04:10
Kostbare Hinterlassenschaft Die Bedingungen für das Krakengelege im Becken hinter den Kulissen des Aquariums sind nicht optimal. Vor allem dann nicht, wenn tatsächlich etwas aus den rund 500.000 Eiern schlüpfen sollte. Kurator Ulrich Graßl hat deshalb einen Quallenkreisel organisiert - ausgeklügelte Technik, die die Meeresströmung simuliert und die Futteraufnahme der Larven unterstützt. Was bei der Quallenzucht funktioniert, soll nun auch bei den Kraken klappen. Die Aquarianer versuchen, beste Bedingungen zu schaffen - bei der Oktopuszucht gibt es in Zoos keinerlei Erfahrungen. Wenn sie gelänge, wäre das eine Sensation. Und es gibt Hoffnung - zahlreiche Eier haben sich rosa verfärbt. Ein gutes Zeichen? Raus - und wieder rein? Seit sechs Wochen leben die Löwenbrüder Mothsegetsi und Majo in Leipzig. Und noch längst ist nicht alles Routine. Schritt für Schritt versucht Jörg Gräser, sie an ihre neue Umgebung zu gewöhnen. Vor allem die Tagesabläufe sollen sich einspielen. Dazu gehört, dass die jungen Löwen am Morgen möglichst entspannt auf die Außenanlage spazieren und sie im Laufe des Tages überall erkunden. Neu ist, dass auch vom Besucherweg viele Eindrücke auf die Halbwüchsigen einströmen. Der Heimweg am Abend ist ebenfalls immer ein Vabanquespiel. Jörg braucht Geduld und einen Plan, damit seine Jungs wieder nach Hause kommen. Inspirierendes Klima? Jochen Menner, passionierter Vogelpfleger, muss sich bei seinen neuen Schützlingen etwas umstellen. Seit ein paar Tagen hat er ein Pärchen Sri-Lanka-Riesenhörnchen in seiner Obhut, das vom Elefantenhaus ins Neue Vogelhaus umgezogen ist. Die flauschigen Pfleglinge sind einmalig in einem europäischen Zoo. Umso spektakulärer wäre der Erfolg, wenn sie in Leipzig züchten würden. Im Vogelhaus herrscht für die beiden Baumbewohner ein ideales Klima. Und Jochen gibt alles, damit sich die wertvollen Hörnchen zwischen all seinen Vögeln heimisch fühlen.
04:35
Seit Jahrhunderten verändert und prägt die Friedrich-Schiller-Universität die Stadt Jena in Thüringen - mit ihren Studenten, Forschenden, innovativen Projekten und Gebäudekomplexen. Dazu läuft an der Universität seit sechs Jahren eines der größten interdisziplinären Forschungsprojekte Europas. Daran sind europaweit fast 20 Institutionen und Forschungseinrichtungen beteiligt. Die Wissenschaftler beschäftigen sich mit den Anfängen der Universität, ihrem Einfluss auf die Entwicklung Jenas und gleichzeitig mit der Wirksamkeit ihrer wissenschaftlichen Methoden. Im 16. Jahrhundert war Jena ein kleines Weinbauernstädtchen. Bis die Universität kam, mit Professoren, Studenten aus ganz Europa. Das Handwerk blühte auf und aus dem Städtchen wurde eine Stadt, deren Herzstück die Universität war und bis heute ist. Die Jenaer Universität ist auf dem Weg eine Exzellenz-Universität zu werden. Zwei Exzellenzcluster hat sie bereits: "Balance of the Microverse" will mikrobielle Gemeinschaften verstehen, hier geht es zum Beispiel um Antibiotikaresistenzen. Das andere Cluster, "Practices and Dynamics of Social Imagining", beschäftigt sich mit dem, was eine Gesellschaft im Innersten zusammenhält: gemeinsam geteilte Vorstellungen, Narrative, Weltbilder und Zukunftsentwürfe. Der Film gibt Einblick in diese Forschungsprojekte und zeigt, welchen Einfluss die Universität auf Jena hatte und hat, erzählt von der wahrscheinlich ältesten protestantischen Universität als "Hidden Champion" in der europäischen Universitätslandschaft.
