04:20
In Sachsen-Anhalt kommt nicht so schnell Langeweile auf. Dies verdeutlichen die Beiträge aus den Rubriken "Wir für Sie", "Sportevent der Woche" oder auch die "Freizeitchecker".
04:50
Alles was die thüringer Bevölkerung interessiert, bewegt oder aufregt, gibt es hier zu sehen. Das Regionalmagazin ist zudem topaktuell und lässt auch Menschen vor Ort zu Wort kommen.
05:20
05:55
Sophie (Aglaia Szyszkowitz) buhlt um eine lukrative Hochzeit: Veronika (Anne-Marie Waldeck) und ihr Verlobter Steffen (Matthias Gärtner) möchten mit mehr als hundert Gästen auf dem Fuchsbichlerhof feiern. Für die hochverschuldete Bergpension verspricht der Auftrag einen wahren Geldregen, denn die Familie der Braut ist überaus solvent. Der Vater Hajo (Rainer Will) findet das "Zimmer mit Stall" jedoch alles andere als standesgemäß und möchte bei der Besichtigung sofort kehrtmachen. Als am Abend ein Brand ausbricht, sind für Sophie seine bösartigen Kommentare noch das geringste Problem. Die Feuerwehr kommt zwar gerade noch rechtzeitig, um das Haus zu retten. Die frisch hergerichteten Gästezimmer über dem Stall sind aber allesamt verkohlt und unbewohnbar. Der Verursacher ist schnell gefunden: Sophies kauziger Stallgast Barthl (Friedrich von Thun), der bei seinen botanischen Rauchexperimenten mit sensiblen Mimosenpflanzen eingenickt ist. Leider hatte der Hobbywissenschaftler vorher den Rauchmelder demontiert! Für die Sachverständige der Versicherung (Annette Paulmann) sieht das Ganze nach Brandstiftung und Betrug aus. Mit der Wahrheit, glaubt Sophie, ist nichts mehr zu retten: Nur wenn Barthl eine geistige Umnachtung vortäuscht, zahlt die Versicherung. Leider übertreibt er es - und bringt sich in eine Lage, die Sophie eigentlich dazu nutzen könnte, ihn endlich und endgültig loszuwerden.
07:25
Als Artistin kann Eliana Pliskin Jacobs an einem Seil fliegen - als Künstlerin verbindet sie jüdische Vergangenheit und Gegenwart in Sachsen. Ihre Urgroßmutter Gertrud Epstein betrieb einst im Dresdner Kügelgenhaus ein Wäschegeschäft und starb später im Holocaust. Ihre Großeltern retteten sich nach Nordamerika. Dort ist Eliana Pliskin Jacobs aufgewachsen. Heute wohnt sie in Leipzig und bringt als Sängerin, Komponistin und Artistin jüdische Kunst zurück nach Sachsen.
07:30
Mirko Busch schüttet Kohlen in den großen Grill hinter der alten Kaserne, dem heutigen Pferde- und Freizeitparadies Ziemendorf. Nach und nach treffen die anderen ein, ehemalige DDR-Grenzsoldaten mit ihren Frauen. Die Unteroffiziere von einst treffen sich in Arendsee. Sie schwelgen in Erinnerungen. Über zivile Grenzopfer und deren Vertuschung durch das DDR-Regime wird da kaum gesprochen. Anders ist es beim Grenzerkreis Abbenrode - einem deutsch-deutschen Versöhnungsprojekt mit dem Ziel, Erinnerungen an die politische Willkür der DDR-Regierung zu bewahren. Ein Projekt der ehemaligen Grenzer Andreas Weihe aus dem Osten, Lothar Engler und Wolfgang Roehl aus Westdeutschland. Das erste Treffen der Männer 2013 war geprägt von gegenseitigem Misstrauen, aber auch von großer Neugier, erzählt Engler. Die Vorurteile haben sie schnell überwunden. Gemeinsam sammeln sie nun Fotos und Dokumente, um dieses Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte aufzuarbeiten. Olivia Hoffmann ist sowohl dem Bundesgrenzschutz auf westlicher Seite als auch den DDR-Grenztruppen bekannt. Zwischen 1982 und 1984 geht die Jugendliche regelmäßig auf dem "vorgelagerten Hoheitsgebiet der DDR" - also mitten auf dem Grenzstreifen - spazieren. Damals wie heute kaum vorstellbar. Die "Grenzverletzerin" wird von den Grenzern auf beiden Seiten misstrauisch beobachtet, fotografiert und auch verfolgt. Ihre Ausflüge enden erst, als sie zu Dieter Hoffmann zieht - einem bundesdeutschen Zöllner, in den sie sich verliebt hat. Seit 35 Jahren sind die beiden inzwischen verheiratet. Eine unglaubliche Liebesgeschichte an der innerdeutschen Grenze. Ein Film über deutsch-deutsche Grenzerinnerungen - damals und heute.
