imperium seine Blütezeit, so gingen mit dem Fall der Mauer auf einen Schlag beide sang- und klanglos unter. Ironie der Geschichte - ein MfS-Offizier öffnete am 9. November 1989 den Schlagbaum an der Bornholmer Straße und mit ihm die Berliner Mauer.
22:45
Die Medizinstudentin Hedi aus der DDR und der BRD-Student Karl lieben sich in Zeiten des Kalten Krieges. Sie leben zwar beide in Deutschland, sind aber getrennt durch den Eisernen Vorhang. Damit sie zusammensein können, muss es einer der beiden auf die andere Seite schaffen. 1972 stellt Karl einen Einbürgerungsantrag in die DDR, dieser führt aber zu weitreichenden Verstrickungen mit der Staatssicherheit. In die Enge getrieben, gibt es keine andere Lösung mehr: Hedi muss aus der DDR fliehen. Für ihre halsbrecherische Aktion benötigen sie fremde Hilfe. Gitti, eine enge Freundin, die gerade erst volljährig geworden ist, erklärt sich bereit zu helfen, auch weil sie im Stillen ebenfalls große Gefühle für Karl hegt. Als Urlauber getarnt reisen sie nach Rumänien, um alle Akteure, gleich einem Schachspiel, in Position zu bringen. Es kommt zu fatalen Fehlern und unglücklichen Zufällen - mehrmals drohen sie aufzufliegen. Doch als Hedi per Flugzeug im Westen ankommt und Gitti aus dem rumänischen Polizeigewahrsam entlassen wird, steht eines fest: Die Flucht ist geglückt. Hedi und Karl beginnen ein neues Leben in der BRD.