05:05
05:35
Erheben Sie sich über den Alltag und blicken Sie auf das Dach Europas. Von den schroffen Massiven der Dolomiten bis zu den spiegelglatten Bergseen der Schweizer Alpen entfaltet sich eine Welt von zeitloser Erhabenheit. Beobachten Sie im Zeitraffer, wie das erste Licht des Tages die Gipfel entzündet und einsame Täler aus dem Schatten treten. Inmitten der Natur thronen architektonische Juwelen wie Schloss Neuschwanstein - ein Anblick wie aus einem Märchen. Erleben Sie die grenzenlose Freiheit der Berge.
05:55
Nora Kaminski (Tanja Wedhorn) wohnt mit ihrem Praxispartner Dr. Richard Freese (Stephan Kampwirth) wie in gemeinsamen Studientagen unter einem Dach. Eng wird es, als sich Noras inzwischen erwachsener Sohn Kai (Lukas Zumbrock) in der Ärzte-WG einquartiert. Der Jurastudent aus Berlin gibt vor, auf Rügen eine wichtige Hausarbeit fertigstellen zu wollen. Bisher steht allerdings nur der Titel auf dem Deckblatt. Irgendetwas stimmt da nicht. Nora hat aber wenig Zeit, den wahren Grund für Kais überraschenden Besuch herauszufinden, denn sie lernt die Butenschön-Brüder kennen - erst im Dienst, dann privat. Matthias Butenschön (Shenja Lacher) hat es Nora angetan: Er ist nicht nur ein attraktiver Mann, sondern auch ein Traumbruder für den motorisch eingeschränkten Robin (Max Dominik). Matthias tut alles, damit Robin in seinem Elternhaus leben kann. Dass er selbst dringend Hilfe braucht, möchte sich der stolze Kutterfischer in dritter Generation jedoch nicht eingestehen. Neuen Ärger in der Praxis bekommt Nora wegen einer verärgerten Mutter, Frau Wiek (Anja Haverland), von der sie im Internet angeschwärzt wird. Zum Glück kennt Kai ein paar Tricks, um die Anschuldigungen aus der Welt zu schaffen. Gemeinsam mit Sprechstundenassistentin Mandy (Morgane Ferru) lässt er sich etwas einfallen, um die Verleumdung zu stoppen. Hilflos dagegen ist Richard, als seine Freundin Joanna Krupka (Anja Antonowicz) ihn zum ersten Mal besucht. Obwohl er es so gerne möchte, will keine echte Romantik aufkommen.
07:25
Er hat die Bilder in der Kirche seines Heimatdorfes schon als Kind geliebt: Wenn die Predigt mal wieder etwas lang wurde, legte Hans Werther den Kopf in den Nacken und betrachtete das hundert Jahre alte Deckengemälde des Künstlers Karl Völker. Einst kümmerte sich Hans' Vater um die Kirche in Schmirma, jetzt macht er das - und zwar mit Freude. Die kunstvolle Kirche zieht Menschen an, mit denen Hans Werther gern ins Gespräch kommt. Und er hat noch etwas von seinem Vater übernommen - die Baumschule. Zwischen 70 000 Artikeln fühlt sich der 68-jährige "Baumschullehrer" sichtlich wohl und weiß, dass Büsche, Bäume und Stauden im weiten Umkreis den Menschen in Gärten und Grünanlagen Freude bringen. Inzwischen hat die vierte Generation den Betrieb übernommen, aber Hans Werther ist mit seinem grünen Daumen noch immer eine gefragte Hilfe.