08:00
Rund fünf Millionen erwerbsfähige Menschen mit Beeinträchtigung leben in Deutschland, doch nur jeder Zweite von ihnen hat einen Job, die meisten in Behindertenwerkstätten. Vielen bleibt der Arbeitsmarkt und damit die Teilhabe am gesellschaftlichen Alltag verwehrt. Nicht so in Eutin: Hier arbeiten junge Menschen mit Handicap in einem neuen, modernen Hotel. Ein inklusives Team mit höchsten Ansprüchen. "Der erste Arbeitsmarkt war einfach nix für mich, aber das Inklusionshotel bietet mir eine neue Chance, mich zu beweisen", macht der 28-jährige Florian seine Motivation klar. Trotz eingeschränkter kognitiver Fähigkeiten filetiert der Eutiner Fisch, spült im Akkord oder schmiert Schnittchen für die Eröffnung. Die 35-jährige Vanessa hat nur 20 Prozent Hör- und ein stark eingeschränktes Sehvermögen. Dennoch ist die Lübeckerin im Restaurantteam unverzichtbar. Eindecken, bewirten, kassieren, für die junge Mutter ist die lang ersehnte Festanstellung eine riesige Erleichterung. Ebenso für den 32-jährigen André an der Rezeption: Weil ihm Finger fehlen, wurde der Eutiner früher oft gemobbt, nun nimmt er mit gestärktem Selbstbewusstsein neue Gäste an der Eutiner Bucht in Empfang. Das neue Eutiner Hotel an der Seepromenade besteht aus einem inklusiven Team und will gleichzeitig höchsten Ansprüchen genügen. Inklusion hingegen bedeutet häufig auch Improvisation. Viele Arbeiten dauern länger, meistens dann, wenn es ganz besonders schnell gehen muss. Das völlig neu zusammengestellte Team hat nur wenige Wochen Probezeit, dann beginnt schon die große Eröffnung im vollen Haus
08:30
Auch wer keinen "grünen Daumen" besitzt, darf ab sofort zu Hacke und Gießkanne greifen. Detaillierte Tipps zu Hecke, Beet und Co. verhelfen nicht nur Hobby-Gärtnern zur eigenen Grünoase.
08:55
09:20
Die dritte Folge "Naturwunder Ostsee" führt zur größten Seehundkolonie der Ostsee auf die dänische Insel Anholt. Im kristallklaren Wasser bekommen die Jungtiere Schwimmunterricht. Dank der extrem fetthaltigen Milch, mit der sie ernährt werden, wachsen sie schnell. Schon nach vier Wochen werden sie von ihren Müttern verlassen. Allein auf sich gestellt, erkunden sie neugierig die Welt. Auf Schwedens größter Insel lebt die seltene Gotland-Ringelnatter. Sie jagt im Meer nach Fischen. Das ist einzigartig: Kein anderes Reptil geht in der Ostsee auf Nahrungssuche. Ein Verhalten, das noch nie gefilmt wurde. Der Kleine Belt ist die Heimat eines Hummers. Dass dieser Pionier hier vorkommt, ist eine Sensation. Auf der Suche nach einer Bleibe muss der Hummer manche Hürde meistern. Das Leben der Seehasen ist auch nicht einfach. Im Winter kommen die Fische an die Küste Mecklenburgs. Nachdem die Weibchen ihre Eier gelegt haben, überlassen sie ihrem Partner die Brutpflege. Die Herausforderungen für den Vater sind zahllos: Ständig muss sein Nachwuchs mit sauerstoffreichem Wasser versorgt, vor Räubern wie Seesternen und Strandkrabben geschützt und vor Stürmen bewahrt werden. Das Seehasenmännchen gibt alles, doch wird das am Ende reichen?
