15:05
Eines Morgens streckt sich Müllerlehrling Hans im Bett aus und merkt, dass es zu kurz geworden ist. Sieben Jahre sind vergangen, seit er von den Eltern in die Welt geschickt wurde, um seinen Weg zu machen. Hans bekommt Heimweh - und wie immer Schluckauf, wenn er an die Devise seiner Mutter denkt: "Nutze den Augenblick, dann hast du immer Glück!" Hans will nach Hause. Er verlässt die Mühle, den Müller und die geliebte Müllerstochter mit einem großen Goldklumpen - der Lohn für seine Arbeitsjahre. Doch der dicke Brocken macht ihm das Laufen schwer und lockt zwei Räuber an, die auf einen günstigen Augenblick warten, das Gold zu stehlen. Gerade als sie zuschlagen wollen, tauscht der müde Hans den Klumpen gegen das Pferd eines Reiters. Von seiner Last befreit, trottet Hans davon, während die Räuber die Fährte wechseln. Hans merkt bald, dass er einen schlechten Tausch gemacht hat: Der lahme Gaul lässt sich einfach nicht auf Trab bringen. Bis Hans wieder an Zuhause denkt. Der Schluckauf kommt und das Pferd geht ab. Es galoppiert mitten in eine Hochzeitsgesellschaft hinein. Der darauffolgende Tumult kommt einer jungen Gänsediebin sehr gelegen. Der Weg nach Hause ist lang und der naive Hans macht noch so manchen Tausch: Pferd gegen Kuh, Kuh gegen Ferkel, Ferkel gegen Gans und so weiter. Bis er schließlich fast sein Leben verliert und mit leeren Händen zu Hause ankommt. Oder hat Hans am Ende doch einfach nur Glück gehabt? Wenn "Hans im Glück" allen materiellen Reichtum verliert und am Ende nur seinen Schluckauf und die Liebe zur Müllerstochter nach Hause trägt, will jeder mit ihm tauschen. Oder etwa nicht?
16:15
Der König wundert sich jeden Morgen über die zertanzten Schuhe seiner Töchter, denn ihr Schlafgemach ist verschlossen und wird bewacht. Eines Tages kommt ein junger, in Unehren entlassener Soldat an den Hof des Königs und wird von ihm beauftragt, das Geheimnis der allnächtlich zertanzten Schuhe zu lüften. Dank eines Tarnumhangs kann der Soldat den Prinzessinnen nachts folgen und entdeckt einen Tanzsaal, in dem sich die Königstöchter heimlich mit sechs Prinzen treffen.
17:00
Der arme Hans zieht um die Welt, um Macht und Reichtum zu erlangen. Sein Weg führt ihn dabei zu einem abgelegenen Haus, in dem ein altes Mütterchen mit einer Gänsemagd wohnt. Die alte Frau hat magische Kräfte und erfüllt ihm seine maßlosen Wünsche. Doch Hans erleidet jedes Mal große Rückschläge. Nur einen Wunsch hat Hans noch offen. Er besinnt sich und möchte die aus dem Schloss verstoßene Prinzessin Marie finden, deren trauriger Lebensweg ihm nachts in seinen Träumen begegnet ist. Erst spät erkennt er, dass die Prinzessin niemand anderes ist als die Gänsemagd.
18:00
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
18:05
Seit 1994 berichtet das vom Mitteldeutschen Rundfunk produzierte Boulevardmagazin über Prominente, die neueste Mode aus Paris und der Welt oder aktuelle Geschehnisse in den europäischen Königshäusern.
18:50
Die Wetterschau für Mitteldeutschland
18:52
Der arme Bauer Jakub (Kito) wünscht sich Reichtum und trifft auf einen Drachen (Maja), der ihm unendlich viel Gold für Hirsebrei anbietet. Zunächst genießt Jakub das Gold, doch bald erkennt er, dass der Preis zu hoch ist. Er muss einen Weg finden, den Drachen loszuwerden.
19:00
Topaktuell und stets gut recherchiert gibt es hier das Neueste und Spannendste aus Sachsen zu sehen. Die Beiträge zeigen, wie vielseitig und lebhaft dieses Bundesland tatsächlich ist.