07:30
Sie sind am 9.11.1989 geboren - in der DDR, am Tag, als die Mauer fällt. In Berlin geht alles drunter und drüber, doch ihre Mütter liegen im Kreißsaal und bekommen von Schabowskis Pressekonferenz und der folgenden Grenzöffnung erstmal gar nichts mit. Massen von DDR-Bürgern drängen ohne Kontrolle hinüber in den Westen und werden dort wie Helden empfangen, aber die frischgebackenen Eltern ahnen nicht einmal, wie sich ihr Leben ändern wird. Die "Novemberkinder" wachsen auf in einer Zeit, in der für ihre Eltern alles auf dem Kopf steht. Wie prägt sie diese Umbruchzeit? Warum gibt Anika aus Rostock ihre gut bezahlte Arbeit in Hamburg auf, sucht sich wieder einen Job in der Heimat, um mit ihrer Zwillingsschwester zusammenzukommen? Oder Marvin aus Ludwigslust, der sich für 12 Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet hatte: Warum bricht er nach 8 Jahren ab und sucht sein Glück als Barkeeper in Hamburg? Was bedeutet Freiheit? Aber was ist auch als Erbe der DDR-Zeit hängen geblieben? Drei "Novemberkinder" erzählen von einem Lebensweg voller Brüche und Kehrtwenden. Erzählen darüber, wo sie jetzt stehen, wo sie Halt und Orientierung gefunden haben, und was sie bis heute mit der DDR verbindet. Eine deutsch-deutsche Dokumentation, gut drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall.
08:00
Die Spitzensportlerin Annabelle Tschech-Löffler kommt aus Borna (Sachsen), ist 16 und gehört bereits zum deutschen Special-Olympics-Kader im Turnen. Als jüngste Medaillengewinnerin der World Games-Geräteturnen erlebt sie 2023 einen unglaublichen Medienhype. Im Alltag steht die Athletin mit Downsyndrom dann wieder am Rand. Ausgeschlossen sein - ein Gefühl, das auch Sebastian Stuart kennt. Der 27-jährige Autist ist Ruderer. In seinem Club Rapid Berlin e.V. ist er der erfolgreichste Athlet, gleichzeitig aber auch der einzige Ruderer mit Behinderung. Er hat lange gebraucht, um diesen Verein zu finden, in dem er sich wohl und unterstützt fühlt. Annabelle trainiert am Olympiastützpunkt in Chemnitz. Hier übt die Elite. Annabelle muss sich ihren Platz erkämpfen. "Zum Turnsport dazuzugehören, ist im Leistungsbereich nicht einfach. Es ist der Inbegriff von Ästhetik. Menschen wie Annabelle kriegen genau das nicht so gut hin und üben wahrscheinlich deswegen eher exklusiv", sagt Markus Tschech-Löffler, ihr Vater und Trainer. Im Frühjahr 2025 trat Annabelle mit Katarina Witt als Inklusionsbotschafterin des Deutschen Internationalen Turnfestes in Leipzig vor die Weltöffentlichkeit und forderte mehr Beachtung für Menschen wie sie. Wieder bekommt sie viel Presse, wieder ist es eher eine Eintagsfliege. Bei Sebastian ist es ähnlich. Hauptberuflich arbeitet er im Garten- und Landschaftsbau einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Die Arbeit macht ihm Spaß, aber inklusiv ist sie nicht. Doch Sebastian ist Meister im Netzwerken. Regelmäßig besucht er Veranstaltungen zu inklusiven Themen. Darüber hinaus ist Sebastian Gastreferent in einer Vorlesungsreihe der IU Internationalen Hochschule in Leipzig. Dort sensibilisiert er die Studierenden für Inklusion. Und Sebastian hat noch eine weitere Passion - als Sportreporter für die ARD. Für den rbb war er schon bei den Special Olympic World Games 2023 in Berlin und 2025 bei der Verleihung "Sportler des Jahres" unterwegs. Aktuell bereitet sich Sebastian nicht nur als Sportler auf die Special Olympics Nationalen Spiele im Saarland vor. Er möchte parallel von dort wieder als Reporter für die ARD berichten. In einem inklusiven Team, gleichberechtigt mit den Kollegen ohne Behinderung. Annabelle meint: "Ich bin nicht behindert, ich werde behindert." Sie und Trainervater Markus werden dem in diesem Jahr etwas entgegensetzen! Eigeninitiativ bauen sie die Idee "Inklusiv gewinnt" aus. Dafür konzipieren und organisieren sie einen Turnwettkampf, der Anfang Mai in Leipzig stattfindet. In Teams kämpfen sogenannte normale, körperlich und geistig beeinträchtigte Turnerinnen um die Medaillen. Ein Novum in Deutschland - mit internationaler Beteiligung! Schottland, Estland und die USA haben Athletinnen gemeldet. Die Vorbereitungen kosten viel Zeit und viel Geld. "Egal! Es geht darum, dass Vielfalt als Normalität anerkannt wird. Am Ende des Tages sind wir alle nur Menschen."
