21:45
Das Geschäft läuft nicht besonders gut bei Taubenbaum-Bestattungen in Hepperlingen. Deshalb arbeitet Lisa Taubenbaum (Anna Fischer) wieder häufiger als Physiotherapeutin, ihr Bruder Hannes (Frederik Bott) tischlert eher Ladentheken als Särge und Vater Alfons (Artus Maria Matthiessen) networkt eifrig im Gemeinderat. Die Leiche einer jungen Frau an einer Bushaltestelle bringt zwar Arbeit, aber da niemand weiß, um wen es sich handelt, ist mit einer wenig einträglichen Bestattung auf Staatskosten zu rechnen. Deshalb hat Alfons überhaupt nichts dagegen, dass Lisa versucht, die Identität der Unbekannten zu klären. Seiner Tochter lässt diese Tote keine Ruhe, ein Herzstillstand in dem Alter gibt ihr zu denken. Lisas hartnäckige Nachforschungen bringen tatsächlich etliche Ungereimtheiten zutage, für die Dorfpolizist Andi (Helgi Schmid) allerdings nur begrenztes Interesse aufbringt. Aber Lisa kennt ja den Stuttgarter Kommissar Thomas Zellinger (Christoph Letkowksi), den sie ohnehin gerne wiedersieht. Auch professionell gibt es für ihn genug zu tun. Denn der Autoschlüssel der Toten führt Lisa zu einem Unfallauto im Wald - und in dessen Kofferraum zur Leiche des alten Dürr. Jetzt ist auch der Gemeinderat involviert, denn Dürr besaß ein hart umkämpftes Grundstück, das in den ohnehin streitigen Hepperlinger Ausbauplänen eine große Rolle spielt. Während der Streit im Gemeinderat immer weiter eskaliert, die Parteien um die Stimmen der Ratsmitglieder werben und Alfons mit seinem Gewissen ringt, macht Lisa sich an die nicht ungefährliche Aufgabe, den Zusammenhang zwischen dem Tod des alten Dürr und der jungen Frau aufzuklären.
23:10
Elisabeth von Holbach ist eine brillante Rechtsanwältin, die mit harten Bandagen kämpft. Bevor sie endgültig die Führung in der renommierten Stuttgarter Kanzlei ihres Vaters Max übernehmen soll, reist Elisabeth im Auftrag eines finanzkräftigen Mandanten in den Schwarzwald, um den unwilligen Bauern Karl Lindner zum Verkauf seines Hofs zu überreden, der einer riesigen Rennstrecke Platz machen soll. Elisabeths Fahrt aufs Land endet zunächst in einem Straßengraben, aus dem sie ausgerechnet Karl Lindner mit seinem Traktor zieht. Unter einem Vorwand quartiert Elisabeth sich im Gästezimmer seines Hofs ein. Vom ersten Moment an herrscht eine seltsame Anziehung zwischen den beiden. Elisabeth gerät in einen schweren Gewissenskonflikt: Auf der einen Seite findet sie heraus, dass auf dem Hof ein hoher Kredit lastet, und leitet alles in die Wege, um Karl damit unter Druck zu setzen. Andererseits stellt sie zu ihrer eigenen Überraschung fest, wie sehr das Leben und die Arbeit auf dem Land sie erfüllen. Immer stärker fühlen sie und Karl sich zueinander hingezogen - und plötzlich ist es Liebe. Hin- und hergerissen beschließt Elisabeth, Karl endlich die Wahrheit zu sagen und ihm bei der Rettung seines Hofs zu helfen. Damit gerät sie jedoch erst recht zwischen die Fronten. Während Karl sich enttäuscht von ihr abwendet, denkt Elisabeths Vater gar nicht daran, den einträglichen Auftrag seines Mandanten einfach sausen zu lassen.