19:30
anschl.: das MDR-Wetter
19:50
Am 18. Februar 2011 wird die 66-jährige Rentnerin Gertrud L. im Badezimmer ihrer Wohnung in Berlin-Wedding gefunden. Sie ist tot. Vieles deutet auf einen Duschunfall hin. Auch die Obduktion ergibt keinen Hinweis auf ein Verbrechen. Deshalb wird die Leiche schließlich eingeäschert und beerdigt. Doch dann wird von ihrem Konto Geld abgehoben.
20:15
Axel Bulthaupt begibt sich in dieser Folge seiner Sendereihe "Sagenhaft" auf eine Reise entlang der Mosel. Er erlebt eine Landschaft, mit magischen Bildern, wie sie noch nie zu sehen war. Ein Film mit spektakulären Aufnahmen aus der Luft. Hier geht viel. Nur eines nicht: nüchtern bleiben bei der Beschreibung dieser Gegend. Und das liegt nicht allein daran, dass fast jeder Einwohner links und rechts der Mosel wenigstens einen kleinen Weinberg, einen Wingert, wie sie hier sagen hat, besitzt und einen köstlichen Tropfen produziert. Aber das allein macht die Mosel nicht so unwiderstehlich. Es heißt, dies sei eine der schönsten Landschaften Europas. Was macht diese Gegend aus? Warum strömen so viele Menschen hierher? Was macht die Mosel zur Traumregion? Als die Römer unter Cäsar in den gallischen Kriegen vor über 2.000 Jahren immer weiter vorrückten, besetzten sie auch die Moselregion und gliederten das eroberte Gebiet in die römische Provinz Gallia Belgica ein. Die Mosel, deren Name bis dahin keltisch "Mosea" war, latinisierten sie und machten daraus "Mosella". Axel Bulthaupt begibt sich in dieser Folge seiner Sendereihe "Sagenhaft" auf eine Reise entlang der Mosel. Er erlebt eine Landschaft, mit magischen Bildern, wie sie noch nie zu sehen war. Ein Film mit spektakulären Aufnahmen aus der Luft. Er trifft Menschen, die das Land geprägt hat und solche, die das Land prägen. Axel beginnt seine Reise dort, wo der Fluss die Menschen aus Luxemburg, Frankreich und Deutschland verbindet. Hier oben auf dem Hammelsberg ist Europa. Es riecht nach wilden Kräutern und schmeckt nach Ziegenkäse und Baguette. Schengen ist drüben auf der anderen Moselseite. Im Amphitheater in Trier, Weltkulturerbe übrigens, trifft er auf "echte" Gladiatoren und lässt sich in die Kunst der römischen Freizeitbeschäftigung einweisen. Das Trierer Amphitheater fasste 20.000 Menschen. Die Kulisse für die Kämpfe in der Arena muss überwältigend gewesen sein. Man war nicht zimperlich - man schrie, tobte, lachte, wenn die Tierhetzen veranstaltet wurden und im zweiten Durchgang die Gladiatoren über einen geheimen Aufzug in die Arena gelassen wurden. In Traben-Trarbach gibt es etwa fünf Kilometer unterirdische Keller und Wege, in denen Tausende Fässer lagerten, bevor man sie in alle Welt verschifft hat. Man kann Führungen durch diese alten Gewölbe machen - und im Winter gibt es den einzigen unterirdischen Weihnachtsmarkt. Und Axel Bulthaupt erlebt ein altes, inzwischen ausgestorbenes Handwerk - das der "Schröter". Das waren Kraftprotze, die die Zentner schweren Fässer aus den Weinkellern gehievt haben. Mit einer ganz speziellen Technik. Solange bis die Weinpumpe erfunden war und später der Wein nicht mehr in Fässern sondern Flaschen verkauft wurde. In Winningen hilft er zwei Winzerinnen bei der Weinlese, die sich zum Ziel gesetzt haben, den besten Riesling überhaupt herzustellen. Mit Norbert Klippel geht es hoch hinaus in die Lüfte - vom Wasser aus. Er fliegt eines von drei Wasserflugzeugen in Deutschland. Und er landet auf der Mosel. Axel lernt den Weinbergpfirsich kennen, der von China aus über Persien und die Römer an die Mosel kam. In Cochem geht es tief unter die Stadt. Noch heute sieht der Ort mit dem großen Geheimnis völlig harmlos aus. Das war immer so und sollte genau so sein, denn unter dem Hotel "Vintage", wie es heute heißt, befand sich die größte Schatzkammer der alten Bundesrepublik. Überirdisch standen mitten im Wohngebiet in Cochem zwei Häuser, die angeblich als Schulungs-und Erholungsheim der Deutschen Bundesbank dienten. Aber das war nur Tarnung. Denn unterirdisch auf 1500 qm wurden 15 Milliarden Mark aufbewahrt. Die Burg Eltz, Kobern-Gondorf und noch viele weitere spannende Orte mit einigen kulinarischen Köstlichkeiten liegen am Weg, bis die Mosel bei Koblenz in den Rhein fließt. Die Mosel ist ein sagenhafter Fluss, voller Überraschungen!