08:30
Auch wer keinen "grünen Daumen" besitzt, darf ab sofort zu Hacke und Gießkanne greifen. Detaillierte Tipps zu Hecke, Beet und Co. verhelfen nicht nur Hobby-Gärtnern zur eigenen Grünoase.
08:55
Mahlis ist ein kleines Dorf in der Döllnitz-Aue bei Wermsdorf in Sachsen. Seit dem Mauerfall hat sich auch hier einiges getan. Der Gutshof ist wiederbelebt, die ehemalige Oberschule renoviert, Vereine arbeiten Hand in Hand. Beim Herbstfeuer etwa, das in erster Linie die Kameraden der mitgliederstarken Freiwilligen Feuerwehr organisieren. Die 390 Einwohner stellen gemeinsam viel auf die Beine. Der alljährliche Suppen-Wettstreit ist ein Aushängeschild. Das Märchen-Theater lockt Publikum aus halb Nordsachsen in die Kirche. Keiner weiß, was gespielt wird. Bis zum Auftritt proben die Mitglieder vorrangig im Geheimen. Besonders engagierten Einwohnern verleiht der Heimatverein eine Auszeichnung. Der diesjährige Preisträger des sogenannten "Laubenthalers" wird während des Herbstfeuers überrascht. Hier im Dorf entwirft auch eine Designerin neue Puppen, ein schottischer Rockmusiker hat sich in das Dorf verliebt und ein Berufsfeuerwehrmann züchtet im Nebenerwerb Rinder.
09:20
Italien ist eines der attraktivsten und beliebtesten Reiseziele Europas. Und doch gibt es noch unentdeckte Ecken - vor allem abseits des Festlandes. Einige der schönsten und abwechslungsreichsten der über 200 Inseln des Landes zu erkunden, ist das Ziel dieser Serie. Ihr geologischer Ursprung, Flora und Fauna machen jede Insel zu einem Unikat. Die Vulkaninsel Pantelleria liegt zwischen Sizilien und Tunesien und wird wegen ihrer Schönheit auch die "schwarze Perle des Mittelmeers" genannt. Die "Inseln Italiens"-Folge stellt sie vor.