10:05
Schon als Kinder teilen Enzo und Jacques, die auf derselben griechischen Insel aufwachsen, die Leidenschaft fürs Tauchen. Als Jacques' Vater eines Tages bei einem Tauchgang unter den Augen seines Sohnes ums Leben kommt, bricht für diesen eine Welt zusammen. Jacques verlässt die Insel und stellt sein außergewöhnliches Talent der Wissenschaft zur Verfügung. Jahre später kreuzen sich die Wege von Jacques und Enzo erneut. Enzo, inzwischen Weltmeister im Tauchen ohne Sauerstoffgerät, sucht seinen alten Jugendfreund auf, um ihn zu überreden, bei der bevorstehenden Weltmeisterschaft gegen ihn anzutreten. Jacques nimmt die Herausforderung an und reist nach Sizilien. Dort trifft er die New Yorker Journalistin Johana wieder. Diese war ihm, nachdem sie ihn bei einem wissenschaftlichen Tauchgang in den Anden beobachtet hatte, nach Sizilien gefolgt. Die beiden verlieben sich ineinander, doch die junge Frau findet kein Verständnis für Jacques' extreme Sehnsucht nach dem Meer. Enzo taucht eines Tages zu tief und kommt ums Leben. Zum Entsetzen Johanas, die inzwischen ein Kind von Jacques erwartet, findet dieser nach Enzos Tod keine Ruhe. Eines Nachts beschließt er, ihm in die Tiefen des Meeres zu folgen.
12:15
Die größten Legenden, unvergessene Stars und die emotionalsten Geschichten - ausgesucht aus tausenden Gästen. Michael Gwisdek, Kati Witt, Andreas Kieling, Johannes Heesters, Matthias Reim und viele mehr - freuen Sie sich auf ein Wiedersehen mit großen Persönlichkeiten von damals und heute. Die "Riverboat-Klassiker" - das sind überraschende und unvergessene Sternstunden des Talks.
14:13
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
14:15
Es ist das Weihnachtsland schlechthin - das Erzgebirge. Hier wird gedrechselt, geschnitzt, geklöppelt und musiziert, was das Zeug hält. Der Inbegriff von Weihnachtsromantik. Im Sommer, wenn warm der Duft des Heus aus den Tälern steigt, wenn die Blumen auf den geschützten Naturwiesen in den schönsten Farben blühen, wenn die hohen Tannen oben am Kammweg in sattem Grün erstrahlen und die klaren Bergbäche zum Erfrischen einladen, dann zeigt sich das Erzgebirge von einer ganz anderen Seite: Natur pur, mit klarer Luft, intakter Umwelt und einem fröhlichen Menschenschlag, der es durch die Wirren und Entbehrungen der Geschichte zu einer erstaunlichen Kreativität gebracht hat. Eine Landschaft, die sich seit Kurzem mit dem Titel UNESCO Weltkulturerbe schmücken darf. Axel Bulthaupt begibt sich in seiner Sendereihe "Sagenhaft" auf eine Sommerreise durch das Erzgebirge. Los geht's ganz oben: an der Fly Line auf dem Fichtelberg. Von dort fliegt man völlig tiefenentspannt durch die Bäume ins Tal. Auch für Axel ein ganz neues Erlebnis. In Blockhausen trifft er Andreas Martin, seines Zeichens Weltmeister mit der Kettensäge, auch genannt, der Sauensäger. Seine Spezialität sind nämlich Wildschweine in allen Größen und Formen. Einzeln und als Familie. Auf einer Waldlichtung hat er sich seinen ganz eigenen Traum von Freiheit erfüllt. In Eppendorf im Osterzgebirge kehrt er im Trakehnerhof ein. Hier kocht Steffi Kerber-Reichel, die schon als kleines Mädchen in der Küche saß und der Oma über die Schultern geschaut hat. Dabei lernte sie alles über Buttermilchgötzen, Grüne Klitscher und Rouladen. Mit 19 wurde sie als jüngstes Team-Mitglied in die Deutsche Koch-Nationalmannschaft aufgenommen. Überhaupt, die Weltmeisterdichte hier oben im Gebirge ist enorm. In Bockau läuft ihm Denise Herrmann über den Weg, Biathlonweltmeisterin 2019, und immer wieder gerne unterwegs in den Wäldern der Heimat. Auch wenn sie heute in Ruhpolding lebt und trainiert. Im sagenhaft schönen Schwarzwassertal erzählt der Grüne Graben von der Geschichte des Bergbaus. Ungefähr in der Mitte des Tals stößt Axel Bulthaupt auf das Pappschild mit dem Hinweis auf das "Waldcafé von Kaffee Kurt". Unter einer großen Zeltplane sitzt Kurt auf einem Felsen, mahlt Bohnen und verkauft Rucksackkekse und an die Wanderer und Mountainbiker auf dem Kammweg. Auf dem Marktplatz von Annaberg begeistern derweil Helga und Frank mit ihren selbst gefertigten Puppen Groß und Klein. Sie sind mit ihrem kleinen Puppentheater schon um die ganze Welt gereist und haben Fans auf allen Kontinenten. Im Kurgarten von Bad Schlema testet Axel das Therapie-Häuschen von Jürgen Schmidgen. Die Luft aus einem Bienenstock hilft bei Asthma und Atemwegserkrankungen. Mit einer Inhalationsmaske atmet man die Bienenluft ein. In Bad Schlema klingen wunderschöne Melodien aus dem Haus von Vicente Patiz. Der gelernte Polizist hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Er macht Weltmusik. Musik, die er von seinen vielen Konzertreisen durch die Welt mit nach Hause bringt.