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:00
Es ist eine unglaubliche Geschichte im Rahmen der Wiedervereinigung Deutschlands, die bisher in den Medien nur selten eine Rolle spielte: Die Geschichte einer Sondereinheit, die kapitale Verbrechen aus der Zeit der DDR und der Wende ermitteln und aufklären sollte. 1992 beginnt die ZERV - die größte SoKo der Kriminalpolizei in der Geschichte der BRD - ihre Arbeit. Im Jahr 2000 endet sie. Zeit musste ins Land gehen, um von den acht Jahren des Bestehens dieser Sonderkommission erzählen zu können. Zu viele Fälle wurden damals verschwiegen oder unter den Teppich gekehrt, zu viele Geheimnisse galt und gilt es auch heute noch zu hüten. Helmut Kohl ernennt die Zentrale Ermittlungsstelle für Regierungs- und Vereinigungskriminalität - kurz: ZERV - Anfang der 1990er-Jahre zur Chefsache. Er will ein Zeichen setzen. Nicht noch einmal soll sich das wiederholen, was 1945 geschehen war: das Totschweigen von Verbrechen, das Nichtaufarbeiten. Die meisten Ermittler kommen aus den alten Bundesländern. Sie reisen nach Ostberlin und finden Bedingungen vor, mit denen sie nicht gerechnet hatten: Tausende Kartons mit Akten und Unterlagen, keine Computer, keine Drucker, keine Struktur, Trabis und Barkas als Dienstwagen. Zum Telefonieren gehen sie anfangs in Telefonzellen, aus Sorge, abgehört zu werden. Es dauert, bis sie endlich die Räume am Flughafen Tempelhof, Columbiadamm 4, beziehen können und sie nach und nach so ausgestattet sind, dass sie arbeiten können. Zwölf von ihnen stehen mit ihren Fällen und Erinnerungen im Mittelpunkt der Dokuserie von Regisseurin Heike Bittner und Co-Autor Tom Kühne. Die Ermittler zeigen die Welt des Waffenhandels auf, die Verurteilung von Unschuldigen, die Ermittlungen zu Auftragsmorden und zu Prostitution im Auftrag der Stasi. Sie erzählen auch davon, wie sie versucht haben, Doping öffentlich zu machen, berichten von Mauerschützen und dem Betrug im großen Stil bei der Auflösung der ehemaligen LPG, Korruptionsfällen im Zuge der Wende bis hin zur ewigen Jagd nach den Millionen und dem Gold der SED. Für viele der Ermittler war es "die beste und spannendste Zeit ihres Lebens", auch wenn sie oft an Grenzen stießen und die Umstände es manchem Täter ermöglichten, zu entkommen. Am Ende haben sie über 20.000 Fälle bearbeitet, einige Milliarden veruntreuter Gelder zurückgeholt und manchen Kriminellen vor Gericht gebracht. Für die Dokumentarserie stehen einmalige Dokumente zur Verfügung: die originalen Ermittlungsakten der Kriminalbeamten. Die Akten galten lange als verschwunden - und werden für diese Serie exklusiv und das erste Mal wieder geöffnet. Darin enthalten: jeder Schritt der Ermittlung von Anfang bis Ende. Ebenso die originalen Protokolle der Vernehmungen, die persönlichen Notizen, die Schlussfolgerungen, Zeichnungen, Fotos. Anhand der Akten lässt sich genau nachvollziehen, wie viel Arbeit die Ermittler in ihre Fälle legten. Das erste Mal seit 25 Jahren können die Beamten ihre Ermittlungen noch einmal nachlesen und tief eintauchen in die Zeit der Verbrecherjagd nach der Wende.