10:05
Wieder einmal wird Egon Olsen (Ove Sprogøe) aus dem Gefängnis entlassen. Doch diesmal kehrt der Gauner seinen trotteligen Kumpanen Benny (Morten Grunwald) und Kjeld (Poul Bundgaard) den Rücken. Höhere Aufgaben warten auf den Tresorspezialisten mit den sensiblen Händen. Egon soll im Auftrag eines multinationalen Konsortiums von Schiebern und Spekulanten den Privatsafe eines verstorbenen Schweizer Bankiers in Zürich öffnen. Ein lohnender Auftrag, denn in dem Tresor befinden sich die Bedford-Diamanten, die wertvollsten in Privatbesitz befindlichen Juwelen, und Egon erhofft sich eine entsprechend großzügige Bezahlung. Doch kaum hat der Gauner den Tresor - Modell "Franz Jäger", Berlin 1923, Egons Spezialgebiet - geknackt, muss er feststellen, dass er fürchterlich hereingelegt wurde. Mit knapper Not entkommt er der Schweizer Polizei und kehrt reumütig zu seinen Kumpanen Benny und Kjeld zurück. Mit Hilfe eines komplizierten Plans, der ausnahmsweise bis ins letzte Detail funktioniert, gelingt es dem Trio, die kostbaren Diamanten an sich zu bringen. Obwohl Kjelds Frau Yvonne (Kirsten Walther) beinahe in letzter Sekunde alles verpatzt, ist die Olsenbande diesmal (erfolg-)reich.
11:35
Die MDR-Talkshow aus Leipzig
13:33
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
13:35
Dylan ist elf Jahre alt und lebt für den Fußball. Er und sein bester Freund Youssef sind überzeugt, dass ihre Zukunft auf dem Spielfeld liegt. Doch ein folgenschwerer Unfall beendet diesen Traum abrupt. Beim Kicken auf der Straße wird Dylan von einem Auto erfasst. Im Krankenhaus wird klar, dass nichts mehr so sein wird, wie es war. Dylan kann seine Beine nicht mehr bewegen, er ist querschnittsgelähmt. Doch Dylan weigert sich, aufzugeben. Sein Wille ist stärker als die Zweifel, und er setzt alles daran, einen Weg zurück zum Fußball zu finden. Sein Vater, der zugleich das Team trainiert, ebenso wie Youssef und die anderen Spieler begegnen seinem Vorhaben zunächst mit Skepsis und Unsicherheit. Doch Dylan bleibt unbeirrbar und kämpft weiter. Nach und nach zeigen sich Erfolge: Er gewinnt Sicherheit im Rollstuhl, entdeckt neue Möglichkeiten, den Ball mit den Händen zu spielen, und zieht damit auch die Aufmerksamkeit der Skaterin Maya auf sich. Gleichzeitig fordert sein kompromissloser Ehrgeiz jedoch einen hohen Preis, denn die Freundschaft zu Youssef droht daran zu zerbrechen. Dylan erkennt schließlich, dass er seine Ziele nicht allein erreichen kann. Er muss lernen, Hilfe anzunehmen, Teil eines Teams zu sein und seine neue Lebenssituation zu akzeptieren. Am Ende gelingt es allen gemeinsam, dass Dylan mit seiner Mannschaft bei einem großen Turnier antreten darf, das vom bekannten Freestyle-Fußballer Touzani organisiert wird.
15:00
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
15:05
Eines Morgens streckt sich Müllerlehrling Hans im Bett aus und merkt, dass es zu kurz geworden ist. Sieben Jahre sind vergangen, seit er von den Eltern in die Welt geschickt wurde, um seinen Weg zu machen. Hans bekommt Heimweh - und wie immer Schluckauf, wenn er an die Devise seiner Mutter denkt: "Nutze den Augenblick, dann hast du immer Glück!" Hans will nach Hause. Er verlässt die Mühle, den Müller und die geliebte Müllerstochter mit einem großen Goldklumpen - der Lohn für seine Arbeitsjahre. Doch der dicke Brocken macht ihm das Laufen schwer und lockt zwei Räuber an, die auf einen günstigen Augenblick warten, das Gold zu stehlen. Gerade als sie zuschlagen wollen, tauscht der müde Hans den Klumpen gegen das Pferd eines Reiters. Von seiner Last befreit, trottet Hans davon, während die Räuber die Fährte wechseln. Hans merkt bald, dass er einen schlechten Tausch gemacht hat: Der lahme Gaul lässt sich einfach nicht auf Trab bringen. Bis Hans wieder an Zuhause denkt. Der Schluckauf kommt und das Pferd geht ab. Es galoppiert mitten in eine Hochzeitsgesellschaft hinein. Der darauffolgende Tumult kommt einer jungen Gänsediebin sehr gelegen. Der Weg nach Hause ist lang und der naive Hans macht noch so manchen Tausch: Pferd gegen Kuh, Kuh gegen Ferkel, Ferkel gegen Gans und so weiter. Bis er schließlich fast sein Leben verliert und mit leeren Händen zu Hause ankommt. Oder hat Hans am Ende doch einfach nur Glück gehabt? Wenn "Hans im Glück" allen materiellen Reichtum verliert und am Ende nur seinen Schluckauf und die Liebe zur Müllerstochter nach Hause trägt, will jeder mit ihm tauschen. Oder etwa nicht?