15:45
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
15:50
Das Märchen der Brüder Grimm erzählt von einem jungen Mann, der als Junge von Zuhause weggelaufen war und nun zurückkehrt, um zu bekennen, dass aus ihm ein Meisterdieb geworden ist. Seine Eltern wollen ihn gleich wieder fortschicken, denn sie fürchten, dass er am Galgen landet. Doch Robert stellt sich dem Grafen, und dieser gibt ihm eine Chance, da er sein Pate ist. Er stellt ihm drei Aufgaben: Robert soll das gräfliche Leibpferd aus dem Stall stehlen, dem Grafenehepaar nachts das Betttuch unter dem Leib wegnehmen und dazu der Gräfin den Trauring vom Finger und den Pfarrer und den Küster aus der Kirche stehlen. Wenn es ihm gelingt, alle Aufgaben zu bewältigen, hat er nicht nur die Freiheit gewonnen, sondern auch die Anerkennung seiner Familie.
16:50
Rotkäppchen wird von der Mutter in den Wald geschickt zur Großmutter, die krank im Bett liegt. "Aber pass auf und geh nicht vom Weg ab", hatte ihr die Mutter noch gesagt. Und folgsam wie immer hatte Rotkäppchen auch diesmal versprochen, sich genau an die Gebote der Mutter zu halten. Aber es war so schön im Wald, die Sonne, die Blumen dufteten. Wie würde sich die Großmutter über einen bunten Blumenstrauß freuen. Einen ganzen Arm voll pflückt Rotkäppchen für die kranke Großmutter und beachtet dabei gar nicht mehr, was rundherum geschieht. Aber der Wolf lauert hinter dem Gebüsch und beobachtet genau, was Rotkäppchen macht. Schon lange hat er auf dieses kleine zarte Ding gewartet. Geschwind läuft er zur Großmutter, frisst sie und legt sich in ihr Bett. Als nun Rotkäppchen kommt und sich voller Sorge nach dem Befinden der Großmutter erkundigen will, verschwindet es auch im Handumdrehen im Wolfsbauch. Vollgefressen und müde schläft der grausame Räuber im Bett der Großmutter ein, schnarcht, dass die Bäume wackeln. Das Häschen, Rotkäppchens bester Freund, holt Hilfe. Die Mutter und ihr Vater, der Jäger, befreien schließlich die alte Frau und Rotkäppchen und lassen den Wolf mit Wackersteinen zurück.
18:00
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
18:05
18:50
Die Wetterschau für Mitteldeutschland
18:52
Pitti schießt den Fußball in Schnatterinchens Primelbeet. Moppi meint: "Das gibt Ärger!", aber Pitti erfindet eine echte Pittiausrede.
19:00
In Sachsen-Anhalt kommt nicht so schnell Langeweile auf. Dies verdeutlichen die Beiträge aus den Rubriken "Wir für Sie", "Sportevent der Woche" oder auch die "Freizeitchecker".
19:30
anschl.: das MDR-Wetter
19:50
Auch in Mitteldeutschland gibt es Bösewichte! Denen geht es allerdings schon seit 1992 per TV an den Kragen. Mithilfe der Zuschauer wurden seitdem schon einige Verbrecher dingfest gemacht.
