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TV Programm für MDR Sachsen am 31.03.2026

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Grzimeks Vermächtnis 22:10

Grzimeks Vermächtnis: Wie weit darf Naturschutz gehen?

Dokumentation

Bernhard Grzimek gilt in Deutschland als Ikone des Naturschutzes und Tierfilms. Schon früh setzte er sich gegen Robbenschlachten und Legebatterien ein und begeisterte Millionen mit seiner ARD-Fernsehsendung "Ein Platz für Tiere". Mit einem Zootier auf dem Arm bat er um Spenden für bedrohte Arten - und sammelte so Millionen für den Naturschutz. Mit seinem Film "Serengeti darf nicht sterben" holte er den ersten Oscar für Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Doch Grzimeks Vermächtnis hat auch Schattenseiten. Als 1959 die Grenzen des Serengeti-Nationalparks neu gezogen wurden, verloren Tausende der dort lebenden Massai ihre Heimat. Bis heute machen viele Massai Grzimek und sein Engagement für Naturschutz mit dafür verantwortlich. Grzimeks Vision: Die Menschen vor Ort sollten die Natur unberührt lassen - Touristen hingegen waren willkommen. Heute stehen erneut über 100.000 Massai vor der Umsiedelung. Biologen sehen die wachsende Bevölkerung am Rand des Serengeti-Nationalparks als Gefahr für die Tierwelt. Zugleich belasten etwa eine halbe Million Touristen pro Jahr das empfindliche Ökosystem. Der Serengeti-Nationalpark zeigt, dass Naturschutz kein einfaches Erfolgsmodell ist, sondern oft ein Konflikt zwischen den Interessen verschiedener Gruppen. Es geht um mehr als einen Nationalpark: Es geht um die Frage, wie Naturschutz und Menschenrechte zusammengehen können. Wie lässt sich eine gerechte Lösung finden, wenn auf der einen Seite die Bevölkerung im globalen Süden wächst und Naturflächen beansprucht, während auf der anderen Seite die Industrieländer überproportional viele Ressourcen verbrauchen? Die Weltgemeinschaft hat sich im Naturschutzabkommen von Montreal das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 mindestens 30 Prozent der globalen Land- und Meeresflächen unter Schutz zu stellen. Angesichts von Klimawandel, Artensterben und postkolonialer Aufarbeitung stellt sich mehr denn je die Frage: Wie weit darf Naturschutz gehen?

Danach

Das Zimmer der Wunder 22:55

Das Zimmer der Wunder

Drama

Das Leben der alleinerziehenden Lagerarbeiterin Thelma (Alexandra Lamy) verändert sich schlagartig, als ihr zwölfjähriger Sohn Louis (Hugo Questel) beim Skaten angefahren wird und ins Koma fällt. Die Ärzte machen ihr wenig Hoffnung. Dann findet Thelma ein Skizzenheft ihres Sohnes, der ein großer Verehrer eines japanischen Manga-Zeichners ist. Im Stil seines großen Idols hat Louis "10 Dinge, die man vor dem Ende der Welt tun sollte" gezeichnet. Zu diesen Punkten gehört, sich bei seiner Mitschülerin Amara (Clara Caneshe) zu entschuldigen. Zudem wolle er erfahren, wer sein Vater ist. Und er träume davon, sein Skateboard von eben jenem berühmten Manga-Zeichner signieren zu lassen. Diese Bucket-List will Thelma nun stellvertretend für Louis abarbeiten. Sie hofft, dass er, wenn sie ihm anschließend davon erzählt, aus dem Koma aufwacht. Thelma bricht quer durch die Welt zu einer unglaublichen Reise auf, die völlig unerwartet auch ihrem eigenen Leben einen neuen Sinn schenkt.