16:15
Der König wundert sich jeden Morgen über die zertanzten Schuhe seiner Töchter, denn ihr Schlafgemach ist verschlossen und wird bewacht. Eines Tages kommt ein junger, in Unehren entlassener Soldat an den Hof des Königs und wird von ihm beauftragt, das Geheimnis der allnächtlich zertanzten Schuhe zu lüften. Dank eines Tarnumhangs kann der Soldat den Prinzessinnen nachts folgen und entdeckt einen Tanzsaal, in dem sich die Königstöchter heimlich mit sechs Prinzen treffen.
17:00
Der arme Hans zieht um die Welt, um Macht und Reichtum zu erlangen. Sein Weg führt ihn dabei zu einem abgelegenen Haus, in dem ein altes Mütterchen mit einer Gänsemagd wohnt. Die alte Frau hat magische Kräfte und erfüllt ihm seine maßlosen Wünsche. Doch Hans erleidet jedes Mal große Rückschläge. Nur einen Wunsch hat Hans noch offen. Er besinnt sich und möchte die aus dem Schloss verstoßene Prinzessin Marie finden, deren trauriger Lebensweg ihm nachts in seinen Träumen begegnet ist. Erst spät erkennt er, dass die Prinzessin niemand anderes ist als die Gänsemagd.
18:00
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
18:05
Seit 1994 berichtet das vom Mitteldeutschen Rundfunk produzierte Boulevardmagazin über Prominente, die neueste Mode aus Paris und der Welt oder aktuelle Geschehnisse in den europäischen Königshäusern.
18:50
Die Wetterschau für Mitteldeutschland
18:52
Der arme Bauer Jakub (Kito) wünscht sich Reichtum und trifft auf einen Drachen (Maja), der ihm unendlich viel Gold für Hirsebrei anbietet. Zunächst genießt Jakub das Gold, doch bald erkennt er, dass der Preis zu hoch ist. Er muss einen Weg finden, den Drachen loszuwerden.
19:00
Alles was die thüringer Bevölkerung interessiert, bewegt oder aufregt, gibt es hier zu sehen. Das Regionalmagazin ist zudem topaktuell und lässt auch Menschen vor Ort zu Wort kommen.
19:30
anschl.: das MDR-Wetter
19:50
Am 18. Februar 2011 wird die 66-jährige Rentnerin Gertrud L. im Badezimmer ihrer Wohnung in Berlin-Wedding gefunden. Sie ist tot. Vieles deutet auf einen Duschunfall hin. Auch die Obduktion ergibt keinen Hinweis auf ein Verbrechen. Deshalb wird die Leiche schließlich eingeäschert und beerdigt. Doch dann wird von ihrem Konto Geld abgehoben.