20:15
Kristallklares Wasser, malerische Küstenorte, jahrtausendealte Geschichte und eine Küche, die zu den spannendsten Europas zählt - Istrien überrascht auf vielfältige Weise. Auf ihrer Reise durch die größte Halbinsel Kroatiens entdeckt Stephanie Müller-Spirra eine Region, die mediterrane Leichtigkeit mit kulturellem Reichtum und beeindruckender Natur verbindet. Am Kap Kamenjak, dem wilden Südzipfel Istriens, beginnt das Abenteuer. Im Kajak gleitet Stephanie Müller-Spirra über türkisfarbenes Wasser entlang einer zerklüfteten Küste, wo Wind, Meer und Karstgestein seit Jahrtausenden eine einzigartige Landschaft formen. Es ist der perfekte Auftakt für eine Reise, die weit mehr bereithält als traumhafte Badebuchten. Denn hinter der Küste offenbart sich eine Region voller Geschichten. In den verwinkelten Gassen von Rovinj, den antiken Monumenten von Pula und den historischen Plätzen von Porec wird sichtbar, wie Römer, Venezianer und die österreichisch-ungarische Monarchie das Gesicht Istriens geprägt haben. In Pula trifft Stephanie Müller-Spirra den Musiker Marko Puriši?, vor allem durch den Eurovision Songcontest international bekannt als Baby Lasagna. Zwischen den mächtigen Mauern des römischen Amphitheaters spricht er über seine Heimat und die besondere Verbundenheit der Menschen mit dieser Region. Je weiter die Reise ins Landesinnere führt, desto ursprünglicher zeigt sich Istrien. Im Ucka-Gebirge wandert Stephanie Müller-Spirra gemeinsam mit der Extrembergsteigerin Ines Papert durch eine raue Berglandschaft mit spektakulären Ausblicken auf die Adria. Zwischen dichten Wäldern und kleinen Dörfern rund um Buzet begibt sie sich anschließend auf die Suche nach einem der begehrtesten Schätze der Region: dem Trüffel. Dabei erlebt sie hautnah, wie eng Natur, Tradition und Kulinarik in Istrien miteinander verbunden sind. Genuss spielt auf dieser Reise eine besondere Rolle. Hochwertiges Olivenöl, charaktervolle Weine und kreative Küche machen die Region zu einem Paradies für Feinschmecker. Vor allem in Rovinj zeigt sich, wie selbstverständlich hier Tradition und Innovation zusammenfinden. Überall begegnet Stephanie Müller-Spirra Menschen, die ihre Heimat mit großer Leidenschaft gestalten und dabei ihre Wurzeln bewahren. Istrien ist eine Region voller Kontraste und überraschender Entdeckungen - ein Ort, an dem sich mediterranes Lebensgefühl, bewegte Geschichte und außergewöhnliche Natur zu einem Reiseerlebnis verbinden, das lange nachwirkt.
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:00
"Im Nachhinein ärgert mich immer, dass dieses Leben in der DDR so schwarz-weiß gemalt wird. Das stimmt einfach nicht, es war nicht schwarz-weiß." Bettina Röder ist in Dresden geboren und aufgewachsen. Sie hat Pädagogik studiert, hat als Lehrerin gearbeitet und sie war Christin. Sie sagt, das eine habe das andere nicht ausgeschlossen und der Sozialismus war ihr ebenso wichtig wie der liebe Gott. Mehr als 30 Jahre nach dem Mauerfall reflektiert sie die Zeit als evangelische Christin in der DDR mit Abstand. Trotz der Schattenseiten ist sie überzeugt, das Leben in der DDR war für Christinnen und Christen facettenreich. Christsein in der Diaspora hat ihr Stärke, Mut und Hoffnung gegeben. Im Film erzählen Christen und Christinnen von ihrem Leben in einem atheistischen Staat.
22:30
Am Morgen des 18. August 1976 parkt der evangelische Pfarrer Oskar Brüsewitz vor der Michaelskirche in Zeitz, befestigt zwei Transparente auf dem Dach seines Autos, übergießt sich mit Benzin und zündet sich an. Trotz der Rettungsversuche der herbeigeeilten Menschen erliegt er vier Tage später seinen schweren Verletzungen. Er hinterlässt eine Frau und zwei Töchter - sowie völlig verunsicherte DDR-Machthaber, die den Selbstmord zunächst vertuschen wollen. Schließlich wird Brüsewitz' Aktion als Tat eines geisteskranken West-Agenten diffamiert. Nach der Wiedervereinigung macht sich Autor Thomas Frickel auf in Brüsewitz' ehemalige Gemeinde Rippicha und trifft Zeitzeugen, die mit erstaunlicher Offenheit über ihren ehemaligen Pfarrer und die Ereignisse im Sommer 1976 sprechen. Der Film erzählt nicht nur vom Leben und Sterben des Menschen, Pfarrers und Aktivisten Oskar Brüsewitz, sondern auch von der DDR-Gesellschaft der 1980er Jahre und davon, wie die Menschen 15 Jahre und einen Systemwechsel später darauf zurückschauen. Auf vielschichtige Weise entsteht ein besonderes Zeitdokument.