20:15
Axel Bulthaupt begibt sich in dieser Folge seiner Sendereihe "Sagenhaft" auf eine Reise entlang der Mosel. Er erlebt eine Landschaft, mit magischen Bildern, wie sie noch nie zu sehen war. Ein Film mit spektakulären Aufnahmen aus der Luft. Hier geht viel. Nur eines nicht: nüchtern bleiben bei der Beschreibung dieser Gegend. Und das liegt nicht allein daran, dass fast jeder Einwohner links und rechts der Mosel wenigstens einen kleinen Weinberg, einen Wingert, wie sie hier sagen hat, besitzt und einen köstlichen Tropfen produziert. Aber das allein macht die Mosel nicht so unwiderstehlich. Es heißt, dies sei eine der schönsten Landschaften Europas. Was macht diese Gegend aus? Warum strömen so viele Menschen hierher? Was macht die Mosel zur Traumregion? Als die Römer unter Cäsar in den gallischen Kriegen vor über 2.000 Jahren immer weiter vorrückten, besetzten sie auch die Moselregion und gliederten das eroberte Gebiet in die römische Provinz Gallia Belgica ein. Die Mosel, deren Name bis dahin keltisch "Mosea" war, latinisierten sie und machten daraus "Mosella". Axel Bulthaupt begibt sich in dieser Folge seiner Sendereihe "Sagenhaft" auf eine Reise entlang der Mosel. Er erlebt eine Landschaft, mit magischen Bildern, wie sie noch nie zu sehen war. Ein Film mit spektakulären Aufnahmen aus der Luft. Er trifft Menschen, die das Land geprägt hat und solche, die das Land prägen. Axel beginnt seine Reise dort, wo der Fluss die Menschen aus Luxemburg, Frankreich und Deutschland verbindet. Hier oben auf dem Hammelsberg ist Europa. Es riecht nach wilden Kräutern und schmeckt nach Ziegenkäse und Baguette. Schengen ist drüben auf der anderen Moselseite. Im Amphitheater in Trier, Weltkulturerbe übrigens, trifft er auf "echte" Gladiatoren und lässt sich in die Kunst der römischen Freizeitbeschäftigung einweisen. Das Trierer Amphitheater fasste 20.000 Menschen. Die Kulisse für die Kämpfe in der Arena muss überwältigend gewesen sein. Man war nicht zimperlich - man schrie, tobte, lachte, wenn die Tierhetzen veranstaltet wurden und im zweiten Durchgang die Gladiatoren über einen geheimen Aufzug in die Arena gelassen wurden. In Traben-Trarbach gibt es etwa fünf Kilometer unterirdische Keller und Wege, in denen Tausende Fässer lagerten, bevor man sie in alle Welt verschifft hat. Man kann Führungen durch diese alten Gewölbe machen - und im Winter gibt es den einzigen unterirdischen Weihnachtsmarkt. Und Axel Bulthaupt erlebt ein altes, inzwischen ausgestorbenes Handwerk - das der "Schröter". Das waren Kraftprotze, die die Zentner schweren Fässer aus den Weinkellern gehievt haben. Mit einer ganz speziellen Technik. Solange bis die Weinpumpe erfunden war und später der Wein nicht mehr in Fässern sondern Flaschen verkauft wurde. In Winningen hilft er zwei Winzerinnen bei der Weinlese, die sich zum Ziel gesetzt haben, den besten Riesling überhaupt herzustellen. Mit Norbert Klippel geht es hoch hinaus in die Lüfte - vom Wasser aus. Er fliegt eines von drei Wasserflugzeugen in Deutschland. Und er landet auf der Mosel. Axel lernt den Weinbergpfirsich kennen, der von China aus über Persien und die Römer an die Mosel kam. In Cochem geht es tief unter die Stadt. Noch heute sieht der Ort mit dem großen Geheimnis völlig harmlos aus. Das war immer so und sollte genau so sein, denn unter dem Hotel "Vintage", wie es heute heißt, befand sich die größte Schatzkammer der alten Bundesrepublik. Überirdisch standen mitten im Wohngebiet in Cochem zwei Häuser, die angeblich als Schulungs-und Erholungsheim der Deutschen Bundesbank dienten. Aber das war nur Tarnung. Denn unterirdisch auf 1500 qm wurden 15 Milliarden Mark aufbewahrt. Die Burg Eltz, Kobern-Gondorf und noch viele weitere spannende Orte mit einigen kulinarischen Köstlichkeiten liegen am Weg, bis die Mosel bei Koblenz in den Rhein fließt. Die Mosel ist ein sagenhafter Fluss, voller Überraschungen!
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:00
Es ist eine unglaubliche Geschichte im Rahmen der Wiedervereinigung Deutschlands, die bisher in den Medien nur selten eine Rolle spielte: Die Geschichte einer Sondereinheit, die kapitale Verbrechen aus der Zeit der DDR und der Wende ermitteln und aufklären sollte. 1992 beginnt die ZERV - die größte SoKo der Kriminalpolizei in der Geschichte der BRD - ihre Arbeit. Im Jahr 2000 endet sie. Zeit musste ins Land gehen, um von den acht Jahren des Bestehens dieser Sonderkommission erzählen zu können. Zu viele Fälle wurden damals verschwiegen oder unter den Teppich gekehrt, zu viele Geheimnisse galt und gilt es auch heute noch zu hüten. Helmut Kohl ernennt die Zentrale Ermittlungsstelle für Regierungs- und Vereinigungskriminalität - kurz: ZERV - Anfang der 1990er-Jahre zur Chefsache. Er will ein Zeichen setzen. Nicht noch einmal soll sich das wiederholen, was 1945 geschehen war: das Totschweigen von Verbrechen, das Nichtaufarbeiten. Die meisten Ermittler kommen aus den alten Bundesländern. Sie reisen nach Ostberlin und finden Bedingungen vor, mit denen sie nicht gerechnet hatten: Tausende Kartons mit Akten und Unterlagen, keine Computer, keine Drucker, keine Struktur, Trabis und Barkas als Dienstwagen. Zum Telefonieren gehen sie anfangs in Telefonzellen, aus Sorge, abgehört zu werden. Es dauert, bis sie endlich die Räume am Flughafen Tempelhof, Columbiadamm 4, beziehen können und sie nach und nach so ausgestattet sind, dass sie arbeiten können. Zwölf von ihnen stehen mit ihren Fällen und Erinnerungen im Mittelpunkt der Dokuserie von Regisseurin Heike Bittner und Co-Autor Tom Kühne. Die Ermittler zeigen die Welt des Waffenhandels auf, die Verurteilung von Unschuldigen, die Ermittlungen zu Auftragsmorden und zu Prostitution im Auftrag der Stasi. Sie erzählen auch davon, wie sie versucht haben, Doping öffentlich zu machen, berichten von Mauerschützen und dem Betrug im großen Stil bei der Auflösung der ehemaligen LPG, Korruptionsfällen im Zuge der Wende bis hin zur ewigen Jagd nach den Millionen und dem Gold der SED. Für viele der Ermittler war es "die beste und spannendste Zeit ihres Lebens", auch wenn sie oft an Grenzen stießen und die Umstände es manchem Täter ermöglichten, zu entkommen. Am Ende haben sie über 20.000 Fälle bearbeitet, einige Milliarden veruntreuter Gelder zurückgeholt und manchen Kriminellen vor Gericht gebracht. Für die Dokumentarserie stehen einmalige Dokumente zur Verfügung: die originalen Ermittlungsakten der Kriminalbeamten. Die Akten galten lange als verschwunden - und werden für diese Serie exklusiv und das erste Mal wieder geöffnet. Darin enthalten: jeder Schritt der Ermittlung von Anfang bis Ende. Ebenso die originalen Protokolle der Vernehmungen, die persönlichen Notizen, die Schlussfolgerungen, Zeichnungen, Fotos. Anhand der Akten lässt sich genau nachvollziehen, wie viel Arbeit die Ermittler in ihre Fälle legten. Das erste Mal seit 25 Jahren können die Beamten ihre Ermittlungen noch einmal nachlesen und tief eintauchen in die Zeit der Verbrecherjagd nach der Wende.